Einführung in die evidenzbasierte Medizin (EbM)

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Einführung in die evidenzbasierte Medizin (EbM)"

Transkript

1 Einführung in die evidenzbasierte Medizin (EbM) Daria Langner WINEG (Wissenschaftliches Institut der TK für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen) WINEG Summer School September 2014, Hamburg

2 Definition Evidenzbasierte Medizin (EbM) Ziele der EbM Was ist wissenschaftliches Arbeiten? Vorgehensweise in der EbM - Generierung von wissenschaftlichen Informationen Bewertung wissenschaftlicher Literatur

3 Definition Evidenzbasierte Medizin (EbM)

4 Quality of Care " degree to which health services for individuals and populations increase the likelihood of desired health outcomes and are consistent with current professional knowledge " Lohr K, WHO,

5 Was ist evidenzbasierte Medizin (EbM)? Evidenzbasierte Medizin ist der gewissenhafte, ausdrückliche und vernünftige Gebrauch der gegenwärtig besten externen, wissenschaftlichen Evidenz für Entscheidungen in der medizinischen Versorgung individueller Patienten. In der Praxis bedeutet das: Integration individueller klinischer Expertise mit der bestverfügbaren externen Evidenz aus der systematischen Forschung. Sackett D, British Medical Journal

6 Zentrale Bedeutung der Anwendung von wissenschaftlicher Evidenz in der heutigen Medizin Angesichts der durch die Versorgungsforschung aufgezeigten Probleme einer unzureichenden Rezeption und Umsetzung wissenschaftlicher Evidenz in die Routineversorgung und angesichts der kaum mehr zu überblickenden Fülle medizinischer Informationen stellt die evidenzbasierte Medizin [...] eine dringend notwendige und zeitgemäße Form eines kritischen, effizienten und anwendungsbezogenen Informationsmanagements zur Optimierung der gemeinsamen Entscheidungsfindung von Arzt und Patient dar. Sachverständigenrat für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen, Gutachten 2000/2001 6

7 Herausforderungen für eine qualitativ optimale Leistungserbringung Einseitige Informationsdarstellung (Publikationsbias) Therapiewahl häufig nicht wissenschaftlich gestützt Informationsflut Jährlich ca. 1 Mio. medizinische Publikationen in Fachzeitschriften weltweit Medizinisches Wissen verdoppelt sich alle 5 Jahre Begrenzte finanzielle Ressourcen im Gesundheitssystem Gleicher Zugang zu Gesundheitsleistungen und Vermeidung von Rationierung Erforderlich: Informationsmanagement und Qualitätssicherung Bartens W in: SZ Magazin 10/2008 7

8 Evidenzbasierte Medizin in der Gesetzlichen Krankenversicherung " Qualität und Wirksamkeit der Leistungen haben dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse zu entsprechen und den medizinischen Fortschritt zu berücksichtigen." 2 Abs. 1 SGB V "Die Leistungen müssen dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse entsprechen und in der fachlich gebotenen Qualität erbracht werden." 135a Abs. 1 SGB V " Anforderungen an die Ausgestaltung von Behandlungsprogrammen [ ]. Zu regeln sind insbesondere Anforderungen an die Behandlung nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft unter Berücksichtigung von evidenzbasierten Leitlinien oder nach der jeweils besten, verfügbaren Evidenz sowie unter Berücksichtigung des jeweiligen Versorgungssektors." 137f Abs. 2 SGB V 8

9 Ziele der EbM

10 Ziele von EbM EbM unterstützt die Sammlung die Interpretation die Integration von validen, wichtigen und maßgeblichen Nachweisen (patientenbezogen, klinisch beobachtet, forschungsorientiert) Verbessert die Qualität klinischer Entscheidungen basierend auf aktuellem, internationalen Wissen Erhöht Effizienz, Effektivität und Sicherheit in der medizinischen Versorgung 10

11 Effectiveness vs. Efficacy Effectiveness (Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen) Beschreibt die Wirksamkeit einer Maßnahme unter Routinebedingungen. Im Gegensatz zur Efficacy ( Wirksamkeit unter Idealbedingungen ) untersuchen Effectiveness-Studien die Frage: Wirkt die Maßnahme unter den Bedingungen der Routineversorgung? Efficacy (Wirksamkeit unter Idealbedingungen) Beschreibt die Wirksamkeit einer Maßnahme unter Idealbedingungen. Efficacy- Studien zeichnen sich durch hohe innere Validität aus, die Ergebnisse sind jedoch möglicherweise nur bedingt auf die Routineversorgung übertragbar. 11

12 Was ist wissenschaftliches Arbeiten?

13 Wie entsteht medizinisches Wissen? Grundlagenforschung Naturwissenschaftliche Begründung Biologische Modelle Kausalität: Ursache-Wirkungsbeziehung Empirische Forschung Statistische Zusammenhänge, statistische Kausalität Wahrscheinlichkeit von Ereignissen Einflussfaktoren, Indikatoren Beobachtungen Experimente, klinische Studien 13

14 Fragwürdiges medizinisches Wissen Beobachtung einzelner Phänomene ohne kausale Begründung aus unsystematischen Studien Pseudo-wissenschaftliche Untersuchungen verzerrte Darstellung der Ergebnisse falsche/ inadäquate Verwendung statistischer Verfahren Spekulationen Persönliche Meinungen (Einzelbeobachtungen) Placebo-Effekte durch Geldgeber/Auftraggeber verzerrte Ergebnisse 14

15 Die wichtigsten Ziele der medizinischen Forschung sind Wissenschaftlich gesichertes Wissen über Krankheiten, deren Ursachen, Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten steigern, um die Versorgung der Patienten zu verbessern gesicherte Diagnosen stellen adäquateste Therapie anwenden Nebenwirkungen vermeiden oder deren Anzahl verringern Maßnahmen zur Prävention, Rehabilitation und Gesundheitsförderung bewerten Medizinisches Wissen ist dabei ein stetiger Lernprozess, der sich laufend ändern kann 15

16 Was ist wissenschaftliches Arbeiten? Systematische Vorgehensweise Unterscheidung systematischer Effekte von zufälligen Effekten Nachweis statistisch signifikanter Effekte Darstellung medizinisch signifikanter und relevanter Effekte Die nachvollziehbare Darstellung der Ergebnisse stellt dabei einen unerlässlichen Stellenwert ein. Medizinisches Wissen basiert daher auf wissenschaftlichen Arbeiten 16

17 Vorgehensweise in der EbM - Generierung von wissenschaftlichen Informationen

18 Vorgehensweise der EbM erfolgt nach den Grundlagen der klinischen Epidemiologie* Fragestellung Literaturrecherche Evidenzbewertung Umsetzung Evaluation Übersetzung des klinischen Problems in eine beantwortbare Frage Strukturierte Informationsbeschaffung von relevanter internationaler Literatur Überprüfung der Literatur (externe Evidenz) auf ihre Validität Berücksichtigung der gewonnenen Erkenntnisse in der Therapieentscheidung Selbstkritik und ggf. Anpassung der bisherigen Vorgehensweise Therapieentscheidung Quelle: *Klinische Epidemiologie: Wissenschaft zur Untersuchung der Variabilität von Krankheitsverläufen und ihrer Abhängigkeit von diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen (Weiss 2006, Clinical Epidemiology) 18

19 Formulierung der Fragestellung: Eine Hilfe bietet das PICO-Schema Fragestellung Literaturrecherche Evidenzbewertung Umsetzung 5 Evaluation Therapieentscheidung PICO-Schema P I C O Patient population (Patient und sein Problem) Intervention (d.h. Behandlung) Comparison (Alternativmaßnahme oder keine Behandlung) Outcome, d.h. das Behandlungsziel (z.b. Mortalität, Morbidität, Lebensqualität) 19

20 Literaturrecherche 1 2 Fragestellung Literaturrecherche 3 Evidenzbewertung Ziel: Suche nach Evidenz in der wissenschaftlichen Literatur 4 5 Umsetzung Evaluation Literaturdatenbanken: Medline/ Pubmed DIMDI Cochrane Library OVID (BIOSIS, PSYCINFO) "Graue Literatur" Dissertationen, interne Berichte Zeitschriften ohne Peer Review Zitate in Fachzeitschriften Therapieentscheidung 20

21 Bewertung der externen Evidenz I Validität des Studiendesigns Fragestellung Literaturrecherche Evidenzbewertung Umsetzung Klassifikation der Evidenzgüte von Einzelstudien 5 Evaluation Therapieentscheidung Abnehmende Qualität der Information Evidenzstufe Ia Ib IIa IIb III IV Quelle: Evidenz-Typ wenigstens ein systematischer Review auf der Basis methodisch hochwertiger kontrollierter, randomisierter Studien (RCTs) wenigstens ein ausreichend großer, methodisch hochwertiger RCT wenigstens eine hochwertige Studie ohne Randomisierung (Kohortenstudie) wenigstens eine hochwertige Studie eines anderen Typs quasiexperimenteller Studien mehr als eine methodisch hochwertige nichtexperimentelle Studie (Fall-Kontroll-Studie) Expertenmeinungen (aus klinischer Erfahrung), Fall-Serien, beschreibende Studien 21

22 Bewertung der externen Evidenz II Empfehlungsgrade Fragestellung Literaturrecherche Evidenzbewertung Umsetzung 5 Evaluation Empfehlungsgrade zur Bewertung der Gesamtevidenz Therapieentscheidung Abnehmender Empfehlungsgrad Empfehlungsgrad A B C Güte der gesamten vorliegenden Evidenz zu einer Fragestellung Beruhend auf den Graden Ia und Ib des Evidenztyps, d.h. die Empfehlung stützt sich auf Veröffentlichungen guter Qualität, die mindestens eine randomisierte kontrollierte Studie enthalten. Beruhend auf den Graden IIa, IIb und III des Evidenztyps; d.h. die Empfehlung stützt sich auf gut angelegte, nicht randomisierte, klinische Studien. Beruhend auf Evidenzgrad IV, d.h. die Empfehlung leitet sich ab aus Berichten oder Meinungen von Expertenkreisen, Konsensuskonferenzen und/ oder klinischer Erfahrung anerkannter Autoritäten. Die Stufe C weist auf das Fehlen direkt anwendbarer klinischer Studien guter Qualität hin. 22 Quelle:

23 23

24 24

25 Anwendung der Evidenz in Einklang mit der klinischen Erfahrung und den Patientenpräferenzen Äußere Evidenz Welche Studien sind einzubeziehen? Kann die gefundene Evidenz bei der konkreten Fragestellung helfen? Fragestellung Literaturrecherche Evidenzbewertung Umsetzung Evaluation Therapieentscheidung In welchem Maß ist die ärztliche Erfahrung und Kompetenz mit einzubeziehen? Innere Evidenz EbM Patientenpräferenz Inwieweit sind Werte und Präferenzen von Patienten und Angehörigen zu berücksichtigen? Herausforderung der EbM: Die Gewichtung von äußerer und innerer Evidenz und von Patientenpräferenzen ist ein von vielen Einflüssen abhängiger Prozess Antes et al., Kommentierende Synopse zur Kosten-Nutzen-Bewertung

26 Evaluation Fragestellung Literaturrecherche Evidenzbewertung 4 Umsetzung 5 Evaluation Therapieentscheidung Selbstkritik und ggf. Anpassung der bisherigen Vorgehensweise! 26

27 Instrumente der EbM: Wissenstransfer der Evidenz in die therapeutische Praxis Leitlinien HTA-Berichte Ergebnisse der EbM Patienteninformationen Systematische Übersichtsarbeiten, z.b. Cochrane Reviews Grundlage für Nutzung der EbM in der Praxis Datenbanken mit der vorhandenen Evidenz 27

28 Abgrenzung der Begriffe EbM und HTA EbM (Evidence-based Medicine) Die bestmöglichen Fakten für die Behandlung von Patienten bereitstellen. Methode zur expliziten Darstellung von medizinischen Entscheidungen basierend auf systematischen Untersuchungen HTA (Health Technology Assessment) Bewertung von medizinischen Technologien im Hinblick auf Sicherheit, Effektivität, Effizienz, Evidenz, Kosten, Nutzen, ethischen sowie gesetzlichen Implikationen im Vergleich mit anderen Technologien Koordinierende Instanz für die Förderung von HTA Berichten ist das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). 28

29 Bewertung wissenschaftlicher Literatur

30 Bewertung wissenschaftlicher Literatur Was ist eine gute Studie? Wesentliche Qualitätsmerkmale guter Studien sind die sorgfältige, schriftlich niedergelegte Planung, ein qualitätsgesichertes Vorgehen, eine transparente, in allen Aspekten nachvollziehbare Berichterstattung sowie eine möglichst internationale Publikation. 30

31 Bewertung wissenschaftlicher Literaturc Charakteristika wissenschaftlicher Studien Geplant detailliertes Prüfprotokoll Ausreichender Stichprobenumfang basierend auf reproduzierbaren, realistischen Annahmen und Berechnungen Formulierung klarer Zielkriterien: Haupt- und Nebenzielkriterien klinische Relevanz entsprechende Sensitivität und Spezifität Randomisierung mindestens eine Kontrollgruppe wenn möglich verblindet/ doppelt verblindet korrekte Durchführung des Studienprotokolls Geprüfte Datenqualität Hochwertige Statistische Analyse 31

32 CONSORT - Consolidated Standards of Reporting Trials Ziel: Standards, um Autoren von wissenschaftlichen Artikeln anzuleiten, die Darstellung der Ergebnisse korrekt und transparent darzustellen! 32 Moher et al. Das CONSORT Statement. 2001

33 CONSORT - Consolidated Standards of Reporting Trials I 33 Schulz et al. CONSORT 2010: Aktualisierte Leitlinie für Berichte randomisierter Studien im Parallelgruppen-Design. 2010

34 CONSORT - Consolidated Standards of Reporting Trials II 34 Schulz et al. CONSORT 2010: Aktualisierte Leitlinie für Berichte randomisierter Studien im Parallelgruppen-Design. 2010

35 CONSORT - Consolidated Standards of Reporting Trials Update 2010 Weitere Informationen Registrierung Studienprotokoll Finanzierung Beschreibung Reg.Nr und Name Studienregister Verfügbarkeit des Studienprotokolls Quelle der Finanzierung und weitere Unterstützung, Rolle des Sponsors 35 Moher et al. Das CONSORT Statement. 2001

36 Interne vs. externe Validität Interne Validität Vermeidung von möglichen Fehlern bei der Planung, Durchführung, Analyse und Präsentation Externe Validität Generalisierbarkeit und Übertragbarkeit der Ergebnisse Ein- und Ausschlusskriterien 36

37 Bias = systematische Abweichung, Verzerrung Selection bias (Auswahl der Teilnehmer) Vermeidung durch Randomisierung Performance bias (unterschiedliche Behandlung, Betreuung der Gruppen) Measurement bias (Erhebung der Endpunkte) Vermeidung durch Verblindung Detection bias (Unterschiede in der Bewertung der Resultate) Attrition bias (Verlust von Teilnehmern) Drop-outs Responder bias Publication bias Reader bias, Interpretationsbias Je geringer das Risiko für Bias in einer Studie, desto valider die Ergebnisse! 37

38 Beispiel: Selection bias X wahrer Wert X X X X X X X X X ZUFALL BIAS 38

39 Beispiele für Bias Sie lesen eine Studie, in der Patienten während einer Krankenhausbehandlung eine außergewöhnlich schlechte Lebensqualität aufweisen. Dies könnten nicht nur negative Effekte der Behandlung sein, die in dieser Studie untersucht wurde, sondern auch Bias. Beispiele: es handelt sich bei dem Krankenhaus um eine Spezialklinik, in die vor allem schwer Kranke kommen (Selektionsbias) die Patienten glauben, dass sie besser behandelt werden, wenn sie angeben viele Probleme zu haben (Informationsbias) 39

40 Public Health Action Cycle 1. Erfassung und Analyse gesundheitlicher Problemlagen der Bevölkerung (Assessment) Policy development 2. Entwicklung von gesundheitspolitischen Interventionsstrategien (Policy development) Assessment Assurance 3. Umsetzung dieser Strategien im Gesundheitssystem (Assurance) 4. Prüfen der Akzeptanz und Wirksamkeit (Evaluation) Evaluation 40

41 Kursplan EbM I Hintergründe: Historie und Anerkennung Ethische Aspekte, Grenzen der EbM wichtige EbM-Institutionen Studientypen: Experimentelle Studien vs. Beobachtungsstudien Zuordnung geeigneter Studiendesigns zu klinischen Fragestellungen Fehlerhafte Rückschlüsse aus Studienergebnissen: Bias Confounding Zufall 41 Quelle:

42 Kursplan EbM II Strukturiertes Vorgehen zur Beantwortung von Studienfragen: Fragestellung formulieren Literatursuche kritische Bewertung (Evidenzstufen, Vermeidung von Bias) Anwendung auf Patienten/ Implementierung Überprüfung/ Evaluation Literaturquellen: Datenbanken, Fachzeitschriften, Internet Prüfung der Interessenskonflikte von Quellen Zeitaufwand/ Aktualität verschiedene Recherchesysteme (Thesaurus, Schlagwortsuche, Suchstrategie) Verwaltung von Literatur (z.b. Reference Manager, Citavi) Quelle: 42

43 Kursplan EbM III Grundlagen Statistik: deskriptive vs. schließende Statistik Skalenniveaus (kategoriale vs. metrische Daten) wichtige Ziele statistischer Tests: Hypothesentestung, Punktschätzung, Bedeutung von Signifikanz, p-wert, Fehler 1. und 2. Art Maßzahlen (Wahrscheinlichkeit, Risiko, Odds, Rate) Zusammenhangsmaße (Odds Ratio, Relatives Risiko, Korrelation) Robustheitsmerkmale stat. Angaben (Signifikanzniveau, Konfidenzintervall) Fehlerquellen bei stat. Verfahren (zufällige und systematische Fehler) Power und Fallzahlberechnung 43 Quelle:

44 Kursplan EbM IV Statistische Verfahren: uni- und bivariate Analysen: t-test, Chi 2 -Test, Exact-Tests Multiples Testen Adjustierung Stratifizierung Regressionsverfahren (Logistische Regression, Cox-Regression) Überlebensanalyse (Kaplan-Meier-Verfahren) Abgrenzung: statistische Signifikanz vs. klinische Bedeutung Patienteninformationen: Arten von Patienteninformationen (z.b. allgemeine Informationen, Entscheidungshilfen, Benchmarkingangaben) Qualität von Patienteninformationen (z.b. Check-In, DISCERN) Wichtig: Nutzerorientierte Konzeption, Informationsbedürfnisse, Evaluation Quelle: 44

45 Kursplan EbM V Beispiele für vertiefende Themen: Studien zu therapeutischen Verfahren, Interventionen Studien zu diagnostischen Verfahren Systematische Übersichtsarbeiten, Metaanalysen Evidenzbasierte Leitlinien Studien zu Screening und Prävention Prognosestudien (z.b. Überlebensraten, Rezidivraten) Health Technology Assessment (HTA) Gesundheitsökonomische Evaluationen 45 Quelle:

46 Das Deutsche Cochrane Zentrum "Das Deutsche Cochrane Zentrum (DCZ) ist seit März 1999 eine Entität der Cochrance Collaboration (CC), eines internationalen Netzwerkes von Ärzten, Wissenschaftlern, Methodikern, etc. Die Hauptaufgabe der Cochrane Collaboration ist die Erstellung, Verbreitung und Aktualisierung von systematischen Übersichtsarbeiten in der Medizin. Diese Übersichtsarbeiten werden in der Datenbank The Cochrane Library veröffentlicht und bieten Akteuren im Gesundheitswesen eine wissenschaftlich fundierte Informationsgrundlage, um den aktuellen Stand der klinischen Forschung in kurzer Zeit objektiv beurteilen zu können. Das Deutsche Cochrane Zentrum vertritt die Cochrane Collaboration im deutschen Sprachraum und ist Anlaufstelle für Interessenten. Es ist zuständig für Deutschland, Österreich, Teile der Schweiz, Liechtenstein sowie auch für Tschechien, Slowakei und Ungarn." Quelle: 46

47 Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) Der G-BA wurde am 1. Januar 2004 durch das Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) errichtet. Seit dem 1. Juli 2008 werden alle Entscheidungen in einem einzigen sektorenübergreifend besetzten Beschlussgremium für ambulante, ärztliche und zahnärztliche, sowie stationäre Belange getroffen. 47 Quelle:

48 Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen Quelle:

49 Das neue Qualitätsinstitut 49 Quelle:

50 Curriculum EbM - Allgemeine Lernziele 50 Quelle:

51 Fazit In jedem Fall sollte immer (wenn möglich), die beste externe Evidenz bei medizinischen Entscheidungen berücksichtigt werden. EbM-Vorgehensweise erhöht die Ergebnissicherheit! Unabhängige (!) evidenzbasierte Patienteninformationen und Entscheidungshilfen ermöglichen es den Patienten, sich bestmöglich zu medizinischen Themen zu informieren Stärkung der partizipativen Entscheidungsfindung und Erhöhung der Patientensicherheit Führen Sie Studien/ Projekte immer systematisch und transparent durch! 51

52 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Daria Langner

53 Internetquellen Das Deutsche Cochrane Zentrum Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information CONSORT Der Gemeinsame Bundesausschuss

54 Backup

55 Bewertung wissenschaftlicher Literatur ? Die valide und aussagekräftige Bewertung von Interventionen erfordert qualitativ hochwertige und in einer hohen Anzahl verfügbare Evidenz! 55

56 Stichprobe Stichprobe Grundgesamtheit, Population Gruppe, über die eine Aussage gemacht werden soll Ein- und Ausschlusskriterien Repräsentative Stichprobe charakteristische Teilmenge für die Grundgesamtheit Stichprobenauswahl Randomisierung Stratifizierung Clusterbildung Stichprobengröße Repräsentativität der Stichprobe für die interessierende Grundgesamtheit muss gegeben sein 56

57 Beispiele: Studiendesigns Parallelgruppen Zwei oder mehrere unabhängige, aber vergleichbare Gruppen zeitlich parallel behandelt unterschiedliche Therapieformen Cross-over Eine Gruppe wird mit zwei oder mehreren aufeinander folgenden Therapien behandelt. Jeder Proband erhält jede Therapie aber in unterschiedlicher Reihenfolge Randomisierung der Reihenfolge (z.b. ACB, BAC, BCA, CAB, CBA) Carry-over-Effekte! Faktorielles Design Kombination von zwei oder mehreren Einflussfaktoren Wechselwirkungen überprüfbar 57

58 Beispiel: Parallelgruppenstudie z.b. Untersuchung der Wirksamkeit eines neuen blutdrucksenkenden Medikaments im Vergleich zur Standardtherapie ( Kontrollgruppe); oder auch Placebo Nullhypothese H0: die beiden Therapien sind gleich wirksam z.b. ist die Änderung des diastolischen Blutdrucks durchschnittlich in beiden Gruppen gleich hoch Die Ungültigkeit der Nullhypothese ist zu beweisen! Alternativhypothese H1: die beiden Therapien sind unterschiedlich stark wirksam Voraussetzung für diese Untersuchung ist, dass beide Gruppen in ihren wesentlichen Baseline-Eigenschaften übereinstimmen! 58

59 Randomized Controlled Trial (RCT) Randomisiert Zufällige Zuteilung zu einer Therapieform Stratifizierung Kontrolliert Mindestens eine Kontrollgruppe z.b. Vergleich mit Standardtherapie, Placebo-Kontrolle Statistische Vergleichbarkeit der wesentlichen Merkmale beider Gruppen (Baseline-Analyse) Verblindet offen Einfach verblindet: Patient weiß nicht, welche Therapie er bekommt Doppelt verblindet: Patient und Arzt wissen nicht, welche Therapie der Patient bekommt 59 Quelle: Gordis L. Epidemiologie. 2001

60 Randomisierung zufällige Zuordnung eines Subjektes einer Stichprobe zu einer der Gruppen des Einflussfaktors z.b. anhand eines Zufallsgenerators Ziel: Vermeidung eines Selection bias jedes Subjekt hat die gleiche Chance zufällig einer Gruppe zugeteilt zu werden Stichprobe (N=100) Randomisierung Randomisierung Therapie A N=50 Therapie B N=50 60

61 Was wird gemessen? Zielgröße(n) Haupt- und Nebenzielgrößen Einflussgröße(n) können Einfluss auf die Zielgröße(n) haben Störgröße(n) nicht von primären Studieninteresse können das Studienergebnis jedoch beeinfluss bzw. verzerren (biases) Störgröße Einflussgröße System Zielgröße 61

62 Ergebnisse wissenschaftlicher Studien Patientenrelevante Endpunkte Mortalität Morbidität Lebensqualität Surrogatpunkte nicht so aussagekräftig wie patientenrelevante Endpunkte werden häufig als Ersatz für patientenrelevante Endpunkte verwendet positive bzw. negative Veränderung im Surrogatpunkt muss mit entsprechender Veränderung im patientenrelevanten Endpunkt einhergehen 62

63 Kohortenstudie vs. Fall-Kontroll-Studie Design einer Kohortenstudie Exponiert nicht Exponiert Entwickeln Krankheit Entwickeln Krankheit nicht Entwickeln Krankheit Entwickeln Krankheit nicht 63 Quelle: Gordis L. Epidemiologie. 2001

64 Kohortenstudie vs. Fall-Kontroll-Studie Design einer Kohortenstudie Exponiert Nicht exponiert Exponiert Nicht exponiert Krankheit keine Krankheit "Fälle" "Kontrollen" 64 Quelle: Gordis L. Epidemiologie. 2001

Methoden der evidenzbasierten Medizin (EbM)

Methoden der evidenzbasierten Medizin (EbM) Methoden der evidenzbasierten Medizin (EbM) Dr. Frank Verheyen WINEG (Wissenschaftliches Institut der TK für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen) WINEG Summer School 2013 3. September 2013, Hamburg

Mehr

Kursdurchführung Wird in Vorbereitung Kursmaterial versandt bzw. während der Veranstaltung ausgegeben?

Kursdurchführung Wird in Vorbereitung Kursmaterial versandt bzw. während der Veranstaltung ausgegeben? Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin Checkliste zur Anerkennung * eines EbM-Kurses Stand vom 25.11.2005 *wird dem Antrag auf Zertifizierung beigefügt Antrag eingereicht am : Eingangsnummer des Antrages

Mehr

Verfahrenstechnische und methodische Anforderungen an die Bewertung einer Untersuchungs- u. Behandlungsmethode

Verfahrenstechnische und methodische Anforderungen an die Bewertung einer Untersuchungs- u. Behandlungsmethode Informationsblatt Verfahrenstechnische und methodische Anforderungen an die Bewertung einer Untersuchungs- u. Behandlungsmethode (Bezug zu 2. Kapitel der Verfahrensordnung des G-BA (VerfO), Anlage II,

Mehr

Klinische Forschung. Klinische Forschung. Effectiveness Gap. Versorgungsforschung und evidenzbasierte Medizin. Conclusion

Klinische Forschung. Klinische Forschung. Effectiveness Gap. Versorgungsforschung und evidenzbasierte Medizin. Conclusion Versorgungsforschung und evidenzbasierte Medizin Klinische Forschung 00qm\univkli\klifo2a.cdr DFG Denkschrift 1999 Aktuelles Konzept 2006 Workshop der PaulMartiniStiftung Methoden der Versorgungsforschung

Mehr

Evaluationskonzepte bei neuen Methoden. Analyse und Konsequenz des GKV.SV

Evaluationskonzepte bei neuen Methoden. Analyse und Konsequenz des GKV.SV Evaluationskonzepte bei neuen Methoden Analyse und Konsequenz des GKV.SV Dr. Diedrich Bühler Dr. Diedrich Bühler Überblick I) Situation und Position des GKV SV II) Methodenbewertung, Selbstverwaltung /

Mehr

Eine Studie was ist das? Grundlagen klinischer Studien

Eine Studie was ist das? Grundlagen klinischer Studien Eine Studie was ist das? Grundlagen klinischer Studien Grundlagen klinischer Studien Eine Studie ist eine systematische Sammlung von Daten, die dazu dient, eine oder mehrere Fragen zu beantworten. Eine

Mehr

Grundlagen der evidenzbasierten neurologischen Rehabilitation

Grundlagen der evidenzbasierten neurologischen Rehabilitation Grundlagen der evidenzbasierten neurologischen Rehabilitation Prof. Dr. phil. Helmut Hildebrandt Klinikum Bremen-Ost, Neurologie Universität Oldenburg, Psychologie email: helmut.hildebrandt@uni-oldenburg.de

Mehr

Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik WIE ENTSTEHT WISSEN? EVIDENZBASIERTE MEDIZIN

Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik WIE ENTSTEHT WISSEN? EVIDENZBASIERTE MEDIZIN WIE ENTSTEHT WISSEN? EVIDENZBASIERTE MEDIZIN 1 Gliederung Wieso EbM? Was ist EbM? Organisatorisches Wieso EbM? Frau Müller, 37y inflammatorisches MammaCa nach 1y: Progress wünscht sich Zellkernklärung

Mehr

Was ist eine gute Klinische Studie - die Sicht der Statistik. Peter Martus Institut für Biometrie und Klinische Epidemiologie

Was ist eine gute Klinische Studie - die Sicht der Statistik. Peter Martus Institut für Biometrie und Klinische Epidemiologie Was ist eine gute Klinische Studie - die Sicht der Statistik Peter Martus Institut für Biometrie und Klinische Epidemiologie Historisches Beispiel James Lind (1716-1794) entwickelte 1747 als britischer

Mehr

Health Technology Assessment (HTA) vom Market Access zum Market Success Medical Valley Talk 10.03.2011 Inhalt Aktuelle Entwicklungen in der Gesundheitspolitik Bedeutung von HTA für Kostenerstattung Prospective

Mehr

Anforderungen an eine patientenorientierte Arzneimittelanwendungsforschung

Anforderungen an eine patientenorientierte Arzneimittelanwendungsforschung Anforderungen an eine patientenorientierte Arzneimittelanwendungsforschung Prof. Dr. Marion Schaefer Institut für Klinische Pharmakologie / Charité Universitätsmedizin Berlin 3. Eisensymposium / Basel

Mehr

Arbeitskreis Versorgungsforschung beim Wissenschaftlichen Beirat. Definition und Abgrenzung der Versorgungsforschung

Arbeitskreis Versorgungsforschung beim Wissenschaftlichen Beirat. Definition und Abgrenzung der Versorgungsforschung beim Wissenschaftlichen Beirat Dieses Papier wurde am 08.09.2004 unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Schwartz vom Arbeitskreis Versorgungsforschung beim Wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer verabschiedet.

Mehr

Qualitätsanforderungen an systematische Leitlinien am Beispiel der Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Colitis ulcerosa

Qualitätsanforderungen an systematische Leitlinien am Beispiel der Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Colitis ulcerosa Qualitätsanforderungen an systematische Leitlinien am Beispiel der Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Colitis ulcerosa Jörg C. Hoffmann, Wolfgang Höhne Kompetenznetz Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Mehr

Evidence-based Medicine und klinische Ökonomik

Evidence-based Medicine und klinische Ökonomik Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie Direktor: Prof. Dr. N. Roewer Evidence-based Medicine und klinische Ökonomik Dr. Peter Kranke kranke_p@klinik.uni-wuerzburg.de http://www.anaesthesie.uni-wuerzburg.de/de/forschung/ebm/index.htm

Mehr

Master of Public Health

Master of Public Health Grundlagenstudium 1 G MPH Grundlagen der Gesundheitswissenschaften Sozialwissenschaftliche Grundlagen: Die Bedeutung sozialwissenschaftlicher Theorien und Konzepte für Public Health; Einführung in die

Mehr

EBM und Gutachten. Prof. Dr. Bernward Ulrich (Chirurg) Ärztlicher Direktor Sana-Krankenhaus Düsseldorf-Gerresheim. 7. März 2009. B.

EBM und Gutachten. Prof. Dr. Bernward Ulrich (Chirurg) Ärztlicher Direktor Sana-Krankenhaus Düsseldorf-Gerresheim. 7. März 2009. B. EBM und Gutachten Prof. Dr. Bernward Ulrich (Chirurg) Ärztlicher Direktor Sana-Krankenhaus Düsseldorf-Gerresheim 7. März 2009 Gutachten Anforderungsprofil Fachkompetenz des Sachverständigen keine überzogenen

Mehr

Voraussetzungen für die Implementierung

Voraussetzungen für die Implementierung Rolf Kreienberg AGENDA Hintergrund Voraussetzungen für die Implementierung von Leitlinien Implementierung technische und soziale Innovationen berücksichtigen Evaluation von Leitlinien woran messen wir

Mehr

Einführung in die Literaturrecherche WS 2013 /2014. Dr. Rebecca Jahn

Einführung in die Literaturrecherche WS 2013 /2014. Dr. Rebecca Jahn Einführung in die Literaturrecherche WS 2013 /2014 Dr. Rebecca 1 Gliederung Motivation für eine systematische Literaturrecherche? Suchstrategien Suchbeispiel MEDLINE Suchbeispiel SSCI Suchbeispiel WISO

Mehr

Studiendesign/ Evaluierungsdesign

Studiendesign/ Evaluierungsdesign Jennifer Ziegert Studiendesign/ Evaluierungsdesign Praxisprojekt: Nutzerorientierte Evaluierung von Visualisierungen in Daffodil mittels Eyetracker Warum Studien /Evaluierungsdesign Das Design einer Untersuchung

Mehr

The Cochrane Library

The Cochrane Library The Cochrane Library Was ist die Cochrane Library? Die Cochrane Library bietet hochwertige, evidenzbasierte medizinische Fachinformation zur fundierten Unterstützung bei Diagnose und Behandlung. http://www.cochranelibrary.com/

Mehr

Wirksamkeit und Nutzen von einrichtungsinternem Qualitätsmanagement (IQM)

Wirksamkeit und Nutzen von einrichtungsinternem Qualitätsmanagement (IQM) Wirksamkeit und Nutzen von einrichtungsinternem Qualitätsmanagement (IQM) Dorian Doumit Ambulante Qualitätssicherung GKV-Spitzenverband, Berlin Prof. Dr. med. Johannes Giehl Leiter KC-Q MDK Baden-Württemberg

Mehr

Health Technology Assessment/HTA

Health Technology Assessment/HTA Health Technology Assessment/HTA beim DIMDI - offen für neue Themen Britta Göhlen Im Geschäftsbereich des Gliederung HTA: Allgemeines HTA beim DIMDI HTA und HIA HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 2/ 24

Mehr

Gliederung. Gliederung. Stellenwert der Versorgungsforschung in der Onkologie und praktische Beispiele

Gliederung. Gliederung. Stellenwert der Versorgungsforschung in der Onkologie und praktische Beispiele art\vorveran\dgho10\graphik1.cdr Stellenwert der Versorgungsforschung in der Onkologie und praktische Beispiele Symposium Anforderungen an vorsorgungsrelevante, nichtkommerielle Studien zu Arzneimitteln

Mehr

Web-Seminar. BMBF-Förderbekanntmachung Klinische Studien mit hoher Relevanz für die Patientenversorgung

Web-Seminar. BMBF-Förderbekanntmachung Klinische Studien mit hoher Relevanz für die Patientenversorgung DLR-PT.de Folie 2 Web-Seminar BMBF-Förderbekanntmachung Klinische Studien mit hoher Relevanz für die Patientenversorgung Dr. Isabell Hahn (DLR-PT) Dr. Alexander Grundmann (DLR-PT) 23. Februar 2016 DLR-PT.de

Mehr

1.1 Studientitel: XY 1.2 Studienleiter: XY 1.3 Medizinischer Hintergrund

1.1 Studientitel: XY 1.2 Studienleiter: XY 1.3 Medizinischer Hintergrund 1.1 Studientitel: XY 1.2 Studienleiter: XY 1.3 Medizinischer Hintergrund Patienten, welche unter chronischer Herzinsuffizienz leiden erleben häufig Rückfälle nach einem klinischen Aufenthalt. Die Ursache

Mehr

Komplementärmedizin in der Arztpraxis

Komplementärmedizin in der Arztpraxis Matthias Frank Komplementärmedizin in der Arztpraxis Akupunktur, Homöopathie und Naturheilverfahren erfolgreich anwenden BOX_ID_06 1.3 Vom Problem zur Frage Schulmedizin ohne gute Komplementärmedizin und

Mehr

01.10.2012. Warum evidenzbasierte Medizin? Was hat mein Patient und wie kann ich ihm am besten helfen?

01.10.2012. Warum evidenzbasierte Medizin? Was hat mein Patient und wie kann ich ihm am besten helfen? NNT und NNH : evidenzbasierte Bewertung von Studien Warum evidenzbasierte Medizin? Curriculum Entwicklungspsychopharmakologie 29.09.2012 Laura Weninger, MME Gesetzliche Vorgaben Berufspolitisch 137 e,

Mehr

Studiendesign und Statistik: Interpretation publizierter klinischer Daten

Studiendesign und Statistik: Interpretation publizierter klinischer Daten Studiendesign und Statistik: Interpretation publizierter klinischer Daten Dr. Antje Jahn Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik Universitätsmedizin Mainz Hämatologie im Wandel,

Mehr

Evidence Based Practice (Teil 1) Urs Albisser Andrea Weise (Februar 2006)

Evidence Based Practice (Teil 1) Urs Albisser Andrea Weise (Februar 2006) Evidence Based Practice (Teil 1) Urs Albisser Andrea Weise (Februar 2006) Ziele Alle Ergotherapeuten der Klinik Valens wissen, was EBP ist (April 2006) kennen die Schritte von EBP (Mitte 2006) wissen,

Mehr

Projekt zur Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Leitlinien zum adaptiven Management von Datenqualität in Kohortenstudien und Registern

Projekt zur Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Leitlinien zum adaptiven Management von Datenqualität in Kohortenstudien und Registern Projekt zur Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Leitlinien zum adaptiven Management von Datenqualität in Kohortenstudien und Registern gefördert durch die Indikatoren von Datenqualität Michael Nonnemacher

Mehr

ebm info.at ärzteinformationszentrum Spinal Cord Stimulation

ebm info.at ärzteinformationszentrum Spinal Cord Stimulation ebm info.at ärzteinformationszentrum EbM Ärzteinformationszentrum www.ebm info.at Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie Donau-Universität Krems Antwortdokument zur Anfrage

Mehr

Informationen für Antragsteller Version 1.4 vom 30.12.2011

Informationen für Antragsteller Version 1.4 vom 30.12.2011 Informationen für Antragsteller Version 1.4 vom 30.12.2011 Leitlinien Leitlinien sind systematisch entwickelte Entscheidungshilfen für Leistungserbringer und Patienten zur angemessenen Vorgehensweise bei

Mehr

5.0. Was ist eine Übersichtsarbeit (Review)?

5.0. Was ist eine Übersichtsarbeit (Review)? 39 5.0. Was ist eine Übersichtsarbeit (Review)? Ein Review ist eine Zusammenfassung von Ergebnissen und Schlußfolgerungen aus zwei o- der mehreren Veröffentlichungen zu einem bestimmten Sachverhalt 75.

Mehr

Qualität von Informationen (K)ein Thema für Patienten?

Qualität von Informationen (K)ein Thema für Patienten? Qualität von Informationen (K)ein Thema für Patienten? Sänger S, Thomeczek Ch, Villaroel D, Mohl E, Ollenschläger G Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin Gemeinsame Einrichtung von Bundesärztekammer

Mehr

und Methodiker aus verschiedenen Fachgesellschaften beteiligt. Leitlinien haben in der Regel für einen bestimmten Zeitraum ihre Gültigkeit.

und Methodiker aus verschiedenen Fachgesellschaften beteiligt. Leitlinien haben in der Regel für einen bestimmten Zeitraum ihre Gültigkeit. Kaisers Ideenreich Medizinische Anwendung in der diättherapeutischen Praxis Diätassistenten setzen in ihrer täglichen Arbeit aktuelle Forschungskenntnisse alltagstauglich um (VDD, 2010). Auch sind wir

Mehr

Nutzenbewertung von Medizinprodukten für Refundierungs-Entscheidungen

Nutzenbewertung von Medizinprodukten für Refundierungs-Entscheidungen Nutzenbewertung von Medizinprodukten für Refundierungs-Entscheidungen Dr Agnes Kisser Lisa Vienna Business Seminar 3 Dezember 2014 Übersicht 1. Nutzenbewertung warum, wozu? 2. HTA in Refundierungsentscheidungen

Mehr

Exkurs: Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

Exkurs: Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen Exkurs: Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen 139a SGB V Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (1) Der Gemeinsame Bundesausschuss nach 91 gründet

Mehr

Individualisierte Medizin Unser (Un)Verständnis. Jürgen Windeler

Individualisierte Medizin Unser (Un)Verständnis. Jürgen Windeler Individualisierte Medizin Unser (Un)Verständnis Jürgen Windeler Individualisierte Medizin = Personalisierte Medizin Individualisierte Medizin Wie belastbar bin ich?.. Wie viel Aufwand soll ich betreiben,

Mehr

Konzeptionelle Überlegungen zum Nachweis einer Ursache-Wirkungs- Beziehung bei klinischen Studien

Konzeptionelle Überlegungen zum Nachweis einer Ursache-Wirkungs- Beziehung bei klinischen Studien Konzeptionelle Überlegungen zum Nachweis einer rsache-irkungs- Beziehung bei klinischen Studien Ist der Therapieerfolg bei einem Studienpatienten tatsächlich auf die Gabe eines Prüfpräparates zurückzuführen

Mehr

DKG. Deutsche Krebsgesellschaft e.v.

DKG. Deutsche Krebsgesellschaft e.v. DKG Deutsche Krebsgesellschaft e.v. Diskussionsrunde zur frühen Nutzenbewertung onkologischer Arzneimittel Dr. med. Johannes Bruns Berlin 29.11.2011 Focus Onkologie Demographischer Wandel und Krebs SGB

Mehr

Akupunktur in der Schwangerschaft

Akupunktur in der Schwangerschaft EVIDENZ KOMPAKT Akupunktur in der Schwangerschaft EVIDENZ KOMPAKT - Akupunktur in der Schwangerschaft Autoren Dr. Barbara Buchberger, MPH Laura Krabbe, MA EsFoMed GmbH das Essener Forschungsinstitut für

Mehr

Gesundheitsökonomische Evaluationen in der Versorgungsforschung. Dr. Klaus Kaier 8. März 2013

Gesundheitsökonomische Evaluationen in der Versorgungsforschung. Dr. Klaus Kaier 8. März 2013 Gesundheitsökonomische Evaluationen in der Versorgungsforschung Dr. Klaus Kaier 8. März 2013 Das Leben ist das höchste Gut und lässt sich nicht in Geld aufwiegen 2 8. März 2013 Gesundheitsökonomische Evaluationen

Mehr

Einführung in die Arbeit mit medizinischen Leitlinien

Einführung in die Arbeit mit medizinischen Leitlinien Einführung in die Arbeit mit medizinischen Leitlinien Eine Eine Strassenkarte Strassenkartemacht es es leichter leichter den den richtigen richtigen Weg Weg zu zu finden finden Methoden der Guideline -Entwicklung

Mehr

Möglichkeiten, Grenzen, Voraussetzungen

Möglichkeiten, Grenzen, Voraussetzungen Dr. Susanne Rabady: Therapeutische Leitlinien im Dienst der Patientensicherheit: Möglichkeiten, Grenzen, Voraussetzungen Leitlinien sind derzeit ein Leitthema: kaum eine Diskussion, die sich um Medizin

Mehr

Behandlung mit Mistelextrakten Mistelpräparate in der Evidenz basierten Medizin

Behandlung mit Mistelextrakten Mistelpräparate in der Evidenz basierten Medizin Behandlung mit Mistelextrakten Mistelpräparate in der Evidenz basierten Medizin Berlin (25. März 2006) - Die Behandlung mit Mistelextrakten wie Iscador ist ein fester Bestandteil der Krebstherapie. Mistelpräparate

Mehr

ebm info.at ärzteinformationszentrum Manuelle Lymphdrainage bei Krebserkrankungen

ebm info.at ärzteinformationszentrum Manuelle Lymphdrainage bei Krebserkrankungen ebm info.at ärzteinformationszentrum EbM Ärzteinformationszentrum www.ebm info.at Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie Donau-Universität Krems Antwortdokument zur Anfrage

Mehr

Themenblock Intervention

Themenblock Intervention Deutsches Cochrane Zentrum Endoskopische Tumortherapie bei Frühkarzinomen des Gastrointestinaltraktes Themenblock Intervention Vorlesung 9 So ist die endoskopische Mukosa- Resektion ein etabliertes Verfahren

Mehr

5. Untersuchungsdesigns

5. Untersuchungsdesigns Dr. habil. Rüdiger Jacob Methoden und Techniken der empirischen Sozialforschung Vorlesung mit Diskussion 5. Untersuchungsdesigns Experimente als Instrument zur Prüfung von Kausalität Kohortenstudien, Fall-Kontroll-Studien,

Mehr

Themenblock Zielgerichteter Auswahl der Studienplatzbewerber

Themenblock Zielgerichteter Auswahl der Studienplatzbewerber Maßnahmenvorschläge der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) und der Deutschen Region der Internationalen Biometrischen Gesellschaft (IBS-DR) Masterplan

Mehr

Innovationsservice der KBV: neue Chance für HTA in Deutschland

Innovationsservice der KBV: neue Chance für HTA in Deutschland Innovationsservice der KBV: neue Chance für HTA in Deutschland Dr. med. Roman Schiffner Dezernat 1 Nutzenbewertung ärztlicher Leistungen (HTA) Kassenärztliche Bundesvereinigung Wer ist die KBV? GMDS_Leipzig_120906

Mehr

Evidenz in der Ernährungsforschung: Was ist möglich?

Evidenz in der Ernährungsforschung: Was ist möglich? Evidenz in der Ernährungsforschung: Was ist möglich? Mag. a Isolde Sommer, PhD, MPH Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie Donau-Universität Krems Trusted evidence. Informed

Mehr

Hyperbare Sauerstofftherapie beim Hörsturz

Hyperbare Sauerstofftherapie beim Hörsturz Hyperbare Sauerstofftherapie beim Hörsturz Ergebnisbericht Recherche Datum der Suche: 01.09.2011 PICO-Fragestellung: Population: Personen mit einem Hörsturz mit/ ohne Tinnitus Intervention: Hyperbare Sauerstofftherapie

Mehr

Qualitätsbericht. der IKK classic in der Region Sachsen. für das Behandlungsprogramm. IKK Promed Brustkrebs

Qualitätsbericht. der IKK classic in der Region Sachsen. für das Behandlungsprogramm. IKK Promed Brustkrebs Qualitätsbericht der IKK classic in der Region Sachsen für das Behandlungsprogramm IKK Promed Brustkrebs Vom 01.01.2013 bis 31.12.2013 Präambel Patienten können in Deutschland auf eine leistungsfähige

Mehr

http://www.mig.tu-berlin.de

http://www.mig.tu-berlin.de Management im Gesundheitswesen IV: Gesundheitsökonomische Evaluation Studientypen und Datenquellen; Erfassung und Bewertung von klinischen Ergebnisparametern Querschnittstudie Überblick Studientypen Beobachtungsstudien

Mehr

Compliance: Drei Mal täglich nach dem Essen?

Compliance: Drei Mal täglich nach dem Essen? Compliance: Drei Mal täglich nach dem Essen? 3. TK-Zukunftskongress, Berlin, 22. Februar 2011 Dr. Frank Verheyen, Wissenschaftliches Institut der TK für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen WINEG 1

Mehr

Health Technology Assessment Einleitung, Geschichte, Terminologie, Nutzergruppen, Versorgungsproblematik

Health Technology Assessment Einleitung, Geschichte, Terminologie, Nutzergruppen, Versorgungsproblematik Health Technology Assessment Einleitung, Geschichte, Terminologie, Nutzergruppen, Versorgungsproblematik Dr. med H.-P. Dauben Allgemeine Einführung Was ist Health Technology Assessment? Health - Gesundheit

Mehr

Gütekriterien für evaluative Messinstrumente in der Rehabilitation

Gütekriterien für evaluative Messinstrumente in der Rehabilitation 12. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium Rehabilitation im Gesundheitssystem Bad Kreuznach, 10. bis 12. März 2003 Gütekriterien für evaluative Messinstrumente in der Rehabilitation Dipl.-Psych.

Mehr

Sturzprävention im häuslichen Umfeld. Methodische Aspekte und Hauptbefunde des HTA

Sturzprävention im häuslichen Umfeld. Methodische Aspekte und Hauptbefunde des HTA Sturzprävention im häuslichen Umfeld Methodische Aspekte und Hauptbefunde des HTA Gesund und aktiv Älterwerden in Deutschland Berlin, 27. November 2012 Der HTA-Bericht Auftrag: Welchen Effekt haben Maßnahmen

Mehr

Zur Implementierung der strukturierten Behandlungsprogramme (DMP) in die Integrierte Versorgung gem. 140a ff. SGB V. 05.12.

Zur Implementierung der strukturierten Behandlungsprogramme (DMP) in die Integrierte Versorgung gem. 140a ff. SGB V. 05.12. Zur Implementierung der strukturierten Behandlungsprogramme (DMP) in die Integrierte Versorgung gem. 140a ff. SGB V Referat im Rahmen des 9. DGIV-Bundeskongress am Referat im Rahmen des 9. DGIV-Bundeskongress

Mehr

Aufbau eines therapeutischen Netzwerks für Lebensqualitätsdiagnostik und therapie bei Patientinnen mit Brustkrebs

Aufbau eines therapeutischen Netzwerks für Lebensqualitätsdiagnostik und therapie bei Patientinnen mit Brustkrebs Implementierung von Lebensqualität in die medizinische Versorgung: Aufbau eines therapeutischen Netzwerks für Lebensqualitätsdiagnostik und therapie bei Patientinnen mit Brustkrebs Patricia Lindberg Tumorzentrum

Mehr

Nutzenbewertung von Arzneimitteln im Rahmen des Programms für Nationale Versorgungs-Leitlinien

Nutzenbewertung von Arzneimitteln im Rahmen des Programms für Nationale Versorgungs-Leitlinien Nutzenbewertung von Arzneimitteln im Rahmen des Programms für Nationale Versorgungs-Leitlinien Symposium der Paul-Martini-Stiftung M.Lelgemann, G.Ollenschläger Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin,

Mehr

Was bedeutet Evidenzbasierung in der Therapie- und Versorgungsforschung

Was bedeutet Evidenzbasierung in der Therapie- und Versorgungsforschung Was bedeutet Evidenzbasierung in der Therapie- und Versorgungsforschung Dr. med. Anne Berghöfer Ärztliches Qualitätsmanagement Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie http://epidemiologie.charite.de

Mehr

2. Workshop DGGG-Leitlinienprogramm. Leitlinienbewertung, Leitliniensynopse, Leitlinienadaptation (AWMF-Regelwerk / DELBI)

2. Workshop DGGG-Leitlinienprogramm. Leitlinienbewertung, Leitliniensynopse, Leitlinienadaptation (AWMF-Regelwerk / DELBI) 2. Workshop Leitlinienbewertung, Leitliniensynopse, Leitlinienadaptation (AWMF-Regelwerk / DELBI) Paul Gaß (Erlangen) DGGG-Leitliniensekretariat fk-dggg-leitlinien@uk-erlangen.de AWMF Regelwerk (im Speziellen)

Mehr

Kurortmedizin: eine Public Health Strategie? Prof. Dr. Alarcos Cieza

Kurortmedizin: eine Public Health Strategie? Prof. Dr. Alarcos Cieza Kurortmedizin: eine Public Health Strategie? Prof. Dr. Alarcos Cieza Wie würden Sie in einem Wort den Grundgedanken der Kurortmedizin beschreiben? Gesundheit Ziele Welche sind die Berührungspunkte zwischen

Mehr

Ziele und Struktur eines interdisziplinären BMBF- Forschungsverbundes

Ziele und Struktur eines interdisziplinären BMBF- Forschungsverbundes Ziele und Struktur eines interdisziplinären BMBF- Forschungsverbundes Evidenzentwicklung in Prävention und Gesundheitsförderung am Beispiel der Förderung von Gesundheitskompetenz mit Arbeitsplatzbezug

Mehr

Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens

Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens 1 Physiotherapie und Wissenschaft 11 1.1 Physiotherapie als Wissenschaft 12 1.2 Wissenschaftliche Fundierung der Physiotherapie 14 1.2.1 Handlungsfeld Physiotherapie 14 Voraussetzungen im Bereich Physiotherapie

Mehr

Evidence-based Medicine und klinische Ökonomik

Evidence-based Medicine und klinische Ökonomik Gliederung Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie Direktor: Prof. Dr. N. Roewer Evidence-based Medicine und klinische Ökonomik Priv.-Doz. Dr. Peter Kranke, MBA Kontakt Telefon: 0931 201 3 01 15 E-Mail:

Mehr

1. Biometrische Planung

1. Biometrische Planung 1. Biometrische Planung Die biometrische Planung ist Teil der Studienplanung für wissenschaftliche Studien, in denen eine statistische Bewertung von Daten erfolgen soll. Sie stellt alle erforderlichen

Mehr

Bedeutung der Patientensicherheit für das Versorgungsmanagement der Krankenkassen: Potenzialanalyse und Handlungsfelder

Bedeutung der Patientensicherheit für das Versorgungsmanagement der Krankenkassen: Potenzialanalyse und Handlungsfelder Bedeutung der Patientensicherheit für das Versorgungsmanagement der Krankenkassen: Potenzialanalyse und Handlungsfelder APS-Jahrestagung 16./ 17.04.2015 WS 21: "Förderung der Patientensicherheit als lohnende

Mehr

MRT zur Früherkennung einer Alzheimer-Demenz

MRT zur Früherkennung einer Alzheimer-Demenz MRT zur Früherkennung einer Alzheimer- Ergebnisbericht Recherche Datum der Suche: 10.08.2011 PICO-Fragestellung: Population: Personen ohne Alzheimer- (AD) Intervention: MRT zur Früherkennung von Alzheimer-

Mehr

Gesundheitsökonomische Forschung auf dem Gebiet der Depression: Status Quo und Perspektiven

Gesundheitsökonomische Forschung auf dem Gebiet der Depression: Status Quo und Perspektiven Gesundheitsökonomische Forschung auf dem Gebiet der Depression: Status Quo und Perspektiven Symposium 10 Jahre Depressionsforschung im Kompetenznetz Depression Suizidalität München, 5. November 2009 Prof.

Mehr

Patientenzufriedenheit

Patientenzufriedenheit Patientenzufriedenheit Ergebnisse einer repräsentativen Studie in der ambulanten ärztlichen Versorgung Berlin, den 16. 06. 2010 Dr. Frank Verheyen Ausgangslage g g Einblicke in die Bedürfnisse und Einstellungen

Mehr

Dossier zur Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V

Dossier zur Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V Dokumentvorlage, Version vom 18.04.2013 Dossier zur Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V Mirabegron (Betmiga) Astellas Pharma GmbH Modul 4 A Symptomatische Therapie der überaktiven Blase bei Erwachsenen Medizinischer

Mehr

Ist es illusorisch, in der ambulanten Medizin von Qualität zu sprechen?

Ist es illusorisch, in der ambulanten Medizin von Qualität zu sprechen? Nationale Qualitätsprinzipien: Ist es illusorisch, in der ambulanten Medizin von Qualität zu sprechen? von Urs Stoffel, Zentralvorstand FMH Dienstag, 29. Januar 2013, Hotel Bellevue, Bern FMH_U.Stoffel

Mehr

Ist das Zeitalter der Kausalität vorbei?

Ist das Zeitalter der Kausalität vorbei? Ist das Zeitalter der Kausalität vorbei? Gerd Antes Cochrane Deutschland Universitätklinikum Freiburg 10. IQWiG Herbst-Symposium Real World Data Köln 27. Nov. 2015 Inhalt Der Goldstandard des Wirksamkeitsnachweises

Mehr

10. Dezember 2010. Dr. iur. Horst Bitter Rechtsanwalt

10. Dezember 2010. Dr. iur. Horst Bitter Rechtsanwalt MGG + HHE 23. Münchener Gefäßgespräch 18. Heidelberger heißes Eisen Klinische Pfade in der Gefäßmedizin Notwendigkeit oder bürokratischer Overkill Juristische Aspekte bei der Einführung klinischer Pfade

Mehr

Gesundheitsökonomie. Barbara Gärtner Institut für Mikrobiologie und Hygiene

Gesundheitsökonomie. Barbara Gärtner Institut für Mikrobiologie und Hygiene Gesundheitsökonomie Barbara Gärtner Institut für Mikrobiologie und Hygiene Lernziele Zum Denken anregen Grundbegriffe des Managements, Effizienz und Effektivität erklären und anwenden können Grundbegriffe

Mehr

Implementierung der NVL "Unipolare Depression": Kann Über-, Unter- und Fehlversorgung beeinflusst werden? Martin Härter

Implementierung der NVL Unipolare Depression: Kann Über-, Unter- und Fehlversorgung beeinflusst werden? Martin Härter Implementierung der NVL "Unipolare Depression": Kann Über-, Unter- und Fehlversorgung beeinflusst werden? Martin Härter Gliederung Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression Umsetzung und Evaluation

Mehr

Florian Frötscher und Demet Özçetin

Florian Frötscher und Demet Özçetin Statistische Tests in der Mehrsprachigkeitsforschung Aufgaben, Anforderungen, Probleme. Florian Frötscher und Demet Özçetin florian.froetscher@uni-hamburg.de SFB 538 Mehrsprachigkeit Max-Brauer-Allee 60

Mehr

Ziele des Seminars. Modul AEF-el802: Ernährungsepidemiologie. Einführung. Referate. Vorlesungstermine

Ziele des Seminars. Modul AEF-el802: Ernährungsepidemiologie. Einführung. Referate. Vorlesungstermine Ziele des Seminars Modul AEF-el802: Ernährungsepidemiologie Einführung PD Dr. Sandra Plachta-Danielzik Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde / Institut für Epidemiologie Christian-Albrechts-Universität

Mehr

Grenzüberschreitungen aus medizinischen Gründen Demografische Aspekte

Grenzüberschreitungen aus medizinischen Gründen Demografische Aspekte Grenzüberschreitungen aus medizinischen Gründen Demografische Aspekte Unionsbürgerschaft, Patientenfreizügigkeit und Begrenzung der Ausgaben für Gesundheit Tagung Max-Planck-Institut Universität Rennes

Mehr

Grundlagen der Inferenzstatistik

Grundlagen der Inferenzstatistik Grundlagen der Inferenzstatistik (Induktive Statistik oder schließende Statistik) Dr. Winfried Zinn 1 Deskriptive Statistik versus Inferenzstatistik Die Deskriptive Statistik stellt Kenngrößen zur Verfügung,

Mehr

Health Technology Assessment:

Health Technology Assessment: Health Technology Assessment: Basis für Entscheidungsprozesse im Gesundheitswesen Alric Rüther Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) Deutsche Agentur für HTA (DAHTA)

Mehr

«Willkommen zu Hause» - Neue Versorgungsmodelle in Langzeitpflegeinstitutionen

«Willkommen zu Hause» - Neue Versorgungsmodelle in Langzeitpflegeinstitutionen «Willkommen zu Hause» - Neue Versorgungsmodelle in Langzeitpflegeinstitutionen Jubiläumstagung 10 Jahre Stiftung Pflegewissenschaft Schweiz Bern, 16.10.2015 Dr. Dietmar Ausserhofer Universität Basel, Department

Mehr

Integrierte Versorgung

Integrierte Versorgung Wählen Sie mit dem Icon Grafik einfügen ein Bild aus dem Ordner: M:\VORLAGEN\Präsentationen\Bilder-Quadratisch Integrierte Versorgung Chronic Disease Management Perspektiven einer Krankenversicherung 1

Mehr

Insgesamt erfüllten 30 Studien die definierten Einschlusskriterien. Davon konnten 8 Studien in die Nutzenbewertung eingeschlossen werden.

Insgesamt erfüllten 30 Studien die definierten Einschlusskriterien. Davon konnten 8 Studien in die Nutzenbewertung eingeschlossen werden. Kurzfassung Das wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beauftragt, eine Nutzenbewertung der allogenen Stammzelltransplantation mit nicht verwandtem Spender bei der Indikation Hodgkin- Lymphom (HL)

Mehr

AWMF-Register Nr. 041/004 Klasse: S3. Beobachtungsstudien

AWMF-Register Nr. 041/004 Klasse: S3. Beobachtungsstudien AWMF-Register Nr. 041/004 Klasse: S3 Glossar (modifiziert und erweitert nach: Das Deutsche Cochrane Zentrum: Glossar www.cochrane.de/de/cochrane-glossar sowie www.awanet.ch/nv/ebm/glossar.asp Beobachtungsstudien

Mehr

VERGLEICH. von NICHT-INTERVENTIONELLEN STUDIEN (NIS) mit KLINISCHEN PRÜFUNGEN (AMG) Klinische Studienzentrale (CSC UMMD ) Antje Wiede

VERGLEICH. von NICHT-INTERVENTIONELLEN STUDIEN (NIS) mit KLINISCHEN PRÜFUNGEN (AMG) Klinische Studienzentrale (CSC UMMD ) Antje Wiede 1 VERGLEICH von NICHT-INTERVENTIONELLEN STUDIEN (NIS) mit KLINISCHEN PRÜFUNGEN (AMG) Klinische Studienzentrale (CSC UMMD ) Antje Wiede 2 Überblick Definitionen Ziele/Indikation einer NIS Begriff der Intervention

Mehr

TOP-PAPER ARZNEIMITTELINFORMATION

TOP-PAPER ARZNEIMITTELINFORMATION CAMPUS GROSSHADERN CAMPUS INNENSTADT TOP-PAPER ARZNEIMITTELINFORMATION Dr. Dorothea Strobach, München THE STEPPER 2 THERE ARE WORLDS WAITING. ALL IT TAKES IS ONE SMALL STEP. Terry Pratchett, Stephen Baxter.

Mehr

Vorlesung - Medizinische Biometrie

Vorlesung - Medizinische Biometrie Vorlesung - Medizinische Biometrie Stefan Wagenpfeil Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Medizinische Informatik Universität des Saarlandes, Homburg / Saar Vorlesung - Medizinische Biometrie

Mehr

Psychoedukation für Angehörige von an Depression erkrankten Patient(inn)en Dr. phil. Lars P. Hölzel 07. Februar 2013

Psychoedukation für Angehörige von an Depression erkrankten Patient(inn)en Dr. phil. Lars P. Hölzel 07. Februar 2013 Psychoedukation für Angehörige von an Depression erkrankten Patient(inn)en Dr. phil. Lars P. Hölzel 07. Februar 2013 AG Klinische Epidemiologie und Versorgungsforschung Zielsetzungen und Aufgaben Deskriptive,

Mehr

Prof. Dr. Dr. Martin HärterH

Prof. Dr. Dr. Martin HärterH Effekte von Shared Decision-Making Forschungsstand zur Adherence Prof. Dr. Dr. Martin HärterH Fachtagung Adherence Berlin 11.12.2009 Definition Adherence ist definiert als das Ausmaß, in welchem das Verhalten

Mehr