IKS, Compliance, Risikomanagement. Wie Sie angemessene und wirtschaftliche Kontrollen installieren

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1 IKS, Compliance, Risikomanagement Wie Sie angemessene und wirtschaftliche Kontrollen installieren

2 Das Interne Kontrollsystem (IKS) rückt immer stärker in den Fokus der Bankenaufsicht Damit steht es auch stark im Fokus der internen und externen Revision. Ein IKS versteht sich als Gesamtheit aller Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, zur kontrollierten Umsetzung von unternehmerischen Entscheidungen. Anders ausgedrückt besteht es aus Regeln zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten und aus Überwachungsmechanismen, die die Einhaltung dieser Regeln kontrollieren. Insbesondere regelt es Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des Risikomanagements: Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation von Risiken. Ein modernes IKS basiert auf einem risikoorientierten Kontrollkonzept zur laufenden Überprüfung von Angemessenheit und Wirksamkeit der Kontrollen, einer effizienten IKS-Organisation sowie einer revisionssicheren Dokumentation. Den rechtlichen Rahmen für das IKS bilden das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) im Zusammenwirken mit 91 II AktG, das BilMoG, die IDW Prüfungsstandards PS 261 und 951 und der Deutsche Corporate Governance Kodex. Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und der 25a KWG runden den Rahmen ab. Seine wesentlichen Merkmale sind die dokumentierten Organisationsanweisungen, die Definition und Einhaltung einer angemessenen Funktionstrennung, die Zugriffsbeschränkungen im Rahmen eines IT-Berechtigungskonzeptes und nicht zuletzt das automatisierte Continuous Business Monitoring. Die konsequente Fokussierung der Funktionen und Prozesse auf Schlüsselkontrollen ermöglicht einen 360 -Blick auf die Risiken im Unternehmen. Dies gilt insbesondere für die Kontrollen in den operativen Fachbereichen der 1. Verteidigungslinie, die Überwachung des IKS in der 2. Verteidigungslinie durch Risikocontrolling und Compliance sowie für die Prüfung des IKS durch die Innenrevision, die 3. Verteidigungslinie. 2 IKS, Compliance, Risikomanagement

3 Financial Services the way we see it Die Säulen des IKS Internes Kontrollsystem Kontrollkonzept IKS-Organisation IKS-Dokumentation Implementierung eines Risikokatalogs Kategorisierung prozessbezogener Risiken Systematische Gegenüberstellung von Risiken und Kontrollen in der Risiko-Kontroll-Matrix Regelmäßige Analyse der Schlüsselkontrollen bzgl. Angemessenheit und Wirksamkeit Klare Fixierung von Verantwortlichkeiten innerhalb eines Rollenkonzepts Zentral angesiedelte IKS- Evidenz stellt die einheitliche Anwendung der Methoden und Instrumente sowie das Reporting sicher Ermöglicht die Nachweisführung bezüglich eines funktionierendes IKS Standards für Kontrollbeschreibungen und Kontrolldokumentationen sowie die Dokumentation erfolgter Kontrollen. Aufsichtsrechtliche Anforderungen (MaRisk KonTraG IDW Prüfungsstandards 25 a KWG ) Capgemini 2015 Auch von kleineren Dienstleistungsunternehmen wird ein IKS gefordert Dienstleistungsunternehmen kennen es seit Jahren: Auftraggeber senden ihre Revision zur Prüfung des IKS aus. Nicht nur für die Dienstleistungsunternehmen ist es wirtschaftlich sinnvoll, der mehrfachen Prüfung ihres IKS durch unterschiedliche Revisionen ihrer Kunden vorzubeugen, indem sie gezielt ein wirksames, dienstleistungsbezogenes IKS implementieren und dokumentieren. Der Prüfstandard IDW PS sieht hier die Möglichkeit der Berichterstattung durch einen vom Dienstleister beauftragten Prüfer ausdrücklich vor und hilft dabei, Zeit und Kosten zu sparen. Die ausgestellte Prüfbescheinigung vom Typ A dient dem Dienstleister als Nachweis für das Vorhandensein eines IKS, sie dokumentiert die eingerichteten Komponenten und bewertet deren Angemessenheit. Typ B bescheinigt die Angemessenheit und Wirksamkeit eines dienstleistungsbezogenen IKS und kann damit die Abschlussprüfung des auslagernden Unternehmens ersetzen. Immer mehr auslagernde Unternehmen erwarten von Ihren Auftragnehmern einen Nachweis über das vorhandene IKS und sparen sich dadurch hohe Prüfungskosten. 1 Die Prüfung des internen Kontrollsystems beim Dienstleistungsunternehmen für auf das Dienstleistungsunternehmen ausgelagerte Funktionen 3

4 Bewertung der Funktionsfähigkeit des IKS Ausgehend von der Relevanz der Kontrollen, wird zwischen primären und sekundären Kontrollen unterschieden. Primäre Kontrollen, auch Schlüsselkontrollen genannt, fokussieren darauf, Risiken entscheidend zu begegnen. Sekundäre Kontrollen sind hingegen selten, da sie nicht entscheidend genug sind. Schlüsselkontrollen sind die mindestens notwendigen internen Kontrollen. Sie dienen dazu, Risiken im Geschäftsprozess abzuwägen, Fehler zu vermeiden und Fehler zeitnah aufzudecken. Somit sind sie wichtig für die Zielerreichung. Schlüsselkontrollen können entweder manuell oder vollständig bzw. teilweise automatisiert erfolgen. Die Prozessanalyse fokussiert zunächst darauf, die notwendigen wesentlichen Kontrollpunkte in der Prozesslandkarte festzustellen und die implementierten Schlüsselkontrollen zu bewerten. Diese Schlüsselkontrollen dienen der Fehlervermeidung bzw. der Fehleraufdeckung. Besonders kritische Abläufe müssen durch solche Schlüsselkontrollen überwacht werden. Bei erkannten Kontrollschwächen sind Maßnahmen einzuleiten. Dabei sollten die Schlüsselkontrollen sinnvoll auf die Geschäftsprozesse abgestimmt sein, denn diese stehen immer im Mittelpunkt. Somit steht am Anfang der Bewertung immer eine detaillierte Aufnahme der Prozesse und der bestehenden Kontrollen. Das IKS ist von wesentlicher Bedeutung für das Risikomanagement Ein angemessenes Risikomanagement ermöglicht das eigenständige Erkennen und das Steuern von Risiken. Kontrollen, die auf die Wirksamkeit des IKS und Wirtschaftlichkeit der Prozesse bzw. auf die Einhaltung regulatorischer Anforderungen fokussieren, sind von erheblicher Bedeutung für das Risikomanagement der Institute. Ein funktionsfähiges IKS ist wesentlicher Bestandteil der Risikofrüherkennung. Die Risikoeinschätzung erfolgt auf der Grundlage detaillierter Informationen aus den Fachbereichen, ohne die eine Bewertung der Angemessenheit von Kontrollen nicht erfolgen kann. Ein IKS lässt sich in seine Bestandteile zerlegen. (1) wesentliche bzw. geschäftskritische Anwendungen und damit verbundene Business-Prozesse (2) Leitungs- und Überwachungsfunktionen (3) Risikoerkennung & Risikobeurteilung (4) Kontrollen / Monitoring / Reporting (5) Überwachung und Bewertung der Kontrollen In der Praxis zeigen bestehende Kontrollsysteme häufig Defizite: Interne Richtlinien sind nicht ausreichend dokumentiert und kommuniziert und gewachsene Prozesskontrollen machen die Überwachung schwer. Nicht selten sind Kontrollen unwirksam, da sie bewusst umgangen werden oder bei Prozessänderungen nicht angepasst wurden. Proaktive Institute werden in der Beurteilung durch die Revision besser abschneiden als Institute, deren Kontrollschwächen erst durch die externe Prüfung festgestellt werden und die dann schnell reagieren müssen. 4 IKS, Compliance, Risikomanagement

5 Financial Services the way we see it Prozesse, Kontrollen und Continuous Business Monitoring Prozess-Kontrollpunkte identifizieren und Überwachung sicherstellen Businness-Prozess Die Ergebnisanalyse bzgl. der Kontrollpunkte steht im Fokus des Risiko Reporting Risikomanagement sichert Compliance Prozesse Risiken aus den Kontrollpunkten werden im Risikomanagement behandelt Risiko Management definieren Prozess einführen & betreuen Wirksamkeit bewerten Maßnahmen zur Prozessverbesserung umsetzen Risken analysieren Risikoinventar pflegen Maßnahmen verfolgen Prozesse stehen im Fokus des Continuous Business Monitoring Capgemini 2015 Die Überprüfung des IKS ist wichtig und trägt zur Kostenreduzierung bei Eine strukturierte Überprüfung des IKS deckt Optimierungspotential in den betrachteten Prozessabläufen auf und trägt so zur Steigerung der Prozessqualität bei. Schließlich führen die Optimierung der Verfahrensdokumentation und die aus der Überprüfung gewonnenen Erkenntnisse zu erkannten Kontrollschwächen - und am Ende zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit. Ziel: Blick auf die Risiken 360 o Blick auf die Risiken Risikokontroll Matrix Ableitung von Maßnahmen Identifizierung und Dokumentation von Schlüsselkontrollen Analyse der Prozesse Überprüfung der Angemessenheit der Schlüsselkontrollen Identifizierung von Schlüsselrisiken Priorisierung der Prozesse Capgemini

6 Ein Capgemini-Projekt zur Überprüfung des IKS folgt einer vorgedachten Methode: An den Anfang stellt sie die Aufnahme der institutsspezifischen Situation sowie der aktuell bestehenden Aufbau- und Ablauforganisation. Auf dieser Grundlage erstellen praxiserfahrene Berater mit bankfachlichem Know-how eine Risiko-Kontroll-Matrix sie stimmen sich dabei eng mit den Experten des Institutes ab. Diese Matrix stellt die für das IKS-relevanten Prozesse und die identifizierten Risiken dar und ordnet angemessener Kontrollpunkte klar zu. Warum ist Capgemini der richtige Partner für Ihre aktuellen IKS-Fragestellungen? Capgemini bietet eine einzigartige Kombination aus Fach-, Branchen- und Methodenkompetenz und kann seine Kunden gezielt beraten. Institute profitieren von der langjährigen Praxiserfahrung im Umfeld von Informationstechnologie, Daten- und Prozessmanagement und bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen. Damit ist ein schneller Einstieg möglich und Aufwand sowie Risiken werden minimiert. Wir greifen auf umfangreiche Erfahrungen aus IKS-Beratungsprojekten für diverse lokal und global agierende Banken und Versicherungsunternehmen zurück und unsere Kunden erhalten eine in einschlägigen Projekten erprobte Übersicht Ihres IKS auf der Basis einer Risiko-Kontroll-Matrix. Capgemini hat ein tiefes Wissen rund um Bankfachlichkeit und Informationstechnologie und versteht die damit verbundenen Herausforderungen. Durch unsere ausgeprägte Erfahrung mit organisatorischen Veränderungen in Banken sind wir fähig, erarbeitete Lösungen und neue Prozesse im gesamten Institut zu verankern. Sie erhalten von der Analyse über die Konzeptionierung bis zur Implementierung der Maßnahmen in IT, Banking Operations und Organisation alles aus einer Hand. 6 IKS, Compliance, Risikomanagement

7 Financial Services the way we see it 7

8 Kontakt Stefan Will Senior Managing Consultant Riskmanagement & Compliance Über Capgemini Mit mehr als Mitarbeitern in über 40 Ländern ist Capgemini einer der weltweit führenden Anbieter von Management- und IT-Beratung, Technologie- Services sowie Outsourcing-Dienstleistungen. Im Jahr 2014 betrug der Umsatz der Capgemini-Gruppe 10,573 Milliarden Euro. Gemeinsam mit seinen Kunden erstellt Capgemini Geschäfts- wie auch Technologielösungen, die passgenau auf die individuellen Anforderungen zugeschnitten sind. Auf der Grundlage seines weltweiten Liefermodells Rightshore zeichnet sich Capgemini als multinationale Organisation durch seine besondere Art der Zusammenarbeit aus die Collaborative Business Experience TM. Erfahren Sie mehr unter Rightshore ist eine eingetragene Marke von Capgemini Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen sind geschützt. Copyright 2015 Capgemini. Alle Rechte vorbehalten.

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