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1 Jan P. Heußner INFORMATION GATHERING SAMMLUNG VON INFORMATIONEN Port Scanning, OS Fingerprinting, Banner Grabbing, Google Hacking

2 Inhalt 2 1. Definition 2. Motivation 3. Arten 1. Social Engineering 2. Client / Server Port Scanning Banner Grabbing OS Fingerprinting Google Hacking 4. Demonstration 1. nmap 2. Google Hacking / SiteDigger 5. Fazit

3 1. Definition 3 Allgemein n Sammlung von Informationen über ein bestimmtes Thema n Sammlung personenbezogener Daten (z.b. Google, Facebook) n Sammlung von Informationen für einen Bericht n... Netzwerksicherheit n Sammlung von Informationen über die Infrastruktur eines Netzes (z.b. IP, Betriebssystem, verwendete Ports, Dienste und deren Versionen, Webserver: verwendetes CMS, Provider, Domaininhaber...) n Größtenteils noch legal n Möglichst unauffällig n Je mehr Informationen desto besser

4 2. Motivation 4 Überprüfung des eigenen Netzes auf Sicherheit n Um eine größere Sicherheit zu erreichen Untersuchung eines fremden Rechners/Netzes auf Schwachstellen n Um den Zugriff auf ein System zu erhalten n Spionage n Persönlicher Erfolg n Kriminelle Hintergründe wie z.b. Zerstörungsdrang oder Missbrauch als Fileserver n Aufzeigen von Sicherheitslücken

5 3. Arten des Information Gathering 5 1. Social Engineering (Soziales Scannen) Arten Personeninformationen (c t 1/2011 Datenschutz-Fallrückzieher) (z.b. über Yasni, facebook, picasa, google..) Dumpster Diving (Durchwühlen des Mülls) Konventionelle Medien (Zeitung, Fernsehen etc.) Spätere Angriffsmöglichkeiten Spear-Phishing (An Opfer angepasst) Tarnung z.b. als Servicetechniker (Anruf) Erpressung (private Urlaubsbilder o. Ä.) Schwer zu schützen Zum Teil wesentlich effizienter als technische Ansätze

6 3. Arten des Information Gathering 6 2. Server / Client Port Scanning Banner Grabbing OS Fingerprinting Google Hacking...

7 3. Arten des Information Gathering 7 Port Scanning Prüfung von offenen/geschlossenen TCP/UDP Ports Verfahren n TCP connect() Scan n TCP SYN Scan n TCP FIN/Xmas/Null Scan n TCP Idlescan n UDP Scan n FTP-Bounce Scan n

8 Port Scanning 8 TCP (Transmission Control Protocol) Verbindungsorientiert Grundlage des Internet Drei-Wege-Handschlag (Verbindungsaufbau und -abbau) Unter anderem für HTTP und SMTP verwendet UDP (User Datagram Protocol) Verbindungslos Hauptsächlich für Sprachübertragung entwickelt (Keine Verzögerung) Unter anderem für DNS und DHCP verwendet

9 Port Scanning 9 TCP connect() Scan - Vollständige Verbindung wird aufgebaut - Verbindungsaufbau übernimmt Betriebssystem - Einfache Programmierung - Erscheint in den Logdateien der Dienste - Methode wird von vielen Firewalls und IDS- Systemen erkannt und blockiert

10 Port Scanning 10 TCP SYN SCAN - TCP-Paket wird gesendet - Relativ Schnell - Unsichtbar auf Anwendersicht aufgrund halboffener Verbindung - Sichtbar auf Netzwerkebene ( Firewalls und IDS-Systemen

11 Port Scanning 11 TCP FIN/XMAS/NULL SCAN - Port offen = Pakete werden ignoriert - Port geschlossen = Reset-Paket wird gesendet FIN(Beenden der Verbindung): FIN-Flag wird gesetzt Xmas Tree: FIN-,URG(Dringend)- und PSH(ohne Puffer)-Flag werden gesetzt - Nutzt RFC 793 aus in denen dieses Verhalten definiert ist - Kein Handshaking verwendet Null: Keine Flags werden gesetzt

12 Port Scanning 12 TCP IDLE SCAN - Gefälschtes Paket wird an Ziel gesendet - Ziel antwortet an Zombie - Angreifer überprüft ob IPID hochgezählt wurde - Ja = Port offen Nein = Port geschlossen - Zombie benötigt - Angreifer bleibt unerkannt Quelle: Felix Rublack aus de.wikipedia.org

13 Port Scanning 13 UDP SCAN Leeres UDP Paket wird versendet - Direkt nicht möglich da verbindunglos arbeitendes Protokoll Status Offen Offen oder Gefiltert Geschlossen Antwort UDP-Paket Keine Antwort ICMP Port unreachable - Ausgabe von ICMP- Fehlermeldungen meist gedrosselt daher zeitaufwendig - Bei fehlerhafter Verbindung o.ä. werden alle Ports als offen oder gefiltert markiert

14 Port Scanning 14 FTP Bounce Scan n File Transfer Protocol (Datenübertragung) n Verbindung von einem FTP- Server über den PORT-Befehl zu einem anderen FTP Server n Verbindung erfolgreich = Port ist offen - Angreifer bleibt unsichtbar, da keine direkte Verbindung aufgebaut werden muss - Port -Befehl ist für Übertragungen zwischen Servern zuständig

15 3. Arten des Information Gathering Server / Client Port Scanning Banner Grabbing OS Fingerprinting Google Hacking...

16 3. Arten des Information Gathering 16 Banner Grabbing Dienste und Versionen Port muss offen sein Beispiel telnet [domain] port nc [domain] port whois uni-kassel.de nmap Bedingt möglich bzw. korrekt Wichtige Ports/Dienste: 21 FTP (File Transfer Protocol) 22 SSH (Secure Shell) 23 Telnet 25 SMTP (Send Mail Transfer Protocol) 43 whois 53 DNS (Domain Name Service) 68 DHCP (Dynamic Host Control Protocol) 80 HTTP (HyperText Transfer Protocol) 110 POP3 (Post Office Protocol, version 3) 143 IMAP (Internet Message Access Protocol)

17 3. Arten des Information Gathering Server / Client Port Scanning Banner Grabbing OS Fingerprinting Google Hacking...

18 3. Arten des Information Gathering 18 OS Fingerprinting Betriebssystemerkennung Grundlage Unterschiede in den Implementierungen in den Betriebssystemen (u.a. Abweichungen vom Standard)

19 3. Arten des Information Gathering 19 OS Fingerprinting Betriebssystemerkennung Aktiv Nmap (Network mapper) Ermittlung über Webservice (Banner Grabbing) Passiv echo 'GET / HTTP/1.0\n' 80 egrep '^Server:' telnet ftp.uni-kassel.de 21 und SYST Sniffer pof (passive OS fingerprinting)

20 OS Fingerprinting 20 TCP/IP-Stack Analyse (aktiv/nmap) Attribute 1/2 Fin Probe Dient zum beenden einer Verbindung (Standard(RFC) = keine Antwort, z.b. Windows = Reset) BOGUS Flag Test Undefiniertes TCP Flag im TCP Header eines Syn-Paketes Test der Antwort Sammeln von TCP Sequenznummern Nummern werden verschieden berechnet z.b. Windows verwendet zeitbasierte Berechnung Don t Fragment bit Bit wird je nach OS in unterschiedlich gesetzt (Performance Vorteile) TCP initial Window Test der Fenstergröße für manche OS reicht dieser Test für die Identifizierung ACK Sequenznummern Bsp: Senden von FIN PSH URG führt zu verschiedenen Sequenznummern in der Antwort ICMP Error Message Quenching Messung der Begrenzung von Fehlernachrichten (nicht in nmap verwendet aufgrund Performance) ICMP Message Quoting Fehlermeldungen müssen Beschreibung und Teil der Paketdaten enthalten (RFC) Bei port-unreachable geben Linux und Solaris mehr Infos als die anderen Implementierungen

21 OS Fingerprinting 21 TCP/IP-Stack Analyse (aktiv/nmap) Attribute 2/2 Integrität von Antworten auf ICMP-Fehlermeldungen Tests um geringfüge Unterschiede festzustellen Type of Service Linux setzt Feld bei port unreachable auf 0xC0 und alle anderen auf 0 TCP Optionen Implementierung ist freiwillig!!! Test: Option in Anfrage setzen und Überprüfung des Antwortpakets Alles kann auf einmal getestet werden (schnell) Widerstandsfähigkeit gegen SYN Flooding Senden von gefälschten SYN-Paketen Test: Besteht Kommunikation noch Nicht in nmap implementiert (Angriff)

22 OS Fingerprinting 22 TCP/IP-Stack Analyse (aktiv/nmap) Fingerprint FingerPrint IRIX # Thanks to Lamont Granquist TSeq(Class=i800) T1(DF=N%W=C000 EF2A%ACK=S++%Flags=AS%Ops=MNWNNT) T2(Resp=Y%DF=N%W=0%ACK=S%Flags=AR%Ops=) T3(Resp=Y%DF=N%W=C000 EF2A%ACK=O%Flags=A%Ops=NNT) T4(DF=N%W=0%ACK=O%Flags=R%Ops=) T5(DF=N%W=0%ACK=S++%Flags=AR%Ops=) T6(DF=N%W=0%ACK=O%Flags=R%Ops=) T7(DF=N%W=0%ACK=S%Flags=AR%Ops=) PU(DF=N%TOS=0%IPLEN=38%RIPTL=148%RID=E%RIPCK=E%UCK=E%ULEN=134%DAT=E) Tseq = jede neue Sequenznummer um ein vielfaches von 800 größer als Vorgänger Beispiel T1: DF = N: Don t Fragment darf nicht gesetzt sein W = C000 EF2A: Fenster entweder 0xc000 oder 0xEF2A ACK = S++: Bestätigung muss um eins größer der eigenen Seriennummer sein Flags = AS: SYN und ACK Flags müssen vorhanden sein Ops = MNWNNT: Optionen müssen in der Antwort in der Reihenfolge enthalten sein <MSS (not echoed)><nop><window scale><nop><nop><timestamp>

23 OS Fingerprinting 23 TCP/IP-Stack Analyse (passiv/pof) Attribute TTL-Startwert Fenstergröße Maximale Segmentgröße Don t Fragment-Flag sackok-option Nop-Option Window-Scaling-Option Start-Paketgröße

24 OS Fingerprinting 24 TCP/IP-Stack Analyse (passiv/pof) Fingerprint (Basiert auf empirischen Daten) 31072:64:3884:1:0:1:1:-1:Linux (RH 6.1)... Format: www:ttt:mmm:d:w:s:n:i:betriebssystembeschreibung wwww - Fenstergröße ttt - Time-to-Live mmm - Maximale Segmentgröße D - Don t-fragment-flag ( 0 = nicht gesetzt, 1 = gesetzt) W - Window-Scaling (-1 = nicht vorhanden, andere Zahl Wert) S - sackok-flag (0 = nicht gesetzt, 1 = gesetzt) N - nop-flag (0 = nicht gesetzt, 1 = gesetzt) I - Paketgröße (-1 = nicht von Bedeutung)

25 3. Arten des Information Gathering Server / Client Port Scanning Banner Grabbing OS Fingerprinting Google Hacking...

26 3. Arten des Information Gathering 26 Google Hacking Nutzt Nachlässigkeit der Administratoren/User aus Suchergebnisse basieren auf Suchrobotern (Spidern) Grundlegende Befehle intitle: - <title> tag durchsuchen. inurl: - Wörter die in einer URL vorkommen intext: - bestimmte Wörter auf einer Webseite suchen site: - auf bestimmten Domains suchen -,+ - Wörter ausschließen bzw. einschließen aufeinander folgende Wörter suchen Hacking ergibt sich durch die Kombination der Befehle

27 4. Demonstration 27 Google Hacking (SiteDigger) Beispiele: Passwörter und Benutzernamen intitle: Index of.htpasswd htpasswd.bak filetype:ini WS _ FTP PWD Webserver/OS-Erkennung "Microsoft-IIS/6.0 Server at" intitle:index.of Sensible Daten (Ordner, Shop-Infos) Bsp. Webcam: intitle:liveapplet inurl:lvappl Fehler-Meldungen "A syntax error has occurred" filetype:ihtml

28 4. Demonstration 28 nmap (Network Mapper) Erschienen im Jahr 1997 Oft in Filmen als Darstellung verwendet (Bourne Ultimatum, Stirb Langsam 4, Matrix Reloaded,...) Entwickelt zur Analyse und Sicherheitsprüfung von Netzwerken Hosts Dienste (Name und Version) Betriebssysteme (inkl. Version) Paketfilter und Firewalls

29 4. Demonstration 29 nmap (Network Mapper) Hauptsächlich Port-Scanner Syntax und wichtige Optionen nmap [Scan Type(s)] [Options] <host or net #1...[#N]> n n n n n TCP connect() Scan (-st) TCP SYN Scan (-ss) TCP FIN/Xmas/Null Scan (-sf, -sx, -sn) UDP Scan (-su) OS-Fingerprinting (-O) n Weitere wichtige Optionen: n n -A: OS-, Versions-Erkennung, Script-Scanning und Traceroute -T4: Schnellere Ausführung

30 5. Fazit 30 Vorbereitung für einen Angriff auf das fremde Netz Idealfall: Informationen über Betriebssystem, verwendete Dienste und deren Version Ermöglicht das Schließen von Eingangsmöglichkeiten

31 5. Fragen 31 Gibt es noch Fragen?

32 Quellen 32 Port Scanning, OS Fingerprinting, Nmap: osdetection.pdf, tcp_fingerprinting.php Google Hacking: answer.py?answer=136861

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