Aktuelle Situation in Österreich: Status Quo Umsetzung des Fortpflanzungsmedizingesetzes in der Praxis.

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1 Aktuelle Situation in Österreich: Status Quo Umsetzung des Fortpflanzungsmedizingesetzes in der Praxis. Alle Bilder: KinderWunschKlinik, Abdruck honorarfrei Bilder von der PK auf Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie unter Rückfragehinweis für die Medien Mag. Daniela Strasser, Reichl und Partner PR GmbH Mobil:

2 Status Quo des Fortpflanzungsmedizingesetzes in Österreich Nach langer politischer Diskussion trat Ende Februar 2015 die Novelle zum neuen Fortpflanzungsmedizingesetz in Kraft. Diese ermöglicht homosexuellen Paaren eine künstliche Befruchtung und erlaubt die Eizellspende sowie die PID (Präimplantationsdiagnostik) in bestimmten Fällen. Diese Gesetzesänderung war höchst überfällig und ist für uns sehr erfreulich, denn viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch mussten seit Jahren ins Ausland fahren, um sich ihren Traum vom Wunschkind zu erfüllen. Nun können diese Behandlungen endlich auch in Österreich durchgeführt werden, berichtet Dr. Leonhard Loimer, Gründer und Geschäftsführer der KinderWunschKliniken Dr. Loimer. Die KinderWunschKliniken Dr. Loimer sind ein Vorreiter auf diesem Gebiet und haben die Novellierung des Fortpflanzungsmedizingesetzes schon längere Zeit gefordert. Dadurch hat sich Österreich aus der Isolation befreit und steht nun im Bereich der Fortpflanzungsmedizin auf einer Stufe mit vielen anderen europäischen Länder, so Prim. Dr. Martin Swoboda, ärztlicher Leiter des Standortes Wels der KinderWunschKliniken Dr. Loimer. Trotz oder gerade wegen der Lockerung des Fortpflanzungsmedizingesetzes ist den KinderWunschKliniken Dr. Loimer einerseits die Einhaltung von höchsten ethischen und moralischen Standards sehr wichtig, andererseits betont man das notwendige medizinische Know-How: Gerade bei den neuen Untersuchungsmethoden ist die Berücksichtigung fortschrittlichster medizinischer Standards von großer Bedeutung. Unsere Mitarbeiter versuchen stets, international erfolgversprechende Neuerungen sobald als möglich in die klinische Praxis umzusetzen. Daher haben sich unsere Kliniken längst als Vorreiter im Bereich der künstlichen Befruchtung etabliert. Gerade bei den nun neu zugelassenen Möglichkeiten ist das ein entscheidender Vorsprung im Sinne der Patienten, zeigt sich Dr. Leonhard Loimer stolz auf sein Team. 2

3 Zudem plädiert man auf den wichtigen Punkt der Leistbarkeit: Unerfüllter Kinderwunsch ist eine Krankheit, und wenn es als solche angesehen wird, darf auch die Finanzierung in einem klar definierten Rahmen nicht in Frage gestellt werden. Denn auf keinen Fall soll es bei uns zu einer sogenannten Zwei- Klassen-Kinderwunsch-Medizin kommen, wie es beispielsweise in den USA der Fall ist, Prim. Dr. Mathias Brunbauer, Standortleiter des Standortes Wien der KinderWunschKliniken Dr. Loimer. Eizellspende in Österreich In den KinderWunschKliniken von Dr. Loimer wurden bereits in den ersten Monaten, nach in Kraft treten des neuen Gesetzes, die ersten Behandlungen mit Eizellen gesunder Spenderinnen erfolgreich durchgeführt. Seit der Erneuerung des Fortpflanzungsmedizingesetzes führen wir pro Tag in etwa vier bis fünf Gespräche mit Paaren, welche ohne die Eizellspende nicht schwanger werden können. Daran zeigt sich, dass diese Gesetzesänderung in Österreich längst überfällig war, erklärt Dr. Leonhard Loimer. Die Nachfrage nach Spenderinnen ist sehr hoch, bis dato hatten wir sehr viele Spenderinnen aus dem Verwandtenkreis der Frauen. Wir sind laufend auf der Suche nach weiteren Spenderinnen und freuen uns über jede Hilfe, so Dr. Leonhard Loimer. Eine Frau verfügt von Geburt an über etwa eine Million Eizellen, für eine erfolgreiche Eizellspende braucht man jedoch nur rund zehn bis zwölf Eizellen. Keine Frau braucht daher Angst zu haben, dass sie nach einer Spende selbst Probleme beim Kinderkriegen bekommt. Der Ablauf einer 3

4 Eizellspendenbehandlung ist relativ unkompliziert. Unter normalen Bedingungen reift pro Monat eine Eizelle heran. Damit pro Zyklus mehr als eine Eizelle reift, werden die Eierstöcke der Spenderin sanft stimuliert. Dieser gesamte Prozess dauert in etwa zehn Tage. Sobald diese Phase abgeschlossen ist, werden der Spenderin die Eizellen aus den Eierstöcken abgesaugt und mit den Samen des Partners der Empfängerin befruchtet. Jene Embryonen, die gesund erscheinen, werden nach der Kultivierung eingefroren, um dann der Empfängerin zum perfekten Zeitpunkt eingesetzt werden zu können. Dank der heutigen Methoden und Techniken ist die Eizellspendenbehandlung ein sicherer Prozess, der rasch und unkompliziert durchgeführt werden kann und vielen Paaren hilft, sich ihren Traum von einer Familie mit Kindern zu erfüllen, so Dr. Leonhard Loimer. In Österreich gibt es keine anonymen Eizellspenderinnen. Die Spenderinnen müssen zumindest 18 und maximal 30 Jahre alt sein, die unfruchtbare Empfängerin darf maximal 45 Jahre alt sein. Behandlung von lesbischen Paaren Nach der alten Rechtslage waren gleichgeschlechtliche Paare von der Inanspruchnahme medizinisch unterstützter Fortpflanzung zur Gänze ausgeschlossen. Nach der Novellierung ist für lesbische Paare, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, nun auch eine künstliche Befruchtung möglich. Pro Woche kommen etwa zwei lesbische Paare für ein Beratungsgespräch in unsere Kliniken. Außerdem erhalten wir laufend Anfragen von interessierten Paaren. Wir sind sehr froh, nun auch gleichgeschlechtliche Paare auf ihrem Weg zum Wunschkind begleiten zu dürfen, so Prim. Dr. Mathias Brunbauer. Alleinstehende Frauen bleiben aber weiterhin ausgeschlossen, weil so die Erläuterung im Gesetz Kindern nicht von vornherein nur ein Elternteil zur Verfügung stehen soll. Da die 4

5 Leihmutterschaft nach wie vor verboten bleibt, wird auch homosexuellen männlichen Paaren künftig die Erfüllung ihres Kinderwunsches mittels Eizellspende verwehrt bleiben. Es gibt also durchaus noch einige Punkte, die in Zukunft diskutiert werden müssen, sind sich die drei Experten einig. PID in der Praxis Trotz heftiger Kritik aus konservativen politischen und religiösen Kreisen ist seit Februar auch die Präimplantationsdiagnostik (PID) in Österreich möglich. Damit ist die Untersuchung des Embryos vor dem Einsetzen in die Gebärmutter erlaubt. Die PID ist aber weiterhin nicht in jedem Fall zulässig, sondern nur zur Verhinderung schwerer, nicht behandelbarer Krankheiten, nach wiederholt fehlgeschlagener künstlicher Befruchtung (drei negative Versuche) oder bei genetischen Erbkrankheiten. Die Zustimmung zur PID bringt zahlreiche Vorteile mit sich: Risikopaare, mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Kind mit derselben genetischen Erbkrankheit bekommen werden, wie bereits in der Familie vorhanden, haben die Möglichkeit, dies für das nächste Kind auszuschließen. Schwangerschaftsabbrüche zu einem späteren und schwierigeren Zeitpunkt können dadurch vermieden werden. Weiters kann der Eintritt der oft seit langem gewünschten Schwangerschaft erleichtert werden. Nun müssen die betroffenen Paare nicht mehr ins Ausland fahren, sondern können sich problemlos in Österreich behandeln lassen, erklärt Prim. Dr. Martin Swoboda. Nach der Entnahme der Zellen werden diese an genetische Partnerlabore übersandt. Die Auswertung erfolgt relativ rasch, die Patienten können schon nach wenigen Tagen mit ersten Ergebnissen rechnen. 5

6 Ein Transfer der getesteten Embryonen, der meist im Folgezyklus durchgeführt wird, verhindert dann z.b. das Auftreten sonst möglicher schwerer Erbkrankheiten oder führt zum Eintritt der ersehnten aber leider trotz IVF-Versuchen (In-Vitro-Fertilisation) ausgebliebenen Schwangerschaft mit Geburt des lange erwünschten Kindes. KinderWunschKliniken Dr. Loimer Die KinderWunschKlinik Wels wurde im Jahr 2002 von Dr. Leonhard Loimer aus der Taufe gehoben. Nach seiner Ausbildung zum Frauenarzt sammelte Dr. Loimer jahrelang Erfahrung auf dem Gebiet der Endokrinologie. Schlussendlich verwirklichte der damals 40-jährige Gynäkologe seinen Traum einer eigenen Klinik für Reproduktionsmedizin. Seit der Gründung im Jahr 2002 stieg der Patientenzulauf im modernen Welser Kinderwunsch-Institut kontinuierlich an. Mittlerweile werden pro Jahr über Behandlungen durchgeführt, das Team ist stolz auf seine Erfolge. Prim. Dr. Martin Swoboda, MBA arbeitet seit 2005 als Reproduktionsmediziner an der KinderWunschKlinik Dr. Loimer, Wels und übernahm im Mai 2013 die Leitung für den Standort Wels. Er besitzt Zusatzausbildungen in Genetik, Ultraschalldiagnostik und Gesundheits- und Spitalsmanagement. Im Jänner 2011 eröffnete Dr. Leonhard Loimer gemeinsam mit seiner Frau Christine noch eine weitere KinderWunschKlinik und zwar in Wien. Das Wiener Institut steht für medizinisch hochwertigste Kinderwunsch-Behandlungen auf internationalem Niveau zur Verfügung. Dr. Loimers jahrelange Erfahrung und Kompetenz als IVF-Mediziner bescherten gleich ab Eröffnung einen regen Patientenzulauf. Seit Juli 2011 ist Prim. Dr. Mathias Brunbauer als ärztlicher Leiter in der Wiener Klinik beschäftigt. Durch die regelmäßige Teilnahme an internationalen Fachkongressen sowie Austausch mit führenden IVF-Zentren arbeiten Dr. Brunbauer und seine Mitarbeiter am letzten Stand der Medizin. 6

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