Hogrefe TestSystem. Einführung in die computerbasierte Psychodiagnostik (Handbuch Band 2) Hogrefe Verlag für Psychologie. Klaus-D.

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1 Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik eobase49 Hogrefe TestSystem Einführung in die computerbasierte Psychodiagnostik (Handbuch Band 2) Klaus-D. Hänsgen unter Mitarbeit von R. Zumbrunn, J. Frossard, A.Crottet, J. Fäh, S. Simonet, B. Spicher, M. Strazzeri, K. Stress Hogrefe Verlag für Psychologie

2 2 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch Das Hogrefe TestSystem wird herausgegeben von K.-D. Hänsgen, Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik am Departement für Psychologie der Universität Freiburg/Schweiz. Die Entwicklung erfolgt im Rahmen eines Drittmittelprojektes im Auftrage des Hogrefe Verlages für Psychologie, Göttingen. K.-D. Hänsgen (2001). Hogrefe TestSystem. Einführung in die computerbasierte Psychodiagnostik. (Handbuch Band 2 ) unter Mitarbeit von R. Zumbrunn, J. Frossard, A.Crottet, J. Fäh, S. Simonet, B. Spicher, M. Strazzeri, K. Stress Göttingen: Hogrefe Verlag. Redaktion: K. Stress Titel: B. Spicher Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Hogrefe Verlag für Psychologie, Göttingen 2002

3 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch 3 INHALT 1 WIE WERDEN COMPUTERBASIERTE TESTS EINGESETZT? ENTWICKLUNG DES TESTSYSTEMS WARUM COMPUTERBASIERTE DIAGNOSTIK? TESTS FÜR EINE PRÄSENTATION AM COMPUTER NORMEN WEITERENTWICKLUNG VON TESTS Konventionelle oder computerspezifische Tests? Neue Eingabe- und Interaktionsmedien Verbesserte Gestaltung von Tests Neue Parameter und Messmodelle WEITERENTWICKLUNG DER TESTSYSTEME Prozedurale Weiterentwicklung Diagnoseprozess und Objektorientierte Strukturierung Vernetzung: Internet und Diagnostik Normenproblem und Netz COMPUTER UND TESTENTWICKLUNG FÜR AUTOREN ZWEI MÖGLICHE MODELLE DER ZUSAMMENARBEIT NUTZEN FÜR TESTAUTOREN TESTFACTORY WERKZEUG FÜR DIE TESTENTWICKLUNG Ablauf einer Testentwicklung mit TestFactory EINSATZ DES TESTSYSTEMS TRAINING DER EINGABE UND ABBAU DER TESTANGST Übungsprogramm / Einführung - UEB Mausübung Eingabetraining Tastatur und Maus - ETR Sozialdateneingabe - SOZD Fragen zum Testerleben - FTE Visuelle Analogieskala - Stimmungsbarometer - VAS BESONDERE OPTIONEN FÜR FRAGEBÖGEN Analyse der Antwortzeiten STÖRUNGSDIAGNOSTIK IM LEISTUNGSBEREICH Merkmalskonzept für den Leistungsbereich Auswahl von Verfahren Ergebnisse zu Leistungstests (verfahrensübergreifend) Befunde zur Aufmerksamkeitsdiagnostik INDEX...70

4 4 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch 1 Vorwort Bisher wurde für jede Version des Hogrefe TestSystems ein komplettes Handbuch herausgegeben, welches sowohl die Erklärung der Bedienung enthielt, als auch zu Grundlagen der computerbasierten Psychodiagnostik Stellung bezieht. Das Handbuch hatte mittlerweile einen Umfang erhalten, der nicht mehr sinnvoll scheint. Im Systemhandbuch (als Band 1) wird jetzt nur noch die Bedienung erklärt. Der vorliegende Band 2 enthält zunächst nur die nicht überarbeiteten Teile aus dem früheren Handbuch, damit auch diese Informationen verfügbar bleiben. Es ist allerdings geplant, diesen Band gründlich zu erarbeiten und zu erweitern, um sowohl für Testanwender als auch für Testentwickler die Hinweise und Tips zusammenzustellen, die für eine optimale Nutzung des Testsystems nützlich erscheinen.

5 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch 5 2 Wie werden computerbasierte Tests eingesetzt? Jeder Diagnostizierende, der mit dem Einsatz von Computerverfahren beginnt, sollte auch über die Art der Einbindung der Tests in seinen Diagnoseprozess genau nachdenken. Es kann zunächst festgestellt werden, dass die Akzeptanz des Computers erfreulich hoch ist und auch in Extremgruppen eher weniger Beschränkungen als erwartet vorliegen (vgl. Stout, 1981; Booth, 1988, 1990; Bukasa et al., 1990). Eigene Erfahrungen beim Einsatz in Studien mit vielfältigen Patientengruppen belegen, dass computerbasierte Verfahren hinsichtlich Akzeptanz und Durchführbarkeit den herkömmlichen Papier-und-Bleistift-Verfahren eher überlegen sind. Befragungen an Gesunden, die eine Intelligenztestbatterie sowohl am Computer als auch in konventioneller Papier-und-Bleistift-Form bearbeiteten, favorisierten im Urteil ( Welche Form würden Sie lieber bearbeiten? ) nahezu einhellig die Computerform (Fenske, 1992). Die folgenden Grundregeln sollten aber bei der Arbeit mit computerbasierten Methoden beachtet werden: Der Computer muss ergonomisch günstig aufgestellt sein (Tischhöhe, Stuhl, Abstände). Die Anforderungen an Computer-Arbeitsplätze dürften heute hinlänglich bekannt sein. Nie sollte mit der Computerdiagnostik begonnen werden. Das Gespräch und die Schaffung einer tragfähigen Beziehung sind auch für computerbasierte Diagnostik wichtig. Der Computereinsatz muss ebenso im Gespräch vorbereitet werden wie jeder andere Verfahrenseinsatz (vgl. auch Neumann et al., 1981, S. 91, 99). Eine Aufklärung über das Ziel der Untersuchung und eine Begründung dessen, warum mehr Information notwendig ist, sind erforderlich. Die Spezifik des Computers sollte dabei hervorgehoben werden (genauere Auswertung, Hilfe bei Fehlern, grössere Geduld als der Mensch, Erhebung der gerade notwendigen Information, da eine sofortige Auswertung erfolgt...). Es liegen allerdings auch keine Hinweise vor, dass computerbasierten Diagnostik weniger gut akzeptiert wird als Papier-Bleistift-Tests. Ein Hinweis auf die Einhaltung des Datenschutzes muss gegeben werden. Dabei kann auf den speziellen Kennwortschutz hingewiesen werden (kein Zugang zu den Daten durch Unbefugte). Ebenso kann gegebenenfalls auf die codierte Speicherung personenbezogener Daten eingegangen werden. Der Diagnostikand soll die Tests selbständig bearbeiten. Bei Rückfragen sollte weitestmöglich nur der Hinweis erfolgen, die Instruktion genau zu beachten. Eine gewisse Scheu dem Computer gegenüber wird mitunter von Personen, die über keine oder wenig Vorerfahrung verfügen, als Hilflosigkeitsangebot an den Diagnostiker gezeigt. Wenn man in dieser Phase zu stark darauf eingeht, mag es geschehen, dass sich der Diagnostiker bald dabei befindet, alles noch einmal selbst zu erklären und vielleicht sogar vorzumachen. Unsere Erfahrung zeigt, dass Ermutigung und der Hinweis auf die Instruktion in der Regel ausreicht, diese Phase zu überwinden. In diesem Zusammenhang ist auch wichtig, ob eine Person während der Diagnostik anwesend ist oder nicht. Wir würden dringend davon abraten, dass der Diagnostiker sich während der Untersuchung so positioniert, dass der Patient den Eindruck gewinnt, der Diagnostiker überprüfe die Antworten. Dies lenkt den Diagnostikanden ab; er kann ständig mit dem Gedanken beschäftigt sein, was der Diagnostiker von einer bestimmten Antwort halten mag und dies auch verbalisieren. Diese Ablenkung führt dann in der Regel zu schlechteren Leistungen. Eine solche Situation entspräche der des Ausfüllens eines Papier-und-Bleistift- Verfahrens durch den Diagnostikanden, während der Diagnostiker hinter ihm steht. Es

6 6 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch sollte allerdings immer eine Person (Diagnostiker, Hilfskraft) im Raum anwesend sein, die bei Problemen gegebenenfalls eingreifen kann. Sie sollte darauf achten, dass die Instruktionen eingehalten werden (z.b. Beantwortung nur mit einem Finger, wenn dies vorgeschrieben ist). Bei Fehlern ertönt in der Regel ein Signal, so dass in jedem Fall für den im Raum anwesenden Diagnostiker, auch wenn er gerade mit einer anderen Arbeit beschäftigt ist, eine Rückmeldung über die Bewältigung der Anforderung gegeben wird. Computergestützt erhobene Befunde müssen natürlich ebenso wie die Ergebnisse herkömmlicher Tests mit dem Patienten besprochen werden. Meist ergeben sich daraus auch wichtige Fragen für eine Nachexploration. Die Befunde sollten konkret und abgestimmt auf das Informationsbedürfnis des Probanden ausgewertet werden. Der Diagnostiker soll alle Verfahren, die er einzusetzen beabsichtigt, mindestens einmal selbst (vollständig) durchgeführt haben, um die Belastung für den Patienten adäquat einschätzen zu können. Besonders zu Beginn der Arbeit mit computergestützter Diagnostik sollte man zunächst nur wenige Verfahren hintereinander einsetzen und dann über eine eventuelle Fortsetzung der Untersuchung mit dem Patienten sprechen. Im Laufe der Zeit wird sich beim Diagnostiker ein Gefühl dafür ausbilden, welche Testfolgen bei welchen Patienten problemlos durchführbar sind. Dass eine Interaktion mit dem Diagnostiker, wie sie von Papier-und-Bleistift-Verfahren bekannt ist (sofern sie in seiner Anwesenheit durchgeführt werden), hier fehlt, wird zwar im Programm durch adaptative Gestaltung zum Teil ausgeglichen, dennoch hat der Diagnostiker darauf zu achten, eine sinnvolle Verfahrensauswahl vorzunehmen. Dies kann nicht durch das Programm selbst erfolgen. Das Programmsystem ist so ausgelegt, dass viele Freiheitsgrade vorhanden sind. Dies setzt aber natürlich für die Anwendung eine hinreichende Kenntnis des Programms und seiner Möglichkeiten voraus. Wir bitten deshalb jeden Anwender, sich die Grundlagen der Verfahren ausreichend intensiv zu erarbeiten, bevor ein praktischer diagnostischer Einsatz erfolgt. Auch das beste Computerprogramm kann und soll den Diagnostiker nicht ersetzen; die konkrete diagnostische Entscheidung ist und bleibt eine Aufgabe des menschlichen Diagnostikers. Dies ergibt sich nicht nur aus der Komplexität der notwendigerweise zu berücksichtigenden Informationen, sondern auch aus der nicht delegierbaren Verantwortung. Standardisierte Diagnostik (auch diejenige, die ohne Computer durchgeführt wird) bedeutet immer Reduktion der Individualität, die unumgänglich ist, um Individuen überhaupt miteinander vergleichen zu können. Bei einem solchen Vergleich transferierten Wissens bedarf es immer der Verifikation seiner Gültigkeit im konkreten Einzelfall. Es ist auch ein Wort zu ethischen Aspekten notwendig: Wir sind der Meinung, dass Computerdiagnostik hier gegenüber den konventionellen diagnostischen Methoden grundsätzlich keine besondere Situation darstellt. Durch den Methodeneinsatz ändert sich die diagnostische Situation, die Beziehung Patient (Klient, Proband) - Diagnostiker, nicht. Das Zustandekommen der diagnostischen Situation durch eine Problemsituation, die Verantwortung des Diagnostikers, die Vertraulichkeit u.ä. sind prinzipiell gleich definiert. Von daher ist über die Notwendigkeit und Vertretbarkeit der Anwendung jeder Methode (auch eines langen Fragebogens oder eines Konzentrationstests) zu entscheiden. Selbstverständlich sind Spezifika des Computereinsatzes zu beachten, die aber durchaus Vorteile mit sich bringen können (Adaptivität, mehr Information über Verlauf). Aufgrund unserer Erfahrungen würden wir im Moment nur wenige Situationen sehen, in der Papier-und- Bleistift-Verfahren anwendbar, vergleichbare Computerverfahren aber nicht zu benutzen wären. Auch die Registrierung ergänzender Daten (Stout, 1981), wie beispielsweise Reaktionszeiten bei der Fragebogenbeantwortung (Booth, 1990), und deren Verwendung über die

7 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch 7 Eindrucksvalidität hinaus ist keine Erfindung der Computerdiagnostik. Projektive Verfahren und objektive Persönlichkeitstests im Sinne der OA-TB (= Objective Analytic Test Battery) müssten sich eine Diskussion darüber gleichfalls gefallen lassen. Selbst bei der begleitenden Verhaltensbeobachtung durch den Diagnostiker werden in der Regel Informationen gewonnen, die für den Patienten nicht durchschaubar sind. Dabei ist auch nicht zu vergessen, dass die psychodiagnostische Situation in der Regel zustande kommt, weil der Patient sich und seine Beziehungen zur Umwelt als nicht ausreichend kontrollierbar erlebt. Als Eingabemedium wurde für Leistungstests in den Normierungsuntersuchungen eine Probandentastatur verwendet, welche nur die Zahlentasten, eine Leer- und je eine Taste für Ja und Nein enthält. Verwendet man diese Normen, sind vergleichbare Bedingungen notwendig. Entweder es wird ebenfalls eine Probandentastatur verwendet - oder es wird die obere Zahlenreihe zur Eingabe auf einer Standardtastatur verwendet, wobei die übrigen Tasten abgedeckt werden. 2.1 Entwicklung des Testsystems Die Hogrefe TestSystem Version 3 wird seit Ende 1997 in einer 32BIT-Version angeboten, die für WINDOWS 95 bzw. WINDOWS 98 entwickelt wurde. Dank neuer Technologien (durchgängiges modernes Datenbankkonzept, Nutzung objektorientierter Programmierung) entstand ein grundsätzlich neues System, welches für Anwender und auch Testautoren in der Handhabung einfache und dabei verblüffend vielfältige Funktionen bietet. Es hat sich gelohnt, das System recht spät umzustellen: jetzt erst verfügbare Technologien gewährleisten, dass wir zukünftig mit WINDOWS gemeinsam wachsen. Die Bedienung bleibt dank konsequenter Orientierung am Diagnoseprozess einfach und intuitiv. WINDOWS-Standards werden eingehalten und die Anwender können auf entsprechende Erfahrung zurückgreifen. Die Präsentation der meisten Informationen erfolgt HTML-gestützt und wird dadurch auch einfacher auf zukünftig absehbare Systeme portierbar sein. Version 3.1 ist zur Version 3.0 aufwärts kompatibel. Vor allem die Testdurchführung wurde optimiert. HTML zieht auch in die Präsentation von Tests ein, und neue Gestaltungselemente lassen auch multimediale Präsentationen möglich werden. Vor allem die Autoren von Tests werden es mit dem neuen Modul Hogrefe TestFactory leichter haben, Tests zu gestalten. Ein Autorensystem wurde genau auf die Möglichkeiten des Testsystems abgestimmt, und die Pflege aller Informationen eines Tests ist in einer einheitlichen Datenbank möglich - Items, Skalen, Normen, Beschreibungen, Texte für Profilblätter u.v.m. Diese Datenbank dient dem neuen System direkt als Script, um die Tests auch entsprechend durchzuführen. Nach einer ausführlichen Testphase werden wir dieses Modul Testautoren bereits bei Beginn einer Testentwicklung zur Verfügung stellen können. So können alle Möglichkeiten des Computers auch wirklich ausgeschöpft werden. Auf der Warteliste steht auch die Auswertung weit vorn. Hier werden grafische und Tabellenelemente noch flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten der Ergebnisse erlauben. Das Internet wird in das Konzept Testsystem einbezogen. Dies beginnt mit einer angemessenen Präsenz von Service und Informationen. Die Verwendung von HTML und anderen Technologien macht es aber auch möglich, bestimmte Teile des Testsystems (etwa das Informationssystem) genauso im Internet aufrufbar zu machen, wie es von herkömmlichen Arbeitsplätzen her möglich ist. Dies wird beim Testing on demand enden: aktuelle Test- und Auswertemodule werden direkt durch das Internet bezogen. Eine Herausforderung für den Datenschutz - der unter diesen Bedingungen grundsätzlich realisierbar scheint.

8 8 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch Auch die Grundlagenforschung für die Nachfolgerversionen wird nicht vernachlässigt. Vernetzung und neue Möglichkeiten der Hard- und Softwareentwicklung können zu etwas führen, was mit kooperativer Wissensevolution beschrieben werden kann. Dann wird die Informationsverarbeitung von Diagnostiker und Computer besser aufeinander abgestimmt werden können - der Computer wird seiner Funktion als Unterstützungswerkzeug besser gerecht werden. Die Verantwortung des Diagnostikers für die Entscheidung bleibt ungeschmälert. Bei der Programmentwicklung kann nunmehr auf über 10 Jahre Erfahrung zurückgeblickt werden. Nirgendwo sonst müssen Erfahrungen allerdings so oft revidiert werden wie bei Computerprogrammen. Das konstante Element war deshalb immer nur die Frage, inwieweit Computer zur Unterstützung des Diagnoseprozesses eingesetzt werden können - die Möglichkeiten der Umsetzung veränderten sich. Dabei war über die Formalisierbarkeit des Diagnoseprozesses, den tatsächlichen Anteil von statistischer und klinischer Urteilsbildung und die Verschränkung mit heuristisch-intuitiven Strategien nachzudenken. Das Ziel konnte klarer gesehen werden - die Mittel wurden immer besser. Gegenwärtig ist es so, dass in der Informatik Lösungen für Informationsverarbeitungsprobleme erarbeitet worden sind, welche die Theoriebildung zum Diagnoseprozess ihrerseits anregen. Von 1986 bis 1989 wurde eine BASIC-Version des Programms (BVCD: Hänsgen, 1989) für Mikrocomputer entwickelt und erprobt. Bereits zu dieser Zeit wurden alle Steuerfunktionen (Zeitnahme, Bildaufbau) rechnerunspezifisch programmiert, um Verzerrungen durch spätere, schnellere Compiler-Versionen zu vermeiden und damit die weitere Verwendbarkeit der Normen zu gewährleisten. Die nachfolgende erste PC-Programmversion, seit 1989 im Einsatz, wurde in Turbo-Pascal programmiert und ist dadurch wesentlich komfortabler. Die übersichtliche Strukturierung von Verfahren war ein wichtiges Ziel des Projektes. Deshalb wurden Module entwickelt, um die einzelnen Verfahren für Anwendergruppen vorzustrukturieren. Diese waren LEILA (Leistungsdiagnostisches Labor), CORA (Computerbasierte Ratingverfahren), PERSYS (Persönlichkeitsdiagnostisches System), KIDIS (Kinderdiagnostisches System) und - nie als separates Modul fertiggestellt - EIGNOS für die Eignungsdiagnostik. Alle Module verwendeten die gleiche Programmoberfläche - nur die Hilfen und die Verfahren waren verschieden. Die zu starke Unterteilung hatte sich letztendlich nicht bewährt - ein einheitliches System wurde gewünscht, welches man nach seinen Bedürfnissen im Baukastenprinzip konfigurieren kann. Seit mit den Systemen LEILA 2.0 und CORA wird BORLAND PASCAL 7.0 genutzt. Im Jahre 1994 wurden alle Module unter dem Namen Hogrefe TestSystem (Version 2) zusammengefasst - aber im Untertitel jeweils noch getrennt. Ein Meilenstein war 1996 die Einführung der Version 2.4, wo eine WINDOWS nachempfundene Grafikoberfläche unter DOS Einzug hielt. Die damit möglichen Layouts für die Durchführung wären heute noch vom ergonomischen Standpunkt her verwendbar. Das Bedürfnis, wirklich WINDOWS zu verwenden, wird vor allem aus den neuen Möglichkeiten, das System auf den Diagnoseprozess besser abzustimmen, gespeist. Datensicherheit, Zugriffsschutz und Qualität der Tests stehen wie bisher im Mittelpunkt der Systementwicklung. Bewährtes für die praktische Diagnostik zu erhalten und Neues zu entwickeln sind Anliegen des Hogrefe TestSystems. Neben völlig neuen Tests und Testprinzipien haben auch bewährte Tests durch neue Parameter und Auswertungen, etwa zum Zeitverhalten, an Aussagekraft gewonnen.

9 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch Warum Computerbasierte Diagnostik? In der Literatur werden Attribute wie computer assisted, computer aided, computer supported, computer based bzw. computergestützt, computerunterstützt, rechnergestützt oder computerbasiert jeweils für Test(s), Testen oder Diagnostik genutzt, um das Gebiet zu beschreiben (vgl. etwa Booth, 1990; Kubinger, 1995). Das Attribut psychologisch(e) sollte immer mit verwendet werden, weil Diagnostik auch in anderen Fachgebieten unter Nutzung von Computern stattfindet. Der Begriff Computerdiagnostik ist von allen der schlechteste, weil mehrdeutig (Diagnostik von Computern?). Wir entscheiden uns für computerbasiert, weil dies die Bedeutung des Computers ausreichend darstellt, ohne die Kompetenz des Diagnostikers einzuschränken. Modelle der kooperativen Wissensevolution in Mensch-Computer-Interaktionen gehen von einer fast partnerschaftlichen Annäherung der Vorgehensweise beider Seiten aus (s. Abb. 1) - es gibt keine strenge Trennung oder Abgrenzung der Prozesse. Dem steht der Verantwortungsaspekt der Diagnostik entgegen, der bei der Wortwahl erhalten bleiben sollte. Computerunterstützt würde letzteren zwar noch stärker betonen, würde dabei aber der neuen Stellung des Computers im Informationsverarbeitungsprozess etwas weniger gerecht. Wenn man heute über computerbasierte Psychodiagnostik diskutiert, sind zwei Aspekte für den Computereinsatz zu unterscheiden: - Direkte Verfahrensdurchführung bzw. standardisierte Informationsgewinnung am Computer (unmittelbar in der Relation Diagnostikand Computer oder unter Zwischenschaltung eines Testleiters, etwa bei Fremdbeurteilungsmethoden). Es scheint nicht sinnvoll, zwischen dem Computer zur Steuerung peripherer Geräte und zur Testvorgabe zu unterscheiden (z.b. Kubinger, 1995), weil die Testvorgabe ebenfalls periphere Geräte (Monitor, Tastatur, Maus etc.) benutzt. - Computereinsatz im Diagnoseprozess zur Datenverarbeitung von der Auswertung bis zur rechnergestützten Urteilsfindung und Befundung (in der Relation Diagnostiker- Computer). Man kann herkömmlich erhobene Daten ebenso computerbasiert weiterverarbeiten (etwa im Konzept DIASYS von Hageböck, 1994), wie auch Daten von Computertests in konventionellen Urteilsprozessen Berücksichtigung finden können (was für solche Tests sogar am verbreitetsten sein dürfte). Dennoch gehören beide Aspekte zusammen, will man die Möglichkeiten des Computers voll ausschöpfen. Auch für die Entwicklung von Verfahren wird der Computer bedeutsam. Zum einen können Datenbankkonzepte genutzt werden, um sogenannte Itembänke anzulegen und die Ergebnisse verschiedenster Studien itemspezifisch zu speichern und abrufbar zu machen. Daraus können neue Testformen zusammengestellt werden, die z.b. bestimmte Schwierigkeitsvorgaben erfüllen oder adaptiv konzipiert sind. Das wohl ehrgeizigste Projekt wäre hier eine europäische Itembank, wo Items in verschiedenen Sprachen und mit entsprechenden Ergebnissen abgelegt werden (was als mögliches Projekt der Europäischen Testverlage diskutiert wird). Zum anderen stehen neue Werkzeuge zur Verfügung, die das Programmieren von Tests transparenter und leichter nachvollziehbar machen - oder durch Scriptverwendung sogar frei von Programmierkenntnissen werden lassen. Wir verstehen nachfolgend Psychodiagnostik immer als indikationsorientiert: Für das Finden einer Entscheidung (Eignung für eine Tätigkeit, Chancen auf einem Bildungsweg, Vorliegen

10 10 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch einer Störung, Auswahl der geeigneten Therapie) sind Informationen über den Diagnostikanden notwendig, die dem Diagnostiker auf der Basis seines vorhandenen (Prognose-)Wissens eine optimale Entscheidung erlauben. COMPUTER Wissensdatenbank und Unterstützung der Entscheidungsfindung Datenverdichtung, -bewertung, -gewichtung Datenregistrierung, -auswertung, -darstellung, -speicherung Computerbasierte Tests Dateneingabe zur Auswertung Konventionelle Tests, Beobachtung Unterstützung Diagnoseprozess DIAGNOSTIKAND Direkte Interaktion DIAGNOSTIKER Abbildung 1: Modell der kooperativen Wissensevolution in Mensch-Computer-Interaktionen. Warum erfreut sich der Computer überhaupt einer solchen Beliebtheit im Rahmen der Psychodiagnostik und woraus lassen sich die Hoffnungen auf einen Leistungszugewinn begründen? - Merkmalsgüte: Am Computer direkt erhobene Informationen könnten durch höhere Objektivität (etwa Minimierung der Testleiter-Varianz, genauere Standardisierung der Abläufe), genauere Ereignisregistrierung (jede Einzel-Reaktion mit ihrer zugehörigen Zeit), Fehlerkontrolle (Ausreisser, Prüfung des Instruktionsverständnisses) oder neue methodische Strategien (neue Parameter, adaptives Testen, Multimedia-Nutzung) eine bessere diagnostische Validität aufweisen. Kritisch muss man hier anmerken, dass dies im Einzelfall nachzuweisen bleibt Computertests sind nicht automatisch valider. - Urteilsgüte: Diagnostik ist in der Regel recht umfangreiche Informationsverarbeitung. Die statistische Urteilsbildung wäre genau auf die Möglichkeiten des Computers zugeschnitten unter der Voraussetzung, dass explizite und validierte Regeln für die Entscheidungsfindung existieren. Diese festen Regeln und Algorithmen müssten letztendlich nur abgearbeitet werden. Seit der berühmten Arbeit von Meehl (1954) zum Vergleich klinischer und statistischer Urteilsbildung fehlt es nicht an Hinweisen, dass die statistische Urteilsbildung unter bestimmten Umständen einer klinischen Urteilsbildung

11 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch 11 (welche auch Erfahrung und Intuition des Diagnostikers zulässt) überlegen sein kann. Kritisch muss man fragen, ob diese Überlegenheit statistischer Urteilsbildung nur für gut eingegrenzte - und damit wenige - Fragestellungen gilt. Einzelfallorientierte und eher klinische Urteilsbildung bleibt als häufigere Anforderung dann notwendig, wenn komplexere Entscheidungssituationen vorliegen, wenig(er) Prognosewissen vorhanden ist und der Diagnostiker bei seiner Hypothesenbildung auch auf bestimmte heuristische Strategien angewiesen ist. Durch Scheinformalisierung könnte ein solches Vorgehen v.a. bei komplexen Fragestellungen an Güte verlieren. - Wissens-Transfer: Es besteht der Wunsch, die Kompetenz der besten Experten auf dem jeweiligen Gebiet für die jeweilige Entscheidungsfindung verfügbar zu machen. In Expertensystem-Konzeptionen spielt der Begriff des Expertenmodells daher eine grosse Rolle anhand dieses Modells werden diagnostische Entscheidungen vorgeschlagen, die der weniger Erfahrene oder sogar der psychologische Laie dann übernehmen könnte. Der Diagnostiker könnte letztlich durch sein eigenes Modell ersetzt werden, was man auch als bootstrapping bezeichnet. Kritisch wäre es, (1) wenn die Kompetenz des anwendenden Diagnostikers nicht ausreichen würde, die Entscheidungsprozesse zu verstehen und ihre Gültigkeit im Einzelfall zu prüfen und (2) wenn eine Technikgläubigkeit die Verantwortung der Diagnostiker für ihre Entscheidungen ersetzen würde. Der Transfer ist natürlich nur für den Teil der diagnostischen Entscheidung möglich, der sich aufgrund von diagnostischen Abbildern bzw. Merkmalskonstellationen überhaupt vorhersagen lässt. Verbesserter Transfer von Wissen bleibt dennoch ein wichtiges Ziel: Wissen, welche Diagnosen existieren, welche Zuordnungsvorschriften dafür gelten, welche Wissensbestände für diese Diagnosen vorliegen, ob es Einzelfallerfahrungen zu diesen Diagnosen gibt, welche diagnostischen Merkmale relevant sind, welche Verfahren für die Erfassung von Merkmalen existieren u.v.m. lässt sich durch die neuen Technologien wesentlich besser vermitteln (z.b. allein durch die Nutzung von Hypertext). Neben der Möglichkeit zum Abruf von Wissen ist auch eine effektivere Registrierung eigener Erfahrungen möglich. Die dazu notwendige, etwas andere Orientierung der Computerprogramme in Richtung einer kollektiven Wissensevolution, einer echten Vernetzung menschlicher und computergestützter Informationsverarbeitung wird uns noch beschäftigen. - Zeitökonomische Vorteile: Delegiert man einen Teil der Informationsgewinnung an den Computer, sollte die gewonnene Zeit für spezifischere Interaktion mit den Diagnostikanden benutzt werden. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass Erwartungen eines Zeitgewinnes manchmal an erster Stelle stehen. Aufgrund des Zwanges zu mehr Effektivität erscheint dies legitim - vor allem wenn die Alternative darin bestünde, die notwendigen Informationen nicht oder nicht ausreichend zu erheben. Zeitökonomie kann auch in verbesserte Qualität umschlagen: Auswertungszeiten entfallen und die Ergebnisse stehen unmittelbar nach der Durchführung zur Verfügung. Man kann sie sofort nach der Durchführung mit den Diagnostikanden besprechen oder makroadaptiv vorgehen, indem das Resultat von Tests die jeweilige Auswahl und Durchführung der folgenden beeinflusst. Auch Vorteile einer einheitlichen Datenverwaltung und Befundung gehören hier mit erwähnt. Kritisch wäre es, wenn die direkte Interaktion Diagnostiker- Diagnostikand und deren Beziehung qualitativ eingeschränkt würde. Wegen der recht breiten Verfügbarkeit der notwendigen Technik und entsprechend einfach zu bedienenden Programme kann man heute von einer grossen Bereitschaft ausgehen, Computer in der Psychodiagnostik zu nutzen. Auch bezüglich der Akzeptanz von Computern bei den Diagnostizierten finden sich keine Hinweise in der Literatur, dass die Computerverwendung

12 12 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch der herkömmlichen Diagnostik unterlegen sei (dazu z.b. Merten & Ruch, 1996). Es gibt eher Hinweise auf eine erhöhte Selbstaufmerksamkeit (Franke, 1998), und darauf, dass Probanden die Testung als angenehmer als bei Papier-Bleistift-Verfahren erleben (Rosenfeld & Hänsgen, 1992; Murer, 1996). Auch in 10 Jahren praktischer Anwendung computerbasierter Instrumente durch den Autor sind keine generalisierbaren Einwände gegen dieses Medium durch die Untersuchten vorgebracht worden. Rechnet man Datenverwaltung und -auswertung mit, dürfte die Geschichte der computerbasierten Psychodiagnostik mit der des Computers ziemlich synchron verlaufen. Für Zwecke der Auswertung wurden Rechner schon in den 50er Jahren genutzt, v.a. für MMPI- Auswertungen. Die ersten spezifischeren Ideen des Computereinsatzes in der psychologischen Diagnostik bezogen sich auf das massgeschneiderte Testen (vgl. dazu Wottawa, 1993). Geplant waren Computervorgaben von Tests, die eine probandenspezifische Itemselektion ermöglichen und damit die Testzeit verkürzen. In der Zwischenzeit hat sich der Computereinsatz in den verschiedenen Gebieten der psychologischen Diagnostik etabliert. Der Schwerpunkt liegt allerdings nicht im massgeschneiderten Testen, sondern ist wesentlich breiter verteilt (Datenverwaltung, Testauswertung, Durchführung nichtadaptiver Tests u.a.). Hauptmotiv ist wohl vor allem die Erhöhung der Effektivität der Diagnostik (Zeitökonomie, schnellere Verfügbarkeit von Befunden, vereinfachter Daten- und Befundaustausch). Gleichzeitig ist auch festzustellen, dass zu wenig Grundlagenforschung betrieben wird (vgl. ebenfalls Wottawa, 1993). Ein Grund liegt sicher darin, dass Diagnostik-Theorie und Informatik sich aufeinander beziehen müssen beim Tempo der Informatik-Entwicklung ist das Schritthalten für die Psychodiagnostik nicht immer einfach. Zwei Voraussetzungen des Diagnostizierens gelten auch für die computerbasierte Psychodiagnostik und stehen vielleicht zu wenig im Vordergrund der Diskussion: - Diagnostik basiert auf der Vergleichbarkeit von Individuen aufgrund der gewonnenen diagnostischen Informationen: Es reicht nicht, Individuen zu beschreiben - aufgrund der Merkmale sollen Zuordnungsentscheidungen zu Diagnosen bzw. Wissensbeständen getroffen werden, welche die Ableitung von Indikationsentscheidungen erlauben. Hier wird vor allem das Fairness-Kriterium bedeutsam: Jede Person muss die gleiche Chance haben, ein gutes Testergebnis zu erzielen. Je komplexer aber die Anforderungssituation wird und je verschiedenartiger die Wege durch die Testanforderungen sind (z.b. bei adaptiven Designs oder Programmen mit dem Charakter experimenteller Spiele), desto mehr Bedeutung gewinnt die Frage, ob Ergebnisse verschiedener Personen oder, genauer, aus verschiedenen Testsituationen noch aufeinander beziehbar sind. Messen die einzelnen Parameter kontextunabhängig dann immer noch das gleiche? 1 Es wäre denkbar, dass bereits eine zu komplexe Präsentation mit Multimedia-Nutzung, welche unterschiedliche 1 In vielen Problemlöseszenarien sind die möglichen nächsten Schritte davon abhängig, welche Entscheidungen man vorher getroffen hat. Nach einer ungünstigen Entscheidung sind darauffolgende Entscheidungssituationen andere als nach einer günstigen Entscheidung: im ersten Fall muss das Kollabieren des Systems abgewendet werden und die Freiheitsgrade sind eingeengt. Im zweiten Fall ist der Entscheidungsdruck wesentlich geringer und die Freiheitsgrade sind grösser. Ist nun diese erste Entscheidung auch noch teilweise zufallsabhängig, kann nur schwerlich eine vergleichbare Schwierigkeit beim Bewältigen der Anforderungen - und damit der Fairness - hergestellt werden. Konsequenterweise ist die Vergleichbarkeit der Personen nicht gegeben oder zumindest eingeschränkt. In einem Test unter Virtual-Reality-Bedingungen wurden ähnliche Erfahrungen gemacht (Hänsgen & dewith, 1999). Es wird ein Weg durch eine virtuelle Umgebung zurückgelegt und es ist auf bestimmte Ereignisse zu reagieren. Die Präsentation der Ereignisse hängt vom Weg, von der jeweiligen Position bei Auftreten des Ereignisses ab. Dies beeinflusst die Schwierigkeit der Reaktionen und wirkt sich z.b. konsistenzmindernd auf Itemebene aus.

13 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch 13 Fokussierung der präsentierten Informationen zulässt (z.b. gleichzeitig akustische und visuelle Instruktionen), keine vergleichbaren Bedingungen gewährleistet. Diese Fragen sollten zukünftig mehr Gewicht in der Forschung erhalten - statt der zahlreichen Untersuchungen einer globalen Äquivalenzforschung herkömmlicher und computerbasierter Verfahren, welche die letzteren Verfahren so nehmen, wie sie sind, sollte man experimentell vorgehen und die Bedingungen genauer isolieren, die tatsächlich für Unterschiede sorgen. Aufgrund dieser Ergebnisse kann man dann gezielt die notwendige Vergleichbarkeit herstellen. - Vorhersagbarkeit (etwa von Erfolg, der Bewältigbarkeit von Anforderungen aus den Ergebnissen der Diagnostik) lässt sich nur verbessern, wenn der Fragestellungsbezug innerhalb der Diagnostik stärker thematisiert wird. Zu oft ist man noch damit zufrieden, die Intelligenz oder die Konzentration zu messen. Welche diagnostischen Entscheidungen auf dieser Basis getroffen werden, bleibt dem Ermessen des Diagnostikers oft recht freizügig überlassen und ist nicht ausreichend wissenschaftlich evaluiert. Der Computer bietet hier allerdings neue Möglichkeiten, dieser Frage nachzugehen, auch die Testentwickler müssen sich verstärkt darum bemühen. Grundsätzlich gilt, dass keine Einzelfallentscheidung auf der Basis eines einzelnen Testergebnisses getroffen wird. Erst die Integration der verschiedenen diagnostischen Informationen führt zur Entscheidung. Viele Zusammenhänge werden sich vermutlich erst zeigen, wenn man tatsächlich ein multimodales Vorgehen verwirklichen kann, wenn das Abbild ausreichend differenziert und komplex ist. Dies ist zugleich einer der wichtigsten Gründe für den Einsatz von Computern: sie sind für die Verarbeitung dieser Informationsmengen erfunden worden. Das Haupthindernis, systematisch entsprechende Daten zu sammeln und retrospektiv auf diagnostisch nutzbare Gesetzmässigkeiten hin zu untersuchen, scheint die schlechte Handhabbarkeit entsprechender Programme und Datenbankkonzepte zu sein. Sie lassen sich nur schwer im praktischen Diagnoseprozess verwenden, ihre Datenspeicherung ist auf wenige Testergebnisse beschränkt. Erst wenn der Nutzen, alle gewonnenen Informationen eines diagnostischen Entscheidungssachverhaltes zu registrieren, den dazu notwendigen Aufwand übersteigt, wird sich eine Änderung erreichen lassen. Dies ist vor allem eine Frage der Programmund Interfacegestaltung. Wenn dann allerdings genug Daten aggregiert und zusammengeführt werden können, sollte eine qualitative Verbesserung recht schnell möglich werden. Wir kommen darauf zurück. Es sei auch festgehalten, was computerbasierte Diagnostik nicht ist oder nicht sein sollte: - Die diagnostische Interaktion wird nicht dem Computer vollständig überlassen. Die Einleitung der Diagnostik mit genauer Erläuterung des Sinnes der Untersuchung, die Erzeugung einer diagnostischen Compliance, bleibt nach wie vor wichtig. Im übrigen sollte ein Grossteil der gewonnenen Zeit dazu genutzt werden, das verstärkt zu tun, was wegen Zeitknappheit sonst meist zu kurz kommt: das Gespräch mit den Diagnostikanden zu führen. - Computerbasierte Diagnostik bedeutet nicht den Verzicht auf Verhaltensbeurteilung. Diese früher oft geäusserten Befürchtungen sind durch die Realität schnell entkräftet worden. Auch die Beobachtung der Interaktion mit dem Computer bietet mehr als reichhaltiges Material mit Rückschlussmöglichkeit auf Motivation, Verhaltensauffälligkeiten etc. Dieses steht den in klassischen Testapplikationen gewonnenen Informationen keinesfalls nach. 2 2 Vor allem bei der Diagnostik von Kindern und Jugendlichen ist entsprechendes Verhalten recht deutlich zu beobachten. In einem computergestützten Intelligenztest hatte ein Kind einen IQ von weit über zeigte dabei

14 14 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch - Computerbasierte Diagnostik bedeutet nicht die Aufgabe von Vertraulichkeit. Die Richtlinien zum Datenschutz sind streng und wenn sie eingehalten werden, ergeben sich auch praktisch kaum Missbrauchsmöglichkeiten von Informationen. Vor allem in Netzwerken müssen entsprechende Schutzmassnahmen ergriffen werden, damit nur Berechtigte die entsprechenden Daten auswerten. Auf die Standard-Schutzmassnahmen der Betriebssysteme und Anwendungsprogramme (z.b. der Datenbank-Programme) sollte man sich allerdings nicht verlassen - in der Regel erscheinen kurz nach der Veröffentlichung bereits Werkzeuge, um diese zu umgehen. Eigene, für Psychodiagnostik spezifische Schutzmassnahmen finden dagegen bei Hackern weniger Interesse und bieten deshalb etwas mehr Schutz. 2.3 Tests für eine Präsentation am Computer Auf die folgenden Schwerpunkte wurde bei der Erarbeitung des Programms besonders geachtet: Umgebungstrennung Proband und Diagnostiker: Der Patient sollte den Rechner praktisch nicht sehen. Vor ihm sollten idealerweise nur Monitor und Reaktionspult (Probandentastatur) bzw. PC-Tastatur stehen. Nur die Reaktionstasten sind definiert. Ein Abbruch und Rücksprung in die Diagnostiker-Umgebung ist nur bei Kenntnis bestimmter Codes möglich. - So kann es zu keinen Fehlbedienungen kommen (z.b. irrtümliches «Reset»). Die Testangst wird nicht durch den Anblick komplizierter Technik bekräftigt. Einfache Eingabemöglichkeit: Für das Hogrefe TestSystem ist eine spezielle Probandentastatur erhältlich, die nur die notwendigen Eingabetasten in übersichtlicher Form enthält. Bei einigen Tests kann auch auf die herkömmliche Tastatur zurückgegriffen werden (z.b. Fragebogenbeantwortung am Notebook). Dann sollten nur die notwendigen Tasten sichtbar sein (Zahlentasten, grosse Leertaste). Die übrigen Tasten können sehr einfach mit gefaltetem Papier abgedeckt werden. Die Zahlenreihe der Tastatur entsprechend der Schreibmaschinen-DIN-Norm wird bei allen Eingabeeinheiten als Standard vorausgesetzt. Ein Touchscreen ist für die meisten Tests mit Mausunterstützung ebenfalls verwendbar - vor allem bei Fragebögen ist dies sehr sinnvoll. Man beachte jedoch den Normeinfluss des Eingabemediums bei Leistungstests - wählen Sie dort grundsätzlich das Standard-Eingabemedium. Fehlertoleranz des Programms gegenüber allen Eingaben: An jeder Stelle muss jeder Tastendruck (einschliesslich mehrfachen Drückens) definiert sein und eine Fehlerbehandlung testspezifisch erfolgen (z.b. Patient ignoriert Antwort oder Aufforderung zur Neueingabe). In der Regel wird nach einem Fehler kein Absturz des Programms erfolgen, sondern nach der Fehlermeldung werden ein oder mehrere Versuche unternommen, den Fehler abzufangen. Datenspeicherung innerhalb eines einheitlichen Rahmens: Dieser muss für alle Tests gültig sein, so dass die Implementierung einer Datenbank ermöglicht wird. Dabei werden ausschliesslich Primärdaten ( fundamentale Parameter ) im Verlauf gespeichert; alle aber Verhaltensweisen (motorische Aktivität, Kopf auf die Tastatur legen, Abwenden u.a.), welche ein Testleiter in konventionellen Tests sehr wahrscheinlich nicht geduldet hätte - es war nicht davon auszugehen, dass die Aufgaben überhaupt bearbeitet werden. Die Wiederholung mit einem anderen computergestützten Test führte zum gleichen Ergebnis. Interessant war, dass das Kind wegen Leistungsschwäche in der Schule psychologisch untersucht worden ist und mit dem HAWIE ein IQ von weit unter 100 festgestellt worden ist, was zum Entscheid der Notwendigkeit einer Sonderbeschulung führte. In diesem Fall wurde die Diagnose noch einmal überdacht.

15 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch 15 abgeleiteten Parameter werden im Auswertungsprogramm jeweils neu berechnet. Damit sind keine Redundanzen im abgespeicherten Resultat enthalten. Dieses Vorgehen spart Speicherplatz und erhöht die Geschwindigkeit der Weiterverarbeitung. Automatische Befundung: Diese bedeutet für den Diagnostiker eine wesentliche Erleichterung. Sie soll in fünf Schritten erfolgen und ist bis zum Punkt (3) bereits heute realisierbar - die Punkte (4) und (5) erfordern grössere Datensätze, die allerdings mit dem Hogrefe TestSystem sehr viel einfacher und schneller gesammelt werden können. Wir haben jedoch nach wie vor Bedenken, die Automatik bei der Befundung zu weit zu entwickeln. Zu schnell besteht die Gefahr einer unkritischen Anwendung bzw. Interpretation der Ergebnisse: 1. Berechnung und Ausdruck der Parameter für die einzelnen Tests auch unter Verwendung ipsativer Normierung und Differenzbildung; 2. normative Bewertung der Einzelparameter mit einer Normalstichprobe und bestimmten Kriteriumsgruppen als Referenz; 3. testübergreifende Befunddarstellung und Parameterberechnung (Differenzbildung, Verhältnisberechnung); 4. testübergreifende Typisierung; 5. Typeninterpretation durch ein Expertensystem. Sinnvolle Verbindung von Papier-und-Bleistift- und Computerformen: Die bisherige Diagnostikforschung und Verfahrensentwicklung kann auf einige hervorragende Leistungen im Urteils- wie im Leistungsbereich zurückblicken. Der Übergang zu einer neuen Technologie sollte nicht zum Verlust des bisherigen Kenntnisstandes führen. So können Fragebögen weiterhin ökonomisch als Papier-und-Bleistift-Varianten durchgeführt werden, die Dateneingabe mittels Computer erlaubt eine Auswertung und Speicherung der Daten im Rahmen des Programmsystems. Entlastung der Forschung von Routinetätigkeit: Ein Problem ist die Erstellung von Dateien für die statistische Auswertung. Die Exportfunktion erlaubt es, Daten in verschiedensten Formaten für die Weiterverarbeitung in Statistikprogrammen aufzubereiten und einfache statistische Auswertungen schnell im Testsystem selbst vorzunehmen. Das Hogrefe TestSystem ist als offenes System eine Verfahrenssammlung, die dem Diagnostiker selbst die fragestellungsspezifische Auswahl der Verfahren überlässt. Die einbezogenen Instrumente sind unterschiedlichen Kategorien zuzuordnen: Originäre Computertests sind solche Verfahren, die vorher noch nicht in durchführbarer Form (etwa als Papier-und-Bleistift-Tests) erschienen sind. Sie nutzen die Spezifik des Computers bei Durchführung und Parametrierung meist voll aus bzw. sind nur mittels Computer durchführbar. Bearbeitete Computertests haben einen Papier-und-Bleistift-Test als Ausgangspunkt, sind mit der Papier-und-Bleistift-Form aber nur bedingt identisch. Es wurden wesentliche Veränderungen und Erweiterungen vorgenommen und computerspezifische Parameter eingeführt. Computerversionen von herkömmlichen Tests sind mit den Papier-und-Bleistift-Formen im Itemmaterial und dem prinzipiellen Ablauf identisch. Die Modifikationen sind geringer als bei der vorgenannten Kategorie, dennoch ist eine spezielle Normierung notwendig. Einige Verfahren sind mit der Papier-und-Bleistift-Form prinzipiell identisch. Es handelt sich hier vor allem um Fragebögen. Die Kenntnis der Handbücher wird vorausgesetzt, und die

16 16 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch Darstellung der Verfahren im Computer-Handbuch beschränkt sich auf ein Minimum bzw. auf spezifische Informationen für die Computerversion. Alle Computertests bedürfen einer spezifischen Überprüfung der Gütekriterien und Normierung, bevor sie in der Einzelfalldiagnostik eingesetzt werden können (Kubinger, 1991; Lamberti, 1991; Schwenkmezger & Hank, 1992). Der aktuelle Stand wird bei jedem einzelnen Verfahren mit angegeben. Für Fragebogen muss der Bezug auf prototypische Untersuchungen mit der Verfahrensklasse oder die Überprüfung an einer kleineren Stichprobe in einigen Fällen für heute genügen - nicht zuletzt durch die leichte Nutzbarkeit von vorhandenen Daten wird sich dieser Zustand bessern. Die Entwicklung von Computertests ist nur bedingt vergleichbar mit der von Papierund-Bleistift-Tests. Begrenzend wirkt sich vor allem die Einmaligkeit der Technik aus. Am Ende gelten jedoch die gleichen Gütekriterien wie bisher - nur der Weg dahin ist etwas anders. Wir wählten ein Vorgehen, das im Sinne einer gleitenden Projektierung von Tests zu verstehen ist. Obwohl die aufgenommenen Verfahren einen unterschiedlichen Neuheitsgrad aufweisen, führt eine pauschale Gegenüberstellung von alten und neuen Tests nicht weiter, da auch traditionelle, seit langem angewandte Tests moderne Prinzipien verwirklichen können. Mancher Vertreter einer grundsätzlich neuen Diagnostik ist den Utilitätsbeweis unseres Erachtens bisher schuldig geblieben. Eine Dynamisierung des Testens mit herkömmlichen Testprinzipien, die genauere Ereignisregistrierung, führt auch hier in der Regel zu neuen Qualitäten. Folgende Entwicklungsetappen für Computerverfahren werden in Anlehnung an die bekannten Etappen der Testentwicklung (vgl. z.b. Sprung & Sprung, 1984) unterschieden: 1. Testplanung: Konzeptentwicklung auf der Grundlage theoretischer Erwägungen, experimenteller Befunde oder von Testergebnissen, Übernahme von bewährten Testkonzepten. Dieser Schritt beinhaltet im wesentlichen alle methodischen Vorüberlegungen. Wichtige Fragen ergeben sich daraus, wie der Computer spezifisch zur genauen Abbildung von Verläufen (einer der wichtigsten Unterschiede zur Papier-und- Bleistift-Form) eingesetzt werden kann. Daraus leiten sich beispielsweise ab: der Ablaufplan des Programms; die Materialentwicklung (insbesondere unter Einschluss systematischer Bedingungsvariation); die Parameterwahl und der angestrebte Auflösungsgrad der Registrierung; adaptive Elemente, wie z. B. Fehlertoleranz, Abbruchkriterien, Kontrollmöglichkeiten. 2. Prototyp: Entwicklung als Überprüfung einer ersten Version bei verschiedenen Personengruppen hinsichtlich der Parameter-Hypothesen. Eine Umprogrammierung ist nach Analyse von Probandengruppen (n = 5 bis 10) möglich. Gegebenenfalls muss auch dieser Schritt mehrfach wiederholt werden. 3. Entwicklungsversion: Überprüfung eines fertigen Programms in echten diagnostischen Untersuchungssituationen, Berechnung von Gütekriterien. Die Programme werden in Untersuchungen mit geeichten Tests eingebunden - in der Regel auch fragestellungsbezogen. Bisher ist ein Minimum von 100 Normalpersonen definiert, ehe eine Auswertung erfolgt. Diese Zahl wäre nach unserer Erfahrung bei ca. 300 optimal. 4. Anwendungsversion: Anwendung des Programms unter Verwendung der Normen, beständige Weiterentwicklung anhand der gewonnenen Ergebnisse. Dabei werden Normen in verschiedener Differenziertheit angeboten, die sich aus einer fortlaufenden Auffüllung der

17 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch 17 Datenbank ergeben. Über die Gesunden-Normen für die orthonorme Betrachtung hinaus werden patientenspezifische Kriterien zur pathonormen Interpretation gewonnen. Alle Tests unterliegen so der ständigen Weiterentwicklung, die prinzipiell bis zur Phase 1 zurückgehen kann. Die Tests einer ausgelieferten Version befinden sich auf unterschiedlichem Entwicklungsniveau - bewährte und neue Verfahren sind gemischt. Durch gemeinsame Durchführung wird ein Kompromiss zwischen sachgerechter Beantwortung der Fragestellung und Weiterentwicklung des Systems angestrebt. Das Angebot an andere Autoren zur Mitarbeit wird zukünftig eine noch grössere Bedeutung erlangen und sich in diesem Prozess weiter ausdifferenzieren. Bereits jetzt liegen damit gute Erfahrungen vor. Schwerpunkte sind gezielte Verfahrensentwicklungen für Gebiete und Fragestellungen, für die Instrumente zum gegenwärtigen Zeitpunkt fehlen. Diese Zusammenarbeit wird mindestens auf 2 Stufen möglich sein: als direkte Zusammenarbeit bei der Verfahrensentwicklung und durch Einbindung autonom arbeitender Programme. 2.4 Normen Grundsätzlich sind alle am Computer durchzuführenden Verfahren auch für diese spezielle Durchführung zu normieren. Bei allen zeitkritischen Tests (vor allem im Aufmerksamkeitsbereich) spielt, wie noch zu zeigen sein wird, auch das gewählte Eingabemedium (Tastatur, Maus u.a.) eine Rolle. Im HTS sind deshalb diese Tests speziell für den Computer normiert. Für die Entwicklung der Verfahren wird das Poolkonzept angewandt: Primärdaten aller untersuchten Personen werden in einer Datenbank gesammelt, Auswertungen und Normierungen unter Beachtung spezieller Schichtungskriterien (Alter, Geschlecht, Bildungsgrad, Diagnose/Fragestellung) für Teilpopulationen berechnet. Im Unterschied zu Papier-und-Bleistift-Verfahren ist die Gewinnung ausreichend grosser Stichproben mühsam und an die Verfügbarkeit der Technik gebunden. Deshalb können hier nur langfristig die von Papier-und-Bleistift-Tests her gewohnten methodischen Kriterien erfüllt werden. Hier setzen wir auch auf einen Datenrücklauf durch die Anwender (s.u.). Die Normen werden automatisch alters-, geschlechts- und bildungsgradspezifisch je nach Vorgabe des Tests berechnet. Alle Normen beziehen sich auf die wie im Original gepolten Skalen. Die Skalenbezeichnungen bei Parametern sind so gewählt, dass sie für hohe Normwerte typisch sind. Für einige Fragebögen werden mehrere Normen in der Computer-Auswertung für die verschiedenen Referenzpopulationen (z.b. Gesunde und eine Patientengruppe) dargestellt, so dass differenzierte Entscheidungen möglich sind. Bei den Normen handelt es sich überwiegend um Centil-Normen mit einem Mittelwert von 5 und einer Standardabweichung von 2. Die Norm C-TRF wird dort angewandt, wo lediglich Mittelwert (m) und Standardabweichung (s) für die entsprechende Referenzpopulation vorliegen. Ein Punktwert wird transformiert: C-TRF = (Punktwert - m) / s Diese Norm hat den Vorteil, dass ihre Zehnerstelle - wie von der C-Norm gewohnt - interpretiert werden kann und eine näherungsweise Einordnung des Punktwertes in die

18 18 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch Verteilung der Normierungspopulation möglich ist. Der Fehler ist allerdings bei nicht normalverteilten Merkmalen besonders gross. Bei extremem Antwortverhalten können die C- TRF-Werte auch negativ werden bzw. über 100 liegen, da sie nicht auf den üblichen Bereich von 0 bis 100 beschnitten werden. Dabei handelt es sich aber um Ausreisser, die über 2,5 Standardabweichungen vom Mittelwert entfernt sind. Tabelle 1: C-NORMEN - Prozentränge und Äquivalenztabelle T-Norm. C-TRF C A 0,6 2,3 6,7 15,9 30, ,1 84,1 93,3 97,7 99,3 B 1,2 4,0 10,6 22,7 40,1 59,9 77,3 89,4 96,0 98,8 T a: Prozentrangwerte der C-Werte (Mitte) b: Prozentrangwerte der Grenzen zwischen den C-Werten T: Äquivalente T-Norm für die C-Wert-Klassen C-TRF: m = 50; s = 20 C: m = 5; s = 2 T: m = 50; s = 10 Bei einigen Entwicklungsversionen oder für bestimmte Teilskalen stehen gegenwärtig noch keine Kennwerte zur Verfügung. Die Verfahren wurden aufgenommen, da sie sich in bestimmten Bereichen dennoch durchgesetzt zu haben scheinen. In diesen Fällen ist ein Forschungsbedarf natürlich dringlich, und wir möchten nicht zuletzt durch die Aufnahme erreichen, dass auch für diese Verfahren Daten aggregiert werden. Um die Punktwerte eines Patienten in diesen Verfahren zu veranschaulichen, werden sie auf die theoretische Rohwertskala bezogen (der niedrigste mögliche Punktwert einer Skala entspricht 0%, der höchste 100%) und in Prozent der Rohwertskala angegeben. Da es sich dabei ausschliesslich um Beschwerden- bzw. Symptomskalen handelt, ist der Prozentwert dann ein Massstab für die Skalenerhöhung. Keinesfalls sind bei dieser Norm mittlere Werte für eine Population typisch! Eine populationsbezogene Bewertung ist auf dieser Basis nicht möglich, da die Normalwerte in ganz verschiedenen Bereichen der theoretischen Skala liegen können (z.b. bei psychotischen Symptomen eher nahe 0%, in einer Skala für Befindlichkeitsstörungen manchmal nahe 50%). Bei der Bewertung von Testergebnissen sind eine orthonorme und eine pathonorme Betrachtung zu unterscheiden. Orthonorm erfolgt eine Einordnung in die zugehörige Schicht der Normalpopulation, die Ergebnisse werden nach der Abweichung vom Mittelwert bewertet. Insbesondere bei den Neuentwicklungen haben wir uns fast ausschliesslich auf die Centil-Norm (C-Norm, Mittelwert 5, Standardabweichung 2) festgelegt; auffällige Ausprägungen entsprechen geringen Werten. Daraus kann abgeschätzt werden, ob eine bestimmte Leistung der Erwartung entspricht oder nicht. Niedrige Normwerte bedeuten aber nicht automatisch, dass eine pathologisch relevante Störung bzw. eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit vorliegt. Hierzu muss eine pathonorme Bewertung vorgenommen werden. Geprüft werden muss, ob ein bestimmter Wert

19 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch 19 typisch für eine bestimmte Patienten- oder Störungsgruppe ist. Dazu sind vor allem im Handbuch - zunehmend auch in der automatischen Befundung - Hinweise vorhanden, die sich auf Untersuchungen bestimmter Patientengruppen beziehen. Pathonorme Bewertungen ergeben sich auch aus dem Vergleich verschiedener Leistungen. Bei bestimmten Tests - soweit sie nicht hinreichend normiert sind - werden für einzelne Parameter die Mittelwerte und Standardabweichungen für Gesunde mitgeteilt. In der nachfolgenden Tabelle sind die untersuchten Stichproben der bisher durchgeführten Untersuchungen aufgeführt. In den einzelnen Erhebungen wurden jeweils ausgewählte Verfahren verwendet. Einzelne Berechnungen beruhen deshalb auf Teilstichproben. Deshalb sind die tatsächlichen Stichprobengrössen bei den einzelnen Verfahren angegeben. 3 Im folgenden werden die Abkürzungen (z.b. SP 3 für Stichprobe 3) zur Charakterisierung der untersuchten Stichprobe verwandt. 3 Zukünftig wird sich der Normierungsstatus deutlich erweitern, weil dann die Aufbereitung der zahlreichen bereits jetzt vorliegenden Daten beendet ist.

20 20 Hogrefe TestSystem Systemhandbuch Tabelle 2: Untersuchte Stichproben der bisher durchgeführten Untersuchungen. SP AUTOREN Gesunde Patienten mit Leistungsstörungen 1 Hoffmann (1989) Rosenfeldt (1990), Ohlrich (1989) 3 Hänsgen: Erhebung Hoffmann und Meissner: Erhebung Taeger (1991) Patan (1990) 64 Schizophrene Alkoholike r 66 (2fach) 72 (3fach) Bitterlich: Erhebung Vesper und Hänsgen: Erhebung Vesper und Hänsgen: Erhebung Fenske (1992) Bitterlich und Strauss: Erhebung Klauke: Erhebung Jatzlau und Schreiber: Erhebung Kött: Erhebung Richter: Erhebung Klesse, Sandmann und Rosenfeldt: Erhebung (3fach) 87 (3fach) 17 Rosenfeldt: Erhebung 1993/ E1 Tassera 1999 (Novartis AG Basel) Lehrlingsauswahl Positionen: Laboranten Biologie, Laboranten Chemie, Kaufmännische Berufe, Informatik und Elektronik Alter: Jahre (Mittel: 17 Jahre) D2-C Mausversion (n=383; 273 m, 110 w) MTVT (n=140; 131 m, 9 w) WMT (n=205, 146 m, 59 w)

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