QUARTALSBERICHT I / 2009

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1 QUARTALSBERICHT I / 2009 Mit diesem Bericht informieren wir Sie über die Geschäftsentwicklung des Pfalzwerke Konzern vom 1. Januar bis 31. März des laufenden Geschäftsjahres. Allgemeine Wirtschaftsentwicklung Nach dem sich der Geschäftsklimaindex bereits im letzten Quartal des Jahres 2008 auf Talfahrt befand, hat sich dieser Trend im ersten Quartal des Jahres 2009 weiter fortgesetzt. Nach einem leichten Anstieg im Januar folgte in den Folgemonaten wieder eine Abkühlung des Index. Dennoch sind die befragten Unternehmen bezüglich ihrer Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten nicht mehr ganz so pessimistisch. Mit einer merklichen Verbesserung wird allerdings nicht gerechnet. Diese Einschätzung deckt sich auch mit der Konjunkturumfrage der IHK Pfalz. Demzufolge bewerten nur noch knapp ein Viertel der Unternehmen ihre aktuelle Geschäftssituation als gut. Im Herbst lag der Wert noch bei 29 Prozent. Auch die Geschäftserwartungen für die nächsten 12 Monate haben sich deutlich verschlechtert. Rahmenbedingungen der Energiewirtschaft Diese Entwicklung trifft zunehmend auch die Unternehmen der Energiebranche. Wir gehen davon aus, dass spätestens im Herbst 2009 die Wirtschaftskrise in der Energiebranche voll angekommen sein wird. Einige Industriekunden haben einen solch heftigen Abschwung nicht erwartet und demnach Strom für 2009 geordert, der aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation nun aber nicht in der Produktion eingesetzt werden kann. Die Vertriebe der Energieversorger sehen sich immer häufiger mit Abnahmeschwankungen in Bereichen von Prozent konfrontiert. Zudem sind die Veränderungen im Zahlungsverhalten der Kunden kritisch zu beobachten und die Bonitätsanforderungen für Großkunden fortlaufend zu überwachen.

2 Stromabgabe Unsere Stromabgabe- bzw. Handelsmengen, die noch von der Witterung des ersten Quartals und von Neukunden geprägt sind, haben sich wie folgt entwickelt. Stromgeschäft (Angaben in GWh) Januar bis März Handel Handel Handel Privat- und Gewerbekunden (inkl. 123strom) Geschäfts- und Key Account Kunden inkl. Netzverluste (PNG) Stadt- und Gemeindewerke inkl. PFM Vertrieb und Handel Die Strompreise an der Leipziger Börse EEX für die Industrie (Mittelspannung) sind im Zeitraum Oktober 2008 bis Februar 2009 um knapp 22 Prozent gesunken. Momentan zeichnet sich wieder ein leichter Aufwärtstrend ab energie entwickelt sich nach wir vor überdurchschnittlich. Im ersten Quartal konnte ein Zuwachs von insgesamt Neukunden verzeichnet werden. Erstmals seit dem Start von 1 2 3energie mussten wir bei einigen Bestandskunden gestiegene Beschaffungskosten weiterreichen. Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat im März eine umfangreiche Tarif- und Servicestudie durchgeführt. Im Auftrag des Handelsblatts wurden 34 Stromanbieter unter die Lupe genommen. Gesucht wurde der beste Anbieter sowohl für klassischen Strom als auch für Öko-Strom. Das Institut verglich dazu die günstigsten Tarife für vier verschiedene Nutzerprofile sowie die Konditionen für den Ökostrom. Im Ergebnis stand 1 2 3energie als bester Stromanbieter sowie bester Ökostromanbieter fest. Am 31. März wurde das Ergebnis im Handelsblatt veröffentlicht

3 Bereits im letzten Quartal 2008 haben wir das Produktportfolio von 1 2 3energie um die Sparte Gas ergänzt. Zum aktuellen Zeitpunkt sind wir in vier Marktgebieten aktiv. Die Wechselraten bei Gas liegen nach wie vor noch im unteren einstelligen Bereich. Dennoch versorgen wir zum Ende des Quartals bereits rund Privatkunden mit Gas. Im Segment der Filialisten konnten zwei Verträge vorzeitig verlängert werden. Es handelt sich hierbei um eine Gesamtverbrauchsmenge von 250 GWh bis Die stetig fallenden Strompreise am Großhandelsmarkt nutzen jetzt viele Kunden, um zu vergleichsweise günstigen Bedingungen ihren Strombedarf für die Folgejahre zu decken. Dies führte im Segment der Geschäftskunden zu neuen Vertragsabschlüssen. Teilweise wurden Verträge bis ins Jahr 2013 abgeschlossen. Auch im Segment der Kommunen wurde die aktuelle Situation am Großhandelsmarkt von den Kunden genutzt. Sechs Kommunen im Einzugsgebiet der Pfalzwerke schlossen vorzeitig ihre Verträge wieder mit uns ab. Unser Segment Key Accounts setzt seine positive Entwicklung auch im ersten Quartal 2009 fort. Bereits in den ersten drei Monaten dieses Jahres konnten zwei wichtige Vertragsverlängerungen abgeschlossen werden. Insgesamt wurden somit bereits 1,8 TWh bis Ende 2011 vertraglich gesichert. Die für die Pfalzwerke neue Sparte Gas entwickelt sich ebenfalls positiv. Innerhalb des letzten dreiviertel Jahres beträgt die akquirierte Erdgasmenge rund 300 GWh. Energie Dienstleistung Nahwärmeverbund Maikammer Gemeinsam mit der Kommune Maikammer beabsichtigen wir ein Nahwärmenetz mit einer Gesamtlänge von Meter zu errichten soll zu diesem Zweck eine Projektgesellschaft gegründet werden. 14 zum Großteil kommunalöffentliche sowie privatöffentliche Gebäude sollen zukünftig 70 Prozent ihres jährlichen Wärmebedarfs aus regenerativen Energien über ein Holzhackschnitzelheizwerk beziehen. Zur Unterstützung ist ein kw Heizöl-/Erdgasspitzenlastkessel angedacht. Nahwärmeversorgung Steinalben Für das Neubaugebiet Am Heißberg haben wir von der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben den Auftrag über eine Wärmeversorgung auf regenerativer Basis erhalten. Zurzeit laufen bereits die Vorbereitungen für den Bau des Heizhauses. Zwei Biomasseheizkessel und ein Brennstoffsilo mit Schubbodenausstattung sowie - 3 -

4 einem großen Pufferspeicher werden den Großteil des benötigten Wärmebedarfs decken. Die Nahwärmeleitungen für das Neubaugebiet mit ungefähr 20 Bauplätzen sind bereits fertiggestellt. Im April beginnen die Arbeiten im Bereich des Bestandswohngebiets mit nochmals 20 Wohnhäusern. Brennstoffzelle im Kreiskrankenhaus Grünstadt Bereits 2002 wurde im Kreiskrankenhaus in Grünstadt zur Energieversorgung eine Brennstoffzelle eingebaut. Die erste Testphase endete mit dem Ausbau des Zellstapels (Stack) im Jahr Zu Beginn der Testphase sind wir von einer Betriebszeit von Stunden ausgegangen. Bis zu seinem Ausbau im Februar 2007 hatte der Stack diese Erwartungen um ein Drittel übertroffen die Brennstoffzelle hatte eine Laufzeit von über Stunden erreicht. In dieser Zeit hat sie über MWh elektrische Energie erzeugt und somit 600 Tonnen Co2 pro Jahr eingespart. Dieses innovative Projekt wird nun fortgeführt. Am 27. März wurde sowohl der neue Stack als auch ein Organic- Rankine-Cycle (ORC)-Modul eingesetzt. Mit dem Einsatz des ORC-Moduls kann zukünftig auch aus der Abwärme Strom gewonnen werden. Der Wirkungskrad der Brennstoffzelle wird somit noch erhöht. Weltweit ist es das erste Mal, dass eine Brennstoffzelle dieser Leistungsgröße mit einer ORC- Anlage kombiniert wird. Mit der Erweiterung der Anlage in Grünstadt sollen Erkenntnisse gesammelt werden, um zukünftig auch kleinere ORC-Module serienreif zu machen. Baulanderschließung Impflingen Am 19. März wurde in Impflingen der Erschließungsvertrag für das Neubaugebiet Im Kirchwingert unterzeichnet. Gemeinsam mit dem Partner VR-Bauland Südpfalz erschließen die Pfalzwerke auf einer Fläche von rund zwei Hektar insgesamt 38 Gründstücke. FAMIS FAMIS weitet Wirkungsfeld aus - Die 37,45prozentige Beteiligung der Pfalzwerke hat 45 Prozent der Anteile an der Breer Gebäudedienst Heidelberg erworben. Breer verfügt über Standorte in Heidelberg, Stuttgart, Iserlohn und Lüdenscheid. Neben den klassischen Dienstleistungen wie Gebäudereinigung bietet Breer auch Klinikdienstleistungen und Hotelservice an. Vertrag verlängert Nach einer Ausschreibung hat die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) den Vertrag über das Facility- Management mit ihrem bisherigen Partner FAMIS um weitere drei Jahre verlängert

5 Umsatzentwicklung Bis zum 31. März haben wir einen Umsatz von 414 Mio. erzielt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergibt sich somit eine Erhöhung von 60 Mio.. Diese ist im wesentlichen der Ausweitung unseres Stromgeschäfts (Vertrieb und Handel) als auch der neuen Sparte Gas zuzurechnen. Investitionen Innerhalb des ersten Quartals 2009 investierten wir rund 9,1 Mio.. Unsere Investitionen liegen somit rund 3,3 Mio. über dem Vorjahresniveau. Verglichen mit dem Planwert per März 2009 stellen wir jedoch eine Unterschreitung von 2,3 Mio. fest. Diese resultiert hauptsächlich aus geringeren Neuinvestitionen im Bereich der Wärmecontracting-Anlagen. Mitarbeiter Unsere Belegschaft umfasste im ersten Quartal 594 Mitarbeiter (Vorjahr: 565) in unbefristeten Arbeitsverhältnissen sowie 23 Mitarbeiter (Vorjahr: 25) in befristeten Arbeitsverhältnissen. Ihre Ausbildung absolvieren zurzeit 44 Jugendliche. Auf Konzernebene waren im Berichtszeitraum insgesamt 846 Mitarbeiter in unbefristeten sowie 52 Mitarbeiter in befristeten Arbeitsverhältnissen beschäftigt. Ausblick Nahwärmeversorgung Bellheim Im Rahmen des Konjunkturprogramms II werden zurzeit in Bellheim die Möglichkeiten einer zentralen Nahwärmeversorgung von insgesamt zehn öffentlichen Gebäuden untersucht. Ein erster Entwurf wurde im März fertiggestellt. Unser Konzept umfasst neben einem ausführlichen Variantenvergleich der verschiedenen Anlagekonzepte auch eine Kostenschätzung, die Erstellung von Wirtschaftlichkeitsprognosen, die Vorstellung möglicher Betreiberkonzepte sowie alternative Fördermöglichkeiten über das Konjunkturprogramm II hinaus. Mit freundlichen Grüßen PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT Dr: Werner Hitschler Günther Koch - 5 -

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