Arbeitsbedingungen in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland

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1 Arbeitsbedingungen in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland Die Schweiz ist für viele Deutsche in den letzten Jahren zum beliebten Auswanderungsziel geworden, nachdem ein Arbeitsverhältnis durch hohe Gehaltsniveaus, niedrige Steuern, einen stabilen Arbeitsmarkt und ein ähnliches kulturelles Umfeld als interessant gilt. Welche Vor- und Nachteile bieten Arbeitsverhältnisse im Nachbarland tatsächlich? Die nachfolgende Tabelle stellt die wichtigsten Merkmale gegenüber. Preisniveauindex Teuerungsrate ,2 % 2,3 % Gehaltsniveau 2 Wir empfehlen den durchschnittlichen Umrechnungsfaktor von 1,8 : 1 für das Gehaltsniveau in der Schweiz. Beispiele: Softwareentwickler: CHF Teamleiter Softwareentwicklung: CHF Systemadministrator: CHF Leiter IT: CHF Beispiele: Softwareentwickler: EUR Teamleiter Softwareentwicklung: EUR Systemadministrator: EUR Leiter IT: EUR 1 Siehe Aufschlüsselung nach Produktgruppen: 2 Siehe dazu auch: sowie

2 Arbeitsbedingungen in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland Seite 2/5 Variable Gehaltsbestandteile Bei höheren Positionen sind variable Einkommensbestandteile von 10 % - 30% üblich. Bei höheren Positionen sind variable Einkommensbestandteile von 20 % - 40% üblich. Probezeit 1 Monat, kann schriftlich auf 3 Monate verlängert werden Maximal 6 Monate Kündigungsfrist 3 Nach Dauer des Anstellungsverhältnisses: 1 Jahr = 4 Wochen 2-9 Jahre = 8 Wochen Ab 10 Jahren = 12 Wochen Kündigungsfrist für Arbeitnehmer: 4 Wochen zur Mitte oder zum Ende eines Kalendermonats Kündigungsfrist für Arbeitgeber 4 nach Dauer des Anstellungsverhältnisses: 2 Jahre = 4 Wochen 5 Jahre = 8 Wochen 8 Jahre = 12 Wochen 10 Jahre = 16 Wochen 12 Jahre = 20 Wochen 15 Jahre = 24 Wochen 20 Jahre = 28 Wochen Wochenarbeitszeit Gesetzlich maximal 45 Stunden bei Beschäftigten in industriellen Betrieben, im Büro und bei Angestellten in Großbetrieben des Einzelhandels. Bei anderen Beschäftigungen maximal 50 Stunden. Bei bestehendem Tarifvertrag zwischen 38 und 40 Stunden. Durchschnittlich sind 40 Stunden üblich. Überstunden In der Regel durch Freizeit abzugelten In der Regel durch Freizeit abzugelten. Abhängig von Tarif- und Betriebsvereinbarungen. 3 Gültig, falls der Arbeits- oder Tarifvertrag keine anderen Vereinbarungen enthält. 4 Zum Ende eines Kalendermonats. Längere Kündigungsfristen sind nach vertraglicher Vereinbarung möglich.

3 Arbeitsbedingungen in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland Seite 3/5 Konkurrenzklausel Generell: 1 Jahr Maximal: 3 Jahre Nur in Verbindung mit Entschädigung 5 möglich Urlaubsanspruch Mindestens: 20 Tage/Jahr Üblicherweise: 25 Tage/Jahr Mindestens: 20 Tage/Jahr Üblicherweise: 30 Tage/Jahr Feiertage 8-14 Tage, Unterschiede nach Kanton und Gemeinde 9-16 Tage, Unterschiede nach Bundesland Krankenversicherung Der Betrag für die gesetzliche Krankenversicherung 6 ist unabhängig vom Einkommen und variiert je nach Versicherung und Kanton. Im Gegensatz zu Deutschland wird die Versicherungsprämie in der Schweiz alleine vom Arbeitnehmer entrichtet. Im Schweizer Durchschnitt betrug 2011 die monatliche Versicherungsprämie für Erwachsene ab 26 Jahren 373,80 CHF. 8,2 % 7 des Bruttolohns Pflegeversicherung Die Pflegeversicherung ist Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung. Generell: 0,975 % 8 des Bruttolohns Erwerbsersatzordnung 9 0,15 % des Bruttolohns - 5 Gemäß 74 ff. HGB ist der Arbeitgeber für die Dauer des Verbots verpflichtet, eine Entschädigung zu bezahlen, die für jedes Jahr des Verbots mindestens die Hälfte der zuletzt bezogenen vertragsmäßigen Leistungen erreicht. 6 Weitere Informationen siehe: 7 Arbeitnehmer und Arbeitgeber führen insgesamt einen allgemeinen Beitrag von 15,5 Prozent ab. Der ermäßigte Arbeitnehmerbeitrag beträgt 7,9 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenze beträgt EUR pro Jahr. 8 Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich die Kosten von insgesamt 1,95 Prozent. Kinderlose Arbeitnehmer ab dem 23. Lebensjahr bezahlen 1,225 Prozent. In Sachsen beträgt der generelle Beitrag 1,475 Prozent; Kinderlose Arbeitnehmer ab dem 23. Lebensjahr entrichten einen Beitrag von 1,725 Prozent. 9 Die Erwerbsersatzordnung (EO) regelt die Erwerbsausfallentschädigung für Personen, die Militär-, Schutzoder Zivildienst leisten. Sie ist auch von Nicht-Dienstpflichtigen Ausländerinnen und Ausländern zu entrichten.

4 Arbeitsbedingungen in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland Seite 4/5 Versicherung von Nichtberufsunfällen 1,6 % des Bruttolohns Im Beitrag für die Krankenkasse enthalten. Rentenversicherung 5,05 % des Bruttolohns 9,8 % 10 des Bruttolohns berufliche Vorsorge (Pensionskasse) 4 % - 13 % des koordinierten Bruttolohns 11 bei Gehältern über CHF - Arbeitslosenversicherung 1 % 12 des Bruttolohns 1,5 % 13 des Bruttolohns Steuern Der Steuersatz 14 in der Schweiz setzt sich aus Bundes-, Kantons- und Gemeindesteuern zusammen. Der durchschnittliche Spitzensteuersatz 15 liegt bei 33,83 Prozent. Der Spitzensteuersatz in Deutschland liegt bei 45 Prozent. Mehrwertsteuer 2,5 % für Güter des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Pflanzen, Bücher etc.) 3,8 % für Beherbergungsleistungen 8% für sonstige Leistungen 19 % Regelsteuersatz 7 % ermäßigter Mehrwertsteuersatz (begünstigte Lebensmittel und Gegenstände) 10 Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich die Kosten von insgesamt 19,6 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt in den alten Bundesländern bei EUR pro Jahr, in den neuen Bundesländern bei EUR. 11 Der koordinierte Bruttolohn ergibt sich aus dem Erwerbseinkommen minus CHF. Er beträgt mindestens CHF und maximal CHF. 12 Die Beitragsbemessungsgrenze für die Arbeitslosenversicherung beträgt CHF pro Jahr. 13 Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich die Kosten von insgesamt 3 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenze beträgt in den alten Bundesländern EUR pro Jahr, in den neuen Bundesländern EUR. 14 Siehe hierzu auch: 15 Siehe hierzu auch KPMG-Studie Individual Income Tax and Social Security Rate Survey 2011 :

5 Arbeitsbedingungen in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland Seite 5/5 Städtische Wohnungsmiete 16 (Durchschnitt pro m²) Ca. 24 CHF /m² Aarau: ca. 18 CHF/m² Basel: ca. 27 CHF/m² Bern: ca. 20 CHF/m² St. Gallen: ca. 17 CHF/m² Zürich: ca. 34 CHF/m² Ca. 6,80 EUR /m² Gera ca. 4,50 EUR/m² München 17 ca. 14,50 EUR/m² Kinderbetreuung 18 Kindertagesstätten / Horte 5,20 CHF 128 CHF/Tag Die Gebühren sind abhängig von Region, Einkommen, Art der Einrichtung und Buchungsdauer. Tagesschulen 7,60 CHF 128 CHF/Tag Öffentliche Ganztagsschulen sind kostenfrei. Bei Mittagessen, Halbtagsschulen mit Mittagsbetreuung oder Hort fallen Gebühren an. Tagesmütter/-familien 3,90 CHF 100 CHF/Tag Die Gebühren sind abhängig von Region, Einkommen und Buchungsdauer. Der Tagesmütter-Bundesverband empfiehlt einen Stundensatz von 5,50 EUR. Möchten Sie zu dieser Gegenüberstellung Anmerkungen machen? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung! Status: Juli 2012 Sämtliche Angaben sind ohne Gewähr 16 Die Quadratmeterpreise sind nicht statistisch repräsentativ ermittelt. Zu den üblichen Wohnungsmieten finden Sie Hinweise unter: 17 Siehe auch: 18 Siehe:

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