Schladming, ÖHV-Kongress

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1 Schladming, ÖHV-Kongress Wege des Wandels: 1) Euro-Rettungsprogramm 2) Gemeinwohl-Ökonomie Univ.-Lektor Mag. Christian Felber

2 Aufbau des 1. Teils 1) Strukturelle Krisenursachen 2) Offizielle Rettungsstrategien 3) Euro-Rettungsprogramm 4) Strukturelle Reformen der EU

3 1. Strukturelle Krisenursachen 1) Währung ohne Staat Keine Koordination v. Löhnen, Steuern, Schulden 1) Offene und unregulierte Finanzmärkte Freier KV, systemrelevante Banken 3) Keine Fiskalkoordination Steuerwettbewerb, freier KV in Steueroasen 4) Handelskrieg Produktivitätszuwächse GRL > D

4 2. Rettungsvarianten Schulden übertragen (Rettungsschirme) Schulden streichen ( Haircut, Insolvenz) Schulden inflationieren Schulden tilgen

5 3. Rettungsprogramm für den Euro EZB-Garantie aller Staatsanleihen Bedingung: Steuerkooperation Finanztransaktionssteuer 270 Mrd. Vermögenssteuer 370 Mrd. Vermögenszuwachssteuer 185 Mrd. Mindestkörperschaftssteuer 90 Mrd. Entschuldung unter Maastricht-Grenze

6 Vermögensverteilung in Österreich Die Masse: 90% Das reichste 1% 31% 31% 34% 34% 35% 35% Die nächsten 9%

7 3. Neue Kommunistische Internationale BCG: Schuldenschnitt aller Sektoren auf 60%

8 3. Neue Kommunistische Internationale BCG: Schuldenschnitt aller Sektoren auf 60% Finanziert mit einmaliger Vermögenssteuer USA: 8,2 Bio. 26% GB: 1,3 Bio. 27% Eurozone: 6,1 Bio. 34%

9 3. Neue Kommunistische Internationale BCG: Schuldenschnitt aller Sektoren auf 60% Finanziert mit einmaliger Vermögenssteuer USA: 8,2 Bio. 26% GB: 1,3 Bio. 27% Eurozone: 6,1 Bio. 34% There may be only painful ways out of the crisis.

10 4. Strukturelle Reformen Staatsfinanzierung über EZB Zinsfreie Kredite Zinsersparnis Österreich: 8,5 Milliarden /Jahr

11 4. Strukturelle Reformen Staatsfinanzierung über EZB Zinsfreie Kredite Zinsersparnis Österreich: 8,5 Milliarden /Jahr Vermögen-Schuldenbremse Deckelung des EZB-Engagements, z. B. 50% BIP Darüber automatisch höhere Vermögenssteuern

12 4. Strukturelle Reformen Koordinierung der Steuerpolitik Vier-Steuern-Paket Bedingung des freien KV an Steuerkooperation Lohnkoordination Lohnregel Regulierung der Finanzmärkte Zerteilung systemrelevanter Banken Demokratische Banken

13 SteuerzahlerInnen haften für 0,5 Milliarden 2 Milliarden 4 Milliarden 5 Milliarden 6 Milliarden 8 Milliarden

14

15 Ende Teil I Zum Weiterlesen... (erscheint am 6. Februar)

16 Verfassungsziel Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl. Art. 151, Bayrische Verfassung

17 Nichts Neues im Abendland Wirtschaft, die nur auf Geldgewinn ausgerichtet ist, ist widernatürlich. Eine Gemeinschaft ist auf das gerechte Gute verpflichtet, das ihr zuträglich ist (= Gemeinwohl). Aristoteles, Politik, Buch III, Kap 12

18 Verfassungsziel Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl. Art. 151, Bayrische Verfassung

19 Umstellung der Systemweichen alt: Wohl aller Konkurrenz Gewinnstreben neu: Wohl aller Kooperation Gemeinwohlstreben

20 Neues Ziel für das Werteschaffen Neue Bedeutung von Erfolg Gewinn > Gemeinwohl

21 Neues Ziel für das Werteschaffen Definieren: Wirtschaftskonvent Messen: Gemeinwohlbilanz Fördern: Anreizinstrumente

22 Pionier-UnternehmerInnen

23

24 Klare Erkennbarkeit

25 Rechtliche Vorteile Steuervorteil Niedrigerer Zoll Günstigerer Kredit von der Demokratischen Bank Vorrang beim öffentlichen Einkauf Vorrang bei der Forschungskooperation

26

27 Gewinn = Mittel, nicht Zweck Mögliche Verwendungen Investitionen (sozialer + ökologischer Mehrwert) Kreditrückzahlungen Rücklagen Ausschüttungen an Mitarbeitende Zinsfreie Darlehen an Mitunternehmen

28 Gewinn = Mittel, nicht Zweck Rechtlich nicht erlaubte Verwendungen

29 Gewinn = Mittel, nicht Zweck Nicht erlaubte Verwendungen Finanzinvestments

30 Gewinn = Mittel, nicht Zweck Nicht erlaubte Verwendungen Finanzinvestments Feindliche Übernahmen

31 Gewinn = Mittel, nicht Zweck Nicht erlaubte Verwendungen Finanzinvestments Feindliche Übernahmen Ausschüttung an nicht mitarbeitende EigentümerInnen

32 Gewinn = Mittel, nicht Zweck Nicht erlaubte Verwendungen Finanzinvestments Feindliche Übernahmen Ausschüttung an nicht mitarbeitende EigentümerInnen Parteispenden

33 Spitzenmanager : Mindestlohn

34 Spitzenmanager : Mindestlohn Österreich 800fache

35 Spitzenmanager : Mindestlohn Österreich Deutschland 800fache 5000-fache

36 Spitzenmanager : Mindestlohn Österreich Deutschland US-Industriemanager 800fache 5000-fache fache

37 Spitzenmanager : Mindestlohn Österreich Deutschland US-Industriemanager 800fache 5000-fache fache US-Hedgefonds-Manager fache

38 Renaissance der Demokratie Demokratie repräsentative Demokratie Direkte Demokratie partizipative Demokratie Hauptbühne Ergänzung Verstetigung Fundament/Sauerstoff = cives idiotes

39 3 Folgen Alle vom Wachstums- und Fresszwang erlöst

40 Ewiges Wachstum? In der Natur ist Wachstum ein Mittel zur Erreichung der optimalen Größe. Leopold Kohr ( Small is beautiful )

41 3 Folgen Alle vom Wachstums- und Fresszwang erlöst Kontrakurrenz > Konkurrenz

42 3 Folgen Alle vom Wachstums- und Fresszwang erlöst Kontrakurrenz > Konkurrenz Mehr UnternehmerInnen Motivation durch Kooperation

43 Wachsende Bewegung 491 Unterstützer-Unternehmen 200 Pionier-Unternehmen Erstellen 2012 die Bilanz, Pressekonferenz Energiefelder Wien, Bozen, München, Zürich, Barcelona... BeraterInnen, AuditorInnen, Prozess- ModeratorInnen, RedakteurInnen, ReferentInnen, BotschafterInnen,...

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45

46

47 Mitmachen Als UnterstützerIn auf der Website eintragen Gemeinwohl-Bilanz erstellen Regionales Energiefeld gründen Demokratische Bank mitaufbauen Gemeinwohl-Gemeinde werden

48 Ende = Anfang des Engagements? Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

49 Mitmachen Als UnterstützerIn auf der Website eintragen Unternehmen für Gemeinwohl-Bilanz gewinnen Regionales Energiefeld gründen Demokratische Bank mitaufbauen Kommunalen Wirtschaftskonvent uraufführen

50

51 Anforderungen an Universalbilanz 1) Ganzheitlichkeit 2) Messbarkeit 3) Vergleichbarkeit 4) Verständlichkeit 5) Verbindlichkeit 6) Externe Prüfung 7) Öffentlichkeit/Transparenz 8) Rechtsfolgen

52 höchste Freude = stärkste Motivation Wenn der Mensch zum Besten anderer handelt, wird er die Anerkennung seiner Mitmenschen erfahren und die Liebe derer gewinnen, mit denen er zusammenlebt; und dieser zweite Gewinn ist ohne Zweifel die höchste Freude auf dieser Erde. Charles Darwin

53 Zeitgenössische Hirnforschung Die bisherige Wettbewerbsgesellschaft muss in eine kooperative, verantwortungsbewusste Gesellschaft umgewandelt werden. Das ist die attraktivste, innovativste und wichtigste Aufgabe für den Mann von heute und morgen. Gerald Hüther

54 Ewiges Wachstum? Wer in einer begrenzten Welt an unbegrenztes exponentielles Wachstum glaubt, ist entweder ein Idiot oder ein Ökonom. Kenneth Boulding, Ökonom

55 Jawohl! Ewiges Wachstum! Es ist richtig zu stellen, dass eine nachhaltige Entwicklung das Gleiche ist, wie höchstmögliches langfristiges Wirtschaftswachstum. Erich Streissler, Ökonom, u. a. Oxford, Wien

56 Ewiges Wachstum? In der Natur ist Wachstum ein Mittel zur Erreichung der optimalen Größe. Leopold Kohr ( Small ist beautiful )

57 Struktur der Sünde Die Marktwirtschaft wäre abzulehnen, wenn sie wie es die Moraltheologie sagt eine occasio proxima, eine nahe liegende, sich geradezu anbietende Gelegenheit zur Sünde wäre. Reinhard Marx

58 Demokratiekunde Die Menschenrechte müssen ergänzt werden durch einschränkende Bestimmungen über das Eigentum; sonst sind sie nur für die Reichen da, für die Schieber und Börsenwucherer. Jean-Jacques Rousseau

59 17. Jänner 2012, ÖHV/Schladming Die Gemeinwohl-Ökonomie Ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft Univ.-Lektor Mag. Christian Felber

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