WesSol. Solartrennstation - Solarmodul

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1 WesSol Solartrennstation - Solarmodul Montageund Inbetriebnahmeanleitung Montage- und Bedienungsanleitung Stand: 02/2011

2 Inhaltsverzeichnis 1 Produktbeschreibung und Verwendung Seite 3 2 Sicherheitshinweise Seite 4 3 Beschreibung Einzelteile der Trennstation Seite 5 4 Vorbereitung der Heizungsanlage Seite 6 5 Montage und Installation Seite 7 6 Anbindung der Trennstation Seite 8 7 Regelung Seite 8 8 Inbetriebnahme Seite 9 9 Technische Daten Seite Garantiebestimmungen Seite 14 Technische Änderungen, welche zur Produkt- und Zubehörverbesserung dienen, bleiben vorbehalten.

3 Allgemeines Die Funktion, Installation, Inbetriebnahme und Bedienung der Trennstation WesSol wird in dieser Anleitung beschrieben. Für die übrigen Komponenten der Baugruppe beachten Sie bitte die Anleitung des jeweiligen Herstellers. 1. Produktbeschreibung Kompakte, vormontierte Baugruppe mit zwei hydraulischen Kreisen, welche die Wärme vom Primärkreis (Solarkreis) in den kreis (Heizungskreis) optimal überträgt. Solarstation besteht aus zwei Hocheffizienzpumpen, einem Wärmetauscher 5/ 10 kw für bis zu 10 m²/ 16 m² Kollektorfläche, Solarregelung (optional), MAG 11 l/ 18 l inkl. integrierter Halterung und Sicherheitsventil, fernschönes EPP- Isoliergehäuse mit Befestigungswinkel, Spül- und Befülleinrichtung im Solarkreis (primär), mit Klemmringverschraubung 18 mm bzw. ¾ Innengewinde und sekundär ¾ Überwurfmutter Verwendung Die Trennstation WesSol kann, unter Berücksichtigung dieser Anleitung, zum nachträglichen Einbau einer solarthermischen Anlage an ein bestehendes Heizsystem ohne einen weiteren Brauchwasserspeicher bzw. Kombispeicher verwendet werden. Für den Einbau bei Neuinstallationen von solarthermischen Anlagen ist die solare Trennstation geeignet

4 2. Sicherheitshinweise Die Installation und Inbetriebnahme sowie der Anschluss der elektrischen Komponenten setzen Fachkenntnisse voraus, die einem anerkannten Berufsabschluss als Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bzw. einem Beruf mit vergleichbarem Kenntnisstand entsprechen [Fachmann]. Bei der Installation und Inbetriebnahme muss folgendes beachtet werden: einschlägige regionale und überregionale Vorschriften Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaft Anweisungen und Sicherheitshinweise dieser Anleitung Gefahr: Verbrühungsgefahr durch Dampfaustritt! Bei Sicherheitsventilen besteht Verbrühungsgefahr durch Dampfaustritt. Prüfen Sie bei der Installation die örtlichen Gegebenheiten, ob eine Ablassleitung an die Sicherheitsgruppe angeschlossen werden muss. Beachten Sie hierzu die Anleitung zum Sicherheitsventil. Gefahr: Verbrühungsgefahr durch Dampfaustritt! Das austretende Medium kann Temperaturen von über 100 C aufweisen und zu Verbrühungen führen. Achtung: Sachschaden durch hohe Temperaturen! Da der Wärmeträger in Kollektornähe sehr heiß sein kann, muss die Armaturengruppe mit ausreichendem Abstand zum Kollektorfeld installiert werden. Zum Schutz des Ausdehnungsgefäßes ist gegebenenfalls ein Vorschaltgefäß erforderlich. Achtung: Sachschaden durch Mineralöle! Vermeiden Sie unbedingt, dass die EPDM- Dichtungselemente der Station mit mineralölhaltigen Substanzen in Kontakt kommen. Mineralölprodukte schädigen den Werkstoff nachhaltig, wodurch seine Dichteigenschaften verloren gehen. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls bei ihrem Hersteller, ob die Solarflüssigkeit, Fette oder Montagehilfen mineralölhaltig sind. Für Schäden, die durch derartig beschädigte Dichtungen entstehen, übernehmen wir weder eine Haftung noch leisten wir Garantieersatz. Gefahr für Leib und Leben durch Stromschlag! Vor elektrischen Arbeiten (am Regler) Netzanschluss trennen uns erst nach Abschluss aller Installationsarbeiten einstecken. So verhindern Sie ein unbeabsichtigtes Anlaufen der Motoren. Gefahr: Verbrühungsgefahr durch heißen Wärmeträger! Der austretende Wärmeträger kann sehr heiß sein. Platzieren Sie den Auffangbehälter so, dass bei dem Entleeren der Solaranlage keine Gefahr für umstehende Personen besteht. Achtung: Verbrennungs- und Verbrühungsgefahr! Die Armaturen können sich durch den Wärmeträger auf Temperaturen von über 100 C erhitzen. Deshalb sollte die Anlage nicht bei heißen Kollektoren (starkem Sonnenschein) gespült oder befüllt werden. Beachten Sie, dass bei zu hohem Anlagendruck heißer Wärmeträger aus den Sicherheitsventilen austreten kann! Beim Entlüften kann der Wärmeträger als Dampf austreten und zu Verbrühungen führen! Achtung: Frostgefahr! Oft lassen sich Solaranlagen nach dem Spülen nicht mehr restlos entleeren. Beim Spülen mit Wasser besteht daher die Gefahr von späteren Frostschäden. Spülen und befüllen Sie die Solaranlage deshalb nur mit dem später verwendeten Wärmeträger. Verwenden Sie als Wärmeträger ein Wasser-propylenglykol-Gemisch mit maximal 50 % Propylenglykol. Hinweis: Entlüften der Solaranlage nach der Inbetriebnahme Entlüften Sie die Solaranlage zunächst täglich und dann je nach abgeschiedener Luftmenge wöchentlich oder monatlich. So sichern Sie einen optimalen Betrieb der Solaranlage. Prüfen Sie nach dem Entlüften den Anlagendruck und erhöhen Sie ihn gegebenenfalls auf den vorgeschriebenen Betriebsdruck. Hinweis: Um die einwandfreie Funktion der solaren Trennstation zu gewährleisten, muss die Anlage gespült und frei von Luft und Fremdkörpern sein.

5 3. Beschreibung Einzelteile der Trennstation 1 Vorlaufkugelhahn 2 Rücklaufkugelhahn 3 Sicherheitsbaugruppe 4 Solar- Pumpe (primär) 5 Spül- und Befüllarmaturen 6 Einstellkugelhahn für Durchfluss 7 Spül- und Befüllarmaturen 8 Entlüftung Solarkreislauf 9 Absperrhahn für Pumpe 10 Heizkreis- Pumpe (sekundär) 11 Absperrhahn für Pumpe 12 Entlüfter seite 13 Kappenventil l Vorlauf Primärvorlauf Rücklauf Primärrücklauf Abgang Überdruckventil Befüllen Eingang Befüllen Ausgang / Entleeren 4. Vorbereitung der Heizungsanlage Vorbereitung für die Installation in eine bestehende Heizungsanlage Die Trennstation WesSol ist konzipiert um ein bestehendes Heizungssystem mit einer Solaranlage ohne großen Umbauaufwand nachzurüsten. Je nach vorhandenem System kann die Solaranlage direkt oder über zwei eingesetzte Anschlussstücke angebunden werden. Beispiel 1: Anschluss im Heizungsvorlauf (Voraussetzung: Heizungspumpe im Vorlauf). Die T-Stücke zum Anschluss der Trennstation werden vor und hinter der Heizungspumpengruppe installiert. Der Rücklauf der Trennstation wird vor der Pumpengruppe angeschlossen, der Vorlauf dahinter.

6 4.1 Direkten Anschluss Für den direkten Anschluss der solaren Trennstation muss ein Kombi- oder Pufferspeicher vorhanden sein, der noch freie Anschlüsse bereit hält. Die Trennstation wird mit dem Primärkreis direkt mit dem Speicher verbunden. Eine mögliche Verschaltung wird im Beispiel 1 dargestellt. 4.2 Anschluss mit Anschlussstücken Sind im Heizungssystem keine freien Anschlüsse vorhanden müssen diese durch T-Stücke geschaffen werden (Beispiel 2). Bitte beachten Sie, dass neue Komponente vor Inbetriebnahme gespült werden müssen!! Beispiel 2: Anschluss am Speichervor- und -rücklauf Die T-Stücke zum Anschluss der Trennstation werden am Vor- und Rücklauf des Speichers installiert. Der Vorlauf der Trennstation wird am Speichervorlauf angeschlossen der Rücklauf

7 5. Montage und Installation (nur durch einen Fachmann durchzuführen unter Berücksichtigung der Montageanleitung) Die Trennstation darf nur an einem trockenen und frostsicheren Ort an einer tragfähigen Wand befestigt werden. Der Zugang zu den Regel- und Sicherheitseinrichtungen muss während des Betriebes jederzeit gewährleistet sein! 1. Beigefügte Bohrschablone zum Übertragen der Bohrlöcher verwenden. 2. Löcher bohren, Dübel einstecken und Stockschrauben festdrehen. 3. Trennstation auf die Stockschrauben hängen, mit Scheiben und Muttern festschrauben. 4. Sicherheitsbaugruppe anschrauben, Flachdichtung nicht vergessen. Puffer 5. Befestigungswinkel des Haltewinkels für das Ausdehnungsgefäß mit den beigefügten Schrauben an der Trennstation befestigen Ausdehnungsgefäß am Haltewinkel befestigen; Kontermutter bis zum Anschlag auf Gewinde des Ausdehnungsgefäßes aufschrauben, anschließend durch das Loch des Befestigungswinkels stecken, Flachdichtung auflegen und mit dem Kappenventil fest verschrauben. 7. Kontermutter durch das Aufdrehen fest (an den Winkel) anziehen. 8. Mit dem Wellschlauch Sicherheitsgruppe und Ausdehnungsgefäß verbinden. Dabei Flachdichtungen verwenden. 9. Verrohren Sie die Trennstation mit der Anlage: Primär- Vorlauf: Innengewinde ¾ oder 18 mm Klemmring Primär- Rücklauf: Innengewinde ¾ oder 18 mm Klemmring Vorlauf: ¾ Überwurfmutter Rücklauf: ¾ Überwurfmutter

8 6. Anbindung der Trennstation (Solarrücklauf/ Vorlauf) 6.1 Systemanschluss Primärkreis (Solar) Kupferrohr mit Gewindeanschluss ¾ Klemmring auf das Kupferrohr schieben und das Rohr so weit wie möglich in den Anschluss der Klemmringverschraubung einschieben. Überwurfmutter handfest anziehen und nach Umdrehung fest anziehen. dem Ausrichten mit einer ganzen Beim Anziehen der Rohrverbindung muss der Kugelhahn gegen das Verdrehen gesichert werden. 6.2 kreis (Puffer) Die in Punkt 4 vorbereiteten Anschlüsse ¾ Überwurfmutter mit den Anschlüssen des kreises verbinden (siehe Punkt 4.2). 7. Anschlussregler (optional) Bitte beachten Sie die beigefügte Bedienungsanleitung des Reglers!!!!

9 8. Inbetriebnahme (nur durch einen Fachmann durchzuführen) Solar 8.1. Spülen und Befüllen des kreises mit Heizungswasser Das Befüllen des kreises erfolgt über die Armaturen der Heizungsanlage. Bitte achten Sie darauf, dass nur aufbereitetes Heizungswasser eingefüllt wird, gemäß VDI Absperrhähne [9, 11] öffnen. 2. kreises durch das Öffnen des Entlüftungsventils [12] entlüften. 3. kreis über den KFE- Hahn der Heizungsanlage befüllen. l Primärvorlauf Primärrücklauf Abgang Überdruckventil Befüllen Eingang Befüllen Ausgang Entleeren 4. Einstellung des Betriebsdrucks nach dem Befüllen. 5. Trennstation durch das Entlüftungsventil während des Betriebs erneut öffnen, zur Entgasung des Wärmetauschers (Restluft). Vorlauf Rücklauf Puffer

10 8.2. Spülen und Befüllen des Primärkreises Die Trennstation WesSol beinhaltet die zum Spülen und Befüllen erforderlichen Bedienungsgeräte. Achten Sie darauf, dass keine Schmutzteilchen in den Wärmetauscher so wie das Ausdehnungsgefäß gespült werden. Es wird geraten, nur Spül- und Befüllstationen mit entsprechenden Feinfiltern zu benutzen C 1. Kappenventil [13] des Ausdehnungsgefäßes schließen, um beim Spülvorgang ein Eindringen von Schmutzpartikeln zu vermeiden 2. Rücklaufkugelhahn [2] (blau) in 45 - Stellung bringen (Pfeil 45 oben), damit wird die Schwerkraftbremse außer Betrieb genommen. 3. Einstellkugelhahn [6] des FlowChecks auf 90 stellen Anschließen der Spül- und Befüllstation: Druckschlauch an den Befüllhahn Spülschlauch an den Entleerhahn (grüne Pfeile) Nach dem Öffnen der Befüll- und Entleerhähne [5,7] nehmen Sie die Spül- und Befüllstation in Betrieb. Primärvorlauf Solarkreis Primärrücklauf 5. Durch das Öffnen und Schließen des Rücklaufkugelhahns [2] wird die Pumpenstrecke entlüftet. Kappenventil schließen, erst nach dem Spülen öffnen, um das Eindringen von Schmutzteilchen zu verhindern! l Abgang Überdruckventil Befüllen Eingang Befüllen Ausgang / Entleeren Vorlauf Rücklauf Pufferkreis

11 6. Anlage so lange spülen, bis der Wärmeträger blasenfrei aus der Station austritt. 7. Entleerhahn [7] bei laufender Befüllpumpe schließen und den Anlagendruck auf 5,5 bar erhöhen. Der Anlagendruck kann am Manometer der Sicherheitsgruppe [3] abgelesen werden. l Primärvorlauf Primärrücklauf Abgang Überdruckventil Befüllen Eingang Befüllen Ausgang / Entleeren 8. Befüllhahn [e] schließen und die Pumpe der Spül- und Befüllstation abschalten. 9. Anlagendruck am Manometer prüfen und gegebenenfalls vorhandene Undichtigkeiten beheben. Vorlauf Rücklauf 10. Kappenventil [13] öffnen. 11. Druck am Entleerhahn [7] auf den anlagespezifischen Druck reduzieren C 12. Rücklaufkugelhahn in 0 - Stellung drehen. 13. Einstellkugelhahn für Durchfluss [6] auf 0 stellen. 14. Regler an das Stromnetz anschließen. Die Solarkreispumpe mit Hilfe der Regleranleitung im Handbetrieb auf EIN Solarkreispumpe auf höchster Drehzahlstufe mindestens 15 Minuten laufen lassen. 16. Am Entlüfter [8] die angesammelte Luft ablassen. 17. Anlagendruck gegebenenfalls wieder auf den Betriebsdruck erhöhen. 18. Die Schläuche der Spül- und Befüllstation abnehmen und die Verschlusskappen auf die Befüll- und Entleerhähne [5, 7] schrauben. Verschlusstopfen dienen nur zum Schutz gegen Verschmutzungen, sie sind nicht für hohe Systemdrücke konstruiert; die Sicherstellung der Dichtigkeit erfolg durch die geschlossenen Kugelhähne.

12 19. Zur Einstellung des Volumenstroms Drehzahlstufe (1 7) der Solarkreispumpe so einstellen, dass der erforderliche Volumenstrom erreicht wird. Der Durchflussmesser zeigt den aktuellen Volumenstrom. Unterkante Schwimmer Aborberfläche (m²) Kollektorfläche 4 m² 8 m² 10 m² 12 m² 16 m² Durchfluss [l/min] , kreispumpe im Handbetrieb am Regler auf EIN stellen. 21. Die gewünschte Drehzahlstufe der kreispumpe so einstellen, das hier der maximal der gleiche Volumenstrom wie im Solarkreis erreicht wird. (meist die gleiche Einstellung wie die Solarkreispumpe). 22. Regler gemäß Herstellerangaben bedienen. ACHTUNG VERBRÜHUNGSGEFAHR! Wärmeträgerflüssigkeit kann heiß sein! Solarkreis entleeren 1. Schwerkraftbremse im Solar Rücklauf Kugelhahn öffnen, dazu diese in 45 Stellung drehen (Pfeil 45 zeigt nach oben). 2. Hitzebeständigen Schlauch an den Befüllhahn Ausgang anschließen [7]. Darauf achten, dass der Wärmeträger in einem hitzebeständigen Behälter aufgefangen wird. Befüllhahn Ausgang öffnen Nach Entleerung Befüllhahn Ausgang [7] schließen, Rücklaufkugelhahn [2] auf 0 Stellung bringen. Schlauch abnehmen und Verschlusskappen aufschrauben.

13 10. Technische Daten Abmessungen Höhe Breite Tiefe Abstand Primärkreis Abstand kreis Rohranschlüsse Primär Rohranschluss 500 mm 440 mm 200 mm 100 mm 60 mm Innengewinde ¾, Klemmringverschraubung 18 mm Überwurfmutter ¾ flachdichtend Anschluss für Ausdehnungsgefäß ¾ Außengewinde, flachdichtend Abgang Sicherheitsventil ¾ Innengewinde, flachdichtend Betriebsdaten Ausstattung Material Max. zulässiger Druck Max. Betriebstemperatur Max. Propylenglykolgehalt Sicherheitsventil, Primärkreis Manometer Schwerkraftbremsen Zeigerthermometer Durchflussmesser Armaturen Plattenwärmetauscher Rohre Dichtungen, O-Ringe Dichtungen, Flachdichtungen Isolierung 6 bar primär, 3 bar sekundär Primär 120 C/ sekundär 100 C 50 % 6 bar 0-10 bar Öffnungsdruck 200 mm WS, aufstellbar C 1-12 L/min Messinggehäuse Edelstahlplatten /Lot: Kupfer 99,99% CU EPDM AFM 39 EPP

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