Nachfolge-Studie KMU Schweiz

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1 Urdorf, 15. August 2013 Nachfolge-Studie KMU Schweiz Einzelfirmen haben grösste Nachfolgeprobleme Firmen in der Schweiz haben ein Nachfolgeproblem. Dies entspricht einem Anteil von 11.7 Prozent aller im Handelsregister eingetragenen aktiven Firmen mit den drei häufigsten Rechtsformen Einzelfirma, Aktiengesellschaft (AG) und Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Gemäss der Analyse von Bisnode ist der Anteil an Unternehmen mit einer potenziell offenen Nachfolge bei den Einzelfirmen am höchsten, denn 19.3 Prozent dieser Firmen haben die Übergabe noch nicht geregelt. Bei den AGs sind es 10.6 Prozent und bei den GmbHs nur noch 4.5 Prozent. Der relative Anteil an Unternehmen mit einem Nachfolgeproblem ist also bei den Einzelfirmen mehr als vier Mal höher als bei den GmbHs. Auch ein deutlicher Grösseneffekt ist erkennbar. Von den Kleinstunternehmen mit 1-9 Mitarbeitenden ist bei 12 Prozent die Nachfolge offen, bei den Kleinunternehmen mit Mitarbeitenden sind es noch 9.6 Prozent und bei den mittelgrossen Unternehmen nur 4.5 Prozent. Nachfolge-Berater und Übernahme-Interessenten können bei Bisnode die Liste von Firmen mit potenziell offener Nachfolge bestellen. BISNODE D&B SCHWEIZ AG Grossmattstrasse Urdorf Telefon: Fax:

2 Potenziell offene Nachfolge: Einzelfirmen am stärksten betroffen Insgesamt gab es per Juni 2013 gemäss dem Schweizerischen Handelsregister insgesamt aktive Firmen mit den Rechtsformen Einzelfirma (EF), Aktiengesellschaft (AG) und Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Innerhalb dieses Universums sind die AGs mit Unternehmen die häufigste Rechtsform (39.4%), gefolgt von den Einzelfirmen mit Unternehmen (32.2%) und den GmbHs mit Unternehmen (28.3%). Rechtsform Firmen Total ausgewertet Von Nachfolgeproblematik betroffen Betroffene Firmen in % Einzelfirma 151'493 29' % Aktiengesellschaft 185'385 19' % Gesellschaft mit beschränkter Haftung 133'280 6' % TOTAL 470'158 54' % Bei der Unternehmen identifizierte Bisnode eine potenziell offene Nachfolgeregelung. Dies bedeutet, dass der im Handelsregister eingetragene Inhaber respektive die Gesellschafter oder Verwaltungsräte 60 oder mehr Jahre alt sind. Das grösste Nachfolgeproblem besteht bei den Einzelfirmen: hier haben Firmen ein Nachfolgeproblem, was einem Anteil von 19.3 Prozent aller aktiven Einzelfirmen entspricht. Insgesamt Aktiengesellschaften haben die Nachfolge nicht geregelt, dies ist ein Anteil von 10.6 Prozent. Bei den Gesellschaften mit beschränkter Haftung gibt es am wenigsten Nachfolgeprobleme, mit betroffenen Firmen beträgt hier die Rate der offenen Nachfolgeregelungen nur 4.5 Prozent. Bei den Einzelfirmen sind also Nachfolgeprobleme am häufigsten Seite 2

3 Offene Nachfolgeregelung nach Kantonen Kanton Anzahl Firmen von Nachfolge-Problematik betroffen Betroffene Firmen in % SO 1' % GR 1' % BE 6' % NW % JU % AG 3' % BL 1' % VD 4' % GL % SG 3' % UR % TG 1' % FR 1' % SH % AR % BS 1' % TI 3' % AI % GE 3' % ZH 8' % VS 2' % SZ 1' % NE % LU 1' % ZG 2' % OW % Total 54' % Der Anteil von Firmen mit einer potenziell offenen Nachfolgeregelung variiert von Kanton zu Kanton stark. Der geringste Anteil findet sich in Obwalden, wo nur 9.2 Prozent der Unternehmen eine offene Nachfolge haben. Auf dem anderen Ende der Skala ist Solothurn, dort müssen 13.8 Prozent der Firmen ihre Nachfolge noch regeln Seite 3

4 Kleine Firmen haben die grössten Probleme Von den identifizierten Firmen mit einem Nachfolgeproblem sind Kleinstunternehmen (1-9 Beschäftigte), was einem Anteil von 93.8 Prozent entspricht. Die Kleinunternehmen (10-49 Beschäftigte) machen Firmen aus, dies sind 5.7 Prozent der KMU mit offener Nachfolgeregelung. Von den mittelgrossen Unternehmen ( Beschäftigte) haben 288 eine potenziell offene Nachfolgeregelung, diese Gruppe macht also nur 0.5 Prozent aller Unternehmen mit einer Nachfolgeproblematik aus. Firmengrösse Von der Nachfolgeproblematik betroffen Betroffene Firmen in % Kleinst-Unternehmen (1-9 Beschäftigte) 51' % Klein-Unternehmen (10-49 Beschäftigte) 3' % Mittlere Unternehmen ( Beschäftigte) % Total 54' % Die Kleinstunternehmen als mit Abstand grösste Gruppe haben auch in relativen Zahlen die meisten Nachfolgeprobleme. Der Anteil an Firmen, die eine potenziell offene Nachfolgeregelung aufweisen, liegt einer Firmengrösse von 1 bis 9 Beschäftigten bei 12 Prozent. Bei den Kleinunternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten sind es 9.6 Prozent, und bei den mittelgrossen Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten noch 4.5 Prozent Seite 4

5 IT: Junge Branche mit geringer Nachfolgeproblematik Bisnode untersuchte auch die Häufigkeit von potenziell offenen Nachfolgeregelungen in Bezug auf verschiedene Branchen. Branche Von der Nachfolgeproblematik betroffen Betroffene Firmen in % Druck- und Verlagsgewerbe % Immobilienmakler und -verwaltungen 2' % Einzelhandel 6' % Architekturbüros 2' % Autogewerbe 2' % Unternehmens- und Steuerberatung 6' % Holz- und Möbelindustrie % Textil- und Bekleidungsindustrie % Chemische Industrie und Pharma % Handwerk 5' % Maschinenbau % Landverkehr und Logistik 1' % Grosshandel 5' % Durchschnitt aller Unternehmen 11.7% Baugewerbe % Präzisionsinstrumente und Uhren % Gastgewerbe 2' % Finanzen und Versicherungen 1' % Personalvermittlung % diverse Unternehmensdienstleistungen 2' % Holding und Investitionsgesellschaften 2' % Informatikdienstleistungen 1' % Den geringsten Anteil an Unternehmen mit einem Nachfolgeproblem gibt es bei den Informatikdienstleistern, also in einer Branche, die selbst auch relativ jung ist. Auch die Holdings und Investitionsgesellschaften sowie die Unternehmensdienstleister haben vergleichsweise wenig Nachfolgeprobleme. Auf der anderen Seite stehen die Firmen mit einem hohen Anteil an überalterten Inhabern, Gesellschaftern oder Verwaltungsräten. Dazu gehört das Druck- und Verlagsgewerbe, die Immobilienmakler und verwaltungen sowie der Einzelhandel Seite 5

6 Methodik dieser Studie Eine Firma hat gemäss der Definition für diese Studie eine potenziell offene Nachfolgeregelung, wenn der im Handelsregister eingetragene Inhaber respektive die Gesellschafter oder Verwaltungsräte 60 oder mehr Jahre alt sind. Als Grundlage für diese Studie diente die Bisnode-Datenbank. Diese beinhaltet unter anderem sämtliche Firmen, die im schweizerischen Handelsregister eingetragen sind. Die als aktiv eingetragenen Firmen bildeten die Grundlage für die Analyse. Als aktiv gilt eine Firma, wenn die Geschäftstätigkeit nicht aufgrund eines Liquidations- oder Konkursverfahrens eingestellt wurde. Für die Analyse der Nachfolgeproblematik beschränkte sich Bisnode auf die Unternehmen mit den drei häufigsten Rechtsformen: Einzelfirma, Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und Aktiengesellschaft (AG). Untersucht wurden kleine und mittelgrosse Unternehmen (KMU), welche maximal 249 Mitarbeitende beschäftigen. Per Mai 2013 waren dies insgesamt Firmen. Bisnode untersuchte für die vorliegende Studie das Alter der Personen, welche in den Firmen das Sagen haben. Dies entspricht dem Inhaber bei Einzelfirmen (kann immer nur eine natürliche Person sein), den Verwaltungsräten bei AGs (mindestens eine natürliche oder juristische Person) sowie den Gesellschaftern bei GmbHs (mindestens eine natürliche Person oder Handelsgesellschaft). Die Angaben zu diesen Personen wurden, wo vorhanden, mit dem Alter der Personen ergänzt. Bei rund 66 Prozent der Firmen konnten somit eindeutig Personen mit einer Altersangabe zugewiesen werden. Insgesamt dürfte also die Zahl der Firmen mit einer potenziell ungeregelten Nachfolge noch höher als die eindeutig identifizierten Unternehmen sein. Für den Bedarf an einer Nachfolgeregelung definierte Bisnode für diese Studie eine Altersgrenze von 60 Jahren (Jahrgang 1953). Mit 60 Jahren rückt das Pensionsalter in eine Nähe, die mit der Dauer für eine saubere Nachfolgeregelung einhergeht. Falls die relevanten Gremien bei den GmbHs und AGs mehrere Personen umfassten, wurde für diese Studie der Bedarf an einer Nachfolgeregelung wie folgt definiert: Mindestens zwei Drittel der Gesellschafter beziehungsweise Verwaltungsräte müssen über der Altersgrenze von 60 Jahren liegen. Bei GmbHs und AGs mit fünf und mehr Personen in den relevanten Gremien ging Bisnode davon aus, dass die Nachfolge geregelt ist. Nach der hier geschilderten Auswertungsmethodik konnte Bisnode per Mai 2013 insgesamt Firmen eindeutig identifizieren, bei denen die Nachfolge gemäss Handelsregister potenziell noch nicht geregelt ist. Die Liste dieser Firmen ist bei Bisnode kostenpflichtig erhältlich. Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte per an Seite 6

7 Sind Sie Nachfolge-Berater oder suchen eine Firma zur Übernahme? Dann bestellen Sie jetzt die Liste der Unternehmen direkt bei Bisnode. Sie können auch Auszüge davon nach verschiedenen Selektionskriterien erhalten, zum Beispiel nach Branche (NOGA), Rechtsform oder Region. Somit können Sie zielgenau Firmen aus bestimmten Kantonen oder Tätigkeitsgebieten definieren. Für eine kostenpflichtige Bestellung kontaktieren Sie uns: Telefonisch +41 (0) Seite 7

8 Bitte zitieren Sie Bisnode als Wirtschaftsinformationsdienst. Auf unserer Presseseite im Internet finden Sie sämtliche von Bisnode D&B publizierten Studien und Statistiken: Gerne stellen wir Medienvertretern individuell aufbereitete Informationen zu. Bitte fragen Sie uns an. Medienkontakt: Bisnode D&B Schweiz AG Christian Wanner Senior Manager Communications Grossmattstrasse 9, 8902 Urdorf Telefon: Mobile: Fax: Weitere Informationen unter: bisnode.ch/medien xing.com/company/bisnode twitter.com/bisnode_ch Über Bisnode D&B (ehemals Dun & Bradstreet) Bisnode unterstützt Unternehmen, bessere geschäftliche Entscheidungen zu treffen, die Risiken zu minimieren und die Vertriebserfolge zu maximieren. Die aus Datenvernetzung gewonnenen Einblicke erleichtern das Entscheiden sowohl in strategischen Fragen wie auch im operativen Alltagsgeschäft. Die Bisnode Schweiz gehört zur schwedischen Bisnode Gruppe, dem europäischen Marktführer für digitale Wirtschaftsinformationen. Mit mehr als 3000 Mitarbeitenden bedient Bisnode über Kunden in 19 europäischen Ländern Seite 8

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