Der räumliche Geltungsbereich wird durch ein WA - Allgemeines Wohngebiet - nach 4 BauNVO festgesetzt.

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1 Festsetzungen für den Bebauungsplan Rödenauen 3. und 4. Teil Planfassung vom In Kraft getreten am TEXTLICHE FESTSETZUNGEN Ergänzend zur Planzeichnung wird folgendes festgesetzt: Planungsrechtliche Festsetzungen für das gesamte Gebiet I. Bebauungsplan 1. Art der baulichen Nutzung Der räumliche Geltungsbereich wird durch ein WA - Allgemeines Wohngebiet - nach 4 BauNVO festgesetzt. Bereich A Einzelhausbebauung mit max. I + DG, wobei DG ein Vollgeschoss sein kann. - Traufhöhe: Für den Bereich A wird die Traufhöhe (gemessen an der Abtropfkante der Dacheindeckung) auf max. 3,35 m über Erdgeschossfußboden festgesetzt. Die Kniestockhöhe wird mit max. 1,125 m festgesetzt. - Dachform: Satteldach, Krüppelwalmdach, ausnahmsweise können andere Dachformen zugelassen werden. - Dachneigung: 30-45, - Dachdeckung: Ziegel oder Dachsteine in ortsüblichen Farben - Baugestaltung: Für den gesamten Bereich A werden Putzfassaden, rotes Sichtmauerwerk als Klinker- oder Backsteinfassade oder Natursteinverkleidungen festgesetzt. Grelle Farben sind ausgeschlossen. Holzverkleidungen kleiner als 1/3 der gesamten Fassade sind zulässig. Ausnahmsweise können Gebäude in Holzbauweise mit Sichtholzfassade zugelassen werden.

2 2 Bereich B II Zahl der Vollgeschosse als Höchstgrenze ( 16 Abs. 2 Nr. 3 BauNVO und 17 BauNVO) Bei zweigeschossiger Bebauung ist ein Kniestock unzulässig. Die Firsthöhe darf max. 10,00 m betragen (gemessen über EG - FB). Reine Flachdachkonstruktionen sind für die Hauptgebäude nur ausnahmsweise in Kombination mit anderen Dachformen zulässig. Diese Festsetzung greift für die Nebengebäude analog. Gebäude mit Rundholzfassaden sind unzulässig. 2. Maß der baulichen Nutzung 0,3 / 0,6 Grundflächenzahl ( 16 Abs. 2 Nr. 1 BauNVO) 3. Bauweise Für den Geltungsbereich ist die offene Bauweise nach 22 BauNVO festgesetzt. 4. Garagen, Carports und Stellplätze Für das Baugebiet ist eine Einzel- oder Doppelgarage gemäß 12 BauNVO festgelegt. Garagen und Carports sind innerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen unterzubringen. Stellplätze auf Privatgrund sind nur im Zufahrtsbereich entlang der öffentlichen Verkehrsfläche zulässig. Die Stellplatzflächen sind versickerungsfähig zu gestalten. Grenzgaragen einschließlich deren zugehörigen Nebenräume sind entsprechend Art. 7 Abs. 4 BayBO auszuführen. Vor jeder Garage sind 5 m Stauraum festgesetzt. 5. Nebenanlagen Nebenanlagen nach 14 BauNVO sind außerhalb der Baugrenzen nicht zulässig. Gerätehütten sind außerhalb der Baugrenzen zulässig, wenn sie nicht größer als 16 m² sind und ein Grenzabstand von mindestens 3 m eingehalten wird. 6. Einfriedungen Die Einfriedungen werden entlang von öffentlichen Verkehrsflächen (ausgenommen die Geh- und Radwege zum Außenbereich) auf eine max. Höhe von 1,00 m (einschließlich Sockel) festgelegt. lm Bereich der übrigen Grenzen sind Holz- oder Maschendrahtzäune bis max. 1,20 m und Heckenpflanzungen bis max. 1,50 m zulässig. 7. Höhenlage der baulichen Anlagen Im Geltungsbereich des Bebauungsplanes ist mit Grundwasser zu rechnen. Die Erdgeschossfußbodenhöhe wird mit max. 0,70 m über der Straßenhöhe festgesetzt. Diese Festsetzung erfolgt in Abhängigkeit von der Höhenlage des Entwässerungskanales. Bei der Entwässerung tieferliegender Räume ist unbedingt DIN Schutz gegen Rückstau - zu beachten. Abgrabungen und Aufschüttungen größeren Umfangs sind zu vermeiden. Stützmauern sind unzulässig. Böschungen müssen weich in das Umland übergehen. Notwendige steile Böschungen sind gärtnerisch zu gestalten. Im Grenzbereich zur bestehenden Bebauung und zum Außenbereich Rödenauen sind die natürlichen Geländehöhen beizubehalten. 8. Abstandsflächen

3 3 Die Abstandsflächen nach Art. 6 und 7 BayBO sind einzuhalten. 9. Entwässerung Die Entwässerung erfolgt im Trennsystem. Die Kanäle müssen dicht sein. Die Dichtigkeit ist vom Bauherrn durch eine Fachfirma nachzuweisen. Es wird empfohlen, das Niederschlagswasser über Sickeranlagen dem Untergrund zuzuführen oder gesammelt zur Gartenbewässerung zu nutzen. Ansonsten ist das Niederschlagswasser an den Regenwasserkanal anzuschließen. Eine Grundwasserabsenkung darf nicht erfolgen. Eine Hausring-Drainage zur Ableitung von Sickerwasser an den Regenwasserkanal ist zulässig. 10. Emissionen Durch ordnungsgemäße Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen hervorgerufene Emissionen sind von der Wohnnutzung hinzunehmen. 11. Hinweise Die Nutzung von Sonnenenergie, Regenwasser und anderen regenerativen Energien, Kompostierung u. ä. sind wünschenswert. Aufgefundene Bodendenkmäler sind unverzüglich der Archäologischen Außenstelle für Oberfranken, Schloss Seehof, Memmelsdorf, anzuzeigen (Art 8 Abs.1 Bay.DSchG) sowie unverändert zu belassen (Art. 8 Abs.2 Bay.DSchG). Die Fortsetzung der Erdarbeiten bedarf der Genehmigung (Art. 7 Abs. 1 Bay.DSchG). 12. Leitungen Sämtliche Leitungen sind unterirdisch zu verlegen. 13. Inkrafttreten Der Bebauungsplan wird mit der ortsüblichen Bekanntmachung nach 10 BauGB rechtsverbindlich. 14. Rechtliche Grundlagen des Bebauungsplanes Rödenauen 3. und 4. Teil sind: - das Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom (BGBI. I S. 2141, ber S. 137), - die Baunutzungsverordnung (BauNVO) in der Fassung der Bekanntmachung vom (BGBI. I S. 132), zuletzt geändert durch Gesetz vom (BGBI. I S. 466) - Planzeichenverordnung (PlanzV 90) in der Fassung der Bekanntmachung vom (BGBI. S. 58) und - die Bayerische Bauordnung (BayBO) (FN BayRS ). II. Grünordnungsplan

4 1. Die nicht überbauten Grundstücksflächen sind, soweit sie nicht gärtnerisch genutzt werden, ausreichend zu begrünen und zu bepflanzen. Einheimische Gehölze sollten Verwendung finden. 4 Jede unnötige Versiegelung des Bodens ist zu vermeiden. Flächenbefestigungen innerhalb der Baugrundstücke sind auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken. Im Bereich der Garagenzufahrten sind Befestigungen mit versickerungsfähigen Belägen vorzusehen (Pflaster, Rasenpflaster, wassergebundene Decke, Schotter). Der Bereich des Wendehammers ist, soweit es die Verkehrssicherheit erlaubt, mit versickerungsfähigen Belägen auszubilden und zu begrünen. 2. Pro Grundstück ist im Vorgarten ein kleinkroniger Laubbaum (Mindestpflanzqualität 3 x verpflanzt, Stammumfang 12-14) entsprechend der folgenden Artenliste zu pflanzen und zu unterhalten: Zierkirsche Zierapfel Vogelbeere Kleinkroniger Spitzahorn Feldahorn Robinie Rotdorn Kleinkronige Linden - Prunus spec. - Malus in Sorten - Sorbus aucuparia - Acer platanoides in Sorten - Acer campestre - Robinia spec - Crataegus laevigata `Pauls's Scarlet - Tilia spec. 3. Je 400 m² nicht überbauter Grundstücksfläche ist ein großkroniger Laubbaum (Mindestpflanzqualität 3 x verpflanzt, Stammumfang 14-16) oder hochstämmiger Obstbaum (Mindestpflanzqualität Stammumfang 12-14) der folgenden Arten zu pflanzen und zu unterhalten. Der Baum im Vorgartenbereich wird wie ein Laubbaum dieser Kategorie angerechnet: Stieleiche - Quercus robur Traubeneiche - Quercus petraea Spitzahorn - Acer platanoides Vogelbeere - Sorbus aucuparia Hainbuche - Carpinus betulus Salweide - Salix caprea Gemeine Esche - Fraxinus excelsior Winterlinde - Tilia cordata Hochstämmige Obstbäume in Sorten. 4. Die Anpflanzung einer Vogelschutzhecke zur Rödenaue hin und deren dauerhafte Unterhaltung wird vorgeschrieben. Dazu sind neben den vorher genannten Arten für großkronige Baumpflanzungen folgende Arten zu verwenden: Feldahorn Zitter-Pappel Flatterulme Feldulme Walnuss Speierling Elsbeere Trauben-Kirsche Haselnuss Schlehe Weißdorn Heckenkirsche Heckenrose Roter Hartriegel - Acer campestre - Populus tremula - Ulmus laevis - Ulmus carpinifolia - Juglans regia - Sorbus domestica - Sorbus torminalis - Prunus padus - Corylus avellana - Prunus spinosa - Crataegus monogyna - Lonicera xylosteum - Rosa spec. - Cornus sanguinea

5 5 Pfaffenhütchen Vogelkirsche Liguster - Euonymus europaeus - Prunus avium - Ligustrum vulgare 5. In der Straße Rödenauen ist eine Baumreihe mit mindestens 8 Straßenbäumen zu pflanzen. Die Verteilung bleibt der Straßenplanung vorbehalten. In der westlichen Verlängerung der Danziger Straße sind mindestens 12 Straßenbäume vorzusehen. Die Verteilung bleibt der Straßenplanung vorbehalten. 6. Festsetzungen zum Ausgleich Zum Ausgleich der durch das Baugebiet verursachten Eingriffe werden die Flur-Nrn. 1207, 1208, 1209 und 1217, soweit sie nicht für Wegeflächen und das bestehende Ü- berlaufbecken herangezogen werden, als Maßnahmen und Flächen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft als Ausgleichsflächen ( 9 Abs. 1 Nr. 20 u. 9 Abs. 1 a BauGB) festgesetzt. Ziel für Regenrückhaltebecken und angrenzende Flächen ist ein naturnah gestaltetes Becken (Vorbild Altwasser) mit Rückhaltefunktion und vorgeschaltetem Absetzbecken, dessen nordwestliche Teilfläche der Sukzession zu Ufergehölz/Auwald nach lnitialpflanzung und dessen südöstliche Teilfläche der Entwicklung zu extensiver Feuchtwiese ü- berlassen werden soll. (Anmerkung: Anrechenbare Ausgleichsfläche Flur-Nrn und 1209: 0,49 ha). Ziel für die weiteren Ausgleichsflächen in der Aue auf Flur-Nrn und 1217 sind extensive Wiesenflächen mit wechselnden Feuchteständen. Hierzu sind auf dem Gelände angelehnt parallel zum Verlauf der Röden Muldenbereiche auszubilden, die den Retentionsraum der Aue vergrößern und zu einer Vernässung der Standortbereiche führen (Anmerkung: Anrechenbare Ausgleichsfläche Flur-Nrn und 1217: 0,23 ha). Die Entwicklungs- und Pflegemaßnahmen sind in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde festzulegen und durchzuführen. Zum weiteren Ausgleich der Eingriffe durch den Bebauungsplan werden 0,9 ha Ausgleichsflächen aus dem Ökokonto der Stadt Neustadt b. Coburg zugeordnet. Die Ausgleichsmaßnahmen sind spätestens im zweiten Kalenderjahr, das auf den Baubeginn der Erschließungsarbeiten folgt, durchzuführen.

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