Mehr Effizienz Dank Optimaler IT-Planung

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1 Anwenderbericht Oktober 2006 Mehr Effizienz Dank Optimaler IT-Planung Wie der Leiter IT-Strategie und Architektur der Winterthur Schweiz mit zentralem Architektur-Management Kosten spart und den Überblick wahrt. Neuinvestitionen gezielt planen, Wartungskosten senken, jederzeit den Überblick über die IT-Architektur haben.

2 2 Oktober 2006 Diese drei Ziele setzte Christoph Gall, heute Leiter IT-Strategie und Architektur bei Winterthur Schweiz, als es vor einigen Jahren darum ging, ein zentrales Arhictektur-Management für die grössten Schweizer Allbranchen-Versicherer einzuführen. Nötig wurde dies, weil sich die seit Anfang 2007 zur AXA Gruppe gehörende Winterthur Schweiz eine detailierte Übersicht über die Anwendungslandschaft und die Infrastruktur beschaffen wollte, um die Kosten für Beschaffung, Betrieb und Projektierung zu senken und Effizienz für die Planung und den Einsatz neuer Lösungen zu steigern. Heterogene Ausgangslage Die grösste Herausforderung ergab sich dabei aus der historisch gewachsenen, dezentralen Organisation der Winterthur. Diese verfügt über weitgehend unabhängige Vertretungen in ganz Europa - mit eigenen IT-Abteilungen in jeder Markteinheit. Entsprechend heterogen präsentiert sich ihre IT-Landschaft mit 32 verschiedenen Datenbankprodukten, 15 Betriebssysteme (unter anderem diverse Windows-Generationen, AIX, OS/390, OS/400 und Solaris) und gut 30 Programmiersprachen (beispielsweise Cobol, Visual Basic, Java, C, C++, Delphi, PL/I, Assembler und Pearl). Diesen IT-Dschungel zu analysieren war schwierig. Der Einsatz einer solchen Planungssoftware und die damit verbundene Möglichkeit der Verbesserung der IT- Prozesse ist langfristig eine gute Investition. Allerdings muss man der Managementebene stichfeste Argumente liefern, um sie von einem derartigen Einschnitt in die IT- Organisation überzeugen zu können. Christoph Gall: Ein umfangreicher Fragebogen wurde wegen des hohen Arbeitsaufwandes nur von wenigen IT-Kollegen ausgefüllt. Auch ein international angelegtes Projekt führte nicht zum Ziel. Immerhin konnten die Architekten in der Zentrale den lokalen Einheiten nach Durchsicht der bestehenden Daten und einigen Excel-Makros zur Datenanalyse aber einfache Übersichten über ihre IT-

3 Mehr Effizienz Dank Optimaler IT-Planung 3 Landschaften geben. Diese erstmalige Transparenz überzeugte die lokalen CIOs wie wichtig eine übersichtliche Abbildung der IT-Struktur ist. Um eine Komplettübersicht zu erstellen und aktuell zu halten sowie für das Enterprise Architecture Management (EAM) war aber eine professionelle Lösung nötig. Professionelle Lösung gefragt Basierend auf einem selbst entwickelten Meta-Modell und einem Prototypen zur Demonstration von Ausrichtung und Zielen evaluierte Winterthur die Lösungen mehrere Anbieter. Die Anforderungen dabei waren klar formuliert: Die Hersteller mussten das Meta-Modell umzusetzen, ihren eigenen Kern flexibel an die Verhältnisse bei der Winterthur anpassen und allfällige weiterführende Ideen sowie Unterstützung für die Planung bieten können. Christoph Gall Leiter IT Strategie & Architektur AXA Winterthur Christoph Gall: Heute werden alle IT-Aktivitäten danach beurteilt, wie sie die Geschäftsstrategie unterstützen. Reines Modelling reicht dazu nicht aus; EAM ist gefragt. Es bildet die Architektur mit ihrem unternehmerischen Kontext ab und strukturiert sie nach Gesichtspunkten wie Geschäftszielen, Prozessunterstützung, zu verarbeitende Informationen oder technische Struktur. Als Steuerungsinstrument wird EAM erst wirksam, wenn es in eine integrierte Planung eingebunden ist. Dabei gilt es, Szenarien und Optionen zu entwickeln, deren Relevanz hinsichtlich der Unternehmensstrategie zu bewerten und mit einem geeigneten Governance-Prozess über deren Realisierung zu entscheiden. Unter diesen Prämisen ist EAM ein wirksames Instrument, um die IT an den Erfordernissen der Geschäftsstrategie auszurichten. Umsetzung des Pilotprojektes Nach einer vorläufigen Reduktion des Scope auf die Markteinheit Schweiz und einer umfangreichen Evaluierungsphase kontaktieren Winterthur das Unternehmen alfabet und setzte innerhalb eines Monats ein Pilotprojekt auf. standen in der Endauswahl noch drei Lösungen verschiedener Anbieter zur Diskussion. Nachdem alle Tests erfolgreich bestanden waren, wurde die alfabet-lösung planningit für 400 Mitarbeiter der IT-Abteilung eingeführt. Diese sollten

4 4 Oktober 2006 mithelfen, den Status quo der IT-Architektur zu ermitteln. Anwender wurden in Gruppen von jeweils 15 bis 20 Teilnehmern geschult. Danach konnten sie die bereits automatisch importierte Daten manuell ergänzen und aktualisieren. Christoph Gall: Schon Anfang 2006 weckten die ersten Ergebnisse Begehrlichkeiten von anderen Abteilungen. Die Solution-Architekten wollten sie nutzen, um die Umgebung einer spezifischen Anwendung zu ermitteln. Die interne Rechnungsprüfung wollte eine Orientierung über die komplexe Anwendungslandschaft erhalten. Die Infrastruktur-Mannschaft interessierte, welche Komponenten welche Applikationen unterstützten. Der Risk Officer fand damit heraus, was im Katastrophenfall zu tun wäre. Jede Abteilung wollte das Tool schnell für seine Zwecke nutzen und weitere Funktionalitäten ergänzen. Reines Modelling reicht nicht aus, um die IT-Aktivitäten zu beurteilen EAM ist gefragt. Die IT-Architekten erstellten eine strikte Implementierungsstrategie. Von Juni bis August 2006 wurde in zwei Projekten die gesamte Infrastruktur- Landschaft erfasst und bewertet. Von Oktober 2006 bis Januar 2007 wurde die Domänen-Architektur erfasst. kamen zwei weitere Projekte hinzu. Die Domänen-Architekten sind dafür verantwortlich, die Architektur schlank und redundanzfrei zu halten. Die ebenfalls im Oktober 2006 begonnene Erfassung der Informationsarchitektur wird in diesen Tagen abgeschlossen. Sie ist Grundlage für den weiteren Ausbau der Service-orientierte Architektur (SOA). Diese sorgt für eine engere Anbindung der IT-Architektur an die Geschäftsprozesse und durch einen modularen Ansatz für höhere Flexibilität, Wiederverwendbarkeit und schlankes Design.

5 Mehr Effizienz Dank Optimaler IT-Planung 5 Blick in die Zukunft Die Verbindung zwischen Geschäftsprozessen und Funktionalität der Anwendungen erlaubt es der Winterthur zukünfitg, bei Änderungen der Prozesse die Auswirkungen auf die IT-Landschaft zu identifizieren und zu prognostizieren. Das Unternehmen wird auch feststellen können, wie wichtig bestimmte Technologien für das Business sind und welchen Einfluss Lifecycle-Überlegungen haben. In Kombination mit SOA kann es zudem IT-basierte Dienste für neue Geschäftsprozesse dynamisch orchestrieren. Fernziele sind die Simulation von Auswirkungen von Änderungen der IT-Landschaft, die Abschätzung der Folgen neuer Geschäftsmodelle, die Analyse zukünftiger Architektur-Konzepte sowie die Planung und Gestaltung neuer, optimierter IT-Landschaften. Checkliste: Optimierte IT-Planung Soll ein neues Geschäftsmodell eingeführt werden, das verschiedene Prozesse beeinflusst, muss der IT-Architekt u.a. folgende Fragen beantworten: Welche Systeme sind betroffen? Welche Dienste müssen wie aufeinander abgestimmt werden? Welche Schnittstellen sind gegebenenfalls anzupassen? Wie wird die aktuelle Strategie dadurch beeinflusst? Welche anderen Projekte müssen neu priorisiert werden? Wie lange wird die Einführung dauern? Wie hoch sind die Kosten? Über Winterthur Seit Anfang 2007 gehört die Winterthur Schweiz zur AXA Gruppe. Mit rund 20 Prozent Marktanteil ist sie der führende Allbranchen-versicherer im Schweizer Markt. Sie bietet eine breite Palette von Personen-, Sach- und Haftpflichtversicherungslösungen und massgeschneiderte Lebensversicherungs- und Pensionskassenlösungen für Privat- und Unternehmenskunden. Die Winterthur Schweiz beschäftigt rund 5800 Mitarbeiter. Mit 49 Generalagenturen und 221 Agenturen bietet sie das dichteste Vertriebsnetz aller Schweizer Versicherer. Im Jahr 2005 erzielte die Winterthur Schweiz ein Geschäftsvolumen von CHF 10.4 Milliarden und verwaltete per 31. Dezember 2005 Vermögen von CHF 61 Milliarden. Hauptquartier der Winterthur Schweiz

6 6 Oktober 2006 Über Christoph Gall Dr. Christoph Gall wurde 1967 in der Schweiz geboren. Der Informatik-Ingenieur und promovierte Betriebswirtschaftler war als strategischer Berater in verschiedenen global agierenden Unternehmen aktiv, danach arbeitete er als Hochschuldozent. Seit 2000 arbeitet Dr. Gall in diversen Funktionen für Winterthur Versicherungen. Er unterstützte den Aufbau der Architektur-Abteilung in der Zentrale, verantwortete diverse Projekte zur Konsolidierung der IT- Landschaft auf unternehmensweiter Ebene und arbeitete als leitender Stratege. Derzeit führt er die Abteilung IT-Strategie und Unternehmensarchitektur.

7 alfabet AG, 1997 in Berlin gegründet, entwickelt und vertreibt mit planningit die erste integrierte Standardsoftware für eine automatisierte Unterstützung der IT-Planungsprozesse. Das Unternehmen bedient derzeit IT-Anwender aus den Branchen Automobil-, Finanzdienstleistungen-, Telekommunikation-, Energiewirtschaft-, Chemische-, Transport & Logistik und Tourismus Industrien. Zu den Kunden der alfabet AG gehören multinationale Konzerne wie Credit Suisse, Münchener Rück, BMW, AXA Winterthur, Deutsche Bahn, OCBC und T-Systems hat Gartner alfabet zum Cool Vendor im Enterprise Architecture Bereich ernannt und Forrester bezeichnete planningit von alfabet als das beste EA-Tool für das Change Management. EMEA Head Office alfabet AG Leibnizstraße 53, D Berlin T US Head Office alfabet Inc. One Broadway, CIC 14 th floor, Cambridge MA T APAC Head Office alfabet 16 Collyer Quay, #10-00 Hitachi Tower, Singapore T

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