Das IT-Sicherheitsmagazin von Open Systems

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1 360 Das IT-Sicherheitsmagazin von Open Systems Nº 3 case LB(Swiss): IT-Sicherheit als strategisches Thema clients Plenum Gruppe: Mit Unternehmergeist, Innovation, Professionalität und Partnerschaften zum Erfolg people Daniel Hösli, Schweizer Luftwaffe: Sicherheit als oberste Priorität mission control Winterthur, Sika, Tecan 1000 Atemschutzmasken für Mission Control Die Mission Control Security Services in der Übersicht inside 15 Jahre Open Systems ein Reifeprozess Neu im Team: Silvio Guidon

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3 «Ich kann mir keine Branche vorstellen, in der IT-Sicherheit nicht als strategisches Thema behandelt wird.» Zdravko Ružičić Leiter des Systems- und Networkengineering LB(Swiss) Die Privatbank LB(Swiss) mit Sitz in Zürich konzentriert sich auf das internationale Privat Banking mit den Geschäftsschwerpunkten Vermögensverwaltung, Anlageberatung und Investmentfonds. Zdravko Ružičić, Leiter des Systems- und Networkengineering, zeichnet als IT-Security Officer verantwortlich für die Verfügbarkeit und Sicherheit der IT-Netzwerke. Herr Ružičić, von der Finanzindustrie wird gesagt, dass die Anforderungen an die Verfügbarkeit und Sicherheit der Netzwerke besonders gross sei. Wie beurteilen Sie die Situation? Verfügbarkeit und Sicherheit sind für die Finanzbranche überdurchschnittlich wichtig, da stimme ich sicher zu. Der Grund dafür ist aus meiner Sicht einfach zu erklären: Verfügbarkeit, also Zuverlässigkeit, und Sicherheit sind die Basis unserer Dienstleistung. Wenn ein Institut in diesen Bereichen nicht absolut professionell arbeitet, leidet sofort die Re pu tation. Kein Unternehmen der Finanzindustrie will dieses Risiko eingehen Ich glaube jedoch nicht, dass andere Branchen heute nicht die gleichen Massstäbe ansetzen. Wie meinen Sie das? Ich bin überzeugt, dass auch Unternehmen der Industrie oder anderer Branchen heute sensibler mit dem Thema IT-Sicherheit um gehen. Der Einfluss der IT hat in allen Branchen massiv zugenommen. Gleichzeitig steigt die Bedrohung eines Systemausfalls durch externe Attacken exponentiell an. Ich kann mir deshalb keine Branche mehr vorstellen, in der IT-Sicher heit nicht als strategisches Thema behandelt wird. Die LB(Swiss) gehört mit 80 Mitarbeitenden zu den mittelgrossen Privatbanken in der Schweiz. Wie haben Sie die IT-Sicherheit organisiert? Unsere IT-Abteilung mit acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter der Leitung von René Gutleben ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Die Abteilung meines Kollegen Walter Tschum per sorgt für den reibungslosen Einsatz der Kernapplikationen. Die Abteilung, die ich führe, be fasst sich mit Systems- und Networkengineering. Als IT-Security Officer bin ich für die Verfügbarkeit und Sicherheit der Netze verantwortlich. LB(Swiss) ist eine Gesellschaft nach Schweizer Recht und untersteht den Regulatorien der Schweizer Aufsichtsbehörde. Hat das Auswirkungen auf die IT? Natürlich, sogar nicht unbedeutende. Die Eidgenössische Bankenkommission verlangt im Rahmen der jährlichen Berichterstattung Rechenschaft über die IT-Sicherheit. Deshalb wird dieser Bereich regelmässig von unabhängigen Revisionsgesellschaften geprüft. Die Erfüllung der regulatorischen Anforderungen zählt für mich zu den drei wichtigsten Bereichen in meiner Tätigkeit. Welche zwei sind die anderen Bereiche? Für uns als Privatbank geniesst der Schutz der Kundendaten natürlich oberste Priorität. Also ist es unsere wichtigste Aufgabe, unsere Daten vor unberechtigten Zugriffen zu schützen. Der dritte Bereich ist die Verfügbarkeit unserer Netze für die erfolgskritischen Applikationen, wie zum Beispiel unser Handelssystem oder die Applikationen, die von unseren Kunden genutzt werden. 3 Zdravko Ružičić Leiter des Systems- und Networkengineering LB(Swiss)

4 4 Noch einmal zurück zu den Regulatorien in der Schweiz und die verlangten Audits. Wie muss man sich die Kontrolle der Wirtschaftsprüfer vorstellen? Die unabhängigen Prüfer kontrollieren im Rahmen ihrer jährlichen Audits vor allem den Set-up der IT-Security und die damit verbundenen Prozesse. Da geht es natürlich vor allem um die Risikobewertung. Wir von der Bank führen regelmässig Tests durch, ob unsere Konzepte auch in der Umsetzung funktionieren. Sie greifen sich selber an? Ja, das kann man so sagen Wir vergeben den Auftrag jedoch an einen spezialisierten Partner, der unser Sicherheitsdispositiv auf Herz und Nieren prüft. Dabei geht es uns nicht um die bereits bekannten Sicherheitslücken. Die könnten wir ja auch selber austesten. Uns geht es um die noch nicht bekannten Lücken. Das ist eine langwierige und hochkomplexe Aufgabe, die uns aber immer wieder neue Erkenntnisse zur Optimierung liefert. Was geschieht mit den Erkenntnissen aus diesen Sicherheitsprüfungen? Sie unterstützen uns in der Optimierung unserer Arbeit. Sollte durch diese «Ethical Hackers» ein allfälliges Sicherheitsrisiko aufgedeckt werden, ziehen wir daraus unsere Schlüsse und reagieren sofort, bevor ein realer Schaden entstanden ist. Die Dokumentation der Erkenntnisse mit den daraus gezogenen Schlüssen und Aktionen dient zudem als Bestätigung für das externe Audit, dass unser Sicherheitsdispositiv nicht nur in der Theorie funktioniert. Des Weiteren unterstützen uns die durch die Prüfungen gewonnenen Erkenntnisse in der internen Information unserer Mitarbeitenden, die wir regelmässig auf das Thema IT-Sicherheit sensibilisieren. Durch gezielte Information wollen wir dieses Bewusstsein regelmässig steigern und die Kolleginnen und Kollegen dazu sensibilisieren, uns in unserer Arbeit zu unterstützen. und merken gar nicht, dass sie ohne die Sicherheitsvorkehrungen gar nicht mehr arbeiten könnten? Genau. Sicherheit geht leider sehr oft zu Lasten der Benutzerfreundlichkeit. Entweder sind es Log-in-Prozeduren, restriktive Zugriffe im Internet oder sogar das Unterbinden von gewissen -Attachments. Die LB(Swiss) vertritt eine konservative Sicherheitspolitik. Um unsere User dadurch nicht zu stark einzuschränken, brauchen wir innovative Ansätze und Technologien. Können Sie uns ein Beispiel nennen? Sicher. Wovon wir am meisten profitieren, ist unsere Grösse und die Art und Weise, wie wir organisiert sind. Das ermöglicht uns, pragmatisch vorzugehen und sehr rasch zu entscheiden. Die Einführung von neuen Technologien oder Standards kann bei uns sehr effizient durchgezogen werden. Keine unnötig langen Testphasen aufgrund von vielen exotischen Spezialapplikationen, keine langwierige Koordination zwischen einzelnen IT-Abteilungen. Weshalb setzen Sie auf Mission Control Security Services? Dank den Services von Open Systems verfügt die LB(Swiss) über ein modernes, jederzeit aktuelles und rund um die Uhr überwachtes Sicherheitsdispositiv. Unser Unternehmen hätte schlicht und einfach nicht die Ressourcen, eine 7x24h-Organisation mit einer solchen Fachkompetenz aufzubauen. Zudem habe ich als IT-Security Officer der LB(Swiss) auch mit den Security Services von Open Systems jederzeit die Kontrolle über mein Sicherheitsdispositiv und unsere Netzwerke. Wir nutzen die verschiedenen Möglichkeiten, uns zu jeder Tages- und Nachtzeit über den aktuellen Status auf dem Laufenden zu halten. Und ich kann Ihnen sagen, falls eine Störung auftritt, reagiert Open Systems schnell und zuverlässig. Wie ich selbst erlebt habe, sogar sonntagnachts. Die Strategie der Individualität Die LB(Swiss) Privatbank AG mit Sitz in Zürich befindet sich jeweils zur Hälfte im Besitz der Bayrischen Landesbank in München und der Landesbank Hessen-Thüringen in Frankfurt. Die strategische Marktbearbeitung der LB(Swiss) unter der Leitung von Rainer Erdmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung, ist in erster Linie auf die Kooperation mit den Sparkassen in Bayern, Hessen und Thüringen und weiteren Bundesländern ausgerichtet. Prioritäres Ziel der Bank ist es, vermögenden Privat- und Firmenkunden individuell umfassende Serviceleistungen im Private Banking über den Finanzplatz Schweiz anzubieten, um so die Marktstellung der Sparkassen und der Mutterhäuser im wettbewerbsintensiven Privatkundengeschäft zu stärken. Die LB(Swiss) beschäftigt rund 80 Mitarbeitende und weist eine Bilanzsumme von 2,2 Milliarden Schweizer Franken aus. Weitere Informationen über LB(Swiss) finden sich unter Haben Sie Fragen zu diesem Artikel? Bitte kontaktieren Sie Ogi Stanovcic, Head of Consulting Können Sie uns noch etwas im Detail erklären, weshalb Sie Ihre Mitarbeitenden in das Thema IT-Security einbinden? Der Mensch in unserem Falle also der Mitarbeitende ist nach wie vor eines der wichtigsten Elemente im IT-Sicherheitsprozess. Das heisst, wir müssen unsere Kolleginnen und Kollegen schulen, sich sicherheitstechnisch korrekt zu verhalten. Ich denke da zum Beispiel an den Umgang mit Passwörtern, Auskünfte am Telefon und so weiter. Zudem müssen wir intern Verständnis schaffen, weshalb wir im Bereich IT-Sicherheit einen solchen Aufwand betreiben. Viele User haben manchmal das Gefühl, unsere konservative Sicherheitspolitik sei eine lästige Schikane Was gab den Ausschlag für die Zusammenarbeit mit Open Systems? An oberster Stelle steht für uns das Vertrauen in den Partner. Das muss hundertprozentig gegeben sein. Bei Open Systems überzeugten uns die Personen von Anfang an mit ihrer Zuverlässigkeit, ihrem Einsatz und natürlich ihrem Fachwissen. Zudem war es uns ein grosses Anliegen, einen unabhängigen Partner auszuwählen, mit dem wir in der Umsetzung unseres Konzeptes keine Einschränkungen in Kauf nehmen mussten. Zu guter Letzt wollten wir einen Partner, der keine Eintagsfliege ist und als Unternehmen professionell geführt und im Markt etabliert ist. Die Referenzen, die wir über Open Systems eingeholt haben, überzeugten auch in diesem Punkt.

5 Dank den Services von Open Systems verfügt die LB(Swiss) über ein modernes, jederzeit aktuelles und rund um die Uhr überwachtes Sicherheits dispositiv. Unser Unternehmen hätte schlicht und einfach nicht die Ressourcen, eine 7 x 24h- Organisation mit einer solchen Fachkompetenz aufzubauen. Zdravko Ružičić, Leiter des Systems- und Networkengineering LB(Swiss) 5

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7 Mit Unternehmergeist, Innovation, Professionalität und Partnerschaften zum Erfolg Die Plenum Gruppe hat sich seit ihrer Gründung 1993 zu einem hoch spezialisierten Finanzdienstleistungskonzern entwickelt. Heute ist das Powerhouse in den Bereichen Effektenhandel, Vermögensverwaltung, alternative Investments, strukturierte Produkte und im Versicherungsgeschäft tätig. Das Geheimrezept der Gründungspartner: Pioniergeist, Mut zu unternehmerischem Handeln, Professionalität und ein ausgesprochener Sinn für Partnerschaften. 7 Raimond Schuster Gründungspartner Plenum Gruppe

8 Wer den Hauptsitz der Plenum Gruppe betritt, spürt sofort: Im klassischen Jugendstilhaus im Zürcher Seefeldquartier residiert eine Finanzdienstleistungsgruppe der besonderen Art. «Wir hatten von Anfang an eine klare Vorstellung, wie sich die Plenum Gruppe entwickeln sollte», berichtet Raimond Schuster, der als Gründungspartner das Unternehmenskonzept der Plenum Gruppe verfasste und 1993 das Unternehmen gründete. Auch das Logo das sogenannte Pentagondodekaeder stand von Beginn weg fest. «Das Pentagondodekaeder ist ein hohler Körper mit 12 gleichmässigen Fünfeckflächen, 20 Ecken und 30 Kanten, die auf 100 Diagonalen beruhen», erklärt Raimond Schuster. «Es steht aufgrund seiner besonderen Ausprägungen als Sinnbild für die Finanzdienstleistungsgruppe.» Heute betreut die Plenum Gruppe rund 1,5 Milliarden Franken an Kundenvermögen und beschäftigt in Zürich und im liechtensteinischen Vaduz 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Unternehmenserfolg ist für den Gründungspartner schnell erklärt: «Der Kunde steht bei Plenum seit Beginn im Zentrum aller Aktivitäten.» Kundenfokus mit integriertem Ansatz Die vielseitigen Tätigkeitsgebiete des Finanzdienstleisters und die dadurch verbundene Kumulierung von Know-how bestätigen, dass das nicht nur leere Worthülsen sind. «Durch die verschiedenen Kompetenzen innerhalb der Gruppe profitiert der Kunde von einem wirklich integrierten Ansatz», ist Schuster überzeugt. «Wir haben Plenum so aufgebaut, dass wir alle Kundenbedürfnisse aus einer Hand abdecken können.» Dieser Anspruch hat die Geschäftsleitung 2004 auch dazu bewogen, mit der Plenum Prudential AG in Vaduz in den Bereich Versicherungsdienstleistungen einzutreten. Ein für Finanzdienstleister sehr ungewöhnlicher Schritt für die unternehmerisch denkenden Macher von Plenum nur eine konsequente Umsetzung ihrer Vision: «Die Gründung einer Versicherungsgesellschaft», sagt Raimond Schuster, «gab uns die Möglichkeit, unsere Wertschöpfungskette zu erweitern, um unseren Kunden zusätzliche innovative Produkte anbieten zu können.» Offene Architektur als Erfolgsgeheimnis Die Plenum Gruppe verfolgt konsequent das Konzept der offenen Architektur und setzt damit auf ein starkes Partnermodell. Für die Gründer ist klar, dass Plenum nicht alles selber machen kann, sondern mit anderen innovativen Unternehmen zusammenarbeitet. «Wir leiden bestimmt nicht unter dem Not invented here -Syndrom, sondern gehen mit unseren Ideen und Visionen gerne aktiv auf kompetente Partner zu», erklärt Schuster. So kann sich Plenum das Know-how sichern, um Opportunitäten zu nutzen oder die Entwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen voranzutreiben. «Wir bleiben flexibel, können unsere Ideen dynamisch und unkompliziert umsetzen und so auch mit unserer Unternehmensgrösse erfolgreich Nischen besetzen.» 8 Konsequente Umsetzung der Plenum Vision 1993 Gründung der Plenum Finanz AG in St. Gallen. Das Unternehmen bietet fondsgebundene Vermögensverwaltung unter Berücksichtigung alternativer Investments an Aufnahme des Effektenhandels zur effizienteren und kostengünstigeren Abwicklung von Fonds-Transaktionen für die Vermögensverwaltungskunden Aufbau eines eigenen Fund-of-Fund Research im Bereich Alternativer Anlagen Einsatz von kundenspezifischen Problemlösungen in den Bereichen effizienter Kapitalanlagen führt zu einer verbreiterten Dienstleistungsbasis. Strukturierte Produkte und Versicherungslösungen werden zu einem integralen Bestandteil einer globalen Problemlösungskompetenz Erteilung der Effektenhandelslizenz durch die Eidgenössische Bankenkommission.

9 IT-Sicherheit als Reputationsrisiko Auch im Bereich IT-Sicherheit setzt Plenum auf einen starken Partner: Open Systems. Ein Entscheid, den Raimond Schuster, der in der Geschäftsleitung für die IT verantwortlich zeichnet, sofort wieder fällen würde. «Bei der IT-Sicherheit», so Schuster, «haben wir die gleichen hohen Anforderungen an die Qualität, wie wir sie auch für unsere Produkte und Dienstleistungen definieren.» Zu hoch ist das Risiko, dass aufgrund von Sicherheitslecks oder Problemen in der Verfügbarkeit der Systeme die Reputation des Unternehmens in Mitleidenschaft gezogen würde. «Die Beziehung zu unseren Kunden basiert auf Vertrauen. Wir unternehmen deshalb alles nur Denkbare, dass unsere Systeme sicher sind und einwandfrei funktionieren.» Für Raimond Schuster war die «Make or Buy»-Entscheidung einfach zu fällen: «Da wir dieses Know-how aus Kosten/Nutzen-Überlegungen intern nicht aufbauen wollten, setzten wir von Anfang an auf die Mission Control Security Services.» Nur gerade zwei Mitarbeitende braucht es, um sich den Bedürfnissen der internen User zu widmen und Software für das Schnittstellenmanagement zu entwickeln. «Mit dieser effizienten Organisation bestehend aus internen Ressourcen und der 7x24h-Verstärkung durch Sicherheitsingenieure von Open Systems decken wir alle unsere IT-Bedürfnisse hochprofessionell ab», sagt Schuster. «Das gibt uns den Freiraum für das, was wir am besten können: uns um unsere Kunden kümmern und sie mit neuen Produkten und Ideen überraschen.» Haben Sie Fragen zu diesem Artikel? Bitte kontaktieren Sie Ogi Stanovcic, Head of Consulting 9 «Mit dieser effizienten Organisation bestehend aus internen Ressourcen und der 7x24h-Verstärkung durch Sicherheitsingenieure von Open Systems decken wir alle unsere IT-Bedürfnisse hochprofessionell ab.» Raimond Schuster, Gründungspartner Plenum Gruppe 2001 Öffnung des Dienstleistungsangebotes nach aussen. Aufbau von strategischen Partnerschaften und vermehrter Fokus auf Multiplikatoren. Verbreiterung der Kundenbasis vom Privatkunden hin zum institutionellen Kunden. Gründung der Plenum Holding AG und Überführung der bestehenden Profitcenter in selbständige juristische Personen mit eigenständigem Marktauftritt Plenum Securities AG übernimmt das Vermittler-, Privatkunden- und Dachfondsgeschäft der von der UBS AG erworbenen Fondvest AG. Lancierung der Fondshandelsplattform «easyfonds» Die Plenum Gruppe feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Bezug des neuen Domizils an der Bellerivestrasse 33 im Zürcher Seefeldquartier. Die 24-Stunden-Handelsplattform «plenum24h» wird eingeführt Gründung der Plenum Prudential AG in Vaduz und Erweiterung der Wertschöpfungskette um Versicherungsdienstleistungen. Erfolgreiche Platzierung der Plenum Hedge Series und weiterer kapitalgarantierter Produkte durch Plenum Investments AG Konzeption von lösungsorientierten Beratungsansätzen durch die in Vaduz seit Ende 2000 ansässige Tochtergesellschaft Plenum Solutions Trust reg. mit Focus auf High Networth Individuals. Einstieg in den hoch spezialisierten Energiehandel für Institutionelle Kunden Aufbau eines zentralen Sales durch Gründung der Plenum Investor Services AG, einer eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaft für die zentrale Betreuung sämtlicher Kunden im Bereich der unabhängigen Vermögensverwalter und lizenzierten Vermittler.

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11 Oberste Priorität Sicherheit Daniel Hösli ist Oberstleutnant der Schweizer Luftwaffe und als Tiger Zero Commander Chef der international bekannten Kunstflugstaffel Patrouille Suisse. In «360» erzählt Hösli über die oberste Priorität bei seiner Arbeit, die entscheidenden Faktoren, die es ihm und seinem Team erlauben, auch bei riskanten Manövern ruhig Blut zu bewahren, und die Erkenntnis, dass das Risikomanagement der Patrouille Suisse und das vieler Unternehmen einige Gemeinsamkeiten haben. 11 Tiger Zero Commander Oberstleutnant Daniel Hösli «Dani». Geboren am 3. Dezember Berufsmilitärpilot seit Mitglied der Patrouille Suisse von 1987 bis 1997, Kommandant seit Flog an den Positionen Right Wing, 2nd Solo, 1st Solo und Leader. Über 4500 Flugstunden auf F/A-18 Hornet, F-5 Tiger, Hunter, Vampire, PC-7, PC-6 und P-3.

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16 Delta / Looping / Diamant Finale Grande

17 «Man muss bereit sein, bei jedem Einsatz Spitzenleistung zu erbringen. Wer eine ruhige Kugel schieben will, ist bei uns fehl am Platz. Wir repräsentieren unser Land und die Schweizer Armee.» Daniel Hösli, Oberstleutnant Schweizer Luftwaffe Die Patrouille Suisse fliegt seit ihrer Gründung 1964 unfallfrei. Auf diese Tatsache sind die Piloten, die Ground Crew, meine Vorgänger und ich sehr stolz. Wir sind uns wohl bewusst: 42 Jahre ohne ernsthafte Zwischenfälle sind nicht selbstverständlich, wenn man sich vor Augen hält, mit welchen Manövern die Patrouille Suisse die Zuschauermassen an diversen Anlässen in Begeisterung versetzt. «Ist das nicht furchtbar gefährlich?», werden wir immer und immer wieder gefragt. «Das Gefährlichste an der ganzen Sache», pflegen wir im Scherz zu antworten, «ist die Anfahrt mit dem Auto zum Flughafen.» Aber Spass beiseite. Als Angehörige der Schweizer Luftwaffe ist es unser Auftrag und unsere Pflicht, das Land in einer Notsituation zu schützen und zu verteidigen. Diesen Auftrag hat jeder Einzelne von uns angenommen und muss ihn deshalb mit aller Konsequenz erfüllen. Natürlich sind wir uns der Tatsache, dass unsere Arbeit mit Risiko verbunden ist, wohl bewusst. Das Risiko an und für sich ist ja auch nichts Schlechtes. Risiko bedeutet lediglich, dass eine gewisse Chance einer negativen Auswirkung besteht. Schon alleine das Bewusstsein, dass eine Gefahr besteht, ist aus meiner Sicht notwendig, damit man sich mit dem nötigen Respekt einer Sache nähert und sich optimal vorbereitet. Nur so wird man versuchen, die negativen Auswirkung so gering wie möglich zu halten. Wir sehen das Risiko als Chance an, sich der negativen Auswirkungen bewusst zu werden und sie so gezielt zu reduzieren. 10 Faktoren als Fundament Deshalb sind wir also bereit, uns immer wieder der Gefahr zu stellen: Weil wir sie reduzieren können. Unsere erste Priorität heisst Flugsicherheit. Dafür tun wir alles Menschenmögliche. Ist die Flugsicherheit nicht gegeben, wird nicht gestartet. In dieser Beziehung gehen wir keine Kompromisse ein. Fundament der Sicherheit sind aus Sicht der Patrouille Suisse zehn Faktoren, an denen wir jeden Tag arbeiten und die der Schlüssel für eine sichere und erfolgreiche Zielerfüllung sind. Faktor 1: Kompetenz Jeder, der bei uns mitmacht, muss auf seinem Gebiet ein absoluter Profi sein. Die Piloten der Patrouille Suisse sind Berufsmilitärpiloten der Schweizer Luftwaffe. Unsere Speaker Flugverkehrsleiter in Flughäfen oder bei Skyguide. Und die Ground Crew des Flugplatzkommandos Emmen, die unsere Flieger wartet, besteht ebenfalls aus den Besten ihres Faches. Die Patrouille Suisse ist die Nationalmannschaft. Wer bei uns mitmacht, braucht die richtige Ausbildung, Erfahrung in der Praxis und den Willen, sich ständig weiterzuentwickeln. Entscheidend ist dabei nicht nur die Fachausbildung. Wir legen genauso Wert auf den Charakter und die Sozialkompetenz eines Menschen. Faktor 2: Ambition Man muss bereit sein, bei jedem Einsatz Spitzenleistung zu erbringen. Wer eine ruhige Kugel schieben will, ist bei uns fehl am Platz. Wir repräsentieren unser Land und die Schweizer Armee. Wenn wir von der Startbahn abheben, dann jedes Mal, um die Zuschauer unsere Kunden mit einer spektakulären und unfallfreien Show zu begeistern. Alle Mitglieder der Patrouille Suisse üben ihre Funktion für die Kunstflugstaffel nebenamtlich aus und sind nur schon deshalb beruflich und privat einer ziemlichen Belastung ausgesetzt. Da braucht es Herzblut und die Motivation, jedes Mal sein Bestes zu geben. Faktor 3: Disziplin Dieser Faktor wird natürlich stark von unserer militärischen Ausbildung geprägt. Obwohl wir bei der Patrouille Suisse sehr flach organisiert sind und ausserordentlich kameradschaftlich miteinander umgehen, achten wir sehr auf die Disziplin. Wir halten uns streng an unseren Kodex und erfüllen die uns zugeteilten Rollen und Verantwortlichkeiten. Alles, was wir tun, ist in Prozessen definiert und genau dokumentiert. Prozesse sind dazu da, eingehalten zu werden. Zudem arbeiten wir stark mit Checklisten, die einem das Leben massiv vereinfachen und in Notsituationen sogar retten können. Jeder weiss, was er zu tun hat. Jeder weiss, dass er ein Teil eines Teams ist, dessen Aktionen ineinandergreifen. Faktor 4: Präzision Wenn wir mit unserer durchschnittlichen Geschwindigkeit in einem Abstand von knapp 3 Metern ein Programm fliegen, ist das etwa so, wie wenn man auf der Autobahn mit 160 Stundenkilometern eine Massstablänge hinter einem anderen Fahrzeug herfahren würde. Links, rechts und hinter dem Fahrzeug fahren ebenfalls im Abstand von 30 Zentimetern weitere Autos. Und jetzt fangen alle an, eine Schlangenlinie zu fahren Unsere Tätigkeit verlangt absolute Präzision. Das Timing, die Positionierung und die Geschwindigkeit müssen stimmen. Wir sind uns bewusst, dass die leichteste Abweichung vom definierten Plan nicht nur uns selber, sondern auch das ganze Team und die Zuschauer in grosse Gefahr bringen könnte. Faktor 5: Dynamik Wer gerne seine Gedanken schweifen lässt und nicht immer voll bei der Sache ist, hat im Cockpit nichts verloren. Wir müssen immer hellwach sein und immer einen Schritt vorausdenken. Wer Kampfjet fliegt, betreibt körperliche Spitzenleistung. Gemütliches Zurücklehnen gibt es für uns nicht. Routine hat in unserer Profession keinen Platz. Wir unterscheiden zwischen drei Programmen, die wir bei unseren Auftritten jeweils fliegen. Je nach Wetterlage die sich vor allem im Gebirge blitzschnell ändern kann wechseln wir während einer Vorführung zwischen den verschiedenen Schwierigkeitsgraden hin und her. Diese Flexibilität, sofort auf neue Situationen zu reagieren, ist auch mit vielen Flugstunden Erfahrung jedes Mal eine neue Herausforderung. Das Wetter, das Gelände, neue Figuren oder die eigene körperliche Verfassung jeder Flug verlangt unsere volle Konzentration, totalen Einsatz und unser aktives Handeln. Faktor 6: Technologie Die Technik ersetzt den Menschen nicht. Aber ohne die von uns eingesetzten Systeme könnten wir nicht die Leistung bringen, die man von uns erwartet. Die Patrouille Suisse ist die einzige Kunstflugstaffel Europas, die nicht mit Trainingsflugzeugen, sondern mit richtigen Kampfjets fliegt. Das System eines F/A-18, den unsere Militärpiloten in ihrer 17

18 «Auch die modernste Technologie kann die Risikobeurteilung und daraus resultierende Entscheide durch Menschen nicht ersetzen. Nicht in der Fliegerei, nicht im Privatleben und nicht im Unternehmen. Und das ist gut so.» Daniel Hösli, Oberstleutnant Schweizer Luftwaffe Ausbildung fliegen, besteht zum Beispiel aus 25 vernetzten Computern, die IT am Boden nicht mitgerechnet. Alle Systeme sind redundant aufgesetzt und garantieren so die Verfügbarkeit bei einem Teilausfall. Nur wenn wir unsere Systeme immer auf dem neusten Stand halten und sie blind beherrschen, sind wir in der Lage, unsere Einsätze sicher zu erfüllen. sis unserer Zusammenarbeit. Wenn diese Basis nicht von Anfang an besteht, kann man sie nicht erzwingen. Ist die Basis vorhanden, kann das Vertrauen wachsen. Wer länger bei uns dabei ist, weiss aus Erfahrung, dass er sich auf die anderen Teammitglieder verlassen kann. Und dass er die Verantwortung hat, sich das Vertrauen der anderen jeden Tag neu zu verdienen. 18 Faktor 7: Kommunikation Kommunikation ist das A und O für die Sicherheit. Offene und ehrliche Kommunikation am Boden, klare und unmissverständliche Kommunikation in der Luft. Am Boden meldet sich derjenige zu Wort, der etwas zu sagen hat. Unter uns wird nichts unausgesprochen gelassen, Diskussionen nie auf «später» verschoben. In der Luft hingegen spricht nur derjenige, der das Kommando führt. Missverständnisse aufgrund falscher oder mangelnder Kommunikation können und wollen wir uns nicht leisten. Nicht als Kameraden auf der Reise zu einer Veranstaltung und schon gar nicht als Patrouille Suisse während eines Flugmanövers mit 900 Stundenkilometern. Faktor 8: Teamwork Wir von der Patrouille Suisse sind ein Team. Das ist uns sehr wichtig. Und dabei denke ich natürlich nicht nur an die Piloten. Ohne die professionelle und zuverlässige Arbeit der Ground Crew des Flugplatzkommandos Emmen zum Beispiel gäbe es keine Patrouille Suisse. Diese Crew ist bereits seit mehr als 10 Jahren für sämtliche In- und Auslandeinsätze der Flugstaffel verantwortlich und sorgt für einen professionellen, qualitativ hoch stehenden sowie effizienten Bereitstellungs- und Unterhaltsdienst unserer Flugzeuge. Alle Teammitglieder der Patrouille Suisse sind verschieden einsetzbar und scheuen sich nicht anzupacken. Wenn irgendwo Not am Mann ist, helfen wir uns gegenseitig, denn bei uns wird keiner im Stich gelassen. Faktor 9: Vertrauen Wenn wir neue Piloten rekrutieren, hat jeder Einzelne der bestehenden Piloten ein Vetorecht. Es braucht keine Begründung, um einen Kandidaten abzulehnen. Vertrauen ist die Ba- Faktor 10: Kameradschaft Neben den Einsätzen unter der Woche sind wir an etwa 20 Wochenenden miteinander unterwegs. Wir sind gerne zusammen, weil wir uns gegenseitig respektieren und als Kameraden schätzen. Bei aller Disziplin, die wir halten, und aller Verantwortung, die wir tragen, ist es uns trotzdem wichtig, die gemeinsamen Erlebnisse zu geniessen und Spass miteinander zu haben. Uns verbinden die Faszination für die Fliegerei und der Stolz, Teil der Patrouille Suisse zu sein. Deshalb pflegen wir die Kameradschaft im Team und den intensiven Erfahrungsaustausch mit ausländischen Kollegen und Vertretern unterschiedlicher Organisationen. Der Mensch im Mittelpunkt Der Umgang mit Risiko ist natürlich nicht nur für uns Kampfjetpiloten von Bedeutung. Das Eingehen von kalkulierbaren Risiken ist und war schon immer eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg. Sowohl im Privatleben als auch im Beruf. Die Risiken und Bedrohungen haben sich aber in den letzten Jahren dramatisch verändert und werden sich in Zukunft sehr viel schneller ändern als noch vor einigen Jahren. Es ist mir klar, dass mit den oben genannten Faktoren allein die neuen Gefahren nicht automatisch gebannt werden können. Aber ich bin davon überzeugt, dass die Beachtung und Pflege dieser zehn Faktoren die Voraussetzung, sich gegen potenzielle Risiken zu schützen, gewaltig verbessert. Weil im Mittelpunkt der zehn Faktoren immer der Mensch steht. Denn auch die modernste Technologie kann die Risikobeurteilung und daraus resultierende Entscheide durch Menschen nicht ersetzen. Nicht in der Fliegerei, nicht im Privatleben und nicht im Unternehmen. Und das ist gut so. Botschafterin der Lüfte Die Patrouille Suisse wurde am 22. August 1964 für die Landesausstellung gegründet. Die Idee, ein Vorführteam mit Berufspiloten aufzustellen, stammt allerdings schon aus dem Jahr Damals erhielt das Überwachungsgeschwader den Auftrag, eine aus vier Maschinen des Typs Hawker Hunter Mk 58 bestehende Doppelpatrouille für Demonstrationszwecke zu trainieren. Der Name Patrouille Suisse entstand in Anlehnung an die französische Kunstflugformation Patrouille de France. Als offizielle Jet-Kunstflugstaffel der Schweizer Armee erbringt die Patrouille Suisse eine Leistung, deren Gegenwert mit rationalen Zahlen weder gemessen noch beziffert werden kann. Mit ihren eindrücklichen Vorführungen im In- und Ausland stellt sie die denkbar beste Visitenkarte der Schweiz dar. Sie demonstriert mit ihrem Können die Leistungsfähigkeit, die Präzision und die Einsatzbereitschaft der Schweizer Luftwaffe. Im Ausland vermittelt sie zudem in der Rolle der «Botschafterin der Lüfte» mit ihren Darbietungen ein erfrischend dynamisches und professionelles Bild einer weltoffenen, kompetenten, zuverlässigen und vertrauenswürdigen Schweiz.

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20 mission control David Ulrich ist Head Technical Architecture und VP Ausbildung der Winterthur Versicherungen. Der diplomierte Informatik-Ingenieur ETH trat 1996 in die Winterthur Versicherungen ein. Guy Kelleter ist Head Security Engineering und AVP Ausbildung. Kelleter arbeitet seit 1983 bei den Winterthur Versicherungen und ist diplomierter Elektrotechniker.

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