Strompreiskomponenten eines typischen Haushaltes in der Schweiz Jahr. Netz Energie Abgaben Stufe Endverteilung und MwSt.

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1 Strompreise 2015 Die Strompreise 2015 werden bis Ende August 2014 veröffentlicht. Einige Entwicklungen, die die Strompreise 2015 beeinflussen, sind bereits jetzt absehbar. Der Strompreis setzt sich zusammen aus den Komponenten: Netze Energie Abgaben Im Folgenden werden kurz die Strompreisentwicklung in den letzten 5 en beleuchtet und Entwicklungen, die den Strompreis 2015 beeinflussen, näher erörtert. 1. Strompreisentwicklung In der folgenden Abbildung sind die Gewichtung der Strompreiskomponenten und deren Entwicklung in den letzten en für einen typischen Schweizer Haushalt dargestellt (Abbildung 1): 25.0 Strompreiskomponenten % 14.2% 14.6% 15.2% 15.1% % 41.0% 42.5% 39.3% 42.9% % 44.8% 42.9% 41.9% 45.6% Netz Energie Abgaben Stufe Endverteilung und MwSt. Abbildung 1. Entwicklung des Strompreises nach Preiskomponenten für einen typischen 4- Personen-Haushalt von Hintere Bahnhofstrasse 10, Postfach, 5001 Aarau, Telefon , Fax ,

2 Rp./kWh 1.1 Netzpreise Die Netzpreise für einen typischen Haushalt betrugen 2010 durchschnittlich 9,9 Rp./kWh. Danach sanken sie bis 2013 stetig auf 8,8 Rp./kWh sind sie auf 9,7 Rp./kWh gestiegen, siehe Abbildung Strompreiskomponente «Netze» Abbildung 2. Entwicklung der Preiskomponente Netz für einen typischen 4-Personen-Haushalt von Energiepreise Die Energiepreise für einen typischen Haushalt stiegen von 2010 bis 2013 leicht an sanken sie auf durchschnittlich 8,33 Rp./kWh Strompreiskomponente «Energie» Abbildung 3. Entwicklung der Preiskomponente Energie für einen typischen 4-Personen-Haushalt von /5

3 1.3 Abgaben Die Kosten für KEV, Abgaben an das Gemeinwesen und Mehrwertsteuer lagen in den letzten fünf en zwischen 2,9 und 3,2 Rp./kWh, siehe Abbildung 4. Strompreiskomponente «Abgabe» KEV Abgaben ans Gemeinwesen MwSt. Abbildung 4. Entwicklung der Preiskomponente Abgaben für einen typischen 4-Personen-Haushalt von Strompreise Strompreiskomponente Netze Die Netzpreise werden 2015 voraussichtlich gleich bleiben. Gerichtsurteile führen einerseits zu einer höheren Bewertung des Übertragungsnetzes und in der Folge zu höheren Kosten bei Swissgrid, anderseits fällt der ebenfalls aufgrund von Bundesgerichtsurteilen nötig gewordenen Rückabwicklungszuschlag für Systemdienstleistungen an die Kraftwerksbetreiber weg, was sich letztlich wieder neutralisierend auf die Preise für das Übertragungsnetz niederschlägt Kosten für das Übertragungsnetz 2014 sind die Netztarife unter anderem gestiegen, da in den en aufgrund von Entscheiden der Elektrizitätskommission (ElCom) zu tiefe Netznutzungstarife verrechnet werden mussten. Dies führte zu einer Kostenunterdeckung bei den Übertragungsnetzeigentümern. Inzwischen haben die übergeordneten Instanzen die Entscheide der ElCom teilweise korrigiert. Aufgrund dieser Urteile können frühere Netzeigentümer Kostennachforderungen für die e vor der Netzübernahme durch Swissgrid in Rechnung stellen. Diese Forderungen fliessen ab 2015 in die Tarifkalkulation ein. 3/5

4 Zudem führen neueste Gerichtsurteile dazu, dass das Übertragungsnetz höher als bisher bewertet wird. Dies führt zu höheren Zinskosten und höheren Abschreibungen bei Swissgrid und somit zu steigenden Tarifen für das Übertragungsnetz. Der Anteil der Kosten für das Übertragungsnetz am gesamten Strompreis beträgt 7 Prozent Systemdienstleistungen Der allgemeine Systemdienstleistungstarif war 2014 infolge von Rückzahlungen, welche Swissgrid aufgrund eines Bundesgerichtsentscheides an Kraftwerksbetreiber leisten musste, mit 0,64 Rp./kWh sehr hoch. Diese Rückzahlungen können 2014 weitgehend abgeschlossen werden, weswegen sie den Tarif von 2015 nicht mehr wesentlich beeinflussen. Entsprechend sinkt der Systemdienstleistungstarif um 16 % auf 0,54 Rp./kWh. Dieser Wert liegt aber deutlich über jenem von 2013, welcher 0,31 Rp./kWh betrug. Dieser Unterschied ist auf höhere Beschaffungskosten für Systemdienstleistungen und auf eine Unterdeckung der Kosten für Systemdienstleistungen zurückzuführen. Mit dem in 2015 verhältnismässig immer noch hohen Systemleistungstarif soll ein Teil dieser Unterdeckung abgebaut werden. Zudem hat das Bundesverwaltungsgericht im letzten dem allgemeinen Systemdienstleistungstarif in verschiedenen Urteilen weitere Kostenkomponenten zugeschrieben WACC Der Kapitalzinssatz für Stromnetze (WACC) bleibt unverändert bei 4,7 % und trägt somit nicht zu einer Änderung der Netzkosten bei. 2.2 Strompreiskomponente Energie Bei der Preiskomponente Energie klaffen die Marktpreise und die Kosten für inländische Produktion auseinander. Auf Grund der zu beobachtenden fallenden Strommarktpreise nehmen die Kosten für den Einkauf von Strom tendenziell ab. Gleichzeitig steigen die Kosten für die inländische Produktion. Investitionen in neue Kraftwerke sowie Modernisierung und Instandhaltung sind deutlich teurer als vor ein paar zehnten. Daher ist davon auszugehen, dass die Energiepreise von EVU, welche einen grossen Anteil ihres Stroms an der Börse beschaffen, eher sinken. Andererseits werden die Energiepreise von EVU mit einem bedeutenden Strombezug aus eigenen inländischen Anlagen eher steigen. 2.3 Strompreiskomponente Abgaben Netzzuschlag Der Netzzuschlag beinhaltet die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) und die Gewässerschutzmassnahmen. Der Netzzuschlag wird 2015 von 0,6 Rp./kWh auf 1,1 Rp./kWh erhöht. Die massive Erhöhung um 83% ist unter anderem nötig, da seit dem 1. April 2014 kleine Photovoltaikanlagen mit Einmalvergütungen statt der kostendeckenden Einspeisevergütung gefördert werden. Die Mittel dafür müssen unmittelbar zur Verfügung stehen. Zwar war aufgrund der parlamentarischen Initiative bereits vor der letztjährigen Festlegung des Netzzuschlags absehbar, dass Einmalvergütungen für Photovoltaikanlagen bis zu 10 kw eingeführt würden und die dafür anfallenden Kosten wurden bei der letztjährigen Erhöhung des Netzzuschlags bereits berücksichtigt. Das Parlament hat aber beschlossen, das Recht auf Einmalvergütungen auf 4/5

5 Photovoltaikanlagen zwischen 10 bis 30 kw auszudehnen, sodass anstelle der ursprünglich eingeplanten 20 Millionen Franken mit mindestens 135 Millionen Franken für Einmalvergütungen im 2014 gerechnet werden muss. Um diese nicht eingeplanten Kosten zu decken, müssen 2015 deutlich mehr Mittel als 2014 zur Verfügung stehen, was die Erhöhung des Netzzuschlages auf 1,1 Rp./kWh erforderlich macht. Insgesamt sollen in den en 2014 und 2015 mehrere Tausend Einmalvergütungen ausbezahlt werden Kantonale und kommunale Abgaben Die kantonalen und kommunalen Abgaben sind sehr unterschiedlich, weshalb sich keine generelle Aussage zur ihrer Entwicklung machen lässt. VSE/Juli 2014/DT 5/5

Die Strompreise 2014 werden bis Ende August veröffentlicht. Einige Entwicklungen, die die Strompreise 2014 beeinflussen, sind bereits absehbar.

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