Massenphänomene. Chancen und Gefahren gruppendynamischer Prozesse

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1 Donau-Universität Krems Bereich Technologie, Information und Medien Verlagspostamt 3500 Krems P.b.b. Nummer 42, 13. Jahrgang 02Z030312M ISSN Ausgabe 2/2008 Massenphänomene Chancen und Gefahren gruppendynamischer Prozesse Datenflut im medizinischen Alltag Viele Augen sehen mehr. Visualisation for the Masses

2 Weiterbildung PUNktgenau Der Schlüssel zu Ihrer Karriere Universitätsseminare an der Donau-Universität Krems sind das optimale Weiterbildungsangebot für Personen, die ihre Qualifikation rasch und PUNKTGENAU an die aktuellen Anforderungen im Beruf anpassen wollen. Sie bieten den TeilnehmerInnen eine Kombination aus Fachkompetenz auf universitärem Niveau und aktuellem Know-how, abgestimmt auf die spezifischen beruflichen Erfordernisse. Ergänzend zu den Master-Lehrgängen der Departments Wissens- und Kommunikationsmanagement sowie Governance and Public Administration bieten wir unsere Programme zu folgenden Themen an: Kommunikation, Führung, Präsentation Journalismus Wissen und Information Projekte, Prozesse und Qualität Six Sigma Academy Nähere Informationen und Anmeldung unter Information Security E-Government IT Business/Healthcare/Management ITIL Foundation, ITIL Service Management Nähere Informationen und Anmeldung unter

3 AutorInnen Editorial Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Aigner Gerda Füricht-Figl, Msc Mag. Johann Höchtl Mag. Dr. Peter Parycek, MSc Mag. Lukas Zenk Dr. Walter Seböck, MBA, MSc Univ.Prof in. Dr. Hanna Risku Mag. Alexander Rind Mag. Alexander Schratt Mag. (FH) Iris Wanner Mag. Edith Huber Massenphänomene sind allgegenwärtig. Kaum jemand kann sich gruppendynamischen Prozessen vollständig entziehen. Aber was bewegt die Menschen, mit zig-tausenden einem Pop-Konzert beizuwohnen oder sich in der Welt des WEB 2.0 zu bewegen? Wir haben als Schwerpunkt dieser Nummer das Thema Massenphänomene: Chancen und Risiken gruppendynamischer Prozesse gewählt. Diesem Thema werden wir uns von wissenschaftlicher Seite her nähern, es am Beispiel des Massenphänomens Panik beleuchten und auch die Frage nach Sicherheitsvorkehrungen bei Großveranstaltungen behandeln. Einen weiteren Schwerpunkt haben wir auf die Graduierungen der einzelnen Lehrgänge gelegt. Nach arbeitsreichen vier Semestern konnten dieses Jahr bereits über hundert AbsolventInnen ihre Master-Diplome entgegennehmen. Herzliche Gratulation! Und es gibt noch mehr: Viele Augen sehen mehr. Visualisation for the Masses Ratgeber: Infografiken professionell gestalten Teil 2 Josef Herget neuer Leiter des Zentrums WIM Elektronischer Akt (ELAK) für Gemeinden Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen das TIM-NEWSupgrade-Team! Inhalt Thema: Massenphänomene Massenphänomene Chancen und Gefahren gruppendynamischer Prozesse Massenphänomen Panik Sicherheit bei Großveranstaltungen Viele Augen sehen mehr: Visualization for the Masses Informationssicherheit als Paradigmenwechsel RATGEBER Infografiken professionell gestalten Teil INFORMATION Universitätslehrgänge Veranstaltungen Highlights Prof. Dr. Josef Herget: Neuer Leiter des Zentrums für Wissens- und Informationsmanagement Service Management, MSc Lean Management MSc Interactive Visualization and Data Analysis: Neue Wege aus der Info-Flut Datenflut im medizinischen Alltag: PatientInnendaten im Überblick Elektronischer Akt (ELAK) für Gemeinden Jugend2Help.gv.at Donau-Universität Krems und IG Metall vereinbaren Kooperation Coverfoto FOTOLIA Lehrgangsgraduierungen Impressum

4 MASSEN- PHÄNOMENE Chancen und Gefahren gruppendynamischer Prozesse Hanna Risku, und Lukas Zenk, Befreiend und gefürchtet Mit Tausenden anderen Fußballbegeisterten die Welle zu machen, sich völlig im Bass-Gewummer des Rockkonzerts aufzulösen, seinen Ärger im Chor der Gleichgesinnten in der Demo kundzutun in manchen lösen diese Vorstellungen Angst aus, andere spüren Lust, sofort mitzumachen. Die Anonymität der Menge ist gleichermaßen befreiend wie gefürchtet. Bevor wir die grölende Fangemeinde mit dem demokratischen Prinzip der freien Meinungsäußerung oder auch mit der Schwarmintelligenz des Ameisenstaates in einen Topf werfen, lohnt sich ein genauerer Blick auf das Thema Massenphänomene. In der Wissenschaft sind Massenphänomene ein umstrittenes Thema: Sind sie gefährlich, weil die eigene Urteilskraft in der Anonymität der Menge ausgeschaltet wird, oder sind sie der Schlüssel für die Lösung globaler Probleme, die den Beitrag jedes Einzelnen benötigen? Sind Massen dumm oder intelligent? Wie verhält es sich dabei mit dem Individuum: werden Menschen vom Verhalten der übrigen Gruppe angesteckt oder suchen sie sich im Gegenteil die Gruppe, deren Meinung sie teilen? Von der Dummheit der Massen Ziemlich genau vor hundert Jahren wollte Francis Galton die Dummheit der Massen beweisen. Er ließ vor allem Laien das Gewicht eines Ochsen schätzen, musste aber erkennen, dass der Mittelwert der vielen unabhängigen Schätzungen ein genaueres Ergebnis ergab als alle Einzelschätzungen unabhängiger Experten. Ist die Masse also doch klüger als der klügste Kopf? Wichtig erscheint die Unterscheidung zwischen dem Mittelwert unabhängiger Einzelmeinungen und einer Gruppenmeinung, die durch gegenseitige Beeinflussung zustande kommt. Der statistische Mittelwert der Schätzungen einer genügend großen Population ergab bereits in mehreren Untersuchungen überraschend exakte Ergebnisse. Wenn eine Gruppe oder eine Gesellschaft dagegen eine Mehrheitsmeinung bildet, laufen dynamische Prozesse ab, die eine völlig unvorhergesehene Richtung nehmen können. Gruppendynamische Prozesse sind nicht kontrollierbar, aber ebenso wenig irrational. Nach der Theorie von Turner und Killian schaffen sich die Menschen in der Masse ihre Regeln unterwegs: Normen tauchen auf, während die Lage sich entwickelt. Foto FOTOLIA

5 zur Emergenz der Intelligenz Gruppendynamik kann in manchen Aspekten mit der Interaktion der Gehirnzellen einer Person verglichen werden, die versucht, eine Entscheidung zu treffen. Wie in der Gruppe gibt es auch dort dominante Verbindungen, die schnelle Routineentscheidungen ermöglichen das Gewohnte drängt sich in den Vordergrund. Auch emotional aufwühlende Informationen erhalten erhöhte Aufmerksamkeit; das Gefühlsbetonte kaufen wir sowohl als Einzelpersonen als auch als Masse am ehesten ab, was sich die Marketing- und Politikprofis längst zunutze machen. Stark besetzte Einzelbeispiele, -erfahrungen und -personen lenken gleichsam das Denken und Verhalten von Individuen wie auch von Gruppen. In virtuellen Gruppen oder Communities können Gleichgesinnte einander im Internet finden und gemeinsam Gutes (oder auch weniger Gutes) tun. Das Wissen vermehrt sich beim On-Air-Gang im Blog, Wikipedia und YouTube. Millionen trotzen dem Kommerz durch ihre kostenfreien und freiwilligen Beiträge. Dieses aktuelle Massenphänomen kann natürlich auch schädliche Formen annehmen: Aggressive Ideologien und persönliche Untergriffe erhalten in anonymen Postings eine ungeahnte Verbreitung, insbesondere wenn der fehlende Mut keine intellektuelle Face-to- Face-Kommunikation zulässt oder der rechtliche Rahmen bereits längst verlassen wurde. Die Mitglieder solcher Gruppen bestärken einander in der Richtigkeit ihrer Mission. Die Akzeptanz des Rechtswidrigen und Destruktiven, der Diffamierungen und Feindseligkeiten steigt. Im Grunde ist das nichts Neues: Das ist dann die Dummheit der Masse, die schon Le Bon, Freud und Canetti anprangerten. Die Masse der Internet-User Jenseits von gut und böse, Intelligenz oder Dummheit, vermehrt die Masse der täglichen Internet-User die möglichen auffindbaren Daten und Informationen. Laut (N)ONLINER Atlas nutzten im Jahr 2007 bereits 1,3 Milliarden Menschen das Internet, Tendenz steigend. In Österreich haben laut Statistik Austria bereits mehr als zwei Drittel der Haushalte Zugang zum Internet, und 97 % der Unternehmen (mit mehr als 9 Angestellten) sind online. Von der passiven Nutzung kommen mit dem Web 2.0 immer mehr User in die aktive Rolle und stellen aktuelle Informationen ins Web. Neben privaten Blogs werden Meinungen zu Produkten und Ideen ausgetauscht, aktuelle Neuigkeiten von elektronischen Geräten bis zu Aktienkursen diskutiert eine Goldmine für Marktforscher, neue Trends im sozialen Gefüge zu entdecken. Denn die Informationen sind öffentlich. Trendforschung über Blogs: Was ist cool? Nehmen wir an, Sie wollen ein neues Produkt erwerben wie gehen Sie dabei vor? Wahrscheinlich werden Sie Informationen sammeln, unter anderem über Ihr soziales Netzwerk. Insofern betreiben Sie bereits eine Art Trendforschung bei Freunden und Bekannten, um herauszufinden, welches Produkt die beste Wahl für Sie ist. Einen kleinen technologischen Schritt weiter, und schon finden Sie sich in den Weiten des Internet und profitieren von der Intelligenz der Masse, um die gespeicherten Informationen in den unzähligen Blogs und Foren zu nutzen. Ein sehr bekanntes Beispiel ist hierbei das Unternehmen Amazon, das die Massen der User verwendet, um Kaufempfehlungen zu geben: Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch Auf ähnliche Weise können Unternehmen die Schwarm-Intelligenz der Menschen analysieren, um neue Trends zu entdecken. In Coolhunting beschreiben Peter A. Gloor und Scott Cooper, wie herausgefunden werden kann, was gerade cool ist oder wird. Mit der Software Condor, die sie am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelten, analysieren sie Online-Diskussionen auf Grundlage der sozialen Netzwerkanalyse. Sie untersuchen, welche Begriffe mit bestimmten anderen Begriffen gemeinsam in Diskussionen auftreten, um damit ein semantisches Netzwerk zu erstellen. Auf diese Weise können die wichtigsten Wörter oder Trendsetter für entsprechende Branchen identifiziert werden. Von Oscar-Verleihungen bis zum Enron-Skandal Ein Beispiel für die Anwendung elektronischer Diskussionen ist die Prognose von Oscar-Preisträgern. Eine große Masse von Usern diskutierte vor der Verleihung online, wer einen Oscar bekommen könnte. Auf dieser Grundlage errechneten sie, wer am wahrscheinlichsten von der Jury gewählt werden würde. Tatsächlich konnten fast alle der prognostizierten Gewinner am Tag der Verleihung ihre Dankesworte auf der Bühne kundtun. Durch die Vielzahl an Diskussionsforen sind der Analyse von Trends wenig (technische) Grenzen gesetzt eine Forschungsgruppe an der Universität Köln beschäftigt sich beispielsweise mit der Prognose von Aktienkursen, um die Meinung der Massen mit den Kursen zu korrelieren. Aber auch -Kommunikationen können auf diese Weise analysiert werden. Das bekannteste Beispiel in diesem Kontext ist der Energiekonzern Enron, der durch Bilanzfälschungen zu unrühmlichen Ehren kam. Bei der Untersuchung des Skandals wurden die s von über 150 Personen der Firma veröffentlicht, unter anderem um herauszufinden, wie ein derartiger Betrug möglich war. Für soziale Netzwerkanalytiker war dieser Datensatz eine gute Möglichkeit, Methoden für die Untersuchung von Massenphänomenen über Mails zu testen. Gleichzeitig wirft es ethische Fragen auf, welche Daten wie verwendet und wie Resultate kommuniziert werden dürfen. Weiterführende Literatur und Infos im WWW Canetti, Elias (1960): Masse und Macht. Freud, Sigmund (1921): Massenpsychologie und Ich-Analyse. Die Zukunft einer Illusion Le Bon, Gustave (1908): Psychologie der Massen. Turner, Ralph Herbert; Killian, Lewis Martin (1957): Collective Behaviour Gloor, Peter A.; Cooper, Scott (2007): Coolhunting. Chasing Down the Next Big Thing

6 Massenphänomen Panik Ein konkretes Beispiel für ein Massenphänomen kann im Zusammenhang mit Krisensituationen beobachtet werden, in denen Gruppen oder Massen mit Verunsicherung und Panik reagieren. Gezielte Kommunikationsstrategien versuchen Panik erst gar nicht entstehen zu lassen Es gibt erste Hinweise, dass der für die Rinderseuche BSE verantwortliche, tödliche Virus auch auf den Menschen übertragbar ist. Die BSE-Krise hat begonnen. In Asien sterben Geflügeltiere und Vögel an einer besonders aggressiven Form des Grippevirus H5N1. Wenig später tauchen erste Erkenntnisse auf, die eine Übertragung der Krankheit auf den Menschen möglich erscheinen lassen und das kurze Zeit bevor die Zugvögel aus dem Süden nach Europa zurückkehren. Diese Liste ließe sich beliebig lang fortsetzten auch mit Ereignissen, die eine weniger globale und mehr nationale oder regionale Bedeutung haben. Gemeinsam ist all diesen Ereignissen vor allem eines: Sie lösten und lösen in der Bevölkerung Verunsicherung aus, die teilweise bis zur Panik reicht. Neben vielen anderen Fragen und Herausforderungen im Umgang mit derartigen Krisen stellt sich für die Kommunikationsverantwortlichen in den öffentlichen Stellen, wie Ministerien und Ämter, aber auch von Firmen die Frage, wie in solchen Fällen vorzugehen ist. Wie kann und muss Kommunikation angelegt sein, damit Panik erst gar nicht entsteht? Krisen- und Katastrophenfälle lösen in der Psyche der Betroffenen bzw. Beteiligten den subjektiven Verlust an Sicherheit, Kontrollierbarkeit und Vorhersehbarkeit aus. Sie haben auch eine Auswirkung auf die Belastbarkeit des Individuums und das Vertrauen in individuelle und kollektive Möglichkeiten, auf die Belastung zu reagieren, was wiederum zu extremen Stressfaktoren führt. Wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, steuern Ängste das Verhalten des Menschen und können zu einem verstärkten Informationsbedürfnis, aber auch zu Lethargie wie auch zu bedingungsloser Abwehr führen. Demzufolge hat die Kommunikation in Krisen- und Katastrophenfällen einerseits das Bedürfnis nach Information zu befriedigen, muss aber andererseits auch Sicherheit und Vertrauen vermitteln, um den Ängsten entgegenzuwirken. Um in Krisensituationen reagieren zu können, muss man den Verlauf von Krisen kennen. Der PR-Experte Wolfgang Reineke sieht in seinem Buch Krisenmanagement richtiger Umgang mit den Medien in Krisensitustionen die Phasen der Krise aus der Position der Medien: Steilphase: Diese zeichnet sich aus durch Schockinteresse, Neugierdesog und Panik, die in der Öffentlichkeit auftritt. Plateauphase: Hier wird das Interesse der Öffentlichkeit durch weitere Nachrichten und Kommentare angeregt. Es finden breit angelegte Diskussionen innerhalb und außerhalb der Medien statt. Umschlagphase: Reineke spricht von einer schleichenden Überfütterung mit einem einzigen Krisenstoff, der langsam zur Normalität wird. Krisen und Katastrophen sind natürlich nicht vorhersehbar, trotzdem können bestimmte Abläufe und Maßnahmen der Reaktion geplant und trainiert werden. Diesem Punkt kommt bei der Planung und Organisation von Massenveranstaltungen, wie beispielsweise der im Juni 2008 zu Ende gegangenen Fußball-Europameisterschaft, große Bedeutung zu. Bei der Planung und Ausrichtung der Kommunikation sollte auf das Bedürfnis nach Information, Sicherheit und Vertrauen besonders Rücksicht genommen werden. Gerda Füricht-Fiegl,

7 Sicherheit bei Großveranstaltungen Kaum ein anderes Thema als Sicherheit bei Großveranstaltungen weckte in den vergangenen Monaten mehr die Aufmerksamkeit von Exekutive und Security-Personal in Österreich, da es darum ging, die Sicherheit Tausender Besucher bei der EURO 2008 sicherzustellen. Dabei stellt sich vordergründig die Frage, wann sich Personen bei Großveranstaltungen sicher bzw. unsicher fühlen? Und verstärken Sicherheitstechniken, wie z.b. die Videotechnik, das subjektive Sicherheitsgefühl? Foto FOTOLIA Wenn Sie zu denjenigen gehören, die sich erst unter Tausenden Fußballbegeisterten, die die Welle machen, so wichtig wohl fühlen, der Meinung sind, dass Diebstähle bei Großveranstaltungen unvermeidbar sind und Ihnen die Anwesenheit betrunkener Hooligans im nächtlichen U-Bahn-Wagon keinen Stress bereitet, dann gehören Sie zu der Minderheit, die sich für das Thema Sicherheit bei Großveranstaltungen wenig interessiert. Die Mehrheit der BesucherInnen von Großveranstaltungen hat zumindest gemischte Gefühle beim Besuch solcher Veranstaltungen. Ab wann das Gefühl der Unsicherheit aufkeimt und ob Sicherheitstechnologien die richtigen Antworten auf Unsicherheitsgefühle liefern, sind Fragen, die im Rahmen des Forschungsprojektes SkIG Schutz kritischer Infrastrukturen bei Großveranstaltungen (unter der Programmlinie KIRAS, gefördert vom BM:VIT) während der EURO 2008 erstmals in Österreich untersucht werden. Es soll dabei erforscht werden, was die BesucherInnen der EURO 2008 nun konkret als Bedrohung empfinden. Das Spektrum reicht von in- und ausländischen Fußballfans, Eigentumsdelikten, Hooligans, betrunkenen Personen bis hin zu vermehrtem Einsatz von Überwachungstechnologie. Es werden konkrete Einstellungen zu Überwachungstechniken bis zum Medienkonsum der BesucherInnen erhoben. Es lässt sich ein Zusammenhang zwischen Alter, Geschlecht, Medienkonsum und subjektivem Sicherheitsgefühl vermuten. Dabei gehen die ForscherInnen von einer Korrelation der Variablen aus. Je älter die Person, je belletristischer der Medienkonsum, desto ängstlicher die BesucherInnen. Weiters wird auch davon ausgegangen, dass Frauen ängstlicher sind als Männer. Der vermehrte Einsatz von Überwachungstechnik soll subjektiv empfundene Sicherheit bringen. Vergleichbare Studien aus Deutschland zeigen, dass Personen eher positiv gegenüber Videoüberwachung eingestellt sind und dass das subjektive Sicherheitsempfinden erhöht wird. Am sinnvollsten sehen die Befragten den Einsatz der Überwachungstechnologien in Banken oder in Garagen. Am wenigsten Akzeptanz findet Videoüberwachung am Arbeitsplatz und bei Behörden. Es lässt sich schon jetzt erkennen, dass das subjektive Sicherheitsgefühl von verschiedensten Faktoren abhängig ist. Diese Faktoren zu erkennen und zu bewerten ist die Aufgabe von SkIG, um einen Überblick zu geben und um weitere Großveranstaltungen besser planen zu können. Edith Huber, Walter Seböck,

8 Viele Augen sehen mehr Visualization for the Masses Geben Ölkonzerne wirklich nur Rohölteuerungen sofort an die Endkunden weiter, und lassen sie sich bei Preisrückgängen Zeit? Ist die globale Erwärmung hausgemacht oder nur eine natürliche Schwankung? Kann der Bau neuer Straßen Staus verhindern? Dies sind nur eine Handvoll Beispiele gesellschaftlich relevanter Themen, die gerne am Stammtisch mit mehr oder weniger subjektiven Argumenten diskutiert werden. Haben Sie sich da nicht auch öfters gewünscht, geeignete Fakten in verständlicher Form parat zu haben, um auch die lautesten StimmungsmacherInnen zu widerlegen? Der Österreicher Otto Neurath hat es sich Anfang des 20. Jahrhunderts zur Aufgabe gemacht, gesellschaftsrelevante Wirtschafts- und Sozialdaten einfach verständlich für die breite Masse zu vermitteln. Er schuf dafür ein Zeichensystem mit symbolischen Elementen, so genannte Isotype, die er im Team aufwändig gestaltete, um im Rahmen von Museen und Ausstellungen zur Aufklärung der Gesellschaft beizutragen. Gestützt durch moderne Informationstechnologie erlebt diese Idee eine wahre Renaissance und spätestens seit Al Gores Oscar-gekröntem Werk Eine unbequeme Wahrheit wissen wir, wie eindrucksvoll visuelle Repräsentationen dafür eingesetzt werden können, um Informationen zu vermitteln. Ein weiterer Meister dieses Fachs ist der schwedische Professor Hans Rosling, der in Vorträgen seine dynamische Visualisierungsmethode Trendalyzer dafür benutzt, um komplexe sozio-ökonomische Zusammenhänge und Entwicklungen einfach verständlich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Lange Zeit war die Erstellung von Visualisierungen eine Aufgabe für wenige SpezialistInnen, die mit oft komplexen und teuren Softwarepaketen umzugehen wussten. Allerdings sind in der jüngsten Vergangenheit einige Web-2.0-Applikationen entstanden, die sich dem Thema Visualization for the Masses verschrieben haben und gesellschaftlich relevante Daten für jedermann zugänglich, analysierbar und diskutierbar machen. Die wohl prominentesten Vertreter sind many eyes der IBM Research Labs sowie Swivel. Jede/r kann dort Daten hochladen oder auch vorhandene Datensätze verwenden und aus einer vorgefertigten Palette von interessanten Visualisierungstechniken auswählen, um die Daten zu analysieren und mit Hilfe von interaktiven Visualisierungen neue Erkenntnisse zu gewinnen. Weiterführende Informationen Many Eyes Swivel Gapminder (Hans Rosling) Abbildung: Beispiel aus many eyes zur Verteilung der Energieträger in österreichischen Haushalten [stefan, Datenquelle: Statistik Austria, erstellt am: 16. Mai 2008] Der wohl interessanteste Aspekt dieser neuen Plattformen ist aber nicht die technische Seite, sondern die soziale Komponente. Alle hochgeladenen Daten und alle erstellten Visualisierungen sind ganz im Sinne von Otto Neurath für jede/n zugänglich. Zudem besteht die Möglichkeit, Daten und Darstellungen zu kommentieren sowie gewonnene Erkenntnisse in der Community zu diskutieren quasi als Erweiterung von Blogs, wo man in Diskussionen auf Text oder statische Abbildungen beschränkt ist. Das Ziel ist also, nicht nur die Ergebnisse in Form von statischen Grafiken, sondern bereits die zugrunde liegenden Daten der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen sowie die Erstellung der Visualisierungen zu ermöglichen. Neugierig? Probieren Sie es selbst! Wolfgang Aigner, Bild

9 Informationssicherheit als Paradigmenwechsel In den vergangenen Jahren hat sich auch medial bedingt die Wahrnehmung verstärkt, dass Sicherheitsprobleme im IT-Bereich sowie im Bereich so genannter kritischer Infrastrukturen rein technisch bedingt und daher auch nur technisch lösbar wären. Damit befindet man sich auf dem Niveau, ausschließlich den technischen Teil der Sicherheit zu betrachten. Das ist einfach, da es sich um rationale Systeme und klar nachvollziehbare Ursache-Wirkung- Prinzipien handelt. Probleme werden auf diese Art zwar temporär gelöst, aber dieser Ansatz folgt der Logik des Wettrüstens: Seitens der Angreifer werden technische Schwachstellen lokalisiert und Schäden zugefügt, die Industrie schafft eine Lösung und behebt den Fehler, worauf weitere Schwachstellen lokalisiert werden. Dieses Wettrüsten ist nicht zu gewinnen. Stellt man nicht das technische Wettrüsten in den Vordergrund, sondern analysiert die Gründe und Ursachen für Sicherheitsprobleme, wird die Eindimensionalität des technikorientierten Ansatzes sichtbar, da menschliches Handeln keine Berücksichtigung findet. Die Sicherung der Geschäftsprozesse und der Informationen steht im Mittelpunkt der Informationssicherheit. Je stärker aber sowohl die unternehmerischen als auch die staatlichen elektronischen Wertschöpfungsprozesse ausgebaut werden, desto höhere Priorität muss dem Thema der Informationssicherung gewidmet sein. Diese Sicherung setzt aber nicht nur technische Schutzmaßnahmen voraus, sondern auch das Bewusstsein der MitarbeiterInnen bzw. der verantwortlichen Personen. Aus diesem Grund müssen die Sicherheitsmaßnahmen bekannt und vertraut sein, damit Sicherheit auch lebbar gemacht werden kann. Schutz vor Unkenntnis Obwohl die Gefahren bekannt sind und gleichzeitig immer mehr Unternehmen das Internet als effiziente und zeitgemäße Businessplattform nutzen, werden Sicherheitsmaßnahmen im bewusstseinsbildenden Bereich vor allem bei den kleinen und mittleren Unternehmen oft aus Unkenntnis links liegen gelassen. Der Risikofaktor Mensch Neben Hackern und Viren drohen auch mittlerweile bekannte Gegner: nachlässige MitarbeiterInnen. Sie sind gleichbedeutend mit dem Risikofaktor Nummer 1: dem Menschen. Unwissenheit in Sicherheitsfragen, der leichtfertige Gebrauch von Passwörtern und auch Absicht sind am meisten gefürchtet. Eine Studie, die jährlich vom Computer Security Institute (CSI) San Francisco durchgeführt wurde, bringt katastrophale Resultate. Mehr als 90 Prozent von knapp 500 befragten Unternehmen gaben an, Attacken innerhalb der letzten zwölf Monate registriert zu haben. 75 Prozent dieser Unternehmen bestätigen finanzielle Verluste durch Computerkriminalität. Gefahr von innen Erschwerend kommt hinzu, dass viele Gefahren nicht von außen kommen. Bei 92 Prozent der Unternehmen verursachten Mitarbeiter die Verletzung interner Sicherheitsrichtlinien. Diese Erkenntnis erweitert das Spektrum der Bedrohungsszenarien um den wesentlichen Faktor des Mitarbeiters. Ein modernes Sicherheitsmanagement muss die gesamte Informations- und IT-Struktur ständig analysieren und neben den Betriebssystemen, Firewalls, Servern, Datenbanken und Software auch die MitarbeiterInnen in das System einbeziehen. Strategisch gegen Datendiebe Wesentliche Lücken auf dem Weg zur Security-Policy für ein Unternehmen bestehen im mangelnden Wissen über die Anforderungen einer Sicherheitsstrategie, im fehlenden technischen Know-how der Umsetzung und in der Vermittlung solcher Sicherheitsmaßnahmen gegenüber den MitarbeiterInnen. Die optimale Security-Policy enthält nicht nur eine taxative Aufzählung der Hard- und Softwarekomponenten samt Preisliste, sondern darüber hinaus auch Punkte, in welche die Geschäftsführung stark integriert ist: Erwartungshaltungen, rechtliche Verantwortung und Zuständigkeiten, Kontrollen und Prozeduren der Security-Realisierung und der Informationsgrad der einzelnen MitarbeiterInnen. Der wesentlichste aber auch schwierigste Punkt einer solchen Konzeption ist die Erfolgskontrolle über das Sicherheitsbewusstsein der MitarbeiterInnen. Wer nun meint, seine Security-Probleme als gelöst ansehen zu können, wenn er die Agenda abgearbeitet hat, der irrt. Sicherheit ist ein Prozess, der laufend erfolgt und alle Teile eines Unternehmens gleichermaßen einbindet. Und damit ist auch bereits geklärt, warum es falsch ist, die Informationssicherheitsverantwortung ausschließlich an die EDV zu delegieren, da diese nicht die gesamte Security-Policy eines Unternehmens verantworten kann. Walter Seböck,

10 RATGEBER Infografiken professionell gestalten Teil 2: Von Torten und Balken Wahrscheinlich hat jeder von uns schon einmal für eine Präsentation oder einen Bericht Diagramme produziert. Office- oder Statistiksoftware bieten dafür zahlreiche Möglichkeiten an. Haben Sie, werte/r LeserIn, sich aber schon Gedanken darüber gemacht, wie effektiv Sie die in den Daten enthaltene Information damit kommunizieren? Alexander Schratt, Kreisdiagramme, oft auch als Tortendiagramme bezeichnet, sind so eine Art von Diagramm, die häufig in Zeitungen und Zeitschriften benutzt werden, um Anteile quantitativer Daten zu veranschaulichen (Abb. 1). Es wird argumentiert, es sei auf den ersten Blick klar, dass die visualisierten Daten einander zu 100 % ergänzen. Das stimmt in der Tat, doch die viel interessantere Frage ist der Vergleich der Größe der Anteile zueinander. Sind die Unterschiede deutlich, so lässt sich dies natürlich auch aus einem Kreisdiagramm herauslesen. Was man jedoch nicht hat, ist ein effektiver visueller Vergleich der Größenverhältnisse und damit wird der eigentliche Zweck des Diagramms verfehlt. Denn die mit Hilfe der Grafik zu vermittelnde Information die Prozentanteile ist aus der Größe der Kreissegmente schwer abzulesen. Sie können daher nur schätzen, um wie viel etwa Anteil A größer ist als Anteil B, haben aber keine Referenzachse, an der die Anteile ausgerichtet sind, um sie visuell miteinander vergleichen zu können. Je geringer die Unterschiede zwischen den Anteilen sind, desto weniger lässt sich aus der Grafik herauslesen, welche davon größer und welche kleiner als andere sind und schon gar nicht um wie viel. Würde man daher unterstützend zu dem Kreisdiagramm die Prozentanteile dazuschreiben welchen Mehrwert hätte die Grafik? Sie könnten dann genauso gut eine einfache Tabelle erzeugen und hätten die Information gleichermaßen vermittelt. durch die Beschriftung der Balken bzw. der Datenachse darauf hingewiesen werden, dass es sich um Prozentwerte handelt, da Balkendiagramme auch zur Visualisierung von Absolutwerten hervorragend geeignet sind. Abbildung 1: Bei Kreisdiagrammen sind Vergleiche bei ähnlich großen Anteilen nur sehr schwer möglich der Nutzen der Grafik ist stark eingeschränkt. Wesentlich besser geeignet sind Balkendiagramme (Abb. 2). Im Gegensatz zu Kreisdiagrammen sind bei ihnen auch sehr geringe Unterschiede zwischen Anteilen erkennbar. Dieser Vorteil ergibt sich durch das Vorhandensein einer horizontalen oder vertikalen Datenachse (je nach Orientierung der Balken), an deren Basis die sich zu 100 % ergänzenden Anteile parallel nebeneinander ausgerichtet sind. Auf jeden Fall muss aber entweder durch den Titel des Diagramms oder Weiterführende Informationen Stephen C. Few: Show Me the Numbers Designing Tables and Graphs to Enlighten. Analytics Press, Oakland, California, Edward R. Tufte: The Visual Display of Quantitative Information, Graphics Press, Cheshire, CT, Abbildung 2: Bei Balkendiagrammen ist ein visueller Vergleich derselben Anteile wie in Abb. 1 wesentlich besser möglich. Selbst kleinste Unterschiede bleiben noch erkennbar. Inforafik ike 10

11 Foto FOTOLIA Universitätslehrgänge Veranstaltungen Highlights

12 Universitätslehrgänge Lehrgänge aus den Bereichen Technologie, Information und Medien E-GOVERNMENT Professional MSc E-GOVERNMENT Der Universitätslehrgang bildet das Zentrum des E-Government-Netzwerkes, das sich aus PartnerInnen, AuftraggeberInnen, Vortragenden und Studierenden aus den verschiedensten staatlichen und wirtschaftlichen Ebenen zusammensetzt. Als StudentIn werden Sie Teil des Netzwerks und von Personen aus der Praxis unterrichtet, die das E-Government maßgeblich mitentwickeln. Die praxisorientierten Projekte der Studierenden und MitarbeiterInnen finden sich im Masterplan, der Roadmap und in den verschiedensten Umsetzungsstrategien auf allen Ebenen. gie und Führungsvorgaben sprechen meist nicht die gleiche Sprache. Dieses Problem können die so genannten Telematik-ManagerInnen lösen, die sowohl die Technik beherrschen als auch das Management verstehen. Akad. Grad: Master of Science (MSc) Start: November 2008 Studiendauer: 4 Semester Studienort: Krems Sprachen: Deutsch, Englisch TN.Gebühr: EUR , Kontakt: Mag. Gerhard Holzer, MSc, MBA +43 (0)2732/ Professional MSc Supply-Chain Management TN-Gebühr: EUR , Kontakt: Mag. Gerhard Holzer, MSc, MBA +43 (0)2732/ Professional MSc Strategie, Technologie und ganzheitliches Management Zielgruppe: FachexpertInnen mit Fokus auf die Technologie- und Strategienetwicklung und Führungsvorhaben im Hinterkopf. Akad. Grad: Master of Science (MSc) Start: November 2008 Studiendauer: 4 Semester Studienort: Krems Sprachen: Deutsch TN-Gebühr: EUR , Kontakt: Mag. Johann Höchtl +43 (0)2732/ Professional MSc Telematik Management Aus dem Blickwinkel der notwendigen Kompetenzen im Bereich Telematik sind neben den in einzelnen Bereichen hoch spezialisierten Fachkräften zunehmend auch GenralistInnen gefragt, die den Überblick behalten. Besonders problematisch ist dabei die Schnittstelle zwischen Technik und Management. FachexpertInnen mit Fokus auf die Technologie und ManagerInnen mit Firmenstrate- Professionaler Einkauf ist heute mehr als traditionelles Beschaffungswesen. Er bedeutet bewusstes strategisches Zukaufs-, LieferantInnen- und Wertschöpfungsmanagement, die für E-Commerce und E-Procurement mittlerweile zu alltäglichen Werkzeugen geworden sind. Der Einsatz neuer Technologien als Antwort auf Marktstrukturen, die dynamischen Veränderungsprozessen unterworfen sind, eröffnet nicht nur neue Dimensionen, sondern erfordert auch neue Qualifikationen. Zielgruppe: Personen, die im zukunftsorientierten Berufsfeld Supply-Chain Management erfolgreich tätig sind unabhängig davon, ob sie bereits in Einkauf, Materialwirtschaft, Logistik und SCM beschäftigt sind oder zu diesen Aufgaben wechseln und die Fach- und Führungsqualifikation dafür erwerben wollen. Akad. Grad: Master of Science (MSc) Start: November 2008 Studiendauer: 4 Semester Studienort: Krems Sprache: Deutsch Vermehrtes Ineinandergreifen von bisher getrennten Marktsegmenten erfordert umfangreiche Kenntnisse in vielen Gebieten: strategisches und ganzheitliches Denken sowie technisches Verständnis und modernes Führungsverhalten. IKT Entwicklungsstrategien für Unternehmen, Unternehmensbewertung und -steuerung sind ebenso Inhalte des Lehrganges wie Corporate Governance und Corporate Social Responsibility. Zielgruppe: Personen, die in gehobener Stellung durch strategische und innovative Projekte am Unternehmenserfolg mitwirken möchten oder solche Positionen anstreben. Akad. Grad: Master of Science (MSc) Start: November 2008 Studiendauer: 4 Semester Studienort: Krems Sprache: Deutsch TN-Gebühr: EUR , Kontakt: Mag. Gerhard Holzer +43 (0)2732/ INTERNATIONALES JOURNALISMUS ZENTRUM Communications MSc PR und Integrierte Kommunikation Das berufsbegleitende Master-Studium vermittelt über Public Relations hinaus eine Integration der 12

13 Zulassungsvoraussetzungen für alle Master-Lehrgänge: Abgeschlossenes Universitätsstudium an einer in- oder ausländischen Universität oder gleichzuhaltende Eignung aufgrund beruflicher Erfahrung, wenn damit eine vergleichbare Qualifikation erreicht wurde, sowie die positive Absolvierung des Aufnahmeverfahrens. verschiedenen Kommunikationsdisziplinen (PR, Marketing, CI, Werbung). Inhaltliche Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Integrierten Kommunikation, Praxiswissen, Strategien und Instrumenten der Public Relations sowie des Marketing, Kompetenzen in den Bereichen Recht, politische und soziale Systeme und schließlich Top-Management Skills. Die Studierenden werden auf künftige Führungsaufgaben vorbereitet, die sie entweder in Unternehmen, Interessenvertretungen, (Non Profit-)Organisationen oder als externe KommunikationsberaterInnen erfüllen. Zielgruppe: Personen aus Kommunikationspraxis, PR, Marketing, Werbung, Unternehmenskommunikation, Politik, Pressestellen und Medien. Akad. Grad: Master of Science Start: Studiendauer: 4 Semester Studienorte: Krems (Start ) und Heidelberg/Köln (Start: ) Sprache: Deutsch, Englisch TN-Gebühren: EUR , exkl. Reise- und Aufenthaltskosten Kontakt: Anita Kefeder, +43(0)2732/ , Qualitätsjournalismus, MA Der Universitätslehrgang Qualitätsjournalismus bietet die einmalige Möglichkeit, parallel zu beruflicher Tätigkeit sei es als JournalistIn, sei es in einem anderen Berufsfeld eine hochwertige Journalismusweiterbildung zu absolvieren. Innerhalb von 1 1/2 Jahren absolvieren die TeilnehmerInnen vier 6-Tage-Module und sechzehn 3-Tage-Module. Fundiertes theoretisches Wissen wird mit praktischen Anwendungen in allen Bereichen journalistischer Berufsfelder verbunden. Im Zentrum des Ausbildungskonzepts steht der trimediale integrative Ansatz in Print, Radio und Fernsehen mit einem zusätzlichen Schwerpunkt im Online- Journalismus. Ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder eine gleichzuhaltende Qualifikation aufgrund mehrjähriger beruflicher Erfahrung setzen wir voraus. Akad. Grad: Master of Arts Start: Studiendauer: 4 Semester Studienort: Krems Sprache: Deutsch, Englisch TN-Gebühren: EUR , exkl. Reise- und Aufenthaltskosten Kontakt: Dipl.-Ing.(FH) Julia Juster, +43 (0)2732/ , Professional MBA Communication and Leadership Leadership durch Kommunikation führen! Das ist der Zugang zum Schwerpunkt Leadership dieses Upgrade-Programms. Der Prof. MBA Communication and Leadership wird vom Department für Wissensund Kommunikationsmanagement gestaltet und ist im Zentrum für Kommunikation im Internationalen Journalismus Zentrum beheimatet. Die ausgewogene Vernetzung von Theorie und Praxis der Disziplinen Communication and Leadership sorgt für einen interessanten Spannungsbogen von Soft- und Hard- Skills. Das Programm ist speziell für AbsolventInnen des Departments für Wissens- und Kommunikationsmanagement der Donau-Universität Krems konzipiert. InteressentInnen mit Ausbildungen, die ähnliche Schwerpunkte aufweisen, sind eingeladen, ihre Bewerbungsunterlagen einzureichen. Eine mögliche Zulassung wird gerne geprüft. Akad. Grad: Master of Business Administration Start: Anmeldeschluss: Studiendauer: 2 Semester, 5 Module insgesamt (5 7 Tage) davon 1 Auslandsmodul (USA), 32 Präsenztage Studienort: Krems Sprache: Deutsch, Englisch TN-Gebühren: EUR 9.900, exkl. Reise- und Aufenthaltskosten Kontakt: Karin Schmerold, MSc +43 (0)2732/ Universitätslehrgang Fernseh-Journalismus Mit dem Universitätslehrgang Fernseh-Journalismus bietet das Internationale Journalismus Zentrum in Kooperation mit dem Journalistenzentrum Haus Busch eine fundierte, intensive und praxisbezogene Auseinandersetzung mit dem Medium Fernsehen. In intensiven Workshops, Vorlesungen und eigenständigen Trainingsphasen lernen die TeilnehmerInnen das Agieren vor und hinter der Kamera. Zielgruppe: JournalistInnen, PR- und Werbefachleute, die sich im Medium Fernsehen weiterbilden wollen, sowie AbsolventInnen aller Studienrichtungen, die dieses Berufsfeld für sich erschließen wollen. Akad. Grad: Akad. ExpertIn in Fernseh-Journalismus Start: Mai 2009 Studiendauer: 2 Semester, berufsbegleitend Studienort: Krems und Hagen (D) Sprache: Deutsch, Englisch TN-Gebühren: EUR 5.700, exkl. Reise- und Aufenthaltskosten Kontakt: Cora Hietzgern, +43 (0)2732/ , Communications MSc, Kommunikation und Management Das zweijährige Master-Studium Kommunikation und Management richtet sich an Personen der mittleren Managementebene aus Profit- und Non-Profit-Organisationen. Fokus dieses Lehrgangs ist, die Disziplinen Kommunikation und Management zu beherrschen und deren Auswirkungen in Unternehmen und ihrem Umfeld zu erkennen und zu verstehen. Zielgruppe: Personen der mittleren Managementebene aus Profit- und Non-Profit-Organisationen; besonders Geschäftsfeld-, Abteilungs-, Projekt- und TeamleiterInnen werden angesprochen, die ihre kommunikative und wirtschaftswissenschaftliche Kompetenz ausbauen wollen. Ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder eine gleichzuhaltende Qualifikation aufgrund mehrjähriger beruflicher Erfahrung werden vorausgesetzt. Akad. Grad: Master of Science (MSc) Start: Studiendauer: 4 Semester berufsbegleitend Studienort: Krems Sprache: Deutsch, Englisch TN-Gebühr: EUR Kontakt: Karin Schmerold, +43 (0)2732/ , Universitätslehrgang PR PLUS Fernstudium Public Relations Der Universitätslehrgang Public Relations Fernstudium PR PLUS Austria vermittelt präzises Wissen und Kompetenz für Kommunikation, Redaktion, Konzeption und Management. Die theoretisch fundierte Ausbildung findet als Fernlehre berufsbegleitend und onlinegestützt statt. Das Kernstück des Fernstudiums PR PLUS Austria sind die fünf praxisnahen Workshops, in denen das Handwerkszeug der Public Relations vertieft wird. Zielgruppe: Der Lehrgang wendet sich als fachliche Weiterbildung an PR-PraktikerInnen, BerufswechslerInnen und AbsolventInnen sowie Studierende aller Fachrichtungen. Akad. Grad: Akademische PR-Fachfrau/Akademischer PR-Fachmann Start: Studiendauer: 18 M., Fernlehre u. Präsenzphasen Studienort: Krems Sprache: Deutsch, Englisch TN-Gebühren: EUR 6.900, plus EUR 900, Prüfungstaxe Kontakt: Arbena Zenuni, +43 (0)2732/ , 13

14 Universitätslehrgänge Lehrgänge aus den Bereichen Technologie, Information und Medien PRAXISORIENTIERTE INFORMATIK Professional MSc in Healthcare and Life Science (IT im Gesundheitswesen) nische Lösungen für Managementprobleme zu entwickeln. Zielgruppe: Geschäftsführung, Vertrieb und Marketing; LeiterInnen und MitarbeiterInnen aus IT-Abteilungen und der Unternehmensberatung. Akad. Grad: Master of Science (MSc) Start: Studiendauer: 4 Semester Studienort: Krems, fallweise Wien Sprache: Deutsch TN-Gebühren: EUR , exkl. Reise- und Aufenthaltskosten Kontakt: Dr. Walter Seböck, MBA, +43 (0)2732/ , MSc Information Security Management WISSENS- UND INFORMATIONSMANAGEMENT Prozessmanagement MSc Inhaltlich schlägt der Studiengang eine Brücke zwischen den Bereichen Medizin und Informationstechnologie und vermittelt profundes IT- und Healthcare-Management-Wissen, Verständnis für Technologien für die medizinische Datenanalyse sowie solide Kenntnisse verschiedener Gesundheitssysteme und medizinischer Softwareentwicklungen. Die TeilnehmerInnen lernen, IT als Werkzeug zu verwenden und einzusetzen, mit dessen Hilfe die Herausforderungen eines modernen Gesundheitssystems und einer schlagkräftigen Produktentwicklung erfolgreich bewältigt werden können. Zielgruppe: Fach- und Führungskräfte in Krankenhäusern, Krankenkassen und Gesundheitsanbietern, Verantwortliche für den Betrieb von IT-Infrastrukturen und Personen, die im Bereich Informationsmanagement im Gesundheitswesen tätig sind. Akad. Grad: Master of Science (MSc) Start: Studiendauer: 4 Semester Studienort: Krems, fallweise Wien Sprache: Deutsch TN-Gebühren: EUR , exkl. Reise- und Aufenthaltskosten Kontakt: Dr. Walter Seböck, MBA, +43 (0)2732/ , Professional MSc IT-Consulting IT-Consultants verfügen über technisches, kaufmännisches und rechtliches Wissen, um tech- Die zunehmende elektronische Vernetzung bietet ungeahnte Möglichkeiten im Umgang mit Information. Ziel dieses Lehrganges sind der Aufbau und Betrieb rechtskonformer und standardisierter Sicherheitsarchitekturen in Zusammenarbeit mit Management, Contolling und MitarbeiterInnen. Zielgruppe: Geschäftsführung/Vorstand, Leiter- Innen und MitarbeiterInnen aus folgenden Bereichen: IT-Organisation, IT-Security, Netzwerkadministration, Netzwerktechnik, Controlling, Interne Revision, Unternehmensberatung. Akad. Grad: Master of Science (MSc) Start: Studiendauer: 4 Semester Studienort: Krems, fallweise Wien Sprache: Deutsch TN-Gebühren: EUR , exkl. Reise- und Aufenthaltskosten Kontakt: Dr. Walter Seböck, MBA, +43 (0)2732/ , Optimierte Prozesse helfen Kundenerwartungen zu erfüllen und sind somit Voraussetzung, um als Unternehmen im zunehmend verstärkten Wettbewerb zu bestehen. Der Erfolg wird dabei von Menschen getragen, die in der Lage sind, Prozesse zu managen und damit verbundene Veränderungen zu gestalten. Die hierfür benötigte Beherrschung des Zusammenspiels unterschiedlichster Maßnahmen wird im Universitätslehrgang Prozessmanagement vermittelt und ermöglicht den heutigen Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen erfolgreich zu begegnen. Zielgruppe: Führungskräfte und Führungskräftenachwuchs, Prozessmanager, Prozess- und Projektverantwortliche aus allen Bereichen der Wirtschaft und des öffentlichen Dienstes Akad. Grad: Master of Science Start: Studiendauer: 4 Semester Studienort: Krems Sprache: Deutsch TN-Gebühren: EUR , exkl. Reise- und Aufenthaltskosten Kontakt: Julia Dirnberger +43 (0)2732/ Professional MSc Strategisches Informationsmanagement Im Lehrgang geht es neben dem Einsatz von Informationstechnologie auch um die Definition von relevanten Informationsinhalten, deren Beschaffung und benutzerinnenorientierte Aufbereitung sowie um die Kultur im Umgang mit Infor- 14

15 Zulassungsvoraussetzungen für alle Master-Lehrgänge: Abgeschlossenes Universitätsstudium an einer in- oder ausländischen Universität oder gleichzuhaltende Eignung aufgrund beruflicher Erfahrung, wenn damit eine vergleichbare Qualifikation erreicht wurde, sowie die positive Absolvierung des Aufnahmeverfahrens. mationen; dies unter einem strategisch-betriebswirtschaftlichen Aspekt. Zielgruppe: Führungskräfte und Projektverantwortliche aus allen Bereichen der Informationstechnologie und des Informationsmanagements sowohl in der Wirtschaft als auch im öffentlichen Dienst, aber auch Universitäts-/FachhochschulabsolventInnen aller Fachrichtungen, die dieses Berufsfeld für sich erschließen wollen. Akad. Grad: Master of Science Start: Studiendauer: 4 Semester Studienort: Krems Sprache: Deutsch TN-Gebühren: EUR , exkl. Reise- und Aufenthaltskosten Kontakt: Michaela Kreissl, +43 (0)2732/ , Qualitätsmanagement MSc Der Universitätslehrgang vermittelt die unterschiedlichen Ansätze und Konzepte des Qualitätsmanagements, wobei Total Quality Management (TQM) zur Gestaltung und Weiterentwicklung von Organisationen für KundInnen, MitarbeiterInnen, EigentümerInnen, LieferantInnen sowie die Gesellschaft einen der Schwerpunkte stellt. Neben dem Erwerb von Sachkompetenzen wird auch die Fähigkeit weiterentwickelt, kommunikative und soziale Prozesse zu gestalten. Zielgruppe: Führungskräfte und Führungskräftenachwuchs, Qualitätsmanager und Qualitätsverantwortliche aus allen Bereichen der Wirtschaft und des öffentlichen Dienstes Akad. Grad: Master of Science Start: Studiendauer: 4 Semester Studienort: Krems Sprache: Deutsch TN-Gebühren: EUR , exkl. Reise- und Aufenthaltskosten Kontakt: Julia Dirnberger, +43 (0)2732/ Technische Kommunikation MSc Technische Kommunikation umfasst sowohl unternehmensinterne Informations- und Kommunikationsprozesse als auch die externe Technische Dokumentation, die produktbegleitend für unterschiedliche Zielgruppen erstellt wird. Redaktionsleitfäden, Bedienungsanleitungen, Wartungsoder Reparaturhandbücher, Schulungsunterlagen sowie Online-Hilfen für Computerprogramme oder multimediale Produktkataloge im Internet sind Beispiele für das breite Tätigkeitsspektrum von Technischen Redakteuren. Im Universitätslehrgang Technische Kommunikation erwerben Sie sowohl fundiertes methodisches und theoretisches Wissen als auch praktische Kompetenzen, die Sie für eine Tätigkeit im Umfeld der Technischen Kommunikation qualifizieren. Zielgruppe: Führungskräfte, Technische Redakteure, Technikautoren, Ingenieure und Techniker, Fachübersetzer, Fachleute aus Informations- und Kommunikationsberufen, Fachleute aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung, Technische Illustratoren, Technische Grafiker Akad. Grad: Master of Science Start: Studiendauer: 4 Semester Studienort: Dortmund (und Krems) Sprache: Deutsch TN-Gebühren: EUR 9.900, exkl. Reise- und Aufenthaltskosten Kontakt: Manuela Krug +43 (0)2732/ Professional MSc Wissensmanagement Die TeilnehmerInnen gewinnen ein fundiertes Verständnis dafür, wie sich die täglichen Managemententscheidungen auf die Wissensbasis einer Organisation auswirken und wie sie diese gezielt gestalten können. Mit internationalen ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis erarbeiten sie sich die Kompetenz, diese Erkenntnisse in einer Organisation mit Hilfe des umfassenden Wissensmanagement-Instrumentariums strategisch zu steuern. Zielgruppe: Führungskräfte der mittleren bzw. höheren Managementebene, insbesondere jene, die bereits Wissensmanagement-Maßnahmen eingeführt haben bzw. eine Einführung planen. Damit spricht der Lehrgang insbesondere GeschäftsführerInnen oder LeiterInnen/MitarbeiterInnen von Abteilungen an, von denen Wissensmanagement-Aufgaben wahrgenommen werden. Akad. Grad: Master of Science Start: Studiendauer: 4 Semester Studienort: Krems Sprache: Deutsch TN-Gebühren: EUR , exkl. Reise- und Aufenthaltskosten Kontakt: Michaela Kreissl, +43 (0)2732/ , INFORMATION AND KNOWLEDGE ENGENEERING Interactive Visualization and Data Analysis In Beruf und Alltag fallen immer größere Mengen an Daten und Informationen an, die kaum mehr überblickbar oder auswertbar sind. Eine der wichtigsten Herausforderungen des Informationszeitalters ist, diese enormen Mengen effektiv nutzbar zu machen und Erkenntnisse aus den gesammelten Daten zu gewinnen. Interaktive Visualisierung und Datenanalyse stellen Schlüsseltechnologien dar, um die Schätze aus den Datenbergen, auf denen wir sitzen, heben zu können. Die Grundidee ist hierbei die Integration der hervorragenden Fähigkeiten des Menschen im Umgang mit visuellen Sinneseindrücken und der enormen automatischen Verarbeitungsmöglichkeiten von Computersystemen. Zu den zentralen Themen des interdisziplinären Lehrgangs zählen die menschliche Wahrnehmung und Kognition, analytische Methoden der Statistik und des Data- Mining, Visualisierungs- und Interaktionstechniken, sowie Usability Aspekte. Zielgruppe: Personen, die große und komplexe Datenmengen analysieren und interpretieren müssen, Materialien für EntscheidungsträgerInnen ausarbeiten, sowie EntwicklerInnen von entscheidungsunterstützenden Systemen aus unterschiedlichen daten- und informationsintensiven Wirtschafts- und Wissenschaftsbereichen. Abschlüsse: Master of Science (MSc), Akademische/r Experte/in oder Certified Program Start: 10. November 2008 Studiendauer: 5, 2 oder 1 Semester (je nach Studienvariante) Studienort: Krems Sprache: Englisch TN-Gebühren: EUR , /EUR 9.900, /EUR 4.900, exkl. Reise- und Aufenthaltskosten Kontakt: Mag. Alexander Schratt +43 (0)2732/

16 Veranstaltungen Veranstaltungen aus den Bereichen Technologie, Information und Medien Certified ITIL-Service Manager Durch die Teilnahme an diesem Seminar eignen sich die TeilnehmerInnen professionelle Kenntnisse über das gesamte IT Service Management auf der Grundlage von ITIL an. Kenntnisse des ITIL Service Managements sind in Zukunft die Must Haves für IT-Verantwortliche und MitarbeiterInnen, die Serviceleistungen für interne oder externe Kunden erbringen. Voraussetzung für die Teilnahme ist die erfolgreiche Absolvierung der ITIL Foundation. Die TeilnehmerInnen werden zielgerichtet auf die Zertifizierungsprüfung vorbereitet, die von der TÜV-Akademie als unabhängigem Zertifizierungsinstitut abgenommen wird. Start: Herbst 2008 Dauer: 8 Tage + 2 Prüfungstage Kosten: EUR 4.390, zzgl. EUR 720, Prüfungsgebühr, keine MWSt. Kontakt: Claudia Paulhart +43 (0)2732/ Certified IT-Business Manager Die Rolle der Führungskräfte in der IT eines Unternehmens ist von ständigem Wandel geprägt. Von ihnen werden neben den Kenntnissen im technologischen Bereich zunehmend Führungsqualifikationen wie Change Management, kommunikative Skills, Projekt- und Prozessmanagementfähigkeiten, Personalmanagement sowie Rechtsverständnis gefordert. Die Donau-Universität bietet mit diesem Programm eine hocheffektive Weiterbildung für IT-Führungskräfte. Start: Dauer: 8 Tage Kosten: EUR 3.290,, keine MWSt. Kontakt: Claudia Paulhart +43 (0)2732/ Certified ISO/IEC Lead Auditor Unternehmerischer Erfolg hängt zunehmend von der Qualität und der Sicherheit der Unternehmensinformationen ab. Neben der professionellen Umsetzung bedarf es einer kontinuierlichen Kontrolle nach einem international anerkanntem Standard. Der internationale Standard ISO/IEC genießt eine weltweit hohe Reputation und ist damit geeignet, Qualität und Sicherheit nachzuweisen. Eine effektive und kontinuierliche Prüfung sichert den erfolgreichen Betrieb eines Informations Sicherheits Management Systems (ISMS). Hier setzt der Prozess des Audits ein, das ein zentrales Element eines jeden Management Systems ist. Dadurch wird das Risiko, dass Lücken im Management System unentdeckt bleiben und damit die Sicherheit des Unternehmens gefährden, deutlich minimiert. Die Donau-Universität Krems bietet diese Schulung in Kooperation mit KPMG an. Start: 22. September 2008 Dauer: 5 Tage Kosten: EUR 2.700,, keine MWSt. Kontakt: Claudia Paulhart,+43 (0)2732/ Certified CRM-Projektmanager Der weltweite Wettbewerb zwingt alle Unternehmen dazu, profitable Kunden zu gewinnen, zu entwickeln und zu halten. Neue zusätzliche Vertriebskanäle erfordern eine einheitliche Sicht der Kunden auch mit Detailinformationen. Moderne Analysewerkzeuge erlauben aus riesigen Datenmengen Bedürfnisse und Einkaufsverhalten der Kunden zu erfahren und darauf aufbauend die Marketingstrategien zu entwickeln. Der große Bereich der CRM-Anwendungen mit all den Vorteilen und Möglichkeiten, jedoch auch den möglichen Fallstricken und Risken, werden im Lauf dieses Programms dargestellt. Darauf aufbauend werden die Tätigkeiten des Projekt Managers und die Komponenten einer erfolgreichen Implementierung mit den Teilnehmern durchgearbeitet. Anhand von CRM-Beispielen wird die Palette des Projektmanagements erarbeitet, die durch eine Fallstudie mit einer Projektarbeit zwischen den Modulen des Seminars ergänzt wird. Start: Oktober/November 2008 Dauer: 6 Tage + 1 Prüfungstag Kosten: EUR 3.290,, keine MWSt. Kontakt: Claudia Paulhart, +43 (0)2732/ INFORMATIONSABEND DER UNIVERSITÄTSLEHRGÄNGE Prof. MSc IT-Consulting Prof. MSc IT in Healthcare & Life Science (IT im Gesundheitswesen) MSc Information Security Management Start: , 18:30 Uhr Ort: Palais Trauttmansdorff, 1010 Wien, Herrengasse 21 Kosten: keine Kontakt: Maria Schuler, +43 (0)2732/ , 6. Information Security Conference Zum sechsten Mal findet die Information Security Conference der Donau-Universität Krems im Audimax des Campus Krems statt. Die Conference 2008 Critical Infrastructures, Governance & New Awareness fokussiert den Paradigmenwechsel in der Informationssicherheit mit den Themen kritische Infrastrukturen, Sicherheit und Governance sowie neue Ansätz im Krisenmanagement. Neue, globale Bedrohungen erfordern umfassende Ansätze. Wie sich Unternehmen und Behörden vor neuen Bedrohungen schützen können, erörtern ExpertInnen in ihren Referaten. Datum: Ort: Donau-Universität Krems/Audimax Kosten: EUR 150, bzw. EUR 50, für AbsolventInnen und LehrgangsteilnehmerInnen inkl. Mittagsbuffet und Pausenverpflegung Kontakt: Claudia Paulhart +43 (0)2732/ Certified egovernment Expert Zentrales Ziel ist, die TeilnehmerInnen in die Lage zu versetzen, selbständig egovernment- Projekte unter der Berücksichtigung der organisatorischen, rechtlichen und technischen Herausforderungen zu konzipieren. Das medienbruchlose, elektronische Zusammenspiel zwischen Onlineformularen oder Onlineanwendungen und den internen Bearbeitungssystemen bedarf der Zusammenarbeit zwischen den verschiedensten Organisationseinheiten und verursacht Veränderungen in den Abläufen. Die Kommunikations- und Mediationsfähigkeiten der verantwortlichen Personen werden hierbei besonders gefordert. Dieses Seminar spricht daher MitarbeiterInnen des Landes und der Gemeinden an, die mit der organisatorischen Umsetzung eines egovernment-projekts befasst sind, bzw. Personen in unternehmensberatender Tätigkeit, die ihr Portfolio um fundiertes egovernment- Know-how erweitern möchten. Start: Herbst 2008 Dauer: Modularer Ablauf Kosten: EUR 2.990, (Gemeinde- und Landesbedienstete: EUR 1.490, ) (exkl. Prüfungsgebühr : EUR 200, ) Kontakt: Mag. Johann Höchtl +43 (0)2732/

17 Highlights Auf der EDem2008 referiert Steven Clift, der sich als Netz-Experte und Aktivist von e-democracy.org die Demokratisierung des Internet zum Ziel setzt. Steven Clift: Unsere Mission lautet: das Verständnis von Demokratie zu verbessern. Mir geht es um eine demokratische Gesellschaft, in der die Menschen sich gegenseitig zuhören. Denn je demokratischer eine Gesellschaft ist, je mehr die Menschen miteinander diskutieren, desto größer ist die Chance, dass auch die Regierung demokratischer handelt. Aber man muss mit der Gesellschaft anfangen. Denn erst wenn die sich bessert, dann wird sich auch die Regierung ändern. Eingeladen sind Fachleute aus Wissenschaft und Praxis sowie an der Thematik Interessierte aus dem In- und Ausland; insbesondere alle öffentlichen Verwaltungsebenen sowie Selbstverwaltungskörper, Bildungseinrichtungen, Berufs- und Interessenvertretungen. Als weitere Keynote Speaker führen Ann Macintosh, Matt Poelmans und Peter Parycek durch die Konferenz. EDem2008 / September 2008, Donau-Universität Krems, ExpertInnenworkshop zur Visualisierung elektronischer Gesundheitsdaten Das weithin bekannte Human-Computer Interaction Lab (HCIL) der University of Maryland hat Ende Mai zu einem Symposium anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums geladen. Als Teil dieser Veranstaltung wurde vom Gründungsvater des Forschungszentrums und Human-Computer Interaction (HCI) Vorreiter Prof. Ben Shneiderman ein ExpertInnenworkshop zum Thema Interaktive visuelle Exploration von elektronischen Gesundheitsdaten organisiert. Dem Organisationsbeirat gehörten neben lokalen ExpertInnen auch Prof. Silvia Miksch und Dr. Wolfgang Aigner vom Department für Information und Knowledge Engineering der Donau-Universität Krems an. Im eingeladenen Eröffnungsvortrag mit dem Titel Gaining New Medical Insights through Interactive Visual Exploration schilderten die WissenschafterInnen aus Krems aktuelle wissenschaftliche Beiträge und deren Umsetzung in der Wirtschaft. Sie identifizierten daraus sieben wichtige Herausforderungen für Forschung und Entwicklung, die spannende und zu lösende Fragestellungen für Forschung und Wirtschaft darstellen. Nähere Informationen unter: Aktuelle Forschungsarbeiten wurden in London präsentiert Das Department für Information und Knowledge Engineering (ike) war im Juli 2008 mit zwei Publikationen auf der 12. Internationalen Konferenz über Information Visualisation in London vertreten. Vorgestellt wurden die beiden Arbeiten Comparing Information Visualization Tools Focusing on the Temporal Dimensions sowie A Comparison of Programming Platforms for Interactive Visualization in Web Browser Based Applications. Publikationsseite des ike: Konferenzhomepage: Sicherheitsforschung auf höchstem Niveau Die österreichische Auszeichnung für Sicherheitsforschung geht an das Zentrum für praxisorientierte Informatik Mag. Edith Huber vom Zentrum für praxisorientierte Informatik der Donau- Universität Krems hat am den österreichischen Sicherheitsforschungspreis durch Staatssekretärin Christa Kranzl (BmVIT) erhalten. Ausgezeichnet wurde das Forschungsprojekt SkIG, was Schutz kritischer Infrastrukturen bei Großveranstaltungen bedeutet. Für diese sozialwissenschaftliche Studie wurden Interviews im Rahmen der Fußballeuropameisterschaft 2008 durchgeführt. Dabei geht es nicht nur um das Sicherheitsempfinden und das damit zusammenhängende sicherheitsrelevante Verhalten von BesucherInnen von Großveranstaltungen, sondern auch die Einstellung gegenüber Videoüberwachung und ihr Einfluss auf das Verhalten von Menschen im Zusammenhang mit kritischen Situationen in großen Menschenansammlungen werden erforscht. Das ZPI arbeitet bei diesem Projekt mit der Center Communication Systems GmbH zusammen, die unter anderem Videoüberwachungssysteme anbietet, sowie mit den Wiener Linien und dem Bundesministerium für Inneres. SkIG wird im Rahmen der KIRAS -Programmlinie vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gefördert. Christa Kranzl, Staatssekretärin im BMVIT, die den Preis verlieh, betonte, wie hochaktuell das Thema von SkiG, die Sicherheit bei Großveranstaltungen, ist und dass wissenschaftliche Beiträge notwendig sind, die dabei helfen, die Sicherheit weiterhin zu erhöhen. Der Leiter der Stabsstelle für Technologietransfer und Sicherheitsforschung im BMVIT, Gernot Grimm, merkte an, wie wichtig der ganzheitliche Ansatz der KIRAS -Programmlinie ist, was bedeutet, dass auch Geistes- und Sozialwissenschaften einen Beitrag zur Sicherheitsforschung in Österreich leisten sollen. SkIG soll einen nachhaltigen Beitrag zur Sicherheit und Technologieentwicklung in Österreich leisten, indem neue Erkenntnisse zum Verhältnis von Mensch, Technik und Gesellschaft erzielt werden. SkIG wird vom Sicherheitsforschungsförderprogramm KIRAS vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie finanziert. 17

18 Prof. Dr. Josef Herget Neuer Leiter des Zentrums für Wissens- und Informationsmanagement Mit Josef Herget hat die Donau-Universität einen der profiliertesten und bekanntesten Informationswissenschaftler des deutschsprachigen Raumes für die Position des Zentrumsleiters gewinnen können. Er übernahm mit 15. Juli 2008 die Leitung des Zentrums für Wissens- und Informationsmanagement an der Donau-Universität Krems. Herget kann für seine neue Tätigkeit auf vielfältige Erfahrungen zurückgreifen. Er war in mehreren Ländern als Hochschullehrer tätig, hat umfangreiche internationale Forschungs- und Beratungserfahrung und kann auf eine beeindruckende Publikationsliste mit 300 Veröffentlichungen verweisen. Neben der Kenntnis der internationalen Universitätslandschaft war Herget auch Unternehmensgründer und Leiter einer international agierenden Unternehmensberatung auf den Gebieten des Informations- und Wissensmanagements. Zuletzt leitete er 7 Jahre lang den Arbeitsbereich Informationswissenschaft an der HTW Chur in der Schweiz, den er zu einem der größten deutschsprachigen Forschungsbereiche dieser Disziplin ausbaute. Der Fokus seiner Arbeit lag in den letzten Jahren auf den Gebieten Informations- und Wissensmanagement, Prozessmanagement, Change Management, Qualitätsmanagement und elearning mit Web-2.0-Konzepten. Damit passen seine Erfahrungen hervorragend zum Portfolio der Masterstudiengänge im Zentrum für Wissens- und Informationsmanagement. Zu den künftigen Schwerpunkten seiner Tätigkeit an der Donau-Universität bemerkt Herget: Der Weiterbildungsmarkt wird noch internationaler und wettbewerbsintensiver, das ist eine große Chance für das Zentrum: Wir müssen verstärkt mit unseren seit vielen Jahren bewährten und qualitativ überragenden Angeboten optimale Lernbedingungen schaffen, die den berufsbegleitend Studierenden einen raschen Kompetenzerwerb sichern und ihnen durch ein aktives Networking hervorragende berufliche Perspektiven eröffnen. Dazu wird beispielsweise die elearning-umgebung mit Web-2.0-Konzepten zur noch besseren Unterstützung der Studierenden in ihrem Studium optimiert, die Zusammenarbeit mit Unternehmen in Lehre und Forschung intensiviert und der Ausbau eines qualitativ hochwertigen, international kompetitiven und modernen Studienangebotes mit individuell wählbaren Vertiefungen gehören. Herget: Die angebotenen Studienprogramme sind geradezu prädestiniert, um noch mehr Synergien und disziplinübergreifende Kooperationen zu schaffen davon können die Studierenden, Forschenden und Lehrenden gemeinsam noch stärker profitieren. Und schließlich möchte ich die Anwendung moderner Lehrmethoden im Zentrum forcieren: Case Studies, Simulations- und Planspiele werden verstärkt das anwendungsorienterte Lernen unterstützen. Herget auf die Frage, worauf er sich im Rahmen seiner neuen Aufgabe am meisten freue: Die Arbeit mit einem bewährten, erfahrenen Team, das ich aus vielen Jahren Lehrtätigkeit an der Donau-Universität bereits gut kenne und sehr schätze, ist eine großartige Motivation. Gemeinsam eine dynamische, qualitätsvolle Zukunft auf der Basis von hervorragenden Produkten zu gestalten, die unseren Studierenden neue Optionen in der beruflichen Zukunft eröffnen, das ist eine sehr inspirierende Aufgabe. Ich freue mich aber auch, in einer von der UNESCO zum Weltkulturerbe geadelten Region zu leben und zu arbeiten. Mit einem Schmunzeln fügt er hinzu: Die schwierigste Herausforderung ist wahrscheinlich durch die kulinarischen Verlockungen der Wachau gegeben. Somit wäre auch sichergestellt, dass Sie mich regelmäßig auf dem Rad oder beim Joggen in den schönen Weinbergen oder entlang der Donau antreffen werden damit nicht nur beruflich die Linie stimmt. PROF. DR. RER. SOC. JOSEF HERGET NATIONALITÄT: Deutsch WISS. FACHGEBIET: Informationswissenschaften Wissensmanagement Hochschullehrer und Leiter des Arbeitsbereichs Information Science an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur (Schweiz) Hochschullehrer für Wirtschaftsinformatik an der Marmara-Universität in Istanbul Seit 1997 Inhaber von IMAC Information & Management Consulting, Konstanz und Berlin Aufbau und Leitung des Steinbeis-Transferzentrums Informationsmärkte & Management Consulting (IMAC) in Konstanz Leiter des Bereichs Information in organisationellen Umgebungen in der Fachgruppe Informationswissenschaft an der Universität Konstanz Managementberatung Foto Herget 18

19 Service Management, MSc Die Informationstechnologie wurde in den letzten Jahren zu einem integralen Bestandteil der Wertschöpfungskette in Unternehmen und Behörden. Das bedeutet, dass die Steuerung relevanter Geschäftsprozesse ohne IT kaum noch möglich ist. Die IT muss daher eine effiziente Zusammenarbeit mit allen anderen an der Wertschöpfung beteiligten Einheiten sicherstellen. Das Zentrum für Praxisorientierte Informatik der Donau-Universität Krems hat daher einen Lehrgang zum Thema Service Management entwickelt. Service Management hat zum Ziel den IT-Service messbar zu steigern und die Kosten zu senken und weiters die Aufgabe die IT-Services auf die Unterstützung der Kerngeschäftsprozesse und der AnwenderInnen auszurichten. Der Lehrgang wendet sich an Personen aus Geschäftsführung, LeiterInnen und MitarbeiterInnen aus der IT-Organisation bzw. IT-Abteilungen, Controlling, Interne Revision, und Unternehmensberatung. Walter Seböck, Lean Management MSc Nikolai Neumayer * Vorbehaltlich der Genehmigung durch den Senat der Donau-Universität Krems, wird der Lehrgang ab Herbst 2009 im Zentrum für Wissens- und Informationsmanagement angeboten, wo er den Schwerpunkt rund um Prozess- und Qualitätsmanagement ergänzt. Die Kernidee von Lean Management ist die Sicherstellung einer verschwendungsfreien Wertschöpfungskette von (industriellen) Gütern und Dienstleistungen durch die konsequente Anwendung eines Bündels von Lean-Prinzipien. Wichtig bei der Anwendung dieser Prinzipien ist, dass das gesamte Wertschöpfungsnetzwerk (alle Unterstützungsprozesse und -funktionen sowie Kunden und Zulieferer) in die Betrachtungen mit einbezogen wird. AbsolventInnen des viersemestrigen und berufsbegleitend konzipierten Lehrgangs Lean Management MSc können Werte ohne Verschwendung ebenso schaffen wie die erforderliche Organisationskultur, in der das permanente Hinterfragen bestehender Strukturen, Abläufe und Verhaltensweisen zur optimalen Kundenorientierung sichergestellt werden kann, ohne dabei den Respekt vor dem Menschen/Mitarbeiter zu verlieren. Der Lehrgang wird im Zentrum für Wissensund Informationsmanagement angeboten, startet im Herbst 2009 und ergänzt den Schwerpunkt rund um Prozess- und Qualitätsmanagement.* Interactive Visualization and Data Analysis Neue Wege aus der Info-Flut Foto FOTOLIA Das Department für Information und Knowledge Engineering an der Donau- Universität Krems startet am 10. November 2008 den neuen, fünfsemestrigen postgradualen Master-Lehrgang Interactive Visualization and Data Analysis (MSc) sowie als optionales Studienangebot die beiden kürzeren Varianten Certified Program (ein Semester) und Akademische/r ExpertIn (zwei Semester). Im Zuge dieser neuen, weltweit einzigartigen Universitätslehrgänge erfahren die Teilnehmer, wie Mensch und Computer zu einem enorm leistungsfähigen Erkenntnisgewinnungssystem werden, was Visual-Analytics-Methoden leisten und wie sie eingesetzt werden können. Es sollen besonders Personen angesprochen werden, die große und komplexe Datenmengen analysieren und interpretieren müssen, Materialien für EntscheidungsträgerInnen ausarbeiten sowie EntwicklerInnen von entscheidungsunterstützenden Systemen aus unterschiedlichen daten- und informationsintensiven Wirtschafts- und Wissenschaftsbereichen. alexander schratt 19

20 Datenflut im medizinischen Alltag PatientInnendaten im Überblick Daten und Informationen spielen in der Medizin eine große Rolle, da bei der medizinischen Behandlung umfangreiche PatientInnendaten verarbeitet werden müssen. Bedingt durch die Komplexität medizinischer Abläufe werden Daten und Informationen aus verschiedensten Systemen in heterogenen Formaten erfasst. Die Bandbreite reicht hier von Vitalparametern bis zur Medikation, von Laborwerten bis zu Röntgenbildern und Textbefunden, von Monitoringgeräten bis zur Pflegedokumentation. Obwohl diese spezialisierten Systeme die Anforderungen in ihrem Bereich gut abdecken, ist zur Diagnose eine Integration von vielen verschiedenen Quellen erforderlich. Der Umfang und die Komplexität der dabei entstehenden Datenbasis kann mit herkömmlichen Mitteln wie einer PatientInnenakte aus einzelnen Papierblättern oder dem elektronischen Gegenstück aus einzelnen Textdokumenten, Tabellen und digitalen Bildern in einem Krankenhausinformationssystemen nur suboptimal bewältigt werden. Allzu oft werden medizinische Akten nach dem Write once, read never - Prinzip geführt und in einer Form gehalten, die zwar in der Erfassung effizient ist, aber Auswertungen nur schwer zulässt. Auch bei der Einführung von Krankenhausinformationssystemen wie SAP-ISH steht oft nicht die Analyse medizinischer Daten im Vordergrund, sondern organisatorische und kaufmännische Prozesse. Informationsvisualisierung ist ein Werkzeug zur Exploration und Analyse umfangreicher, komplexer Daten, wie sie in der Medizin anfallen. Dazu werden die hervorragenden Fähigkeiten des Menschen im Umgang mit visuellen Sinneseindrücken und die enormen automatischen Verarbeitungsmöglichkeiten von Computersystemen kombiniert. Die Interaktion des Arztes bzw. der Ärztin mit den Visualisierungen ist dabei von zentraler Bedeutung. Denn die relevanten PatientInnendaten sind in der Regel derart umfangreich, dass eine statische, nicht interaktive Repräsentation der Daten die aufgabenbezogenen Informationsbedürfnisse vielfach nicht befriedigen kann. Interaktion erlaubt es dem medizinischen Personal, seinen Standpunkt zu verändern und die Daten aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Wie kann nun die Interaktion mit einem medizinischen Informationsvisualisierungssystem erfolgen? Ben Shneiderman, ein Wegbereiter der Informationsvisualisierung, hat die Schritte Overview first, zoom and filter, then details-on-demand als Mantra für die visuelle Informationssuche im Allgemeinen formuliert. Die Exploration beginnt in der Regel mit einer Überblicksansicht der gesamten PatientInnendaten. Dabei können sinnvolle Aggregationen vorgenommen werden: Zum Beispiel werden mehrere Messungen der Körpertemperatur während eines Zeitraums zu einem Element zusammengefasst, das einen qualitativen Wert (z.b. Normaltemperatur, erhöhte Temperatur, Fieber) wiedergibt. Mit einer Zoomfunktion kann der Arzt bzw. die Ärztin interessante Ausschnitte der Daten näher betrachten. Durch semantisches Zoomen werden auch Zusammenhänge sichtbar, die vorher durch Aggregation abstrahiert waren. Dynamische Filter erlauben es, irrelevante Elemente auszublenden und beispielsweise nur Röntgenaufnahmen des linken Fußes anzuzeigen. Weitergehende Details können direkt aus der Visualisierung abgefragt wer- Foto stock.xchng, Bearbeitung: Wolfgang Aigner 20

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