Diabetes und Ernährung von A Z. Wissenswertes auf den Punkt gebracht

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1 Diabetes und Ernährung von A Z Wissenswertes auf den Punkt gebracht

2 Anschrift der Verfasserin: Gabi Weigl Med. Ernährungsberaterin, Diabetesberaterin DDG Krankenhaus Altdorf Diabetesberatung Neumarkter Str Altdorf 2. Auflage, Stand: 03/2004 2

3 Liebe Leserin, lieber Leser, nach neuesten Erkenntnissen der Deutschen Diabetes Gesellschaft gibt es in Deutschland ca. 6 Millionen Diabetiker. Dies entspricht 7 bis 8% der Gesamtbevölkerung. Experten sagen eine weitere Zunahme der Volkskrankheit Diabetes vorher. Aufgrund der heute zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten ist ein Leben mit Diabetes trotzdem lebenswert. Allerdings sollte der Diabetiker gewisse Regeln beachten, um Folgekomplikationen vermeiden zu können. Folgekomplikationen vermindern nicht nur die Lebensqualität und die Lebenserwartung des Diabetikers, sondern erhöhen leider auch die Kosten für die Volkswirtschaft. Daher spielt die Vermeidung von Folgeschäden eine herausragende Rolle bei der Behandlung von Diabetikern. Eine nach den Richtlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft durchgeführte Diabetiker-Schulung sollte für jeden Diabetiker zum Pflichtprogramm gehören. Nur so können unnötige Fuß- und Beinamputationen, Erblindungen und Dialysefälle sowie häufige Krankenhausaufenthalte vermieden werden. Diese Broschüre soll Ihnen den Einstieg in das Thema Diabetes erleichtern und Ihnen Antworten auf wissenswerte Fragen geben. Die alphabetische Reihenfolge macht es Ihnen leicht, dass für Sie interessante Thema zu finden. Fett gedrukkte Begriffe werden als eigenes Stichwort separat erläutert. Gabi Weigl 3

4 Adipositas A Altersdiabetes Adipositas bedeutet Fettsucht oder starkes Übergewicht. Liegt der Body-Mass-Index (BMI) über 30 (kg/m 2 ) spricht man von Adipositas. In Deutschland ist jeder sechste adipös bzw. stark übergewichtig. Die Adipositas ist ein entscheidender Risikofaktor für die Entstehung des Typ-2-Diabetes. Alkohol Beim Genuss von Alkohol sollten Diabetiker Folgendes beachten: Alkohol hat einen hohen Kaloriengehalt (1g Alkohol = 7 kcal) und sollte daher genossen und nicht getrunken werden. Andernfalls kann er zu Übergewicht führen. Bsp.: Ein Glas Rotwein (1/4 l) enthält bereits 20g Alkohol = 160kcal. Alkoholgenuss kann zur Entwicklung einer Unterzuckerung führen. Deshalb sollten Diabetiker, die mit Insulin oder blutzuckersenkenden Tabletten behandelt werden, nur max. zwei Drinks genießen, um das Risiko einer Unterzuckerung zu verringern. Ein Drink ist z. B. 150 ml Wein. Außerdem sollten alkoholische Getränke immer in Verbindung mit Kohlenhydraten getrunken werden. Alkoholische Getränke, die Zucker enthalten (z. B. Bier) können den Blutzucker zunächst erhöhen. Sobald die Wirkung des Alkohols einsetzt, kann es dann zum Absinken des Blutzuckers kommen. Von dieser Bezeichnung hat man sich verabschiedet, weil sie die Erkrankung Diabetes zu harmlos erscheinen lässt. Heutzutage spricht man von Typ-2- Diabetes. Altinsulin Früherer Name für Normalinsulin. Als 1921/1922 das Insulin entdeckt wurde, handelte es sich dabei um ein kurzwirksames Insulin. Im Verlauf der Jahre wurden sämtliche Insuline mit kurzer Wirkdauer von 4 6 Stunden als Altinsuline (wirksam wie das erste, alte Insulin) bezeichnet. Antidiabetika Antidiabetika werden bei der Behandlung des Diabetes mellitus eingesetzt. Es handelt sich dabei um blutzuckersenkende Tabletten (sog. orale Antidiabetika) oder Insulin. Antioxidantien Antioxidantien sind u. a. bestimmte Vitamine, wie Vitamin A, C und E, welche die Schädigung der großen Blutgefäße durch aggressive Substanzen verhindern können. Diese aggressiven Substanzen gelangen, z. B. durch Zigarettenrauch, Luftverschmutzung, Zivilisationskrankheiten oder falsche Ernährung, in 4

5 unseren Körper. Um eine Schädigung der großen Blutgefäße zu verhindern, ist eine ausreichende Zufuhr von Vitamin A, C und E wichtig. Mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährungsweise ist der Bedarf an Antioxidantien gedeckt. Arteriosklerose Unter Arteriosklerose versteht man eine krankhafte Veränderung der Arterienwand. Arterien sind die großen Blutgefäße im Körper. Die Wand der großen Blutgefäße ist verhärtet, verdickt, zu wenig elastisch und verengt damit auf Dauer das Blutgefäß. Die Folgen können Herzinfarkt oder Schlaganfall sein. Augenerkrankung (Diabetische Retinopathie) Die diabetische Retinopathie ist eine krankhafte Veränderung der Augennetzhaut und zählt mit zu den Folgeerkrankungen bei Diabetes mellitus. Sie entsteht bei längerfristig erhöhtem Blutzucker oder/und Blutdruckwerten. Um kleinste Schädigungen frühzeitig zu entdecken, sind jährliche Untersuchungen des Augenhintergrundes notwendig. Die diabetische Retinopathie kann mit Blutzucker- und Blutdruckwerten im Normalbereich positiv beeinflusst werden. Eine konsequente Schulung von Diabetikern kann die jährliche Erblindungsrate von Patienten in Deutschland senken helfen. Ballaststoffe B Ballaststoffe werden auch als unverdauliche Kohlenhydrate bezeichnet, weil sie im Darm so gut wie nicht verwertet werden. Je nach Eigenschaft werden sie in drei verschiedene Gruppen unterteilt: Wasserunlösliche Ballaststoffe, z. B. Cellulose in Weizenkleie, können sehr viel Wasser binden. Dadurch erhöht sich die Stuhlmenge und der Darm wird besser und schneller entleert. Ballaststoffe, z. B. Pektin in der Apfelschale, werden durch die Bakterien im Dickdarm vergärt und sorgen somit für ein ungestörtes Wachstum der Dickdarmschleimhaut. Prebiotische Ballaststoffe, z. B. Oligofruktose in Zwiebeln oder Artischocken, ernähren die natürlichen Bifidusbakterien im Dickdarm, welche krankmachende Keime verdrängen können. Ballaststoffe wirken sich beim Diabetiker so aus, dass nach einer ballaststoffreichen Mahlzeit der Blutzucker langsam ansteigt. Ballaststoffe sind z. B. enthalten in Vollkornprodukten, frischem Obst und Gemüse. 5

6 Bauchspeicheldrüse Die Bauchspeicheldrüse wird auch als Pankreas bezeichnet. Sie liegt hinter dem unteren Teil des Magens und sieht schwanzförmig aus. Neben dem Verdauungssaft stellt das Organ das lebenswichtige Insulin her, welches ans Blut abgegeben wird und den Blutzucker senken kann. Bewegung, Sport Bewegung ist eine der tragenden Säulen der Diabetestherapie. Bewegung oder Sport haben für den Diabetiker folgende Vorteile, wenn sie regelmäßig, d. h. 3-mal pro Woche mindestens 30 Minuten, betrieben werden: Regulieren das Körpergewicht Senken den Blutzucker Verbessern die Wirkung des eigenen Insulins Vermindern das Risiko der Gefäßverengung Regen den Kreislauf an und halten fit Machen vor allem SPASS Aufgrund der blutzuckersenkenden Wirkung kann Bewegung auch eine Unterzuckerung verursachen. Eine ausreichende Versorgung mit Kohlenhydraten, wie z. B. Brot, Obst, Säfte, Traubenzucker, vor, während und nach der Bewegung, kann einen zu niedrigen Blutzucker verhindern. Blutdruck Als Blutdruck wird der in den Blutgefäßen und im Herzen vorherrschende Druck bezeichnet. Er wird immer als systolischer (oberer Blutdruckwert) und diastolischer (unterer Blutdruckwert) angegeben. Gemessen wird er in Millimeter Quecksilbersäule (mmhg). Bluthochdruck (Hypertonie) Unter Bluthochdruck versteht man den über dem Normalbereich liegenden Blutdruck. Für Diabetiker gelten Werte über 140/90 mmhg als zu hoch. Bei Erreichen der Grenzwerte 140/85 mmhg, entscheidet die gute Verträglichkeit, ob der Patient auch 130/80 mmhg anstreben könnte. Hoher Blutdruck schädigt die großen und die kleinen Blutgefäße. Er begünstigt die Entstehung von Herzinfarkt und Schlaganfall sowie Schäden an Augen, Nieren und Nerven. Für Diabetiker mit bereits bestehenden Folgeerkrankungen (z. B. Mikroalbuminurie oder Nierenerkrankung) gelten strengere Grenzwerte für den Blutdruck: < /<80 mmhg. Blutzucker Ein Gesunder hat Blutzuckerwerte im Bereich zwischen 60 und 140 mg/dl 6

7 Postprandialer BZ in mg/dl Gut <140 Akzeptabel <160 Schlecht >160 HbA1c in % Gut <6 Akzeptabel <7 Schlecht >7 BZ = Blutzucker HbA1c = Langzeit-Blutzucker-Wert der letzten 8 12 Wochen Postprandial = 2 Stunden nach dem Essen Lanzetten (zur Gewinnung des Blutes), Teststreifen und/oder Blutzuckermeßgeräten gemessen. Diese Hilfsmittel werden von verschiedenen Firmen angeboten. Bei der Auswahl des passenden Gerätes sollte ein Apotheker oder eine Diabetesberaterin DDG wertvolle Hilfestellung leisten. Durch die Protokollierung der gemessenen Blutzuckerwerte kann der Patient selbst (wenn er entsprechend geschult wurde) oder gemeinsam mit seinem Arzt seine Therapie anpassen. Body-Mass-Index (BMI) Der BMI wird heute als Standard zur Beurteilung des Körpergewichts herangezogen. Er berechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm, geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Meter. kg BMI = m 2 Beispiel: 82 kg = 30,1 1,65 m 2 (3,3 und 7,8 mmol/l). Diabetiker sollten, um Folgeerkrankungen zu vermeiden, ebenfalls diesen Bereich anstreben. Folgende Tabelle gibt Aufschluss über Norm- und Toleranzblutzuckerwerte bei Diabetes mellitus: Nüchtern-BZ in mg/dl Gut Akzeptabel <120 Schlecht >120 Blutzucker- Selbstkontrolle Darunter versteht man die selbstständige Messung der Blutzuckerkonzentration. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Diabetestherapie für Diabetiker, die mit Insulin oder/und blutzuckersenkenden Tabletten behandelt werden. Der Blutzucker wird mit Hilfe von Folgende Tabelle zeigt eine Bewertung des BMI: BMI in kg/m 2 Gut 19 24,9 Akzeptabel Schlecht >27 7

8 BMI-Werte über 27 sind mit Übergewicht gleichzusetzen und können daher zur Entstehung des Typ-2-Diabetes beitragen. Broteinheit Die Broteinheit ist eine Maßeinheit zur Berechnung der Kohlenhydrate. 12 g Kohlenhydrate sind 1 Broteinheit, abgekürzt 1 BE. In sog. Kohlenhydrat- Austauschtabellen wird genau die Menge des Lebensmittels angegeben, die 12 g Kohlenhydrate (= 1 BE) enthält. Bsp.: 1 BE entsprechen 30 g Vollkornbrot 100 g Apfel 250 ml Milch, etc. Neben der Broteinheit gibt es auch die Kohlenhydrateinheit als Berechnungsgröße. Beide Berechnungseinheiten für Kohlenhydrate werden als sog. Schätzeinheiten bezeichnet. Cholesterin C Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff, welcher in Blut, Muskeln, Gehirn und anderen Geweben vorkommt. Cholesterin ist für den menschlichen Körper unentbehrlich. Es wird vom Körper selbst hergestellt und mit der Nahrung (nur tierische Lebensmittel) aufgenommen. Zu viel Cholesterin im Blut kann zur Schädigung der großen Blutgefäße führen (Arteriosklerose). Gerade Diabetiker neigen zu Herz-Kreislauf-Krankheiten, weshalb die Einhaltung der Norm- 8 werte besonders wichtig ist. Cholesterinwerte bis 185 mg/dl sind für Diabetiker empfehlenswert. Besonderer Wert sollte dem LDL-Cholesterin beigemessen werden. Es wird als das sog. schlechte Cholesterin bezeichnet, welches in erster Linie für die Gefäßschäden verantwortlich ist. Ein LDL- Cholesterinwert bis 115 mg/dl ist anzustreben. Im Gegensatz dazu wird HDL-Cholesterin als das gute oder gefäßschützende Cholesterin bezeichnet und sollte demnach möglichst reichlich im Blut vorhanden sein. Der HDL-Cholesterinwert sollte über 46 mg/dl liegen. Chroniker-Programm (s. Disease Management-Programm) Depot-Insuline D Verzögerungsinsuline und Mischinsuline wurden früher als Depotinsuline bezeichnet. Verzögerungsinsuline haben einen langsamen Wirkungseintritt und eine lange Wirkdauer von Stunden. Mischinsuline haben eine konstante Mischung aus kurzwirksamem und langwirksamem Insulin. Der Anteil des kurzwirkenden Insulins (Normalinsulin) reicht von 10 50%. Bei beiden Insulinen ist das Durchmischen ein entscheidender Faktor für die richtige Wirkung. Deutscher Diabetiker Bund (DDB)

9 Der Deutsche Diabetiker Bund ist eine Selbsthilfeorganisation von Diabetikern für Diabetiker. Er untergliedert sich in Landes- und Bezirksverbände. Die Organisation hat derzeit ca Mitglieder. Leitziele sind u. a. die bessere ärztliche Versorgung der Diabetiker in Deutschland, eine nach Diagnosestellung beginnende und sich wiederholende Schulung jedes Diabetikers sowie die Dokumentation der Behandlungsergebnisse im Gesundheitspass Diabetes. Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) Die Deutsche Diabetes Gesellschaft ist ein Zusammenschluss von Ärzten und Wissenschaftlern, die in der Diabetikerbetreuung und der Diabetesforschung tätig sind. Ein Leitziel ist, neben der besseren ärztlichen Versorgung der Diabetiker in Deutschland, die praktische Umsetzung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse zum Wohle der Diabetiker. Diät Der Begriff Diät kommt aus dem griechischen (= diaita) und bedeutet vernünftige Lebensweise, die neben richtiger Ernährung, Körperhygiene, Gymnastik, Sorge für gesunden Schlaf und geregelte Tätigkeit auch die Pflege guter Gedanken einschließt. Heutzutage ist der Name Diät jedoch negativ besetzt und wird mit Gewichtsabnahme, Hungern und nicht schmackhaftem Essen gleichgesetzt. Die heutige Ernährung bei Diabetes sollte deshalb nicht als Diät bezeichnet werden. Es handelt sich um eine gesunde, ausgewogene Essweise, die viel Kohlenhydrate und wenig Fett enthält (s. Vollwertige Ernährung). Letzteres gilt vor allem für übergewichtige Diabetiker, weil Fett der Nährstoff ist, der zur Gewichtszunahme führt. Diabetesberaterin DDG Diabetesberaterinnen sind Krankenschwestern, -pfleger, Kinderkrankenschwestern, -pfleger, Diätassistenten oder Diabetesassistentinnen, die bei der DDG einen Weiterbildungslehrgang durchgeführt und mit Erfolg abgeschlossen haben. Sie sind in der Diabetikerschulung und -beratung tätig. Diabetes mellitus Diabetes mellitus ist die ausführliche, medizinische Bezeichnung für die Zuckerkrankheit. Übersetzt bedeutet der Begriff honigsüßer Durchfluss. Dies benennt ein wichtiges Anzeichen, welches bei Beginn der Krankheit oder bei schlechter Einstellung auffällig ist. Viel Wasser lassen und viel Zucker im Urin. Des Weiteren treten großer Durst, Müdigkeit, Antriebsarmut und Entzündungen der Haut auf. Laut Definition liegt Diabetes mellitus dann vor, wenn der Nüchternblutzucker wiederholt 126 mg/dl und mehr 9

10 beträgt oder 2 Stunden nach dem Trinken von Zuckerwasser (Glukosetoleranztest) 200 mg/dl und mehr beträgt. Diabetestherapie Zur optimalen Behandlung der Diabetes sind mehrere Ansätze notwendig. Man spricht von den 5 Säulen der Diabetestherapie: Diabetischer Fuß Darunter versteht man nicht den Fuß eines Diabetikers im Allgemeinen. Vielmehr verbirgt sich dahinter ein vielseitiges Krankheitsbild, weshalb es häufig als diabetisches Fußsyndrom (DFS) bezeichnet wird. Es stellt eine der am meisten gefürchteten Folgeerkrankungen dar. Dies liegt an der Tatsache, dass bis zum heutigen Zeitpunkt jährlich bei Diabetikern Amputationen durchgeführt werden. Ursachen des DFS sind in erster Linie Nervenschäden an Füßen und Beinen, in zweiter Reihe rangieren die Durchblutungsstörungen. Kombinationen sind sehr häufig. Der diabetische Fuß zeigt sich mit Entzündungen, Geschwüren an Füßen und Unterschenkeln in unterschiedlichem Ausmaß. Das rechtzeitige Erkennen und Behandeln durch Spezialisten sowie die tägliche Inspektion der Füße mit richtiger Fußpflege durch den Diabetiker selbst, lässt das Erkrankungsrisiko und die Amputationsrate sinken. Diabetologe DDG Ärzte, welche eine Weiterbildung bei der Deutschen Diabetes Gesellschaft abgeschlossen haben, sind ärztliche Experten in allen Diabetesfragen. Diasip Diasip ist eine isokalorische Trinknahrung für Diabetiker. Die Nährstoffverteilung entspricht den neuesten internationalen Empfehlungen: 69% der Energie stammen aus einfach ungesättigten Fettsäuren und Kohlenhydraten. Der Fettanteil setzt sich aus rein pflanzlichen Ölen zusammen, wobei 70% des Gesamtfettes auf einfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure) entfallen. Der prebiotische Ballaststoff MultiFibre, eine Mischung aus 6 verschiedenen Ballaststoffen, trägt zur Gesunderhaltung des Darmes bei. 200 ml Diasip enthalten 200 kcal und etwa 1,5 Broteinheiten. 10

11 Diason Diason ist eine isokalorische Sondennahrung (1 kcal/ml) für Diabetiker. Die Nährstoffverteilung entspricht den neuesten internationalen Empfehlungen: 72 % der Gesamtenergie stammen aus einfach ungesättigten Fettsäuren und komplexen Kohlenhydraten. Der Fettanteil setzt sich aus rein pflanzlichen Ölen zusammen, wobei 67 % des Gesamtfettes auf einfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure) entfallen. Der prebiotische Ballaststoff MultiFibre, eine Mischung aus 6 verschiedenen Ballaststoffen, trägt zur Gesunderhaltung des Darmes bei. 500 ml dieser Sondennahrung enthält 500 kcal und 5 Broteinheiten. Nutrison L.EN Diabetes ist eine hypokalorische Sondennahrung (0,75kcal/ml) für Diabetiker. Die Nährstoffverteilung entspricht den neuesten internationalen Empfehlungen: 72% der Gesamtenergie stammen aus einfach ungesättigten Fettsäuren und Kohlenhydraten. Der Fettanteil setzt sich aus rein pflanzlichen Ölen zusammen, wobei 67% des Gesamtfettes auf einfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure) entfallen. Der prebiotische Ballaststoff MultiFibre, eine Mischung aus 6 verschiedenen Ballaststoffen, trägt zur Gesunderhaltung des Darmes bei. 1 Liter dieser Sondennahrung enthält 750 kcal und 7 Broteinheiten. Disease Management- Programm (DMP) Unter Disease Management-Programm versteht man die strukturierte Behandlung von Patienten mit chronischen Krankheiten, wie z. B. Diabetes mellitus, weshalb es auch als Chroniker-Programm bezeichnet wird. Das Ziel ist eine optimale, medizinische Versorgung der Patienten. Der Verlauf der Behandlung wird regelmäßig in schriftlicher Form festgehalten und ist für Arzt, Patient und Krankenkasse nachvollziehbar. Voraussetzung ist, dass sich alle Beteiligten in das Disease Management-Programm eingetragen haben. Diason L.EN Energie E In der Ernährungslehre wird die Energie als Brennwert bezeichnet. Alle Grundnährstoffe, wie Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate, enthalten Energie. Bei der Verdauung des Essens werden die genannten Grundnährstoffe verbrannt, wodurch Energie für die Erhaltung der Körperfunktionen entsteht. Auch Alkohol stellt eine 11

12 Energiequelle dar, jedoch ist dessen Bedarf nicht lebensnotwendig. Die Maßeinheit für die Energie ist die (Kilo)Kalorie oder das (Kilo)Joule. Trotz vieler Bemühungen das Joule gesellschaftsfähig zu machen, hält sich die Kalorie hartnäckig und wird auch weiterhin Bestand haben. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt für die tägliche Energiezufuhr folgende Richtwerte aus: Altersgruppe Empfohlene Energiezufuhr kcal/tag Männer Frauen Jahre Jahre Jahre Jahre über 65 Jahre Bei Unter- oder Übergewicht muss die Energiezufuhr entsprechend erhöht bzw. gesenkt werden. Eiweiß Eiweiß ist einer der Grundnährstoffe, die in der täglichen Ernährung enthalten sein sollten. Für die Entstehung und Entwicklung jeder Körperzelle ist Eiweiß wichtig, weshalb dieser Nährstoff lebensnotwendig ist. Der Energiegehalt von 1g Eiweiß beträgt 4 kcal. Diabetiker sollten den täglichen Bedarf von % der gesamten Energie für Eiweiß einhalten. Dies gelingt, wenn kleine Mengen Fleisch, Wurst, Käse und Joghurt gegessen werden. Bei der täglichen Ernährung sollte tierisches und pflanzliches Eiweiß miteinander kombiniert werden, d. h. Milchprodukte, Käse, Fisch oder Fleisch kombiniert mit Kartoffeln, Getreideprodukten und Hülsenfrüchten. Erwachsenendiabetes Frühere Bezeichnung für den Typ-2- Diabetes. Fett F Fett ist einer der Grundnährstoffe unserer Ernährung und ein wichtiger Energielieferant. 1g Fett enthält ca. 9 kcal. Der tägliche Fettbedarf beträgt 30 max. 35% der gesamten Energie (für Diabetiker und Nichtdiabetiker gleichermaßen). Tatsächlich verzehren die Deutschen ca. 40% ihrer Kalorien in Form von Fett. Eine fettreiche Ernährung führt 12

13 zu Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Fettsäuren Fetthaltige Nahrungsmittel enthalten unterschiedliche Fettsäuren. Es gibt gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Unser Körper benötigt wenig gesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren und mehr einfach ungesättigte Fettsäuren. Für die tägliche Ernährung heißt das: kleine Mengen Fleisch, Wurst, Käse und Joghurt, wenig Butter oder Margarine, 1- bis 2-mal pro Woche Fisch, zum Kochen und Zubereiten nur pflanzliche Öle, vor allem Olivenoder Rapsöl sowie Sonnenblumenoder Distelöl. Zu viel tierische Lebensmittel (außer Fisch) können zur Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Diabetiker sind diesbezüglich besonders gefährdet. Fettstoffwechselstörung Eine Fettstoffwechselstörung ist eine krankhafte Veränderung der Fettzusammensetzung im Blut. Bei über 40% aller Diabetiker findet man vor allem eine Erhöhung von Cholesterin oder/und Triglyzeriden (Fettbestandteile des Blutes). Dies ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Folgeerkrankungen Folgeerkrankungen können beim Diabetiker durch eine schlechte Blutzuckereinstellung entstehen. Es handelt sich immer um die Schädigung der Blutgefäße durch den hohen Blutzucker. Man unterscheidet Schäden an den kleinen Blutgefäßen (Mikroangiopathie) und Schäden an den großen Blutgefäßen (Makroangiopathie). Die Mikroangiopathie tritt am Auge (diabetische Retinopathie), an den Nieren (diabetische Nephropathie) und an den Nerven (diabetische Neuropathie) auf. Die Makroangiopathie betrifft Herz, Gehirn und Beinarterien. Die Folgen können Herzinfarkt, Schlaganfall und Amputation sein. Zur Vermeidung von Folgekrankheiten sind Blutzuckerwerte und Blutfettwerte im Normbereich von größter Bedeutung! Fruktose Fruktose oder Fruchtzucker ist der süßeste aller Zuckerarten. Er lässt den Blutzucker nur gering ansteigen, wes- 13

14 halb er in der Lebensmittelindustrie zur Herstellung von sog. diätetischen Lebensmitteln verwendet wird. Jedoch hat er ebenso viele Kalorien wie Haushaltszucker und wirkt in höheren Dosen (ab ca. 30 g) abführend. Fußpflege Die richtige Fußpflege ist ein wichtiger Bestandteil jeder Diabetestherapie. Die richtige Fußpflege hilft Komplikationen an Füßen und Beinen zu vermeiden. Zur Fußpflege gehören: tägliche Inspektion der Füße, passende Strümpfe, richtige Schuhe oder orthopädische Schuhzurichtungen, Wassertemperatur von max. 37 C, Behandlung von Hornhaut mit Bimsstein, kürzen der Nägel mit Sandpapierfeile. Gangrän Bei einer Gangrän handelt es sich um abgestorbenes Gewebe, welches bei Diabetikern in erster Linie an den Füßen auftritt. Eine Gangrän (= Gewebebrand) entwickelt sich häufig aus anfangs kleinen Wunden. Bei bestehender Nervenerkrankung (diabetische Neuropathie) und/oder Durchblutungsstörung und Infektion kann bereits innerhalb weniger Tage eine Gangrän entstehen. Eine Amputation kann häufig nicht vermieden werden. Eines der wichtigsten Ziele in der Diabetestherapie ist die Vermeidung einer Gangrän und einer drohenden Amputation. Optimale Blutzuckerwerte und tägliche Inspektion der Füße sowie richtige Fußpflege tragen dazu bei! Gesundheitspass Diabetes G Der Gesundheitspass Diabetes ist ein wichtiges Instrument zur individuellen Vorsorge des Diabetikers. Er beinhaltet notwendige Kontrolluntersuchungen, die pro Quartal bzw. Jahr durchgeführt werden sollen. Außerdem können Arzt und Patient darin gemeinsam Behandlungsziele festlegen. 14

15 Glukose Glukose (= Traubenzucker) ist der kleinste Baustein der Kohlenhydrate. Sie zirkuliert im Blut als so genannter Blutzucker und dient jeder Körperzelle als Energielieferant. Glukosetoleranztest Der Glukosetoleranztest dient zur Feststellung der Diabetes mellitus, wenn ein Verdacht gegeben ist. Dabei muss der Patient einen Trunk aus Wasser und Traubenzucker zu sich nehmen, wobei vorher und ein bzw. zwei Stunden nachher der Blutzucker gemessen wird. Liegen die Werte außerhalb des Normalbereichs, so spricht man von gestörter Glukosetoleranz (beginnender Diabetes mellitus) oder bereits deutlich erkennbarer Diabetes mellitus. Blutzuckerwerte nach Glukosetoleranztest: Blutzuckerwert nach 2 Stunden beginnender Diabetes mellitus deutlich erkennbarer Diabetes mellitus Grundnährstoffe > 140 mg/dl, aber <200 mg/dl über 200 mg/dl Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Wasser enthalten. Grundumsatz Unter Grundumsatz versteht man die Menge an Energie (Kalorien), die ein Mensch benötigt, um die Funktionen seiner Organe zu gewährleisten. Dazu zählt z. B. die Herztätigkeit, die Atmung und die Gehirnfunktion. Harnzucker- Selbstkontrolle H Darunter versteht man die selbstständige Untersuchung des Urins (= Harns) auf seinen Zuckergehalt. Dies geschieht mit Hilfe von Teststreifen, die in den Urin eingetaucht werden. Anhand einer Farbskala kann man ablesen, ob und wie viel Zucker im Urin ist. Die Harnzucker-Selbstkontrolle ist nur dann sinnvoll, wenn die gemessenen Ergebnisse dokumentiert werden und je nach Ergebnis eine Änderung in der Behandlung vorgenommen wird. Die Harnzucker-Selbstkontrolle ist für Diabetiker geeignet, die alleine mit entsprechender Ernährung und/ oder Tabletten zur Blutzuckerregulierung behandelt werden. Zu den Grundnährstoffen zählen Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Sie sind die Hauptbestandteile unserer Nahrungsmittel. Daneben sind 15

16 HbA1c HbA1c ist die Abkürzung für Hämoglobin A1c. Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff. A1c ist die Kennzeichnung des roten Blutfarbstoffs, der mit Traubenzucker verbunden ist. HbA1c ist ein Maß für die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration der letzten 8 12 Wochen. Sie wird in Prozent gemessen. Der Normalbereich ist von Labor zu Labor unterschiedlich, weshalb hier nur ein Schätzbereich angegeben werden kann: HbA1c-Normalbereich: 4 6%. Herzinfarkt Der Herzinfarkt ist eine akut auftretende, lebensbedrohende Komplikation, die durch Minderdurchblutung bzw. Absterben von Herzmuskelbezirken gekennzeichnet ist. Zu den Ursachen zählen u. a. Durchblutungsstörungen und verengte Blutgefäße. Schäden an Herz und Gefäßen sind die häufigsten Folgekomplikationen der Diabetes mellitus. Diabetiker haben ein 3- bis 4-fach höheres Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden. Humaninsulin Humaninsulin entspricht in seinem chemischen Aufbau absolut dem menschlichen Insulin (human = zum Menschen gehörend). Es wird im Labor von Bakterien oder Hefekulturen hergestellt. Hyperglykämie (Überzuckerung) Hyper = zu viel/glyk = Zucker/ämie = im Blut Befindet sich der Blutzucker oberhalb des Normalbereichs (60 140mg/dl oder 3,3 7,8 mmol/l) spricht man von einer Hyperglykämie. Wichtige Anzeichen sind großer Durst, häufiges Wasser lassen, auch nachts, Müdigkeit, Leistungsschwäche, Infektanfälligkeit (vor allem Haut und Harnwege), Gewichtsabnahme bis zu Bewusstseinsstörung und Koma. Ursachen der Hyperglykämie können sein: unbehandelter Diabetes mellitus, zu viel Kohlenhydrate gegessen/ Kohlenhydrate falsch eingeschätzt zu wenig Insulin gespritzt oder Insulin vergessen Einnahme der blutzuckersenkenden Tabletten vergessen Krankheit, Infektionen, Operationen Cortisonpräparate Hypertonie s. Bluthochdruck 16

17 Hypoglykämie (Unterzuckerung) Hypo = zu wenig/glyk = Zucker/ämie = im Blut Befindet sich der Blutzucker unterhalb des Normalbereichs ( mg/dl oder 3,3 7,8 mmol/l) spricht man von einer Hypoglykämie. Wichtige Anzeichen sind Heißhunger, Schweißausbruch, Herzklopfen, Zittern, Kopfschmerzen, Sehstörungen, innere Unruhe, Konzentrationsstörungen, Sprachstörungen bis zum Koma. Ursachen der Hypoglykämie können sein: zu wenig Kohlenhydrate gegessen/kohlenhydrate falsch eingeschätzt, zu viel Insulin gespritzt, zu viel blutzuckersenkende Tabletten eingenommen, zu viel Bewegung/körperliche Aktivität bzw. falsch eingeschätzt, zu viel Alkohol getrunken, ohnevorsorgemaßnahmen. Um die Unterzuckerung zu beheben, sollte der Diabetiker 2 4 Täfelchen Traubenzucker essen, 0,2 l Cola oder gezuckerten Saft trinken. Kann der Diabetiker nicht mehr essen oder trinken, sollte sofort der Arzt verständigt werden. Impotenz Unter Impotenz versteht man die Unfähigkeit des Mannes normalen Geschlechtsverkehr auszuüben. Vorrangig sind dabei die eingeschränkte Gliedversteifung und/oder der verringerte Samenerguss. Beides kann zum völligen Erliegen kommen. Diabetiker und deren Partnerinnen haben in erster Linie unter einer Störung der Gliedversteifung zu leiden. Sie wird auch erektile Dysfunktion genannt. Diese Störung kommt bei zuckerkranken Männern wesentlich häufiger vor, als in der Allgemeinbevölkerung. Die Hauptursachen hierfür sind Nervenschäden und Durchblutungsstörungen, welche zu den Folgeerkrankungen bei Diabetes mellitus zählen. Infektion Infektion bedeutet die Übertragung und das Eindringen von Krankheitserregern auf bzw. in den Körper. Längerfristig erhöhte Blutzuckerwerte können bei Diabetikern zu Infektionen vor allem der Haut und Harnwege führen. Injektion I Injektion ist die Einspritzung von Flüssigkeiten in den Körper. Insulinpflichtige Diabetiker geben sich täglich eine oder mehrere Insulininjektionen, d. h. sie spritzen sich mit Hilfe einer Insulinspritze oder eines Insulinpens ihre benötigte Insulinmenge unter die Haut. 17

18 Insulinanaloga Insulin Insulin ist ein Hormon, welches in der Bauchspeicheldrüse hergestellt wird. Es wird benötigt, um den Zucker im Blut in die Körperzellen zu transportieren. Diese brauchen den Zucker als Energiequelle. Ohne Zucker und Insulin kann ein Mensch nicht leben. Beim Diabetiker wird entweder zu wenig Insulin produziert bzw. abgegeben oder das vorhandene Insulin wirkt nicht ausreichend. Wenn ein Diabetiker Insulin benötigt, muss er es mit Hilfe einer Insulinspritze oder eines Insulinpens unter die Haut spritzen. Das hierfür benötigte Insulin wird heutzutage größtenteils gentechnologisch hergestellt und in Fläschchen oder Ampullen abgefüllt. Insulinanaloga (= dem Insulin gleichartig) sind gentechnologisch hergestellte Insuline, die sich vom herkömmlichen Aufbau des Insulins unterscheiden. Daraus ergibt sich eine veränderte Wirkungsweise. Es gibt sehr kurzwirksame und langwirksame Insulinanaloga. Im Vergleich zu Normalinsulin beginnt die Wirkung der sehr kurzwirksamen Insuline sofort nach Injektion und hält 3 4 Stunden an. Dagegen beträgt die Wirkung der langwirksamen Insulinanaloga 24 Stunden auf einem gleichmäßigen Niveau. Insulineinheit Insulin wird in so genannten Insulineinheiten angegeben. Sie ist die Maßeinheit für die Dosierung der Insulinmenge. Als internationale Einheit abgekürzt I. E., ist sie auf den Insulinfläschchen bzw. -ampullen zu lesen. Insulinpen Der Insulinpen ist ein modernes Hilfsmittel, um die korrekte Menge an vorgegebenen Insulineinheiten unter die Haut zu spritzen. Er sieht aus wie ein Füllfederhalter, dessen Patrone Insulin statt Tinte enthält. An Stelle der Feder befindet sich eine aufschraubbare Kanüle (Nadel). Die Insulineinheiten werden in der Regel durch Drehen eines Knopfes eingestellt und durch Drücken desselben abgegeben. Die Kanülen (Nadeln) gibt es in einer Länge von 5 12mm von 18

19 verschiedenen Herstellern. Sie sollten alle 1 2 Tage gewechselt werden, um ein Stumpfwerden der Kanülenspitze zu vermeiden. Insulinresistenz Darunter versteht man die herabgesetzte Wirksamkeit des körpereigenen oder von außen zugeführten Insulins. Obwohl ausreichend bzw. vermehrt Insulin angeboten wird, können die Körperzellen (Fett-, Leber- und Muskelzellen) das Insulin nicht vollständig annehmen. Bei übergewichtigen Typ- 2-Diabetikern ist diese Störung häufig anzutreffen. Intensivierte Insulintherapie (ICT) Unterliegt eine Behandlung mit Insulin folgenden Prinzipien, so spricht man von intensivierter Insulintherapie: mehrfach tägliche Insulininjektionen, mehrfach tägliche Blutzucker Selbstkontrollen, Insulinversorgung getrennt in Mahlzeiten-Insulin und basalem Insulin (= Verzögerungsinsulin), Anpassung der Insulindosis an den gemessenen Blutzuckerwert. Diese Therapieform ist heutzutage bei Typ-1-Diabetikern unentbehrlich. Aufgrund der großen Flexibilität des Diabetikers unter ICT, wird sie auch bei jüngeren Typ-2-Diabetikern immer häufiger eingesetzt. Jugendlichen- Diabetes Frühere, veraltete Bezeichnung für den Typ-1-Diabetes, der im Jugendalter festgestellt wurde. Kalorien Die Kalorie, korrekterweise Kilokalorie, ist die Maßeinheit für die Energie. Abgekürzt wird sie als kcal. Ketoazidose J K Die Ketoazidose (= Übersäuerung des Blutes mit Ketonkörpern) ist eine lebensbedrohende Akutkomplikation bei der Diabetes mellitus. Davon sind nur Diabetiker betroffen, die keine oder eine unzureichende eigene Insulinproduktion haben. Aufgrund der mangelhaften Insulinversorgung des Körpers, können die Körperzellen nicht mehr ausreichend mit Energie (Zucker) versorgt werden. Der Körper sucht sich eine andere Energiequelle, z. B. Fett. Durch gesteigerten Fettabbau entstehen als Nebenprodukt Ketonkörper, wie Aceton, die in der Atemluft und im Urin nach- 19

20 weisbar sind. Diese führen zu einer Übersäuerung des Blutes und sind lebensgefährlich. Typische Anzeichen sind Durst, häufiges Wasser lassen, Erbrechen, unbestimmte Bauchschmerzen, Benommenheit, tiefes Atmen, Acetongeruch der Atemluft und Aceton im Urin. Die Ketoazidose kann zu Koma und Tod führen. Daher ist es notwendig, beim Auftreten o. g. Anzeichen sofort den Arzt zu verständigen. Der Diabetiker sollte in der Zwischenzeit viel trinken und es vermeiden einzuschlafen (Angehörige, Freunde oder Nachbarn verständigen). Kochsalz Der menschliche Körper benötigt pro Tag etwa 3g Kochsalz. In Deutschland werden jedoch täglich zwischen 10 und 15g Salz verzehrt. Dies liegt u. a. daran, dass in allen verarbeiteten Lebensmitteln, wie Brot, Käse, Wurst, Fertiggerichte, etc. viel Salz verarbeitet wird. Eine erhöhte Kochsalzaufnahme kann zu Bluthochdruck führen. Daher empfiehlt die Deutsche Diabetes Gesellschaft eine tägliche Zufuhr von max. 6g Kochsalz. Kohlenhydrate Die Kohlenhydrate zählen zu den Grundnährstoffen. Sie bestehen aus einem oder mehreren Zuckerbausteinen. Kohlenhydrate dienen unserem Körper als wichtige Energielieferanten und sollten mindestens 50% der gesamten Energiezufuhr ausmachen. 1g Kohlenhydrat enthält 4 kcal. Kohlenhydrate sind in stärke- und zuckerhaltigen Nahrungsmitteln enthalten, wie Getreideprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Obst, Milch und Milchprodukten außer Käse. Um einer ausgewogenen und vollwertigen Ernährung gerecht zu werden, sollten ausreichend Vollkornprodukte, Kartoffeln und Hülsenfrüchte in den täglichen Speiseplan eingebaut werden Die Kohlenhydrate haben Einfluss auf den Blutzucker. Nach dem Essen o. g. Lebensmittel wandeln sich die Kohlenhydrate in Zucker um und gelangen in den Blutkreislauf. Der Zucker wird zu den einzelnen Körperzellen befördert, damit sie mit Zucker versorgt werden können. Entscheidend dafür ist das Vorhandensein von ausreichend Insulin. Weil Kohlenhydrate und Insulin aufeinander abgestimmt sein müssen, ist für insulinpflichtige Diabetiker das Berechnen der Kohlenhydrate notwendig. Dies geschieht mit Hilfe der Broteinheit oder Kohlenhydrat- Einheit. In sog. Kohlenhydrat-Austauschtabellen sind sämtliche, zu berechnende Lebensmittel aufgeführt. 20

21 Kohlenhydrat-Einheit Die Kohlenhydrat-Einheit ist eine Maßeinheit zur Berechnung der Kohlenhydrate.10 g Kohlenhydrate sind 1 Kohlenhydrat-Einheit, abgekürzt 1 KE/KHE. In sog. Kohlenhydrat- Austauschtabellen wird genau die Menge des Lebensmittels angegeben, die 10g Kohlenhydrate (= 1 KE/KHE) enthält. Bsp.: 1 KE/KHE entsprechen 25 g Vollkornbrot 90 g Apfel 200 ml Milch, etc. Neben der Kohlenhydrat-Einheit gibt es auch die Broteinheit als Berechnungsgröße. Beide Berechnungseinheiten für Kohlenhydrate werden als sog. Schätzeinheiten bezeichnet. Koma Der Begriff Koma kommt aus dem Griechischen und bedeutet tiefer Schlaf. Es handelt sich dabei um eine Bewusstlosigkeit bzw. die höchste Stufe der Bewusstseinseintrübung. Ein diabetisches Koma ist eine lebensgefährliche Notfallsituation bei Diabetes mellitus. Durch frühzeitige Diagnose und vermehrte Schulungen werden heutzutage nur noch 10% aller Diabetiker mit Koma ins Krankenhaus eingeliefert. Konventionelle Insulintherapie Darunter versteht man eine Behandlung mit Insulin, wobei entweder einmal oder zweimal täglich ein Mischinsulin gespritzt wird. Koronare Herzkrankheit (KHK) Koronar bedeutet die Herzkranzgefäße betreffend. Bei der koronaren Herzkrankheit handelt es sich um eine Erkrankung des Herzens, welche durch verengte Herzkranzgefäße und verminderte Durchblutung der Herzmuskulatur gekennzeichnet ist. Lanzetten L Lanzetten werden bei der Blutzucker-Selbstkontrolle benötigt. Für die Messung des Zuckergehaltes im Blut ist ein Blutstropfen nötig. Diesen gewinnt man mit Hilfe eines kleinen, spitzen Stichwerkzeuges (Lanzette) aus der Fingerbeere oder dem Ohrläppchen. 21

22 Latenter Diabetes mellitus Früher verwendete Bezeichnung für eine gestörte Glukosetoleranz. Dies bedeutet, dass die Blutzuckerwerte zwar höher liegen als bei einem Nichtdiabetiker, jedoch niedriger als bei einem Diabetiker. Laserbehandlung Diabetiker, welche eine diabetische Retinopathie (siehe Augenerkrankung) entwickelt haben, können mit einer Laserbehandlung ein Fortschreiten der Augenerkrankung vermindern. Mit einem gebündelten Lichtstrahl werden krankhafte Bezirke der Augennetzhaut behandelt. Der Patient spürt dabei keinen Schmerz. Makroangiopathie M Makro = groß/angio = Blutgefäß/ pathie = Schädigung Unter Makroangiopathie versteht man die Schädigung der großen Blutgefäße (Arterien). Dazu zählen die Koronare Herzkrankheit, die Schädigung der hirnversorgenden Arterien sowie die Erkrankung der Beinarterien. Letzteres führt dazu, dass Beine und Füße nur unzureichend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden. Dadurch entstehen Schmerzen, vor allem beim Laufen. Die Folgen der Makroangiopathie können Herzinfarkt, Schlaganfall und Gangrän sein. Diabetiker sind von der Makroangiopathie und deren Folgen weit häufiger betroffen, als Nichtdiabetiker. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen, wie sie im Gesundheitspass Diabetes empfohlen werden, können das Entstehen und das Fortschreiten der Makroangiopathie einschränken. Mediterrane Kost In verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass die Bevölkerung der Mittelmeerländer weit weniger häufig einen Herzinfarkt erleidet als die Mittelund Nordeuropäer. Dies liegt u. a. an der typischen Ernährungsweise, der sog. mediterranen Kost. Diese mediterrane Essweise bedeutet: hoher Verzehr von Gemüse und Obst, großer Anteil an Getreideerzeugnissen, pflanzliche Öle, vorzugsweise Olivenöl, geringerer Verzehr von tierischen Fetten und Fleisch, dafür vermehrt Fisch. Metabolisches Syndrom Das gleichzeitige Auftreten von erhöhten Blutfetten, erhöhtem Blutdruck, Übergewicht und Typ-2-Diabetes wird als metabolisches Syndrom bezeichnet. Diese vier Risikofaktoren stellen ein erhöhtes Risiko für Gefäßschäden (Arteriosklerose) dar. Um eine Schädigung der Arterien 22

23 bzw. ein Fortschreiten der krankhaften Veränderungen an den großen Gefäßen zu vermeiden, ist eine frühzeitige Behandlung des metabolischen Syndroms sehr wichtig. Die größte Bedeutung hat dabei die Gewichtsabnahme. Bereits ein paar Kilogramm weniger führen zu einer Verbesserung der gesamten Krankheitssituation, d. h. verbesserte Blutdruck-, Blutfett- und Blutzuckerwerte. Entscheidend für den Erfolg ist die langsame Gewichtsabnahme und das Erhalten des erreichten Zielgewichts! Mikroalbuminurie Mikro = klein, gering/albumin = Eiweißstoff/urie = im Urin Unter Mikroalbuminurie versteht man eine gering erhöhte Konzentration von Eiweißstoffen im Urin (20 200mg/l). Dies ist ein Hinweis auf eine beginnende Schädigung der Nieren (s. Nierenerkrankung) und sollte sehr ernst genommen werden. Durch eine rechtzeitige Behandlung kann die Eiweißausscheidung wieder rückgängig gemacht oder zumindest ein Fortschreiten vermieden werden. Ein gesunder Mensch/Diabetiker scheidet kein Eiweiß im Urin aus. Werte unter 20 mg/l Urin gelten als normal. Mikroangiopathie Mikro = klein/angio = Blutgefäß/ pathie = Schädigung Unter Mikroangiopathie versteht man die Schädigung der kleinen Blutgefäße. Dazu zählen die Erkrankung der kleinen Blutgefäße an Augen und Nieren (s. Augenerkrankung und Nierenerkrankung). Mit einer optimalen Blutzucker- und Blutdruckeinstellung kann man das Entstehen und das Fortschreiten dieser Erkrankungen vermindern. Mischinsuline Mischinsuline haben eine konstante Mischung aus einem kurzwirksamen und einem langwirksamen Insulin. Der Anteil des kurzwirksamen Insulins kann zwischen 10 und 50% betragen. Die gebräuchlichsten Mischinsuline haben in ihrer Namensbezeichnung das entsprechende Mischungsverhältnis angegeben, um Verwechslungen zu vermeiden. Beispiele: Insuman Comb 25 = 25% kurzwirksames Insulin und 75% langwirksames Insulin Humalog Mix 25 = 25% sehr kurzwirksames Insulin und 75 % langwirksames Insulin, etc. Berlinsulin 30/70 = 30% kurzwirksames Insulin und 70% langwirksames Insulin Insulin Actraphane HM 50/50 = 50% kurzwirksames Insulin und 50% langwirksames Insulin 23

24 Mischinsuline sind trübe Insuline, welche vor der Injektion gut durchgemischt werden müssen, um ihre korrekte Wirkung entfalten zu können. MultiFibre Ballaststoffe sind zur Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der Darmfunktion unerlässlich. Für deren Wirkung ist nicht nur die Menge von Bedeutung. Entscheidend ist vielmehr die Zusammensetzung der Ballaststoffe. Die prebiotische Ballaststoffkomponente MF6 MultiFibre enthält sechs funktionelle Ballaststoffe und unterstützt damit die Darmfunktionen. Sie sorgen für eine normale Keimbesiedlung des Darmes und wirken einer Verstopfung sowie Durchfall entgegen. Nervenerkrankung (Diabetische Neuropathie) N Die diabetische Neuropathie bezeichnet eine Schädigung der Nerven. Man unterteilt in periphere und autonome Neuropathie. Bei der peripheren Neuropathie sind in erster Linie die Nerven der Beine und Füße betroffen. Vermindertes Schmerz- und Temperaturempfinden sind die Folge. Ist das unwillkürliche Nervensystem betroffen, spricht man von autonomer Neuropathie. Hierbei findet man Störungen am Herz-Kreislauf-System, an den Verdauungsorganen, an der Harnblase oder an den Geschlechtsorganen. Die Folgen sind schmerzlose Herzinfarkte, Durchfälle und Verstopfungen, gehäufte Blasenentzündungen sowie Potenzstörungen. Nach mehr als 10-jähriger Diabetesdauer haben ca. 50% der Diabetiker Hinweise auf eine diabetische Nervenschädigung, die durch längerfristig erhöhte Blutzuckerwerte entsteht. Zur Vorbeugung dient allein eine langfristig optimale Blutzuckereinstellung. Myokardinfarkt (s. Herzinfarkt) 24

25 Nierenerkrankung (Diabetische Nephropathie) Bei der diabetischen Nephropathie handelt es sich um eine Schädigung der kleinen Blutgefäße der Nieren. Der Grund dafür sind langfristig erhöhte Blutzuckerwerte. Die Folge ist zunächst eine vermehrte Ausscheidung von Eiweiß im Urin und häufig erhöhte Blutdruckwerte. Diese ersten Anzeichen müssen wirksam behandelt werden, um ein Fortschreiten der Nierenerkrankung aufzuhalten. Dazu gehören neben einer guten Blutzuckerund Blutdruckeinstellung auch eine eiweißreduzierte Ernährung (vorwiegend vegetarisches Essen) sowie Nichtrauchen. Zur Vorbeugung zählen eine optimale Blutzuckereinstellung sowie die regelmäßige Untersuchung des Urins auf Mikroalbuminurie. Dadurch kann der Diabetiker dem Schicksal der Dialyse (künstliche Blutreinigung bei Versagen der Nieren) entrinnen. Ca. ein Drittel aller dialysepflichtigen Patienten in Deutschland sind Diabetiker, die meisten davon Typ-2-Diabetiker! Nierenschwelle Unter Nierenschwelle versteht man den Blutzuckerwert, bei dem der Körper überschüssigen Zucker über die Nieren ausscheidet. In der Regel liegt dieser Schwellenwert bei einer Blutzuckerkonzentration von 180mg/ dl. Er kann sich aber auch über mg/dl erstrecken. Wird die genannte Nierenschwelle überschritten, so scheidet der Körper Zucker im Urin aus. Diese Zuckerkonzentration kann mittels Harnzucker-Selbstkontrolle festgestellt werden. Normalinsulin Normalinsulin ist ein kurzwirksames Insulin mit einer Wirkdauer von ca. 4 6 Stunden. 15 Minuten nach der Injektion beginnt die Wirkung. Normalinsulin ist ein klares Insulin. Falls es Schlieren aufweist, ist es nicht mehr zu gebrauchen. NPH-Insuline NPH-Insuline sind sog. Verzögerungsinsuline, d. h. sie sind langsamwirksam. In der Regel beträgt ihre Wirkdauer Stunden. NPH heißt neutrales Protamin Hagedorn. Dieses neutrale Protamin ist ein Eiweißstoff, welcher für die verzögerte Wirkung dieses Insulins verantwortlich ist Minuten nach der Injektion beginnt die Wirkung. NPH-Insulin ist ein trübes Insulin, welches vor der Injektion gut durchgemischt werden muss, um seine verzögerte Wirkung entfalten zu können. 25

26 Orale Antidiabetika Orale Antidiabetika sind Medikamente in Tablettenform, die zur Behandlung der Diabetes mellitus eingesetzt werden. Dabei unterscheidet man fünf Wirkstoffgruppen: 1. Acarbose 2. Biguanide (Metformin) 3. Sulfonylharnstoffe 4. Repaglinide 5. Glitazone O Die genannten fünf Gruppen unterscheiden sich erheblich in ihrer Wirkung im menschlichen Körper. 1. Acarbose hemmt die Zuckeraufnahme aus dem Darm ins Blut. Sie können somit erhöhte Blutzuckerwerte nach dem Essen senken bzw. regulieren. 2. Biguanide (Metformin) verbessern die Zuckerverwertung in der Körperzelle, d. h. sie verhelfen dem Insulin wieder zu einer besseren Wirkung. Außerdem hemmen sie die Zuckerneubildung in der Leber, wodurch sich bessere Nüchternblutzuckerwerte ergeben. Beim Typ-2-Diabetiker wird vor allem nachts mehr Zucker in der Leber gebildet und ans Blut abgegeben. Des Weiteren können erhöhte Blutfettwerte unter Metforminbehandlung gesenkt werden. 3. Sulfonylharnstoffe steigern die Insulinabgabe aus der Bauchspeicheldrüse. Aufgrund der langen Wirkdauer (je nach Sorte Stunden), verbunden mit unzureichender Kohlenhydratzufuhr oder vermehrter Bewegung, kann es zu einer Unterzuckerung kommen. Bei den Wirkstoffgruppen 1 und 2 kann es zu keiner Unterzuckerung kommen. 4. Repaglinide wirken ähnlich wie die Sulfonylharnstoffe. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist ihre kürzere Wirkdauer von 2 3 Stunden. Dadurch verringert sich auch die Unterzuckerungsgefahr wesentlich. Diese relativ neue Tablette wird direkt vor der Mahlzeit eingenommen. Will oder kann man nichts essen, wird die Tablette einfach weggelassen. 5. Glitazone vertreten die neueste Wirkstoffgruppe. Sie haben die Eigenschaft, die sog. Insulinresistenz, welche beim Typ-2-Diabetiker häufig anzutreffen ist, in erheblichem Maße zu verbessern. Die Folge ist eine Senkung der Blutzuckerwerte aufgrund der verbesserten Wirkung des körpereigenen Insulins. Zu beachten ist, dass die volle Wirksamkeit erst nach ca Wochen erreicht wird. Pankreas (s. Bauchspeicheldrüse) Pen (s. Insulinpen) P 26

27 Polyneuropathie Sind viele (poly = viel) Nerven erkrankt oder geschädigt, spricht man von einer Polyneuropathie (s. Nervenerkrankung). fort. Nach mehr oder weniger kurzer Zeit muss das Ganze wiederholt werden. Dies ist abhängig von dem Ausmaß der Durchblutungsstörung. Diese Krankheit ist bei Diabetikern wesentlich häufiger als bei Nichtdiabetikern. Sie zählt zur Schädigung der großen Gefäße (Makroangiopathie). Schlaganfall Protein (s. Eiweiß) Salz (s. Kochsalz) S Schaufensterkrankheit Darunter versteht man die bei Belastung auftretenden, heftigen Wadenschmerzen im Rahmen der Durchblutungsstörung von Füßen und Beinen. Schnelles Gehen, Aufwärtssteigen und Kälte verstärken die Beschwerden. Aufgrund der mangelnden Durchblutung treten nach einer gewissen Wegstrecke Schmerzen auf, die erst durch Stehen bleiben und Abwarten besser werden. Damit dies nicht so auffällt, bleibt man gern vor einem Schaufenster stehen, wartet ab, bis die Schmerzen nachlassen und setzt dann erst seinen Weg wieder Unter Schlaganfall versteht man eine akute, lebensbedrohende, unzureichende Versorgung der Hirnarterien mit Blut und damit auch Sauerstoff. Ursache dafür sind Durchblutungsstörungen der hirnversorgenden Arterien. Bluthochdruck, erhöhte Blutzuckerwerte und Rauchen sind zu einem hohen Prozentsatz mit auslösende Faktoren. Schlaganfälle kommen bei Diabetikern wesentlich häufiger vor als bei Nichtdiabetikern. Sie zählen mit zu den häufigsten Komplikationen bei Makroangiopathie. Eine gute Blutzucker- und Blutdruckeinstellung, normale Blutfettwerte sowie Nichtrauchen können einen Schlaganfall vorbeugen. Schulung Schulung gehört zu den fünf Säulen der Diabetesbehandlung. Die Diabetiker-Schulung soll dem Patienten notwendiges Wissen vermitteln, welches er zum reibungslosen Umgang mit seiner chronischen Erkrankung benötigt. Hierbei spielen die Aufklä- 27

28 rung über richtige Ernährung, Selbstkontrolle und den richtigen Einsatz der Medikamente eine große Rolle. Kompetente Schulungsteams setzen sich aus Fachkräften wie Ärzten, Diabetes- und Ernährungsberater- Innen, Krankenschwestern oder -pflegern und Bewegungstherapeuten zusammen. Selbstkontrolle Selbstkontrolle zählt zu den fünf Säulen der Diabetesbehandlung. Unter Selbstkontrolle versteht man die selbstständige Kontrolle von: Blutzucker Harnzucker Blutdruck Körpergewicht Wichtig sind dabei das Notieren der Meßergebnisse und evtl. notwendige Veränderungen der Behandlung. Diese sollten mit dem Hausarzt besprochen werden. Sondennahrung für Diabetiker Sondennahrungen sind für Menschen entwickelt worden, die sich nicht auf normalem Weg ernähren können. Sie können, wollen oder dürfen nicht essen. Sondennahrungen enthalten sämtliche Nährstoffe, die der Mensch zum Leben benötigt. Sondennahrung wird in flüssiger Form in Flaschen oder Beuteln angeboten. Die neuen Ernährungsempfehlungen der Diabetesgesellschaften haben dazu geführt, dass die modernen Sondennahrungen für Diabetiker in ihrer Zusammensetzung entsprechend angepasst wurden. Sie enthalten weniger Kohlenhydrate, eine ausgewogene Ballaststoffmischung und einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren (s. Fettsäuren). Pfrimmer Nutricia bietet die Diabetikerprodukte Diason und Diason L.EN an. Sondennahrung und Insulintherapie Benötigen Diabetiker eine Sondennahrung, so sollten, im Hinblick auf das Zusammenspiel der Kohlenhydratund Insulinwirkung, folgende Regeln beachtet werden: Einsatz von modernen Sondennahrungen für Diabetiker, Behandlung mit Mischinsulin vorziehen, Anpassung der Insulindosis an die Menge der Kohlenhydrate in der Sondennahrung, sofort nach der Insulininjektion beginnen, die Sondennahrung zu verabreichen (dies gilt nur für sondenernährte Diabetiker), Verabreichung der Sondennahrung mit Ernährungspumpe, Verabreichung der Sondennahrung mit Dauertropf-Schema, Laufrate der Sondennahrung sollte 160 ml/stunde nicht übersteigen. Spritz-Ess-Abstand Darunter versteht man die Wartezeit zwischen dem Zeitpunkt der Injektion 28

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