Rechnungswesen 1-3, Grünig, Sigrist, Verlag Grünig, Sigrist, Schüpfheim, neuste

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1 Schullehrplan Finanz- & Rechnungswesen Schwerpunktfach 1. Allgemeines Grundlagen - Berufsmaturitätsverordnung vom , inkl. Änderung vom Rahmenlehrplan für die Berufsmaturität kaufmännische Richtung vom Kant. Verordnung zum Einführungsgesetz vom zum Berufsbildungsgesetz, Änderung vom Abteilung M-Profil: KVM lehrbegleitende kaufmännische Berufsmaturität Fachvorstand Andres Kuhn, Rudolf Kolmstetter Lehrmittel Rechnungswesen 1-3, Grünig, Sigrist, Verlag Grünig, Sigrist, Schüpfheim, neuste verteilung je Woche Auflage 1. Semester 2. Semester 3. Semester 4. Semester 5. Semester 6.Semester Allgemeine Bildungsziele Der Unterricht in Finanz- und Rechnungswesen basiert auf einem fächerübergreifenden Ansatz und zeigt die Zusammenhänge auf zur Volkswirtschaftslehre (Makro-Ökonomie), zur Betriebswirtschaftslehre (Mikro-Ökonomie), zum Wirtschaftsrecht und zu quantitativen Methoden. Die Lernenden verstehen den Stellenwert des Finanz- und Rechnungswesens in einer Unternehmung. Sie sind sich der Wichtigkeit bewusst, eine Finanzbuchhaltung zu führen, die den gesetzlichen Bestimmungen und den Gepflogenheiten der Wirtschaftspraxis entspricht. Sie sind in der Lage, Berechnungen im kaufmännischen Bereich durchzuführen, eine Finanzbuchhaltung zu führen und auszuwerten. Sie verstehen die grundlegenden Zusammenhänge der Betriebsabrechnung. Die Lernenden sind in der Lage, finanzwirtschaftliche Analysen durchzuführen und erkennen dadurch, dass von verschiedenen Interessengruppen Ansprüche an eine Unternehmung gestellt werden. 3. Richtziele Kenntnisse materielle und finanzielle Ströme in einer Wirtschaftseinheit kennen den Nutzen des Finanz- und Rechnungswesens für die Führung einer Wirtschaftseinheit kennen die in der Wirtschaftspraxis angewandten Kalkulationsmethoden verstehen die Rechnungslegungsgrundsätze kennen Schullehrplan Finanz-& Rechnungswesen KVM, Juli 2012 Seite 1 von 7

2 Fertigkeiten Haltungen Bestimmungen zur Rechnungslegung finden selbstständig Informationen beschaffen und verarbeiten fähig sein, die Finanzbuchhaltung zu führen Probleme des Finanz- und Rechnungswesens mit Standard-Software lösen Ergebnisse in einer geeigneten Form für verschiedene Anspruchsgruppen präsentieren Grundlagen der Betriebsabrechnung kennen und Betriebsabrechnungen erstellen und auswerten Geldflussrechnung kennen und in einfacher Form anwenden Vernetzung des Finanz- und Rechnungswesens mit anderen Fächern erkennen und darstellen sich der Wichtigkeit der gesetzlichen Grundlagen zur Buchführung bewusst sein sich der Verantwortung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im finanziellen Bereich einer Unternehmung tätig sind, bewusst sein sich des Nutzens von finanzwirtschaftlichen Betrachtungsweisen bewusst sein, mögliche Verbindungen zu anderen beruflichen und gesellschaftlichen Bereichen wahrnehmen und solche auch anstreben 4. Interdisziplinarität Intradisziplinäres Lernen findet innerhalb des Faches statt hemen werden multi- oder pluridisziplinär angegangen hemen werden interdisziplinär, d. h. durch verschiedene Disziplinen in integrierender Weise unterrichtet Für den pluri- bzw. interdisziplinären Unterricht sind 32, d. h. 10% der Unterrichtszeit, veranschlagt. Schullehrplan Finanz-& Rechnungswesen KVM, Juli 2012 Seite 2 von 7

3 5. und Inhalte Inhalte/hemen 1 6 Gliederung der Bilanzen Aktiv- und Passivkonten 6 Auswirkung von Geschäftsfällen auf die Bilanz Journal, Hauptbuch, Buchungssatz 4 Erfolgsrechnung - Bilanzen von Industrie-, Dienstleistungs- und Handelsbetrieben aufstellen sowie Unterschiede erklären - Zusammenhängende Geschäftsabläufe verschiedenartiger Betriebe verbuchen und die Auswirkungen auf die Bilanz erkennen und erklären - Erfolgsrechnungen von Industrie-, Dienstleistungs- und Handelsbetrieben aufstellen und dabei Gewinne und Verluste erkennen. ests* Hinweise, Empfehlungen, Interdisziplinarität Verknüpfung mit Einteilung der Unternehmungen nach Branchen Verknüpfung mit Kontenrahmen KMU Verknüpfung mit Kontenrahmen KMU erfolgswirksame Buchungssätze doppelter Erfolgsnachweis Wareneinkauf und Warenverkauf Bestandeskorrektur und Begriffe 5 Einstands- und Verkaufspreiskalkulation - Zusammenhängende Geschäftsfälle verschiedenartiger Betriebe verbuchen und mit Bilanz und Erfolgsrechnung abschliessen. - Erfolg einer Unternehmung berechnen und verbuchen - Die Konten Wareneinkauf, Warenverkauf und Warenbestand führen und den Warenverkehr verbuchen - Die Lagerveränderung am Schluss des Geschäftsjahres verbuchen und die Begriffe Nettoerlös, Bruttogewinn, Einstandswert der eingekauften wie der verkauften Ware bestimmen. - Berechnen des Einstandspreises sowie des Bruttokreditverkaufspreises in Warenhandelsbetrieben. Kosten der Lagerhaltung sowie evtl. optimale Lagermenge aufzeigen Betriebswirtschaftliche Überlegungen zur Preisfestsetzung aufzeigen Aufzeigen, wie teuer ein nicht beanspruchter Skontoabzug ist 2 2-stufige Erfolgsrechnung - Brutto- und Betriebserfolg in Warenhandelsbetrieben berechnen 9 Zinsrechnen - Zinsen nach der allgemeinen und der kaufmännischen Zinsformel berechnen. Aufgabe der Verrechnungssteuer im Steuersystem verstehen - Saldokontokorrente analysieren. - Die Verrechnungssteuer erklären und verbuchen 5 Reserve und Prüfungen Schullehrplan Finanz-& Rechnungswesen KVM, Juli 2012 Seite 3 von 7

4 Inhalte/hemen ests* Hinweise, Empfehlungen, Interdisziplinarität 2 10 fremde Währungen - Fremdwährungsbeträge umrechnen und Kurse berechnen. Vorteil des EURO aufzeigen Geschäftsfälle in fremder Währung in Schweizer Franken verbuchen und Kursdifferenzen ausgleichen. 6 Offenpostenbuchhaltung - Die Buchhaltung mit ruhenden Debitoren- und Kreditorenkonten führen. - Korrekturverbuchung am Ende des Geschäftsjahres vornehmen. Wichtigkeit der Offenpostenbuchhaltung für kleine Unternehmen aufzeigen. 3 Debitorenverluste - Endgültige Debitorenverluste als Erlösminderung verbuchen Die Bedeutung des Mahnwesens aufzeigen und Verknüpfung mit dem Einleitungsverfahrens im SCHKG 6 Mehrwertsteuer - Die Mehrwertsteuer nach der Brutto- und Nettomethode verbuchen Vergleich der Mehrwertsteuersätze Schweiz-EU. - Abrechnung nach der Saldosteuersatzmethode kennen und verbuchen 4 Lohnabrechnung - Lohnabrechnungen erstellen (inkl. Berechnung der einzelnen Abzüge) Verknüpfung mit dem 3-Säulen-Prinzip und verbuchen (inkl. Arbeitgeberbeiträge) 4 3-stufige Erfolgsrechnung - Berechnung von Brutto-, Betriebs- und Unternehmenserfolg im Han- Verknüpfung mit Kontenrahmen KMU delsbetrieb. Reduktion auf 2 Stufen (Betriebs- und Unternehmensernehmenserfolg) im Produktionsbetrieb. 14 Wertschriften - Wertschriftenkäufe und verkäufe aufgrund von Abrechnungen verbu chen (separate Verbuchung von Kurswert und Spesen). - Wertschriftenaufwand und ertrag in getrennten Konten verbuchen Verknüpfung mit Banken und Börse Repetition Zinsrechnen für die Marchzinsberechnung - Zusammenhängende Geschäftsabläufe mit Wertschriften verbuchen und Kursdifferenzen berechnen und verbuchen - Rendite der verschiedenen Anlagen berechnen 6 Reserve und Prüfungen Inhalte/hemen 3 8 Immobilien - Zusammenhängende Geschäftsabläufe (inkl. Immobilienhandel) mit Immobilien in den Konten Immobilien sowie Immobilienaufwand und - ertrag verbuchen. - Brutto- und Nettorendite von Immobilien berechnen 3 Anzahlungen - Die Konten Anzahlung von Kunden und an Lieferanten in der Bilanz einordnen - Zusammenhängende Geschäftsabläufe mit Anzahlungen verbuchen ests* Hinweise, Empfehlungen, Interdisziplinarität Renditevergleiche mit anderen Anlageformen Verknüpfung mit Kontenrahmen KMU Schullehrplan Finanz-& Rechnungswesen KVM, Juli 2012 Seite 4 von 7

5 3 8 ransitorische Konten Rückstellungen - ransitorische Aktiven und Passiven über mehrere Jahre führen und deren Zweck erkennen - Rückstellungen buchen und erklären 8 Abschreibungen - Die Abschreibungsbeträge linear und degressiv berechnen - Verbuchung der Abschreibungsbeträge nach der direkten und indirekten Methode. Erfolgsrechnung als Periodenrechnung repetieren Auswirkungen von Abschreibungen auf den Gewinn erklären 4 Delkredere - Das Delkredere-Konto führen und dessen Funktion erklären Repetition der definitiven Debitorenverluste 4 Interdiziplinarität: Beispiele aus dem Bereich VBR 5 Reserve und Prüfungen Inhalte/hemen 4 8 Einzelunternehmung - Geschäftsfälle in einer Einzelunternehmung (insbesondere Bezüge und Gutschriften des Unternehmers) verbuchen - Berechnung des Unternehmereinkommens - Abschluss des Privat- und Eigenkapitalkontos und Übertrag in die Bilanz 6 Kollektivgesellschaft - Verbuchung von Geschäftsfällen in einer Kollektivgesellschaft (insbesondere Bezüge und Gutschriften der Gesellschafter), Berechnung des Unternehmereinkommens, Jahresabschluss erstellen 7 Aktiengesellschaft - Jahresabschluss erstellen, den Gewinnverwendungsplan nach OR 671 aufstellen und verbuchen ests* Hinweise, Empfehlungen, Interdisziplinarität Auf die besondere Stellung der Eigenkapitalgeber eingehen Hinweis auf Gesellschaftervertrag Zweck der gesetzlichen Reserve erklären, Zielkonflikt Unternehmung und Aktionär bei Gewinnverwendung beschreiben, Überschuldung gemäss OR 725 erläutern 4 Bewertung - Die Bewertungsvorschriften nach OR beschreiben und anwenden Zweck zum Schutz des Gläubigers erläutern 6 Stille Reserven - Bildung und Auflösung stiller Reserven berechnen und verbuchen Auswirkungen auf Gläubiger und Aktionäre erklären 4 Interdiziplinarität: Beispiele aus dem Bereich VBR 5 Reserve und Prüfungen Schullehrplan Finanz-& Rechnungswesen KVM, Juli 2012 Seite 5 von 7

6 Sem. Richtwerte Inhalte/hemen ests* Hinweise, Empfehlungen, Interdisziplinarität 5 4 formelle Bilanzbereinigung - Detailliert gegliederte Bilanz erstellen als Vorbereitung für die Bilanzanalyse 8 Analyse des Jahresab- - Die wichtigsten Kennzahlen zur Bilanzstruktur und Rentabilität nach Finanzwirtschaftliche Ziele und Mittel aufzeigen schlusses vorgegebenen Formeln berechnen und interpretieren 14 Kalkulation im Handel - Kalkulationssätze und Schlüsselzahlen berechnen und anwenden, Kalkulationen inklusive MWS durchführen Verknüpfung mit Preispolitik, kostenorientierte vs konkurrenzorientierte Preisfindung 12 Betriebsabrechnung - Betriebsabrechnungsbogen für verschiedene Branchen erstellen, ent- Unterschied zur Kalkulation im Handel erklären sprechende Einzelkalkulationen durchführen, Unterschied Finanzbuchhaltung und Betriebsbuchhaltung kennen 10 Deckungsbeitragsrechrechnung - Mengenmässige und wertmässige Nutzschwelle (und Plangewinn) be- Kritische Preisuntergrenze diskutieren rechnen und grafisch darstellen 6 Reserve und Prüfungen Inhalte/hemen ests* Hinweise, Empfehlungen, Interdisziplinarität 6 6 Buchhaltung am PC - Selbstständig ein Fallbeispiel mit Hilfe eines gängigen Finanzbuchhal- Verknüpfung mit der Erfahrung im Lehrgeschäft lösen tungsprogrammes lösen 16 Geldflussrechnung - Cash-Flow (Fonds Geld) nach direkter und indirekter Methode berechnen, Geldflussrechnung (Fonds Geld) erstellen und interpretieren, Li- Bedeutung der Planungsrechnung bei Kreditaufnahmen oder bei Businessplanerstellung aufzeigen quiditätsplan aufstellen 20 Repetition 12 Reserve und Prüfungen * nach jedem Kapitel ist es möglich einen est durchzuführen. Pro Semester müssen mindestens drei Prüfungen durchgeführt werden. Schullehrplan Finanz-& Rechnungswesen KVM, Juli 2012 Seite 6 von 7

7 6. Berufsmaturitätsprüfung Schriftlich 180 Minuten Position 1 Position 2 Fachnote schriftliche Prüfungsnote (Nur halbe und ganze Prüfungsnoten) Zeugnisnote 5. Sem. + Zeugnisnote 6. Sem.: 2 (auf eine Dezimalstelle gerundet) Position 1 + Position 2: 2 (auf eine Dezimalstelle gerundet) Schullehrplan Finanz-& Rechnungswesen KVM, Juli 2012 Seite 7 von 7

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