Drivelog: Warum Data Driven Business das Erfolgsmodell der Zukunft ist nicht nur für Google & Co., sondern auch für das Aftermarket Geschäft von Bosch

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1 04. September 2012 RF d AA Dr Drivelog: Warum Data Driven Business das Erfolgsmodell der Zukunft ist nicht nur für Google & Co., sondern auch für das Aftermarket Geschäft von Bosch Redebeitrag von Prof. Dr. Marc Drüner zur Drivelog Pressekonferenz vom 4. September 2012 Seite 1 von 8

2 Sehr geehrte Damen und Herren, in den folgenden Minuten gebe ich Ihnen einen Überblick über Drivelog, von der Entstehung der Idee bis zur Umsetzung. Und ich werde erläutern, warum das Geschäftsmodell hinter Drivelog zukunftsweisend ist. Mein Name ist Marc Drüner und ich bin Professor an der größten deutschen privaten Universität, der Steinbeis Hochschule Berlin sowie Geschäftsführer der Strategie und Umsetzungsberatung trommsdorff + drüner mit Standorten in Berlin und Peking. Trommsdorff + drüner war an der Entstehung von Drivelog maßgeblich beteiligt und ist eines der beiden Gründungsmitglieder des Joint Ventures. Als Vertreter des Gesellschafters bin ich kontinuierlich in die strategische Weiterentwicklung involviert. Aus der Arbeit mit unseren Kunden entstehen regelmäßig Ideen, wie im Umfeld der Digitalisierung Chancen genutzt werden können und wie diese Opportunitäten auch in schnellen, kleinen Einheiten umgesetzt werden können. Und genau das Seite 2 von 8

3 ist die Genese von Drivelog: aus der intensiven Zusammenarbeit mit dem Bosch Geschäftsbereich Automotive Aftermarket im Feld der vielen Möglichkeiten des World Wide Web ist Drivelog entstanden. Über die konkreten Angebote und Funktionsweisen von Drivelog wird Sie Florian Bankoley im Anschluss ausführlich informieren. Ich möchte Ihren Blick auf die Mechanik, das Geschäftsmodell hinter Drivelog lenken sowie einen kurzen Blick auf das, was Sie noch von Drivelog erwarten dürfen. Das Prinzip der Smart Data Aggregation ist der Kern von Drivelog. Smart Data Aggregation beschreibt die anonyme Sammlung von Verhaltensdaten, die Aggregation und das intelligente Filtern und individuelle Aufbereitung dieser Daten. In der Folge können wir auf dieser Basis mehrwertige, für die jeweilige Lebens und Nutzungssituation passende, Empfehlungen für die Endnutzer ableiten. Die Glaubwürdigkeit von Empfehlungen, die auf den wirklichen Informationen, Interessen und Erfahrungen anderer Nutzer in diesem Fall anderer Autofahrer beruht, ist unvergleichbar höher als reine aka Seite 3 von 8

4 demische Sternchenbewertungen. Ein gutes Beispiel für diesen Punkt sind die Kundenbewertungen auf Amazon oder auch im Apple Store, die zu einem der Haupt Verkaufsargumente geworden sind. Viele Menschen führen Haushaltbücher über ihre Einnahmen und Ausgaben. Das Thema Automobilität spielt hier eine wichtige Rolle. Wenn nun nicht nur die Daten über ein einzelnes Auto des Besitzers gesammelt werden, sondern diese vielmehr mit den Nutzungs und Verhaltensdaten anderer Nutzer abgeglichen werden, so entstehen völlig neue Informations und Empfehlungsmechanismen. Drivelog macht genau dies und wird somit zu dem digitalen Serviceheft, in dem kontinuierlich und dynamisch alle relevanten Daten des Nutzers gesammelt, aufbereitet und ihm Empfehlungen gegeben werden. Natürlich werden alle Daten nur anonymisiert und zusammengefasst ausgewertet und den anderen Nutzern verfügbar gemacht schließlich interessiert nicht Karl Mustermann als Person, sondern sein Verhalten und der Umgang mit seinen Autothemen. Man könnte Drivelog auch das erste Soziale Digitale Serviceheft nennen. Seite 4 von 8

5 Das initiale Geschäftsmodell hinter Drivelog basiert auf einem klassischen Provisionsmodell für abgefragte Dienstleistungen und Transaktionen von Drittanbietern. Die Nutzer erhalten nur die zu ihrer individuellen Nutzungssituation passenden Angebote von Service Providern wie Werkstätten, Tankstellen und Versicherungsanbietern. Dadurch werden diese Angebote nicht als störender Spam, sondern als mehrwertige Hinweise wahrgenommen. Im Finanzumfeld gibt es im amerikanischen Raum dafür bereits seit längerem Vorbilder. Ein Wort zum Wettbewerb: denn wo kein Wettbewerb, da kein Markt. Es existieren heute bereits einige Plattformen, die einzelne Bedürfnisse von Autofahrern ansprechen und abdecken. Nutzer können sich beispielsweise über das Internet über die günstigste Tankstelle in der Nähe, die beste Werkstatt für bestimmte Modelle, verschiedene Möglichkeiten der Restkostenberechnung ihres Gebrauchtwagens und vieles mehr informieren. Und auch die OEMs sind allesamt dabei Owner Seite 5 von 8

6 Portals für ihre Kunden, vor allem zur Markenbindung, zu initiieren. Drivelog kann hier als neutraler Player markenübergreifend auf alle Autofahrer und alle Werkstätten zugehen. Das Ziel ist es dabei, auf der einen Seite ein umfassendes Angebot an Informationen und Dienstleistungen für den Autofahrer und gleichzeitig für die Service Provider eine leistungsfähige Plattform anzubieten, über die sie effizient und zielgerichtet potentielle Kunden erreichen. Drivelog bietet ebenso die bereits beschriebenen Leistungen, geht aber mit dem Smart Data Aggregation Ansatz deutlich weiter und wird somit zu dem Ort, an dem Autofahrer alle ihre rationalen, kostenorientierten sowie emotionalen, interaktionsorientierten Angebote rund um das Thema Auto finden. Neben Drivelog wird der Autofahrer in Zukunft nichts anderes mehr zum Management seines Autos und seiner Mobilität benötigen. Für die Service Provider wie beispielsweise Werkstätten bietet Drivelog dabei die Chance, dem Autofahrer schon im Entscheidungsprozess die individuell passenden Angebote zu unterbreiten. Seite 6 von 8

7 Soweit die Vision von Drivelog das Ziel, auf das wir hinarbeiten. Wie Sie merken, hat das Projekt Drivelog zwar sehr viel mit Autos und den Angeboten rund um diese, bei näherer Betrachtung aber vor allem etwas mit Daten und dem intelligenten Umgang mit ihnen zu tun. Daher möchte ich zum Abschluss noch eine These benennen, die mich derzeit am stärksten bewegt: Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts! Und dies gilt gerade nicht nur für Google, Facebook & Co. Die Unternehmen, die ihre Kunden und deren Bedürfnisse am besten kennen, ihnen am nächsten sind, werden am erfolgreichsten sein. Dies galt übrigens auch schon in der Vor Social Media Ära. Mit den neuen digitalen und sozialen Möglichkeiten ergeben sich jedoch völlig neue Möglichkeiten in diesem Bereich. Und Seite 7 von 8

8 deshalb müssen und können nun alle Unternehmen einen intelligenteren Umgang mit Daten erlernen. Bosch hat dies erkannt und mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens für innovative Internet Dienstleistungen, der Mobility Media GmbH, darauf reagiert. Das erste Ergebnis aus der Zusammenarbeit von Bosch und trommsdorff + drüner ist Drivelog. Wir werden dieses Portal kontinuierlich mit neuen Angeboten ausbauen und künftig noch weitere innovative Online Dienstleistungen und Social Media Angebote für Autofahrer, Werkstätten und andere Mobilitätsdienstleister entwickeln. Ich bin überzeugt, dass dieses Projekt ein Erfolg wird und freue mich, Ihnen bald weitere Insights und Ergebnisse rund um Drivelog zu berichten. Ich danke Ihnen für Ihr Interesse an unseren strategischen Erwägungen und übergebe nun an Florian Bankoley für die Live Präsentation von Drivelog. Seite 8 von 8

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