Tips, Tricks und HOWTOs Virtualisierung für Profis und Einsteiger Serverkonsolidierung, Testumgebung, mobile Demo

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1 virtuelle Maschinen mit VMware und Virtual PC Tips, Tricks und HOWTOs Virtualisierung für Profis und Einsteiger Serverkonsolidierung, Testumgebung, mobile Demo virtuelle DMZ mit IPCop und Webserver unter MS Virtual PC 2004 Ergänzung zum c t-artikel In c t 02/05 wird der Aufbau einer DMZ mit IPCop und öffentlichem Webserver beschrieben komplett installiert als virtuelle Maschinen auf dem heimischen Arbeitsplatz-PC. Das Projekt ist realisiert mit der Emulationssoftware VMware Workstation. MS Virtual PC kann es aber auch! Hinweis: Dieses PDF-Dokument enthält Lesezeichen als Inhaltsverzeichnis! Wer einen eigenen öffentlichen Webserver von zu Hause aus betreiben will, kann dies mit Diensten wie DynDNS und mit einer normalen DSL-Flatrate durchaus tun. Die notwendige Hardware, wie zusätzliche Firewall und dedizierter Webserver in einer DMZ, kann komplett als virtuelle Maschinen auf dem schon vorhandenen PC realisiert werden. Man spart Hardware, hat keinen Kabelsalat und die Rechner machen keinerlei Lärm. Firmen sparen Platz im Serverschrank und lasten die vorhandene Hardware besser aus. Terminalserver für Außendienstler, Exchange WebAccess, Mailserver usw. sind nur einige Einsatzbeispiele. Hinweis: Die genaue Vorgehensweise ist im Artikel der c t nachzulesen und kann mit den hier gelieferten Informationen 1:1 auf MS Virtual PC umgesetzt werden! 1

2 Unterschiede VPC - VMware Linux unter VPC Offiziell wird Linux nicht von Microsoft in einer VM unterstützt. Aber trotzdem läuft der Pinguin ohne Probleme. Der Installation von IPCop in einer VM unter VPC steht nichts im Wege! Netzwerk Der große Unterschied zwischen VMware Workstation und MS Virtual PC liegt vor allem in den Netzwerkoptionen. VPC kennt keinen Host-only-Modus und keine unterschiedlichen internen virtuellen Netzwerke. Natürlich heißen auch alle Optionen völlig anders. Als Alternativen für die im Artikel genannten Netzkartenmodi von VMware, können folgende Konfigurationen verwendet werden: Adapter1 Das Host-only-Netzwerk von VMware nachzubilden ist am schwierigsten. Man kann den sogenannten Microsoft Loopbackadapter dazu verwenden. Das ist ein Netzkartentreiber, zu dem keine physische Netzkarte gehört. Er ist im Lieferumfang von Windows enthalten. Auf dem Host kann dieser Adapter genauso, wie eine richtige Netzkarte verwendet werden. Dieser Adapter ist dann in der Firewall-VM als Adapter1 auszuwählen. Vorher ist er unter Windows folgendermaßen zu installieren: 2

3 Systemsteuerung > Hardware > Neues Gerät hinzufügen > Hardware aus Liste wählen > Netzwerkadapter > Microsoft > Microsoft Loopbackadapter Anschließend muss an diesen Adapter unter den Netzwerkeinstellungen des Host-PC das VPC-eigene Protokoll "Virtual Machine Network Services" gebunden werden. (sh. auch Bild bei Adapter3) Hier bei Adapter1 dürfen andere Protokolle parallel dazu gebunden sein. TCP/IP wird sogar zwingend benötigt! Auf dem Host erhält der Microsoft Loopbackadapter dann noch die IP-Adresse mit Gateway und DNS Über diesen Adapter kommuniziert der Host also mit der Firewall- VM, er bildet das Grüne Netz. Adapter2 Im Gegensatz zu VMware kennt VPC auch keinen Custom- Mode mit internen virtuellen Netze. Das macht nichts, wir brauchen nur ein internes Netz! Adapter2 wird im Modus nur lokal betrieben. Alle virtuellen Adapter in diesem Modus sehen sich, keine Pakete gelangen nach außen. Der virtuelle Webserver wird später ebenfalls eine Netzkarte im Modus nur lokal erhalten. Damit bilden diese Adapter die DMZ, also das gelbe Netz. 3

4 Adapter3 Zum Bridgen der virtuellen Netzkarte auf eine physische Netzkarte wird ein vorhandener Adapter des Hosts einfach aus der Liste bei Adapter3 ausgewählt. Er bildet damit das rote Netz und hängt direkt am DSL-Modem. Auch bei VPC existiert auf dem Host eine Art Bridge-Protokoll mit Namen "Virtual Machine Network Services". Sie kennen es schon von Adapter1. Wie im c t-artikel beschrieben, sollte nur dieses Protokoll an den physischen Adapter zum DSL-Modem gebunden sein, kein TCP/IP, kein Client. Überprüfen Sie das in den Netzwerkeinstellungen auf dem Host. 4

5 Übersicht der Konfiguration Damit ergibt sich unter VPC folgende Netzwerkkonfiguration: So können Sie nun den gesamten Artikel übersetzen in die Sprache von MS Virtual PC: Adapter1, grünes Netz, MS Loopbackadapter im Artikel: Host-only Adapter2, gelbes Netz, Nur lokal im Artikel: Custom (VMnet2) Adapter3, rotes Netz, physische Host-Netzkarte im Artikel: Bridged Beachten Sie auch die ausführliche Zeichnung auf als weitere Ergänzung zum Artikel. Diese Zeichnung des Netzwerkplanes erhöht die Verständlichkeit des Projektes deutlich. Viel Spaß beim Umsetzen Sven Ahnert 5

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