Dokumentation der betrieblichen Projektarbeit im Rahmen. Fachinformatiker Systemintegration Prüfungszeit (Sommer 2005)

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1 Dokumentation der betrieblichen Projektarbeit im Rahmen der Abschlussprüfung zum Fachinformatiker Systemintegration Prüfungszeit (Sommer 2005) Erstellung eines plattformunabhängigen Bestellsystems auf Basis von Apache, PHP und MySql. Der Server soll zusätzlich als Proxy Server dienen. Ausbildungsbetrieb Thönnes Datensysteme GmbH Landsberger Strasse München Tel Fax Auszubildender

2 Inhaltsverzeichnis 1 Projektbeschreibung Projektumfeld Schnittstellen Projektziel Ist-Zustand Bestellsystem Internetzugang Soll-Zustand Anforderung und Ziele Software Hardware Ablauf-, Termin- und Personalplanung Ablaufplanung des Projekts Terminplanung der Projektdurchführung Personalplanung Kostenaufstellung Angebotseinholung und Preisvergleich Mitarbeiterkosten Kostenübersicht Assemblierung und Konfiguration der Systemkomponenten Assemblierung der Komponenten Installation und Konfiguration Suse 9.2 Professional Apache Webserver Version MySql Datenbank Version phpmyadmin Webfrontend Version Samba Server Version Datenübernahme von Microsoft Access in MySql Datenexport aus Microsoft Access Aufbau der Datenbank... 9 Seite I

3 7.3 Datenimport in MySQL Programmierung des Webfrontends Anforderungen an das Webfrontend Oberfläche des Webfrontends Programmmodul Liste Wareneingang Programmmodul Bestellung Programmmodul Eingabe Wareneingang Programmmodul Bestelländerung Programmmodul Suche Programmmodul Löschen Programmmodul Seriennummern Squid Installation des Proxyservers Konfiguration und Inbetriebnahme Konfiguration der Clients Testphase Test der Proxyservers Test der Bestelldatenbank Abschluß des Projekts Einweisung der Mitarbeiter Systemdokumentation und Übergabe A Glossar B LAMP C Samba Server D Ablaufdiagramm Proxy-Server E Netzwerkplan F Quellenverzeichnis Kursiv geschriebene Wörter werden im Glossar erklärt. Seite II

4 1 Projektbeschreibung 1.1 Projektumfeld Die Thönnes Datensysteme GmbH ist ein seit 19 Jahren agierendes ITDienstleistungsunternehmen mit Stammsitz in München. Unter anderem übernimmt das Unternehmen die Realisierung von Netzwerkstrukturen, die Implementierung von Netzwerklösungen und die Anbindung an das Intra- und Internet. Die Niederlassung Stuttgart, in der das Projekt durchgeführt wird, ist darüber hinaus als Systemhaus tätig und offeriert ein breites Leistungsspektrum im Bereich moderner Systemplattformen, Netzwerke, Systemintegrationen und Servicedienstleistungen an. 1.2 Schnittstellen Geschäftsführung (diese prüft und bewilligt die Ausgaben für die Beschaffungen) Niederlassungsleiter der Filiale Stuttgart (dieser betreut das Projekt und ist Ansprechpartner für technische Fragen) Mitarbeiter der Abteilung Einkauf (sie werden in den Entwicklungsprozess mit einbezogen und sind Endanwender des neuen Systems) Softwarehersteller (Hersteller der einzusetzenden Software und Supportkontakt) Hardwarehersteller (Hersteller der einzusetzenden Hardware und Supportkontakt) Distributoren (Lieferanten für die benötigte Hardware) 1.3 Projektziel Den Mitarbeitern der Abteilung Einkauf und dem Niederlassungsleiter soll es ermöglicht werden über ein plattformunabhängiges System auf die Daten des Bestellwesen zu zugreifen. Die Daten aus dem bisherigen Bestellsystem sollen in das neue System integriert werden. Um den Datenverkehr der Filiale Stuttgart ins Seite 1 von 26

5 Internet zu reduzieren, soll das System zusätzlich als Proxy Server dienen. Es soll eine stabile, leicht zu wartende und kostengünstige Lösung zum Einsatz kommen. 2 Ist-Zustand 2.1 Bestellsystem Das Bestellsystem ist momentan über eine Microsoft Access Datenbank realisiert. Die zu bestellenden Artikel werden über das MS Access Frontend in die Datenbank eingetragen. Die Mitarbeiter der Abteilung Einkauf müssen mehrmals täglich die Datenbank auf neue Bestellungen überprüfen. Nach dem Erhalt der Ware müssen die Artikel aus der Datenbank ausgetragen und mit dem Warenwirtschaftsprogramm Lexware erfasst werden. Die Seriennummern der Hardware werden mit einem 8-Bit Programm auf MS-DOS Basis erfasst. 2.2 Internetzugang Die Niederlassung ist über eine 3 Mbit DSL Leitung an das Internet angebunden. Dieser Tarif hat eine 10 GB Volumenbegrenzung. Beim überschreiten dieser Datenmenge fallen zusätzliche Kosten, in Höhe von 1,2 ct/mbit, für die Firma an. Die Clients der Filiale Stuttgart sind über einen Cisco Switch direkt mit einem Netgear DSL Router verbunden. Jeder Client stellt seine Anfragen direkt in das Internet. 3 Soll-Zustand 3.1 Anforderung und Ziele Das Bestellsystem muss die gleichen Anforderungen erfüllen wie das bisherige System. Die Seriennummern sollen direkt über die neue Bestelldatenbank erfasst und verwaltet werden, so dass das MS-DOS Programm nicht mehr benötigt wird. Das System soll eine Suche nach Artikelbezeichnungen und/oder Kunde unterstützen um einen bereits bestellten Artikel ohne weitere Eingaben wieder in die Datenbank einzutragen. Das System soll über das interne Netzwerk erreichbar und für mehrere Benutzer gleichzeitig nutzbar sein. Da in der Niederlassung des öfteren Linux zum Seite 2 von 26

6 Einsatz kommt, muss das Bestellsystem von verschiedenen Betriebssystem Plattformen aus erreichbar sein. Durch den Einsatz eines Proxy Servers sollen die entstehenden Kosten für das Überschreiten der 10 GB Volumengrenze gesenkt werden. Um die Projektkosten so gering wie möglich zu halten, wird auf Software aus dem Open-Source -Bereich, zurückgegriffen. In einem Folgeprojekt soll das neue Bestellsystem in das Warenwirtschaftssystem integriert und ein Modul für Auswertungen und Lagerhaltung erstellt werden. 3.2 Software Als stabile Version hat sich mittlerweile die Open-Source Distribution Suse 9.2 Professional bewiesen. Dieses soll deshalb als Grundsystem zum Einsatz kommen. Der Webserver wird mit der freien Software Apache Version und PHP Version realisiert. Als Datenbank kommt MySql Version zum Einsatz. Zum Administrieren der Datenbank wird auf PhpMyAdmin in der Version zurückgegriffen. Zum Austauschen und Aktualisieren der programmierten PHP Seiten wird der integrierte Samba Server verwendet. Der Proxy Server wird mit der Software Squid realisiert, da dies der am weitesten verbreitetste freie Proxy Server ist, sehr gut skalierbar ist und hierzu sehr gute Dokumentationen bereitgestellt werden. 3.3 Hardware Um ein stabiles System zu gewähren, wird mit Hilfe der Hardwarekompatibilitätsliste von Suse die entsprechende Hardware ausgewählt. Ich entscheide mich die dem hier vorgestellten Projekt für den Einsatz eines Intel Pentium 4 Prozessors mit 3,0 GHz Taktrate und einem Front Side Bus von 800 MHz und das dazu passend Mainboard GA-8IG1000G von Gigabyte. Da bei einem Webserver überwiegend Speicher und die Netzwerkkarte belastet werden, kommen ein 1GB Kingston Speicherkit mit zwei 512 MB Speichermodulen und eine 3Com 3C905CX-TX-M Netzwerkkarte zum Einsatz. Aus Kostengründe habe ich mich für eine 80 GB IDE Festplatte von Western Digital Modell WD800JB entschieden. Die 7200 Umdrehungen pro Minute und die 8 MB Cache Seite 3 von 26

7 sorgen dennoch für eine ausreichend schnelle Verarbeitung der Daten. 4 Ablauf-, Termin- und Personalplanung 4.1 Ablaufplanung des Projekts Ablaufplan in chronologischer Reihenfolge Meeting mit dem Niederlassungsleiter und den Mitarbeitern der Abteilung Einkauf. Aufnahme des Ist-Zustandes. Definieren der Ziele. Einholen von Angeboten bei verschiedenen Distributoren. Preisvergleich der Angebote. Erstellen einer Kostenübersicht für die Geschäftsleitung. Genehmigung der Kosten für das Projekt durch die Geschäftsführung Bestellung der benötigten Hardware. Assemblierung und Konfiguration der Komponenten und des Systems Implementierung des Webfrontends inklusive Betriebstest Einweisung des Niederlassungsleiter und der Mitarbeiter Erstellung der Projektdokumentation 4.2 Terminplanung der Projektdurchführung Das Projekt wurde für die Kalenderwoche 13-14/2005 festgelegt. Da sich die Integration des neuen Systems nicht auf die täglichen Arbeitsabläufe auswirkt, kann das Projekt im laufenden Betrieb entwickelt und getestet werden. Die Übernahme der Daten aus der MS Access Datenbank wurde mit den Mitarbeitern abgeklärt, so das während der Datenübernahme niemand auf die Datenbank zugreift. Der betriebliche Ablauf wurde somit nur minimal beeinträchtigt. 4.3 Personalplanung Für das Projekt wurden insgesamt 35 Mannstunden veranschlagt. Da viele Programmmodule aufeinander aufbauen, ist es nicht möglich Programmmodule parallel zu entwickeln, was wiederum für die Durchführung des Projekts durch eine Person spricht. Seite 4 von 26

8 5 Kostenaufstellung 5.1 Angebotseinholung und Preisvergleich Die Hardware wurde bei verschiedenen Distributoren der Firma angefragt. Hierfür ergaben sich folgende Preise. Hardware Distributor 1 Distributor 2 Distributor 3 Gehäuse Chenbro Mercury ,00 21, Intel Pentium 4 3,0 GHz 142,00 140,58 147,50 Mainboard GA-8IG1000G 64, ,28 Kingston 1 GB Speicherkit 89,70 82, LiteOn DVD-Rom 16x/48x 16,20 17, Festplatte WD800JB 42,90 45,21 47,50 5,50 5,75 5,60 Netzteil Ultron UN380 Teac Floppy Laufwerk Netzwerkkarte 3C905CX 16,30 18,90 16,10 Da der Prozessor von Distributor 2 erst in ca. einer bis zwei Woche lieferbar ist, und das Speicherkit inklusive Mindermengenzuschlag und den Kosten für den Transport teurer ist als von Distributor 1, kam dieser Lieferant nicht in Frage. Das Gehäuse, Mainboard und die Netzwerkkarte könnte mit einer zweiten Bestellung, die nicht zum Projektumfang gehört, zusammengefasst und somit beim Distributor 3 bestellt werden. Die restliche Hardware ist komplett beim Lieferanten 1 verfügbar und könnte somit innerhalb eines Tages geliefert werden. 5.2 Mitarbeiterkosten Für firmeninterne Projekte wird für Auszubildene mit einem Mitarbeiterstundensatz von 15 Euro pro Stunde gerechnet. Für das Projekt wurden insgesamt 35 Mannstunden kalkuliert. Daraus ergeben sich Mitarbeiterkosten in Höhe von 525 für dieses Projekt. Seite 5 von 26

9 5.3 Kostenübersicht Chenbro Mercury Gehäuse 25,00 Netzteil Ultron UN380 21,90 Intel Pentium 4 3,0 GHz 142,00 Mainboard Gigabyte GA-8IG1000G 61,28 Kingston 1GB Speicherkit 89,70 LiteOn DVD-Rom 16x/48x 16,20 Festplatte WD800JB 42,90 Teac Floppy Laufwerk 5,50 Netzwerk 3C905CX 16,10 Gesamthardwarekosten 420,58 Mitarbeiterkosten 525,00 Gesamtkosten für das Projekt 945,58 Da keinerlei weiteren Kosten für die Software anfallen, belaufen sich die Kosten für das Projekt auf 945,58. Diese Kostenübersicht werden der Geschäftsleitung zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt. Nach der Genehmigung der Kosten für das Projekt durch die Geschäftsführung wurden Preise und Verfügbarkeit nochmals bei den Distributoren überprüft und entsprechend den Angaben des obigen Angebotvergleichs bestellt. 6 Assemblierung und Konfiguration der Systemkomponenten 6.1 Assemblierung der Komponenten Die für das System bestellten Komponenten wurden entsprechend den Spezifikationen zusammengefügt. Wake on Lan und die Onboard Netzwerkkarte wurden im BIOS des PC's deaktiviert. 6.2 Installation und Konfiguration Die für das System benötigte Software steht zum kostenlosen Download auf den Seiten der Hersteller bereit. (Siehe hierzu auch Anlage E: Quellenverzeichnis) Das Betriebssystem Suse 9.2 Professional war bereits als DVD Edition in der Firma vorhanden und musste nicht beschafft werden. Seite 6 von 26

10 6.2.1 Suse 9.2 Professional Als Grundsystem kommt Suse 9.2 Professional zum Einsatz. Diese Distribution hat sich mittlerweile als stabiles Grundsystem etabliert. Der PC wird von dem bereits vorhandenen Suse 9.2 DVD Medium gebootet. Anschliessend werden die entsprechenden Angaben zur Partitionierung und den Netzwerkeigenschaften eingegeben. Bei der Auswahl der Softwarepakete muss darauf geachtet werden, dass der später benötigte Samba Server mitinstalliert wird. Da aktuellere Versionen des Apache Webserver und MySql Server zum Einsatz kommen, können diese Softwarepakete von der Auswahl entfernt werden. Für die Entwicklung der PHPWebseiten, wird zusätzlich noch der HTML Editor Quanta Plus installiert. Um Sicherheitslücken und Fehler in Programmen zu beheben, wird nach der Installation mit Hilfe des Suse Watcher, der sehr ähnlich wie das automatische Update unter Windows funktioniert, das System aktualisiert Apache Webserver Version (Siehe hierzu auch Anlage B: Lamp) Das Software Paket wird mit dem Befehl tar -xfv apache.tar.gz in ein temporäres Verzeichnis entpackt und über die Konsole manuell kompiliert und installiert. Die Apache Konfigurationsdateien werden bei Suse im Pfad /etc/apache2 gespeichert. Die Datei /etc/apache2/httpd.conf ist die Hauptkonfigurationsdatei des Apache Webservers. Das Root Verzeichnis des Webserver, welches auch in der Datei httpd.conf konfiguriert wird, ist auf /srv/www eingestellt. In der Datei httpd.conf werden die Erweiterungsmodule wie PHP eingebunden MySql Datenbank Version (Siehe hierzu auch Anlage B: Lamp) Der MySql Server wirde mithilfe eines RPM Paketes über den Installationsmanager Yast installiert. Dies hat den Vorteil, dass noch benötigte Zusatzpakete gleich mit installiert werden. Die Administration der Datenbank erfolgt über das Webfrontend PhpMyAdmin. Seite 7 von 26

11 6.2.4 phpmyadmin Webfrontend Version Das Frontend wird mit dem tar Befehl auf der Konsolenebene in das temporäres Verzeichnis phpmyadmin entpackt und anschliessend der komplette Ordner in das Root-Verzeichnis des Apache Webserver kopiert. Das Webfrontend läßt sich nun über die URL in einen beliebigen Browser aufrufen. Abbildung : MySql Administrationsfrontend Samba Server Version (Siehe dazu auch Anlage C: Samba Server) Der Samba Server wurde bereits bei der Grundinstallation von Suse 9.2 Professional mitinstalliert. Die Konfigurationsdateien für den Samba Server sind unter /etc/samba abgelegt. In der Datei smb.conf werden die Freigaben für den Samba Server erzeugt. Damit der Austausch der Daten funktioniert, muss auf der Konsole mit dem Befehl smbpasswd -a username ein neuer Samba Benutzer angelegt werden. Die Passwortdaten werden verschlüsselt in der Datei smbpasswd im Verzeichnis /etc/samba hinterlegt. Seite 8 von 26

12 7 Datenübernahme von Microsoft Access in MySql 7.1 Datenexport aus Microsoft Access Die Datenbank wird über die integrierte Exportfunktion von Microsoft Access in einem Txt Format gespeichert. Um die Daten später problemlos in MySql wieder importieren zu können, müssen die Felder durch einen Tabulator getrennt werden und es darf kein Textbegrenzungszeichen gesetzt werden, da dies die Standartwerte von MySql sind. Nach dem Export der Daten in eine Txt Datei müssen die Daten manuell mit dem Programm OpenOffice Calc bearbeitet werden, um nicht benötigte Daten aus der Datei zu entfernen bzw. das Format der Datenfeder zu ändern. 7.2 Aufbau der Datenbank Für das Projekt wird eine Datenbank mit zwei Tabellen benötigt. Die Tabelle Bestellung ist die Haupttabelle. Hier werden die kompletten Bestelldaten gespeichert. Desweiteren ist die Tabelle SN nötig, um die Seriennummern der bestellten Artikel speichern zu können. Zwischen den Tabellen besteht eine 1:N Beziehung, da der Primarkey ID aus der Tabelle Bestellung als Fremdkey in der Tabelle SN hinterlegt ist. Abbildung : Struktur Tabelle Bestellung Zur schnellern Sucher der Artikelbezeichnungen und der Seriennummern sind die beiden Felder indiziert worden. Seite 9 von 26

13 7.3 Datenimport in MySQL Der Import der Daten wird über das Webfrontend des Verwaltungsprogramms PhpMyAdmin durchgeführt. Die Daten werden in die Tabelle Bestellung importiert. Da beim Export der Daten auf die Standardwerte geachtet worden ist, funktioniert der Import der Daten reibungslos. Anschliessend wird der korrekte Import, über das PhpMyAdmin Verwaltungstool überprüft. 8 Programmierung des Webfrontends 8.1 Anforderungen an das Webfrontend Um die Funktionen des Microsoft Access Bestellsystem komplett zu ersetzen, ist es nötig insgesamt sechs Module zu entwickeln. Für die Erfassung der Seriennummern muss ein zusätzliches Programmodul entwickelt werden, da dies mit Access noch nicht möglich war. Das komplette System muss multiuserfähig sein. Die Oberfläche soll intuitiv gestaltet sein, so dass eine lange Einarbeitungszeit entfällt. 8.2 Oberfläche des Webfrontends Die Oberfläche des Webfrontends wird über zwei Frames aufgebaut. Im oberen Frame wird die Navigationsleiste eingeblendet und im unteren die einzelnen Programmmodule. Um die Navigation zu vereinfachen wird mit einem Hover-Effekt über ein Javascript angezeigt, in welchem Programmteil man sich im Moment befindet. 8.3 Programmmodul Liste Wareneingang Im Programmmodul Wareneingang werden alle Daten der Bestelldatenbank angezeigt. Zum Erzeugen der Tabellenüberschriften werden die Feldnamen aus der Datenbank Bestellung ausgelesen. Da die aktuellsten Bestellungen zuerst angezeigt werden sollen, wird die Datenbank mit der Option DESC sortiert. Dadurch wird die Datenbank nach dem Feld ID absteigend ausgegeben, also der letzte Eintrag zuerst. Damit nicht die komplette Datenbank auf eine Seite geladen wird, werden pro Seite 100 Datensätze ausgegeben. Über einen Link am Ende der Liste kommt man dann zu den nächsten Datensätzen. Am Anfang der Liste wurde eine Suche implementiert, um schneller zu älteren Bestellungen zu gelangen. Die Suche entspricht dem Modul Seite 10 von 26

14 Suche. Um die Daten für den Einkauf aktuell zu halten, wird die Seite über einen Meta-Tag alle fünf Minuten neu geladen. Abbildung : Programmodul Wareneingang 8.4 Programmmodul Bestellung Das Programmmodul Bestellung dient zur Eingabe der zu bestellenden Artikel. Die Daten werden über ein Formular in die Datenbank eingetragen. Beim Eintragen prüft das Formular, ob die Pflichtfelder Artikel und Bemerkung ausgefüllt sind. Falls dies nicht so ist, wird der Anwender darauf hingewiesen. Das Feld Datum wird automatisch mit dem aktuellen Datum ausgefüllt, kann aber auch manuell geändert werden. Die Artikel werden standardmäßig mit dem Status noch nicht bestellt in die Datenbank eingetragen. Falls der Artikel schon bestellt worden ist, kann der Status auf bestellt gesetzt werden. Wenn eine Bestellung in die Datenbank eingetragen worden ist, wird der Einkauf per benachrichtigt, damit etwas bestellt werden muss. Nach dem Eintragen einer neuen Bestellung in die Datenbank gelangt der Anwender wieder auf die Seite des Bestellformulars. Des weiteren wird eine Übersicht der noch zu bestellenden Artikel angezeigt. Über diese lässt sich der Status aller Bestellung auf bestellt setzen und mit dem SQL Update Befehl die Datenbank aktualisieren. Abbildung : Programmodul Bestellung Seite 11 von 26

15 8.5 Programmmodul Eingabe Wareneingang Das Modul Wareneingang dient zur Übersicht der Artikel die im Backlog stehen. Wenn die bestellte Ware geliefert wird, werden die Artikel in dieser Liste markiert und als geliefert ausgetragen. Nach dem Austragen wird der Anwender in das Modul zur Eingabe der Seriennummern weitergeleitet. Die Anzahl der Felder für die Seriennummern wird dynamisch nach Anzahl der bestellt Artikel generiert. Nach der Eingabe wird die Seriennummer zusammen mit dem ID Feld aus der Tabelle Bestellung in der Tabelle SN gespeichert. 8.6 Programmmodul Bestelländerung Über dieses Modul können die Artikel, welche noch nicht als bestellt markiert sind, geändert werden. Die Tabellenfelder werden als Formularfelder genutzt und mit den Daten aus der Datenbank gefüllt. Nach dem Ändern der Daten erhält der Anwender eine Übersicht über seine Änderung. 8.7 Programmmodul Suche Hier lassen sich alte Bestellungen anhand der Artikelbezeichnung suchen und zur Wiederbestellung in die Datenbank eintragen. Mit der PHP-Abfrage stristr kann man die Groß-/Kleinschreibung umgehen, da diese Abfrage nur nach der Zeichenkette im Feld Artikel sucht. Die Anfragen, die den Wert True zurückliefern, werden tabellarisch aufgelistet. Über den Button im Feld erneut bestellen, können bereits gelieferte Artikel sofort wieder in die Bestelldatenbank eingetragen werden. Um die Daten vor dem Eintragen in die Datenbank modifizieren zu können, werden diese an das Formular im Programmmodul Bestellung übergeben. Auch hier wird der Einkauf über die neue Bestellung per benachrichtigt. 8.8 Programmmodul Löschen Für den Fall, dass ein Artikel z.b. vom Kunde storniert worden ist, wurde das Modul löschen entwickelt. Hier können noch nicht als bestellt markierte Artikel wieder gelöscht werden. Falls ein Artikel bereits bestellt worden ist, und er aber dennoch gelöscht werden soll, geht dies nur mit Hilfe des MySql Administrationstool Seite 12 von 26

16 PhpMyAdmin. 8.9 Programmmodul Seriennummern Mit Hilfe dieses Moduls können die Seriennummern bereits gelieferter Artikel gesucht werden. Die Suche funktioniert nachdem selben Prinzip, wie die Suche nach Artikel. Es kann nach einzelnen Zeichenketten einer Seriennummer gesucht werden. Als Ergebnis werden alle Seriennummer zurückgeliefert die diesen String enhalten. Desweiteren wird ausgegeben, wann und von welchem Lieferanten der Artikel bezogen worden ist. Dies geschieht mit Hilfe der in der Tabelle SN gespeicherten ID aus der Tabelle Bestellungen. Über diese lassen sich alle zum Artikel gehörenden Bestelldaten aus der Tabelle Bestellung auslesen. 9 Squid 9.1 Installation des Proxyservers (Siehe hierzu auch Anlage D: Ablaufdiagramm Proxy Server) Das Quellpaket zum kompilieren wurde von der Homepage der Entwickler heruntergeladen und auf der Konsole mit dem Befehl tar xzf squid_2.5.tar.gz entpackt. Nach dem Wechsel in das neu erzeugte Verzeichnis sammelt der Befehl configure alle wichtigen Informationen. Anschliessend werden mit dem Make Befehl alle nötigen Programm- und Konfigurationsdateien erzeugt. Da man als normaler Benutzer in bestimmten Verzeichnissen keine Schreibrechte hat, muss man sich mit dem Befehl su als root an der Konsole anmelden. Zum Schluss muß der Befehl make install ausgeführt werden, damit alle Verzeichnisse angelegt und die benötigten Dateien in die richtigen Verzeichnisse kopiert werden. 9.2 Konfiguration und Inbetriebnahme Der Proxy muss nun über die Datei squid.conf im Verzeichnis /etc/squid konfiguriert werden. Hier werden die Grundeinstellungen wie Hostname, IP Adresse und Port, auf die der Proxy lauschen soll, eingestellt. Des Weiteren werden hier die kompletten Cache Einstellungen des Proxy Servers konfiguriert, dazu gehören unter anderem das Verzeichnis für den Cache und die Größe des Cache. Beim Cache Modus habe ich mich Seite 13 von 26

17 für den HEAP LFUDA Modus entschieden, da dieser im Gegensatz zu den anderen Modi die Byte Hitrate erhöht. In diesem Modus werden häufig angefragte Objekte im Cache behalten. Um eine höhere Byte Hitrate zu erhalten müssen verschiedene Werte wie z.b. Maximum_Object_Size, angepasst werden. Abildung : Auszug aus der Datei Squid.conf Nach der Konfiguration muss mit dem Befehl squid -z die Verzeichnisstruktur von Squid angelegt werden. Anschliessend wird der Proxy im Debug Modus auf der Konsole gestartet, dadurch werden die Informationen direkt auf der Konsole ausgegeben. 9.3 Konfiguration der Clients Um nicht an allen Clients die Proxyeinstellungen des Browser manuell zu ändern, wird dies mithilfe einer Windows 2003 Domain Policy durchgeführt. Diese wird beim Anmelden eines Benutzers an der Domaine Stuttgart2004 geladen. Für lokale Adressen, wie z.b. das Bestellsystem, wird der Proxy nicht genutzt. Seite 14 von 26

18 Abbildung : Konfiguration der Gruppenrichtlinie 10 Testphase 10.1 Test der Proxyservers Der Proxyserver wurde an einzelnen Clients eingetragen und einem Testlauf unterzogen. Nach dem keinerlei Probleme im Betrieb aufgetreten sind wird die Gruppenrichtlinie für die Domaine eingerichtet und mit dem Befehl gpupdate die Richtlinien aktualisiert. Bei der nächsten Anmeldung wird somit jedem Benutzer der Proxy Server automatisch zugewiesen Test der Bestelldatenbank Die Bestelldatenbank wird durch einen Mitarbeiter des Einkaufs auf Vollständigkeit der alten Daten überprüft. Anschliessend werden verschiedene Bestellabläufe simuliert. Beim Modul Seriennummern treten vereinzelnd noch Probleme bei der Erfassung der Daten auf. Der Fehler kann aber relativ schnell durch das Ändern einer Typdeklaration behoben werden. Seite 15 von 26

19 11 Abschluß des Projekts 11.1 Einweisung der Mitarbeiter Für den Umgang mit dem Proxy Server müssen die Mitarbeiter nicht eingewiesen werden. Die grundsätzlichen Funktionen des neuen Bestellsystems werden in der Freitags stattfindenden Mitarbeiterbesprechung anhand verschiedener Bestellabläufe erläutert und Fragen beantwortet. Da die Mitarbeiter der Abteilung Einkaufs beim Entwicklungsprozess beteiligt waren, musste eine tiefer greifende Einführung für die Abteilung nicht durchgeführt werden Systemdokumentation und Übergabe Nach Einweisung der Mitarbeiter wird die Systemdokumentation erstellt. Anschliessend wird das System und die Dokumentation an den Niederlassungsleiter übergeben. Seite 16 von 26

20 A Glossar 1:N Beziehung Wenn zwei Tabellen mit einer 1:n-Beziehung miteinander verknüpft sind, dann befindet sich in dem Teil mit der "1" ein Attribut als Primärschlüssel. In der Tabelle mit den "n" zugeordneten Datensätzen existiert ein Schlüssel, der in seinem Datentyp identisch ist mit diesem Primärschlüssel. Über dieses Feld kann man einen dieser Datensätze der Tabelle n eindeutig einem der Datensätze der Tabelle 1 zuordnen, da der Fremdschlüssel in der einen Tabelle denselben Wert hat, wie der Primärschlüssel der anderen Tabelle. Apache Sehr schneller und stabiler Webserver, der unter der GNU GPL steht. Der Webserver kann von der Homepage der Entwickler für verschiedene Plattformen heruntergeladen werden. Siehe hierzu auch Anlage B : LAMP Assemblierung Eigenbau eines PCs oder Notebooks. Die Hardwarekomponenten werden in Eigenarbeit zusammen geschraubt. Backlog Artikel die bestellt, aber vom Lieferanten noch nicht geliefert worden sind. BIOS Das Basic Input Output System bildet die grundlegende Schnittstelle zwischen der Hardware und der darüber liegenden Software. Es initalisiert die Hardware, startet das Betriebssystem und enthält einige Ein-/Ausgaberoutinen. Browser Ein Browser ist ein Programm, das den Zugriff und die Darstellung von Seiten des World Wide Web ermöglicht z.b Firefox, Opera und Internet Explorer. Byte Hitrate Sie stellt das Verhältnis aus dem Datenvolumen, welches dem Proxy Cache entnommen wurde, und dem Gesamtvolumen an Daten dar. Cache Speicher des Proxys, in dem Objekte zwischengespeichert werden. Client Ein PC der sich an einem Netzwerk anmeldet, von dort dem Nutzer Dienste bereitstellt, selbst aber eigentlich keine anbietet. Console Eingabemaske zur Befehlseingabe und zur Ausgabe der Befehlsergebnisse. Domain Policy (Gruppenrichtlinie) Gruppenrichtlinie die es erlaubt computer- oder anwenderspezifische Einstellungen zu konfigurieren. Dieser werden bei der Anmeldung am Netzwerk automatisch zu gewiesen oder nach 90 Minuten automatische aktualisiert. DSL DSL steht für Digital Subscriber Line und bezeichnet verschiedene Techniken für eine Seite 17 von 26

21 breitbandige digitale Verbindung über ein Telefon-Zugangsnetz. DVD Die Digital Video Disc ist ein Speichermedium ähnlich der CD-Rom jedoch mit wesentlicher höherer Speicherkapazität. Frontend Ein spezielles Programm das eine grafische Oberfläche für verschiedene Dienste zur Verfügung stellt. Es dient dem Benutzer als Eingabehilfe. GNU GPL GPL bezeichnet eine Lizenz für "freie" Software bzw. genauer für deren Programmquellcode. Freie Software bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sie von jedem Gebraucht, geändert und angepasst werden kann. Besonders wichtig ist, dass jegliche veränderte Software wieder unter die GPL gestellt werden muss, dh. frei weitergegeben werden muss gpupdate Ein Befehl mit dem geänderten Gruppenrichtlinien sofort aktualisiert werden können. Standardmäßig werden die Richtlinien alle 90 Minuten aktualisiert HTML HyperText Markup Language ist eine Beschreibungs-/Auszeichnungssprache für Seiten im World Wide Web. Sie werden von einem Browser dargestellt. Indiziert Im Gegensatz zum Primärkey, dient die Indizierung eines Tabellenfeldes zur schnelleren Suche. Dafür wird eine Tabelle angelegt, in der die Werte z.b. alphabetisch Sortiert vorliegen. Durch diese Sortierung kann der eingesetzte Suchalgorithmus die Ergebnisse schneller zurückliefern. Kompilieren Kompilieren ist ein Vorgang, in dem ein Programm, das in einer bestimmten Programmiersprache geschrieben wurde, in äquivalente Maschinesprache übersetzt wird. Dies geschieht mit Hilfe eines Compilers. HEAP LFUDA Häufig angefragte Objekte werden im Cache gehalten, selten angefragte werden freigegeben, unabhängig von deren Größe. Damit wird ein häufiger angefragtes, großes Objekt ggf. auf Kosten vieler kleiner Objekte im Cache gehalten. Linux Linus Torvald's Unix ist heute als ein freies und portables Betriebssystem bekannt. Da es unter der GNU GPL (General Public License) steht, müssen die Quelltexte der Öffentlichkeit frei zugänglich sein. Linux ist aber im eigentlichen Sinne kein Betriebssystem sondern nur die wichtigste Komponente des Betriebssystem, der Kernel. Dieser bildet die Grundlage für das Betriebssystem. Maximum_Object_Size Gibt die maximale Größe eines Objekts an, das im Cache des Proxys gespeichert wird. Größere Objekte werden nicht gespeichert. Seite 18 von 26

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