Steuerberater Josef Zaschka Handelsfachwirt

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1 Steuerberater Josef Zaschka Handelsfachwirt Sedanstr Regensburg Tel.: 0941 / Fax: 0941 / Handy: 0171 / Sparkasse Regensburg BLZ: Konto-Nr.: USt-IdNr. DE Informationsschreiben Nr. 50/2011 Ein Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit kann nicht erhoben werden. Arbeitgeber Abzüge / Belastungen pauschale Krankenversicherung 13,00 % ( nicht falls private!! Krankenversicherung ) pauschale Rentenversicherung = immer 15,00 % ( Aufstockung auf zur Zeit 19,9 % möglich ) pauschale Lohnsteuer 2,00 % ( = damit AN dies nicht in der ESt-Erklärung angeben muss ) Umlage 1 für Krankheit 0,60 % Umlage 2 für Mutterschaft ( bisher 0,07 % ) 0,14 % Umlage 3 für Insolvenz ( für 2011 aufgehoben ) 0,00 % Berufsgenossenschaft 1,00 % ( = unterschiedlich je nach Branche und Tätigkeit ) gesamt = 126,96 = 31,74 % i n s g e s a m t 400, ,96 = 526,96 Arbeitnehmer Aushilfen / Minijob etc. = 0,01 400,00 Brutto = Netto benötigte U n t e r l a g e n für den Arbeitgeber keine Lohnsteuerkarte ( grundsätzlich ) Name + vollständige Anschrift des Arbeitnehmers Bankverbindung ( sinnvoll ) Sozialversicherungs-Nummer Bestätigung, dass kein weiterer Minijob besteht Bestätigung ob Beitragsaufstockung bei der RV = Rentenversicherung gewünscht wird oder nicht vorstehendes gilt grundsätzlich nur bei 1x Mini-Job o h n e G e w ä h r Steuerberater J. Zaschka Sonntag, 13. März 2011, Seite - 1 -

2 Knappschaft ( einheitliche Zahlung für alle Abgaben!! ) Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See Pieperstraße Bochum oder Essen Telefon 0234 / Telefax 0234 / Bank BLZ Nr. Commerzbank Cottbus Deutsche Bank Cottbus Dresdner Bank Cottbus SEB Essen WestLB Dortmund i n p r i v a t e n H a u s h a l t e n A r b e i t g e b e r pauschale KV, nicht falls AN privater KV 5,00 % pauschale RV immer, auch Rentner 5,00 % pauschale LSt 2,00 % Umlage 1 für Krankheit 0,60 % Umlage 2 für Mutterschaft 0,14 % Umlage 3 für Insolvenz, entfällt 0,00 % Unfallversicherung seit 01. Januar ,60 % gesamt = 14,34 % alle Abgaben sind an die Knappschaft zu überweisen Krankenkassen Abgabe Zahlung + 2 Banktage Januar Dienstag 25. Januar Donnerstag 27. Januar Februar Dienstag 22. Februar Donnerstag 24. Februar März Freitag 25. März Dienstag 29. März April Donnerstag 21. April Mittwoch 27. April Mai Mittwoch 25. Mai Freitag 27. Mai alle Bundesländer Juni Freitag 24. Juni Dienstag 28. Juni Juli Montag 25. Juli Mittwoch 27. Juli August Donnerstag 25. August Montag 29. August September Montag 26. September Mittwoch 28. September Oktober Montag 24. Oktober Mittwoch 26. Oktober November Donnerstag 24. November Montag 28. November Dezember Freitag 23. Dezember Mittwoch 28. Dezember o h n e G e w ä h r Steuerberater J. Zaschka Sonntag, 13. März 2011, Seite - 2 -

3 Berechnungsbasis ist grundsätzlich das ausgezahlte Entgelt ohne noch nicht abgerechnete Überstunden + steuerpflichtige Einmalzahlungen ohne steuerfreie Zulagen / pauschal versteuerte Lohnteile etc. max. durchschnittlich 400,00 pro Monat / 4.800,00 pro Jahr ( also Achtung bei Weihnachtsgeld etc.!!! ) Überschreitung: innerhalb eines 2-Monats-Zeitraums kann ein Überschreiten der 400 -Grenze ausgeglichen werden Mai 450,00 Juni 350,00 = 2-Monats-Durchschnitt = in Ordnung 400,00 wird insgesamt im Kalenderjahr die Grenze überschritten ( wegen Urlaubs- und / oder Weihnachtsgeld ) ist u. U. rückwirkend keine Minijob mehr gegeben 380 monatlich = 4.560, % Weihnachtsgeld ( z. B. betrieblich üblich ) 285,00 = gesamt 4.845,00 = rückwirkend kein Minijob-Arbeitsverhältnis mehr ein oder mehrere Minijobs???? 1 Hauptjob + 1. Minijob 2. Minijob ( auch wenn dieser geringer als der 1. Minijob ist ) = dann immer sozialversicherungspflichtig + lohnsteuerpflichtig 0 Hauptjob + mehrere Minijobs = zulässig, sofern all diese zusammen max. 400 betragen, z. B. Hausfrauen Arbeitsvertrag grundsätzlich nur bei nahen Angehörigen zwingend erforderlich empfehlenswert bei Personen, für die eine sofortige Meldepflicht besteht ansonsten müssen dem Minijobber, spätestens nach 1 Monat, grundlegende wesentliche Arbeitsbedingungen schriftlich mitgeteilt werden S o f o r t m e l d u n g erforderlich bei folgenden Bereichen: Baugewerbe Gebäudereinigungsgewerbe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe Fleischwirtschaft Personenbeförderungsgewerbe Speditions-, Transport- und damit verbundenen Logistikgewerbe Schaustellergewerbe Unternehmen der Forstwirtschaft Unternehmen, die sich am Auf- und Abbau von Messen und Ausstellungen beteiligen o h n e G e w ä h r Steuerberater J. Zaschka Sonntag, 13. März 2011, Seite - 3 -

4 S o n d e r f ä l l e Rentner etc. eventuell kann ein Rentner etc. 400,00 monatlich hinzuverdienen ohne dass seine Rente gekürzt wird Vorsicht: fragen Sie bei dem zuständigen Rentenversicherungsträger nach und lassen Sie sich das schriftlich bestätigen Praktikanten diese sind in Ihrer Eigenschaft als Praktikanten niemals als Minijobber anzusehen, unabhängig von ihrem Verdienst Arbeitslose etc. wie viel ein Arbeitsloser als Minijobber hinzuverdienen kann, erfragen Sie bitte bei Ihrem zuständigen Arbeitsamt eventuell nur mtl., ohne dass Ihr Arbeitslosengeld etc. gekürzt wird ausländische Arbeitnehmer Achtung, nur möglich beim Vorliegen einer gültigen Arbeitserlaubnis gilt nicht für Arbeitnehmer, die aus EU-Ländern stammen trotzdem für AN aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ungarn, Tschechische Republik, Slowakische Republik, Slowenien, Bulgarien und Rumänien p a u s c h a l e K r a n k e n v e r s i c h e r u n g 13 % entfällt nur, wenn der Minijobber privat krankenversichert ist gilt nicht bei freiwilliger Versicherung bei der AOK etc. bei Beschäftigungsverhältnissen in privaten Haushalten nur 5 % p a u s c h a l e R e n t e n v e r s i c h e r u n g 1 5 % = immer zu zahlen auch wenn der Minijobber ein Rentner etc. ist bei Beschäftigungsverhältnissen in privaten Haushalten nur 5 % B e i t r a g s a u f s t o c k u n g von pauschal 15 % auf die gesetzlichen 19,9 % diese trägt voll und ganz der Arbeitnehmer AG muss Minijobber diesbezüglich informieren, bei Beginn der Beschäftigung = Zuzahlung ja oder nein eine spätere Änderung der Beitragsaufstockung, während des Arbeitverhältnisses, ist normalerweise nicht mehr möglich Beitragsaufstockung bringt geringe Vorteile ( z. B. früherer Rentenbeginn etc. ) für die spätere Rente keine Aufstockung für Vollrentner möglich, da keine Auswirkung auf eine bestehende Rente p a u s c h a l e L o h n s t e u e r 2 % Arbeitnehmer braucht also keine Lohnsteuerkarte vorzulegen = keine Versteuerung im Rahmen der Einkommensteuer-Erklärung jedoch Angabe bei Wohngeld-Antrag, Arbeitslosengeld-Antrag keine pauschale Lohnsteuer = Vorlage eine Lohnsteuerkarte = Angabe im Rahmen der Einkommensteuer-Erklärung = Vorteil für Arbeitgeber, aber Nachteil für Arbeitnehmer o h n e G e w ä h r Steuerberater J. Zaschka Sonntag, 13. März 2011, Seite - 4 -

5 Umlage 1 0,60 %-Zahlung = 80 %-Erstattung nur bei Vorlage einer ärztlichen Krankmeldung möglich gilt nur für Betriebe weniger als 30 AN-Einheiten ohne Azubi, schwerbehinderte Menschen, Bezieher von Vorruhestandsgeldern, Wehr- und Zivildienstleistenden, Personen in Elternzeit, Beschäftigte in der Freistellungsphase der Altersteilzeit AN bis 30 Stunden = 0,75 Einheiten AN bis 20 Stunden = 0,50 Einheiten AN bis 10 Stunden = 0,25 Einheiten maßgebend ist jeweils die Zahl am 01. des Kalendermonats für mind. 8 Monate des Vorjahres Erstattung erfolgt an den Arbeitgeber, nach Antrag Erstattungs-Verrechnung meist sowieso nicht möglich, aber auch nicht sinnvoll K r a n k h e i t gilt für alle Arbeitnehmer auch bei Minijob etc. = Anspruch auf 6 Wochen ( 42 Tage ) Lohnfortzahlung durch AG Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem 1. Tag bereits möglich = muss schriftlich festgelegt werden Umlage 2 ( alt 0,07 % ) 0,14 %-Zahlung = 100 %-Erstattung gilt für alle Betriebe, unabhängig von deren Größe Erstattung erfolgt an den Arbeitgeber, nach Antrag Erstattungs-Verrechnung meist sowieso nicht möglich, aber auch nicht sinnvoll Umlage 3 = Insolvenzgeld (gibt es seit dem ) 0,41 %-Zahlung gilt für alle Betriebe entfällt jedoch bei Beschäftigungen in privaten Haushalten für 2011 ist die Umlage ausgesetzt worden W e i h n a c h t s g e l d / U r l a u b s g e l d nicht gesetzlich vorgeschrieben aber doch, falls einzelvertraglich / tarifvertraglich oder freiwillig bei 3x-Zahlung = Gewohnheitsrecht = Anspruch besteht grundsätzlich automatisch auch für die nächsten Jahre Die Weihnachtsgratifikation ist eine freiwillige, jederzeit widerrufliche Leistung, auf die kein Rechtsanspruch besteht damit kann im nächsten Jahr eine weitere Zahlung gekürzt werden oder ganz wegfallen V e r z i c h t : nur schriftlich möglich, z. B. bei Minijobbern Empfehlung: derartige Vereinbarungen nicht im Arbeitsvertrag festhalten, sondern später dann freiwillig zahlen, mit obigem Vermerk Rückzahlung nur, falls dies schriftlich vereinbart wurde bis 100 ist keine Rückzahlungsklausel zulässig weniger als 1 Monatsgehalt Klausel mit Bindefrist bis 31. März 1 Monatsgehalt und mehr Klausel mit Bindefrist bis 30. Juni Empfehlung: Eingabe eines Zuschlags gleich bei der Lohnabrechnung, damit dann alles abgegolten ist unterschiedliche Höhe wegen: Dauer der Betriebszugehörigkeit Fehlzeiten Familienstand und Zahl der Kinder o h n e G e w ä h r Steuerberater J. Zaschka Sonntag, 13. März 2011, Seite - 5 -

6 U r l a u b alle Arbeitnehmer müssen gleich behandelt werden = Minijobber bekommt anteilig den gleichen Urlaub, wie die anderen Arbeitnehmer auch Feiertag: würde der Minijobber an diesem Tag regelmäßig arbeiten = bekommt er diesen Tag auch als Feiertag weiter bezahlt Tipp: bei Minijob Lohn gleich mit Urlaub monatlich erfassen Empfehlung: Eingabe eines Zuschlags beim Lohn, damit dann alles abgegolten ist K ü n d i g u n g 622 BGB immer schriftlich kündigen, auch wenn Zeugen vorhanden sind fristlos = immer mit vorsorglicher normaler Kündigung Kündigungsfristen in der Probezeit ( u. Umständen bis zu 6 Monaten möglich, nur falls schriftlich ) = 2 Wochen-Frist zu jedem beliebigen Tag danach 4 Wochen zum 15. eines Monats oder Monatsende 2 Jahre Betriebszugehörigkeit = 1 Monat zum Monatsende 5 Jahre Betriebszugehörigkeit = 2 Monate zum Monatsende 8 Jahre Betriebszugehörigkeit = 3 Monate zum Monatsende 10 Jahre Betriebszugehörigkeit = 4 Monate zum Monatsende Einkommensteuer 35a Abs.1 EStG haushaltnahe Dienstleistungen gilt nicht für nahe Angehörige, die im Haushalt des Steuerpflichtigen leben bei Verwandten, die nicht im Haushalt des Steuerpflichtigen leben: nur, wenn Fremdvergleich gegeben ist nur bei Haushaltsscheckverfahren abzugsfähig = bar auf die Hand, also grundsätzlich unabhängig vom Steuersatz Achtung: bei sehr geringer tariflicher Einkommensteuer ergibt sich u. U. keine bzw. eine geringe Steuerersparnis Steuerersparnis: 20% der tariflichen ESt, höchstens 510 jährlich Beispiel: monatliches Netto 200,00 Arbeitgeber-Belastung 14,34 % von ,68 = monatliche Gesamtbelastung 228,68 x 12 Monate = jährliche Gesamtbelastung 2.744,16 davon 20 % 548,84 max. jedoch = sozusagen bar auf die Hand 510,00 Hauptjob + Nebenjob erlaubt?? AG kann Nebenjob grundsätzlich nicht verbieten jegliche derartige Klauseln im Vertrag sind meistens unwirksam = grundsätzlich kein Kündigungsgrund Sie müssen aber Ihre Arbeitskraft im Hauptjob voll und ganz ihrem Arbeitgeber ( = im Hauptjob ) zur Verfügung stellen Ausnahme = keine Erlaubnis für einen Nebenjob: ich will einen Nebenjob bei der Konkurrenz ich mache damit meinem Arbeitgeber Konkurrenz o h n e G e w ä h r Steuerberater J. Zaschka Sonntag, 13. März 2011, Seite - 6 -

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