Zur. Selbstinszenierung. Printjournalismus. Prof. Dr. Günther Rager. Prof. Dr. Günther Rager - Zur Selbstinszenierung im Printjournalismus

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1 Zur Selbstinszenierung im Printjournalismus Prof. Dr. Günther Rager

2 These: Man kann nicht nicht kommunizieren. Man kann nicht nicht inszenieren.

3 These: Man kann nicht nicht kommunizieren. Man kann nicht nicht inszenieren.

4 Inszenierung:... ausgehend von den Künsten, das In-Szene-Setzen eines Werkes, die technische und künstlerische Leitung und Vorbereitung der Aufnahme eines Filmes oder einer Aufführung eines Theaterstücks. Inszenieren bedeutet zweitens, dass öffentliche Handlungen auf eine Effektdramaturgie hin konzipiert werden.

5 Thomas Meyer: Der Ausdruck Inszenierung [...] ist eine analytische, also wertneutrale Beschreibung für die Techniken, die angewandt werden, um ein Ereignis für ein Publikum zur Erscheinung zu bringen, mithin in einer wohlbedachten Kombination von Zeichensystemen überhaupt erst wahrnehmbar zu machen.

6 Ulrich Oevermann definiert Inszenierung als, das bewusst und methodisch kontrollierte, auf die Erzielung einer Wirkung angelegte Gestalten eines Sachverhalts oder eines vorgegebenen Sinnzusammenhangs, analog zum Modell des auf einer Bühne eine fiktionale Realität In-Szene- Setzens.

7 Wolfgang Sting: Inszenierung zielt immer auf Wirkung und Rezeption, kann also ohne Rezipientinnen und Zuschauerinnen nicht auskommen. Damit eine Inszenierung zum wirksamen Ereignis wird, bedarf es unbedingt der beiden Dimensionen Aufführung und Wahrnehmung. Letztlich ist es eine Frage der Wahrnehmung und ästhetischen Kompetenz, ob eine Inszenierung als solche erkannt und als theatrale oder soziale Situation gelesen werden kann.

8 Verfehlte Vorstellungen: - Journalismus bildet ab was in einer nicht inszenierten Wirklichkeit passiert - Journalismus bildet inszenierte Wirklichkeit nur einfach ab - Journalismus inszeniert nur, was vorher nicht inszeniert war.

9 Bayr. LPG: Die Presse dient dem demokratischen Gedanken. Sie hat in Erfüllung dieser Aufgabe die Pflicht zu wahrheitsgemäßer Berichterstattung und das Recht, ungehindert Nachrichten und Informationen einzuholen, zu berichten und Kritik zu üben.

10 DLF, und ZDF: Staatsvertrag: Gestaltung der Sendungen. (1) In den Sendungen der Körperschaft soll ein objektiver Überblick über das Weltgeschehen, insbesondere ein umfassendes Bild der deutschen Wirklichkeit vermittelt werden. Die Sendungen sollen eine freie individuelle und öffentliche Meinungsbildung fördern.

11 (2) Das Geschehen in den einzelnen Ländern und die kulturelle Vielfalt Deutschlands sind angemessen im Programm darzustellen.

12 (3) Die Körperschaft hat in ihren Sendungen die Würde des Menschen zu achten und zu schützen. Sie soll dazu beitragen, die Achtung vor Leben, Freiheit und körperlicher Unversehrtheit, vor Glauben und Meinung anderer zu stärken. Die sittlichen und religiösen Überzeugungen der Bevölkerung sind zu achten. Die Sendungen sollen dabei vor allem die Zusammengehörigkeit im vereinten Deutschland fördern sowie der gesamtgesellschaftlichen Integration in Frieden und Freiheit und der Verständigung unter den Völkern dienen und auf ein diskriminierungsfreies Miteinander hinwirken.

13 WDR-Gesetz:...Ehe und Familie sind zu achten. Die Rundfunkprogramme sollen die Zusammengehörigkeit im vereinten Deutschland, die internationale Verständigung, ein diskriminierungsfreies Miteinander und die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern fördern, zum Frieden und zur sozialen Gerechtigkeit mahnen, die demokratischen Freiheiten verteidigen und der Wahrheit verpflichtet sein. Kein Rundfunkprogramm darf einseitig nur einzelne Meinungsrichtungen berücksichtigen oder einseitig einer Partei oder Gruppe, einer Interessengemeinschaft, einem Bekenntnis oder einer Weltanschauung dienen.

14 Das Medium selbst inszeniert sich

15 Springer Essentials: 1. Wir treten ein für Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und ein vereinigtes Europa. 2. Wir unterstützen das jüdische Volk und das Existenzrecht des Staates Israel. 3. Wir zeigen unsere Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika. 4. Wir setzen uns für eine freie und soziale Marktwirtschaft ein. 5. Wir lehnen politischen und religiösen Extremismus ab.

16 Mainpost: 1.Die Tageszeitungen der Mediengruppe Main-Post sind überparteilich 2. Die Tageszeitungen der Mediengruppe Main-Post sind redaktionell unabhängig 3. Die Tageszeitungen Volksblatt und Volkszeitung haben in ihrem Titel außerdem»christlich kritisch unabhängig«als Ziele festgelegt. Die christliche Grundhaltung ist für die ehemals katholische Tageszeitung nach wie vor Verpflichtung. Wobei eine konfessionelle Öffnung für die Redaktionsmitglieder heute selbstverständlich ist.

17 Inszenierung drückt sich inhaltlich und gestalterisch im Medium aus:

18 - AFD-Kandidat fällt bei der Wahl. durch (16.57) - Eklat im Bundestag: AFD- Kandidat. (17.01) - Immer mehr Nachforderungen Raupe Nimmersatt! SPD. Focus Online,

19 Macron verschärft Frankreichs Flüchtlingspolitik Der Law-and-Order-Präsident Spiegel-online

20 Konfliktsensitivität

21 Aus Matthias Wolff: Wie Tageszeitungen über Kriege berichten Afghanistan, Libyen, Gaza

22 Gewaltverschleiernde und tendenziöse Begriffe für - Kriegsparteien ( ca 33%) - für Kriegshandlungen (50%). Gesamtzahl nicht konfliktsensitiven Begriffe 40% 70% der Kommentare zugunsten pro-westlicher Kriegspartei

23

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