Heilberufsausweise für Pflegekräfte: aktuelle Entwicklungen und offene Fragen. Ursula Hübner

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1 Heilberufsausweise für Pflegekräfte: aktuelle Entwicklungen und offene Fragen Ursula Hübner

2 Wandel im Gesundheitswesen (1) Akademische Ausbildung für klinisch tätige Pflegekräfte Interprofessionelle rechtssichere Kooperation Ärzte Pflegekräfte Tätigkeitsübertragung Ärzte -> Pflegekräfte Größere Handlungsautonomie für Pflegekräfte - advanced nursing practitioner Verordnungen durch Pflegekräfte für bestimmte Produktgruppen Sachverständigenrat (2007) Kooperation und Verantwortung Voraussetzungen einer zielorientierten Gesundheitsversorgung

3 Wandel im Gesundheitswesen (2) Telemedicine/Telecare Telekommunikation und Informatik Telecare elektronisches Entlassungsmanagement ehealth Homecare elektronisches Case Management elektronischer Pflegebericht Hübner (2006) Telematik und Pflege.

4 Gesundheitstelematik - Hürden Kurzbezeichnung Personen mit Zugriffsrechten Zugriff in Kombination mit... Verordnungen a) Ärzte, b) Zahnärzte, c) Apotheker, Apothekerassistenten, Pharmazieingenieure, Apothekenassistenten, d) Personen, die bei den unter Buchstaben a) bis c) Genannten oder im Krankenhaus als berufsmäßige Gehilfen [...] tätig sind, soweit [...] der Zugriff unter Aufsicht der unter Buchstabe a) bis c) Genannten erfolgt. e) sonstige Erbringer ärztlich verordneter Leistungen HBA oder entsprechender Berufsausweis mit digitaler Signatur oder durch Autorisierung einer Person mit HBA oder entsprechendem Berufsausweise oder durch Autorisierung durch den Versicherten Daten zur Prüfung der Arzneimitteltherapiesicherheit, e-arztbrief, e-patientenakte, Daten des Patientenfachs Notfalldaten a) bis d) siehe unter Verordnungen f) Psychotherapeuten e) in Notfällen auch Angehörige eines anderen Heilberufes, der für die Berufsausübung oder Führung der Berufsbezeichnung eine staatlich geregelte Ausbildung erfordert HBA oder durch Autorisierung einer Person mit HBA siehe unter Daten zur Prüfungen a SGB V.

5 Gesundheitstelematik - Hürden Problemfall HBA: Heilberufsausweis für nicht-verkammerte Berufe Heterogenität und Vielzahl der Berufe (Pflege Gesundheitshandwerker) Angehörige dieser Berufe sind häufig nicht registriert Vielzahl von Erlaubnisbehörden Problemfälle Zugriff auf Daten: Eigenständige Tätigkeiten im Krankenhaus Tätigkeiten in Altenheimen Eigenständige Tätigkeiten als Freiberufler

6 Zuständigkeiten Ausgabe elektronischer Heil - und Berufsausweise 291 a Abs. 5a Satz 1 SGB V Bestimmung der zuständigen Stellen 1) Ausgabe der HBA 2) Ausgabe der BA 3) Bestätigungsstellen für den HBA / BA (Berufserlaubnisbehörden) durch Länder Länder können gemeinsame Stellen bestimmen

7 HBA Pflege?! Stellungnahme Gutachten Telematik und Pflege ZTG Workshop egk/hba- Versorgungs- Kontinuität Vorstellung des Konzeptes Sitzungen auf Länderebene Länderpapier NBR bzw. egbr Errichtung eines egbr + Ausgabe von HBAs für Gesundheitsberufe Finanzierungskonzept der BLAG GMK Beschluss Zur Errichtung eines egbr (?)

8 Elektronische Gesundheitsberuferegister egbr Registrierung Ausgabe der Ausweise egbr Bearbeitung Anträge Ausgabe der Zertifikate Datenabgleich mit Erlaubnisbehörden Konzept Faltin Rheinland-Pfalz 2006/2007

9 HBA offene Fragen Finanzierung Registrierungsprozess (zentral vs. dezentral) Überprüfungsprozess (egbr <-> Erlaubnisbehörden) Speicherort/-inhalt (zentral vs. dezentral) Ausgabeprozess für Zertifikat Ausgabeprozess für HBA Bedingungen für Re-registrierung (Qualitätssicherung) Rolle der Berufsverbände (DPR u.a.) Nutzung und Nutzen des HBA

10 HBA offene Fragen Nutzung und Nutzen des HBA Signieren von Berichten/Einträgen in EPA Basis für einen Mitarbeiterausweis in KH Lesen von Verordnungen Lesen von Notfalldaten Zugriff auf die freiwilligen Anwendungen der egk

11 Danke für Ihre Aufmerksamkeit ehealth + Telematik Patientensicherheit Heilberufeausweis Nutzung HBA Hübner U et al (2007) Der Heilberufsausweis/Berufsausweis für nicht-verkammerte Gesundheitsfachberufe. GMDS-Stellungnahme zum Beschluss der 80. GMK zur Errichtung eines egbr. Hübner U (2006) Telematik und Pflege - Gewährleistet die elektronische Gesundheitskarte (egk) eine verbesserte Versorgung für pflegebedürftige Bürgerinnen und Bürger? German Medical Science Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie Vol. 2(1), DOC01/ Hübner U, Giehoff C, Müller ML (2006) ehealth in Nursing Already Routine? Results of Two Case Studies from Germany. In: Park HA, Murray P, Delaney C (Eds) Consumer-Centered Computer-Supported Care for Healthy People Proceedings of NI2006. IOS Press, Amsterdam, pp Hübner U (2005) Gesundheitstelematik in Deutschland unter Ausschluss der Pflege? In: Rienhoff O, Lemke U, Niederlag W (Hrs.) Smartcards in telemedizinischen Netzwerken. Health Academy, Dresden,.S Hübner U (2005) Patientensicherheit kennt keine Berufsgrenzen. In: Steyer G, Tolxdorff T (Hrg). bit for bit Halbzeit auf dem Weg zur Telematikinfrastruktur. Kongressband Telemed Konferenz Berlin 2005, Akademische Verlagsgesellschaft Berlin, S Hübner (2004) Telematik und Pflege. Gutachten zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte im Rahmen der Telematikarchitektur im deutschen Gesundheitswesen. Im Auftrag des Deutschen Pflegerates. Osnabrück 2004.

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