WOHNEN IM ZENTRUM. Rheinland-Pfalz fördert Wohnungsbau in Orts- und Stadtkernen

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1 WOHNEN IM ZENTRUM Rheinland-Pfalz fördert Wohnungsbau in Orts- und Stadtkernen

2 Vorwort Schon heute freue ich mich auf Ihre Initiative und frische Ideen, die ich gerne unterstützen möchte. Deshalb habe ich Ihnen in dieser Broschüre die wichtigsten Informationen über unser Programm zusammengestellt. Ihr Gemeinschaftliches Wohnen in Hausgruppen, Alt und Jung unter einem Dach, Wohn- und Arbeitsgemeinschaften, barrierefreies Wohnen durch neue Ideen alte Strukturen wiederbeleben. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Wohnen im Zentrum zu fördern, bedeutet Leben in die Ortskerne und Städte zu bringen. Infrastrukturen werden erhalten und verbessert. Die Zentren werden wieder attraktiver, für Bewohner wie auch Besucher. Die Lebensqualität steigt. Mit dem neuen Förderprogramm möchte die Landesregierung die Aufwertung der Ortszentren in ganz Rheinland-Pfalz unterstützen und hat sich das Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal als besonderen Schwerpunkt gesetzt. Da sich die Ansprüche in einer modernen Gesellschaft auch an das Wohnen stark verändert haben, fördert das Land insbesondere neue Formen und innovative Lösungen im Wohnungsbau. In den Orts- und Stadtzentren sollen Angebote für junge Familien, Singles und die Generation 50+ geschaffen werden, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden und eine soziale Durchmischung zu erreichen. Auch die Verbindung von Arbeiten und Wohnen ist in Zeiten zunehmender Digitalisierung ein Trend, den das Förderprogramm berücksichtigt. Prof. Dr. Ingolf Deubel Finanz- und Bauminister Rheinland-Pfalz Wie viel Eigenkapital ist nötig? Grundsätzlich gilt: Je mehr Eigenkapital, desto besser, denn dadurch verringert sich die notwendige Darlehenshöhe. Gängig ist die Faustformel 20 zu 80: Das heißt, wenigstens 20 Prozent an Eigenmitteln sollten angespart sein, da Hypothekenbanken Kredite bis zu 80 Prozent des Kaufpreises besonders zinsgünstig vergeben. Bei weniger als 20 Prozent Eigenkapital und fehlenden sonstigen Sicherheiten kann die Gesamtfinanzierung allerdings teuer werden. WAS WIRD GEFÖRDERT? Wohnungsbau in Orts- und Stadtkernen Mindestens 60% Wohnbaufläche muss das Bauprojekt aufweisen. 40% können für Büros oder verträgliches Gewerbe genutzt werden. Mindestens vier Wohneinheiten muss das Bauprojekt umfassen. Das Bauprojekt muss entsprechend der DIN Teil 2 Barrierefreie Wohnungen geplant und errichtet werden. Schwerpunkt: barrierefreies Wohnen gemeinschaftliches Wohnen Förderfähige Kosten Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen Neubaumaßnahmen in innerörtlichen Lagen Vorbereitende Maßnahmen der Projektentwicklung zur Förderung der Bauqualität Abrisskosten

3 WIE WIRD GEFÖRDERT? Förderung mit Zuschüssen Bis zu 250, Euro je m 2 Wohnfläche Wohnumfeldmaßnahmen Mehrkosten, die durch grundstücksbezogene, gestalterische, bauaufsichtliche oder denkmalpflegerische Anforderungen entstehen. Besondere Voraussetzungen: Miet- und Genossenschaftswohnungen Festlegung einer Mietobergrenze für die Dauer von 10 Jahren 5,15 Euro/m 2 (Mietenstufen 5, 6) 4,85 Euro/m 2 (Mietenstufe 4) 4,65 Euro/m 2 (Mietenstufen 1, 2, 3) Die Zulässigkeit von Mieterhöhungen wird in der Förderzusage geregelt. Selbstgenutztes Wohneigentum Eigentümer dürfen die Einkommensgrenze des 9 Abs. 2 des Wohnraumförderungsgesetzes um nicht mehr als 60% übersteigen Das Wohneigentum ist für die Dauer von 10 Jahren an den geförderten Eigentümer gebunden. (auch Gemeinschaftsflächen), jedoch nicht mehr als 40% der förderfähigen Kosten. Förderberechtigt: Projektträger Das können private Investoren, Wohnungsbaugesellschaften oder Kommunen sein. Besondere Förderung: In besonders begründeten Einzelfällen kann der Zuschuss angehoben werden, wenn die erforderlichen Kosten für eine Sanierung bzw. Modernisierung oder den Umbau für spezielle Zielgruppen die Wirtschaftlichkeit der Gesamtmaßnahme ausschließen. Förderungsausschluss: Die Förderung wird nur gewährt, wenn die Kosten nicht bereits im Rahmen der Städtebauförderung, der Dorferneuerung oder der sozialen Wohnraumförderung berücksichtigt wurden. Nicht gefördert werden Maßnahmen, deren Bau bereits begonnen oder für die bindende Verpflichtungen (z. B. Darlehensverträge) eingegangen wurden, bevor die Förderzusage erteilt ist. Das Ministerium der Finanzen kann in begründeten Fällen in den vorzeitigen Baubeginn oder vorzeitigen Vertragsabschluss einwilligen. WEITERE INFORMATIONEN Antragstellung: Der Antrag wird beim Ministerium der Finanzen gestellt. Unter (Service Vordrucke Bauen und Wohnen) finden Sie die Antragsvordrucke. Ansprechpartner: Peter Bentz Finanzministerium RLP Tel Vertrag: Der Zuwendungsvertrag wird durch die Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz abgeschlossen. Ansprechpartner: Michael Back Landestreuhandbank RLP Tel Rechtliche Grundlage: Experimenteller Wohnungsbau Hier: Wohnen in Orts- und Stadtkernen Verwaltungsvorschrift des Ministeriums der Finanzen Rheinland-Pfalz vom 14. Dezember 2006 (MinBl. 2007, S. 240), zuletzt geändert durch Verwaltungsvorschrift des Ministeriums der Finanzen Rheinland-Pfalz vom 26. Januar 2009 (MinBl. 2009, S. 74).

4 Errichtung von 5 Wohneinheiten, davon 4 Miete, 1 Selbstnutzung Erwerb und Modernisierung von 4 Wohneinheiten, alle Miete Grundstück , Baukosten , Abriss, Planung, Baustellensicherung , Wohnumfeldmaßnahmen , Förderfähige Gesamtkosten , Wohnfläche gesamt 500 m 2 (Mietwohnungen 400 m 2, Eigentumswohnung 100 m 2, Gemeinschaftsfläche 25 m 2 ) förderfähige Wohnfläche (einschl. Gemeinschaftsfläche) 525 m 2 Wohnen in Orts- und Stadtkernen , 250, je m 2 Wohnfläche = 525 m 2 x 250, Erwerbskosten , Modernisierung , Planung, Baustellensicherung , Wohnumfeldmaßnahmen 5.000, Förderfähige Gesamtkosten , Wohnfläche gesamt 345 m 2 (Mietwohnungen 320 m 2, Gemeinschaftsfläche 25 m 2 ) förderfähige Wohnfläche (einschl. Gemeinschaftsfläche) 345 m 2 Wohnen in Orts- und Stadtkernen , 250, je m 2 Wohnfläche = 345 m 2 x 250, = , höchstens 40% der förderfähigen Gesamtkosten = , BERECHNUNGS-B

5 Erwerb und Umbau/ Modernisierung von 4 Wohneinheiten, alle Eigentum Einkommensgrenze wird eingehalten Erwerbskosten , Modernisierung , Planung, Baustellensicherung , Wohnumfeldmaßnahmen 0, Zwischensumme , Abzug wegen höherwertiger Modernisierung , Förderfähige Gesamtkosten , Wohnfläche gesamt 360 m 2 (4 WE à 90 m 2, keine Gemeinschaftsflächen) förderfähige Wohnfläche 360 m 2 Wohnen in Orts- und Stadtkernen , 250, je m 2 Wohnfläche = 360 m 2 x 250, Umbau und Modernisierung von 10 Wohneinheiten, alle Miete 8 WE mit Mietpreisbindung, 2 WE frei Wohnfläche 4 WE á 60 m 2 Mietpreisbindung/förderfähig 240 m 2 4 WE á 75 m 2 Mietpreisbindung/förderfähig 300 m 2 2 WE á 100 m 2 frei/nicht förderfähig 200 m 2 Gemeinschaftsfläche (wird auf die Miete umgelegt) Aufenthaltsraum, Begegnungsfläche förderfähig 45 m 2 Abstellraum (Rollstuhl,Verbandmittel) förderfähig 20 m 2 Wohnfläche gesamt 805 m 2 förderfähige Wohnfläche (einschl. Gemeinschaftsfläche) 605 m 2 Umbaukosten (einschl. Aufzug) , Modernisierung , Planung, Baustellensicherung , Wohnumfeldmaßnahmen , Gesamtkosten , Förderfähige Gesamtkosten ,70 EISPIELE Wohnen in Orts- und Stadtkernen , 250 je m 2 Wohnfläche = 605 m 2 x 250,

6 Impressum Eine Information des Ministeriums der Finanzen Rheinland-Pfalz, Kaiser-Friedrich-Straße 5, Mainz, Telefon: Redaktion: Dipl. Ing. Nicole Berger M. A., Peter Bentz, Agnes Neureiter (verantwortlich) Gestaltung: eigenart Eckhardt & Pfannebecker Fotos: Ministerium der Finanzen, eigenart Eckhardt & Pfannebecker Druckerei: Printec GmbH, Kaiserslautern Stand: Juni 2009 Diese Druckschrift wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Landesregierung Rheinland-Pfalz herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch Wahlwerbern oder Wahlhelfern im Zeitraum von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt für Landtags-, Bundestags-, Kommunal- und Europawahlen. Missbräuchlich ist während dieser Zeit insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen, an Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken und Aufkleben parteipolitischer Informationen oder Werbemittel. Untersagt ist gleichfalls die Weitergabe an Dritte zum Zwecke der Wahlwerbung. Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die Druckschrift nicht in einer Weise verwendet werden, die als Parteinahme der Landesregierung zugunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte. Den Parteien ist es gestattet, die Druckschrift zur Unterrichtung ihrer eigenen Mitglieder zu verwenden.

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