Arbeitsrecht in Göttingen

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1 Arbeitsrecht in Göttingen

2 Herausgeber: Stand: Juli 2007 Institut für Arbeitsrecht Prof. Dr. Rüdiger Krause Platz der Göttinger Sieben Göttingen

3 Inhaltsverzeichnis A. Das Fach Arbeitsrecht in der Praxis 2 B. Stellung des Fachs Arbeitsrecht in der Ausbildung 3 I. Arbeitsrecht im Rahmen der Pflichtfachprüfung 3 II. Arbeitsrecht im Schwerpunktbereich 3 III. Hinweis für Studierende anderer Fächer 4 C. Das Göttinger Institut für Arbeitsrecht 5 I. Geschichte des Instituts 5 II. Aktueller Stand/Bibliothek/Förderverein 6 III. Das Lehrangebot des Instituts für Arbeitsrecht 7 1. Grundzüge des Arbeitsrechts (Schwerpunkt: Individualarbeitsrecht) 7 2. Beteiligungsrechte des Betriebsrats 7 3. Vertragsgestaltung im Arbeitsrecht 7 4. Organisation der Mitbestimmung auf Betriebs-, Unternehmens- und Konzernebene 8 5. Koalitions-, Tarifvertrags- und Arbeitskampfrecht 8 6. Europarechtliche Aspekte des Arbeitsrechts 8 7. Streitschlichtung und -entscheidung im Arbeitsrecht 9 8. Sozialrecht 9 9. Seminare 9 IV. Direktoren des Instituts für Arbeitsrecht 10 V. Weitere Professoren und Lehrbeauftragte am Institut für Arbeitsrecht 14

4 A. Das Fach Arbeitsrecht in der Praxis Das Arbeitsrecht regelt die rechtlichen Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften sowie zwischen Arbeitgebern und Betriebsräten. Von den derzeit rund 39 Millionen erwerbstätigen Personen in Deutschland sind rund 34 Millionen Arbeitnehmer. Jährlich werden viele Millionen Arbeitsverträge geschlossen, geändert oder beendet. Über Tarifverträge wirken auf diese ein. Um die rechtliche Bewältigung der entstehenden Konflikte kümmert sich eine eigene Arbeitsgerichtsbarkeit, in der derzeit bundesweit rund Arbeitsrichter in drei Instanzen tätig sind. Angesichts all dessen ist die praktische Bedeutung des Arbeitsrechts kaum zu überschätzen. Es hat zur Aufgabe, die genannten Rechtsbeziehungen gerecht zu ordnen und soziale und wirtschaftliche Interessen in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Ein Hauptanliegen ist dabei der Schutz des Arbeitnehmers, der regelmäßig auf die Einkünfte aus dem Arbeitsverhältnis existenziell angewiesen ist und sich gegenüber dem Arbeitgeber im Allgemeinen in der schwächeren Verhandlungsposition befindet. Die Auswirkungen des Arbeitsrechts beschränken sich aber nicht auf die erwähnten Rechtsbeziehungen. Das Arbeitsrecht beeinflusst als Bestandteil der Wirtschaftsordnung auch die Wettbewerbssituation von Unternehmen sowie die Lage arbeitsuchender Personen. Das Arbeitsrecht ist infolgedessen häufig Gegenstand politischer Auseinandersetzungen. Arbeitgeberverbände wie Gewerkschaften wirken auf diese Diskussionen ein und sind damit über ihre eigentliche Aufgabe, die Vereinbarung von Tarifverträgen zur Ordnung des Arbeitslebens, hinausgewachsen und zu wichtigen Gestaltungsfaktoren der gesellschaftlichen Entwicklung geworden. Bereits diese kurze Schilderung zeigt, dass das Arbeitsrecht ein besonders dynamisches Rechtsgebiet ist. Entsprechend vielfältig sind die beruflichen Möglichkeiten für Juristen mit arbeitsrechtlichem Schwerpunkt. Zu nennen sind zunächst die klassischen Berufe eines Richters in der Arbeitsgerichtsbarkeit oder eines Anwalts mit arbeitsrechtlichem Schwerpunkt. Hervorzuheben ist für die anwaltliche Tätigkeit die Möglichkeit einer Qualifikation als Fachanwalt für Arbeitsrecht, von denen es derzeit ca gibt. Darüber hinaus sind vor allem Tätigkeiten in Rechts- und Personalabteilungen von Unternehmen, in Arbeitgeberverbänden oder Gewerkschaften sowie in der Verwaltung denkbar. 2

5 B. Stellung des Fachs Arbeitsrecht in der Ausbildung I. Arbeitsrecht im Rahmen der Pflichtfachprüfung Im Ersten Juristischen Examen gehören Grundzüge des Arbeitsrechts bereits zum Prüfungsstoff für die Pflichtfachprüfung im Bürgerlichen Recht (vgl. 16 Abs. 1 Nr. 2 c Niedersächsische Justizausbildungsverordnung [NJAVO]). Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt dabei im Individualarbeitsrecht einschließlich seiner wichtigsten Bezüge zum Betriebsverfassungsrecht. Der entsprechende Prüfungsstoff wird durch die Vorlesung Grundzüge des Arbeitsrechts (Schwerpunkt: Individualarbeitsrecht) in vier Semesterwochenstunden vermittelt. II. Arbeitsrecht im Schwerpunktbereich Eine Vertiefung der Kenntnisse im Arbeitsrecht ermöglicht die Belegung des Schwerpunktbereichs 2: Wirtschafts- und Arbeitsrecht. Das Schwerpunktbereichsstudium umfasst dabei mindestens sechzehn Semesterwochenstunden ( 4 a Abs. 1 S. 2 Niedersächsisches Justizausbildungsgesetz [NJAG], 3 Abs. 2 Schwerpunktbereichsprüfungsordnung [SchPrO]). Die Ausbildung im Schwerpunktbereich gliedert sich ihrerseits in einen Pflicht- und einen Wahlbereich. Das Arbeitsrecht ist neben dem privaten und dem öffentlichen Wirtschaftsrecht die dritte Säule des Schwerpunktbereichs und als solche einer der drei Wahlbereiche. Jeder Studierende des Schwerpunktbereichs muss zwei Klausuren aus dem Pflichtbereich und zwei Klausuren aus dem Wahlbereich des Schwerpunktbereichs bestehen ( 19 Abs. 1, 20 Abs. 2 SchPrO). Die Klausuren sind zu jeweils 17 v. H. Bestandteil der Gesamtnote für den Schwerpunktbereich ( 19 Abs. 1 S. 2 SchPrO), die ihrerseits mit 30 v. H. in die Gesamtexamensnote eingeht. Sie haben eine Dauer von jeweils zwei Stunden und werden in den ersten beiden Wochen nach dem Ende der Vorlesungszeit geschrieben. Die Entscheidung für den Wahlbereich des Schwerpunktbereichs muss der Studierende spätestens mit der Anmeldung zur ersten Klausur aus dem Wahlbereich treffen ( 20 Abs. 2 S. 2 SchPrO), doch empfiehlt es sich bereits bei der Teilnahme an den Pflichtmodulen, einen der Wahlbereiche in den Blick zu nehmen. 3

6 Als arbeitsrechtliches Pflichtmodul wird die Vorlesung Beteiligungsrechte des Betriebsrats mit zwei Semesterwochenstunden angeboten. Die im Studienplan als Teil des Pflichtmoduls weiter vorgesehene Vorlesung Vertragsgestaltung im Arbeitsrecht mit Semesterwochenstunden findet aufgrund von Kapazitätsengpässen derzeit nicht statt und wird voraussichtlich durch die (dann zum Wahlbereich gehörende) Veranstaltung Das Mandat im Arbeitsrecht ersetzt. Im Wahlbereich Arbeitsrecht stehen die Vorlesungen Organisation der Mitbestimmung auf Betriebs-, Unternehmens- und Konzernebene, Koalitions-, Tarifvertrags- und Arbeitskampfrecht und (bei entsprechender Kapazität) Europarechtliche Aspekte des Arbeitsrechts mit jeweils zwei Semesterwochenstunden zur Auswahl. Abgerundet wird die Vertiefung des Arbeitsrechts durch die Veranstaltungen Streitschlichtung und Streitentscheidung im Arbeitsrecht sowie Sozialrecht, das im Rahmen der Schwerpunktbereichsausbildung dem Wahlbereich Arbeitsrecht zugeordnet ist und in vielfältiger Weise auf dieses einwirkt. Darüber hinaus werden arbeitsrechtliche Seminare mit zwei Semesterwochenstunden angeboten, in deren Rahmen die in den 19 Abs. 1 S. 1, 22 SchPrO vorgesehene Studienarbeit angefertigt werden kann. Die Studienarbeit ist zu 32 v. H. Bestandteil der Gesamtnote für den Schwerpunktbereich ( 19 Abs. 1 S. 2 SchPrO). III. Hinweis für Studierende anderer Fächer Der Besuch arbeitsrechtlicher Veranstaltungen kann auch für Studierende anderer Fächer, insbesondere der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Bestandteil des Studiums sein. Diese Studierenden nehmen an denselben Veranstaltungen wie Studierende der Rechtswissenschaft teil und müssen grundsätzlich dieselben Klausurleistungen erbringen. Studierende der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und anderer Fächer sollten sich bei ihrem jeweiligen Prüfungsamt genau über die Modalitäten einer Teilnahme an arbeitsrechtlichen Veranstaltungen informieren. 4

7 C. Das Göttinger Institut für Arbeitsrecht I. Geschichte des Instituts Das Institut für Arbeitsrecht der Juristischen Fakultät der Georg-August- Universität wurde bereits 1959 als selbstständige wissenschaftliche Einrichtung gegründet. Erster Direktor war Professor Dr. Dres. h. c. Franz Gamillscheg, der dem Institut alsbald seine internationale Prägung und Ausstrahlung gab wurde dem Institut die selbständige Abteilung Sozialrecht unter der Geschäftsführung von Professor Dr. Hansjörg Otto zugeordnet, die im Zuge der Neuorganisation der Universität 1982 in das Institut eingegliedert wurde. Nach der Emeritierung von Professor Dr. Dres. h. c. Gamillscheg wurde Professor Dr. Abbo Junker 1993 Mitdirektor des Instituts. Professor Dr. Junker wechselte zum Wintersemester 2006/2007 nach München. Professor Dr. Hansjörg Otto wurde zum Sommersemester 2006 emeritiert. Sein Nachfolger als Direktor des Instituts und Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht und Arbeitsrecht ist seit dem Wintersemester 2006/2007 Professor Dr. Rüdiger Krause. Die organisatorische Selbständigkeit des Instituts erleichtert nicht nur die Aufnahme und Pflege von Beziehungen zu inländischen Verbänden und sonstigen Institutionen, sondern vor allem auch zu ausländischen Forschungseinrichtungen und Wissenschaftlern. Dabei versteht sich das Institut als eine von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften unabhängige wissenschaftliche Forschungseinrichtung. Zu den auswärtigen Gästen des Instituts zählten in den letzten Jahrzehnten Prof. Dr. Manuel Alonso Olea (Spanien), Prof. Dr. Hector- Hugo Barbagelata (Argentinien), Prof. Dr. Roger Blanpain (Belgien), Prof. Dr. Hans Floretta (Österreich) Prof. Dr. Gino Giugni (Italien), Prof. Dr. Bob Hepple (Großbritannien), Prof. Dr. Peter Herzog (USA), Prof. Dr. Masahiko Iwamura (Japan), Prof. Dr. Otto Kahn-Freund (Großbritannien), Prof. Dr. Theo Mayer-Maly (Österreich); Prof. Dr. Max Rood (Niederlande), Prof. Dr. Dr. h. c. Waclaw Szubert (Polen), Prof. Dr. Tore Sigeman (Schweden), Prof. Dr. Jean Christoph Sonnekus (Südafrika) und Prof. Dr. Johannes Schregle (ILO, Genf) wurde zu Ehren des 70. Geburtstags von Professor Dr. Dres. h. c. Gamillscheg das Symposion Tarifautonomie in Europa mit Referaten von Dr. h. c. Schaub (BAG), Prof. Dr. Rolf Birk (Trier) und Prof. Dr. Theodor Tomandl (Wien) veranstaltet. 5

8 II. Aktueller Stand/Bibliothek/Förderverein Dem Institut für Arbeitsrecht sind zwei Professorenstellen zugeordnet, von denen eine derzeit vakant ist. Das Institut erfüllt die Aufgaben der Ausbildung und Forschung auf dem Gebiet des deutschen individuellen und kollektiven Arbeitsrechts und widmet sich darüber hinaus als besondere Tätigkeitsschwerpunkte der Pflege des ausländischen und internationalen Arbeitsrechts sowie des europäischen Arbeitsrechts. Die institutseigene Spezialbibliothek umfasst gegenwärtig rund Bände und stellt damit eine der bedeutendsten Sammlungen arbeitsrechtlicher Literatur in Deutschland dar. Ein besonderes Merkmal der Bibliothek ist dabei der hohe Stellenwert rechtsvergleichender und ausländischer arbeitsrechtlicher Literatur. Die auch in der Rechtswissenschaft zunehmende Europäisierung und Internationalisierung kann dadurch in der Ausbildung wie in der Forschung angemessen berücksichtigt werden. Die Institutsbibliothek steht nicht nur den Mitarbeitern des Instituts, sondern auch Doktoranden, Studierenden und Gästen zur Verfügung. Unterstützt wird das Institut für Arbeitsrecht insbesondere in der Anschaffung von Literatur von einem 1990 auf Initiative von Professor Dr. Dres. h. c. Gamillscheg und Professor Dr. Dr. h. c. Molitor gegründeten Förderverein (Verein zur Förderung der Arbeitsrechtsvergleichung und des internationalen Arbeitsrechts e. V. [weitere Informationen im Internet unter der URL dessen derzeitiger Vorsitzender Professor em. Dr. Otto ist. 6

9 III. Das Lehrangebot des Instituts für Arbeitsrecht 1. Grundzüge des Arbeitsrechts (Schwerpunkt: Individualarbeitsrecht) Die Vorlesung Grundzüge des Arbeitsrechts (Schwerpunkt: Individualarbeitsrecht) vermittelt das in der Ersten Juristischen Prüfung für jeden Studierenden der Rechtswissenschaft notwendige Wissen. Sie wendet sich dementsprechend vorwiegend an Studierende der Rechtswissenschaft ab dem vierten Fachsemester, aber auch an Studierende der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, die im Rahmen ihrer Ausbildung die Grundlagen des Arbeitsrechts erlernen wollen. Den Schwerpunkt der momentan vier Semesterwochenstunden (künftig Absenkung auf zwei Semesterwochenstunden) umfassenden Vorlesung bildet das Individualarbeitsrecht einschließlich seiner Bezüge zum kollektiven Arbeitsrecht. So wird auf Grundlagen, historische Entwicklung und Rechtsquellen des Arbeitsrechts ebenso eingegangen wie auf die Begründung, den Vollzug und die Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Der Besuch der Vorlesung ist grundsätzlich Voraussetzung für eine Teilnahme an den Veranstaltungen im Schwerpunktbereich. 2. Beteiligungsrechte des Betriebsrats Die Vorlesung Beteiligungsrechte des Betriebsrats ist eine Veranstaltung im Pflichtbereich des Schwerpunktbereichs Wirtschaftsund Arbeitsrecht. Sie behandelt in zwei Semesterwochenstunden den Allgemeinen Teil der Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats (Stufen und Ausübung der Beteiligungsrechte, Betriebsvereinbarung und Regelungsabrede, Wirksamkeit und Inhalt der Betriebsvereinbarung) sowie die Beteiligungsrechte in sozialen, personalen und wirtschaftlichen Angelegenheiten. 3. Vertragsgestaltung im Arbeitsrecht Die im Studienplan als Teil des Pflichtmoduls weiter vorgesehene Vorlesung Vertragsgestaltung im Arbeitsrecht mit zwei Semesterwochenstunden findet aufgrund von Kapazitätsengpässen derzeit nicht statt und wird voraussichtlich durch die (dann zum Wahlbereich gehörende) Veranstaltung Das Mandat im Arbeitsrecht ersetzt. 7

10 4. Organisation der Mitbestimmung auf Betriebs-, Unternehmensund Konzernebene Die Vorlesung Organisation der Mitbestimmung auf Betriebs-, Unternehmens- und Konzernebene vervollständigt die Ausbildung im Recht der Mitbestimmung. Eine vorherige Teilnahme an der Vorlesung Beteiligungsrechte des Betriebsrats ist daher wünschenswert, aber nicht zwingend. Behandelt werden in der auf zwei Semesterwochenstunden angelegten Vorlesung der Geltungsbereich des BetrVG, die Wahl und die Rechtsstellung des Betriebsrats, Gesamtbetriebsrats und Konzernbetriebsrats sowie des mitbestimmten Aufsichtsrats. 5. Koalitions-, Tarifvertrags- und Arbeitskampfrecht Die Vorlesung Koalitions-, Tarifvertrags- und Arbeitskampfrecht behandelt in zwei Semesterwochenstunden das Recht der Arbeitgeberund Arbeitnehmervereinigungen, insbesondere die Begriffsmerkmale der Koalition, den Inhalt der Koalitionsfreiheit, die Struktur von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, Inhalt und Parteien des Tarifvertrages, Wirkung, Bindung und Geltung des Tarifvertrages sowie die Grundzüge des Arbeitskampfrechts. Aufgrund der starken Bezüge zum Verfassungsrecht sind verfassungsrechtliche Grundkenntnisse für den erfolgreichen Besuch der Veranstaltung wünschenswert. 6. Europarechtliche Aspekte des Arbeitsrechts Die (bei entsprechender Kapazität) angebotene Vorlesung Europarechtliche Aspekte des Arbeitsrechts befasst sich in zwei Semesterwochenstunden mit dem primären und sekundären Recht der Europäischen Gemeinschaft im Bereich des Arbeitsrechts. Eingegangen wird insbesondere auf die Bedeutung europäischer Richtlinien und der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes auf das nationale Arbeitsrecht. Europarechtliche Grundkenntnisse und solide Kenntnisse im Arbeitsrecht sind für eine erfolgreiche Teilnahme an der Vorlesung grundsätzlich erforderlich; die Veranstaltung wendet sich daher vorwiegend an Studierende des Schwerpunktbereichs, die sich bereits in einem höheren Fachsemester befinden. 8

11 7. Streitschlichtung und -entscheidung im Arbeitsrecht Die Veranstaltung Streitschlichtung und -entscheidung im Arbeitsrecht wird von Richter am Bundesarbeitsgericht Dr. Ulrich Koch jeweils im Sommersemester durchgeführt und behandelt das arbeitsgerichtliche Verfahren sowie das Verfahren der betriebsverfassungsrechtlichen Einigungsstelle. Bestandteil der Veranstaltung ist regelmäßig ein Besuch des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt. Die Teilnehmer nehmen dort an einer Sitzung teil, deren Verfahrensgegenstand zuvor analysiert und besprochen wird. Für Studierende des Schwerpunktbereichs wird eine Semesterabschlussklausur angeboten. 8. Sozialrecht Die Vorlesung Sozialrecht wird von VRiBSG Dr. Ulrich Steinwedel gehalten und beschäftigt sich in zwei Semesterwochenstunden mit den Grundzügen des Systems der sozialen Sicherung in Deutschland. Das Schwergewicht liegt auf den typischen Rechtsproblemen der fünf Zweige der Sozialversicherung mit ihren Bezügen zum Arbeits- und Wirtschaftsrecht. Die Vorlesung gehört zum Wahlmodul Arbeitsrecht innerhalb des Schwerpunktbereichs Wirtschafts- und Arbeitsrecht. Es wird eine Semesterabschlussklausur angeboten, die als Klausur zum Wahlbereich Arbeitsrecht zählt. 9. Seminare Im Rahmen der arbeitsrechtlichen Seminare kann die Studienarbeit für die Schwerpunktbereichsprüfung angefertigt werden (vgl. 19, 22 SchPrO). Die Studierenden erhalten jeweils ein Thema zur selbständigen vierwöchigen Bearbeitung. Die Ergebnisse der Studienarbeit sind in einem mündlichen Vortrag zu präsentieren, der Eingang in die Bewertung der Studienarbeit findet. Die Seminare stehen teilweise unter einem übergreifenden Thema, dessen verschiedene Aspekte sich in den einzelnen, den Studierenden zugeteilten Aufgaben widerspiegeln. 9

12 IV. Direktoren des Instituts für Arbeitsrecht Professor em. Dr. Dres. h. c. Franz Gamillscheg Beruflicher Werdegang: Geboren 1924 in Hall (Tirol); Studium der Volkswirtschaft 1941 in Berlin, Studium der Rechtswissenschaft in Tübingen, dazwischen Kriegsdienst und Gefangenschaft; 1950 Erste juristische Staatsprüfung; 1951 Stipendiat in Paris; Rechtsreferendar; 1953 Promotion; 1954 Zweite juristische Staatsprüfung; Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für internationales und ausländisches Privatrecht in Tübingen und Hamburg; 1956 Habilitation, Verleihung der venia legendi für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Internationales Privatrecht; Professor für diese Fächer in Göttingen, maßgeblicher Anteil am Aufbau des Instituts für Arbeitsrecht in Göttingen; Direktor des Instituts, ab 1982 im Jahreswechsel mit Professor Dr. Otto; 1982 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Uppsala; 1993 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Madrid; Mitglied der Arbeitsgesetzbuchkommission; Mitglied des Vorstandes der Arbeitsgerichtsverbandes, seit 1990 dessen Ehrenmitglied; Vertreter Deutschlands im Verwaltungsrat der Internationalen Gesellschaft für Arbeits- und Sozialrecht mit Sitz in Genf, seit 1984 dessen Ehrenpräsident, dessen aktiver Präsident; 1992 Emeritierung. Wichtigste Veröffentlichungen: Der Einfluß Dumoulins auf die Entwicklung des Kollisionsrechts (1955, zugl. Diss. 1953); Internationales Arbeitsrecht (1959, zugl. Habil. 1956); Die Grundrechte im Arbeitsrecht (AcP 164 [1964], 385 ff.); Die Differenzierung nach der Gewerkschaftszugehörigkeit (1966); Kommentierung des Internationalen Eherechts und Internationalen Verfahrensrechts in Ehesachen, in: Staudinger, Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch (10./11. Auflage 1973); Die Haftung des Arbeitnehmers (2. Auflage 1974, zusammen mit Peter Hanau); Zivilrechtliche Denkformen und die Entwicklung des Individualarbeitsrecht (AcP 176 [1976], 197 ff.); PdW Arbeitsrecht (zuerst 1967 einbändig, in 6./7. Auflage 1984/1987 als umfassende zweibändige Darstellung des Arbeitsrechts); Die Grundrechte im Arbeitsrecht (1989); Kollektives Arbeitsrecht I (1997); Arbeitsrecht I, Arbeitsvertrags- und Arbeitsschutzrecht, 8. Auflage 2000, mit Nachtrag 2001; Ausgewählte Schriften zu Arbeitsrecht und Rechtsvergleichung (2006). Kontakt: Institut für Arbeitsrecht, Platz der Göttinger Sieben 5, Göttingen, Raum

13 Professor em. Dr. Hansjörg Otto Beruflicher Werdegang: Geboren 1938 in Oldenburg (Oldenburg); Studium der Rechtswissenschaft in Tübingen und Hamburg; 1962 Erste juristische Staatsprüfung; Rechtsreferendar in Hamburg; 1967 Große juristische Staatsprüfung; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Arbeitsrecht in Hamburg; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Zivilprozess- und Konkursrecht; Assistent von Professor Dr. Dr. h. c. Bötticher in Hamburg; 1970 Promotion; Assistent von Professor Dr. Zeuner, zugleich Lehrtätigkeit am Institut für Berufsfortbildung der Versicherungswirtschaft e. V. in Hamburg; 1977 Habilitation, Verleihung der venia legendi für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht und Arbeitsrecht; nach einer Lehrstuhlvertretung im Sommersemester 1977 in Göttingen und einer einjährigen Tätigkeit als Wissenschaftlicher Rat und Professor in Bonn Professor für Bürgerliches Recht und Arbeitsrecht in Göttingen; im Jahreswechsel zunächst mit Professor Dr. Dres. h. c. Gamillscheg und später mit Professor Dr. Junker Direktor des Instituts für Arbeitsrecht in Göttingen; Dekan der Juristischen Fakultät; Mitglied des Senats der Universität Göttingen; seit 2000 Vorsitzender der Göttinger Rechtswissenschaftlichen Gesellschaft; 2006 Emeritierung. Wichtigste Veröffentlichungen: Die Präklusion. Ein Beitrag zum Prozeßrecht (1970, zugl. Diss.); Personale Freiheit und soziale Bindung (1978, zugl. Habil. 1977); Kommentierung der BGB a.f., in: Staudinger, Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, 1978, 1995 und 2001; Die Haftung des Arbeitnehmers (3. Auflage 1998, zusammen mit Roland Schwarze unter Mitwirkung von Rüdiger Krause); Arbeitsrecht (3. Auflage 2003); Kommentierung der und BGB, in: Staudinger, Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch (Neubearbeitung 2004); Arbeitskampf- und Schlichtungsrecht (2006, vorherige Bearbeitungen erschienen 1993 und 2000 als Teil des Münchener Handbuchs zum Arbeitsrecht). Kontakt: Institut für Arbeitsrecht, Platz der Göttinger Sieben 5, Göttingen, Raum

14 Professor Dr. Abbo Junker Beruflicher Werdegang: Geboren 1957 in Wetter an der Ruhr. Studium der Rechtswissenschaft und der Betriebswirtschaftslehre in Münster und Genf; 1981 Erstes Juristisches Staatsexamen; Universitätsassistent an der Faculté de droit der Universität Genf; Promotionsstipendiat in Genf und Washington D.C.; 1984 Gastwissenschaftler am Max-Planck-Institut für Privatrecht, Hamburg; Referendariat in Hamburg mit Stationen in Berlin und Paris; 1987 Promotion; Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Münster; 1992 Habilitation, Verleihung der venia legendi für Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht und Internationales Privatrecht; Professor für Bürgerliches Recht und Arbeitsrecht in Göttingen sowie im Jahreswechsel mit Professor Dr. Otto Direktor des Instituts für Arbeitsrecht; Dekan der Juristischen Fakultät; Seit September 2006 Professor für (Internationales) Arbeitsrecht, Arbeitsrechtsvergleichung und Bürgerliches Recht an der Ludwig- Maximilians-Universität München und Direktor des Zentrums für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht (ZAAR). Wichtigste Veröffentlichungen: Discovery im deutsch-amerikanischen Rechtsverkehr (1987, zugl. Diss.); Internationales Arbeitsrecht im Konzern (1992, zugl. Habil.); Internationales Privatrecht (1998); Computerrecht (3. Auflage 2003, zusammen mit Martina Benecke); Fälle zum Arbeitsrecht (2005); Grundkurs Arbeitsrecht (6. Auflage 2007); Vertragsgestaltung (2. Auflage 2007, zusammen mit Sudabeh Kamanabrou); Arbeitsrecht zwischen Markt und gesellschaftspolitischen Herausforderungen, Gutachten B zum 65. Deutschen Juristentag Bonn 2004; Kommentierung der Artikel EGBGB (Außervertragliche Schuldverhältnisse), in: Münchener Kommentar zum BGB, Bd. 10 (4. Auflage 2006); Rechtsvergleichung als Grundlagenfach (JZ 1994, 921); Individualwille, Kollektivgewalt und Staatsintervention im Arbeitsrecht (NZA 1997, 1305); Die IPR-Reform von 1999 (RIW 2000, 241); Betriebsverfassung im europäischen Vergleich (ZfA 2001, 225); Europäische Aktiengesellschaft und deutsche Mitbestimmung (ZfA 2005, 1). Kontakt: ZAAR - Zentrum für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht, Infanteriestr. 8, München. 12

15 Professor Dr. Rüdiger Krause Beruflicher Werdegang: Geboren 1961 in Faßberg bei Celle; Studium der Rechtswissenschaft in Berlin und Göttingen; 1987 Erstes juristisches Staatsexamen; Rechtsreferendar im Bezirk des OLG Celle; 1990 Zweites juristisches Staatsexamen; Tätigkeit am Institut für Arbeitsrecht (Lehrstuhl Professor Dr. Otto): Wissenschaftlicher Mitarbeiter; Akademischer Rat auf Zeit; 1994 Promotion; Wissenschaftlicher Assistent; 2001 Habilitation, Verleihung der venia legendi für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Arbeitsrecht sowie Handels- und Wirtschaftsrecht; 2001 Oberassistent; nach Lehrstuhlvertretungen in Regensburg und Gießen 2003 bis 2006 Professur an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- Nürnberg; seit 2006 Professur für Bürgerliches Recht und Arbeitsrecht in Göttingen, derzeit Direktor des Instituts für Arbeitsrecht in Göttingen. Wichtigste Veröffentlichungen: Rechtskrafterstreckung im kollektiven Arbeitsrecht (1994, zugl. Diss.); AR-Blattei, SD "Arbeitsvertrag - Arbeitsverhältnis II A, Inhalt des Arbeitsverhältnisses" (1997); AR-Blattei, SD "Arbeitsvertrag - Arbeitsverhältnis II B, Inhalt des Arbeitsverhältnisses", (1997); Mitarbeit in Unternehmen Tätigkeitsverhältnisse im Spannungsfeld von Gesellschafts-, Dienstvertrags- und Arbeitsrecht (2001, zugl. Habil.); Arbeitsrecht (2005); Kommentierung der 823 (Verkehrspflichten und Produkthaftung), , , BGB und des Produkthaftungsgesetzes, in: Soergel, Bürgerliches Gesetzbuch, Band 12 (13. Auflage 2005); Kommentierung der a BGB, in: Henssler/Willemsen/Kalb, Arbeitsrecht Kommentar (2. Auflage 2006); PdW Arbeitsrecht I: Individualarbeitsrecht (2007); Standortverlagerung und Arbeitsrecht (2007); Tarifvertragsrecht (2007, zusammen mit Matthias Jacobs und Hartmut Oetker). Kontakt: Institut für Arbeitsrecht, Platz der Göttinger Sieben 5, Göttingen, Raum Sekretariat: Frau Annelie Kessler, Raum 2215, Tel.: 0551/397246, 13

16 V. Weitere Professoren und Lehrbeauftragte am Institut für Arbeitsrecht Professor Dr. Thomas Dieterich, Präsident des BAG a. D. Beruflicher Werdegang: Geboren 1934 in Hirschberg/Riesengebirge; Studium der Rechtswissenschaft in Göttingen und Heidelberg; 1958 Erstes juristisches Staatsexamen; 1962 Promotion; 1963 Große juristische Staatsprüfung; Richter in der Arbeitsgerichtsbarkeit des Landes Baden-Württemberg, zuletzt als Direktor des Landesarbeitsgerichts Stuttgart; Abordnung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesarbeitsgericht; 1972 Ernennung zum Richter am Bundesarbeitsgericht; Vorsitzender des Dritten Senats des Bundesarbeitsgerichts; seit 1982 Honorarprofessor an der Gesamthochschule Kassel; seit 1986 Honorarprofessor an der Georg-August-Universität Göttingen; 1987 Ernennung zum Richter des Bundesverfassungsgerichts; 1994 Rückkehr zum Bundesarbeitsgericht und Ernennung zu dessen Präsidenten, zugleich Vorsitzender des Ersten Senats des Bundesarbeitsgerichts; 1999 Eintritt in den Ruhestand. Wichtigste Veröffentlichungen: Die betrieblichen Normen nach dem Tarifvertragsgesetz vom (1962, zugl. Diss.); Mitherausgeber der Arbeitsrecht-Blattei (seit 1992); Grundgesetz und Privatautonomie im Arbeitsrecht (1995); Mitherausgeber des Erfurter Kommentars zum Arbeitsrecht (seit 1. Auflage 1998; zuletzt 7. Auflage 2007); Befristete Arbeitsverhältnisse in Wissenschaft und Forschung (2001, zusammen mit Ulrich Preis); Tarifautonomie und Gesetzgebung (2003). Kontakt: Institut für Arbeitsrecht, Platz der Göttinger Sieben 5, Göttingen. 14

17 RiBAG Dr. Ulrich Koch Beruflicher Werdegang: Geboren 1959 in Pähl/Obb.; Studium der Rechtswissenschaft in Göttingen; 1985 Erstes juristisches Staatsexamen; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeitsrecht (Lehrstuhl Professor Dr. Dres. h. c. Gamillscheg); Rechtsreferendar im Bezirk des OLG Celle; 1988 Zweites juristisches Staatsexamen; 1990 Promotion; 1990 Ernennung zum Regierungsrat z. A. beim Senat der Freien und Hansestadt Hamburg; 1991 Ernennung zum Richter in der Arbeitsgerichtsbarkeit des Landes Schleswig-Holstein; Abordnung an das Arbeitsgericht Neustrelitz nach Mecklenburg-Vorpommern; Abordnung als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an das BAG; seit 1993 Lehrbeauftragter an der Universität Göttingen; 1994 Versetzung in den Landesdienst von Mecklenburg- Vorpommern und Ernennung zum Direktor des Arbeitsgerichts Stralsund; Abordnung in das Justizministerium Mecklenburg- Vorpommerns in Schwerin; 2001 Ernennung zum Vizepräsidenten des LAG Mecklenburg-Vorpommern; Abordnung in das Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin; 2005 Ernennung zum Richter am BAG. Wichtigste Veröffentlichungen: Die Abmahnung eines Betriebsratsmitgliedes wegen Amtspflichtverletzung (1991, zugl. Diss. 1990); Mitautor: Münchener Prozessformularbuch, Band 5, Arbeitsrecht (1999); Die betriebsbedingte Kündigung (2000); Großkommentar zum Kündigungsrecht (2. Auflage 2004); Arbeitsgerichtsverfahren (2. Auflage 2005); Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht (7. Auflage 2007); Arbeitsrechts-Handbuch (12. Auflage 2007). Kontakt: Institut für Arbeitsrecht, Platz der Göttinger Sieben 5, Göttingen. 15

18 Professor Dr. Dr. h. c. Karl Molitor Beruflicher Werdegang: Geboren 1928 in Leipzig; nach Kriegsdienst und Gefangenschaft Studium der Rechtswissenschaft in Mainz; 1949 Erstes juristisches Staatsexamen; 1950 Promotion; 1952 Große juristische Staatsprüfung; 1952 Aufnahme einer Tätigkeit beim Arbeitsring Chemie (späterer Bundesarbeitgeberverband Chemie e. V.); dessen Hauptgeschäftsführer; Mitglied der Arbeitsgesetzbuchkommission; 1992 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Juristischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen; Mitglied der Mitbestimmungskommission der Bertelsmann-Stiftung und Hans-Böckler-Stiftung; 1996 Honorarprofessor an der Georg-August- Universität Göttingen; Jury-Vorsitzender des BioRegio- und des Bioprofile-Wettbewerbs des Bundesforschungsministeriums. Wichtigste Veröffentlichungen: Die Straftheorie der Spezialprävention (1950, zugl. Diss.); Rückblick und Ausblick Veröffentlichungen des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie vom ; Verantwortlicher Mitverfasser folgender Auslandsberichte: Sozialpolitik in Japan (1971); Sozialpolitische Entwicklungen in den USA (1974); Sozialpolitik in Brasilien und Peru (1976); Sozialpolitik in Südafrika (1981); Fortschritte der Sozialpolitik in Japan (1985); Sozialpolitische Entwicklungen in Brasilien und Argentinien (1988); Sozialpolitische Entwicklungen in Südostasien (1992). Kontakt: Institut für Arbeitsrecht, Platz der Göttinger Sieben 5, Göttingen. 16

19 VRiBSG Dr. Ulrich Steinwedel Beruflicher Werdegang: Geboren 1949 in Heidelberg; Studium der Rechtswissenschaft in Göttingen und Regensburg; 1974 Erstes juristisches Staatsexamen; Rechtsreferendar in Braunschweig; 1976 Promotion; 1977 Zweites juristisches Staatsexamen; 1978 Richter in der niedersächsischen Sozialgerichtsbarkeit (Celle, Stade); 1979 Sachgebietsleiter am Versorgungsamt Würzburg; Richter am Sozialgericht Würzburg; Abordnung an das Bundessozialgericht als wissenschaftlicher Mitarbeiter; Richter am Sozialgericht Augsburg; Richter am Bayerischen Landessozialgericht; ab 1991 Richter am Bundessozialgericht; ab 1996 auch Pressereferent des Bundessozialgerichts; seit 2004 Vorsitzender des 13. Senats des Bundessozialgerichts und stv. Pressereferent. Wichtigste Veröffentlichungen: Spezifisches Verfassungsrecht und einfaches Recht Der Prüfungsumfang des Bundesverfassungsgerichts bei Verfassungsbeschwerden gegen Gerichtsentscheidungen (1976, zugl. Diss.); Sozialrechtliche Grundsätze der Teilzeitarbeit, in: Gemeinschaftskommentar zum Teilzeitarbeitsrecht (1987); Kommentierung der 39 bis 51 SGB X, in: Kasseler Kommentar Sozialversicherungsrecht (Loseblatt, aktueller Stand: 5/2006). Kontakt: Institut für Arbeitsrecht, Platz der Göttinger Sieben 5, Göttingen. 17

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