VORTRAG 8. Sächsische Umweltmanagement-Konferenz (07. November 2012) Motivationsbremse Managementsysteme?

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1 VORTRAG 8. Sächsische Umweltmanagement-Konferenz (07. November 2012) Motivationsbremse Managementsysteme? Dipl.-Ing. Susanne Petersen change in progress Fortschrittliche Managementsysteme Mannheim Fortschrittliche Managementsysteme Seite 1

2 Agenda 1 Wo bremst es (Modelle)? Wie funktioniert ein Mensch/wie ein Unternehmen? 2 Erfolgsfaktoren: Was motiviert? 3 Beispiele wirkungsvoller Bremsen 4 Was tun? Fortschrittliche Managementsysteme Seite 2

3 1 Wo bremst es (Modelle)? Wie funktioniert ein Mensch/wie ein Unternehmen? Fortschrittliche Managementsysteme Seite 3

4 Motivationsmodell Verhalten (Leistungsbereitschaft) ist abhängig von WOLLEN Motivation, Werte Quelle: Lutz v. Rosenstiel Mitarbeiter DÜRFEN/SOLLEN Normen, Regelungen KÖNNEN Fähigkeiten und Fertigkeiten SITUATION hemmende oder begünstigende äußere Umstände Fortschrittliche Managementsysteme Seite 4

5 Unternehmensmodell die Situation im Unternehmen ist geprägt durch Politik + Strategie Mitarbeiter (Aufbau + Ablauf) Strukturen Kultur und Führung Quellen: u.a. Königswieser, Roswita: Systemisches Intergrations Modell (SIM), McKinsey: 7-S-Modell ; St. Galler Management-Modell Fortschrittliche Managementsysteme Seite 5

6 Unternehmensmodell die Situation im Unternehmen ist geprägt durch Politik + Strategie Mitarbeiter Was ist Unternehmenskultur? Ungeschriebene Gesetze Denk-Haltungen, Einstellungen (über Jahre entwickelt, Gewohnheiten MUSTER) (Aufbau + Ablauf) Strukturen Kultur und Führung so läuft das bei uns das darfst du das auf keinen Fall das ist wichtig das nicht Haltungen, Einstellungen werden nicht durch Worte, sondern insb. Taten/Verhalten deutlich (insb. Schlüsselpositionen, Vorbilder, Führungskräfte) Führung ist gelebte Unternehmenskultur! Fortschrittliche Managementsysteme Seite 6

7 Unternehmensmodell die Situation im Unternehmen ist geprägt durch Beeinflussen sich gegenseitig Ständige Suche nach Balance: Heben sich bei Widersprüchlichkeit in der Wirkung auf. Mitarbeiter oft als Puffer oder Lückenfüller (Aufbau + Ablauf) Strukturen Politik + Strategie Mitarbeiter Kultur und Führung So läuft das bei uns Quellen: u.a. Königswieser, Roswita: Systemisches Integrations Modell (SIM), McKinsey: 7-S-Modell ; St. Galler Management-Modell Fortschrittliche Managementsysteme Seite 7

8 Modell Motivationsbremse Politik + Strategie WOLLEN KÖNNEN Mitarbeiter (Aufbau + Ablauf) Strukturen DÜRFEN SOLLEN Kultur und Führung Fortschrittliche Managementsysteme Seite 8

9 2 Was motiviert? Auf individueller und unternehmensweiter Ebene Fortschrittliche Managementsysteme Seite 9

10 Was ist Motivation? (Definition) Motivation bezeichnet das ( ) Streben des Menschen nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten. Motivation steigert die Handlungsbereitschaft und ist somit eine Triebkraft für Verhalten. Quelle: ) Motivation ist Leistungsbereitschaft Reinhard Sprenger: u.a. Mythos Motivation (1997) Einsatzbereitschaft (im Managementsystem) Fortschrittliche Managementsysteme Seite 10

11 Was motiviert uns? Belohnen und Bestrafen ist gleichermaßen Dressur, und damit motivationstechnisch Schnee von gestern Gerald Hüther, einer der führenden deutschen Hirnforscher von der Universität Göttingen Quelle: Fortschrittliche Managementsysteme Seite 11

12 Was motiviert? - individuell Individuelle Werte, Motive, Haltungen, Einstellungen als Beweggründe/Antrieb Politik + Strategie WOLLEN KÖNNEN Mitarbeiter (Aufbau + Ablauf) Strukturen DÜRFEN SOLLEN Kultur und Führung Fortschrittliche Managementsysteme Seite 12

13 Grundmotive nach McClelland* (mit besonders starkem Einfluss auf das Verhalten) Beweggründe Quelle: Fortschrittliche Managementsysteme Seite 13

14 Beweggründe Was motiviert? - individuell Motivatoren Teil eines Ganzen - Wir! BeAchtung, Wertschätzung, Vertrauen Beteiligung ermöglichen Erfolge ermöglichen Sinn und Nutzen vermitteln Erfolge sichtbar machen und anerkennen Fortschrittliche Managementsysteme Seite 14

15 Was motiviert? - unternehmensweit Politik + Strategie Unternehmensweite Werte, Motive, Haltungen, Einstellungen als Beweggründe/Antrieb WOLLEN KÖNNEN Mitarbeiter (Aufbau + Ablauf) Strukturen DÜRFEN SOLLEN Kultur und Führung Fortschrittliche Managementsysteme Seite 15

16 Was motiviert? - unternehmensweit Harmonie/Synergie zw. Strukturen u. Kultur (Führung) Harmonie/Synergie zw. Politik und Kultur (Führung) Politik + Strategie Harmonie/Synergie zw. Politik und Struktur (Aufbau + Ablauf) Strukturen Mitarbeiter Kultur und Führung Leitlinien, Strukturen und Führung, die das individuelle Wollen berücksichtigen Fortschrittliche Managementsysteme Seite 16

17 3 Vorsicht Motivationsbremse Problematische Einstellungen und Haltungen Fortschrittliche Managementsysteme Seite 17

18 Umweltpolitik: Papier ist geduldig Eine Politik von vielen.. Welche ist richtig / wichtig? GF steht nicht dahinter Schreiben SIE mal Start Mit Stakeholdern/Anspruchsgruppen diskutiertes Leitbild Als Ausrichtung und ernstgemeinte Begründung des Engagements Mit Event/Erleben verknüpfter gelungener Fortschrittliche Managementsysteme Seite 18

19 Unschuldige Chefs Wir machen das, weil wir müssen/unsere Kunden das fordern (ICH finde Umweltschutz, die Einhaltung geltenden Rechts nicht so wichtig) Gesetze und Genehmigungen einhalten ist selbstverständlich Wir schützen unsere natürlichen Lebensgrundlagen (und die unserer Kinder) Ich stehe dahinter - schätze den Einsatz Fortschrittliche Managementsysteme Seite 19

20 Einzelkämpfer UMB Der Wichtigste im Managementsystem Die Linienverantwortlichen haben dafür keine Zeit Weniger Fachberater mehr Katalysator und Umsetzungsermöglicher Echte Integration erfordert viele Akteure Fortschrittliche Managementsysteme Seite 20

21 Managementsystem = Handbuch Nur Aufgeschriebenes funktioniert je mehr umso besser Was vor- und aufgeschrieben ist, wird gemacht und nicht diskutiert - Mitdenken dann nicht mehr nötig/ nicht erwünscht wenn Qualifizierte, mitdenkenden Mitarbeiter funktionieren auch ohne Bürokratie (Vertrauen) Aufgeschrieben wird, was funktioniert - nicht, wird s geändert Fortschrittliche Managementsysteme Seite 21

22 Ausnahmen bestätigen die Regel Wir schreiben das auf, weil wir das müssen/ der Zertifizierer das will/ das in der Norm steht. Wenn wir das alles machen müssten, käme keiner mehr zum Arbeiten konsequent Nur aufschreiben, was nützlich und machbar ist Führung: Umsetzung vorleben und verfolgen Fortschrittliche Managementsysteme Seite 22

23 Ohne Kontrollen keine Ergebnisse Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.. Alles muss überprüft werden Ohne Überwachung geht gar nichts Grenzwerte und Kennzahlen kann Verantwortung und Einsatz braucht Vertrauen Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt, und nicht alles, was zählt, gezählt werden. Albert Einstein Fortschrittliche Managementsysteme Seite 23

24 Fehlerphobie Keine Fehler, Perfektion! - Wir machen alles ganz genau, 0-Fehler Fehler (und ihre Urheber!!!) werden genauestens untersucht Haltung in Audits. Fehler machen ist die effektivste Art zu lernen Jede Entscheidung birgt ein (Fehler)Risiko anders kommen wir nicht voran Fortschrittliche Managementsysteme Seite 24

25 Mitarbeiterbeteiligung ist Vorschlagswesen Ordnungsgemäß einreichen, diskutieren, bewerten, ggf. prämieren Entwicklungsbereitschaft.. Mitarbeiterbeteiligung ist eine Grundhaltung offener und wertschätzender Kommunikation, Lern- und Fortschrittliche Managementsysteme Seite 25

26 4 Was tun? Fortschrittliche Managementsysteme Seite 26

27 Wesentliche Hebel Das Verhalten der GF, der Führungskräfte beziehungsweise Vorgesetzten sowie das Verhalten der Schlüsselfunktionen/UMB Interne Kommunikation und Information (Sinn, Nutzen, übergeordnete Ziele UND Wertschätzung/Anerkennung) Einbindung der Mitarbeiter (Akzeptanz fördern, gemeinsames Lernen und Erfolgserlebnisse ermöglichen) Fortschrittliche Managementsysteme Seite 27

28 Buchtip Carsten Behlert, Auswirkungen von Umweltmanagementsystemen auf die Unternehmenskultur, Chancen des internen Audits und der internen Kommunikation am Beispiel unterschiedlicher Fallstudien. Rhombos-Verlag Fortschrittliche Managementsysteme Seite 28

29 Linktipps (viele praktische Beispiele zur Einbindung und Motivation der Mitarbeiter im Bereich Nachhaltigkeit) (Das Strohfeuer der extrinsischen Motivation) (Mit Neurowissenschaft Mitarbeiterverhalten ändern) Quelle: pixelio.de Bildnachweis Fortschrittliche Managementsysteme Seite 29

30 Kontakt Ihre Referentin change in progress Fortschrittliche Managementsysteme Corneliusstr Mannheim (0) (0) Fortschrittliche Managementsysteme Seite 30

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