Ziele und Untersuchungsgegenstand der RISA-AG Verkehrsplanung. Jan Benden Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr RWTH Aachen

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1 Straße der Zukunft Ziele und Untersuchungsgegenstand der RISA-AG Verkehrsplanung Jan Benden Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr RWTH Aachen 1. RISA-Fachdialog 2012 Checkliste Straßenentwässerung Hamburg

2 Vorstellung Wer? - Dipl.-Ing. Bauass. Jan Benden - Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen [Univ.-Prof. Vallée] Was? - Auftrag: wissenschaftliche Begleitung der RISA-Arbeitsgruppe Verkehr - inhaltliche Vorbereitung der Arbeitsgruppentreffen - Recherchen/Forschungsanalysen - Methodenentwicklung - Blick von außen Wann? - Laufzeit: Oktober 2011 Dezember 2012

3 Zielsetzung RISA: RISA Ziel 1: Überflutungsschutz RISA Ziel 2: Gewässerschutz Bildquellen: Commandeur 2007; Tegge, BSU 2011

4 Hintergrund: Überflutungsschutz Bildquellen: eigene Darstellung nach Gemeente Rotterdam 2007

5 Hintergrund: Gewässerschutz Bildquellen: oben: Tegge, BSU 2011; unten: Regierung Unterfranken 2011

6 Pompeji 79 v.chr. Quelle: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt 2011 Straße der Zukunft?

7 Zentrale Fragestellungen der AG 3: RISA Ziel 1: Überflutungsschutz RISA Ziel 2: Gewässerschutz A Welchen Beitrag kann die Straße der Zukunft zum Überflutungsschutz (Ableitung, Rückhalt) bei Starkregenereignissen leisten? B Welchen Beitrag kann die Straße der Zukunft zur Erhaltung bzw. zur Verbesserung der Qualität von Regenabflüssen leisten? Wie lassen sich diese Ansprüche mit den verkehrlichen Anforderungen an Straßen vereinbaren?

8 Ziele der AG 3: Entwicklung von Bausteinen und Handlungsempfehlungen für eine Straße der Zukunft als Beitrag zum Überflutungs- und Gewässerschutz in Hamburg praxisnahe Entscheidungshilfen für den Umgang mit Niederschlagswasser im Straßenraum anwendungsbezogene Entwurfshinweise für die zukünftige Straßenund Verkehrsplanung in Hamburg rechtssichere Empfehlungen für die Anpassung bestehender Normen und Richtlinien der Straßenplanung in Hamburg (HWG, ER, PLAST etc.)

9 Straße der Zukunft: Überflutungsschutz Quelle: DAPD Nachrichtenagentur 2011

10 Ziel Straße der Zukunft: Überflutungsschutz Lösungsansätze [Suchräume] Mitbenutzung von Verkehrsflächen zur gezielten Ableitung und Retention Verwendung wasserdurchlässiger Straßenbeläge (Pflaster/Asphalt) baulicher Objektschutz an Grundstücken, Gebäuden und Infrastrukturen Lösungen [Produkte]

11 Straße der Zukunft: Überflutungsschutz Mitbenutzung von Straßenflächen Idee: - gezielte Mitbenutzung von Verkehrsflächen zum temporären Wasserrückhalt bei Starkregen - Überflutungssicherheit und Reduzierung des Schadenspotenzials - Flexibler Umgang mit Unsicherheiten - Kostenersparnisse und Synergien bei der Mittelverwendung (Straßenbau Siedlungswasserwirtschaft) Praxis: bisher nur allgemeine Forderung (keine konkreten Umsetzungsbeispiele) Quellen: RIONED 2007 / Gemeente Rotterdam 2007

12 Straße der Zukunft: Überflutungsschutz Mitbenutzung von Straßenflächen Untersuchungsgegenstand: - Eignungsgebiete: Welche Straßen, Wege und Plätze in HH eignen sich für eine Mitbenutzung? - Bestand: Wann und wo bieten sich Anlässe in HH, Straßen für eine Mitbenutzung zu ertüchtigen? - Abwägung: Wie lässt sich die Mitbenutzung mit Belangen - wie Verkehrssicherheit, Haftung, Barrierefreiheit etc. - in Einklang bringen? - Rechtssicherheit: Inwieweit müssten die bestehenden Normen und Richtlinie in Hamburg angepasst werden? Quelle: De Urbanisten 2010

13 Ziel Straße der Zukunft: Überflutungsschutz Lösungsansätze [Suchräume] Mitbenutzung von Verkehrsflächen zur gezielten Ableitung und Retention Verwendung wasserdurchlässiger Straßenbeläge (Pflaster/Asphalt) baulicher Objektschutz an Grundstücken, Gebäuden und Infrastrukturen Lösungen [Produkte] o Abwägungshilfe (Rechtssicherheit) o Entwurfsbausteine o Richtlinien

14 Straße der Zukunft: Überflutungsschutz Verwendung wasserdurchlässiger Straßenbeläge Erkenntnisse: - nur begrenzt einsetzbar aufgrund eingeschränkter Belastbarkeit und Untergrundverhältnissen (kf-wert, Flurabstand, Leitungen) - erhöhte Ansprüche an Unterhaltung, Reinigung und Winterdienst (Verstopfung) - noch wenig Kenntnisse über Verschmutzung und Alterungsverhaltens - Hamburg: Widerspruch zu ER 1 und ER 2 (vorrangiger Einsatz von Ersatzbaustoffen für Fahrbahnbau) Quelle: Oeser 2011

15 Ziel Straße der Zukunft: Überflutungsschutz Lösungsansätze [Suchräume] Mitbenutzung von Verkehrsflächen zur gezielten Ableitung und Retention Verwendung wasserdurchlässiger Straßenbeläge (Pflaster/Asphalt) baulicher Objektschutz an Grundstücken, Gebäuden und Infrastrukturen Lösungen [Produkte] o Abwägungshilfe (Rechtssicherheit) o Entwurfsbausteine o Richtlinien o wird zunächst nicht weiterverfolgt o evtl. Pilotprojekt anstoßen

16 Straße der Zukunft: Überflutungsschutz Objektschutz an Grundstücken und Infrastrukturen Untersuchungsgegenstand: - Systeme: Welche Möglichkeiten des Überflutungsschutzes stehen zur Verfügung? - Flexibilität/Reaktionszeit : Welche Systeme eignen sich für Starkregen? - Anfälligkeiten: An welchen Standorten empfehlen sich Maßnahmen? Quellen: IBS GmbH; WHS Hochwasserschutzsysteme; RS Stepanek KG

17 Ziel Straße der Zukunft: Überflutungsschutz Lösungsansätze [Suchräume] Mitbenutzung von Verkehrsflächen zur gezielten Ableitung und Retention Verwendung wasserdurchlässiger Straßenbeläge (Pflaster/Asphalt) baulicher Objektschutz an Grundstücken, Gebäuden und Infrastrukturen Lösungen [Produkte] o Abwägungshilfe (Rechtssicherheit) o Entwurfsbausteine o Richtlinien o wird zunächst nicht weiterverfolgt o evtl. Pilotprojekt anstoßen o Maßnahmenkatalog o Öffentlichkeitsarbeit

18 Ziel Straße der Zukunft: Überflutungsschutz Lösungsansätze [Suchräume] Mitbenutzung von Verkehrsflächen zur gezielten Ableitung und Retention Verwendung wasserdurchlässiger Straßenbeläge (Pflaster/Asphalt) baulicher Objektschutz an Grundstücken, Gebäuden und Infrastrukturen Lösungen [Produkte] o Abwägungshilfe (Rechtssicherheit) o Entwurfsbausteine o Richtlinien o wird zunächst nicht weiterverfolgt o evtl. Pilotprojekt anstoßen o Maßnahmenkatalog o Öffentlichkeitsarbeit Ergebnisse bis Dezember 2012

19 Straße der Zukunft: Gewässerschutz Quelle: Tegge, BSU

20 Ziel Straße der Zukunft: Gewässerschutz Lösungsansätze [Suchräume] Methoden der Behandlung von Straßenabflüssen Reinigung von Straßen und Einlaufsystemen Verfahren der Entwässerungs- und Straßenplanung Lösungen [Produkte]

21 Straße der Zukunft: Gewässerschutz Ermittlung der Belastungsschwerpunkte - Die wichtigste verkehrsbezogene Einflussgröße der Abflussqualität (ca. 94%) bilden der Reifen- und Bremsabrieb bei Parkvorgängen und an Kreuzungen - Die bisherige Herangehensweise (ausschließliche Betrachtung der DTV, Grenzwerte) muss in Frage gestellt werden Bedarf einer neuen Methodik (DTV+) zur ortsspezifischen Einschätzung der Behandlungsbedürftigkeit von Straßenabflüssen Quelle: UBA 2005

22 Straße der Zukunft: Gewässerschutz Bestandserfassung und Bewertung der Behandlungsanlagen Erkenntnisse der IDN-Studie 2011: - Bestehende Anlagen zu großen Teilen nicht erfasst (keine einheitliche Bestandsdatenpflege und Unterhaltung in den Hamburger Institutionen) - Unzureichender Informationstransfer von der Planung über die Ausführung bis hin zum Betrieb - Ansatzpunkte für Effizienzsteigerungen und Kostenoptimierungen bei der Planung, Durchführung und Instandhaltung Quelle: INGENIEUR-DIENST-NORD GmbH 2011

23 Ziel Straße der Zukunft: Gewässerschutz Lösungsansätze [Suchräume] Methoden der Behandlung von Straßenabflüssen Reinigung von Straßen und Einlaufsystemen Verfahren der Entwässerungs- und Straßenplanung Lösungen [Produkte] o DTV+ Ansatz o Anlagentechnik o Erhaltungsmanagement

24 Straße der Zukunft: Gewässerschutz Straßenreinigung Erkenntnisse: - Erhebliche Potenziale zur Reduzierung der Schadstoffmenge (first-flush-belastung) und Synergie mit Überflutungsschutz - 40 Mio. Euro Etat, Reinigungszyklen von täglich bis monatlich (Durchschnitt 14Tage) - Parksituation auf Straßen stellt mit Abstand das größte Problem für Straßenreinigung dar (wenig Handhabe; viele Bereiche werden nicht erreicht bzw. gereinigt) - mangelnde Abstimmung mit Straßenplanung und Stadtentwässerung Quelle: Landesbetrieb Mobilität Rheinland- Pfalz 2011

25 Straße der Zukunft: Gewässerschutz Straßenreinigung Ansatzpunkte: - Erhöhung der Reinigungszyklen und -geschwindigkeiten - gezielte Reinigung an Belastungsschwerpunkten - befristete Parkverbote zur Straßenreinigung - verbesserte Abstimmungsprozesse mit Fachbehörden (BVWI, LSBG, Bezirksplanung) Quelle: Stadt Quedlinburg 2011

26 Ziel Straße der Zukunft: Gewässerschutz Lösungsansätze [Suchräume] Methoden der Behandlung von Straßenabflüssen Reinigung von Straßen und Einlaufsystemen Verfahren der Entwässerungs- und Straßenplanung Lösungen [Produkte] o DTV+ Ansatz o Anlagentechnik o Erhaltungsmanagement o Reinigungsstrategien o Ordnungsrecht o Kosten-Wirksamkeit- Analyse

27 Straße der Zukunft: Gewässerschutz wassersensible Straßenplanung - Die Entwässerung wird einen Bedeutungszuwachs der bei der Planung von Straßen erleben Ziele: - Frühzeitige Berücksichtigung des Wasserbelanges im Planungsprozess - gegenseitiges Verständnis der jeweiligen Interessenslagen - Planungs- und Rechtssicherheit im Umgang mit Wasser beim Straßenentwurf Quelle: derwesten.de 2012

28 Ziel Straße der Zukunft: Gewässerschutz Lösungsansätze [Suchräume] Methoden der Behandlung von Straßenabflüssen Reinigung von Straßen und Einlaufsystemen Verfahren der Entwässerungs- und Straßenplanung Lösungen [Produkte] o DTV+ Ansatz o Anlagentechnik o Erhaltungsmanagement o Reinigungsstrategien o Ordnungsrecht o Kosten-Wirksamkeit- Analyse o Sensibilisierung x o Checkliste zur Entwässerung von Straßen in HH Ergebnisse bis Dezember 2012

29 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Quelle: Norbert Millauer ; dapd Nachrichtenagentur 2012

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