Stand und Perspektiven des Handlungsfelds Qualifizierung bei T-Systems und IBM der Blick von Außen

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1 Andrea Baukrowitz, Andreas Boes, Tobias Kämpf, Kira Marrs des Handlungsfelds Qualifizierung bei T-Systems und IBM der Blick von Außen Referat zur 3. Seminareinheit Qualifizierung als Handlungsfeld für Betriebsräte Stand und Perspektiven bei T-Systems und IBM November 2014

2 Qualifizieren für eine nachhaltige Globalisierung Rückblick und Ziele Hintergrund: Seminareinheit 1: Globalisierung und die Folgen für Arbeit und Qualifikation Seminareinheit 2: Qualifizieren für eine nachhaltige Globalisierung als Handlungsfeld für Betriebsräte Ansatzpunkte und Vorgehensweisen Strategieprozess im Betriebsratsgremium Ansatzpunkt Qualifizierungsprozess Ansatzpunkt Qualifikationswandel vor Ort Beteiligung der Beschäftigten Ergebnisse: Diskussion unserer Handlungsempfehlungen Reflexion: wie sieht es bei T-Systems und bei IBM aus? Anstöße: wie das Thema in Zukunft angehen? Ziel 3. Seminareinheit: Stand des Themas Qualifizierung in der Betriebsratsarbeit Einschätzungen zusammentragen und diskutieren Baustellen identifizieren Perspektiven des Handlungsfeldes Qualifizierung für eine nachhaltige Globalisierung Baustellen und Herausforderungen für IBM und TSI konkretisieren Eckpunkte für eine tragfähige Strategie des Betriebsrats formulieren Ansatzpunkte und Vorgehensweisen beschreiben Folie 2

3 Agenda Umbrüche in IT-Unternehmen Situation der Beschäftigten Situation und Perspektiven der Personalentwicklung Qualifizierung als Handlungsfeld für den Betriebsrat Folie 3

4 Zentrale Umbrüche Auf dem Weg in eine global vernetzte Ökonomie Globalisierung T-Systems Offshoring Global integriertes Unternehmen IBM Neue Qualität einer global vernetzten Ökonomie Industrialisierung neuen Typs Follow-the- Customer Folie 4 Bürokratisierung Standardisierungsschub Global integriertes Unternehmen Systemische Integration weltweiter Standorte Globale Geschäfts-und Produktionsmodelle KMU als Teil globaler Wertschöpfungsketten Standardisierung Industrialisierung neuen Typs Fokus Kopfarbeit Standardisierung und Prozessorientierung Geistige Potenziale neu nutzen, aber nicht ausschalten

5 Qualifikationswandel in der IT-Branche: Triebfedern Triebfedern des des Wandels: Qualitative Sprünge bei bei Technologien, Hardware, Software und und Services, das das Arbeiten in in globalen Bezügen, das das Arbeiten in in und und mit mit Prozessen, der der Umgang mit mit Lernen und und Wissensmanagement und und Personalumbau und und berufliche Neuorientierung Folie 5

6 Qualifikationswandel aus Sicht der Beschäftigten Umbrüche in der Arbeit: Herausforderung, sich auf ein neues Strickmuster der Arbeit einzustellen (Arbeit Organisation Technik) Grundlegender Qualifikationswandel auf allen Ebenen Berufliche Handlungskompetenz als Ganze auf dem Prüfstand Berufliche Flexibilität und Neuorientierung gefordert Qualifikationswandel jenseits des beruflichen Selbstverständnisses Umgang mit Qualifikation im Umbruch Neuorientierung der Personalentwicklung Führungskräfte im Verantwortungsdilemma Beschäftigte: Eigenverantwortung für Employability? Verhältnis Arbeitsplatzanforderungen Qualifikationsprofil Zwischen Eigenverantwortung für Employability und Überforderung Mangel an Ressourcen und Zeit für Qualifikationsbedarfsanalyse und Qualifizierung Intransparenzdes Qualifikations-und Fachkräftebedarfs in Branche und Unternehmen Mangel an Berufsbildungskompetenzen (Schleichender) (Schleichender) Verlust Verlust von von Qualifikationen Qualifikationen und und Professionalität Professionalität Mangel Mangel an an beruflichen beruflichen Perspektiven Perspektiven Angst Angst vor vor sinkender sinkender Leistungsfähigkeit Leistungsfähigkeit und und Arbeitsplatzverlust Arbeitsplatzverlust Folie 6

7 Qualifizierung als Aufgabe der Personalentwicklung Personalentwicklung in der IT-Branche Ständige Reorganisation von HR bzw. PE seit den 1990er Jahren. Bedeutungsverlust durch neue Unternehmensorganisation und nicht-proprietäre Technologien und Standards Personalentwicklung in IT-Unternehmen - typische Szenarien: Keine zentrale Personalentwicklungsfunktion, sondern projektgetriebene Weiterbildung vor Ort Konzentration der Personalentwicklung auf Führungskräfteprogramme und Querschnittsthemen Zentrale Personalentwicklung und Weiterbildungsplanung, aber häufig Konzentration auf eine mittlere Handlungsebene der Weiterbildungsplanung, ohne wirksame strategische Einbettung, ohne Personalentwicklungskompetenz vor Ort für zielgruppengerechte Lösungen. Baustellen in der Personalentwicklung Bedeutung und strategische Einbettung im Unternehmen Personalentwicklungskompetenz vor Ort Rolle von Führungskräften und Beschäftigten in der Personalentwicklung Konzeptionelle Neuorientierung in den Vorgehensweisen und Instrumenten Die Personalentwicklung auf den Prüfstand stellen! Folie 7

8 Qualifizierung als Handlungsfeld für den Betriebsrat Qualifikationswandel: jenseits der gewohnten Bahnen der Anpassungsqualifizierung Herausforderungen an den Umbrüche im Unternehmen ansetzen Thema Qualifizierung aus Beschäftigtensicht angehen Berufliche Handlungskompetenz Berufliche Neuorientierung Strategische Perspektive: nachhaltige Globalisierung Nicht nur auf aktuelle Veränderungen oder Qualifikationsdefizite reagieren, sondern Qualifikationen vorausschauend gestalten! Ansatzpunkte für für den den Betriebsrat für für eine eine proaktive Qualifizierungspolitik Ausführlicher dazu der Handlungsleitfaden Ausführlicher dazu der Handlungsleitfaden A. Baukrowitz, A. Boes, T.Kämpf, K. Marrs (2014): Qualifizieren für eine nachhaltige Globalisierung als A. Baukrowitz, A. Boes, T.Kämpf, K. Marrs (2014): Qualifizieren für eine nachhaltige Globalisierung als Handlungsfeld für den Betriebsrat Handlungsfeld für den Betriebsrat Folie 8

9 Der Qualifikationsbedarf als Dreh-und Angelpunkt nachhaltiger Qualifizierung Unternehmensstrategie, Technologien, Produkte und Leistungen, Prozesse Top Down Berufliche Neuorientierung Bottom Up Arbeit Berufliche Handlungskompetenz Folie 9 Vor Ort

10 Die Bestimmung des Qualifikationsbedarfs als Dreh- und Angelpunkt Unternehmensstrategie, Technologien, Produkte und Leistungen, Prozesse Berufliche Neuorientierung Arbeit Berufliche Handlungskompetenz Folie 10 Vor Ort

11 Ansatzpunkte für den Betriebsrat Ansatzpunkt Qualifizierungsprozess: Gibt es einen transparenten und systematischen Weg von der Globalisierungsstrategie bis zu Qualifizierungsmaßnahmen und einem sinnvollen Einsatz neuer Qualifikationen? Ansatzpunkt Qualifikationswandel vor Ort: Wird vor Ort der Qualifizierungsbedarf erkannt und vorausschauend qualifiziert? Folie 11

12 Ansatzpunkt Qualifizierungsprozess Folie 12

13 Ansatzpunkt Qualifikationswandel vor Ort Ansatzpunkte Hintergrund Grundlegender Qualifikationswandel Segmentierung der Beschäftigten die Jungen die Alten die, die (gerade noch) mithalten können die, die schon abgehängt sind Individualisierung Keine Keine Patentrezepte: Patentrezepte: Den Den Qualifikationswandel Qualifikationswandel vor vor Ort Ort gemeinsam gemeinsam erkennen erkennen und und gestalten! gestalten! Triebfedern für den Wandel von Arbeit und Qualifikation identifizieren! Den Qualifikationsbedarf der Beschäftigten analysieren! Aufgabenanalyse und Analyse des Leistungsniveaus: Analyse der beruflichen Handlungskompetenz Qualifikationsbedarfsanalyse im Kontext Umqualifizierung: der Weg in ein Ziel-Profil Folie 13

14 Qualifizierungspolitik für eine nachhaltige Globalisierung strategische Eckpunkte Strategische Neuorientierung im Betriebsrat! Orientierung auf die Umbrüche in Arbeit und Qualifikation; Orientierung auf die damit verbundenen konzeptionellen Herausforderungen (Prozesse und Methoden der Personalentwicklung); über die Rolle als Stellvertreter hinausdenken und Beschäftigte aktiv einbeziehen; Orientierung auf ein proaktives Handeln für eine nachhaltige Globalisierung. Qualifikation zu einem kollektiven Thema machen! Der Individualisierung entgegentreten! Qualifikation im Spannungsfeld individueller Kompetenzen und betriebliche Umbrüche Qualifikation als Erfolgsfaktor nachhaltiger Globalisierung für Unternehmen und Beschäftigte Orientierung für Beschäftigte und Führungskräfte schaffen Den Qualifizierungsprozess gestalten! Im Zentrum: Analyse des Qualifikationsbedarfs Qualifikations- und Personalplanung des Unternehmens Individuelle Qualifikations- und Karriereplanung Den Qualifikationswandel vor Ort gestalten! Qualifikationsbedarfsanalysen durchführen Beschäftigte beteiligen Thema Qualifizierung in den BR-Gremien in die Fläche tragen Folie 14

15 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Weitere Informationen: Andrea Baukrowitz ISF München Jakob-Klar-Str. 9, München +49 (0) Folie 15

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