Datareport. Gemeinsam können wir es besser. Sachsen-Anhalt plant Dataport-Beitritt

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1 Datareport Sachsen-Anhalt plant Dataport-Beitritt Gemeinsam können wir es besser Open Data Portal Hamburg Revolutionär in Hinsicht auf die Verwaltungskultur Justizvollzug in Schleswig-Holstein IT-Infrastruktur für vielfältige Aufgaben Digitaler Behördenfunk Eine einzigartige Verbindung 1

2 30 JAHRE Bechtle AG IT-E-Commerce IT-Systemhaus & Managed Services Begeisterungsfähigkeit Zuverlässigkeit Beharrlichkeit Bechtle verbindet zwei Geschäftsbereiche zu einem großen Ganzen: auf der einen Seite 65 IT-Systemhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz, auf der anderen IT-E-Commerce in 14 europäischen Ländern. Dazu kommen Kunden und rund exzellente Mitarbeiter, Kundennähe, Partnerschaft und maßgeschneiderte IT-Lösungen. Außerdem hersteller neutrale Beratung, Beschaffung, Integration, Managed Services und Schulungen sowie IT-Produkte und kun denindivi duelle Online-Shops. Ganze Arbeit leisten wir auch bei den Bechtle Werten. Deshalb können Sie die Bodenhaftung, Beharrlichkeit, Zuverlässigkeit und Begeisterungsfähigkeit unserer Mitarbeiter in der täglichen Zusammenarbeit spüren. Ihre bessere IT-Hälfte. Bodenhaftung Bechtle IT-Systemhaus Hamburg Alter Teichweg 19, Hamburg Telefon 040/ _ANZ_Apfel_Dataport_176x261_03hs.indd :01 2

3 Editorial Mut zum Teilen Liebe Leserin, lieber Leser, worum geht es, wenn ein Hamburger Staatsrat einen Veränderungsprozess innerhalb der Verwaltung als richtig revolutionär bezeichnet? In unserem Fall spricht Finanzstaatsrat Jens Lattmann über das Hamburger Transparenzgesetz und seine Auswirkungen auf die Verwaltungskultur. Die seien, so Lattmann im Interview auf Seite 20, eben richtig revolutionär. Mit ihrem Open Data Portal hat die Hansestadt einen ersten Schritt hin zu mehr Offenheit und Transparenz in der Verwaltungskultur gemacht. Doch was ist so revolutionär an dem Gedanken, Transparenz zu schaffen? Für Jens Lattmann ist es die Tatsache, dass die Interpretationshoheit über die Daten künftig bei jedermann liegt daran muss sich die Verwaltungskultur anpassen. Auch jenseits von Open Data und Transparenzgesetz befinden wir uns in kulturellen Anpassungsprozessen. Neue Ideen und Geschäftsmodelle führen weg von den althergebrachten Vorstellungen von Haben und Sein. Die Idee des Sharing, des Teilens, setzt sich immer wieder erfolgreich durch. Auto-Sharing-Modelle sind in Großstädten und Ballungsräumen ausgesprochen erfolgreich. Die Automobil-Industrie hingegen ist besorgt, da junge Menschen immer weniger Interesse daran zeigen, ihren Führerschein zu machen. Potenzielle Käufergruppen drohen verloren zu gehen. Städteplaner und Energieexperten visionieren dagegen Wohnquartiere, in denen Elektroautos, die der Gemeinschaft gehören, nach deren Bedarf verwendet werden. Werden sie nicht genutzt, dienen sie als Speicher für regenerative Energie. Man muss nicht zwingend mit den Vorstellungen der Piraten sympathisieren, um festzustellen, dass sich schleichend, aber deutlich merklich, Veränderungsprozesse vollziehen. Aufgaben und Verantwortlichkeiten anderen zu übertragen oder Wissen offenzulegen. Dafür sind die Chancen, gemeinsam einen Mehrwert zu schaffen groß. Sachsen-Anhalt hat diesen Mut und plant, dem Dataport-Verbund beizutreten. Dabei war es für das Bundesland wichtig, keinen Outsourcing- Partner zu finden, sondern auf Augenhöhe mit den anderen Trägerländern zusammenzuarbeiten. Die Parlamente der Dataport-Trägerländer werden noch in diesem Jahr über den Beitritt entscheiden. Auf den Seiten 10 und 13 lesen Sie, welche Aufgaben Sachsen-Anhalt u. a. mithilfe von Dataport meistern will und wie CIO Michael Richter dazu steht. Die Idee, ein Verfahren, ein Netz, ein Rechenzentrum zu teilen und die notwendigen Infrastrukturen gemeinsam weiterzuentwickeln, verbirgt sich auch hinter den verschiedenen Projekten, die wir Ihnen in dieser Ausgabe vorstellen. Dazu gehören zum Beispiel KoPers und LNV+BOS. Im ersten Fall nehmen die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein sowie Dataport und die schleswigholsteinischen Kommunen ein gemeinsames Personalmanagementsystem in Betrieb und meistern die Hürden der dafür notwendigen Zusammenarbeit (S.16). Während Schleswig-Holstein mit dem Projekt LNV+BOS vormacht, wie eine Netzinfrastruktur zweifach genutzt werden kann (S.29). Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und wenn Sie dieses Heft gelesen haben, geben Sie es doch einfach weiter. Ihre Britta Heinrich Britta Heinrich, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit Geht die Gleichung Weniger haben, aber viel teilen = mehr Erfolg auf? Die Idee, Ressourcen und Wissen zu teilen, verlangt viel Willen zum gemeinsamen Vorgehen. Es gehört auch immer Mut dazu, 3

4 Inhalt Titel 10 Gemeinsam auf dem Weg Wenn alle Parlamente dem neuen Staatsvertrag zustimmen, wird Sachsen-Anhalt sechster Träger von Dataport. Genau wie andere Bundesländer steht auch Sachsen-Anhalt vor der schwierigen Aufgabe, mit knappen Mitteln immer komplexer werdende IT bereitzustellen. 13 Es gibt zu viele IT-Inseln im Land Was sind die Hintergründe für den geplanten Beitritt Sachsen- Anhalts zum Dataport-Verbund? Michael Richter ist CIO des mitteldeutschen Bundeslandes. Im Interview spricht er über IT-Strategien und Chancen von Kooperationen. 6 In Kürze Auskommentiert 9 Zu den Grundwerten bekennen Big Data fördert den menschlichen Fortschritt? Nicht ganz falsch, meint Dr. Thilo Weichert, Landesbeauftragter für Datenschutz Schleswig-Holstein. Aber bitte in Einklang mit den rechtsstaatlichen Regeln. Mit System KoPers startet in den Produktivbetrieb Dataport hat im April die Gehälter von rund Mitarbeitern erstmals erfolgreich mit KoPers abgerechnet. Nun beginnt der Produktivbetrieb auch in den schleswig-holsteinischen Kommunen. Neue IT-Infrastruktur für vielfältige Aufgaben IT ist eine wichtige Grundlage für die Organisation des Strafvollzugs. Fünf Justizvollzugsanstalten in Schleswig-Holstein wurden jetzt von Dataport mit der standardisierten IT-Infrastruktur +1 ausgestattet. Modern verwalten 18 Das Open Data Portal ist nur ein Anfang Im Februar wurde das Open Data Portal Hamburg freigeschaltet. Im Interview erläutert der Hamburger Staatsrat Jens Lattmann, wie das Open Data Portal zu mehr Transparenz in der öffentlichen Verwaltung beiträgt. 4

5 Ich bin dann mal weg zum Studium Erst Ausbildung, dann Studium und nebenbei als Fachkraft arbeiten? Das geht bei Dataport ohne Probleme. Sowohl Unternehmen als auch Auszubildende profitieren von dieser Lösung. Das Gelernte direkt anwenden Vier Nachwuchskräfte erzählen, warum sie sich nach ihrer betrieblichen Ausbildung für ein Studium mit Teilzeitjob bei Dataport entschieden haben TechnoLogisch Eine einzigartige Verbindung Die schleswig-holsteinischen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) führen ein neues digitales Funksystem ein. Dataport hat als IT-Partner den Festnetzbereich des BOS- Zugangsnetzes in Schleswig-Holstein aufgebaut. Die Verfahren können einziehen Beim Bau des neuen Dataport-Rechenzentrums ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Systemräume beider Standorte sind fertiggestellt und werden für die ersten Verfahrensmigrationen vorbereitet Unternehmen Zwei Teams mit einem Ziel Der User Help Desk von Dataport bietet Anwendern bei IT- Störungen telefonisch schnelle Hilfe. Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, wurde der UHD personell aufgestockt und in zwei Gruppen geteilt. 30 Querbeet Mittendrin statt nur dabei In den Elbe-Werkstätten reinigen behinderte Menschen funktionstüchtige Telefone, die von Dataport bei Kunden gegen neue Geräte austauscht wurden. Fast wie neu kommen die Geräte dann anderweitig wieder zum Einsatz. 34 Impressum Herausgeber: Dataport Anstalt des öffentlichen Rechts Altenholzer Straße Altenholz Telefon (0431) Telefax (0431) Internet: Redaktion: Britta Heinrich (v.i.s.d.p.) Redaktionsleitung: Anina Trautermann Redaktionsbeirat: Ingo Bräuer, Hubertus Fiedler, Ulrich Meyer, Michael Müller, Gerd Schramm, Sabine Wichmann, Florian Bayer Reproduktion: Freie und Hansestadt Hamburg, Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung Layout: Christina Walter Auflage: 4 400, Ausgabe: 2 / Juni 2013 Fotos: alle nicht näher bezeichneten Fotos Dataport Die einzelnen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Ein Nachdruck auch auszugsweise ist nur nach Genehmigung der Redaktion gestattet. 5

6 In Kürze Auszeichnung für beste Verwaltungs-Apps Sie sind rund um die Uhr verfügbar und ersetzen den zeitaufwendigen Behördengang: Verwaltungs-Apps ermöglichen einen mobilen und flexiblen Bürgerservice und werden von immer mehr öffentlichen Einrichtungen angeboten. Im März hat die Fachzeitschrift egovernment Computing nun gemeinsam mit der Bundesbeauftragten für IT, Cornelia Rogall-Grothe, die besten Apps der deutschen Verwaltungen ausgezeichnet. In der Kategorie Bund wurde die Auszeichnung an die Zoll-App des Bundesministeriums der Finanzen verliehen. Die App informiert über alle geltenden Einfuhrbeschränkungen und verfügt über einen Rechner, mit dem Mengen und Wertfreigrenzen für Einfuhren nach Deutschland kalkuliert werden können. Den Preis für die beste Landes-App erhielt die BORISplus-App aus Nordrhein-Westfalen, die den mobilen Abruf von Bodenrichtwerten ermöglicht. Auf kommunaler Ebene konnte die Stuttgart-App mit ihrem Aufbau nach dem Lebenslagenprinzip und der Unterstützung des neuen Personalausweises punkten. Der Preis in der Kategorie Entwickler ging an die App Lehrstellenradar, die von der ODAV AG für die Deutsche Handwerkskammer entwickelt wurde. Die Universität Paderborn erhielt einen Sonderpreis für ihre Studierenden-App. Verein Kommune 2.0 gegründet Das Internet verstärkt für den Dialog zwischen Verwaltung, Bürgern und Wirtschaft einsetzen das ist Ziel des gemeinnützigen Vereins Kommune 2.0, der im März gegründet wurde. Der Verein mit Sitz in Berlin will Vertretern aus über 100 Städten, Kreisen und Gemeinden sowie aus Wirtschaft und Kommunalpolitik einen direkten Austausch ihrer Erfahrungen mit E-Service-Projekten ermöglichen. So könnten erfolgreich betriebene individuelle Lösungen für den interkommunalen Einsatz neuer Internetservices genutzt werden. Der Verein will auf diese Weise dazu beitragen, kommunales Handeln mit Hilfe der Möglichkeiten des Web 2.0 transparenter, effizienter und attraktiver zu gestalten. Der Vorstand des neugegründeten Vereins Kommune 2.0. Foto: Fraunhofer Fokus E-Government: Deutschland weltweit auf Platz 14 Seit 2004 veröffentlicht die Waseda University in Japan jährlich ein weltweites E-Government-Ranking. Bewertet wurden aktuell 55 Staaten, wobei sich Singapur, Finnland und die USA an der Spitze platzieren konnten. Deutschland liegt mit Platz 14 im vorderen Mittelfeld und schnitt damit schlechter ab als in den Jahren 2006 (Platz 6), 2009 (Platz 10) und 2010 (Platz 8). Bewertet wurde in sieben Kategorien: Infrastruktur, Verwaltungsmodernisierung, Schnittstellen zur Verwaltung und Anwendungen, nationale Portale, Regierungs-CIOs, Förderung und Marketing von E-Government sowie Bürgerbeteiligung. Besonders erfolgreich war die Bundesrepublik in den Kategorien Verwaltungsmodernisierung (Platz 2) und Bürgerbeteiligung (Platz 8). 6

7 In Kürze Dataport in Bestenliste Das Nachrichtenmagazin Focus und das soziale Netzwerk für berufliche Kontakte Xing haben Dataport als einen der besten Arbeitgeber Deutschlands ausgezeichnet. Unter 820 bewerteten Unternehmen aus 17 verschiedenen Branchen landete Dataport auf Platz 235 ( Focus Spezial - Ausgabe April/Mai 2013). Neben Kritiken von Internet-Portalen wie Kununu flossen Bewertungen von rund Angestellten in die Erhebung ein. Nur Arbeitgeber mit guten Ergebnissen schafften es in eine zweite Bewertungsrunde, in der Arbeitnehmer die Internet-Resultate per Online-Befragung mit dem Arbeitsalltag vergleichen mussten. 47 Fragen wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gestellt, Kriterien waren unter anderem die Zufriedenheit mit dem Gehalt, dem Arbeitsumfeld, dem Betriebsklima und den Weiterbildungsmöglichkeiten. Die ersten drei Plätze sicherten sich mit Volkswagen, BMW und Audi ausschließlich Automobilhersteller. Innerhalb der IT-Branche erhielt SAP die besten Noten, Dataport kam hier auf Rang 13. Bewertet wurden nur Unternehmen mit mehr als Beschäftigten. Dataport betreut IT-Betrieb in Dithmarschen Der Kreis Dithmarschen hat die Betreuung seines IT-Betriebs am 1. April 2013 an Dataport übertragen. Bislang wurde diese Aufgabe von einer eigenen IT-Abteilung in der Kreisverwaltung erledigt. Mit der Übertragung des IT-Betriebs an Dataport ist Dithmarschen ein Vorreiter unter den Landkreisen Schleswig-Holsteins. Jeder von uns weiß, dass der Sektor IT sehr schnelllebig ist. Die Kreisverwaltung als solche ist nicht groß genug, um immer am Herzschlag der Zeit und Entwicklung zu bleiben. Nur ein starker Verbund bietet hier Sicherheit, erklärte Landrat Dr. Jörn Klimant bei der Vorstellung der Zusammenarbeit. Durch die Kooperation mit Gute Zusammenarbeit: Dithmarschens Landrat Dr. Jörg Klimant und Dr. Johann Bizer, Dataport-Vorstandsvorsitzender. Dataport könnten langfristig Euro pro Jahr im Kreishaushalt gespart werden. Wir setzen auf Standardisierung. Dadurch lassen sich Verfügbarkeit, Betreuung und Wirtschaftlichkeit verbessern, sagte Dataport-Vorstandsvorsitzender Dr. Johann Bizer. Der Kreis Dithmarschen sei für den IT-Dienstleister eine wichtige Referenz und ein strategischer Kunde. Der Kreis Dithmarschen ist seit 2012 Mitglied des IT-Verbundes Schleswig- Holstein (ITVSH), der zu den Trägern von Dataport gehört. Nähere Informationen zu der Kooperation zwischen Dithmarschen und Dataport in der nächsten Ausgabe der Datareport. 7

8 In Kürze Neelie Kroes will Netzneutralität per Gesetz schützen Die EU-Kommissarin Neelie Kroes hat Gesetzesvorschläge angekündigt, um die Netzneutralität in Europa zu sichern. Wenn wir uns nicht ( ) kümmern, werden größere Probleme auf uns zukommen und die innovativen Dienste von morgen werden an den Grenzen haltmachen", sagte die für die digitale Agenda zuständige Kommissarin am 4. Juni vor dem Europäischen Parlament. Der Gesetzesvorschlag solle Wettbewerb, Innovation, Transparenz und bessere Wahlmöglichkeiten sichern. Innovative Dienste seien auf hochqualitative Verbindungen angewiesen. Wer sich etwa ein neues Videokonferenzsystem kaufe, wolle auch einen In- ternetdienst, der dafür die richtige Qualität hat. Mit ihren Vorschlag will Kroes für mehr Transparenz bei den Verträgen sorgen. Außerdem sollen bessere Wahlmöglichkeiten bei Internetdiensten entstehen. Unterbinden will sie, dass Verträge stillschweigend verlängert werden. Zudem würden viele Provider Dienste wie Skype oder WhatsApp benachteiligen oder blockieren, um Wettbewerb zu verhindern. Laut Kroes wollen viele Bürger in der EU davor geschützt werden. Diesen Schutz wolle sie ihnen geben: Sicherheit für jeden Europäer, für jedes Gerät, für jedes Netzwerk: eine Garantie für den Zugang zum vollständigen und offenen Internet, ohne Blockierung oder Drosselung von verschiedenen Diensten. Nachbesserungen bei IT-Sicherheitsgesetzen Der Hightech-Verband BITKOM fordert Nachbesserungen bei den geplanten IT-Sicherheitsgesetzen. So müsse für die angedachten Meldepflichten von IT-Sicherheitsvorfällen klargestellt werden, für welche Unternehmen die Regeln gelten sollen und welche Ereignisse zu melden sind. Eine überzogene Ausweitung von Meldepflichten lehnen wir ab, weil sie hohen bürokratischen Aufwand und eine Flut wenig relevanter Meldungen verursacht, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder auf der IT- Sicherheitskonferenz des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam. Gesetzliche Meldepflichten sollten sich auf größere IT-Sicherheitsvorfälle sowie die Betreiber kritischer Infrastrukturen beschränken. Eine Doppelregulierung müsse vermieden werden. So sind die Anbieter von Telekommunikationsdiensten bereits verpflichtet, erhebliche Sicherheitsvorfälle an die Bundesnetzagentur zu melden. Sind personenbezogene Daten betroffen, müssen auch die betroffenen Nutzer informiert werden. Wenn man schnell ein Lagebild zur Cyberkriminalität bekommen will, sind freiwillige Meldungen sehr vieler Unternehmen, die auf Wunsch auch anonym abgegeben werden können, sinnvoller, sagte Rohleder. Ein entsprechendes Meldesystem hat die ITK-Branche zusammen mit dem BSI bereits etabliert: die Allianz für Cybersicherheit. Staat muss Datenhoheit in der Cloud sichern Die individuelle Datenhoheit zu sichern, ist auch eine staatliche Aufgabe. Zu diesem Ergebnis kommt die ISPRAT-Studie Datenhoheit in der Cloud, durchgeführt vom Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften (Kiel) und vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (Berlin). Cloud-Angebote werden immer beliebter. Nutzer fürchten aber Zugriff auf ihre Daten, z. B. durch Vorratsdatenspeicherung oder Bestandsdatenauskunft. Die Studie definiert, welche Kriterien Datenhoheit erfüllen muss, und untersucht, wie diese technisch-organisatorisch und rechtlich gesichert werden kann. Die Datenhoheit ist gewährleistet, wenn die Daten des Cloud-Nutzers jederzeit verfügbar sind, der Nutzer die Verfügungsbefugnis behält, die Daten vertraulich behandelt werden und das genutzte System vor Überwachung, Missbrauch oder Veränderung der in der Cloud gespeicherten Daten geschützt ist. Datenhoheit zu sichern, ist eine Aufgabe des Staates und des Gesetzgebers. Entsprechende Angebote müssen auf dem Markt existieren. Da der Staat diese Infrastrukturen nicht selbst aufbauen kann, muss er fördernde und begleitende Maßnahmen ergreifen, um das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und das vom Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung zur Online-Durchsuchung 2008 entwickelte IT-Grundrecht zu sichern. 8

9 Auskommentiert Big Data und Datenschutz Zu den Grundwerten bekennen Seit einigen Monaten überschlagen sich Politiker und die IT-Industrie mit Lobpreisungen, welcher Datenschatz in den vielen vorhandenen und potenziellen digitalen Datenbeständen verborgen ist, die beim Staat, in der Wirtschaft und im Internet verfügbar sind. Dieser Schatz müsse unbedingt gehoben werden, um völlig neue Erkenntnisse zu unserer Welt zu gewinnen, die Wirtschaft anzukurbeln und ganz allgemein den menschlichen Fortschritt zu fördern. Diese Versprechungen in Bezug auf Big Data sind angesichts der verfügbaren Datenmassen, den inzwischen bestehenden Verknüpfungsmöglichkeiten der oft unstrukturierten Daten und dem sich daraus ergebenden Analysepotenzial nicht völlig unbegründet. Deshalb ist es sinnvoll, Big Data zu erforschen und die Technik weiterzuentwickeln. Dass die Analyseergebnisse automatisch in eine bessere Welt führen werden, ist heute ebenso Unsinn wie vergleichbare Prophezeiungen über die ausschließlich segensreichen Wirkungen der Informationstechnik in der Vergangenheit. "Jede Form der Datenanalyse muss mit den rechtsstaatlichen Regeln in Einklang stehen." Dr. Thilo Weichert ist Landesbeauftragter für Datenschutz Schleswig- Holstein und damit Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig- Holstein (ULD). Foto: ULD Ausgeblendet wurde bisher in der öffentlichen Diskussion, welche rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Umsetzung von Big Data beachtet werden müssen. Es dürfte unbestritten sein, dass jede Form der Datenanalyse mit unseren rechtsstaatlichen Regeln und mit unseren freiheitlich-demokratischen Prinzipien in Einklang stehen muss. Daraus ergibt sich, dass den Big Data Geschäfts- und Staatsgeheimnisse im Weg stehen können oder auch das Urheber- und das Datenschutzrecht und zwar aus gesellschaftlich zwingenden Gründen. Im Datenschutzrecht gelten die Prinzipien der Erforderlichkeit und Datensparsamkeit sowie der Zweckbindung. Datenschutz ist konstituierend für eine freiheitliche selbstbestimmte Ordnung unserer Informationsgesellschaft. Dass diese Erkenntnis von Staaten wie China, Russland oder dem Iran ignoriert wird, muss nicht verwundern, wohl aber, dass die US-Regierung hieraus nicht die nötigen Konsequenzen zieht. Der damit einhergehende Wettbewerbsvorteil für US-Anbieter wie Google, Amazon, Salesforce oder Facebook darf nicht dazu führen, dass wir in Europa unsere Datenschutzvorstellungen aufgeben. Sie sollten dazu führen, dass wir versuchen, die Erkenntnismöglichkeiten von Big Data mit unseren demokratischen, freiheitlichen und rechtsstaatlichen Werten in Einklang zu bringen. Dies erfordert Forschung und Entwicklung, etwa über die Möglichkeiten der Pseudonymisierung und Anonymisierung von Daten, über die Kontrolle von Verkettung, über technische Wahrung informationeller Gewaltenteilung. Möglicherweise muss nach einem fachbezogenen demokratischen Diskurs auch das eine oder andere Gesetz modifiziert werden. Nicht gelten darf dies für die zugrundeliegenden Prinzipien. Wir Datenschützer sind zu diesem Diskurs bereit. Voraussetzung hierfür ist, dass Wirtschaft, Verwaltung und IT-Anbieter sich zu den Grundwerten unserer modernen Informationsgesellschaft bekennen. 9

10 Titel Sachsen-Anhalt plant Dataport-Beitritt Gemeinsam auf dem Sachsen-Anhalt kom Wenn alle Parlamente dem neuen Staatsvertrag zustimmen, wird Sachsen-Anhalt sechstes Trägerland von Dataport. Ebenso wie andere Bundesländer steht auch Sachsen-Anhalt vor der schwierigen Aufgabe, immer komplexere Informationstechnologie mit knappen finanziellen und personellen Ressourcen zur Verfügung stellen zu müssen. Verläuft alles wie geplant, wird aus dem nordostdeutschen Full Service Provider Dataport 2013 ein nordmitteldeutscher IT-Dienstleister für die öffentliche Verwaltung. Denn im Laufe des Jahres werden die Parlamente von Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt über einen neuen Staatsvertrag entscheiden, der Sachsen-Anhalt rückwirkend zum 1. Januar 2013 zum sechsten Trägerland von Dataport machen soll. Das mitteldeutsche Bundesland mit der Landeshauptstadt Magdeburg will künftig seine Informations- und Kommunikationstechnologie im Verbund mit den neuen Partnern auf eine möglichst wirtschaftliche und leistungsfähige Basis stellen. Das Land mit seinen so unterschiedlichen Regionen wie der Altmark, der Börde, dem Harz oder dem Chemiedreieck um Halle steht wie alle Bundesländer vor der schwierigen Aufgabe, mit immer knapper werden finanziellen und personellen Ressourcen die Verwaltungs-IT immer effizienter zu gestalten, E-Government voranzutreiben und neue Felder wie Open Government zu bearbeiten. Die Steuerung der Verwaltungs-IT lag in Sachsen-Anhalt lange Zeit vollständig bei den einzelnen Fachressorts. Das heißt, die Ressorts beschafften selbst alle Hard- und Software sowie Rechenzentrumsleistungen, die sie für ihre Arbeit brauchten. Im Jahr 2010 wurden viele IT-Aufgaben mit der Gründung des Landesrechenzentrums (LRZ) mit den Standorten Magdeburg und Halle zentralisiert. Organisatorisch bildet das LRZ eine Abteilung in der Oberfinanzdirektion Magdeburg, die dem Finanzministerium unterstellt ist. Neben der Betreuung der IT-Verfahren der Finanzverwaltung fungiert das LRZ als IT-Dienstleister für die gesamte Landesverwaltung und bietet Services für die Kommunen an. Allerdings gibt es noch Fachbereiche, die nach wie vor Teile ihrer IT allein organisieren wie etwa die Justiz, die Polizei oder die Geodatenverwaltung. Im Jahr 2011 einigte sich die Regierungskoalition aus CDU und SPD darauf, die IT-Zuständigkeiten zusammenzufassen und im Finanzministerium zu bündeln. Bereits 2010 wurden die IT-Ausgaben der gesamten Landesverwaltung in einem zentralen IT-Titel zusammengefasst. Wo bitte geht's zu Dataport? Sachsen- Anhalt plant, sechstes Trägerland des Verbundes zu werden. 10

11 Weg: mt dazu 11

12 Titel Sachsen-Anhalt Einwohner: 2,3 Mio. Fläche: km² Landkreise: 11 Kreisfreie Städte: 3 Gemeinden: 219, darunter 104 Städte Landeshauptstadt: Magdeburg Größte Städte: Halle ( Einwohner), Magdeburg ( ), Dessau-Roßlau (87 000), Wittenberg (49 000), Bitterfeld- Wolfen (45 000). Durch die Zentralisierung und die Zusammenarbeit mit Dataport will die Landesregierung Wirtschaftlichkeit, Kostentransparenz und Rechtssicherheit beim Betrieb der Hard- und Software sowie bei Ausschreibungen verbessern und Standards realisieren. Land des demografischen Wandels Das Land Sachsen-Anhalt gehört zu den Bundesländern, die mit am nachhaltigsten vom demografischen Wandel betroffen sein werden. Die Landesregierung geht davon aus, dass die Einwohnerzahl von gegenwärtig 2,3 Millionen bis zum Jahr 2025 auf unter zwei Millionen Menschen zurückgehen wird. Diese Entwicklung ist auch an den Beschäftigten des Landesrechenzentrums abzulesen: 40 Prozent der 228 Fachkräfte im LRZ werden bis 2025 in den Ruhestand gehen und müssten ersetzt werden. Angesichts des stetig schärfer werdenden Wettbewerbs um IT-Nachwuchskräfte ist dies eine Aufgabe, die für ein einzelnes Bundesland wie Sachsen-Anhalt mit den Vergütungsstrukturen des öffentlichen Dienstes kaum zu bewältigen ist. Sachsen- Magdeburg Anhalt Halle Die Infrastruktur des Landesdatennetzes in Sachsen-Anhalt stammt aus dem Jahr 1993 und ist nach fast 20 Jahren technisch überaltert. Im September 2009 hat die Landesregierung deshalb beschlossen, das Netz durch Investitionen im dreistelligen Millionenbereich zu modernisieren und umzubauen. Durch das Projekt ITN-XT soll bis 2016 ein neues Next Generation Network (NGN) auf aktuellstem Stand entstehen, das Daten- und Sprachdienste anbieten kann. Dabei geht es nicht nur darum, ein sicheres, wirtschaftliches und leistungsfähiges Landesverwaltungsnetz aufzubauen, sondern auch darum, die Anbindung von Kommunalverwaltungen und rund 800 Schulstandorten im Land einzuplanen. Aktive Rolle in der bundesweiten IT-Entwicklung Die Entwicklung von E-Government-Projekten hat für die Landesregierung in Magdeburg einen großen Stellenwert. Deshalb beteiligt sich das Land schon länger aktiv an den bundesweiten Projekten der elektronischen Verwaltung. Bei der Behördenrufnummer 115 oder dem Behördenfinder Deutschland arbeitete Sachsen-Anhalt in den entsprechenden Gremien mit und stellte Pilotdienststellen zur Verfügung. Das Steuerungsprojekt FIM (Föderatives Informationsmanagement zur ebenenübergreifenden Standardisierung von Informationen zu Verwaltungsleistungen, Formularen und Bearbeitungsprozessen) verantwortet Sachsen-Anhalt mit dem Bund federführend. Beim E-Government arbeitet das Land Sachsen-Anhalt seit 2012 in ressort- und ebenenübergreifenden Gremien zusammen. Begleitet durch den IKT-Rat werden Projekte gemeinsam mit den Kommunen angegangen. Der enge Austausch mit der kommunalen Familie spiegelt sich unter anderem in einer Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit in den Bereichen Informationstechnologie und E-Government. Darüber hinaus haben die Kreise, Städte und Gemeinden eine Kommunale IT-Union (KITU) gegründet, die die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen bei der IT befördern soll. Neben diesen grundlegenden Schritten haben Land und Kommunen auch ganz konkrete Aufgaben bereits partnerschaftlich mit gemeinsamen IT-Lösungen versehen, etwa beim Katastrophenschutz, im Veterinärwesen, bei der Zusammenarbeit von Jugend- und Sozialämtern mit freien Trägern oder im Bereich der Geodaten. Auch das Landesportal im Internet hat viele Infodienste, die ressort- und ebenenübergreifend bedient werden. Im September 2012 haben die Trägerländer von Dataport und Sachsen-Anhalt eine Verwaltungsvereinbarung geschlossen. Diese ermöglicht, dass Dataport bereits jetzt gemeinsam mit dem Landesrechenzentrum Sachsen-Anhalt eine Bestandsaufnahme der Fachverfahren durchführt, Projektstrukturen etabliert und Vorbereitungen für eine Übernahme des IT-Betriebs in Magdeburg und Halle trifft. Mit der Migration der IT-Verfahren in den Produktionsbetrieb soll nach dem Beitritt des Landes sukzessive begonnen werden. Der Plan sieht vor, diese Migration bis Ende 2015 abzuschließen. 12

13 Titel Interview mit CIO Michael Richter Es gibt zu viele IT-Inseln im Land Der Dataport-Verbund bekommt voraussichtlich ein weiteres Trägerland. Im Interview erläutert der Chief Information Officer (CIO) von Sachsen-Anhalt, Michael Richter, die Hintergründe für den geplanten Beitritt des mitteldeutschen Bundeslandes. Herr Richter, warum halten Sie Dataport für den richtigen Partner für die IT des Landes Sachsen-Anhalt? Im Mai 2011 haben wir in der neuen Legislaturperiode die ITund E-Government-Aufgaben aus dem Innenministerium, aus der Staatskanzlei und dem Finanzministerium zusammengefasst. Dabei haben wir festgestellt, dass unser zentraler IT-Dienstleister das Landesrechenzentrum mit zwei Standorten in Halle und Magdeburg nicht zukunftsfähig genug aufgestellt ist. Auf der anderen Seite ist die Erwartung unserer Fachressorts groß, stärker an aktuellen technischen Entwicklungen teilhaben zu können. Die Mischung war für uns ausschlaggebend, darüber nachzudenken, ob ein Bundesland mit vielleicht bald nur noch zwei Millionen Einwohnern eine eigene IT-Struktur aufrechterhalten sollte. Dann stößt man sehr schnell auf Dataport. Dessen kooperativer Ansatz hat uns sehr schnell überzeugt. Überzeugt vom kooperativen Ansatz: Michael Richter hält Dataport für den richtigen IT-Partner für Sachsen-Anhalt. Hinzu kommt, dass wir einen Partner wollten, der bereits über einschlägige Erfahrungen mit Länderkooperationen sowie dem Betrieb integrierter Rechenzentren verfügt. Also jemanden, der uns ohne weiteren Zeitverzug bei der Aufgabenerledigung 13

14 Titel nachhaltig unterstützen kann. Und Dataport arbeitet ja bereits seit 2004 in diesem besonderen Feld der öffentlichen IT. Wir können dort auf funktionierende Strukturen aufsetzen. Der Aufbau anderer Kooperationen besonders mit privaten Partnern wäre ungleich langwieriger und rechtlich komplexer. Das Kabinett hat im Oktober die IKT-Strategie Sachsen-Anhalt digital 2020 angenommen. Was sind die Kernpunkte dieser Strategie? Wir haben in diesem Strategiepapier die bisher getrennten E-Government- und IKT-Strategien zusammengeführt und eine schlanke, transparente Gesamtstrategie entwickelt. Dazu haben wir eine konkrete Umsetzungsplanung für die Strategie aufgesetzt, die jährlich fortgeschrieben wird. Das schafft zum einen den nötigen Druck, auch konkret an den Projekten zu arbeiten, andererseits führt das auch dazu, dass die Strategie breit, und nicht nur von wenigen, genutzt wird. Das Controlling der Projekte wird so vereinfacht. Zu den Handlungsschwerpunkten der Strategie gehört natürlich, die Qualität des Verwaltungshandelns insgesamt zu verbessern, zum Beispiel durch ein elektronisches Dokumentenmanagement sowie die Vereinfachung der Kommunikation zwischen Bürgern, Kommunen und Unternehmen. Dabei spielen auch Themen wie Open Government und die Einführung von IT-Standards eine wichtige Rolle. Wir sind uns natürlich darüber klar, dass solche großen Projekte, wie etwa ein durchgängiges Dokumentenmanagement über alle Ressorts, ihre Zeit brauchen werden. Schließlich muss man die Verwaltung auf diesem Weg auch mitnehmen. "Wir sind uns darüber klar, dass solche großen Projekte ihre Zeit brauchen." Bisher hat Sachsen-Anhalt noch dezentrale IT- Strukturen. In welche Richtung wollen Sie diese weiterentwickeln? Mit der Bildung des Landesrechenzentrums 2010 ist schon ein großer Teil der IT zentralisiert worden, aber das ist noch deutlich ausbaufähig. Es gibt noch zu viele IT-Inseln im Land, zum Beispiel bei der Justiz, bei der Geodatenverwaltung oder bei der Polizei. Bei den Gesprächen mit den Ressortverantwortlichen haben wir festgestellt, dass es eine Bereitschaft gibt, sich mit der Unter- 14 Im Finanzministerium in Magdeburg wurde die IKT-Strategie Sachsen-Anhalt digital 2020 entwickelt. Wenn alle Parlamente zustimmen, wird das mitteldeutsche Bundesland sechster Träger von Dataport.

15 Titel stützung eines professionellen IT-Dienstleisters einem Zentralisierungsprozess anzuschließen. Der Ressort-Egoismus ist weniger ausgeprägt als früher, was sicherlich auch mit den vorhandenen finanziellen Ressourcen zusammenhängt. Wir müssen versuchen, das Eigenleben der Ressorts in den kommenden Jahren zu konsolidieren. Die Einführung von verbindlichen IKT- Standards ist ja auch ein Ziel unserer Strategie. Was versprechen Sie sich in Hinblick auf die IT-Beschaffung von einem Dataport-Beitritt? Je größer ein Verbund ist, desto wirtschaftlicher kann er handeln. Mit Dataport und seiner zentralen IT-Beschaffungsstelle erhoffen wir uns dabei natürlich Skaleneffekte. Außerdem kann uns die Einführung eines Standard-Arbeitsplatzes in der Verwaltung noch einmal wirtschaftliche Effekte bringen. Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist auch, dass wir die Verwaltung mit vernünftiger, aktueller Technik ausstatten müssen, weil wir als ein Land des demografischen Wandels gezwungen sind, immer effizienter zu arbeiten. Dementsprechend hat in unserer Verwaltung die Arbeitsverdichtung zum Teil stärker zugenommen als in den westlichen Ländern. Dazu gehört auch, dass wir die älter werdenden Mitarbeiter dafür fit machen, mit der Technik umzugehen. Das ist eine Herausforderung, die man nicht unterschätzen darf. Welche Chancen ergeben sich für die IT-Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt aus einer Dataport-Beteiligung? Unser bisheriger IT-Dienstleister, das Landesrechenzentrum (LRZ), vergibt nur wenige Aufträge nach außen nur zehn Prozent der LRZ- Mittel gehen an externe Auftragnehmer. Die regionale IT-Wirtschaft ist an der Stelle sicherlich nicht verwöhnt. Wenn man dagegen sieht, welche Volumina Dataport an Dritte vergibt, ist das für unsere Wirtschaft eine echte Chance. Schließlich bildet Dataport bei seinen Ausschreibungen auch spezielle Lose für den Mittelstand. Ich hoffe sehr, dass sich dort etwas entwickelt. Die digitalen Verflechtungen zwischen den Verwaltungsebenen werden immer enger. Welche Rolle spielen die Kommunalverwaltungen in der IKT-Strategie? Bei der Festlegung der Strukturen haben wir Wert darauf gelegt, dass die kommunalen Spitzenverbände im IKT-Rat mitberaten. Dementsprechend konnten die Kommunen ihre Vorschläge von Beginn an in die Strategie miteinbringen. Das zeigt sich darin, dass an vielen Stellen der Strategie das gemeinsame Vorgehen von Land und Kommunen, besonders beim E-Government, betont wird. Wir haben mit unseren Kommunen schon sehr früh eine Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit in den Bereichen Informationstechnologie und E-Government geschlossen. Es gibt auch bereits gute ebenenübergreifende Lösungen für Fachaufgaben, etwa im Katastrophenschutz, im Veterinärwesen, bei Geodaten oder im Bereich von Jugend- und Sozialämtern. Diese Zusammenarbeit wollen wir weiterausbauen. Mit Sachsen-Anhalt würden bei Dataport sechs Bundesländer kooperieren. Was bedeutet das für die Beteiligung an der bundesweiten Planung? Länder wie Bayern, Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen treten im IT-Planungsrat sehr gewichtig auf. Da ist ein Verbund als Gegengewicht manchmal gar nicht schlecht. Wir erhalten gemeinsam gegenüber dem Bund und den größeren Ländern natürlich mehr Stimmgewicht. Wir brauchen uns zwar überhaupt nicht zu verstecken, aber es ist an vielen Stellen sicherlich leichter, mit einer gemeinsamen Strategie vorzugehen. In Hinblick auf die Zusammenarbeit mit den Dataport-Partnern ist es aus unserer Sicht sinnvoll und denkbar, in den IKT-Strategien der Länder nach gemeinsamen Zielen zu suchen und weitere gemeinsame Projekte zu starten. Die anderen Trägerländer von Dataport werden feststellen, dass Sachsen-Anhalt bei konkreten E-Government-Vorhaben sehr anerkannt ist und bei vielen Vorhaben wie der D115, dem Leistungskatalog oder dem föderativen Informationsmanagement (FIM) Pilotprojekte aufgesetzt hat. Diese Vorreiter-Rolle wollen wir uns bewahren. 15

16 Mit System Gemeinsames Personalmanagement-Verfahren für zwei Länder KoPers startet in den Produktivbetrieb Der Startschuss für den Betrieb des gemeinsamen Personalmanagement-Systems der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein ist gefallen: Dataport hat im April die Gehälter von rund Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erstmals erfolgreich mit KoPers abgerechnet. Jetzt beginnt der Produktivbetrieb auch in den schleswig-holsteinischen Kommunen. Mit dem Projekt Kooperation Personaldienste (KoPers) betreiben die Freie und Hansestadt Hamburg und das Land Schleswig- Holstein mitsamt der Kommunen ein gemeinsames IT-System für Personalmanagement. Seit 2012 wird das Produkt der P&I AG aus Wiesbaden durch Dataport als IT-Dienstleister in beiden Ländern implementiert. Zwei Länder, ein Verfahren: Diese Rechnung geht auf, denn durch das gemeinsame Nutzen der IT-Infrastrukturen verringern sich die Kosten für den Betrieb des Verfahrens für jedes der beiden Länder. Da auch die Anforderungen an ein neues Personalmanagement-Verfahren nahezu identisch waren, bot es sich an, in eine gemeinsame Lösung zu investieren. In einem Verwaltungsabkommen einigten sich Hamburg und Schleswig-Holstein 2009 deshalb darauf, gemeinsam ein integriertes IT-Verfahren für Personalmanagement zu beschaffen, das auch von den Kommunen in Schleswig-Holstein wirtschaftlich eingesetzt werden kann. Das integrierte IT-System KoPers trägt mit der Einführung elektronischer Geschäftsprozesse entscheidend dazu bei, die Personalarbeit zu modernisieren und Prozesse zu optimieren. Ob Entgeltabrechnungen, Bewerbungsmanagement oder Reisekostenverwaltung: KoPers ermöglicht die Bearbeitung zahlreicher inhaltlich zusammenhängender Aufgabenstellungen im Personalbereich in einem einzigen Verfahren ohne doppelte Datenhaltung oder kostenintensive Insellösungen. KoPers enthält außerdem zahlreiche funktionale und technische Erweiterungen. Dazu gehört z. B. ein umfassendes Berichtswesen zur Erfassung von Kennzahlen Elektronische Geschäftsprozesse modernisieren die Personalarbeit entscheidend. und die Möglichkeit, Schriftgut elektronisch zu verwalten. Ein weiterer Vorteil: KoPers ist modular aufgebaut und kann individuell erweitert werden, zum Beispiel für Aufgaben im Aus- und Fortbildungsbereich oder im Veranstaltungsmanagement. Mit dem bisherigen System Permis A wurde hingegen nur der Schwerpunkt der Abrechnung abgedeckt, eine Integration weiterer Komponenten des Personalmanagements war nicht möglich. Zudem war das Verfahren technisch überholt und erforderte einen hohen Betriebsaufwand. Mit KoPers hoffen wir, sukzessive ein zukunftsfähiges System einzuführen und endlich die handgemachten Excel-Tabellen und -Auswertungen abschaffen zu können. Wir sind mit KoPers auf dem Weg zu einer noch professionelleren Personalarbeit. Darüber hinaus werden wir als Kreisbesoldungsstelle auch für unsere Kunden einen besseren Service anbieten können, so Larissa Bebensee, Leiterin des Fachdienstes Personal des Kreises Stormarn. Die Pilotierung von KoPers im kommunalen Bereich erfolgte seit September 2012 bei fünf Kommunen in Schleswig-Holstein und in der Personalverwaltung von Dataport. Dort konnten im April für insgesamt Angestellte und Beamte die Entgeltabrechnung bzw. Besoldung erfolgreich mit der 16

17 Mit System Knopfdruck genügt: KoPers trägt mit der Einführung elektronischer Geschäftsprozesse dazu bei, die Personalarbeit zu modernisieren. Foto: Jakub Jirsák - Fotolia.com neuen Softwarelösung durchgeführt werden. Permis A ist damit bei Dataport vollständig abgelöst. Mit dem Einsatz bei Dataport zeigen wir eindrucksvoll die Produktionsreife von KoPers einschließlich der besonderen Anpassungen für Schleswig-Holstein. Das gibt uns die Sicherheit, das Einführungsprojekt für Arbeitsplätze bis zum Jahresende planmäßig abzuschließen, so Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender von Dataport. Im nächsten Schritt werden die schleswig-holsteinischen Kommunen mit KoPers den Produktivbetrieb starten: Im Frühsommer gehen die nächsten Kunden mit rund Personalfällen in den Echtbetrieb, bis zum Jahresende erfolgt plangemäß für alle Permis-A Bestandskunden in Schleswig-Holsteins die Ablösung durch KoPers. Der Umstieg auf ein neues Abrechnungssystem ist komplex. Der Kreis Stormarn hat sich auf den Umstieg unter Bündelung aller Ressourcen gut vorbereitet. Besonders wichtig sind der enge Kontakt zu Dataport und der P&I AG sowie die zügige Abarbeitung auftretender Problemfälle. Die Anspannung ist auf beiden Seiten zu spüren, aber wir freuen uns, dass wir früher als erwartet und geplant in den Echtbetrieb wechseln konnten, kommentiert Dataport-Kundin Larissa Bebensee die Einführung des neuen Systems. Auch in den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein laufen die Projekte zur Einführung von KoPers auf Hochtouren. Die Freie und Hansestadt Hamburg arbeitet bereits im Bewerbungsmanagement mit dem neuen Verfahren. Künftig wird KoPers für Angestellte, Beamte und Pensionäre in der Hamburger Verwaltung sowie für Mitarbeiter und Pensionäre in den Verwaltungen Schleswig- Holsteins eingesetzt. 17

18 Modern verwalten Interview mit Staatsrat Jens Lattmann Das Open Data Por ein Anfang Im Februar wurde das Open Data Portal Hamburg freigeschaltet eine Plattform, auf der die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) der Öffentlichkeit Datensätze von Behörden und Ämtern zur Verfügung stellt. Jens Lattmann ist Staatsrat der Finanzbehörde der FHH. Im Interview erläutert er, wie das Open Data Portal zu mehr Transparenz in der öffentlichen Verwaltung beiträgt und warum sich die Verwaltungskultur durch Open Data verändern wird. Was hat die Freie und Hansestadt Hamburg dazu motiviert, ein Open Data Portal aufzubauen? Das Angebot war ja bereits geplant, bevor das Transparenzgesetz verabschiedet wurde. Hamburg ist schon seit über zehn Jahren auf dem Feld von Open Government unterwegs und hat die unterschiedlichen Wellen der Entwicklung nicht nur immer in erster Reihe mitverfolgt, sondern auch aktiv mitgestaltet angefangen mit Online- Diskussionen über die Frage des Einsatzes von Social Media in der öffentlichen Verwaltung bis hin zur Umsetzung der Forderung nach mehr Transparenz und Offenheit in Form von Open Data Portalen. In diesem dynamischen Feld ist das Hamburgische Transparenzgesetz eine logische Entwicklung und der sicherlich nur vorläufige Höhepunkt. Als 2011 die ersten Open Data Portale entstanden, haben wir auch das Potenzial für Hamburg gesehen. Der Erste Bürgermeister hat uns dann Anfang 2012 auf der Social Media Week quasi den Auftrag zu Open Data gegeben. Das Transparenzgesetz hat der ganzen Sache weiteren Schwung gegeben. Woher stammen die Daten im Open Data Portal und wie können sie genutzt werden? Im Open Data Portal Hamburg sind Datensätze aus der gesamten Hamburger Verwaltung einschließlich Landesbetrieben und Anstalten öffentlichen Rechts veröffentlicht. Manche Behörden können aufgrund ihres Aufgabengebietes einfacher Datensätze bereitstellen als andere Behörden. Wir haben versucht, für alle Themenbereiche Datensätze im Portal anzubieten, was uns auch weitestgehend gelungen ist. Der Schwerpunkt bei den Datensätzen liegt noch in den Bereichen Geodaten sowie Infrastruktur, Bau und Wohnen. Aber auch in anderen Bereichen, wie beispielsweise dem Umwelt- oder dem Verkehrsbereich, stellen wir eine ständig wachsende Anzahl von Datensätzen zur Verfügung. Wie die Daten verwendet werden, liegt ganz bei den Nutzern des Portals. Wir stellen die Datensätze bereit und gehen davon aus, dass Entwickler "Hamburg hat Open Government nicht nur mitverfolgt, sondern aktiv mitgestaltet." diese miteinander oder mit anderen Daten so kombinieren, dass interessante neue Anwendungen entstehen. Andere Nutzungsfelder sind z. B. Journalismus oder Wissenschaft, wo viel recherchiert werden muss. Natürlich profitieren auch die Bürgerinnen und Bürger, die sich zu bestimmten Themen einfach nur umfassend informieren möchten. Die Daten im Portal sind frei nutzbar. Dennoch gab es Kritik am gewählten Lizenzmodell Datenlizenz Deutschland. Warum verwendet das Portal nicht eines der international üblichen Lizenzmodelle? Das haben wir kurz überlegt. Wenn man aber als eines von mehreren Ländern in der entsprechenden Bund-Länder-Arbeitsgruppe mitwirkt, in der das neue Lizenzmodell kreiert wurde, ist es nicht die feine Art, sich hinterher von den Ergebnissen abzusetzen. Außerdem erfüllt die Datenlizenz Deutschland ja ihren Zweck und alle Portale von 18

19 Modern verwalten tal ist nur zu verschmelzen. Wir planen, die eingesetzten Technologien und Komponenten des Open-Data- Portals wiederzuverwenden und die bereits entwickelten Portalstrukturen zu erweitern. Vorhandene und gelebte Datenpflegeprozesse bleiben so bestehen, werden um neue Zulieferprozesse ergänzt und durch die Einbindung dezentraler Portalinhalte angereichert. Jens Lattmann ist der Ansicht, dass Open Data die Verwaltung verändern wird. Foto: Michael Zapf Ländern und Kommunen, die seit Februar gestartet sind, verwenden diese neue Lizenz. Das Hamburger Transparenzgesetz schreibt die Einrichtung eines Informationsregisters bis Ende 2014 vor. Wie sollen Open Data Portal und Register verknüpft werden? Das Open Data Portal eröffnet einen zentralen Zugang zu öffentlichen maschinenlesbaren Daten der Stadt, die Entwicklern und Bürgern zur freien Verfügung stehen sollen. Im Informationsregister sind ab Oktober 2014 neben maschinenlesbaren Daten auch Dokumente für die Öffentlichkeit zu veröffentlichen. Unser Ziel ist es deshalb, das Open-Data-Portal und das neue Informationsregister miteinander Verändert das Portal bzw. Open Data die Verwaltung? Ja, davon gehe ich aus. Das Open Data Portal ist ja nur ein Anfang hin zu mehr Offenheit und Transparenz richtig revolutionär im Hinblick auf die Verwaltungskultur wird es mit der Umsetzung des Hamburgischen Transparenzgesetzes auf allen Ebenen und in allen Tiefen der Verwaltung. Dass nun plötzlich schnell, ohne konkrete Nachfrage und Anlass, sehr vieles zu veröffentlichen ist und die Interpretationshoheit bei jedermann liegt, ist schon eine ziemlich radikale Umstellung für die Verwaltung. Wir sind uns bei aller Transparenz natürlich bewusst, dass die Verwaltung auch weiterhin dafür sorgen muss, dass zum Beispiel personenbezogene Daten geschützt bleiben. Wie ist die Resonanz auf das Open Data Portal Hamburg? Die Berichterstattung zum Start unseres Portals war durchgängig positiv. Hierzu hat sicherlich auch beigetragen, dass wir 19

20 Modern verwalten ausschließlich mit Daten gestartet sind, die unter einer freien Lizenz veröffentlicht sind. Wir stehen in engem Kontakt mit sehr unterschiedlichen Nutzergruppen. Da ist zum einen die Handelskammer Hamburg, die den Nutzen von Open Data für die Wirtschaft schon früh entdeckt und eine eigene sehr aktive Arbeitsgruppe zu diesem Thema gegründet hat. Auf der anderen Seite sind das zivilgesellschaftliche Netzwerke, in denen beispielsweise Journalisten und Programmierer organisiert sind, die sich stark dem Transparenzgedanken verbunden fühlen und für eine Öffnung der Verwaltung eintreten. Von beiden Seiten haben wir ein überwiegend positives Feedback erhalten. dieser Basis aufzubauen und den Katalog auch zentral in die Architektur des Portals einzubinden. Zudem haben wir das vorhandene Content Management System für den Internetauftritt "Die Reaktionen sind Ansporn für uns, den Datenbestand laufend zu erweitern." unter hamburg.de genutzt und so die für uns erstellte Oberfläche in den Gesamtauftritt der Stadt im Internet optimal eingebunden. Die technische Verbindung zwischen dem Hamburger Metadatenkatalog und dem Frontend wird mit Hilfe der Open Source Software Comprehensive Knowledge Archive Network (CKAN) hergestellt, die sich als Standard für Open Data Portale etabliert hat. CKAN ist ein webbasiertes die Datensätze dezentral z. B. auf den Webseiten der jeweiligen Behörden verbleiben und dort aktuell gehalten werden. Soll das Open Data Portal Hamburg in das im Februar gestartete GovData Portal des Bundes integriert werden? Das GovData Portal ist ein gemeinsames Portal des Bundes, der Länder und Kommunen. Der kurz nach unserem Portal gestartete Prototyp führt zu den bisher bekannten Open Data Portalen im gesamten Bundesgebiet. Also z.b. aus Städten wie Rostock oder Moers oder eben aus Ländern wie Hamburg, Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz, Baden- Württemberg und Bayern. Es findet keine Integration dieser Portale in ein großes Portal statt, sondern auch hier werden nur Metadaten übertragen. Sowohl Ein dritter Gradmesser ist die Reaktion in den typischen Netzmedien wie beispielsweise Facebook oder Twitter soweit wir es beobachten konnten, war auch hier die Reaktion auf unser Portal nahezu vollständig positiv. Das veranlasst uns aber nicht zum Zurücklehnen, sondern ist vielmehr Ansporn, den Datenbestand laufend um attraktive Daten zu erweitern. Wie ist das Portal technisch aufgebaut? Basiert es auf Open Source Software? Bei der Konzeptionierung des Portals war es uns sehr wichtig, vorhandene Strukturen zu nutzen. So werden in der Hamburger Verwaltung beispielsweise schon seit mehreren Jahren zentrale Informationen zu vorhandenen Datensätzen den Metadaten im Hamburger Metadatenkatalog gesammelt. Deshalb war es naheliegend, auf Foto: Nmedia / kameraauge Fotolia.com System zum Speichern und Verteilen von Daten. Dass auch das deutschlandweite Open Data Portal GovData auf CKAN-Basis aufgebaut wurde, erleichtert den Austausch zwischen den beiden Portalen. All diese Faktoren haben uns dazu bewegt, in diesem Fall auf eine Open-Source-Lösung zu setzen. Ganz wichtig ist uns, dass über diese Architektur lediglich die Metadaten verwaltet werden und das Hamburger Open Data Portal als auch das GovData Portal verwenden CKAN zur Speicherung und Verteilung von Metadaten. Damit wird die automatische Übertragung der Daten mit Hilfe von Schnittstellen (APIs) vereinfacht. Vom GovData Portal wird dann mit den gleichen Metadaten, wie wir sie in unserem Portal verwenden, direkt auf unsere Datensätze verlinkt. Wir erreichen also eine noch größere Verbreitung unserer Daten. 20

21 Stellen Sie sich vor, die Möglichkeiten von morgen schon heute zu nutzen. Virtual Client Computing neue Perspektiven für den Arbeitsplatz Als Virtualisierungspionier hat Fujitsu Virtual Client Computing mit dem Ziel entwickelt, die Kosten zu reduzieren, IT-Strukturen zu vereinfachen und durch weniger Downtime die Produktivität zu steigern. Und weil wir genau wissen, dass sich Standardlösungen nicht für jeden eignen, stimmen wir unsere Virtual Client Computing (VCC) Strukturen individuell auf Ihre Budget-, Betriebs- und Sicherheitsanforderungen ab. Infrastrukturprodukte, Virtualiserungssoftware und durchgängige Lifecycle-Services der Spitzenklasse alles aus einer zuverlässigen Quelle. Warum also auf morgen warten? Schaffen Sie sich schon heute den Arbeitsplatz der Zukunft. Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch unter oder senden Sie uns eine an reshaping-workplace.de.ts.fujitsu.com 21

22 @work Nachwuchskräfte Ich bin dann mal we IT-Fachkräfte sind momentan schwieriger zu finden als je zuvor. Bei Dataport haben engagierte Azubis die Möglichkeit, nach ihrer Ausbildung ein weiterführendes Studium zu absolvieren und gleichzeitig im Rahmen eines flexiblen Arbeitszeitenmodells im Unternehmen tätig zu sein. Davon profitieren am Ende alle Beteiligten. Ausbildung bei Dataport Vorteile bringt dieses Modell allen Beteiligten: Das Unterneh- Dataport stellt laufend Nachwuchskräfte für verschiedene Ausbildungsrichtungen und duale Studiengänge ein. Voraussetzung für ein Studium nach der betrieblichen Ausbildung ist die Auswahl eines relevanten Studienfachs mit technischer Ausrichtung, zum Beispiel Wirtschaftsinformatik oder Informationstechnologie. Aktuelle Stellenangebote auf Es ist kein Geheimnis: IT-Fachkräfte sind schwierig zu finden. Laut einer Studie des Branchenverbandes Bitkom blieben in Deutschland aufgrund des Fachkräftemangels im Herbst 2012 rund Stellen im IT-Bereich unbesetzt. Der Bedarf an entsprechend qualifizierten Mitarbeitern steigt stetig, das Angebot an IT-Fachwissen wird demographisch bedingt in den nächsten Jahren aber ebenso stetig abnehmen. Deshalb konkurrieren am Arbeitsmarkt viele Unternehmen um die Gunst von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit entsprechender Qualifikation. Was also tun, um den Bedarf an Fachkräften langfristig dennoch decken zu können? Die Strategie von Dataport lautet: Nachwuchskräfte selbst ausbilden und zu Spezialisten weiterentwickeln. Wir haben einen großen Bedarf an Fachkräften, denn in den nächsten fünf Jahren werden mehr als 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Unternehmen altersbedingt verlassen, erklärt Stefanie Schiering, Ausbildungsleiterin bei Dataport. Deshalb setzt das Unternehmen darauf, die eigenen Nachwuchskräfte nach der betrieblichen Ausbildung durch ein Studium mit technischer Ausrichtung weiterzuqualifizieren: Wir fördern mit der Möglichkeit eines Studiums gute Auszubildende in ihrer Entwicklung und erweitern ihr Know-how, so dass sie bei Dataport mittelfristig spezifische technische Probleme lösen und weitreichende Fragestellungen klären können die IT-Landschaft wird ja immer komplexer, so Stefanie Schiering. Die Besonderheit: Während des gesamten Studiums sind die Nachwuchskräfte als Mitarbeiter bei Dataport angestellt und haben eine feste Aufgabe im Unternehmen. Ein Vollzeit-Studium ist in der Regel nur mit einer Teilzeitbeschäftigung zu vereinbaren. Wie viel Arbeit neben dem Studium möglich und für den Lebensunterhalt nötig ist, kann jeder Studierende individuell entscheiden. Auch die Arbeitszeiten können flexibel gestaltet werden so wie der Stundenplan an der Hochschule es zulässt. Die Fachbereiche im Unternehmen müssen natürlich damit umgehen können, dass die Studierenden gerade im Semester nur zeitweise anwesend sind, gibt Stefanie Schiering zu bedenken. Kurzfristige Aufgaben sind für diese Konstellation deshalb schlecht geeignet, aber konzeptionelle Arbeiten sind ideal. 22

23 @work g zum Studium men sichert sich qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Zukunft, die Studierenden können problemlos ihr Studium finanzieren und haben Planungssicherheit für danach denn nach dem Abschluss werden sie als Vollzeitkräfte übernommen. Wer nach der Ausbildung ein Studium anschließt, entscheidet natürlich selbst, ob er danach bleiben möchte. Der Anreiz ist auf jeden Fall gegeben: Wir bieten den Studierenden nach ihrem Abschluss das ganze Spektrum an Einsatzmöglichkeiten. Das Unternehmen ist flexibel und wir können in der Regel die jeweiligen Wünsche berücksichtigen, erläutert Stefanie Schiering. Geht diese Rechnung auf? Bislang sind alle Studierenden nach ihrem Abschluss bei uns geblieben, weil sie die Vorteile des Unternehmens wie zum Beispiel flexible Arbeitszeiten, Telearbeit, sicherer Arbeitsplatz und vielfältige Erst Ausbildung, dann Studium? Kein Problem bei Dataport. Einsatzmöglichkeiten erkennen und dadurch motiviert sind, auch langfristig bei uns zu arbeiten, resümiert die Ausbildungsleiterin. Zwölf Mitarbeiter absolvieren derzeit ein Studium im Anschluss an ihre betriebliche Ausbildung bei Dataport. Mitarbeiter denn weibliche Studierende mit informationstechnischer Fachrichtung gibt es derzeit nicht. Stefanie Schiering bedauert das: Es ist generell sehr schwierig, weibliche Bewerberinnen für eine technische Ausbildung zu finden. Der Frauenanteil bei den Auszubildenden liegt momentan bei sieben Prozent. Wir haben aber ein starkes Interesse daran, Frauen einzustellen. Wer eine gut abgeschlossene Fachausbildung hat, dem wird bei Dataport ein Bachelor-Studiengang ermöglicht im Anschluss daran können die Absolventen auch noch ein Master-Studium anschließen. So wie Mario Störmer, der an der Fachhochschule Kiel im dritten Semester für den Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik eingeschrieben ist. Ich möchte mich weiterbilden und meine berufliche Perspektive verbessern, erklärt er. Einen ganzen und zwei halbe Tage pro Woche arbeitet er im Fachbereich Softwareentwicklung, die übrige Zeit wendet er für sein Studium auf. Wir arbeiten an der Fachhochschule viel in Projekten die Erfahrungen, die ich dabei sammle, kommen letztendlich auch dem Unternehmen zugute, sagt Mario Störmer, der sich beruflich auf Softwareentwicklung und Projektmanagement spezialisieren möchte und bei Dataport sicher alle Möglichkeiten dazu bekommen wird. Stefanie Schiering ist Ausbildungsleiterin bei Dataport. 23

24 @work Nachwuchskräfte Das Gelernte direkt Erst Ausbildung, dann Studium und nebenbei als Fachkraft arbeiten? Das geht bei Dataport ohne Probleme. Vier Nachwuchskräfte erzählen, warum sie sich nach ihrer betrieblichen Ausbildung für diesen Weg entschieden haben. Benjamin Lewering Christian Kempe Benjamin Lewering steht kurz vor dem Abschluss seines Master-Studiengangs Informationstechnologie an der Fachhochschule (FH) Kiel und schreibt derzeit an seiner Thesis zum Thema Fehlermanagement-Tools. Bei Dataport ist er seit 2005 tätig erst als Auszubildender, jetzt als Student und Teilzeitmitarbeiter im Softwaretest- und Qualitätsmanagement. Die Idee zu einem Studium hatte ich eigentlich schon vor meiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration (FiSi). Es hat sich dann aber anders ergeben, erzählt er. Aufgrund seiner guten Abschlussnoten bot das Unternehmen ihm nach der Ausbildung die Möglichkeit, doch noch ein Studium zu absolvieren und Benjamin Lewering nahm das Angebot gern an. Zeitlich kann er Studium und Arbeit gut vereinbaren: Während des Semesters arbeitet er einen Tag pro Woche, in den Ferien verbringt er jeden Tag im Unternehmen. Dieses Arbeitsmodell ist eine gute Möglichkeit, zu studieren und gleichzeitig Berufserfahrung zu sammeln, meint Benjamin Lewering, der sich von Kollegen und Vorgesetzten bestmöglich unterstützt fühlt: Es ist kein Problem, wenn beispielsweise mal eine Vorlesung außerhalb der Reihe stattfindet. Zukünftig möchte er gern im Bereich Softwareentwicklung arbeiten und wird diesen Wunsch voraussichtlich im Sommer verwirklichen können. Christian Kempe Ich wollte immer schon studieren, aber ohne Bafög ist die Finanzierung schwierig. Ich hatte gehört, dass es bei Dataport die Möglichkeit gibt, nach einer erfolgreichen Ausbildung noch zu studieren aber ich wusste damals nicht, ob ich ein Studium auch schaffen würde. Deshalb habe ich 2008 erst einmal eine Ausbildung zum FiSi angefangen, beschreibt Christian Kempe seinen Weg zum Studium. Inzwischen studiert er im vierten Semester an der FH Kiel Technologiemanagement und -marketing. Das Studium ist eine Kombination aus BWL, Informatik und Elektrotechnik, erklärt der 26-jährige. Bislang lief es prima für ihn, auch wenn er jetzt mehr Zeit investieren muss, um gute Noten zu bekommen: Das Studium ist viel schwieriger als die Ausbildung. Man wird richtig gefordert. Christian Kempe arbeitet während des Semesters acht bis zwölf Stunden in der Woche beim Field Service Schleswig- Holstein, wo er u. a. die interne Dokumentation der Installationen übernimmt. Die Vorteile des Dataport-Studienmodells liegen für ihn auf der Hand: Die Kombination Arbeit und Studium ist zwar anstrengend, aber man hat in etwa so viel Geld wie in der Ausbildung zur Verfügung und kann sich die Arbeit gut einteilen. Langfristig würde Christian Kempe bei Dataport gern im Bereich IT-Sicherheit arbeiten. Pascal Watermann studiert seit März 2012 Wirtschaftsinformatik an der FH Kiel. Ich woll- 24

25 @work anwenden Pascal Watermann Thomas Ulrich te an der FH studieren, weil das Studium dort praxisnah ist und nicht nur aus Theorie besteht, erklärt er. Praxis ist ihm wichtig deshalb entschied er sich nach dem Abitur zunächst für eine Ausbildung zum FiSi. Nachdem Pascal Watermann diese mit guten Noten abgeschlossen hatte, kam ihm die Idee zum Studium. Auf seinem Stundenplan stehen unter anderem Module zu Betriebssystemen, Algorithmen, Mathematik und Informationsmanagement. Ich habe einen Job mit Schnittmenge zum Studium und kann das Gelernte direkt anwenden. Und das Vorwissen aus der Ausbildung hilft mir wiederum im Studium ich habe ein besseres Informatikverständnis als viele meiner Kommilitonen, verdeutlicht er. Während des Semesters arbeitet er pro Woche 16 Stunden in der Gruppe Client/Server-Konfigurationen Schleswig-Holstein, wo er u. a. kleinere Projekte im Bereich Virtualisierung übernimmt. Wenn alles nach Plan läuft, wird Pascal Watermann in zwei Jahren den Bachelor-Abschluss in der Tasche haben - und würde danach noch gern den Masterabschluss machen: Ich möchte das Wissen aus dem Studium für Dataport nutzen und zeigen, dass ich das Gelernte auch auf einer höheren Ebene anwenden kann. Als Thomas Ulrich seine Ausbildung zum FiSi anfing, wollte er in erster Linie praktisch arbeiten und hatte gar nicht die Absicht, ein Studium aufzunehmen. Die Ausbildung war vielseitig und hat mir gut gefallen, ich wollte mich dann aber doch noch intensiver mit den fachlichen Inhalten beschäftigen, blickt er zurück schrieb Thomas Ulrich sich deshalb an der FH Kiel für den Studiengang Informationstechnologie und Internet ein. Das Studium ist schon eine Umstellung und verlangt mehr Eigeninitiative als die Berufsschule, man muss sich die Themen selbstständig erarbeiten, erklärt er. Die erforderlichen Scheine für den Bachelor-Abschluss hat Thomas Ulrich inzwischen alle in der Tasche und schreibt jetzt an seiner Thesis zum Thema Baumstrukturen. Das Studium funktioniert gut, weil ich bei Dataport zeitlich flexibel arbeiten kann auch per Telearbeit, sagt er. Thomas Ulrich ist in der Gruppe Systemkonzepte tätig, wo er schon während der letzten Station seiner Ausbildung gearbeitet hat. Dort beschäftigt er sich mit der IT-Infrastruktur +1 für Verwaltungen und programmiert Skripte und automatisierte Lösungen: Meine Aufgaben sind so zugeschnitten, dass die Termine gut einzuhalten sind. Vieles kann ich auch per von zu Hause aus erledigen. Nach seinem Bachelor-Abschluss möchte Thomas Ulrich gern noch einen Masterstudiengang anschließen und sich auf Software-Engineering spezialisieren: Das ist ein Thema, das mich sehr interessiert und ich hoffe, dass ich dafür bei Dataport eine geeignete Anwendungsmöglichkeit finde. 25

26 Mit System Justizvollzugsanstalten in Schleswig-Holstein Neue IT-Infrastruktu Aufgaben Justizvollzugsanstalt? Wer denkt da nicht zuerst an Mauern, Gittern und verschlossene Türen? IT scheint in diesem Zusammenhang wenig naheliegend zu sein und ist doch eine wichtige Grundlage für die Organisation des Strafvollzugs. Fünf Justizvollzugsanstalten in Schleswig-Holstein wurden jetzt von Dataport mit der standardisierten IT-Infrastruktur +1 ausgestattet. Jede Justizvollzugsanstalt (JVA) ist eine Welt für sich mit komplexer Infrastruktur und zahlreichen Aufgaben in Vollzug und Verwaltung, die ohne IT kaum zu leisten wären. In der JVA Kiel mit ihren rund 280 Haftplätzen beispielsweise gehören zu diesen Aufgaben unter anderem die Bewirtschaftung eigener Werk- und Versorgungsbetriebe mit Einkauf und Buchhaltung, die Konzeption und Umsetzung von Behandlungs- und Therapiemaßnahmen sowie die Organisation von Freizeitangeboten für die Gefangenen. Die IT-Infrastruktur in den Justizvollzugsanstalten wird von zahlreichen unterschiedlichen Anwendergruppen genutzt, die im Vollzug tätig sind beginnend im Allgemeinen Vollzugsdienst über die verschiedenen Verwaltungsbereiche bis hin zu Lehrern, Psychologen und Seelsorgern. All diese Gruppen haben spezielle Anforderungen an die IT, die wir abbilden müssen. Wir haben deshalb einen sehr hohen Anspruch an die IT-Landschaft für die Justizvollzugsanstalten mit Schwerpunkt auf einen sicheren Betrieb, erklärt Sascha Bendixen von der zentralen IT-Stelle für den Justizvollzug in Schleswig-Holstein. Da die IT-Infrastruktur in den fünf Justizvollzugsanstalten des Landes veraltet und der Support für die verschiedenen Komponenten ausgelaufen war, musste eine neue Lösung gefunden werden. Gemeinsam entschieden sich das Justizministerium, die Dienststellenvertreter der JVA und die zentrale IT-Stelle für den Justizvollzug im Mai 2011 dafür, die von Dataport betriebene IT-Infrastruktur +1 an den JVA- Standorten Neumünster, Lübeck, Kiel, Flensburg und Itzehoe einzuführen sowie in der Jugendanstalt Schleswig, der Jugendarrestanstalt Moltsfelde und der Abschiebungshafteinrichtung Rendsburg. Standard für die Justizvollzugsanstalten Die +1-Infrastruktur ist die standardisierte IT-Umgebung für Verwaltungen in Schleswig-Holstein. Sie umfasst einen modernen Arbeitsplatz für Bürokommunikation und ist Plattform für den Betrieb von Fachverfahren sowie den dazugehörigen Infrastrukturservices wie zum Beispiel dem zentralen und dezentralen Anmelde- und Mailservice. Ein Bestandteil der +1-Infrastruktur ist das Betriebssystem Windows 7, das im Rahmen der Migration das bisher für die Arbeitsplätze in den Justizvollzugsanstalten eingesetzte System Windows XP ablöste. In der Serverinfrastruktur wurden die Systeme Windows NT 4.0 und Server 2003 durch Windows Server 2008 R2 ersetzt. Eine entscheidende Änderung beim Umstieg auf die neue Infrastruktur: Während die IT in den Justizvollzugsanstalten bislang dezentral bereitgestellt wurde, werden die zentralen Services wie zum Beispiel Mailverbund oder Antivirenmanagement jetzt von Dataport im Auftrag der zentralen IT-Steuerung des Landes Schleswig-Holstein erbracht. Wir haben uns für den +1-Standard als zukunftsträchtige Variante entschieden, die unsere Ziele komplett erfüllt, so Sascha Bendixen, der auch die Migrationsprojekte leitete. Weiterentwickelbar sollte die neue Lösung sein, künftige Techniksprünge berücksichtigen und den mehr als internen und externen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Standorten eine unkomplizierte Benutzeroberfläche bieten. Weitere wichtige Kriterien waren, dass die Datenhoheit bei den Justizvollzugsanstalten verbleibt und die täglich anfallenden administrativen Tätigkeiten auch künftig durch die örtlichen IT-Stellen wahrgenommen werden können. 26

27 Mit System r für vielfältige Mit dem Einführen der +1-Struktur konnten alle diese Vorgaben erfüllt werden. Migration in zwei Stufen Wie verhalten sich die Systeme beim Umsetzen der Migration? Welche Besonderheiten müssen berücksichtigt werden? Um diese Fragen zu klären, startete im Juli 2011 ein Vorprojekt, an dem das Justizministerium, Dataport und die JVA Neumünster beteiligt waren. Wir haben viele Tests durchgeführt und bis August 2011 ein Konzept für die Migration der Server an den Standorten Sicherheit steht immer im Vordergrund: Das gilt für den allgemeinen Dienst im Vollzug ebenso wie für die IT-Infrastruktur in den Justizvollzugsanstalten. erstellt. Die Arbeitsplätze der Justizvollzugsanstalten wollten wir erst danach in einem gesonderten Schritt umstellen. Mit Blick auf die zeitgleiche Einführung eines neuen Fachverfahrens sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht zu stark belastet werden, erzählt Sascha Bendixen. Im November 2011 begann die eigentliche Migration der Anmelde- und Postfachserver mit der JVA Neumünster als Pilotstandort. Bis Januar 2012 folgten die JVA Kiel und die JVA Lübeck die Server der drei größten JVA-Dienststellen des Landes waren damit erfolgreich migriert. +1-Arbeitsplatz unter Windows 7 eingeführt Für die übrigen Standorte wurde vom geplanten zweistufigen Vorgehen erst die Server umstellen, dann die Arbeitsplätze abgewichen. Da an diesen Standorten Hardware ausgetauscht werden musste, hätte es keinen Sinn gemacht, die neuen Arbeitsplätze im alten Netz noch einmal auf Basis von Windows XP zu installieren und kurz danach in die +1-Infrastruktur zu migrieren, erklärt Sascha Bendixen. Stattdessen sollte das Neuaufstellen der PCs dafür genutzt werden, gleichzeitig den +1-Arbeitsplatz unter Windows 7 einzuführen. Um sicherzugehen, dass die Vorgehensweise funktioniert, wurde sie vorab an einem kleineren Standort getestet der Jugendarrestanstalt Moltsfelde mit 20 Mitarbeitern und 12 Arbeitsplatzrechnern. Mit den Ergebnissen waren wir sehr zufrieden, deshalb haben wir den verbliebenen Standorten dasselbe Vorgehen vorgeschlagen, berichtet Sascha Bendixen. So wurden im März 2012 die Jugendanstalt Schleswig und im Mai 2012 die JVA Itzehohe in einem Schritt umgestellt. Nur für die JVA Flensburg wurde noch einmal auf das alte Konzept zurückgegriffen und ausschließlich serverseitig migriert, da die Arbeitsplatz-Hardware dort zunächst nicht ersetzt werden konnte. Die Ablösung der eigenen Server-Domänen der JVA-Standorte war im Juni 2012 abgeschlossen. In der zweiten Jahreshälfte 2012 wurde der +1-Arbeitsplatz in den JVA-Standorten Flensburg, Neumünster, Kiel 27

28 Mit System und Lübeck eingeführt. Um die neuen Bedienungskonzepte für Windows 7 zu verdeutlichen, wurden für mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedarfsorientierte Schulungen angeboten. liert haben, verdeutlicht Sascha Bendixen. Bei grundsätzlichen Problemen mit der Infrastruktur zum Beispiel mit den Domänendiensten oder der Verwaltung des Active Directory können sich die IT-Betreuer der Justizvollzugsanstalten jederzeit an Dataport wenden. Das ist ein Gewinn. Man muss ganz klar sagen, dass die Unterstützung von Dataport immer direkt erfolgt. Der persönliche Kontakt ist hervorragend und es wird immer versucht, zeitnah eine Lösung für den Vollzug zu erarbeiten, so Sascha Bendixen. Der Justizvollzug beabsichtigt, zukünftig auch für die Verwaltung der File- und Datenserver den Second Level Support von Dataport in Anspruch zu nehmen. Bestimmte Probleme mit der Infrastruktur wiederholen sich immer wieder. Dataport hat aufgrund der hohen Anzahl der betreuten Arbeitsplätze wesentlich mehr Standard-Lösungsansätze als wir und kann aufgrund dieses Erfahrungswissens mit weniger Aufwand und vor allem schneller Probleme beheben, erklärt Bendixen. IT-Sicherheit im Vordergrund Auch für die Arbeitsplatz-Installation ergeben sich Vorteile durch die neue IT-Infrastruktur: Musste ein Arbeitsplatz früher durch die Systembetreuer manuell neu aufgesetzt werden, ist das heute durch die in der Infrastruktur zentral bereitgestellten Images innerhalb kürzester Zeit möglich. Ein weiterer zentraler Punkt: IT-Sicherheit. Es ist ein wichtiges Bestreben in der Justiz, das Thema IT-Sicherheit verstärkt in den Vordergrund zu stellen nicht nur, was die Fachverfahren anbelangt, sondern auch in Bezug auf die Infrastruktur selbst. Dataport hat in Sachen IT-Sicherheit schon viele Dokumentationen und Prozesse entwickelt, auf die man aufsetzen kann, so dass wir mit der Migration noch höhere Sicherheitsstandards erreichen können, so Bendixen. Die JVA Kiel ist eine von neun Justizvollzugseinrichtungen in Schleswig-Holstein. Errichtet wurde das als Kulturdenkmal eingetragene Gebäude von 1914 bis Im letzten Jahr wurde auch hier die standardisierte IT-Infrastruktur +1 eingeführt. Verlässliche Supportwege etabliert Die neue IT-Infrastruktur bietet viele Vorteile für die Justizvollzugsanstalten auch wenn für die Nutzer bei der täglichen Arbeit kein wesentlicher Unterschied zu spüren ist. Es ist ja nicht so, dass unsere IT-Landschaften vorher nicht funktioniert hätten. Aber was die systemseitige IT- Betreuung angeht, sind wir jetzt in der komfortablen Situation, dass wir uns in einer Standard- Infrastruktur bewegen und durch Dataport verlässliche Supportwege im Second Level Support etab- Der Zeitplan für das Projekt wurde vollständig eingehalten: Im Dezember 2012 waren Arbeitsplätze und Server an allen Standorten umgestellt. Wir haben realistisch geplant, da die Umgebungsparameter komplex waren. Es war klar, dass die Belastungssituation für die Kollegen in den JVA während der Migrationsphase nicht zu hoch werden durfte der Regelbetrieb ging immer vor, sagt Ursula Strack, die das Migrationsprojekt für Dataport koordinierte. Und auch Projektleiter Sascha Bendixen zeigt sich zufrieden: Wir haben es dank der guten Unterstützung geschafft, die Besonderheiten jedes Standortes im Rahmen der Migration zu berücksichtigen und die IT-Landschaft so herzustellen, dass die Mitarbeiter vernünftig und zielorientiert arbeiten können. 28

29 TechnoLogisch Digitaler Behördenfunk und Landesnetz in Schleswig-Holstein Eine einzigartige Verbindung Die schleswig-holsteinischen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) führen ein neues bundesweit einheitliches digitales Funksystem ein. Seit Dezember 2012 funkt die Landespolizei Schleswig-Holstein digital im Probebetrieb. Dataport hat als IT-Partner den Festnetzbereich des BOS-Zugangsnetzes in Schleswig-Holstein aufgebaut. Die Verbindung von Digitalfunknetz und Landesnetz ist dabei einzigartig. Ob Telefon oder Fernsehen, in den vergangenen Jahrzehnten wurde vieles digitalisiert. Im Vordergrund standen dabei stets höhere Anforderungen an Verfügbarkeit und Signalqualität. Vorteile, die auch bei der Digitalisierung des Behördenfunks eine Rolle spielen. Wir kommen jetzt in jede Ecke von Schleswig-Holstein, beschreibt Rolf-Dietrich Jobst die digitale Netzabdeckung. Der Leiter des Dataport-Projektes LNV+BOS war für den flächendeckenden Aufbau des BOS-Funknetzes im Land verantwortlich. Digitalfunk basiert auf einem Netz von miteinander verbunden Sendestationen, über die sich die Digitalfunkgeräte in das BOS-Netz einwählen, erklärt Jobst. Ohne die hochverfügbare Netzanbindung ist nur eine sehr eingeschränkte Kommunikation möglich. Um diese hohe Verfügbarkeit zu erreichen, wurden die Sende- und Relaisstationen per Glasfaser und Richtfunk miteinander verbunden. 32 Netzknoten bilden Ringstrukturen, über die jeder Standort in Schleswig-Holstein doppelt angeschlossen und automatisch gegen Leitungsausfälle abgesichert ist. Die Daten- und Sprachübertragung wird im Gesamtnetz komplett verschlüsselt. Die entstandene Infrastruktur wird vom BOS- Digitalfunknetz und vom Landesnetz gemeinsam genutzt. Das ist einzigartig für ein Bundesland und spart Kosten. Darüber hinaus bringt die gemeinsame Nutzung Vorteile für Landesbehörden und Polizei, sagt Jobst. So profitiert das Landesnetz Schleswig-Holstein vom besonderen Sicherheits- standard der Polizei mit Datenverschlüsselung und besonders gesicherten Technikräumen. Außerdem ist mit dem flächendeckenden BOS-Zugangsnetz an jedem Funkmast-Standort das Landesnetz verfügbar. Digitalfunk basiert auf moderner Informationstechnik. Dabei gewährleisten IT-Prozesse einen stabilen Funkverkehr und erlauben es, Netzausfälle zentral nachzuverfolgen. Digitalfunk benötigt wie jede andere IT- Leistung eine umfangreiche Dokumentation, ein zentrales Patch- und Konfigurationsmanagement und ein professionelles Störungsmanagement mit einem User Help Desk, der darauf spezialisiert ist, den BOS-Anwendern im Störungsfall kompetente Hilfe zu bieten. Das sind Serviceprozesse, die wir als IT-Dienstleister beherrschen, betont Jobst. Die Landesdienststellen in Schleswig-Holstein erhalten durch die kombinierte Netzinfrastruktur höhere Verfügbarkeiten (LNV+): Jeder Standort wird neben dem vorhandenen Basisanschluss mit einem zusätzlichen LNV+ Anschluss ausgestattet. Dieser Anschluss kann von Dataport direkt mit Bandbreiten bis zu 100 MBit/s geschaltet werden. Davon profitierten zu Beginn des Aufbauprojektes zunächst die Finanzämter, die so ihre IT auf ein anderes Verfahren umstellen konnten. Serverzentralisierung, Cloud-Computing und die Einführung flächendeckender IT-Standards: Das alles wird durch das neue Netz in Schleswig-Holstein möglich. Ein großer Fortschritt nicht nur für die Polizei. Ein Kabelnetz zum Funken Der bundesweit einheitliche Digitalfunk für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) soll den analogen BOS-Landfunkdienst ablösen. Dabei ist jedes Bundesland für den Ausbau seiner eigenen Infrastruktur verantwortlich. Für einen sicheren und störungsfreien Funkbetrieb aller Bedarfsträger der BOS hat sich der Digitalfunkstandard TETRA (terrestrial trunked radio) weltweit bewährt. Wie bei der Handy-Telefonie ist auch für den BOS-Funk ein flächendeckendes Netz von Sendemasten notwendig. Dataport hat die Funkmasten in Schleswig-Holstein miteinander vernetzt. Der Aufbau dieser Infrastruktur wurde gleichzeitig für die Verbesserung des Landesnetzes genutzt. 29

30 Unternehmen User Help Desk wird geteilt Zwei Teams mit Der User Help Desk von Dataport hilft dabei, die Arbeitsfähigkeit der Anwender bei IT-Störungen schnell wiederherzustellen. Der Bedarf für den Telefonservice steigt mit wachsendem Kundenkreis. Um dieser Nachfrage zu begegnen, wurde der UHD jetzt personell aufgestockt und in zwei Gruppen geteilt. Service Der Dataport User Help Desk (UHD) ist die zentrale Anlaufstelle für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hamburger und Bremer Verwaltung mit einem BASIS-PC (Büro Arbeitsplatz Standard Infrastruktur Services), für die Hamburger Schulen, das Umweltministerium Schleswig-Holstein, die schleswig-holsteinischen Kommunalverwaltungen sowie die Mitarbeiter von Dataport. Der UHD betreut rund Verwaltungsarbeitsplätze. Deckenhohe Trennwände aus Glas und Metall gliedern das Großraumbüro des User Help Desk (UHD) von Dataport. Stimmgewirr und Tastaturklappern fügen sich zu einem Klangteppich, der von Telefonklingeln und einem zarten Niesen durchbrochen wird. Gesundheit, wünscht Jonathan Kutz seiner Kollegin am Nachbarplatz. Er nimmt den Finger von der Stumm-Taste des Telefons und widmet sich seinem Anrufer. Irgendwie sind alle Symbole auf meinem Desktop verschwunden. Nach einem Neustart waren sie wieder da, aber jetzt fehlt der Rechnername, schildert ein Mitarbeiter vom Bezirksamt Hamburg Mitte sein Problem. Für den Anwender ist das eine ärgerliche Situation. Für die Mitarbeiter im UHD ist es die Möglichkeit, ihren IT-Service unter Beweis zu stellen. In vielen Fällen kann das vom Anrufer geschilderte Problem umgehend am Telefon gelöst werden. Bei schwierigeren Fällen wird die Störung vollständig dokumentiert und an die verantwortliche Fachabteilung weitergegeben. Nachfrage nach Telefonservice steigt Ob Druckerpanne, Ausfall einer Fachanwendung oder Computerfehlstart bei rund betreuten Endgeräten und Fachverfahren kommen im UHD von Dataport monatlich rund Anrufe zusammen. Bis 2012 wurden diese Calls von 34 Kolleginnen und Kollegen im Altenholzer UHD, dem Servicedesk in Bremen sowie einem Münchner Dienstleister entgegengenommen und bearbeitet. Mit wachsendem Kundenkreis steigt auch die Nachfrage nach dem spezialisierten Telefonservice. Die letzte Kundenzufriedenheitsumfrage hat uns gute Noten beschieden. Unser Ziel ist es, diese Zufriedenheit stetig zu erhöhen, erklärt UHD-Leiter Tom Busse. Um diesem Qualitätsanspruch zu genügen, wurden 13 neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt und der Altenholzer User Help Desk in zwei Gruppen geteilt. So wird spezifisches Wissen für die verschiedenen Kundenumgebungen gebündelt und damit effizientes Arbeiten ermöglicht. Die eine Gruppe übernimmt den telefonischen IT-Service für das Umweltministerium Schleswig-Holstein, die Tom Busse leitet den User Help Desk bei Dataport. schleswig-holsteinischen Kommunalverwaltungen und für die Dataport-Mitarbeiter. Das andere Team betreut die hamburgischen Schulen sowie BA- SIS-Kunden (Büro Arbeitsplatz Standard Infrastruktur Services) aus Bremen und Hamburg. Optimale Erreichbarkeit Die Anrufer merken nichts von der Trennung, profitieren aber von der fokussierten Arbeit der Agenten und der guten Erreichbarkeit des UHD. Aus beiden Teams können Kolleginnen und Kollegen kurzfristig in das jeweils andere Team geschaltet werden. Dadurch lassen sich krankheitsbedingte Ausfälle 30

31 Unternehmen einem Ziel ebenso kompensieren wie Abwesenheiten durch Schulungsmaßnahmen. Diese Schulungen sind für alle UHD-Mitarbeiter notwendig, denn jeder Einzelne muss einen gleichwertigen Kunden-Support leisten können. Für die Einführung neuer Multifunktionsgeräte werden beispielsweise alle Agenten direkt vom Hersteller geschult. Das ist notwendig, da die Drucker bei Kundengruppen beider UHD- Teams zum Einsatz kommen. Der Schulungsaufruf landet auch im -Postfach von Jonathan Kutz, der in der Gruppe für die Kunden aus Bremen und Hamburg arbeitet. Während des Gesprächs mit dem Mitarbeiter vom Bezirksamt Hamburg Mitte hat er bereits das geschilderte Problem im Remedy Action Request System dokumentiert. Mit dieser Software erfassen die UHD-Mitarbeiter die erforderlichen Angaben zu einer Störung in einem sogenannten Ticket. Die Tickets werden im System zentral verwaltet. So ist es möglich, ihre Bearbeitung zu überwachen und den Anwendern jederzeit Auskunft über den Status ihrer Tickets zu geben. Sofortlösung am Telefon Für den Hamburger Kunden hat Jonathan Kutz eine Sofortlösung parat. Beim Anrufer wurde das lokale Rechnerprofil nicht korrekt geladen. Kutz greift mit einer Fernwartungssoftware auf das Programmlaufwerk des Computers beim Kunden zu und löscht das lokale Profil. Starten Sie jetzt bitte Ihren Computer noch einmal. Ihr Profil wird dann aus dem hinterlegten Online-Profil neu geladen, versichert er. Kutz hält konzentriert seinen Bildschirm mit beiden Händen fest, während er auf die Antwort des Anrufers wartet. Alles klar, jetzt sehe ich auch meinen Rechnernamen wieder, freut sich der Mitarbeiter vom Bezirksamt Hamburg Mitte. Jonathan Kutz hebt den Daumen: Perfekt, entgegnet er, verabschiedet den Anrufer, schließt das Ticket im Remedy-System und schaltet sich wieder empfangsbereit für die nächsten Anrufer. Support First Level Support: Der UHD ist über seine Rufnummern für Störungsmeldungen erreichbar. Die UHD- Agenten arbeiten direkt am Telefon an einer Lösung. Etwa 65 Prozent der gemeldeten Störungen, bezogen auf den Standard-Warenkorb, werden auf diesem Weg gelöst. Second Level Support: Hier kümmern sich die entsprechenden Fachabteilungen um Störungen, die von den UHD-Agenten binnen 10 Minuten nicht behoben werden konnten. Die zeitliche Begrenzung garantiert eine optimale Erreichbarkeit des UHD. Der UHD ist montags bis donnerstags zwischen 6.30 Uhr und 18 Uhr zu erreichen, freitags zwischen 6.30 Uhr und 17 Uhr. UHD-Mitarbeiter Jonathan Kutz im Einsatz: Rund Anrufe nehmen er und seine Kolleginnen und Kollegen jeden Monat entgegen. 31

32 TechnoLogisch Bau des neuen Rechenzentrums Die Verfahren könne Vor gut eineinhalb Jahren begannen die Bauarbeiten am neuen Dataport-Rechenzentrum. Jetzt ist ein wichtiger Meilenstein erreicht die Systemräume der beiden Standorte sind bezugsfertig und werden für die ersten Verfahrensmigrationen vorbereitet. Es geht voran auf der Großbaustelle in Alsterdorf: Die Erstausstattung der Systemräume mit Racks, Verkabelung, Servern und Storage-Einheiten ist komplett fertiggestellt. Jetzt werden die Basisdienste aufgebaut. Zu den Basisdiensten zählen alle Anwendungen, die benötigt werden, um überhaupt Verfahren im Rechenzentrum (RZ) betreiben zu können: Zeitdienste, Softwareverteilung, Patchmanagement, Security und vieles mehr. Sobald die Installation der Basisdienste für beide RZ-Standorte abgeschlossen ist, steht der Migration der Verfahren nichts mehr im Weg. Migration in drei Phasen Der Einzug der Verfahren in das neue Rechenzentrum ist ein komplexer Prozess, der in drei Phasen untergliedert ist. In der ersten Phase wird jedes Verfahren analysiert, um festzulegen, welche Besonderheiten bei der Migration zu berücksichtigen sind zum Beispiel Architektur- Grundrichtlinien, Sicherheitsaspekte und IP-Adressen. Alle Verfahren bekommen neue IP- Adressen. Das ist wie bei einem Personenumzug: Wenn jemand umzieht, muss er seine neue Adresse bekanntgeben. Für jedes Verfahren, das in das neue RZ migriert wird, müssen wir die anderen Verfahren darüber informieren und natürlich auch testen, ob das funktioniert hat, beschreibt Paul Hertroys, Leiter des Projekts RZ². In der zweiten Phase wird die eigentliche Migration vorbereitet: Es werden erforderliche Komponenten beschafft, Tests definiert und Testumgebungen aufgebaut. In der dritten Phase erfolgt dann die Transition, in der die Verfahren in die neue Basisinfrastruktur implementiert werden. Erste Welle gestartet Diese drei Schritte müssen für jedes Verfahren durchgeführt werden. Manche der Verfahren sind einfach zu migrieren, andere wiederum sehr komplex aufgrund der Anzahl von Servern und Schnittstellen oder Änderungen in der Architektur. Auch der Sicherheitsaspekt spielt eine Rolle. Wir haben für die bisherigen RZ-Standorte Altenholz, Hamburg und Bremen deshalb mehrere Migrations-Wellen eingeplant, in denen jeweils ähnliche Verfahren zusammengefasst sind, erläutert Paul Hertroys das Vorgehen. Im März ist die erste von 51 Migrations-Wellen gestartet, die eigentliche Transition der Verfahren soll im August mit dem Verfahren ZIAF beginnen. Insgesamt werden 450 Verfahren und 60 Großrechner-Verfahren in das neue Rechenzentrum migriert. Komplexe Planung Gute Planung ist das A und O auf jeder Baustelle, bei einem Spezialbau wie einem Rechenzentrum gilt das ganz besonders. Technik, Energieeffizienz, Sicherheit beim Bau mussten zahlreiche Aspekte bedacht werden, die für herkömmliche Gebäude kaum eine Rolle spielen. Das Erstellen der Räumlichkeiten war die geringste Schwierigkeit. In die Technikkonzepte und die Umsetzung der Energieeffizienz mussten wir aber viel Arbeit investieren. Das sind sehr spezielle Themen und die verbaute Tech- 32

33 TechnoLogisch n einziehen nik muss letztendlich geeignet sein, um die gewünschte Leistung zu erbringen, erklärt Ronald Richter, der bei Dataport das Teilprojekt Service- und Systemraum-Management leitet. Wie bei jedem Bauvorhaben waren auch beim Bau des ersten Systemraum-Standorts in Hamburg Abweichungen von der ursprünglichen Planung kaum zu vermeiden. So wurde zum Beispiel die Lösung für die Klimatisierung der Systemräume noch einmal komplett umgeplant, um die Energieeffizienz des RZ zu optimieren. Beim Bau eines Rechenzentrums sind solche Änderungen deutlich komplizierter und in den Auswirkungen viel komplexer als bei einem anderen Gebäude. Das hat natürlich etwas Zeit gekostet, aber wir sind sicher, dass wir auf lange Sicht damit erfolgreich sind, so Ronald Richter. Höchste Verfügbarkeit Ausfallsicherheit und Betriebsstabilität sind für das neue Rechenzentrum entscheidend. Die Technik im Rechenzentrum ist hochverfügbar und funktioniert höchst stabil, erklärt Ronald Richter. Beim Bau wurde für die Systemräume ein Spiegeleffekt hergestellt, so dass Sauber, glänzend und ganz neu: Die Systemräume der beiden RZ-Standorte sind inzwischen komplett mit Technik ausgestattet. die wesentlichen Versorgungsteile doppelt vorhanden sind: Fällt eine Komponente aus, kann sie sofort ersetzt werden. Ein Rechenzentrum ohne Dach? Nein, über dem unterirdisch gelegenen Systemraum-Standort in Hamburg wird derzeit eine Sporthalle gebaut, die später mit der Abwärme des RZ beheizt werden soll. Zusätzlich können die Daten künftig standortübergreifend abgesichert werden. Wir haben mit der Konstruktion des Baus, der Entfernung zwischen den beiden Standorten des Rechenzentrums und der IT-Infrastruktur die Voraussetzungen dafür geschaffen, die Technik doppelt auf zwei Standorte zu verteilen. Wir können die Server über die beiden Standorte hinweg miteinander verbinden wenn ein Standort ausfällt, sind immer noch die Hälfte der Server vorhanden, verdeutlicht Ronald Richter die Notfallvorsorge. So wäre im Katastrophenfall zwar die Performance eingeschränkt, die Verarbeitung der Daten aber weiterhin gewährleistet. Eine wichtige Anforderung an das Rechenzentrum der Zukunft, in dem Dataport ab Ende 2013 die Daten von Bürgerinnen und Bürgern, Polizei, Justiz und Steuerverwaltung verarbeiten wird. 33

34 Querbeet Besuch in den Elbe-Werkstätten Mittendrin statt nur dabei Seit zwei Jahren reinigen behinderte Frauen und Männer in den Elbe-Werkstätten funktionstüchtige Telefone, die von Dataport bei Kunden gegen neue Geräte austauscht wurden. Fast wie neu kommen die Geräte dann anderweitig wieder zum Einsatz. Soziale Verantwortung und nachhaltiger Umgang mit Ressourcen werden so verknüpft. Die Elbe-Werkstätten GmbH zählt zu den 20 größten Arbeitgebern in der Metropolregion Hamburg. Mit dem Status einer anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen und rund Arbeitsplätzen ist sie zudem bundesweit die größte Werkstatt. Im August 2011 ging sie aus der Fusion der Gesellschaften Hamburger Werkstatt und Winterhuder Werkstätten hervor. Ihr unternehmerisches Handeln richten die Elbe-Werkstätten auf das Ziel aus, die Inklusion umzusetzen, die in der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung gefordert wird. Mittendrin statt nur dabei! beschreibt dieses Anliegen. Ziel ist es, Menschen mit Behinderung zu ermöglichen, ihr Leben in der Mitte der Gesellschaft zu führen. Dazu gehört auch das Arbeitsleben. Die Telefone, die in den Elbe-Werkstätten für Dataport gereinigt werden, stammen überwiegend aus den Ämtern und Behörden der Freien und Hansestadt Hamburg. Im Zuge der Netzwerkmodernisierung durch das Projekt NGN (Next Generation Network) erhalten die Anwenderinnen und Anwender dort nach und nach Geräte, die den neuen technischen Anforderungen entsprechen. Insgesamt werden rund Arbeitsplätze mit neuen Geräten ausgestattet. Einen Teil der ausgetauschten Telefone, die technisch noch einwandfrei sind, setzt Dataport erneut bei Kunden ein, die noch nicht von der Netzwerkmodernisierung erfasst werden. Die Geräte dienen als Ersatz für defekte Telefone oder werden zusätzlich eingesetzt. Allerdings müssen sie dafür gereinigt werden. Auf die Idee, die Elbe-Werkstätten mit der Reinigung der Telefone zu beauftragen, kam Rainer Groth. Er ist bei Dataport in der zentralen Beschaffung tätig und kannte schon die Vorgängerorganisationen. Die Werkstätten signalisierten Interesse und der Zusammenarbeit stand nichts im Wege. Einer der über 50 Standorte der Elbe-Werkstätten im Hamburger Stadtgebiet ist die Betriebsstätte im Südring am Stadtpark. Hier arbeiten behinderte Menschen unterschiedlichen Alters in Gruppen zusammen. Die Männer und Frauen sind überwiegend geistig (58 Prozent), aber auch mehrfach behindert (23 Prozent). Eine dieser Gruppen macht die Dataport-Telefone für ihren erneuten Einsatz fit. Im Südring sind in insgesamt drei Gebäuden verschiedene Gruppen, eine Wäscherei, eine Töp- Hägar der Schreckliche 34

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