Dokumentation zur betrieblichen Projektarbeit für die Abschlussprüfung zum Fachinformatiker(-in) /Systemintegration

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1 Dokumentation zur betrieblichen Projektarbeit für die Abschlussprüfung zum Fachinformatiker(-in) /Systemintegration Thematik: Microsoft Cluster-Service mit Legato Mirroring Extension I

2 Inhaltsverzeichnis: Seite/Zeile Deckblatt I Inhaltsverzeichnis II Problemstellung 1-1 Geplanter Projektablauf 1-9 Ziel und kurze Erläuterung dieses Projektes 1-24 Der Zeitplan 2-1 Ist-Bestand 2-17 Soll-Bestand 3-10 Vorhandene Netzwerkstruktur 4-1 Benötigte Vorarbeiten 4-12 Vor-Ort beim Kunden 4-13 Im eigenen Hause 4-21 Arbeiten im Hause 4-27 Arbeiten am vorhandenen Exchange-Server 4-28 Arbeiten am zweiten Server 5-10 Installation und Konfiguration Vor-Ort 5-30 Partitionierung der beiden Cluster-Server 5-38 Vorbereiten der Installation Exchange Installation Exchange Bearbeiten der Registry 7-7 Einrichten des Intranets 7-28 Einrichten der Freigaben 7-35 Einrichten der Home-Laufwerke 8-7 Zuweisen der neuen Freigaben 8-15 Rücksicherung der Postfächer 8-22 Ausführlicher Test des installierten Systems 8-30 Abschließende Arbeiten 8-37 II

3 Konzept: Betriebliche Projektarbeit Prüfungsteil A 1. Problembeschreibung: Mir ist ein Kundenwunsch vorgelegt worden, in dem es darum geht, eine sehr hohe Datenredundanz und verfügbarkeit zu schaffen. Es wird bei einem ansteigenden Datenvolumen immer wichtiger, eine hohe Datenredundanz und verfügbarkeit zu schaffen. Dieses Problem tritt in unserer heutigen Zeit fast überall auf, denn jedes Unternehmen kann es sich fast nicht mehr leisten, auch nur eine Minute auf ihre Daten und somit Informationen zu verzichten, welche deren überleben bedeuten. Je nach Größe des Unternehmens und somit des Datenaufkommens wird dieses Problem zu einer Existenzgrundlage. Es ist ein Problem, welches sich auf den steigenden Zuwachs von Informationen und Daten zurück zu führen lässt. Früher gab es dieses Problem auch schon, jeder Aktenordner, der nicht sofort verfügbar war, kostet das Unternehmen Geld. In der Zeit der digitalen Datenverarbeitung ist es genau das gleiche, wenn nicht sogar noch pressanter. Sollte dieses Problem bestehen, geht es meist um Zeit, die nicht eingeplant war und somit geht dem Unternehmen viel Geld verloren. In der heutigen Zeit ist es eben nicht nur dieser eine Mitarbeiter, der länger für seine Aufgabe benötigt, sondern es ist meistens gleich eine ganze Abteilung davon betroffen, am Ende das ganze Unternehmen. Für sehr große Unternehmen stellt sich die Frage nach dem Kostenaufwand nicht, wenn es um die Verfügbarkeit ihrer Daten geht. Doch für ein kleineres Unternehmen sind dies Kosten, die es erst einmal aufzubringen gibt. Doch jeder Unternehmer weiß, mit der Verfügbarkeit der Daten fällt und steht sein Unternehmen. Deshalb gilt es eine preisgünstige Variante zu suchen, die all das abdeckt, was wirklich benötigt wird. Um diesen Problemen Abhilfe zu schaffen habe ich mir ein Konzept überlegt, welches kostengünstig ist und trotzdem dasselbe Ergebnis erzielt. In diesem Projekt geht es darum, mit Hilfe des gewöhnlichen Cluster-Services von Microsoft und der Software Mirroring Extension von Legato eine kostengünstige Lösung dafür bereitzustellen. Kostengünstiger wird diese Lösung, da kein externes Raid-System benötigt wird. Hierbei werden die Server in einem getrennten Netz zusätzlich miteinander verbunden und die Datenvolumes (eigentliches Raid-System) werden auf diese Art und Weise miteinander gespiegelt. Durch Fiber-Optik Technologie können die Server räumlich voneinander getrennt aufgestellt werden. Somit sind die Daten im Falle von z.b. Wasser- oder Feuerschaden immer verfügbar. Dies wäre somit eine Lösung, um es kleineren Firmen mit weniger Budget ebenfalls zu ermöglichen, hohe Datenredundanz und -verfügbarkeit zu erreichen. III

4 2. Projektplanung: Projektschritt Zeit Ist-/Soll-Analyse 1 Projektplanung 4 Zusammenbau der Hardware 2 Installation und Konfiguration 15 Inbetriebnahme und Testen 3 Ausarbeitung der Dokumentation 8 Geplanter Zeitaufwand in Stunden 33 Std. 3. Angaben zur geplanten Projektdokumentation: - Deckblatt - Inhaltsverzeichnis - Einführung, nähere Erläuterung - Konstellation der Hardware - Installation Windows 2000 Advanced Server - Cluster-Service (MSCS) o Installation Cluster-Service o Installation Legato Mirroring Extension o Konfiguration von Node 1, Node 2 - Installation Exchange 2000 Enterprise - Hinzufügen einzelner Windows integrierten Dienste o IIS-Server Instanz (WWW) o Windows Dateifreigabe o WINS - Bearbeiten der Registrierungsdatenbank - Inbetriebnahme des Systems - Ausführliche Tests - Projektabschluss IV

5 Problemstellung: Bei dem Projekt geht es darum, eine kostengünstige Variante für kleine bis mittelständische Unternehmen zu schaffen. Hintergrund dieser Projektes ist, dass kleinere Firmen meist geringere geldliche Mittel zur Verfügung haben, ihre Daten aber ebenfalls vor Beispielsweise Verlust oder ähnlichem schützen wollen, denn das Schlimmste was einem Unternehmen geschehen kann ist immenser Datenverlust. Dieser könnte dann im Extremfall bis zum finanziellen Ruin führen. Geplanter Projektablauf: Zuerst wird mit dem Kunden ein Termin vereinbart, in dem das Problem besprochen wird und mögliche Lösungen eruiert werden. Daraufhin wird eine Ist-/Soll-Analyse durchgeführt. Hierbei werden die Arbeitsumgebung und die verfügbaren Mittel analysiert um eine optimal auf diese Umgebung zugeschnittene Lösung anzubieten zu können. Danach wird dann aus diesen Ergebnissen ein Konzept entwickelt, welches an die entsprechende Problematik angepasst ist. Ist ein Konzept erarbeitet und der Kunde damit zufrieden, geht es an die Angebotserstellung. Es werden Preise für die benötigte Software und Hardware abgefragt. Zusätzlich wird eine Kalkulation über die vermutliche Arbeitszeit angefertigt und in das Angebot integriert. Bestätigt der Kunde das Angebot und erteilt den Auftrag für die Arbeiten, wird mit der Durchführung des Projektes begonnen. Anhand der zuvor gemachten Analyse wird nun ein Arbeitsplan entworfen. In diesem werden die Reihenfolge der Arbeiten und die Zeitplanung festgelegt. Danach kommt die Phase der Projektdurchführung. Ziel und kurze Erläuterung dieses Projektes: Das Ziel dieses Projektes ist es, in eine bestehende Struktur ein Clusterverbund von zwei Servern einzubinden. Hier wird ein bereits vorhandener Exchange 2000 Server zu einem Cluster umkonfiguriert. Dies erfordert einen Umbau der Hardware und Neuinstallation des Systems. Der alte Exchange 2000 Server soll ohne Datenverlust und ohne Änderung für die Clients durch ein Cluster ersetzt werden. Dies bedeutet wiederum, dass das bestehende Konzept genauestens übernommen werden muss. Bei dem Umbau des Exchange-Servers wird eine der Spiegel-Festplatten entfernt und für den neuen Server benutzt. Zusätzlich wird jeweils eine 18GB SCSI-Festplatte für das Betriebssystem eingebaut. Dieses Cluster soll dann auch andere Aufgaben übernehmen, welche bisher der Domänencontroller bewältigt. Eine dieser Aufgaben ist es z.b. bestimmte Freigaben, welche auf den Client-PCs über Netzlaufwerk gemountet sind, von nun an auf dem Cluster zu haben, damit bei Ausfall der andere Server diese Aufgabe übernimmt. Weiterhin soll dann der Exchange 2000 Server als eigener Mail-Server fungieren und bei Ausfall ebenfalls ohne Datenverlust auf dem anderen Server weiterlaufen. Somit ist klar als Ziel festgelegt, dass eine gewisse Ausfallsicherheit geschaffen wird. Zuvor wäre es folgendermaßen gewesen: Wäre der Exchange-Server abgestürzt und hätte den Bootvorgang nicht mehr erfolgreich bewältigt, hätte man den Server neu installieren müssen. Eventuell wäre auch eine Datenrettung zu machen gewesen. Nach der Umstellung ist zwar ebenfalls weiterhin so, dass wenn der Server kaputt geht, man neu installieren muss, aber es ist nicht mehr so schlimm, denn in diesem Fall aktiviert sich der zweite Server. Es ist damit dann ein Ausfall von 1 2 Minuten geschehen und die Daten sind auch noch alle genauso wie zuvor. Nicht ganze Tage! V

6 Der Zeitplan Gespräch mit Kunden Informationen gesammelt und Kundenauftrag durchgeführt Planung des Projektes Bestellung veranlasst Lieferung kontrolliert Überprüfung der gegebenen Dinge Umbau und Zusammenbau der Hardware Installation im eigenen Hause Installation und Konfiguration Vor-Ort Ausführliche Tests durchgeführt Dokumentation des Projektes Abschlussgespräch und Übergabe 1,0 h 2,0 h 2,5 h 1,0 h 1,0 h 2,0 h 1,5 h 3,0 h 8,0 h 1,5 h 8,0 h 1,5 h Ist-Bestand: Netzwerk mit 20 Arbeitsstationen Windows 2000 Domänencontroller o Pentium III 1000 o 512MB SD-RAM o ATAPI CD-ROM o Festplatte: 18GB SCSI o Netzwerk: 100MBit o Windows 2000 Server o Aufgaben: Primary Domain Controller DNS, WINS, DHCP Servergespeicherte Profile Home-Laufwerke Firmeninterne Buchhaltungssoftware Intranet (IIS-Webserver) Tägliches Backup mit ArcServe Exchange 2000 Server o Pentium III 1000 o 512MB SD-RAM o ATAPI CD-ROM o Festplatten: 2x 36GB SCSI RAID-1 o Netzwerk: 100MBit o Windows 2000 Server o Aufgaben: VI

7 Backup Domain Controller Exchange 2000 Server Gemeinsam genutzte Freigaben 2MBit Standleitung o Router + Firewall o Domäne: saynet-it.com Soll-Bestand: Netzwerk mit 20 Arbeitsstationen Windows 2000 Domänencontroller o Pentium III 1000 o 512MB SD-RAM o ATAPI CD-ROM o Festplatte: 18GB SCSI o Netzwerk: 100MBit o Windows 2000 Server o Aufgaben: Primary Domain Controller DNS, WINS, DHCP Servergespeicherte Profile Firmeninterne Buchhaltungssoftware Tägliches Backup mit ArcServe Cluster-Server 1 o Pentium III 1000 o 512MB SD-RAM o ATAPI CD-ROM o Festplatten: 18GB SCSI (System), 36GB SCSI (Daten) o Netzwerk: 2x 100MBit o Windows 2000 Advanced Server Eng. o Aufgaben: MSCS mit LME Exchange 2000 Server (Clusterverbund) Intranet (IIS-Webserver) (geclustert) Home-Laufwerke (geclustert) Gemeinsam genutzte Freigaben (geclustert) Cluster-Server 2 o Pentium III 1000 o 512MB SD-RAM o ATAPI CD-ROM o Festplatten: 18GB SCSI (System), 36 GB SCSI (Daten) o Netzwerk: 2x 100MBit o Windows 2000 Advanced Server Eng. o Aufgaben siehe Cluster-Server 1 2MBit Standleitung o Router + Firewall o Domäne: saynet-it.com Vorhandene Netzwerkstruktur: VII

8 Reines 100Mbit Full-Duplex fähiges Netzwerk 20 Arbeitsplätze (IP-Adresse über DHCP zugewiesen) Interner Netzbereich: /24 Feste IP-Adressen Zuweisung: o Gateway: o Domain Controller: o Exchange-Server: DHCP-Bereich: Benötigte Vorarbeiten: Vor-Ort beim Kunden: Vorhandene Sicherungsstrategie überprüfen (Brick-Level) Gemeinsam genutzte Freigaben im Backup vorhanden? Sonst sichern Dokumentieren der Exchange Umgebung Herabstufen vom Backup Domain Controller zum Mitglieds-Server Alle offenen Bezüge zum Exchange-Server korrekt trennen Abbau des Exchange-Servers für den Umbau im eigenem Hause Im eigenen Hause: Bestellen von Soft- und Hardware Planung und Terminierung Prüfen der gelieferten Soft- und Hardware Arbeiten im Hause: Arbeiten am vorhandenen Exchange-Server: o Zweite 36GB SCSI Festplatte aus Exchange-Server ausbauen o Eine zweite 100Mbit Netzwerkkarte einbauen o Gründliche Reinigung des Systems o Einbau 18GB SCSI Festplatte o Einstellen der SCSI-ID s ID 0 18GB SCSI ID 1 36GB SCSI o Grundkonfiguration BIOS und Interrupteinstellungen o Installation Windows 2000 Advanced Server o Alle nötigen Updates installieren o Netzwerkkonfiguration: Netzwerkname: SAYNODE1 DNS-Suffix: lan.saynet-it.com 1. Netzwerkkarte: IP-Adresse: Gateway: VIII

9 DNS-Server: WINS-Server: Netzwerkkarte: IP-Adresse: Kein DNS- und WINS-Server Eintrag NETBIOS deaktiviert Nur TCP/IP Arbeiten am zweiten Server: o Hardware zusammenbauen inklusive zuvor ausgebauter 36GB SCSI Festplatte o Grundkonfiguration BIOS und Interrupteinstellungen o Installation Windows 2000 Advanced Server o Alle nötigen Updates installieren o Netzwerkkonfiguration: Netzwerkname: SAYNODE2 DNS-Suffix: lan.saynet-it.com 1. Netzwerkkarte: IP-Adresse: Gateway: DNS-Server: WINS-Server: Netzwerkkarte: IP-Adresse: Kein DNS- und WINS-Server Eintrag NETBIOS deaktiviert Nur TCP/IP Installation und Konfiguration Vor-Ort: Beide Server werden zum Kunden transportiert und dort aufgestellt und angeschlossen. Beide Server werden über ein Cross-Over-Kabel direkt miteinander verbunden. Dabei ist darauf zu achten, dass dieses Kabel jeweils an den Netzwerkkarten für das Netz angeschlossen wird. Die andere Netzwerkschnittstelle wird direkt an den Switch angeschlossen. Jetzt wird die Installation und Konfiguration der einzelnen Komponenten und Programme abgeschlossen. Zuerst werden beide Server in die Domäne als Mitglied gebunden. Danach werden die restlichen Partitionen angelegt. Partitionierung der beiden Cluster-Server: 1. Partition: gesamte Festplatte 1 (C:) 2. Partition: Festplatte 2-50MB (Z:) 3. Partition: restliche Festplatte 2 (D:) Danach wird mit der Installation von MSCS begonnen. IX

10 Während des Setups geht das Installationsfenster für MSCS auf. Dies bricht man durch klicken auf Cancel einfach ab (Wird im Anschluss gemacht). Ist dies abgeschlossen, wird das Setup von Legato Mirroring Extension (LME) ausgeführt (siehe Anlage 1 + 2). Als Quota Laufwerk wird Laufwerk Z: mit 50MB genommen. Hierauf werden nun die Log- Dateien gespeichert und zwischen den Servern repliziert. Da dies kein kompliziertes Cluster ist, wird als nächstes ein Mirror-Volume angelegt. Als Laufwerksbuchstabe wird D: genommen. Die Resource wird Online gebracht und es wird sofort mit dem Abgleich der beiden Server und deren Partition begonnen. Sobald dies fertig ist, wäre die Vorbereitung für die Exchange 2000 Installation fertig. Vorbereiten der Installation Exchange 2000: Für die Installation von Exchange 2000 Server im Cluster wird eine Resource namens Physical Disc benötigt. Um diese zu bekommen baut man in nur einen Server eine zusätzliche SCSI Festplatte ein, partitioniert und formatiert diese komplett und weißt einen beliebigen Laufwerksbuchstaben zu. Danach kann man diese Festplatte als Physical Disc im Cluster einrichten. Als Possible Owner wird nur der eine Server gewählt, in dem die Festplatte eingebaut worden ist. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass die beiden Komponenten NNTP und SMTP installiert sind. Installation Exchange 2000: Jetzt wird mit der Exchange 2000 Installation begonnen. Nach Auswahl der erforderlichen Komponenten geht ein kleines Fenster mit der Information auf, dass dies eine Clusterfähige Installation ist. Nachdem das Setup abgeschlossen ist, wird der selbige Vorgang beim zweiten Cluster- Server gemacht. Zum Schluss jeder Installation von Exchange 2000 kommt noch eine Information, dass man nun die Dienste im Cluster einrichten kann. Nachdem Exchange auf beiden Servern installiert ist und beide neu gestartet haben, wird die Exchange-Umgebung konfiguriert. Dazu geht man unter Verwaltung auf Cluster Administrator. Hier kann man nun die Resource Microsoft Exchange Systemaufsicht X

11 auswählen und zur Cluster-Gruppe hinzufügen (siehe Anlage 3). Jetzt werden alle wichtigen Einstellungen vorgenommen. Als Speicherort wählt man ein Verzeichnis auf dem zuvor eingerichteten Mirror-Volume. Bei all diesen Vorgängen muss darauf geachtet werden, dass dies nur auf dem aktiven Server gemacht wird. Bearbeiten der Registry (siehe Anlage 4): Sind die Dienste von Exchange alle im Cluster eingerichtet müssen noch die Abhängigkeiten von Microsoft Exchange Systemaufsicht bearbeitet werden. Hierbei muss man darauf achten, dass die entsprechende Cluster Gruppe Offline ist. Der Registrierungs-Editor wird mit regedit gestartet. Dort geht man die Hierarchie von oben beginnend folgendermaßen durch: HKEY_LOCAL_MACHINE\Cluster\Resources. Hierunter befinden sich einige Schlüssel. Diese muss man alle durchsehen, bis man den entsprechenden Schlüssel für die Resource Physical Disk gefunden hat. Diesen Schlüssel notiert man sich. Danach sucht man nach derselben Methode nach dem Schlüssel für die Resource Microsoft Exchange Systemaufsicht. In diesem Schlüssel befindet sich eine Zeichenfolge (REG_SZ) mit dem Namen DependsOn. Diese Zeichenfolge wird nun bearbeitet. Alle Abhängigkeiten der Resource stehen hier aneinander gereiht mit jeweils 3 Byte Leerraum dazwischen. Man sucht die Zeichenfolge des Schlüssels Physical Disk. Diese wird inklusive der drei leeren Bytes zuvor gelöscht. Dasselbe wird dann auch auf dem anderen Server durchgeführt. Jetzt müssen beide Server neu gestartet werden. Hierbei ist dringend darauf zu achten, dass der erste Server zuerst alle Dienste gestartet hat, bevor der zweite Server wieder gestartet ist. Beachtet man dies nicht, oder wird die Gruppe nicht offline geschalten, muss man die Clusterkonfiguration neu machen. Sind beide Server wieder gestartet, kann man die Resource Physical Disk aus der Cluster Gruppe entfernen. Jetzt kann man die Cluster-Gruppe Online bringen. Einrichten des Intranets (siehe Anlage 5): Alle Daten für das Intranet werden in einen Ordner (D:\Instranet) kopiert. Dies muss auf dem Mirror-Volume abgespeichert werden. Danach wird der IIS-Server für dieses Verzeichnis konfiguriert. Nun wird wieder eine neue Resource der Vorhandenen Cluster Gruppe hinzugefügt. Diese Resource IIS Server Instance bietet zwei Möglichkeiten. FTP und WWW. Man wählt WWW aus und als IIS Server wird Intranet gewählt. Einrichten der Freigaben: Alle Daten der Freigaben, welche zuvor auf dem Domänencontroller angespeichert waren, werden auf den ersten Server in das Verzeichnis D:\Share kopiert. Es gibt drei unterschiedliche Freigaben: gemein, Vorlagen und Vertrieb. Es wird eine neue Resource File Share eingerichtet. Hierbei wird man dazu aufgefordert, Freigabename, Freigabe-Verzeichnis und Beschreibung zu setzen. Zuerst wird die Freigabe gemein gemacht. Als Freigabe-Berechtigung werden zwei Gruppen hinzugefügt: Domänen-Admins und Domänen-Benutzer mit Vollzugriff. Die Resource wird Online gebracht und steht zur Verfügung. Als nächstes wird die Freigabe Vorlagen eingerichtet. Hier wird alles wie zuvor gemacht, nur dass die Berechtigungen anders gesetzt werden: Domänen-Admins haben Vollzugriff und Domänen-Benutzer haben nur Leserechte. Als letztes wird die Freigabe Vertrieb eingerichtet. Dort gibt man wiederum Freigabename, Freigabe-Verzeichnis und Freigabe-Beschreibung an. Bei den XI

12 Berechtigungen sieht es folgendermaßen aus: Domänen-Admins haben Vollzugriff und die Gruppe Vertrieb hat ebenfalls Vollzugriff. Bei allen Freigaben ist darauf zu achten, dass die Gruppe Jeder aus den Berechtigungen entfernt wird. Einrichten der Home-Laufwerke: Für die Home-Laufwerke aller Benutzer wird ein Verzeichnis Home auf Laufwerk D: angelegt. Dorthin werden alle entsprechenden Daten kopiert. Diese Verzeichnisse werden für jeden Benutzer einzeln eingerichtet. Dabei wird wie bei den gemeinsamen Freigaben vorgegangen. Als Zugriffs-Berechtigung werden jeweils die Gruppe Domänen-Admins und der jeweilige Benutzer mit Vollzugriff berechtigt. Die Gruppe Jeder wird ebenfalls wieder entfernt. Zuweisen der neuen Freigaben: Nun werden alle Einstellungen im Active-Directory angepasst. Hierbei werden jegliche Loginscripte bearbeitet, so dass die jeweiligen Benutzer auch ihre Freigaben wieder korrekt verbunden bekommen. In den Eigenschaften jedes Benutzers wird das Standard- Laufwerk gelöscht und dies über das Loginscript geregelt. Dazu kommt folgende Zeile in das Script: net use H: \\ \%username%. Rücksicherung der Postfächer: Dazu muss zuerst der Backup Agent für Exchange 2000 auf beiden Servern installiert werden. Diesem wird das schon zuvor hergenommen Benutzerkonto gegeben, mit dem er sich auf dem Exchange Server authentifiziert. Jetzt werden alle Einstellungen und Postfächer zurück auf den Server kopiert. Dazu wird ein Wiederherstellungsauftrag in ArcServe erstellt. Darin werden die entsprechenden Postfächer ausgewählt. Zusätzliche werden die Öffentlichen Ordner zurückgesichert. Ausführlicher Test des installierten Systems: Nachdem alles installiert und konfiguriert ist, werden abschließend ausführliche Tests durchgeführt. Hierbei wird die Cluster Gruppe mehrere male zwischen den Servern geschaltet. Während diesem Vorgang wird von einem Client-PC der Zugriff auf Exchange, die Freigaben und das Intranet getestet. Ebenfalls wird überprüft, ob jeder Benutzer sein entsprechendes Home-Laufwerk zugewiesen bekommt. Abschließende Arbeiten: Zum Abschluss der Installation, Konfiguration und Tests des Cluster wird das Projekt dokumentiert. Die Dokumentation wird beim Abschlussgespräch der Firma übergeben. XII

13 Anlage 1 LME Node1 XIII

14 XIV

15 Anlage 2 LME Node2 XV

16 Anlage 3 LME Node3 XVI

17 Anlage 4 Bearbeiten der Registry XVII

18 XVIII

19 Anlage 5 Einrichten des Intranets XIX

20 XX

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