Klimawandel in der Region Wahrnehmung. Wirkung. Wege November 2016 Dr. Johannes Franke

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1 Wahrnehmung. Wirkung. Wege November 2016 Dr. Johannes Franke

2 Was wissen wir über den Klimawandel in der Region? Mittelungszeiträume 30jähriger Mittelungszeitraum Klimanormalperioden (Änderungen) Referenzperiode: zur Bewertung des langfristigen Klimawandels festgelegt (WMO, 2014) Bezugsperiode: (10jährige Fortschreibung: , ) 10jähriger Mittelungszeitraum Dekaden (Schwankungen) ,, , November 2016 Dr. Johannes Franke

3 Was wissen wir über den Klimawandel in der Region? Bezugszeiträume Okt Nov Dez Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jahr meteorol. Winterhalbjahr meteorol. Sommerhalbjahr Vegetationsperiode I Vegetationsperiode II Winter Frühjahr Sommer Herbst Okt Nov Dez Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez November 2016 Dr. Johannes Franke

4 Was wissen wir über den Klimawandel in der Region? Bezugsräume November 2016 Dr. Johannes Franke

5 Was wissen wir über den Klimawandel in der Region? Raum- und Zeitskalen (Maßstäbigkeit) Jede Änderung im Energiehaushalt des Planeten Erde muss (z.b. zu regional unterschiedlichen Zusammensetzung Klimaänderungen Atmosphäre) führen, muss zu weil regional unterschiedlichen Klimaänderungen führen, weil Ozean- und Landoberflächen regional sehr stark unterschiedliche Änderungen Ozean- und Landoberflächen im Energiehaushalt regional zeigen, sehr worauf stark wiederum unterschiedliche Änderungen im Energiehaushalt zeigen, worauf wiederum die allgemeine Zirkulation in Atmosphäre und im Ozean mit Zeitskalen von die Stunden allgemeine bis einigen Zirkulation Jahrhunderten in Atmosphäre reagieren. und im Ozean mit Zeitskalen von Stunden bis einigen Jahrhunderten reagieren. Klima ändert sich also immer, die Frage ist nur wie schnell. (Graßl, 2016) Klima ändert sich also immer, die Frage ist nur wie schnell. Klimaänderung vs. Klimaschwankung November 2016 Dr. Johannes Franke

6 Was wissen wir über den Klimawandel in der Region? Treibhausgas-Monitoring (CO 2 ) Quelle: Presseinfo Nr. 17 des UBA vom Quelle: TU Dresden, Professur Meteorologie (09/2016) November 2016 Dr. Johannes Franke

7 Breitengrade Klimawandel in der Region Was wissen wir über den Klimawandel in der Region? Zonale Jahresmittel der Lufttemperatur, ( vs. 1961/90) polare Zone kaltgemäßigte Mittelbreiten warm- Tropen-Zone November 2016 Dr. Johannes Franke Quelle: (2016); Daten: Land-Ocean Temperature Index LOTI (C) - Hadley/Reynolds

8 Was wissen wir über den Klimawandel in der Region? Zirkulationsformen über Europa, ( vs. 1961/90), Jahr Modifizierungen in der atmosphärischen Zirkulation: Auftreten (s. Abb.) Persistenz Charakteristik ozeanische Zirkulation November 2016 Dr. Johannes Franke Daten: Deutscher Wetterdienst, 2016

9 Was wissen wir über den Klimawandel in der Region? Lufttemperatur Sachsen Monatsmittel (ºC), Bereiche der Temperaturverteilung: oberer Sommertage (Tmax > 25 ºC) mittlerer Jahresmittel unterer Frosttage (Tmin < 0 ºC) November 2016 Dr. Johannes Franke

10 Was wissen wir über den Klimawandel in der Region? Klimanormalperioden (Änderung) Planungsregion Chemnitz Jahresmittel (+0,6K) Sommertage (+25%) Frosttage (-5%) November 2016 Dr. Johannes Franke

11 Was wissen wir über den Klimawandel in der Region? Dekaden (Schwankungen) Planungsregion Chemnitz Klimaelement/ -größe Jahr (Jan-Dez): Lufttemperatur (K) Sommertage (%) Frosttage (%) Abweichungen vs ,1 0 +0,3 +0,6 +0,9 7,1 C 7,2 C 7,5 C 7,9 C 8,2 C d 19 d 21 d 26 d 30 d d 109 d 103 d 104 d 103 d November 2016 Dr. Johannes Franke

12 Was wissen wir über den Klimawandel in der Region? Statement zur Entwicklung der Winter Ursache überproportionaler Temperaturanstieg in Arktis führt zur Abschwächung der Westwinddrift (zonale Zirkulation) winterliche Kontinentalhochs können häufiger wirksam werden, deren genaue Lage den tatsächlichen Verlauf unserer Winter bestimmen Wirkung tendenzielle Schwankungszunahme ("von-jahr-zu-jahr", dekadisch) November 2016 Dr. Johannes Franke

13 Was wissen wir über den Klimawandel in der Region? Kernaussagen Die regionale Klimaentwicklung seit den 1960er Jahren zeigt eine hohe natürliche Variabilität, die aber zunehmend von mittleren Trends der Erwärmung überlagert ist, was komplexe Auswirkungen zur Folge hat! Ursachen dafür sind Änderungen in der atmosphärischen und ozeanischen Zirkulation als Folge des globalen Temperaturanstieges! Umfangreiche Untersuchungen haben ergeben, dass der Klimawandel mit dem Risiko einer Zunahme witterungsbedingter Extreme einhergeht, die aber nur mit besonderen Verfahren erkennbar werden! November 2016 Dr. Johannes Franke

14 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Niederschlag Sachsen Monatssummen (mm), Bereiche der Niederschlagsverteilung: oberer Starkregen (R90p, R95p) unterer Trockenheit (SPEI) November 2016 Dr. Johannes Franke

15 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Starkregen: Auftreten (Jahr) Planungsregion Chemnitz November 2016 Dr. Johannes Franke

16 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Starkregen: Intensität (Jahr) Planungsregion Chemnitz November 2016 Dr. Johannes Franke

17 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Starkregen: Auftreten, Intensität ( vs. 1961/90), Jahr Auftreten (R90p, R95p) Intensität (R90p, R95p) November 2016 Dr. Johannes Franke

18 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Starkregen: Auftreten, Intensität ( vs. 1961/90), Jahr Auftretenshäufigkeit Intensität Verhältnis Zunahmen vs. Abnahmen für Kerngebiete (R90p, R95p): LK Zwickau 10:1 40:1 LK Mittelsachsen 50:1 70:1 LK Erzgebirgskreis 80:1 55:1 LK Vogtlandkreis 3:2 30:1 Planungsregion Chemnitz 10:1 50: November 2016 Dr. Johannes Franke

19 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Starkregen: Auftreten ( vs. 1961/90), Jahr Ereignisse R90p Ereignisse R95p November 2016 Dr. Johannes Franke

20 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Starkregen: Auftreten ( vs. 1961/90), Jahr Planungsregion Chemnitz Ereignisse R90p Ereignisse R95p November 2016 Dr. Johannes Franke

21 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Starkregen: Auftreten ( vs. 1961/90), Jahreszeiten Frühjahr/ VP I: weitgehend flächendeckende Abnahmen Sommer/ VP II: weitgehend flächendeckende Zunahmen Herbst: Zweiteilung Sachsens an Elbe westlich: Zunahmen östlich: Abnahmen Winter: stark heterogene Raumstruktur November 2016 Dr. Johannes Franke Herbst (R90p, R95p)

22 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Starkregen: zeitlicher Verlauf des Auftretens 1961 bis 2015 Transekte: West-Ost (Görlitz) Nord-Süd (Fichtelberg) Zentral (Zinnwald) Ost (Löbau) November 2016 Dr. Johannes Franke

23 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Starkregen: Auftreten 1961 bis 2015 (VP II) Planungsregion Chemnitz T C 1961 F Ereignisse R90p November 2016 Dr. Johannes Franke Ereignisse R95p (T-Torgau, C-Chemnitz, F-Fichtelberg)

24 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Starkregen: Intensität ( vs. 1961/90), Jahr Ereignisse R90p Ereignisse R95p November 2016 Dr. Johannes Franke

25 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Starkregen: Intensität ( vs. 1961/90), Jahr Planungsregion Chemnitz Ereignisse R90p Ereignisse R95p November 2016 Dr. Johannes Franke

26 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Starkregen: Intensität ( vs. 1961/90), Jahr Planungsregion Chemnitz Ereignisse R90p Ereignisse R95p November 2016 Dr. Johannes Franke

27 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Starkregen: Fazit Planungsregion Chemnitz überwiegende Zunahme der Auftretenshäufigkeit und mittleren Intensität mit Bezug zum Jahr Differenzierungen zwischen den Jahreszeiten und Landkreisen Zunahmen insbesondere während der Sommermonate geht hier mit einer erhöhten Hitzebelastung einher! November 2016 Dr. Johannes Franke

28 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Häufigkeit»starker«und»extremer«Trockenereignisse (SPEI), VP I November 2016 Dr. Johannes Franke

29 Witterungsbedingte Extreme als besondere Herausforderung! Trockenheit (SPEI): Charakteristika ( vs. 1961/90) Häufigkeit (%) Andauer (%) Schwere (%) zeitlicher Bezug Vegetationsperiode I mehrjährig Ausprägung»stark«und»extremmoderat«Planungsregion Chemnitz LK Zwickau LK Mittelsachsen LK Erzgebirgskreis LK Vogtlandkreis November 2016 Dr. Johannes Franke

30 Kernaussagen (aus Klimatologie , 55 Jahre) Kontinuierliche Erwärmung mit erhöhter Hitzebelastung im Sommer erhöhtes Risiko lokaler Hochwässer in kleineren Einzugsgebieten durch Zunahmen in der Häufigkeit und Intensität von Starkregenereignissen erhöhtes Trockenheitsrisiko in VP I (April bis Juni) insbesondere durch Niederschlagsabnahmen November 2016 Dr. Johannes Franke

31 Kernaussagen (aus Klimatologie , 55 Jahre) erhöhtes Erosionsrisiko in VP II (Juli bis September) Verbesserung des potentiellen Wasserdargebotes, insbesondere durch Niederschlagszunahmen, wobei Zunahme des Starkregen-Anteils an Niederschlagssummen trockene Abschnitte werden von Starkregenereignissen unterbrochen November 2016 Dr. Johannes Franke

32 Gegenwärtige Tendenz (Jahre ) Schlagwort "Kumulation" vergleichsweise sehr hohes Temperaturniveau in Kombination mit kumulatives Wasserdefizit (insbesondere aus Winter, Frühjahr) führt zu landwirtschaftlicher, forstlicher, hydrologischer Trockenheit November 2016 Dr. Johannes Franke

33 Womit beschäftigen wir uns November 2016 Dr. Johannes Franke

34 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit Regionales Klimainformationssystem Für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen November 2016 Dr. Johannes Franke

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