IT Sicherheit in KMUs?

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1 IT Sicherheit in KMUs? Wie viel Informationssicherheit benötigen kleine und mittlere Unternehmen?

2 Wer bin ich? Richard Gertis, MA Historiker seit 15 Jahren in der IT-Betreuung von KMUs im Großraum Freiburg tätig Schwerpunkt IT-Sicherheit Externer Datenschutzbeauftragter Sachverständiger für EDV-Systeme

3 Bedrohungen von außen Viren und Würmer Spam Trojanische Pferde Spyware Dialer Phishing

4 Bedrohungen von Innen

5 Bedrohungen von Innen Offene Türen und Fenster Einsehbare Bildschirme Notierte Passwörter Ungesicherte Sicherungen Unbeaufsichtigte Ausdrucke und Kopien Umgehung des Firewallschutzes Unkontrollierte private Datenträger Austretende Flüssigkeiten Brandgefahr durch Zigaretten...

6 Warum IT-Sicherheit? Es sind die Gefahrenpotenziale technisches Versagen, menschliche Fehlhandlungen, vorsätzliche Handlungen, organisatorische Mängel und höhere Gewalt, die Vorkehrungen für die IT-Sicherheit erfordern.

7 Was ist Informationssicherheit? Informationssicherheit bedeutet, dass die Informationen Ihres Unternehmens zur richtigen Zeit, in der richtigen Qualität, am richtigen Ort den richtigen Personen zur Verfügung stehen.

8 Grundwerte der IT-Sicherheit Vertraulichkeit Daten dürfen nur von berechtigten Personen gelesen werden Verbindlichkeit Integrität Daten dürfen nur von Befugten in geeigneter Weise verändert werden Nachweisbarkeit Daten und deren Bearbeitung müssen zuzuordnen sein Verfügbarkeit Daten und Systeme müssen zur Verfügung stehen

9 IT-Sicherheit im Kleinunternehmen Aus der Praxis Bei uns ist noch nie etwas passiert Wer interessiert sich schon für unsere Daten? Wir vertrauen unseren Mitarbeitern Unser Netz ist sicher Sicherheit ist ein Prozess! Was passiert wenn vertrauliche Daten in die Hände Dritter gelangen? Was wären die Konsequenzen, wenn wichtige Informationen verändert werden? Was wäre, wenn die IT über einen längeren Zeitraum nicht mehr nutzbar wäre?

10 Sicherheit ist mehr Wert! Mit der Verantwortlichkeit der Mitarbeiter steigen Zuverlässigkeit und Arbeitsqualität Nachgewiesene IT-Sicherheit ist ein Wettbewerbsvorteil Die IT-Administration arbeitet effektiver. Wartungskosten sinken Die Geschäftsführung gewinnt Kompetenz in einem zentralen Unternehmensbereich zurück

11 Situation im Kleinunternehmen 1 Keine eigene IT-Abteilung Administration wird nebenbei erledigt Spannungsverhältnis zu operativem Geschäft Meist keine Spezialkompetenz sondern Grundkenntnisse Betriebsblindheit: Das haben wir schon immer so gemacht... Externe Firmen zur IT-Betreuung Keine Vollzeit -Administration Interessenkonflikt: neutrale Beratung Umsatzinteresse Betriebsblindheit: Wir machen das bei all unseren Kunden so...

12 Situation im Kleinunternehmen 2 Heterogene Systeme Die IT-Strukturen sind gewachsen und nicht aus einem Guss Spezialisierung der Arbeitsplätze (Design, ( Vertrieb Geschäftsführung, Buchhaltung, Low-Budget Systeme Hard- und Software ohne besondere Konfigurations- und Sicherheitsfunktionen... Höherer Aufwand bei kleinerem Budget?

13 Sie haben die Wahl! Kosten Wählen Sie zwei Ziele! Bequemlichkeit Sicherheit

14 Was kostet IT-Sicherheit ROSI: Return of Security Investment. Die Kosten der Gefahrenabwehr werden den fiktiven Erträgen aus der Vermeidung einer Gefahr gegenübergestellt. Nachteil: Die Berechnung beruht auf Schätzung und Vermutung Benchmarking Was geben vergleichbare Unternehmen für IT und IT-Sicherheit aus? Nachteil: Wie finde ich ein vergleichbares KMU?

15 Sicherheit und Aufwand IT-Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif Mängel in der Sicherheit können unbezahlbar sein. 100% Sicherheit kann nicht erreicht werden Verbesserung der IT- Sicherheit ist ein kontinuierlicher Prozess Die ersten Schritte sind die günstigsten und die effektivsten

16 Standardisierte Verfahren BSI IT-Grundschutz CobiT / ISO und ISO Datenschutzgesetzg ebung ITSEC / Common Criteria InfoSurance 10- Punkte-Programm

17 10 Punkteprogramm InfoSurance.ch 1. Pflichtenheft für IT- Verantwortliche 2. Regelmäßige Backups 3. Aktuelle Antivirensoftware 4. Firewallschutz für Internet 5. Einspielen von Sicherheitsupdates 6. Starke Passwörter 7. Schutz mobiler Geräte 8. IT-Richtlinien müssen bekannt sein 9. Schutz der Umgebung der IT-Infrastruktur 10.Ordnung von Dokumenten und Daten

18 Pflichtenheft für IT- Verantwortliche Regelmäßige Sicherung der Daten auf Servern, Arbeitsstationen, Notebooks und anderen mobilen Geräten Aktualisierung von Betriebssystemen, Antivirusprogrammen, Firewalls und weiterer Software Änderung aller Standardpassworte Führung einer Liste aller Computer inkl. Software- und Updatestand Wer darf was? Festlegung der Zugriffsrechte auf Programme und Daten Wer hat wann, wie lange und aus welchem Grund Zugriff von außen? Sicherstellung der Datenschutzbestimmungen Kontrolle der Einhaltung der IT-Benutzerrichtlinien

19 Regelmäßige Datensicherung Drei-Generationen-Verfahren Beispiel: Montags bis Donnerstags:Tagesbackup. Das tägliche Backup wird erst nach einer Woche überschrieben. Die Bänder sollten möglichst außerhalb des Serverraumes an einem sicherern Ort aufbewahrt werden. Freitags: Wochenbackup. Das wöchentliche Backup wird erst nach einem Monat überschrieben. Die Bänder sollten außerhalb des Betriebes aufbewahrt werden. Monats- / Jahresbackup. Das letzte Wochenbackup eines Monats bzw. Jahres wird nicht mehr übeschrieben und dauerhaft außerhalb des Betriebes aufbewahrt

20 Aktuelle Antivirensoftware Aktuelle Antivirensoftware auf allen Servern und Arbeitsstationen Ausschalten des Virenscanners muss unterbunden werden Warnmeldungen über Viren müssen dem IT- Verantwortlichen mitgeteilt werden Regelmäßiger Scan der Datenträger Nicht mit Viren spielen In Netzwerken: zentrale Verwaltung der Antivirenlösung

21 Firewallschutz des Internetzugangs Alle Netzwerkübergänge müssen ins Firewallkonzept eingebungen werden (... RAS-Verbindungen (Internetzugang, Wlan, Notebooks, Keine Umgehung der Firewall durch Hintertüren Kein Einsatz privater Geräte im Firmennetz ohne Einwilligung des IT- Verantwortlichen Die Konfiguration der Firewall ist durch ein starkes Passwort zu schützen und regelmäßig zu sichern

22 Regelmäßige Softwareupdates Installieren Sie die neuesten Patches für Betriebssysteme und Anwendungsprogramme Installieren Sie Sicherheitspatches so schnell wie möglich Installieren Sie die Aktualisierungen auf allen ( Mitarbeiter Rechnern (Notebooks, externe Führen Sie eine Liste über den Patchstand Aber: Testen Sie die Aktualisierungen, bevor ( Kompatibilität ) Sie sie einsetzen

23 Starke Passwörter Starke Passwörter sind mindestens 8 Zeichen lang, enthalten Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen! Keine Passwörter, die in Wörterbüchern zu finden sind Kein Bezug zu Firmen- oder persönlichen Daten Keine Notizen über Passwörter, die nicht sicher (Tresor) verwahrt sind Keine Weitergabe von Passwörtern Regelmäßige Änderung von Passwörtern... Schulung und Aufklärung der Mitarbeiter!

24 Schutz mobiler Geräte Zugriff auf die Daten mobiler Geräte muss geschützt werden (Passwort, ( Verschlüsselung Datensparsamkeit: Nur benötigte Daten auf mobilen Geräten speichern Datensicherung: Integrieren Sie mobile Geräte in Ihr Sicherungkonzept Sicherung von Schnurlosverbindungen: ( Quarantänenetze Sichere WLans (WPA, Bluetooth nur bei Bedarf...

25 Transparente Richtlinien IT-Sicherheits- und Benutzungsrichtlinien können nur greifen, wenn Sie den Benutzer(innen) bekannt und von ihnen akzeptiert sind. ( Mitarbeiter(innen Regelmäßige Schulung aller Nutzen der IT-Sicherheit Gestalten und Merken starker Passwörter Sicherer Umgang mit Internet und Sicherer Umgang mit dem Virenschutz Ablagestruktur von Dokumenten Sanktionen bei Verstoß gegen Richtlinien

26 Sicheres Umfeld für Ihre Informationen Zutrittssicherheit: Der Zugang zur Information beginnt am Firmeneingang... Server müssen sich wohlfühlen und sollten möglichst in abgeschlossenen, klimatisierten Räumen stehen... Netzwerkdrucker sollten nicht öffentlich zugänglich sein... Switches, Verkabelung und Netzwerkdosen dürfen nicht ungesichert sein...

27 Ordnung ist die halbe Sicherheit Ein aufgeräumter Schreibtisch minimiert das Risiko, dass sensible Daten verloren gehen oder in die falschen Hände geraten Ein logisches und gut dokumentiertes Ablagesystem sichert die Verfügbarkeit Ihrer Daten und Papierdokumente. Nicht mehr benötigte Dokumente und Notizen müssen sicher vernichtet werden. Bei Abwesenheit vom Arbeitsplatz muss der Zugriff auf Computer und Dokumente gesperrt sein.

28 InfoSurance-Radar

29 IT-Sicherheit als Prozess Plan: Festlegung von Umfang, Ziel und Zuständigkeiten Do: Umsetzung, Dokumentation und Pflege der Richtlinien und Maßnahmen Check: Überwachen und Messen der Ergebnisse Act: Analyse von Abweichungen, Verbesserungsvorschläge, Neustart des PDCA-Zyklus

30 IT Mit Sicherheit! Quellen und weiterführende Hinweise: Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnologie InfoSurance - Schweiz Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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