Neues Multimedia-Angebot schafft zusätzliche Arbeitsplätze

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1 An die Medien im Anschlussgebiet der GA Weissenstein GmbH PRESSEMITTEILUNG Solothurn, 27. August 2007 GA Weissenstein GmbH ist mit der Einführung von QuickLine auf Kurs Neues Multimedia-Angebot schafft zusätzliche Arbeitsplätze Die Einführung der QuickLine-Internet- und Telefonieangebote auf dem Kabelnetz der GA Weissenstein GmbH (GAW) geht dem Abschluss entgegen. Bereits heute sind die Produkte in allen angeschlossenen Gemeinden verfügbar sein. Die QuickLine-Palette ersetzt die bisher auf dem Netz vertriebenen Cablecom-Produkte. Erfreulich ist, dass sich bis heute über 81 Prozent der Cablecom-Kunden für einen Wechsel zum neuen Angebot entschieden haben. Dadurch konnten in der Region neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die GA Weissenstein GmbH ist 2002 aus dem Zweckverband «Gemeinschaftsantenne Weissenstein» entstanden. Das Unternehmen ist vollständig im Besitz der am Netz angeschlossenen Gemeinden und hat den Auftrag, die Region mit digitalen und analogen Signalen zu versorgen. Die Signale werden dabei als Produkte angeboten, die eine Nutzung von Fernsehen, Radio, Internet und Telefonie erlauben. Zurzeit werden so rund Haushalte mit rund Einwohnern versorgt. Bisher hat die GAW die auf ihrem Netz vertriebenen Produkte für Internet und Telefonie von der Cablecom bezogen. Seit Anfang Jahr werden diese Angebote abgelöst und suksessive durch Produkte der Marke QuickLine ersetzt. QuickLine ist ein Multimediasortiment der Bieler Firma Finecom Telecommunications AG, an der die GAW massgeblich beteiligt ist. Stärkung der lokalen Wirtschaft Mit diesem Schritt entwickelt sich die GAW vom traditionellen Kabelnetzbetreiber zum modernen Kommunikationsdienstleister. Die dadurch erarbeiteten Erträge werden für Netzausbauten und -modernisierungen eingesetzt, damit die Existenz der Kabelnetzanlage langfristig sichergestellt bleibt. Jährlich kann die GAW so einige hunderttausend Franken zusätzlich investieren und Aufträge an lokale Unternehmen vergeben. Bisher waren Investitionen in diesem Umfang nicht möglich. > 2

2 1 < Dank des Wechsels zur QuickLine-Produktepalette konnten innerhalb der GAW dieses Jahr bereits acht neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Namentlich die Bereiche Administration, Kundendienst und Technik wurden personell aufgestockt. Weitere neue Arbeitsplätze werden mit der Einführung von HDTV, Fibre to the home und dem Ausbau der Kopfstation dazukommen. Angebote sind den Kundenbedürfnissen anpasst Von der Ablösung der Cablecom-Produkte sind im Anschlussgebiet der GAW rund Privatpersonen, Firmen und Institutionen betroffen. Der grösste Teil von ihnen (> 81%, Stand August 2007) hat sich für einen Wechsel zu den QuickLine-Produkten entschieden. Eine Alternative dazu wäre im Breitbandbereich z.b. ADSL. Mit dem QuickLine-Internetangebot kann die GAW die aktuellen Kundenbedürfnisse abdecken. Die Leistung und der Preis der Produkte im mittleren und hohen Bandbreitenbereich (bis 7 000/700 kbit/s) sind konkurrenzfähig und zum Teil sogar deutlich besser und günstiger als vergleichbare Angebote von anderen Anbietern. Im höchsten Bandbreitenbereich offeriert die GAW mit dem /1 000-kBit/s- Abonnement zudem auch die schnellste heute auf dem Markt erhältliche Verbindung. Der Marktanteil dieses Produkts beträgt im Moment knapp 1%. Permanent verbessern und optimieren Die GAW wird sich in den nächsten Jahren im hart umkämpften Markt der Multimedia-Kommunikationsdienstleister noch verstärkt behaupten müssen. Es ist deshalb das erklärte Ziel, die Angebote in allen Bereichen laufend zu überprüfen und sowohl technisch wie preislich permanent den Kundenbedürfnissen anzupassen. Als stark in der Region verwurzeltes Unternehmen wird die GAW dabei immer auch eine möglichst grosse regionale Wertschöpfung anstreben.

3 Kasten 1 Das Leitungsnetz der GAW Die GAW betreibt in 32 solothurnischen und bernischen Gemeinden eine Kabelnetzanlage, die vielerorts an den Verteilkabinen erkannt werden kann. Die Leitungsführung erfolgt unterirdisch in Rohranlagen oder direkt im Erdreich. Der Bau der ersten Anlageteile reicht ins Jahr 1974 zurück. Die Infrastruktur, welche sich über Hunderte von Kilometern Kabeltrasse und Rohranlagen erstreckt, wird laufend modernisiert und ausgebaut. So wird das aktuelle koaxiale Netz in den nächsten Jahren in ein Netz mit Lichtwellenübertragung ausgebaut. Kasten 2 Internetanschluss wird immer wichtiger Der Internetanschluss wird in den nächsten Jahren zum wichtigsten Produkt der Netzbetreiber werden. Dies, weil über diese Schnittstelle langfristig alle multimedialen Dienste und Inhalte (Telefonie, Video on demand, Web TV etc.) bezogen werden können. Nur wer einen solchen Anschluss mit ausreichend schnellen Bandbreiten anbietet, hat Chancen, im Markt zu bestehen.

4 Hintergrund Moderne Netzwerkdienste auf der Infrastruktur der Kabelnetzunternehmen Die von den Kabelnetzunternehmen in den 1960-er und 1970-er Jahren errichtete Infrastruktur war ursprünglich primär für die Verteilung von Fernsehkanälen gedacht. Die Signale dazu werden ab einer Zentrale (Kopfstation) in die Häuser geliefert und von dort aus (Hausverteiler) weiter an die Fernsehgeräte. Eine eigentliche Kommunikation in beide Richtungen findet in diesem Fall nicht statt. Gegen Ende der 1990-er Jahre wurde dann die Möglichkeit der Zwei-Weg-Kommunikation geschaffen. Netzwerkmodernisierungen und die weltweite Einführung der so genannten DOCSIS-Technologie ermöglichte den Kabelnetzunternehmen von nun an, auch IP-Dienste (Internet-Dienste) zu transportieren. Dieser Schritt ist technologisch gesehen nicht ganz trivial. So sind zum Beispiel an einem Kabel der Kabelnetzunternehmen mehrere Hundert oder gar Tausend Gebäude angeschlossen. Im Gegensatz zur Kupferinfrastruktur der Swisscom: dort ist je 2-Draht-Kabel jeweils nur ein Kunde angeschlossen. Von Vorteil für die Kabelnetzunternehmen war von Anfang an, dass das Koaxialkabel bereits einem «Breitbandnetz» entsprach. Die Infrastruktur war für den Transport von Fernsehsignalen gebaut und damit für den Transport von enorm grossen Datenmengen ausgelegt worden. Die Technologie hat sich über die Jahre jedoch weiter entwickelt, so dass heute sowohl über die Kupferinfrastruktur der Swisscom wie über die koaxiale Infrastruktur der Kabelnetzunternehmen breitbandige IP- Dienste transportiert werden können. Die moderne IP-Infrastruktur nutzt das Internet als Transportplattform für Dienste und eröffnet den Kunden ganz neue Möglichkeiten. Einige Beispiele: - Um Bankgeschäfte elektronisch erledigen zu können, ist keine direkte Verbindung zur Bank mehr erforderlich, ein Internetanschluss genügt. - Um Telefonieren zu können, ist heute effektiv kein Telefonanschluss mehr erforderlich, ein Internetanschluss genügt. Darüber können Kunden von einer Vielzahl von Telefongesellschaften ihre Dienste beziehen. - Im Teststadium verfügbar sind über das Internet bereits auch Fernsehdienste. > 2

5 1 < Der Internetanschluss selber ist effektiv ein Netzwerkanschluss, kein eigentlicher Dienst. Die IP-Netzwerkinfrastruktur der Kabelnetzunternehmen wird zusammen mit der DOCSIS-Infrastruktur zum Bestandteil des öffentlichen Internet und der Kunden erwirbt einen Anschluss an dieses Internet. Die Dienstleistung des Netzbetreibers ist der Netzbetrieb und der Kundendienst. Da nicht mehrere Firmen die gleiche Netzwerkinfrastruktur betreiben können, ist es wenig sinnvoll dass mehrere Unternehmen den Internetanschluss auf derselben Infrastruktur anbieten (Parallelbetrieb). Technisch wäre eine solche Situation zwar möglich, die Praxis zeigt aber, dass sie wirtschaftlich kaum vertretbar ist. Infografik Das Kabelnetzwerk Für weitere technische Informationen über das Kabelnetzwerk vermitteln wir auf Wunsch gerne Fachleute oder organisieren eine Führung durch unsere Anlagen. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an Herrn Marcel Eheim.

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