Presseunterlagen. Nutzen nachhaltiger Mobilität

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1 Bräuhausgasse Wien T F E Presseunterlagen Nutzen nachhaltiger Mobilität Siegesprojekt des VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland 2012 Grenzenlos mobil am See der Mobilitätszentrale Burgenland Rückfragen bitte an: VCÖ-Kommunikation Heike Hochhauser T: M: E:

2 VCÖ: Klimafreundliche Mobilität fördert Gesundheit der Burgenländerinnen und Burgenländer VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland 2012 geht an das Projekt Grenzenlos mobil am See der Mobilitätszentrale Burgenland VCÖ (Wien / Eisenstadt, 6. September 2012) Das Mobilitätsverhalten im Burgenland ändert sich. Die Bereitschaft, vom Auto auf Öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umzusteigen, steigt. Das schont die Umwelt und die Geldbörse und fördert die Gesundheit der Bevölkerung, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt. Die Mobilitätszentrale Burgenland ist die Gewinnerin des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland und wurde heute von VCÖ, Landeshauptmann Hans Niessl und ÖBB-Postbus ausgezeichnet. Mit dem Auto zum Bahnhof, von dort mit dem Zug weiter, und die letzte Strecke zu Fuß zum Arbeitsplatz. Drei Verkehrsmittel für einen Weg zu verwenden ist nicht mehr ungewöhnlich. Im Gegenteil: Die Mobilität der Burgenländerinnen und Burgenländer wird vielfältiger, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt. Bei vier von zehn Wegen werden bereits mehrere Verkehrsmittel kombiniert. So kommt immer häufiger das Fahrrad zum Einsatz, das Auto als Zubringer zum Zug oder das Elektro-Fahrrad, um weiter entfernte Ziele zu erreichen. Das fördert die Gesundheit, verringert die Lärm- und Schadstoffbelastung und spart Kosten. Beim VCÖ- Mobilitätspreis Burgenland 2012 haben wir innovative Projekte gesucht, die den Nutzen nachhaltiger Mobilität in den Vordergrund stellen, erklärt VCÖ- Geschäftsführer Willi Nowak. Die VCÖ-Untersuchung zeigt, dass 83 Prozent der Haushalte im Burgenland über einen Pkw verfügen. Das heißt aber auch, dass jeder sechste Haushalt im Burgenland autofrei lebt, macht VCÖ-Geschäftsführer Nowak aufmerksam. In rund Haushalten, das sind 78 Prozent aller burgenländischen Haushalte, gibt es ein oder mehrere Fahrräder. Und in jedem elften Haushalt hat zumindest eine Person eine Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr. Der VCÖ weist darauf hin, dass drei Viertel der Burgenländerinnen und Burgenländer je nach Bedarf das optimale Verkehrsmittel nützen. Nur jeder vierte Burgenländer bleibt auf allen Wegen immer dem gleichen Verkehrsmittel treu. Vor allem auf dem Weg zur Arbeit, können Bahn und Bus mit dem Fahrrad oder mit dem Auto kombiniert werden. Eine aktuelle VCÖ-Befragung ergab, dass jede vierte Person im Burgenland, die mit dem Auto pendelt, das Auto in Kombination mit anderen

3 Verkehrsmitteln nutzt. Im Vergleich zu anderen Bundesländern hat das Burgenland hier noch Aufholbedarf, in Vorarlberg etwa verbindet bereits jede dritte Person am Arbeitsweg das Auto mit anderen Verkehrsmitteln. Auch die Autodichte liegt im Burgenland über dem Österreichschnitt. Kommen in Burgenland 618 Pkw auf Einwohner, sind es in Österreich 537 Pkw, so VCÖ-Geschäftsführer Nowak. Radfahren wird im Burgenland immer beliebter Die Burgenländerinnen und Burgenländer treten immer fleißiger in die Pedale. Rund Personen nutzen das Fahrrad im Alltag täglich oder mehrmals pro Woche und legten im Vorjahr insgesamt rund 60 Millionen Kilometer zurück. Bei der diesjährigen VCÖ-Radfahrumfrage gab jede zweite Person an, heuer mehr mit dem Fahrrad zu fahren als im Vorjahr. Jede zweite Autofahrt ist kürzer als fünf Kilometer. Viele Fahrten können also gut anstatt mit dem Auto, mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Mit dem Elektro-Fahrrad sind sogar Strecken bis zehn oder fünfzehn Kilometer kein Problem, so VCÖ-Geschäftsführer Nowak. Gesund durch klimafreundliche Mobilität Der Straßenverkehr macht viele Menschen krank. Durch Luftverschmutzung, insbesondere durch Feinstaub, sterben viermal so viele Menschen frühzeitig als durch Verkehrsunfälle. Durch Bewegungsmangel sogar sechs mal so viele. Wer hingegen die täglichen Wege möglichst häufig zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegt, beugt Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Diabetes oder Übergewicht vor, weist VCÖ-Geschäftsführer Nowak auf die positiven Gesundheitswirkungen von Gehen und Radfahren hin. Vor allem Kindern und Jugendlichen mangelt es an Bewegung. Ärzte empfehlen 60 Minuten körperliche Aktivität von mittlerer Intensität pro Tag. Jedoch nur jeder fünfte Jugendliche zwischen 11 bis 15 Jahren bewegt sich ausreichend. Während der Schulweg im Auto der Eltern nur zehn Kilokalorien Körperenergie verbraucht, werden bei der Fahrt mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule im Schnitt mehr als viermal so viele Kalorien verbrannt. Wer den Schulweg mit Bahn oder Bus zurücklegt, verbraucht inklusive Fußweg zur Haltestelle im Schnitt 28 Kilokalorien pro Strecke. Die tägliche Turnstunde für Burgenlands Schülerinnen und Schüler kann in den Schulweg integriert werden. Es braucht daher eine kindgerechte Verkehrsplanung, damit Schülerinnen und Schüler sicher zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Tretroller zur Schule kommen können, betont VCÖ-Geschäftsführer Nowak. Attraktiver Öffentlicher Verkehr Ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz erhöht die Lebensqualität der Menschen. Gute öffentliche Verkehrsverbindungen bringen die Menschen rasch und günstig ans Ziel, es gibt weniger Staus, weniger Luftverschmutzung und damit eine klimafreundlichere und gesündere Mobilität. Die Häufigkeit von Verbindungen sowie die Fahrtdauer, aber auch die Erreichbarkeit von Haltestellen sind wesentliche Faktoren, ob sich jemand für den Bus oder für den Privat-Pkw entscheidet. Gerade die

4 steigenden Spritpreise zeigen auch, wie wichtig es ist, dass die Menschen gute Alternativen zum Auto haben, so VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak. Mobilitätszentrale Burgenland gewinnt VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland 2012 Die Mobilitätszentrale Burgenland hat mit dem Projekt Grenzenlos mobil am See das Angebot des lokalen öffentlichen Verkehrs in der Region Neusiedler See - Seewinkel verbessert und die Verknüpfung von Bahn, Bus, Fahrrad und Fähre optimiert. Ein neuer Seebus verbindet seit Juli 2011 wichtige Ausflugsziele, wie etwa die St. Martins Therme oder das Seebad Illmitz. Die Haltestellen wurden in der Nähe der Bahnstrecke sowie möglichst bei Fahrrad-Verleihstellen situiert. Die Abfahrtszeiten wurden auf die bestehenden Fahrpläne von Bahn und Bus abgestimmt. Außerdem wird über das Anfahren des Fährhafens in Illmitz auch eine Verbindung zum Westufer des Sees geschaffen. Der GreMo-Seebus wird sehr gut angenommen. Seit Juli 2011 haben Fahrgäste den GreMo-Seebus genutzt und die Zahl der nextbike-ausleihen ist gestiegen, berichtet Roman Michalek von der Mobilitätszentrale Burgenland. Dieses ausgezeichnete Projekte zeigt, wie die optimale Verknüpfung von Bahn, Bus und Fahrrad erfolgreich zum Umstieg vom Auto auf klimafreundliche Mobilität motiviert, lobt VCÖ-Geschäftsführer Nowak den diesjährigen Sieger des VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland. Landeshauptmann Hans Niessl betont: "Das Burgenland hat in vielen Bereichen Qualitätsverbesserungen durchgeführt. Das betrifft auch den Öffentlichen Verkehr, wobei eine ganze Reihe innovativer Projekte gestartet wurden. Dazu zählt ohne Zweifel der GreMo-Seebus. Die Welterbe-Region rund um den Neusiedler See und insbesondere der grenzüberschreitende Nationalpark ist vor allem für Radfahrer und Naturliebhaber eine beliebte Ausflugs- und Urlaubsdestination. Das Projekt GreMo - grenzenlos mobil am See vernetzt sämtliche touristische Highlights der Region und macht sie für alle Besucher ohne Pkw erreichbar. Der GreMo-Seebus wird von Einheimischen und Gästen zur Erreichung von Freizeitangeboten in der Region benutzt. Mit dem GreMo-Seebus wurde ein innovatives, zukunftsweisendes und auch bedarfsgerechtes Angebot sowohl für Gäste als auch für die Burgenländerinnen und Burgenländer geschaffen, womit die Lebensqualität steigt und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird. Der GreMo-Seebus ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, den Seewinkel zu einer ökotouristischen Modellregion zu entwickeln." Auch Alois Ometzberger, Regionalmanager Burgenland des ÖBB-Postbus gratuliert: Als Partner der Mobilitätszentrale und damit auch als Partner des Siegesprojekts freuen wir uns natürlich sehr über den Gewinn des VCÖ-Mobilitätspreises und sind stolz darauf, dass dieses Konzept und die Umsetzung der Idee eine entsprechende Würdigung erfährt. Als ÖBB-Postbus GmbH sind wir immer daran interessiert, den

5 Menschen ein auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Mobilitätsservice anbieten zu können. Rückfragen: VCÖ-Kommunikation, Heike Hochhauser oder VCÖ: Burgenlands Haushalte verfügen über verschiedene Verkehrsmittel (Anzahl der Haushalte im Burgenland, die das jeweilige Verkehrsmittel besitzen) Gesamtanzahl Haushalte: Pkw: Fahrrad: Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr: Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2012 VCÖ: Knapp die Hälfte der Pkw-Fahrten ist kürzer als 5 Kilometer (Anteil der Pkw-Fahrten) Unter 1 Kilometer: 9 Prozent Unter 5 Kilometer: 47 Prozent Unter 10 Kilometer: 67 Prozent Unter 50 Kilometer: 96 Prozent Quelle: Herry, VCÖ 2012 VCÖ: Beim Gehen und Radfahren ist Kalorienverbrauch am höchsten (Kalorienverbrauch pro durchschnittlicher Weglänge) Pkw: 10 kcal (Weglänge: 9 Kilometer) Bus oder Bahn: 28 kcal (Weglänge: 9 Kilometer) Fahrrad: 44 kcal (Weglänge: 2,5 Kilometer) Gehen: 46 kcal (Weglänge: 1 Kilometer) Quelle: VCÖ 2012 VCÖ: Bei Mehrheit der Wege werden verschiedene Verkehrsmittel kombiniert 26 Prozent verwenden immer das gleiche Verkehrsmittel 74 Prozent nutzen je nach Bedarf unterschiedliche Verkehrsmittel 39 Prozent verknüpfen innerhalb eines Weges mehrere Verkehrsmittel Quelle: VCÖ 2012

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