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1 1 Medienwelten früher und heute Medienwelten früher und heute /7 Bist du immer online? Du bist ein digitaler Eingeborener Wahrscheinlich kennst du das Gefühl, dass deine Eltern wirklich überhaupt keine Ahnung von Handy, Smartphone, Spielkonsole und Co. haben, richtig? Weil es meistens tatsächlich so ist, dass ihr euch um einiges besser mit der Bedienung und dem Umgang mit elektronischen Medien auskennt, nennt man eure Generation heutzutage gerne digitale Eingeborene und die eurer Eltern digitale Zugewanderte. Kannst du dir unter diesen Begriffen etwas vorstellen? Kommt dir diese Situation von zu Hause bekannt vor? Überdenke dein Medienleben Was weißt du überhaupt über die Entwicklung dieser heutigen elektronischen Medienwelt, in der du so selbstverständlich zu Hause bist? Du benutzt doch bestimmt regelmäßig das Internet. Hast du dir schon jemals Gedanken darüber gemacht, dass es doch sicherlich nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile hat? Wissenstest Wie viel weißt du über PC und Co.? 7he3pf Oder kannst du spontan sagen, wie viel (Lebens-)Zeit du vor dem Bildschirm verbringst? Wusstest du, dass es in Deutschland zur Zeit ungefähr Menschen gibt, die an einer Internetsucht leiden? Und die Menschen, die am häufigsten betroffen sind, sind im Alter von Jahren. Genug Themen und Gründe, sich einmal mit dem eigenen Leben vor dem Bildschirm zu befassen. Dabei will dir dieses webcoach-arbeitsheft eine Hilfe sein. 4

2 Medienwelten früher und heute 1 Online rund um die Uhr, das kann man eigentlich nicht auf Dauer aushalten. Notiere dir zur ersten Einschätzung deines Medienlebens ein paar Stichworte zu den folgenden Fragen: Wie viel Zeit verbringst du mit elektronischen Medien? Bist du auch gerne und viel online? Wie gehen deine Eltern damit um und wie deine jüngeren oder älteren Geschwister? Wie sieht dein Zimmer aus? Bist du elektronisch gut ausgestattet? Besitzt du einen eigenen Fernseher, einen MP3-Player, einen PC oder ein Notebook, eine Spielkonsole und ein Handy, Smartphone oder iphone? Wozu nutzt du deine elektronischen Geräte: zum Hören, Schauen, Filmen, Simsen, Surfen, Chatten, Googeln, Einkaufen, Spielen? 5

3 1 Medienwelten früher und heute Mein Medien-Rucksack Dieser Rucksack soll dich durch das Arbeitsheft begleiten. In ihm kannst du alles verstauen, was dir persönlich wichtig ist. Am Ende eines jeden Kapitels zu unserem Thema 24/7 trägst du in Form eines kurzen Satzes oder Stichwortes ein, was du für dich gelernt hast und nicht mehr vergessen möchtest. So wird sich der Rucksack nach und nach mit deinen wichtigen Gedanken, Erkenntnissen, Tipps oder Ideen zum Thema Mein Leben mit Medien füllen. Viel Freude und Erfolg wünscht dir dabei dein webcoach-team! 6

4 Medienwelten früher und heute Die Entwicklung der Medienwelt Weißt du etwas darüber, wie sich Informationstechnik, Unterhaltungselektronik oder Telekommunikation während der Jahrhunderte und besonders in den letzten Jahrzehnten verändert haben? Betrachte dazu die Übersicht. Notiere alles, was dir bei der Betrachtung der Grafik besonders auffällt. Vom Homo Sapiens zum Homo Smartphone? 7

5 1 Medienwelten früher und heute 1.3 Alltag Multimedia Wenn du in einen elektronischen Supermarkt gehst, siehst du die ganze Vielfalt der heutigen multimedialen Welt: Spielkonsole, PC, Notebook und Tablet, Handy und Smartphone, TV mit Heimkinoset, Digitalkameras, MP3-Player usw. Wahrscheinlich fällt dir noch einiges mehr ein. Vieles davon nutzen wir von klein auf und das meiste gehört in einem Großteil der Familien zum ganz normalen Alltag. Vielleicht hast du sogar kleinere Geschwister, die schon elektronische Bilderbücher, einen CD-Player, Fernseher, eine Spielkonsole oder einen eigenen Spielcomputer haben? Erwachsene sprechen deswegen gerne von der tion Bildschirm und haben oft das Gefühl, euch gar nicht mehr richtig zu verstehen, wenn es um die Multimedia-Welt in eurem Zimmer geht. Elektronische Medien nehmen einen wichtigen Platz in unserem Arbeits- und Freizeitalltag ein. Notiere nun ausführlich: Welche elektronischen Medien besitzt deine Familie? Welche besitzt du? Diskutiere mit deinem Nachbarn darüber, auf welche elektronischen Medien du in keinem Fall verzichten könntest und warum. Schreibe eine private Rangliste deiner elektronischen Medien auf: Was ist dir am wichtigsten? Was nutzt du kaum? 8

6 Medienwelten früher und heute Interviews zum Thema Medienwelten früher und heute Großvater (Friedrich Schulz, 70 Jahre): Als Kind hatte ich kaum Spielzeug und habe fast immer draußen gespielt, bei Wind und Wetter war egal! Ich habe mit meinen Freunden Buden im Wald gebaut und erst wenn es dunkel wurde, bin ich wieder nach Hause gegangen. Telefon? Es gab nur eines im Dorf, da telefonierten alle. Einen Fernseher hatte ich erst als Erwachsener. Kino war etwas ganz Besonderes! Wir haben oft lange auf einen angekündigten Film warten müssen und ich musste sparen, um den Eintritt zahlen zu können. Wir haben mit der ganzen Familie Radio gehört und hatten einen Schallplattenspieler mit Märchenplatten. Mein Enkelsohn hat sich jetzt auch einen Schallplattenspieler gekauft, das finde ich interessant. Er meint: Klingt besser als ein Song in MP3-Format. MP3 was soll das sein? Das kenne ich nicht. Mutter (Eva Müller, 45 Jahre): Ich habe als Kind wenig Fernsehen geschaut, da gab es auch noch nicht so viele Programme für Kinder. Toll waren immer die großen TV-Familienshows, die manchmal abends liefen. Da saßen wir dann mit der ganzen Familie frisch gebadet und gemütlich vor dem Fernseher. Ich hatte einen Kassettenrekorder und mit dem habe ich im Radio Lieder aufgenommen. Auf die musste ich immer lange warten und wenn der Moderator in das Lied reingequatscht hat, dann habe ich einen Wutanfall bekommen. Heute haben meine Kinder tausende Songs mit einem Klick im Internet zur Verfügung, alles ist sofort zu bekommen, das finde ich langweilig! Wo bleibt da die Vorfreude? Wir hatten auch ein Telefon, aber das stand im Flur und hatte ein Stromkabel. Meine Eltern bekamen so genau mit, mit wem ich telefoniert habe und worüber. Zum Verabreden habe ich bei meinen Freunden an der Haustür geklingelt: Kommst du raus? Meine Tochter trifft sich heute auf Facebook mit ihren 200 Freunden und plant ihre Treffs über SMS. Das wäre mir zu unpersönlich. Im Studium musste ich meine Hausarbeiten auf einer Schreibmaschine schreiben. Eine Löschtaste gab es da leider nicht. Hatte ich mich also vertippt, musste ich die ganze Seite noch einmal tippen. Das war nervig! Eine mechanische Schreibmaschine Ende der 1980er-Jahre erreichte die Entwicklung der Schreibmaschine ihren Höhepunkt. Mittlerweile ist kein Hersteller mechanischer Schreibmaschinen mehr bekannt. Tochter (Jennifer Müller, 13 Jahre): Bevor ich morgens aufstehe, rufe ich gemütlich im Bett meine Freundin vom Handy aus an und wecke sie dabei oft. Dann gehe ich ins Bad und höre dort Radiomusik. Im Schulbus höre ich mit meinem Handy Musik, schreibe SMS und schaue bei Facebook in mein Profil. In der Schule haben wir Handyverbot, das finde ich nicht gut. Also nach der Schule gleich wieder das Handy an und schnell meine SMS checken. Schularbeit bedeutet oft Internetrecherche und dabei habe ich auch die Möglichkeit, mich über Facebook mit anderen Schülern auszutauschen natürlich auch über Hausaufgaben. Sogar unser Klassenlehrer ist bei Facebook. Nebenbei noch ein bisschen Musik und Videos bei YouTube gehört und angeschaut. Nach den Hausaufgaben spiele ich zur Belohnung und Entspannung das Onlinespiel Farmville auf Facebook. Abends genieße ich zusammen mit meiner Schwester unsere Lieblingsserie im TV. Wenn ich die verpasse, auch nicht schlimm! Dann schau ich sie mir später im Internet an. Mein Handy lasse ich übrigens auch in der Nacht an, falls meine Freundinnen mir eine wichtige SMS schreiben sollten. Interviewe deine Eltern und Großeltern über ihre Medien kindheit. Haben sie noch passende Fotos für dich, die du in der Klasse zeigen kannst? Notiere, wie dein heutiger Medienalltag aussieht. Was hat sich vielleicht schon wieder verändert? 9

7 1 Medienwelten früher und heute 1.5 Neue Medien in der Diskussion Gedanken zur Bildschirmnutzung: Beispiel Internet Top oder Flop? Vor zehn Jahren hatten nur wenige Deutsche einen Internetanschluss. Heute ist er in den meisten Haushalten zu finden. Für dich ist es inzwischen wahrscheinlich selbstverständlich, jeden Tag über PC oder Handy online zu sein. Dort im Mitmach-Web 2.0 sind die Freunde in sozialen Netzwerken jederzeit erreichbar, die gute Unterhaltung über Videos, Filme, Musik oder Onlinespiele funktioniert mit einem Klick. Informationen für die Schule stehen bereit und Shopping ist rund um die Uhr möglich. Doch es gibt auch die Flop-Seite des Internets. Begriffe wie Datenmissbrauch, Cyber- Mobbing oder Internetsucht hast du sicherlich schon gehört. Diskutiere und notiere: Welche Vor- und Nachteile haben Bildschirmangebote wie der PC mit Internet, das Handy, die Spielkonsolen oder das Fernsehen? Welche dieser Vor- und Nachteile kennst du aus eigener Erfahrung? Gefahren im Internet Auf Seite 23 findest du ein paar Beispiele, welche Risiken es geben kann. Vorteile der elektronischen Medien/eigene Erfahrung Nachteile der elektronischen Medien/eigene Erfahrung 10

8 Meine Medienwelt 2 Meine Medienwelt 2.1 Meine Zeit mit Medien Befragungen von Kindern und Jugendlichen ergeben, dass fast alle jeden Tag elektronische Medien nutzen, und zwar oft mit einem hohen Zeitaufwand. Denke nur an das Beispiel im letzten Kapitel von Jennifer. Sichtbar wird diese Medienzeit meistens erst dann, wenn der Betroffene sie sich bewusst vor Augen führt. Hierbei kann ein Medienlogbuch hilfreich sein. Medienzeit von Jennifer Wie Jennifer ihren Tag mit ihren Medien verbringt, kannst du auf Seite 9 lesen. Check: Wie sieht es mit deiner wöchentlichen Medienzeit aus? Kopiere die Vorlage sieben Mal in einem größeren Format, um während einer gesamten Schulwoche dein persönliches Medienlogbuch führen zu können. Trage für jeden Tag deine Minuten- Lebenszeit (mit und ohne Mediennutzung) genau ein, rechne sie am Ende der Woche zusammen und übertrage deine Gesamtmedienzeit nun zum Schluss in dieses Medienlogbuch. Medienlogbuch von: Datum: Tageszeit von bis Beispiel: Uhr Tagestätigkeit Frühstück verbrachte Medienzeit, mit welchem Medium? (TV, PC mit Internet, Spielkonsole, Handy, MP3, Radio ) 10 Minuten Handy, SMS verbrachte Zeit ohne Medien Gesamtminuten Gesamtstunden: mit: ohne: Diskutiere mit deinem Nachbarn darüber: Kennst du Sprüche von deinen Eltern zur Computernutzung? Findest du, dass die Sprüche manchmal berechtigt sind? Elternsprüche zur PC- Nutzung Sieh dir den Videofilm zur Top 10 von Elternsprüchen zur Computernutzung an. 762u4dj 11

9 2 Meine Medienwelt 2.2 Meine 24/7-Tageszeittorte Diese Torte veranschaulicht deine tägliche Lebenszeit. Wie viel Zeit verbringst du am Tag mit elektronischen Medien? Und wie viel Zeit am Wochenende? Expertenmeinung Experten aus der Suchtforschung haben herausgefunden: Je abwechslungsreicher deine tägliche Freizeit gestaltet ist, desto weniger bist du jetzt und in der Zukunft suchtgefährdet. Dein Medienlogbuch Schau auf der vorherigen Seite in deine Aufzeichnungen. Check: Wie sieht deine Tageszeittorte aus? Kopiere die Tageszeittorte für eine Schulwoche. Teile die einzelnen Stücke ungefähr deinen Aktivitäten zu, indem du die Daten deines Medienlogbuches nutzt. Hier ein Beispiel für Aktivitäten in Form einer Tageszeittorte: Schulbus, dabei Musik hören, 1 Stunde Sport, 1 Stunde PC-Spiel, 1,5 Stunden Hausaufgaben, 1 Stunde im Haushalt helfen, 1 Stunde Freunde treffen, 1,5 Stunden Chatten, Handy, 1 Stunde Essen, 1 Stunde Schule, 6 Stunden Schlaf, 9 Stunden 12

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