Dialog Consult-Newsletter Nr. 1/2014. TK-Marktstudie Deutschland 2014

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1 Dialog Consult-Newsletter Nr. 1/2014 TK-Marktstudie Deutschland 2014 VATM und Dialog Consult stellen am 28. Oktober 2014 in Düsseldorf gemeinsam ihre Studie zum Telekommunikationsmarkt 2014 vor Gesamtumsatz der TK-Dienste leicht rückläufig Wettbewerber tätigen 52 Prozent der Investitionen Deutliche Steigerung der Datenmenge im Mobilfunk und Festnetz Zahl der Breitbandanschlüsse steigt weiter auf 29,4 Millionen Deutsche simsen deutlich weniger und telefonieren nicht mehr ganz so viel Die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten in Deutschland werden 2014 mit 58,3 Milliarden Euro etwas rückläufig sein ( 0,7 Milliarden Euro), was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um 1,2 Prozent entspricht. Dabei wird der Umsatz im Mobilfunkbereich um rund 0,4 Milliarden Euro auf 24,8 Milliarden Euro ( 1,6 Prozent) und im TK-Festnetzbereich um 0,6 Milliarden Euro auf 28,4 Milliarden Euro ( 2,1 Prozent) zurückgehen. Der Umsatz mit Kabelnetzen hingegen kann mit einem Plus in Höhe von 0,3 Milliarden Euro (+6,3 Prozent) auf 5,1 Milliarden Euro gesteigert werden. Das sind Ergebnisse der 16. gemeinsamen TK-Marktstudie, die Dialog Consult und VATM heute in Düsseldorf vorgestellt haben. Die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten in Deutschland werden 2014 mit 58,3 Milliarden Euro etwas rückläufig sein Im Festnetz-Segment verbuchen die alternativen TK- Anbieter aufgrund von Kundenabwanderungen und einem anhaltend scharfen Preiswettbewerb insgesamt ein leichtes Umsatzminus in Höhe von 1,3 Prozent auf 15,0 Milliarden Euro ( 0,2 Milliarden Euro). Der Umsatz der Telekom sinkt 2014 in diesem Bereich aus den gleichen Gründen um 3,0 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro. Im Mobilfunkbereich erzielen die Wettbewerber einen Umsatz von insgesamt 17,3 Milliarden Euro ( 0,4 Milliarden Euro). Die Höhe der Investitionen in TK-Sachanlagen steigt auch in diesem Jahr trotz der erneut rückläufigen Umsätze insgesamt um 7,8 Prozent an und liegt bei 6,9 Milliarden Euro (2013: 6,4 Milliarden Euro). Die Wettbewerber tragen mit 3,6 Milliarden Euro erneut mehr als die Hälfte (mehr als 52 Prozent) des Investments. Seit der Marktliberalisierung haben sie in Deutschland 61,9 Milliarden Euro investiert. Die Zahl der Mitarbeiter verringert sich 2014 sowohl bei den alternativen Anbietern ( auf ) als auch bei der Deutschen Telekom ( auf ). Die Wettbewerber tragen mit 3,6 Milliarden Euro erneut mehr als die Hälfte der Investitionen in Sachanlagen Die Zahl der Festnetz-Breitbandanschlüsse steigt in diesem Jahr erneut: Sie nimmt um rund 0,7 Millionen auf 29,4 Millionen zu. Etwa 1,6 Millionen Haushalte ( ) werden in Deutschland Ende 2014 an Glasfasernetze mindestens bis zum Gebäudekeller (FTTB/FTTH) angeschlossen sein. Demgegenüber nimmt die Zahl der Haushalte, die diesen Anschluss auch tatsächlich buchen, im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig um 4,9 Prozent auf zu hiervon werden sogar rund ein Viertel nur für TV genutzt werden. Das Gesamtdatenvolumen des Breitband-Internetverkehrs im Festnetz wird um rund 31 Prozent auf 9,3 Milliarden Gigabyte zunehmen. Das aus Mobilfunknetzen abgehende Gesamtdatenübertragungsvolumen steigt laut Schätzung um 48 Prozent auf 395 Millionen Gigabyte werden die Datendienste 86 Prozent der Non-Voice- Umsätze im Mobilfunk ausmachen, während der Umsatz mit SMS deutlich um 38 Prozent sinkt. Einen Höchstwert gibt es bei der Anzahl der SIM-Karten der Netzbetreiber: Ende 2014 wird es rund 117,5 Millionen SIM- Karten geben (2013: 115,2 Millionen). SMS versenden die Mobilfunknutzer in diesem Jahr deutlich weniger: Pro Tag tippen sie nur noch 73,8 Millionen Kurznachrichten 2013 waren es noch 101,3 Millionen, so Prof. Dr. Torsten J. Gerpott, der die TK-Marktstudie wie in denvorjahren mitder Dialog Consult GmbH im Auftrag des VATM erstellt hat. Die Zahl der Festnetz-Breitbandanschlüsse steigt in diesem Jahr erneut: Sie nimmt um rund 0,7 Millionen auf 29,4 Millionen zu VATM-Präsident Martin Witt bewertete die Lage in der Branche: Der deutsche TK-Markt bleibt ein Vorbild für Europa in Sachen funktionierender Wettbewerb. Für die Dialog Consult GmbH Bismarckstraße Duisburg Telefon: (02 03) Fax: (02 03) Internet:

2 Seite 2 Dialog Consult-Newsletter, Nr. 1/2014: TK-Marktstudie Deutschland 2014 Verbraucher heißt das: Bessere Qualität zu stabilen Preisen. Witt wies in diesem Zusammenhang zugleich auf die Notwendigkeit der Regulierung hin: Trotz des Wettbewerbsniveaus hat die Telekom Deutschland nach wie vor eine dominante Stellung. Selbst in den Ballungszentren mit hohem Wettbewerberanteil ist der Wettbewerb regulierungsgetrieben. Schaffen wir wie von der Telekom gewünscht die Regulierung hier ab, schaffen wir auch den Wettbewerb ab. Die intensiven Diskussionen um die Versorgung mit schnellem Breitband in Deutschland zeigen, welch große Bedeutung die TK-Branche für den Wirtschafts- und Investitionsstandort Deutschland auch zukünftig haben wird. Gerade in bislang unterversorgten Gebieten spielen die Wettbewerber hierbei eine entscheidende Rolle in Sachen Netzausbau. Wenn es um die,vernünftige Mischung für die digitale Zukunft Deutschlands geht, sind wir uns in Sachen,Frequenzen und,förderung mit der Bundeskanzlerin einig als entscheidende dritte Zutat bleibt,fairer Wettbewerb weiter unerlässlich, erklärte VATM-Präsident Witt mit Blick auf die Debatte beim IT-Gipfel in der vergangenen Woche. Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste in Deutschland Von den Gesamtumsätzen in Höhe von rund 58,3 Milliarden Euro, die 2014 in Deutschland mit Telekommunikationsdiensten erzielt werden, entfallen 33,5 Milliarden Euro (57,5 Prozent) auf Festnetze und 24,8 Milliarden Euro (42,5 Prozent) auf die Mobilfunknetze (Abb. 1). Der Umsatz des Gesamtmarktes sinkt damit um 0,7 Milliarden Euro ( 1,2 Prozent). Telekom Deutschland und die Wettbewerber verlieren in diesem Jahr im Festnetzgeschäft aufgrund von Kundenabwanderungen und einem anhaltend scharfen Preiswettbewerb 0,6 Milliarden Euro die Kabelnetzbetreiber legen um 0,3 Milliarden Euro zu (Abb. 3). Die Telekom bleibt aber im reinen TK- Festnetzmarkt (ohne Kabelnetzbetreiber) mit 47 Prozent Umsatzanteil der marktbeherrschende Anbieter. Bezieht man die Kabelnetzbetreiber mit ein, kommt der Ex-Monopolist immer noch auf 40 Prozent des im Festnetz erzielten Umsatzes. Telekom Deutschland und die Wettbewerber verlieren in diesem Jahr im Festnetzgeschäft aufgrund von Kundenabwanderungen und einem anhaltend scharfen Preiswettbewerb 0,6 Milliarden Euro Trotz rückläufiger Festnetzumsätze kann die Telekom Deutschland die Quote ihrer Großhandelsumsätze leicht auf mittlerweile 25,4 Prozent steigern (Abb. 4) waren es noch 22,3 Prozent. Die Wholesale-Umsätze stellen für die Telekom Deutschland damit einen wichtigen Umsatzbaustein dar, so Prof. Gerpott, Gesellschafter des Beratungsunternehmens Dialog Consult GmbH und Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmens- und Technologieplanung mit dem Schwerpunkt Telekommunikationswirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. Die alternativen TK-Anbieter investieren dabei insbesondere in den Breitbandausbau auf dem Land Den erneut leicht sinkenden Gesamtumsätzen zum Trotz investieren die Wettbewerber auch in diesem Jahr in besonderem Maße in TK-Sachanlagen. Sie tragen 3,6 Milliarden der insgesamt 6,9 Milliarden Euro (Abb. 5) und damit mehr als Hälfte. Die alternativen TK- Anbieter investieren dabei insbesondere in den Breitbandausbau auf dem Land. Was für die Kunden durchweg gut ist, entwickelt sich für die TK-Unternehmen aber zunehmend zu einer kritischen Situation mit hohen Investitionen und stetig steigenden Leistungsmengen bei gleichzeitig sinkenden Umsätzen, verdeutlicht Prof. Gerpott. Auch die Wettbewerber müssen den rückläufigen Umsatzzahlen Rechnung tragen und reduzieren die Anzahl der Stellen Während der Stellenabbau der Telekom Deutschland abgeschwächt fortschreitet (-1.300), müssen auch die Wettbewerber den rückläufigen Umsatzzahlen Rechnung tragen und die Anzahl der Stellen reduzieren. Die Zahl der Beschäftigten bei den TK-Wettbewerbs-unternehmen sinkt daher 2014 auf Mitarbeiter (-1.200) (Abb. 6). Dialog Consult GmbH Bismarckstraße Duisburg Telefon: (02 03) Fax: (02 03) Internet:

3 Dialog Consult-Newsletter, Nr.1/2014: TK-Marktstudie Deutschland 2014 Seite 3 Festnetzmarkt 2014 telefonieren die Kunden der Wettbewerber durchschnittlich rund 228 Millionen Minuten täglich. Der Anteil von Call-by-Call und Preselection nimmt dabei zwar weiter ab, die Verbindungsminuten gehen um 12 Prozent zurück, dennoch macht dies in 2014 immer noch circa 10 Prozent des Sprach-Minutenvolumens bei den Wettbewerbern aus (Abb. 7). Der Hauptgrund für diesen Rückgang liegt in der abnehmenden Zahl der Telekom-Sprachanschlüsse und der zunehmenden Zahl von Festnetzkunden der Telekom Deutschland mit Flatrates, merkt Prof. Gerpott an. Betrachtet man die Nutzung der Sparvorwahlen in Relation zu den Telekom- Anschlüssen ohne Flatrates, so zeigt sich seit 2011 eine Stabilisierung der Nutzung bei 82 Verbindungsminuten pro Anschluss und Monat (Abb. 8). Der Marktanteil der Kabelnetzbetreiber wächst dabei zulasten der anderen Marktteilnehmer kontinuierlich Die Gesamtzahl der herkömmlichen stationären Telefonanschlüsse wird 2014 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um rund 0,3 Millionen zurückgehen. Dabei dominiert trotz eines leichten Rückgangs in Höhe von 0,8 Millionen Anschlüssen die Telekom weiterhin mit einem Anteil von 56 Prozent und 20,6 Millionen Anschlüssen. Knapp zwei Drittel der Nicht-Telekom- Kunden beziehen 2014 ihren Sprachanschluss bei alternativen TK-Netzbetreibern (10,5 Millionen), gut ein Drittel (5,7 Millionen) bei Kabelnetzbetreibern (Abb. 9). Der Marktanteil der Kabelnetzbetreiber wächst dabei zulasten der anderen Marktteilnehmer kontinuierlich (2014: +0,7 Millionen). Diese Entwicklung folgt allerdings nur der Verschiebung bei der Vermarktung von Breitbandanschlüssen, bei denen die Kabelnetzbetreiber ebenfalls deutliche Zuwächse erzielen, erläutert Prof. Gerpott. Bei der Technologie hingegen zeigt sich die Effizienz der Wettbewerberunternehmen. Während diese bereits knapp 70 Prozent ihrer Telefonanschlüsse (7,3 Millionen) auf kostengünstiger VoIP-Basis betreiben, hat die Telekom erst knapp 20 Prozent (4,0 Millionen) ihrer Anschlüsse auf VoIP-Technik umgestellt das heißt, bei ihr müssen noch 16,6 Millionen Kundenanschlüsse von PSTN auf VoIP migriert werden (Abb. 10). Während die Zahl der Breitbandanschlüsse 2014 um 0,7 Millionen (+2,4 Prozent) zunimmt, ist die Zahl der DSL-Zugänge seit drei Jahren leicht rückläufig. Diese Abnahme wird von den Wettbewerbsunternehmen getragen. Der Anteil der Telekom bleibt konstant. Bei der Vorleistungsvariante Resale legt die Telekom um 0,3 Millionen Anschlüsse zu (Abb. 11). Bei den stationären Breitbandanschlüssen, die nicht auf Kabelnetze zurückgreifen (23,5 Millionen), dominiert die Telekom mit einem Endkundenanteil von 53 Prozent immer noch den Markt (Abb. 12). Auch wenn man die Kabelnetzbetreiber miteinbezieht, hielt die Telekom auch Mitte 2014 mit 42,8 Prozent Endkunden-Anteil die Spitzenposition am Breitbandmarkt. Nach der Telekom wird Vodafone/Kabel Deutschland der zweitgrößte Anbieter sein. Rechnet man die Zahlen beider Unternehmen zusammen, liegt ihr Anteil mit 5,2 Millionen Endkunden bei 17,9 Pro-zent. Knapp dahinter folgt mit 4,3 Millionen Endkunden und 14,8 Prozent Marktanteil 1&1/Versatel, die erst kürzlich ihren Zusammenschluss vollzogen haben. Dahinter liegen Unitymedia KabelBW (9,3 Prozent) und Telefónica (7,6 Prozent) (Abb. 13). Das pro Breitbandanschluss und Monat erzeugte Datenvolumen nimmt dieses Jahr deutlich um mehr als ein Viertel auf 26,7 Gigabyte zu An Glasfasernetze bis zum Gebäudekeller werden in Deutschland laut Studie bis Ende 2014 rund 1,6 Millionen Haushalte angeschlossen sein. Aber nur knapp jeder vierte dieser Haushalte nutzt auch tatsächlich diese Hochgeschwindigkeitsanschlüsse und kann von Carriern als zahlende Kunden auf einen Glasfaseranschluss überführt werden (Abb. 14). Welche Bandbreiten nutzen die Verbraucher in Deutschland in erster Linie? Bei 63,5 Prozent der gebuchten DSL- und FTTB/H-Anschlüsse wird die Übertragungsgeschwindigkeit aus dem Netz Ende des Jahres zwischen mehr als 6 und 50 Mbit/s betragen. Die Nachfrage im mittleren Bereich steigt also deutlich an, im höchstbitratigen über 50 Mbit/s ist nur ein geringer Zuwachs zu verzeichnen (+0,4 Prozentpunkte) (Abb. 15). Dabei rasen immer mehr Daten über die Datenautobahnen: Das pro Breitbandanschluss und Monat erzeugte Datenvolumen nimmt dieses Jahr deutlich um mehr als ein Viertel (+27,8 Prozent) auf etwa 26,7 Gigabyte zu. Das Gesamtvolumen wird sich mit einer Steigerung um 31 Prozent auf voraussichtlich 9,3 Milliarden Gigabyte belaufen (Abb. 16). Mittlerweile werden im Festnetz von drei Vierteln der DSL- und FTTB/H-Anschlüsse jeweils Verkehrs-mengen von mehr als 5 Gigabyte pro Monat erzeugt (Abb. 17). Dialog Consult GmbH Bismarckstraße Duisburg Telefon: (02 03) Fax: (02 03) Internet:

4 Seite 4 Dialog Consult-Newsletter, Nr. 1/2014: TK-Marktstudie Deutschland 2014 Mobilfunkmarkt 303 Millionen Minuten pro Tag werden 2014 (2013: 301 Millionen) in Deutschland per Mobilfunk telefoniert. Die Entwicklung weg vom Festnetz hin zum Mobilfunk schwächt sich aber bei den Sprachverbindungsminuten insgesamt ab. Während die Anzahl der in Festnetzen generierten Minuten weiter auf 452 Millionen Minuten pro Tag abnimmt ( 11 Millionen Minuten täglich), stagniert mittlerweile auch das in Mobilfunknetzen erzeugte Sprachvolumen es wird insgesamt etwas weniger telefoniert ( 9MillionenMinutentäglich; 1,2 Prozent). Offensichtlich wirken sich andere Kommunikationsdienste wie und Instant Messaging auch auf die Sprachtelefonie aus, so Studienautor Prof. Gerpott (Abb. 18). Zum Jahresende wird es rund 117,5 Millionen SIM- Karten der Netzbetreiber in Deutschland geben und damit einen neuen Höchstwert (Abb. 19). Der Wert entspricht einer Steigerung von 2,3 Millionen zum Vorjahr undeinermarktdurchdringungvonca.144prozent. Dabei können laut Schätzung Telefónica/E-Plus (+0,6 Prozent) sowie die Telekom (+0,5 Prozent) ihren SIM- Kartenanteil etwas erhöhen (Abb. 19), umsatzbezogen werden aber laut Studie die Telekom (7,5 Milliarden Euro) und Vodafone (7,1 Milliarden Euro) weiter vorne liegen (Abb. 20). Freenet verzeichnet mit der Vermarktung von Mobilfunkkarten aus allen Netzen 11,3 Prozent der Umsätze des Mobilfunkmarktes. Offensichtlich wirken sich Kommunikationsdienste wie und Instant Messaging auch auf die Nutzungsintensität bei der Sprachtelefonie aus Der Trend eines deutlich steigenden Anteils der Non- Voice-Diensteumsätze im Mobilfunk-markt hält an. Die Mobilfunknutzer gehen gerne drahtlos online. Der Non-Voice-Anteil an den Umsätzen im Mobilfunk wächst 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Milliarden Euro und macht 38,3 Prozent des gesamten Mobilfunkumsatzes aus. 86,3 Prozent dieser Non-Voice-Umsätze resultieren aus der Datenübertragung (Abb. 21). Für das Wachstum der Non-Voice-Diensteumsätze ist ausschließlich die reine Datenübertragung verantwortlich, die in 2014 um 22,4 Prozent zugenommen hat, so TK-Experte Prof. Gerpott. Das Datenübertragungsvolumen im Mobilfunkbereich steigt auch in 2014 wieder deutlich an ein Plus in Höhe von 48 Prozent auf 395 Millionen Gigabyte. Damit hat sich das Gesamtvolumen seit 2011 nahezu um das Vierfache gesteigert (Abb. 22). Das durchschnittliche Datenvolumen pro Nutzer beträgt 2014 mit 283 MB pro Monat voraussichtlich 45 Prozent mehr als lag dieser Wert noch bei 76 Megabyte. Das Volumen wird voraussichtlich auch weiterhin stark zunehmen, da durch LTE wesentlich mehr Daten transportiert werden können. Aktuell werden durch LTE-Netze circa 45 Prozent des mobilen Datenvolumens übertragen. Momentan erzeugt im Mobilfunk ein Drittel der Kunden monatlich ein Datenvolumen von mehr als 250 Megabyte (Abb. 23). Die Zahl der verschickten SMS sinkt erneut deutlich und erreicht in 2014 nur noch etwa 45 Prozent des 2012 erreichten Wertes Die Zahl der verschickten SMS sinkt erneut deutlich und erreicht in 2014 nur noch etwa 45 Prozent des 2012 erreichten Wertes. Der Grund hierfür liegt in der zunehmenden Nutzung von netzbetreiberunabhängigen IM- Diensten wie WhatsApp oder Facebook Messenger, erklärt Prof. Gerpott. Jeden Tag werden in Deutschland aktuell noch durchschnittlich 73,8 Millionen Kurznachrichten verschickt (Abb. 24). Mehrwertdienste Täglich rund 4,0 Millionen Minuten telefonieren Bürger mit Auskunfts- und Mehrwertdiensten der TK- Wettbewerber. Die seit 2012 geltenden neuen Warteschleifenregelungen führen zu einer deutlichen Verschiebung der verwendeten Rufnummerngassen. Auch in 2014 hält dieser Trend zu geografischen Nummern an. Geografische Nummern verfügen mittlerweile über einen Marktanteil in Höhe von 32,5 Prozent. Die und Nummern erreichen zusammengenommen 57,5 Prozent. Die übrigen Rufnummerngassen machen zusammen nur 10 Prozent der Verbindungsminuten aus (Abb. 25). Bei den Umsätzen mit Auskunfts- und Mehrwertdiensten reichen alle Wettbewerber zusammengenommen mit 49,1 Prozent des Gesamtumsatzes in Höhe von rund 613 Millionen knapp an das Volumen der Umsätze des Ex-Monopolisten Telekom heran (Abb. 26). Dialog Consult GmbH Bismarckstraße Duisburg Telefon: (02 03) Fax: (02 03) Internet:

5 Dialog Consult-Newsletter, Nr.1/2014: TK-Marktstudie Deutschland 2014 Seite 5 Ausblick 2015 Prof. Gerpott geht mit Blick auf die weitere Marktentwicklung davon aus, dass im Jahr 2015 bei den Gesamtumsätzen im TK-Markt erneut mit einem Rückgang um schätzungsweise 1,5 bis 2 Prozent zu rechnen ist. Im Mobilfunkbereich wird zukünftiges Wachstum im Bereich mobiler Datennutzung auch im kommenden Jahr voraussichtlich durch sinkende Sprachumsätze sowie sinkende nationale und EU-weite Roamingentgelte aufgezehrt werden, lautet seine Prognose. Die Endkundenpreise im Mobilfunksegment werden aus unserer Sicht 2015 wiederum etwas sinken, schätzungsweise etwa um 0,7 Prozent. Auch im Festnetz/Breitband werden sie leicht zurückgehen. Mit etwa mit 0,3 Prozent fällt der Rückgang aber geringer aus als im Mobilfunkbereich, so Prof. Gerpott. Bedeutende Trends der Branche im kommenden Jahr sind aus seiner Sicht der fortschreitende Vectoring-Rollout, die weitere Marktkonsolidierung nach den großen Fusionen dieses Jahres sowie das Thema Mobile Payment. Bedeutende Trends der Branche im kommenden Jahr sind der Vectoring-Rollout, die weitere Marktkonsolidierung sowie Mobile Payment Auch der VATM misst dem Vectoring-Ausbau Bedeutung zu. Er ist ein wichtiger Zwischenschritt zum teuren und nicht kurzfristig umsetzbaren Glasfaserausbau bis ins Haus. Erfreulicherweise ist inzwischen auch mit der EU eine Lösung für die Förderfähigkeit von Vectoring in bestimmten Gebieten gefunden worden, sagt VATM- Präsident Martin Witt. Zugleich machen zunehmende Bandbreite und immer mehr mobile Anwendungen den Mobilfunknetzausbau immer attraktiver. Gleichzeitig wächst die Konkurrenz zum Festnetz mit LTE und zukünftig LTE Advanced. Politisch stehen wir für den Mobilfunk erneut vor einer immens wichtigen Weichenstellung wir brauchen bei der Digitalen Dividende eine rasche und vernünftige Einigung, so Witt: Aus Wettbewerbssicht kommt es aber auch darauf an, dass die Erlösverwendung und die geplante Frequenzversteigerung nicht zu einer Benachteiligung einzelner Marktteilnehmer führt. Es kann nicht sein, dass letztlich allein die Telekom als mit Abstand größter Fördermittelbezieher ihren Festnetzausbau mit Steuergeldern subventioniert bekommt. Besonders wichtig wird 2015 auch die Arbeit der neuen EU-Kommission sein. Wir brauchen dringend Investitionswettbewerb, wenn in Europa der Netzausbau vorankommen soll, betont der VATM-Präsident. Es müsse daher gelingen, den großen Marktplayern verbesserte Rahmenbedingungen zu schaffen, ohne gleichzeitig die Innovationskraft und Flexibilität regionaler und mittelständischer Anbieter zu verlieren. Nur wenn diese Balance gehalten werde, würden Deutschland und Europa im internationalen Vergleich hinsichtlich Innovation, Breitbandausbau und volkswirtschaftlichem Wachstum nicht zurückfallen. Wir wollen daher keine neuen Monopolisten als,europäische Champions, unterstreicht Witt. Es muss gelingen, den großen Marktplayern verbesserte Rahmenbedingungen zu schaffen, ohne gleichzeitig die Innovationskraft und Flexibilität regionaler und mittelständischer Anbieter zu verlieren Das starke Wachstum bei den Datenvolumina belege eindeutig die Bedeutung der Dienste und ihre Rolle als Treiber des Breitbandausbaus, sagte Witt: Es gilt, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, wenn wir nicht gegenüber den USA weiter ins Hintertreffen geraten wollen. Bundeswirtschaftsminister Gabriel habe beim IT-Gipfel gegenüber der Presse betont, dass er bei neuen Qualitätsklassen keinen Regulierungsbedarf sehe, solange es keine Probleme gebe. Das unterstützen wir. Natürlich müssen Diskriminierungspotenziale genau beobachtet werden und im Zweifelsfall muss gehandelt werden, sagt der VATM-Präsident. Martin Witt ist Präsident des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V. (VATM) und Vorstand Access der United Internet AG sowie Vorstandsvorsitzender der 1&1 Telecommunication AG Prof. Dr. Torsten J. Gerpott ist Gründungsgesellschafter des Beratungsunternehmens Dialog Consult GmbH und Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmens- und Technologieplanung mit dem Schwerpunkt Telekommunikationswirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. Autor: VATM/Dialog Consult GmbH Kontakt: Bismarckstraße Duisburg Telefon Fax Dialog Consult GmbH Bismarckstraße Duisburg Telefon: (02 03) Fax: (02 03) Internet:

6 Dialog Consult / VATM 16. TK-Marktanalyse Deutschland 2014 Ergebnisse einer Befragung der Mitgliedsunternehmen im Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V. im dritten Quartal 2014

7 2 Inhalt Kapitel l. Seite Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste... 4 Teilmärkte für Telekommunikationsdienste Festnetz und Mobilfunk...5 Entwicklung des Gesamtmarktes für Telekommunikationsdienste... 6 Anteil der Großhandelsumsätze der Telekom Deutschland an deren Festnetzumsätzen...7 Investitionen in Telekommunikations-Sachanlagen... 8 Mitarbeiterzahlen der Telekom Deutschland und von Wettbewerbsunternehmen...9 Kapitel ll. Festnetzmarkt Gesamtmarkt Wettbewerber Sprachdienste aus Festnetzen nach Verbindungsminuten...11 Sprachminuten mittels Verbindungsnetzbetreiberauswahl pro Telekom-Festnetzanschluss ohne Flatrate-Tarif...12 Entwicklung der Anzahl der Sprachtelefonanschlüsse in Telekommunikationsfestnetzen...13 Verteilung der Basistechnologien für Sprachanschlüsse bei der Telekom Deutschland und TK-Wettbewerbsunternehmen Direkt geschaltete Breitband-Anschlüsse...15 Marktanteile Telekom Deutschland und TK-Wettbewerbsunternehmen bei Breitbandanschlüssen auf unterschiedlichen Wertschöpfungsstufen Ende Breitband-Kunden nach Unternehmen...17 Seite Per Glasfaser (Fiber-To-The-Building/-Home, FTTB/H) erreichbare und nachfragende Haushalte...18 Verteilung der DSL- und FTTB/H-Anschlüsse nach Downstream-Bandbreite...19 Volumenentwicklung Breitband-Internet-Verkehr Festnetz...20 Verteilung des durchschnittlichen monatlichen Datenvolumens bei DSL- und FTTB/H-Anschlüssen Kapitel lii. Mobilfunkmarkt Von Festnetz- und Mobilfunkanschlüssen abgehende Sprachverbindungsminuten Zahl der aktivierten SIM-Karten am Jahresende nach Mobilfunknetzbetreibern...24 Mobilfunkumsätze nach Netzbetreibern und Service Providern Non-Voice-Diensteumsätze im Mobilfunk...26 Volumenentwicklung Datenverkehr aus Mobilfunknetzen Verteilung des durchschnittlichen monatlichen Datenvolumens bei Postpaid-Mobilfunkanschlüssen...28 SMS-Nutzung in Mobilfunknetzen...29 Kapitel lv. Markt für Mehrwertdienste Wettbewerber-Minuten mit Servicenummern nach Nummerntyp...31 Umsatz mit Servicenummern... 32

8 3 Kapitel I. Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste

9 werden mit Telekommunikationsdiensten in Deutschland rund 58,3 Milliarden Euro umgesetzt Hiervon entfallen etwa 43 Prozent auf den Mobilfunk Abb. 1: Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste a (Schätzung für 2014, Außenumsätze inkl. TV-Signaltransport) Gesamtmarkt nach Wettbewerbsgruppen 5,1 Mrd. 8,7 % Wettbewerber Breitband-Kabelnetze Telekom Deutschland Festnetz + Mobilfunk Gesamtmarkt nach Netzart Mobilfunknetze 32,3 Mrd. 55,4 % 20,9 Mrd. 35,8 % 33,5 Mrd. 57,5 % 24,8 Mrd. 42,5 % Wettbewerber TK-Netze Festnetz + Mobilfunk Festnetze = 58,3 Mrd. = 58,3 Mrd. a) Inkl. Sprach- und Internetdienste, Datendienste, Interconnection, Mietleitungen, Endgeräte und Verteilung von TV-Inhalten.

10 5 Im Teilmarkt für Festnetze erreichen 2014 sämtliche Telekom-Wettbewerber zusammen einen Umsatzmarktanteil von 55 Prozent Abb. 2: Teilmärkte für Telekommunikationsdienste a Festnetz und Mobilfunk (Schätzung für 2014, Außenumsätze inkl. TV-Signaltransport) Teilmarkt Festnetze Teilmarkt Mobilfunknetze Wettbewerber Breitband-Kabelnetze Telekom Deutschland Telekom Deutschland 13,4 Mrd. 40,0 % 5,1 Mrd. 15,2 % 15,0 Mrd. 44,8 % 17,3 Mrd. 69,8 % 7,5 Mrd. 30,2 % Wettbewerber TK- Festnetze Wettbewerber Mobilfunk (Netzbetreiber und Provider) = 33,5 Mrd. = 24,8 Mrd. a) Inkl. Sprach- und Internetdienste, Datendienste, Interconnection, Mietleitungen, Endgeräte und Verteilung von TV-Inhalten. Gesamtmarkt 58,3 Mrd.

11 6 In einem leicht rückläufigen Gesamtmarkt (-1,2 Prozent zum Vorjahr) wachsen die mit Breitbandkabel erwirtschafteten Umsätze gegen den Trend Abb. 3: Entwicklung des Gesamtmarktes für Telekommunikationsdienste a (Außenumsätze inkl. TV-Signaltransport in Mrd. ) ,8 68,7 66,3 64,1 61,8 61,3 60,2 60,2 59,0 58, ,5 38,3 36,8 35,3 34,2 32,9 31,8 31,0 29,0 28,1 27,8 26,4 25,4 24,1 24,7 24,6 24,8 25,2 25,6 25,0 22,9 18,1 16,5 21,3 15,5 19,8 15,2 12,9 13,3 15,3 15,5 13,9 14,4 14,8 14,0 13,8 2,6 3,1 3,4 3,5 3,7 3,8 4,4 4,8 2,2 28,4 24,8 15,0 13,4 5,1 Gesamtmarkt TK-Festnetz Gesamt Mobilfunk TK-Festnetz Wettbewerber TK-Festnetz Telekom Breitbandkabelnetz a) Inkl. Sprach- und Internetdienste, Datendienste, Interconnection, Mietleitungen, Endgeräte und TV-Signaltransport (Schätzung)

12 7 Telekom Deutschland baut den Anteil der Festnetzumsätze, die sie mit ihren Wettbewerbern erzielt (Großhandelsumsätze), 2014 weiter aus Abb. 4: Anteil der Großhandelsumsätze der Telekom Deutschland an deren Festnetzumsätzen 22,3 % 24,2 % 22,8 % 23,2 % 24,8 % 25,4 % (Schätzung)

13 8 Auch 2014 überflügeln die Wettbewerber die Telekom Deutschland bei den Investitionen in Sachanlagen Abb. 5: Investitionen in Telekommunikations-Sachanlagen in Mrd. 7 6,4 6,6 6,5 6,5 6,4 6,9 6 6,1 6,1 6,1 6, ,3 3,7 3,7 3,7 3,5 3,5 3,3 3,2 3,5 3, ,1 2,9 2,8 2,8 2,6 2,6 2,8 2,8 2,9 3,3 Investitionen Gesamt a Wettbewerber Deutsche Telekom 1 a) Inkl. Investitionen in TV-Breitbandkabelnetze zum Angebot von TK-Diensten (Schätzung)

14 9 Als Reaktion auf fehlende Umsatzzuwächse schrumpft 2014 bei den Anbietern von Telekommunikationsdiensten erneut deren Mitarbeiterzahl Abb. 6: Mitarbeiterzahlen der Telekom Deutschland und von Wettbewerbsunternehmen in Tsd. Vollzeitäquivalente , ,0 148, ,7 127,5 123,2 121,6 118,8 116,6 115, ,5 51,5 53,0 53,5 54,5 53,8 53,7 54,1 53,8 52,6 Telekom Deutschland Wettbewerber (Schätzung)

15 10 Kapitel II. Festnetzmarkt

16 11 Auf Call-by-Call/Preselection entfallen immer noch circa 10 Prozent des Minutenvolumens bei den Wettbewerbern Abb. 7: Gesamtmarkt Wettbewerber Sprachdienste aus Festnetzen nach Verbindungsminuten (Gesamtmarkt inkl. Orts-, Nah-, Fern-, Auslands- und Mobilfunkverbindungen; in Mio. Minuten pro Tag) 258 Mio. 252 Mio. 70 Mio. 27,2 % 47 Mio. 18,6 % 244 Mio. 238 Mio. 31 Mio. 12,7 % 28 Mio. 11,7 % 231 Mio. 25 Mio. 10,8 % 228 Mio. 22 Mio. 9,6 % 188 Mio. 72,8 % 205 Mio. 81,4 % 213 Mio. 87,3 % 210 Mio. 88,3 % 206 Mio. 89,2 % 206 Mio. 90,4 % VNB-Vorwahl Sprachtelefonanschlüsse (Schätzung)

17 12 Das über Verbindungsnetzbetreiber (Call-by-Call; Preselection) abgewickelte Verkehrsvolumen bleibt 2014 bei etwa 82 Minuten pro Monat und Festnetzanschluss ohne Flatrate von Telekom Deutschland stabil Abb. 8: Sprachminuten mittels Verbindungsnetzbetreiberauswahl pro Telekom-Festnetzanschluss ohne Flatrate-Tarif (Gesamtmarkt inkl. Orts-, Nah-, Fern-, Auslands- und Mobilfunkverbindungen; in Minuten pro Monat) 129,4 98,3 74,9 81,9 82,1 81, (Schätzung)

18 13 Bei den stationären Sprachtelefonanschlüssen gewinnen Kabelnetzbetreiber 2014 auf Kosten der übrigen Wettbewerbergruppen weiter Marktanteile hinzu Abb. 9: Entwicklung der Anzahl der Sprachtelefonanschlüsse in Telekommunikationsfestnetzen (inkl. PSTN-, ISDN-, VoIP- und DOCSIS-Anschlüssen) 38,5 Mio. 2,3 Mio. 6,0 % 38,2 Mio. 3,0 Mio. 7,9 % 38,0 Mio. 37,6 Mio. 3,6 Mio. 9,5 % 4,3 Mio. 11,4 % 37,1 Mio. 5,0 Mio. 13,5 % 36,8 Mio. 5,7 Mio. 15,5 % 10,0 Mio. 26,0 % 10,5 Mio. 27,5 % 11,0 Mio. 29,0 % 10,9 Mio. 29,0 % 10,7 Mio. 28,9 % 10,5 Mio. 28,5 % Kabelnetzbetreiber Wettbewerber TK Telekom Deutschland 26,2 Mio. 68,0 % 24,7 Mio. 64,6 % 23,4 Mio. 61,5 % 22,4 Mio. 59,6 % 21,4 Mio. 57,6 % 20,6 Mio. 56,0 % (Schätzung)

19 14 Bei den Wettbewerbern werden Ende 2014 rund 70 Prozent der Sprachanschlüsse über IP-Technik realisiert. Die Telekom muss bei einer kompletten Umstellung auf VoIP noch 16,6 Millionen Kunden migrieren Abb. 10: Verteilung der Basistechnologien für Sprachanschlüsse bei der Telekom Deutschland und TK-Wettbewerbsunternehmen 2014 (Schätzung) Telekom Deutschland TK-Wettbewerbsunternehmen PSTN 16,6 Mio. 19,4 % VoIP PSTN 4,0 Mio. 3,2 Mio. VoIP 7,3 Mio. 80,6 % 30,5 % 69,5 % = 20,6 Mio. = 10,5 Mio.

20 15 Wie auch im Vorjahr steigt die Zahl der Breitbandanschlüsse in Festnetzen um 0,7 Millionen Telekom Deutschland steigert dabei seine Anschlüsse auf Resale-Basis um 0,3 Millionen Abb. 11: Direkt geschaltete Breitband-Anschlüsse a 25,0 Mio. 0,1 Mio. 0,4 % 2,8 Mio. 11,2 % 26,4 Mio. 0,2 Mio. 0,8 % 3,1 Mio. 11,7 % 27,6 Mio. 0,2 Mio. 0,7 % 3,7 Mio. 13,4 % 28,0 Mio. 0,3 Mio. 1,1 % 4,4 Mio. 15,7 % 28,7 Mio. 0,3 Mio. 1,0 % 5,2 Mio. 18,1 % 29,4 Mio. 0,3 Mio. 1,0 % 5,9 Mio. 20,1 % 8,4 Mio. 33,6 % 9,1 Mio. 34,5 % 9,5 Mio. 34,4 % 9,1 Mio. 32,5 % 8,8 Mio. 30,7 % 8,5 Mio. 28,9 % FTTB/H Kabelnetzbetreiber DSL Alternativer ANB b 2,2 Mio. 8,8 % 2,0 Mio. 7,6 % 1,9 Mio. 6,9 % 1,8 Mio. 6,4 % 2,0 Mio. 7,0 % 2,3 Mio. 7,8 % DSL Telekom Resale c DSL Telekom Direkt 11,5 Mio. 46,0 % 12,0 Mio. 45,4 % 12,3 Mio. 44,6 % 12,4 Mio. 44,3 % 12,4 Mio. 43,2 % 12,4 Mio. 42,2 % (Schätzung) a) Andere Breitbandzugangsarten wie Powerline oder Satellit erreichen in dieser Darstellung keine relevanten Anteile. b) Alternative Anschlussnetzbetreiber (ANB), die eigene Anschlussnetze (meist auf Basis von Telekom- Teilnehmeranschlussleitungen) betreiben. c) Von der Telekom Deutschland betriebene DSL-Anschlüsse (gebündelt und entbündelt), die von Wettbewerbern vermarktet und betreut werden.

21 16 Bei stationären Breitbandanschlüssen, die nicht auf Kabelnetze zurückgreifen, dominiert Telekom Deutschland Ende 2014 noch immer den Markt Abb. 12: Marktanteile Telekom Deutschland und TK-Wettbewerbsunternehmen bei DSL- und FTTB/H-Breitbandanschlüssen auf unterschiedlichen Wertschöpfungsstufen Ende 2014 a Eigentümer-Anschlussleitungb TK-Wettbewerber 2% Eigener oder über TAL-Anmietung realisierter technischer Anschlussc TK-Wettbewerber TK-Wettbewerber Kundenbeziehungd Telekom Deutschland 37 % 47 % 63 % 53 % 98 % Telekom Deutschland Telekom Deutschland = 23,5 Mio. = 23,5 Mio. = 23,5 Mio. a) Inklusive FTTB/H-Anschlüsse und ohne Kabelnetzanschlüsse. b) Eigentümer der Teilnehmeranschlussleitung. c) Technische Anschaltung des Endkunden. d) Vertragspartner des Endkunden auf Basis TAL-Anmietung, Resale oder eigener Anschluss.

22 17 Durch die Übernahme von Kabel Deutschland erreicht Vodafone über 5 Millionen Breitbandkunden und ist damit stärkster Festnetz-Konkurrent von Marktführer Telekom Abb. 13: Breitband-Kunden nach Unternehmen (Stand ) EWE Gruppe 0,7 Mio. 2,4 % Telefónica NetCologne 0,4 Mio. 1,4 % M-net 0,3 Mio. 1,0 % Weitere Wettbewerber 0,8 Mio. 2,8 % Unitymedia KabelBW 2,2 Mio. 7,6 % Telekom Deutschland Versatel 0,5 Mio. 1,7 % 2,7 Mio. 9,3 % 12,4 Mio. 42,8 % 4,3 Mio. 14,8 % 1 & 1 3,8 Mio. 13,1 % 2,3 Mio. 7,9 % 2,9 Mio. 10,0 % Kabel Deutschland Vodafone = 29,0 Mio. 5,2 Mio. 17,9 %

23 18 Obwohl in Deutschland 2014 knapp eine viertel Million FTTB/H-Anschlüsse neu gebaut werden, nimmt die Zahl der solche Anschlüsse nachfragenden Haushalte weiter nur sehr langsam zu Abb. 14: Per Glasfaser (Fiber-To-The-Building/-Home, FTTB/H) erreichbare und nachfragende Haushalte Tsd Tsd. 976 Tsd. 510 Tsd. 650 Tsd. 730 Tsd. 434 Tsd. 59,5 % 633 Tsd. 64,9 % 981 Tsd. 72,8 % Tsd. 75,9 % Erreichbare Haushalte Nachfragende Haushalte 329 Tsd. 64,6 % 181 Tsd. 35,4 % 395 Tsd. 60,8 % 255 Tsd. 39,2 % 296 Tsd. 40,5 % 343 Tsd. 35,1 % 367 Tsd. 27,2 % Tsd. 24,1 % (Schätzung)

24 19 Die Nachfrage nach höheren Bandbreiten steigt im mittleren Bereich deutlich an. Bei höchstbitratigen Anschlüssen ist nur ein geringer Zuwachs zu verzeichnen Abb. 15: Verteilung der DSL- und FTTB/H-Anschlüsse nach Downstream-Bandbreite 22,2 Mio. 0,1 Mio. 0,5 % 1,7 Mio. 7,7 % 23,3 Mio. 0,2 Mio. 0,9 % 2,1 Mio. 9,0 % 23,9 Mio. 0,2 Mio. 0,8 % 2,6 Mio. 10,9 % 23,6 Mio. 0,3 Mio. 1,3 % 2,8 Mio. 11,9 % 23,5 Mio. 23,5 Mio. 0,3 Mio. 1,3 % 0,4 Mio. 1,7 % 4,1 Mio. 17,4 % 5,3 Mio. 22,6 % 4,1 Mio. 18,5 % 4,3 Mio. 18,5 % 4,7 Mio. 19,7 % 5,1 Mio. 21,6 % 7,4 Mio. 31,5 % über 50 Mbit/s 9,6 Mio. 40,9 % größer 16 bis 50 Mbit/s größer 6 bis 16 Mbit/s 10,4 Mio. 46,8 % 11,5 Mio. 49,4 % 12,2 Mio. 51,0 % 12,0 Mio. 50,8 % 8,6 Mio. 36,6 % größer 2 bis 6 Mbit/s bis 2 Mbit/s 5,6 Mio. 23,8 % 5,9 Mio. 26,5 % 5,2 Mio. 22,2 % 4,2 Mio. 17,6 % 3,4 Mio. 14,4 % 3,1 Mio. 13,2 % 2,6 Mio. 11,0 % (Schätzung)

25 20 Das über Breitbandanschlüsse in Festnetzen abgewickelte Datenvolumen nimmt 2014 gegenüber dem Vorjahr um über 30 Prozent zu Abb. 16: Volumenentwicklung Breitband-Internet-Verkehr Festnetz 9,3 Mrd. GB 7,1 Mrd. GB 5,0 Mrd. GB Gesamtvolumen pro Jahr 3,9 Mrd. GB Durchschnittliches Datenvolumen pro Nutzer a und Monat 2,9 Mrd. GB 3,4 Mrd. GB 20,9 GB 26,7 GB 10,1 GB 11,0 GB 12,0 GB 15 GB Vergleich: 283 MB pro Anschluss im Mobilfunk (Schätzung)

26 21 In Festnetzen werden 2014 von drei Vierteln der DSL- und FTTB/H-Anschlüsse jeweils Verkehrsmengen von mindestens 5 Gigabyte pro Monat erzeugt Abb. 17: Verteilung des durchschnittlichen monatlichen Datenvolumens bei DSL- und FTTB/H-Anschlüssen 2014 (nach GB pro Monat, Schätzung) GB 35,7 % < 5 GB 37,5 % 15 GB 41,3 % < 5 GB 24,7 % 5 - < 15 GB 26,8 % 5 - < 15 GB 34,0 % = 23,5 Mio. DSL- und FTTB/H-Anschlüsse = 23,5 Mio. DSL- und FTTB/H-Anschlüsse

27 22 Kapitel III. Mobilfunkmarkt

28 23 Es wird 2014 weiterhin mehr im Festnetz telefoniert als mobil. Die Entwicklung weg vom Festnetz hin zum Mobilfunk schwächt sich weiter ab Abb. 18: Von Festnetz- und Mobilfunkanschlüssen abgehende Sprachverbindungsminuten (in Mio. Min. pro Tag) Festnetz Mobilfunk a a) Ohne Roamingverkehr (deutsche SIM-Karten in ausländischen Netzen bzw. ausländische SIM-Karten in deutschen Netzen) (Schätzung)

29 24 Die Zahl der aktivierten SIM-Karten nimmt 2014 um etwa 2 Millionen zu Statistisch entfallen damit auf jeden Menschen in Deutschland fast 1,5 Karten Abb. 19: Zahl der aktivierten SIM-Karten am Jahresende nach Mobilfunknetzbetreibern 108,3 Mio. 15,5 Mio. 14,3 % 108,8 Mio. 17,0 Mio. 15,6 % 114,1 Mio. 18,4 Mio. 16,1 % 113,2 Mio. 19,3 Mio. 17,0 % 115,2 Mio. 19,4 Mio. 16,8 % 117,5 Mio. 19,4 Mio. 16,5 % ca. 6 % M2M-SIM- Karten 19,0 Mio. 17,5 % 20,4 Mio. 18,8 % 22,7 Mio. 19,9 % 23,4 Mio. 20,7 % 25,0 Mio. 21,7 % 26,6 Mio. 22,6 % Telefónica O2 34,6 Mio. 32,0 % 36,7 Mio. 33,7 % 37,6 Mio. 33,0 % 33,9 Mio. 29,9 % 32,3 Mio. 28,0 % 31,6 Mio. 26,9 % E-Plus Vodafone Telekom Deutschland 39,2 Mio. 36,2 % 34,7 Mio. 31,9 % 35,4 Mio. 31,0 % 36,6 Mio. 32,4 % 38,5 Mio. 33,5 % 39,9 Mio. 34,0 % (Schätzung)

30 25 Mit der Fusion von Telefónica O 2 und E-Plus entsteht ein neuer starker Player. Den zweitgrößten Umsatz nach der Telekom wird 2014 aber weiter Vodafone erzielen Abb. 20: Mobilfunkumsätze nach Netzbetreibern und Service Providern (Schätzung für 2014, inkl. Interconnection, Wholesale und Endgeräte) 1&1 0,7 Mrd. 2,8 % Drillisch 0,3 Mrd. 1,2 % Freenet 2,8 Mrd. 11,3 % Telekom Deutschland E-Plus 3,0 Mrd. 12,1 % 7,5 Mrd. 30,3 % 6,4 Mrd. (25,8 %) 3,4 Mrd. 13,7 % 7,1 Mrd. 28,6 % Telefónica O2 Vodafone = 24,8 Mrd.

31 26 Der SMS-Umsatz ist innerhalb von zwei Jahren um 1,5 Milliarden Euro zurückgegangen, während der Umsatz mit mobilen Internetzugängen im gleichen Zeitraum um 3,0 Milliarden Euro zugelegt hat Abb. 21: Non-Voice-Diensteumsätze im Mobilfunk 8,0 Mrd. 8,8 Mrd. 9,5 Mrd. 1,3 Mrd. 13,7 % 7,2 Mrd. 2,1 Mrd. 23,9 % 5,5 Mrd. 6,2 Mrd. 3,0 Mrd. 41,7 % 2,8 Mrd. 35,0 % SMS 2,7 Mrd. 49,1 % 2,8 Mrd. 45,2 % 6,7 Mrd. 76,1 % 8,2 Mrd. 86,3 % Daten 2,8 Mrd. 50,9 % 3,4 Mrd. 54,8 % 4,2 Mrd. 58,3 % 5,2 Mrd. 65,0 % (Schätzung)

32 27 Der mobile Datenverkehr pro SIM-Karte steigt 2014 um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr Abb. 22: Volumenentwicklung Datenverkehr aus Mobilfunknetzen 395 Mio. GB 267 Mio. GB 156 Mio. GB Gesamtvolumen pro Jahr 101 Mio. GB Durchschnittliches Datenvolumen pro Nutzer a und Monat 68 Mio. GB 283 MB 35 Mio. GB 195 MB a) Bezogen auf alle Postpaid-Nutzer. 27 MB 52 MB 76 MB MB (Schätzung)

33 28 Knapp ein Drittel der Kunden erzeugt einen sehr großen Anteil des mobilen Datenverkehrs Abb. 23: Verteilung des durchschnittlichen monatlichen Datenvolumens bei Postpaid-Mobilfunkanschlüssen (nach MB pro Monat, Schätzung) MB 30,8 % < 50 MB 37,1 % 250 MB 32,3 % < 50 MB 33,7 % Etwa 45 Prozent des mobilen Datenvolumens wird durch LTE-Netze und -Endgeräte übertragen 50 - < 250 MB 32,1 % 50 - < 250 MB 34,0 % = 115,2 Mio. Mobilfunkanschlüsse = 117,5 Mio. Mobilfunkanschlüsse

34 29 Die Zahl der verschickten SMS geht 2014 erneut merklich zurück, da Kunden anstelle dieses Dienstes häufig Messaging Apps einsetzen Abb. 24: SMS-Nutzung in Mobilfunknetzen (Mio. SMS pro Tag) 162,9 147,8 111,3 101,3 92,1 73, (Schätzung)

35 30 Kapitel IV. Markt für Mehrwertdienste

36 31 Die Vorschriften des TKG 2012 haben dazu beigetragen, dass die Nachfrage nach 0180-Verbindungen 2014 um über 60 Prozent unter dem Niveau im Jahr 2012 liegt Abb. 25: Wettbewerber-Minuten a mit Servicenummern b nach Nummerntyp 4,6 Mio. Min. pro Tag 0,1 Mio. 2,2 % 0,1 Mio. 2,2 % 0,3 Mio. 6,5 % 2,4 Mio. 52,1 % 4,3 Mio. Min. pro Tag 0,1 Mio. 2,3 % 0,1 Mio. 2,3 % 0,2 Mio. 4,7 % 2,3 Mio. 53,4 % 4,3 Mio. Min. pro Tag 0,2 Mio. 4,7 % 0,1 Mio. 2,3 % 0,3 Mio. 7,0 % 1,6 Mio. 37,2 % 4,1 Mio. Min. pro Tag 0,1 Mio. 2,4 % 0,1 Mio. 2,4 % 0,2 Mio. 4,9 % 0,9 Mio. 22,0 % 4,0 Mio. Min. pro Tag 0,1 Mio. 2,5 % 0,1 Mio. 2,5 % 0,2 Mio. 5,0 % 0,6 Mio. 15,0 % Sonstige (0700, 018[2-9], 118) ,7 Mio. 41,5 % 1,7 Mio. 42,5 % Geographische Nummern a) Für 0137-Verbindungen Anzahl der Verbindungen. 1,6 Mio. 34,8 % 1,4 Mio. 32,6 % 1,7 Mio. 39,5 % 1,1 Mio. 26,8 % 1,3 Mio. 32,5 % 0,4 Mio. 0,1 Mio. 2,2 % 0,2 Mio. 4,7 % 9,3 % b) Dazu zählen geographische Nummern, IN-Nummern (0137, 0180, 0700, 0800, 0900, 018[2-9]) und Auskunftsnummern (118). IN- und Auskunftsnummern werden immer über den Teilnehmernetzbetreiber abgerechnet und sind nicht mittels Call-by-Call oder Preselection nutzbar. (Schätzung)

37 32 Die Umsätze mit Servicerufnummern gehen 2014 leicht zurück, da Kundenkontakte noch häufiger über das Internet realisiert werden Abb. 26: Umsatz mit Servicenummern a 782 Mio. 741 Mio. 660 Mio. 638 Mio. 613 Mio. 448 Mio. 57,3 % 417 Mio. 56,3 % 353 Mio. 53,5 % 335 Mio. 52,5 % 318 Mio. 50,9 % Telekom Deutschland Wettbewerber 334 Mio. 42,7 % 324 Mio. 43,7 % 307 Mio. 46,5 % 303 Mio. 47,5 % 295 Mio. 49,1 % a) Dazu zählen geographische Nummern, IN-Nummern (0137, 0180, 0700, 0800, 0900, 018[2-9]) und Auskunftsnummern (118). IN- und Auskunftsnummern werden immer über den Anschlussnetzbetreiber abgerechnet und sind nicht mittels Call-by-Call oder Preselection nutzbar (Schätzung)

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