Makroökonomie. Prof. Dr. Thomas Apolte. Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse. Sommersemester Scharnhorststr.

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1 Makroökonomie Sommersemester 2011 Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse Scharnhorststr. 100, Raum 114

2 1. EINFÜHRUNG 2

3 VORLESUNG: DI, 8 10 UHR DO, 8 10 UHR ÜBUNG: DO, UHR ALLE VERANSTALTUNGEN IM SCH 6 ES GIBT KEINE MAKRO I UND II MEHR! 3

4 Worum geht es in der Makroökonomie? 1. um die Analyse gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge: Wirtschaftswachstum Rezessionen und Boomphasen konjunkturelle Arbeitslosigkeit Inflation Staatverschuldung Aber auch: (internationale) Finanzmarktkrisen IWF-Programme Währungssysteme, Auf- und Abwertungen etc. 2. um die Entwicklung von Instrumenten zur Vermeidung gesamtwirtschaftlicher Probleme 4

5 Zum Vergleich: Mikro Ansatz: Individuelle Akteure plus deren Handlungsumfeld Preise Löhne Zinsen Makro Ansatz: Gesamtwirtschaftliche Aggregate Konsum Investitionen Staatsausgaben Exporte... Methode: Nachvollziehen von individuellen Handlungskalkülen Methode: Meist Ad-hoc-Annahmen über die Beziehungen von Makrovariablen zueinander 5

6 Inhalt 1. Einführung 2. Makroökonomische Kreislaufanalyse 3. Grundbegriffe der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung 4. Der makroökonomische Gütermarkt 5. Geld- und Finanzmärkte 6. Güter- und Geldmarkt im IS-LM Gleichgewicht 7. Berücksichtigung der Angebotsseite 8. Grundbegriffe der Außenwirtschaft 6

7 Literatur Blanchard, O.; G. Illing (2009), Makroökonomie, 5. A., München. 7

8 1. Beispiel: Wachstum über die Jahrhunderte. 8

9 9

10 2. Beispiel: Die Finanzmarktkrise von 2007 bis

11 Rückzahlung Kredit Bank Kunde Verkauf Haus

12 Rückzahlung Kredit Bank 1 Kunde verkauft Kredit bezahlt Kredit Haus Bank 2 Verkauf

13 Haus Kunde Kredit Kredit Haus Haus Kunde Kunde Kredit Bank USA Wertpapier: Alle Kredite Haus Kunde Kredit zahlt alle Kredite Rückzahlung Kredite Bank Deutschland Verkauf

14 Der Hinweg EZB leihen Geld Kredite andere Banken leihen Geld Bank in Deutschland Wertpapiere Einlagenkunden leihen Geld

15 Der (verstopfte) Rückweg EZB Rückzahlung Rückzahlung andere Banken Rückzahlung Bank in Deutschland Kredite Einlagenkunden Rückzahlung Rück- Wertpapiere zahlung oder Verkauf des Wertpapiers

16 KR 1 KR N Originator Bank Bank 2 EK 1000 Bar D 9000 EK 1000 D Originator Bank Bank 2 ABS ABS M KR 1 EK 1000 D 9000 KR N ABS Bar ABS M EK 1000 D Originator Bank Bank 2 KR 1 EK 1000 SIV EK 1000 D 9000 KR N Anteil 1000 D 9000 ABS 1 Bar Bar ABS M Zinsverpflichtungen von Originator gegenüber weiterer Bank; Übergang Ausfallsrisiko auf weitere Bank SIV Structured Investment Vehicle ABS 1 ABS M EK 1000 ABCP ABCP L

17 Originator Bank Bank 2 KR 1 EK 1000 SIV EK 1000 D 9000 KR N Anteil 1000 D 4000 ABS 1 KR KR 4000 Bar ABS M SIV Structured Investment Vehicle ABS 1 ABS M EK 1000 ABCP ABCP L

18 Die Matrjoschka-Puppe der Kreditverpackung Kredit 1 ABS 1 ABCP 1? Kredit 2 ABS 2 ABCP 2? Kredit 3 ABS 3 ABCP 3? Kredit N ABS M ABCP L?

19 Aber warum haben die Banken das gemacht?

20 Anatomie der Finanzmarktkrise Liquidität sucht Anlage Kredite Nachfrage Immobilien FED expansive Geldpolitik niedrige Realzinsen Finanzinnovationen Verbriefung vermeintliche Kreditsicherheit Immobilienpreise realer Boom Importboom LB- Defizit US Regierung HH-Defizit Irak-Krieg War on Terror Ankauf von US Staatspapieren durch China Devisenfluss US China chinesische Regierung: verhindert Abwertung des USD 20

21 3. Beispiel: Die europäische Verschuldungskrise. 21

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24

25 5 4,5 4 3,5 3 2,5 2 1,5 1 0,5 0 Realszinssatz Griechenland

26 Zinssatz Griechenland nominales Wachstum Griechenland

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32 Der Europäische Rettungsschirm

33 Der Europäische Rettungsschirm European Financial Stability Mechanism (EFSM) 60 Mrd. (Europäische Kommission, EU Haushalt) European Financial Stabilitity Facility (EFSF) 440 Mrd. (Staaten der Eurogruppe) IMF Hilfen, bis zu 1/3 der Hilfe aus EFSM, EFSF und IMF zusammen 250 Mrd. Summe 750 Mrd. Hilfen konkret: Griechenland ca. 110 Mrd. (zu 5 %) Irland ca. 90 Mrd.

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