Vernetztes Wohnen im Quartier

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1 ABSCHLUSSBERICHT Oktober 2014 Vernetztes Wohnen im Quartier Schutzrechte: Dieses Dokument ist urheberechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb des Urheber- gesetzes ist ohne Zustimmung des Copyright- Inhabers unzulässig. Die Verwendung der Inhalte sowie Kopien dieses Dokumentes sind nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und müssen mit einer Quellenangabe versehen werden. Copyright: Das Copyright liegt bei den Autoren der jeweiligen Kapitel.

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3 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis... I 1. Zusammenfassung des Antrages Titel des Projektes Kurzbeschreibung des Projektes Projektbeteiligte Partner Ergebnisse der Vorstudien Modulare Referenzarchitektur Versorgungsmodell Musterwohnung und Musterzimmer Plattform Evaluation Projektmanagement Quellen I

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5 1. Zusammenfassung des Antrages 1.1. Titel des Projektes 1.2. Kurzbeschreibung des Projektes Ausgangslage Der demographische Wandel verändert unsere Gesellschaft und somit auch die Anforderungen an die Pflege von morgen. Bis zum Jahr 2060 wird nach den Prognosen des Statistischen Bundesamtes in Deutschland jeder Dritte über 65 Jahre alt sein. Art des Vorhabens Das geplante Projekt ist ein interdisziplinäres Verbundprojekt. Es wird durch die Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH koordiniert. Die beteiligten Partner aus Wissenschaft, unterschiedlichen Wirtschafts- zweigen und regionalem Clustermanagement streben gemeinsam die Entwicklung, Erprobung und An- wendung einer modularen Referenzarchitektur für ein mitwachsendes, effizientes, quartiersbezogenes und übertragbares Produkt- Dienstleistungs- system an, um so die Selbstbestimmung älterer Menschen zu fördern und ihren Verbleib im eigenen Wohnumfeld so lange wie möglich sicherzustellen. Geplant sind individuell gestaltbare Wohn- und Versorgungskonzepte. Dazu gehören neben dem Einsatz technischer und haustechnischer Komponenten, auch die Entwicklung und Etablierung von unterstüt- zenden und aktivierenden Dienstleistungen sowie Versorgungs- und Pflegeleistungen in unterschiedli- chen Stufen. Im Rahmen des Projektes wird eine Wohnung als Showroom mit technischen Komponenten zur Unter- stützung des selbstbestimmten Wohnens im Alter ausgestattet. Potentielle Nutzer werden in die techni- sche Entwicklung einbezogen und werden eine weitere Wohnung zur Erprobung auch zeitweilig bewoh- nen. Darüber hinaus werden eine Kommunikationsplattform und Angebote entwickelt und getestet, über die Nutzer der Wohnung Dienstleistungen von der Unterstützung beim Einkaufen bis hin zu Pflege- leistungen abrufen können. Das Projekt wird wissenschaftlich von der Universität Hamburg begleitet. Hauptansprechpartner Projektkoordination: Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH Projektbeteiligte: PFLEGEN &WOHNEN Hamburg GmbH Universität Hamburg PROSYSTEM AG 1

6 Q- Data Service GmbH Es ist geplant, im Projektverlauf weitere wirtschaftliche Partner aus der Region bzw. dem Quartier ein- zubeziehen. Darüber hinaus wird zusätzliche wissenschaftliche Expertise aus den Bereichen Pflegewis- senschaften und IT eingeholt. Geplant ist auch eine Kooperation mit dem Landesseniorenbeirat und weiteren Organisationen und Interessensvertretungen, z.b. aus dem Bereich der Patientenversorgung und der Kostenträger. Finanzierung Vorgesehen sind EFRE- Mittel i. H. v ,50 EUR. Die BGV fördert das Vorhaben mit ,00 EUR aus dem Förderprogramm der Gesundheitswirtschaft. Die projektbeteiligten Partner tragen knapp 31 Prozent Eigenmittel bei Projektbeteiligte Partner Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH Dr. Bernd Hillebrandt Adolphsplatz 1, Hamburg T: / F: Pflegen und Wohnen Hamburg GmbH Nicol Wittkamp Finkenau 11, Hamburg T: / F: Universität Hamburg Prof. Dr. Tilo Böhmann Vogt- Kölln- Straße 30, Hamburg T: hamburg.de PROSYSTEM AG Prof. Dr. Jürgen Stettin Beim Strohhause 17, Hamburg T: sw.com Q- Data Service GmbH Reinhard Heymann Borstelmannsweg 145, Hamburg T: / F: Projektmanagement Projektpartner Projektpartner Projektpartner Projektpartner Experten aus der Baubranche unterstützen das Projektvorhaben beratend und stehen als Transfer- partner zur Verfügung. Sie bringen Erfahrung aus der Bestandsmodernisierung und dem Neubau diver- ser Senioreneinrichtungen in das Projekt ein. Im Projektverlauf werden weitere wirtschaftliche Partner 2 VWIQ

7 aus der Region bzw. dem Quartier einbezogen. Des Weiteren wird zusätzliche wissenschaftliche Exper- tise aus den Bereichen Pflegewissenschaften und IT in die einzelnen Projektbausteine integriert. Das Projekt plant zudem Kooperationen mit bestehenden etablierten Organisationen und Interessensvertre- tungen z.b. aus dem Bereich der Patientenversorgung, der Kostenträger sowie die Einbindung des Lan- desseniorenbeirats. Die im Projekt erzielten Ergebnisse werden auf wissenschaftlichen Konferenzen ebenso wie auf bran- chenbezogenen Fachkonferenzen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 3

8 2. Ergebnisse der Vorstudien Ziele: Reverse Engineering Studie: Was bietet High- End- Technik in der Wohnung schon heute an Möglichkei- ten für Unterstützungs- und Pflegeleistungen, so dass Komfortfunktionen später für Unterstützung ge- nutzt werden können? Servicestudie: Welche Bedarfe an Unterstützungs- und Pflegeleistungen können für das Quartier in den Bereichen Komfort, Sicherheit, Gesundheit und Soziales adressiert werden? Die Studie basiert auf Desk Research, da hier zielgruppenspezifisch die Vielzahl vorhandener Studien ausgewertet werden soll. 4 VWIQ

9 3. Modulare Referenzarchitektur Ziele: Die modulare Referenzarchitektur definiert aufeinander abgestimmte Dienstleistungs- und Technikbau- steine, mit denen anpassbare und erweiterbare, quartiersbezogene Dienstleistungs- und Versorgungs- modelle realisiert werden können. Sie wird in zwei Schritten realisiert: Dienstleistungsmodell (Assistenz- dienstleistungen), Versorgungsmodell. (Pflegeleistungen und Prüfung eines integrierten Versorgungs- modells). Wesentliches methodisches Element sind dabei Innovationsworkshops für die effiziente Er- bringung von Dienstleistungsbausteinen. In Innovationsworkshops werden Mitarbeiterinnen und Mitar- beiter von möglichen Dienstleistungserbringern aus dem Quartier und weiteren interessierten Erbrin- gern aus der Stadt Hamburg in die technischen Möglichkeiten der Wohnung eingeführt. Darauf aufbau- end, werden in bekannten Bedarfsfeldern für Assistenzdienstleistungen und für ausgewählte Pflegeleis- tungen Ideen zur Effizienzverbesserung der Dienstleistungen durch Technikunterstützung in der Woh- nung entwickelt. Diese Ideen fließen in die Entwicklung der Referenzarchitektur ein. Dazu werden nach Einrichtung der Musterwohnung vier Workshops zu Assistenzleistungen (Bedarfsfelder: Essen & Trinken, Sicherheit, Gesundheit, Kommunikation & Bildung) sowie ein Workshop zu Pflegeleistungen (durchge- führt. Um eine intensive Mitwirkung gewährleisten zu können, zielen wir bei den Workshops auf bis zu 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Angesprochen für die Mitwirkung sind Dienstleistungserbringer aus dem Quartier und, so noch freie Plätze vorhanden sind, aus Hamburg insgesamt. Die Ansprache erfolgt durch die GWHH, die Universität sowie weitere Projektpartner. Die Auswahl (bei Überbuchung) übernimmt die Universität, um möglichst breite und vielfältige Beteiligung sicherzustellen. 5

10 4. Versorgungsmodell Ziele: Ermittlung der Bedarfe an Komfort und Sicherheitsleistungen anhand der Daten des Teilprojektes1. Bündelung der Leistungen zu variablen Service- und Dienstleistungspaketen. Parallel zur Ausstattung des Musterzimmers bzw. der Musterwohnung wird die notwendige Expertise aus der Baubranche in das Projekt einbezogen, so dass nicht nur die Ausstattung des Zimmers/ der Wohnung sondern auch die Umsetzung notwendiger Maßnahmen, bei Auslösen der Assistenzsysteme, gewährleistet ist. PFLEGEN & WOHNEN hat im Rahmen der regionalen Gesundheitsversorgung Zugang zu folgenden Bereichen (vgl. Teilprojekt 4): Medikamentenversorgung/ Verblisterung Hilfsmittelversorgung/ Home Care Haus- und Fachärzte Einzelschritte: Befragung des Nutzers, der Angehörigen, der Mitarbeiter und der Kooperationspartner zu, die AAL- Systeme ergänzenden Service- und Dienstleistungen. Parallel dazu erfolgt die zusammenfassende Bewertung aus der Formativen Evaluation I und II. Abgleich der Ergebnisse mit dem bestehenden Angebot in den Bedarfsfeldern Gesundheit, Si- cherheit, Essen &Trinken und Kommunikation & Bildung Durchführung von Innovationsworkshops mit Mitarbeitern und externen Dienstleistungserbrin- gern. In Innovationsworkshops werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von möglichen Dienst- leistungserbringern aus dem Quartier und weiteren interessierten Erbringern aus der Stadt Hamburg in die technischen Möglichkeiten in einem Zimmer/einer Wohnung eingeführt. Darauf aufbauend, werden in bekannten Bedarfsfeldern für Assistenzdienstleistungen Ideen zur Effi- zienzverbesserung der Dienstleistungen durch Technikunterstützung in der Wohnung entwi- ckelt. Sofern notwendig Erweiterung des Angebotes, entsprechend dem ermittelten Bedarf, z.b. Hol- und Bringservice, Fahrservice, Tagespflege. Zusammenfassung der Angebote zu Service- und Dienstleistungsbündeln Die Musterwohnung als Innovationslabor dient dabei nicht einer Breitenbefragung, sondern der ent- wicklungsbegleitenden, formativen Evaluation der Referenzarchitektur, um so schrittweise zu effizien- ten und wertstiftenden Dienstleistungsbausteinen zu kommen. Die Planung konkreter Dienstleistungs- bausteine, die in den Innovationslaboren verfeinert und erprobt werden können, wird durch die Vorstu- dien der Universität zu Bedarfen sowie zu den technischen Möglichkeiten in der Wohnung unterstützt. Zudem wird hier gezielt für Pflegeleistungen pflegewissenschaftliche Kompetenz eingebunden werden. 6 VWIQ

11 5. Musterwohnung und Musterzimmer Ziele: Herstellung einer Musterzimmers im Bestandsbau des Standortes Uhlenhorst. Die Ausstattung wird entsprechend den Bedürfnissen von Menschen mit beginnendem Unterstützungsbedarf bzw. mit chro- nischen Erkrankungen, z.b. Diabetes mellitus, Koronare Herzkrankheiten (KHK) angepasst. Dabei wird großer Wert darauf gelegt, die technischen Komponenten gestalterisch ansprechend in das Wohnum- feld der Musterzimmer zu integrieren, um die Hemmschwelle von deren Einsatz zu senken. Die Ausstat- tung des Musterzimmers wird auf die Zielgruppe Menschen mit beginnendem Hilfebedarf bei gleichzei- tig vorliegender chronischer Erkrankung ausgerichtet. Herstellung einer Musterwohnung am Standort Uhlenhorst, um in Zukunft für ältere Menschen geeigne- te technische Unterstützungskomponenten bereits frühzeitig in den Alltag jüngerer Altersgruppen aber auch von Senioren zu integrieren. Dabei wird großer Wert darauf gelegt, die technischen Komponenten gestalterisch ansprechend in das Wohnumfeld der Musterwohnung zu integrieren, um die Hemm- schwelle von deren Einsatz zu senken. Die Evaluationsergebnisse aus Musterwohnung/- zimmer 1 aus Teilprojekt 2 werden hierbei berücksichtigt. Die Meilensteine aus dem Teilprojekt 2 werden mit den entsprechenden Anpassungen aus den Erfahrungswerten im Teilprojekt 3 wiederholt. Der Unterschied liegt in der Größe des Referenzobjektes und in der noch weiter technisierten Ausstattung, z.b. Sensoren die den Wohnungsschlüssel orten können, oder melden wenn der Herd nicht ausgeschaltet wurde. Zu- dem hat der Nutzer einen noch höheren Selbständigkeitsgrad als in Teilprojekt 2. Die Ausstattung der Musterwohnung wird auf die Zielgruppe Menschen ohne bzw. mit beginnendem Hilfebedarf bei vorlie- gender chronischer Erkrankung ausgerichtet. Folgende Kriterien werden bezüglich der baulichen Rah- menbedingungen und des Bedarfs des zukünftigen Nutzers zu Grunde gelegt: Bauliche Anforderungen 2 getrennte Zimmer Badezimmer mit mind. Dusche Einbau Pantryküche möglich Nutzerprofil Musterwohnung Keine Pflegestufe Keine diagnostizierte Demenz Diagnostizierte chronische Erkrankung oder Behinderung, z.b. Blindheit. Ggf. junger körperbe- hinderter Pflegebedürftiger 7

12 6. Plattform Ziele: Es soll ein Plattform- und Technikkonzept entwickelt werden, welches die Kommunikation zwischen Endanwendern, Angehörigen und Fachnutzern ermöglicht. Gleichzeitig sollen Gerätesteuerung und die Anbindung für Dienstleistungen und Versorgungsmodelle möglich sein (virtueller Marktplatz). Hierbei gibt es eine Reihe von Anforderungen: Sichere Kommunikation auf mehreren Endgerätearten (TV, Tab- lets, Smartphone, PC), Erweiterbarkeit, konzeptionelle Schnittstellen für Systeme anderer Anbieter wie SmartTV- Plattformen, Haussteuerung, etc. (Interoperabilität). Das finale Plattform- und Technikkonzept soll daraufhin in einer Basisrealisierung des Grundsystems (Fundament für Plattform II) realisiert werden. Im Rahmen eines iterativen Ansatzes soll eine exemplarische und iterative Nutzung des Basis- Systems stattfinden. Das definierte technische Konzept wird für die definierten Dienstleistungen technisch umgesetzt und als prototypisch funktionale Plattform entwickelt. Wichtig sind hierbei Korrekturmöglichkeiten/Flexibilität im Bereich der Dienstleistungen. Die Realisierung enthält die grundlegende Kommunikationsplattform an sich samt Backend und Frontend, sowie die grundlegende Plattform für die Dienstleistungen (virtuel- ler Marktplatz), Es werden also die Vorbereitungen für die Implementierung von prototypischen Versor- gungsmodellen geschaffen. Plattform I ist eine Weiterentwicklung des Grundsystems. Überführung der realisierten Plattform in einen funktionalen Piloten. Hierzu gehört die prototypische Implementierung der definierten Dienstleistungen. Die definierten Dienstleistungen müssen somit pro- totypisch im definierten Szenario eingesetzt und angewendet werden können. Nach der Überführung und der Installation wird die Plattform prototypisch betrieben. Das definierte technische Konzept wird für die definierten Versorgungsmodelle technisch umgesetzt und als prototypisch funktionale Plattform entwickelt. Wichtig sind hierbei Korrekturmöglichkei- ten/flexibilität im Bereich der Versorgungsmodelle. Die Realisierung enthält aufbauend auf der Kom- munikationsplattform und Plattform I die Erweiterung für die Versorgungsmodelle. Es werden also die Vorbereitungen für die Implementierung von prototypischen Versorgungsmodellen geschaffen. Platt- form II ist eine Weiterentwicklung von Plattform II. Überführung der realisierten Plattform in einen funktionalen Piloten, hierzu gehört die prototypische Implementierung der definierten Versorgungsmodelle. Die definierten Versorgungsmodelle müssen somit prototypisch im definierten Szenario eingesetzt und angewendet werden können. Nach der Über- führung und der Installation wird die Plattform prototypisch betrieben. 8 VWIQ

13 7. Evaluation Ziele: Begleitend zur Entwicklung und abschließend nach der Pilotierung wird das Gesamtkonzept evaluiert, um Anforderungen an eine Verbesserung des Konzepts bzw. seine Übertragung zu ermitteln. Teil der Evaluation ist die Prüfung und Weiterentwicklung des/der Geschäftsmodell(e).Grundsätzlich erfolgt die Evaluation daher formativ, d.h. entwicklungsbegleitend, um durch die Evaluationsergebnisse schrittwei- se die Architektur verfeinern zu können. Ziel ist die Evaluation der Dienstleistungsqualität aus Nutzer- und Mitarbeitersicht sowie der Bewertung der Prozesskosten und - zeit aus Sicht des Dienstleistungsanbieters. Die Bewertung der Dienstleistungs- qualität erfolgt dabei nach der Critical- Incident- Technique (CIT). Prozesszeiten und - kosten werden durch Prozesskostenanalyse und Zeiterfassung erhoben. In Zusammenarbeit mit dem pflegewissen- schaftlichen Partner des Projekts soll zudem eine begleitende Erhebung von Akzeptanz und Zufrieden- heit auf Nutzer- und Mitarbeiterseite durchgeführt. Die Evaluation soll sowohl bedarfsfeldbezogen als auch bedarfsfeldübergreifend erfolgen. Die bedarfs- feldbezogene Evaluation erprobt mit ausgewählten Dienstleistungserbringern und - nutzern die Dienst- leistungsbausteine eines Bedarfsfelds (s.o.). Eingebunden werden hier diejenigen Dienstleister, die sich an der Umsetzung und Erprobung der wohnungs- und quartiersbezogenen Dienstleistungen beteiligen. Die Nutzer werden von P&W in Zusammenarbeit mit der Universität gewonnen. Je Bedarfsfeld sind bis 2-3 Evaluationstage geplant, um bis zu drei Entwicklungsiterationen der Dienstleistungen abzubilden (Erstversion und 1-2 verbesserte Formen). An einem Evaluationstag können bis zu fünf potenzielle Nut- zer teilnehmen. 9

14 8. Projektmanagement Kapitel 8 beschreibt das Projektmanagement und betrachtet hierbei die Projektkoordination durch die Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH, den Beirat der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz und den Finanzierungsplan und seine Umsetzung. 10 VWIQ

15 ABSCHLUSSBERICHT: TP 1: ERGEBNISSE DER VORSTUDIEN Oktober 2014 Vernetztes Wohnen im Quartier Schutzrechte: Dieses Dokument ist urheberechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb des Urheber- gesetzes ist ohne Zustimmung des Copyright- Inhabers unzulässig. Die Verwendung der Inhalte sowie Kopien dieses Dokumentes sind nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und müssen mit einer Quellenangabe versehen werden. Copyright: Das Copyright liegt bei den Autoren Autoren und Mithilfe: Jan Parchmann, Prof. Dr. Tilo Böhmann, Stephan Hermann, Reinhard Heymann, Lukas Vogler, Nicol Wittkamp und Roman Woitaschek

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17 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis... I Abbildungsverzeichnis... III Tabellenverzeichnis... IV 1. Einleitung Vorstudie I Vorstudie II Innovations- Workshops Ausblick Grundlagen vernetzten Wohnens im Quartier Verwandte Arbeiten und Stand der Technik Verwandte Projekte Stand der Technik Methode zur Potentialanalyse Vorgehen und beteiligte Partner Schritt 1: Quartiersdefinition Schritt 2: Zielgruppenklärung über Personas Schritt 3: Dezentrale Entwicklung von Ideen für Dienstleistungen Schritt 4: Gruppierung und Vereinheitlichung der Ideen Schritt 5: Beurteilung der Umsetzungsfähigkeit Schritt 6: Detaillierte Potentialbewertung Schritt 7: Persona- Bedarfsfeld- Matrix und Tagesablaufdiagramm Ergebnisse Anhang A: Serviceportfolio und Technikauswahl verwandter Projekte Anhang B: Kartenansicht der Quartiersdefinition Anhang C: Personas C.1. Persona Der frühinteressierte Gesunde (Cluster Endnutzer - Menschen im Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt) C.2. Persona Die anspruchsvolle Jungseniorin (Cluster Endnutzer - Menschen im Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt) I

18 C.3. Persona Die Bewohnerin im Service Wohnen (Cluster Endnutzer Chronisch erkrankter Menschen mit Unterstützungsbedarf) C.4. Persona Der Senior mit beginnenden kognitiven Einschränkungen (Cluster Endnutzer - Menschen mit Unterstützungsbedarf) C.5. Persona Die berufstätige, pflegende Angehörige (Cluster Unterstützungsnetzwerk - Umfeld) Quellen... 39

19 ABBILDUNGSVERZEICHNIS Abbildungsverzeichnis Abbildung 1 Konzept der Mitalternden Wohnung (vgl. AlterLeben S. 28) Abbildung 2 Smarthome Vernetzungsmöglichkeiten Abbildung 3 Technischer Aufbau einer Hausvernetzung Abbildung 4 Übersicht der Potentialanalyse Abbildung 5 High- Level Servicebeschreibung mit Zuordnung zu den Personas Abbildung 6 Beurteilung der Umsetzungsfähigkeit und Serviceauswahl (Fortsetzung von Abbildung 5). 22 Abbildung 7 Ideation, Auswahl und Validierung der Service- Ideen Abbildung 8 Persona- Bedarfsfeld- Matrix Abbildung 9 Tagesablaufdiagramm am Beispiel Ernährung Abbildung 10. Das Projekt- Quartier: Hamburg- Uhlenhorst und Barmbek- Süd III

20 Tabellenverzeichnis Tabelle 1. Auflistung verwandter Projekte und ihrer Schwerpunkte Tabelle 2 Beteiligte Partner und Personen mit Rollenzuordnung im Projekt IV

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23 1. Einleitung Dieses Arbeitspapier fasst die Ergebnisse der Vorstudien I und II zusammen und stellt die für die Aus- arbeitung der Referenzarchitektur relevanten Bedarfsfelder sowie die relevanten technischen Mög- lichkeiten zur Unterstützung von Dienstleistungen in der Wohnung dar. Ziel dieser Vorstudien ist die Vorbereitung der Ausstattungs- Entscheidungen des Wohnraumes und die Vorbereitung der Refe- renzarchitektur Vorstudie I Vorstudie I ist eine Reverse Engineering Studie und zweigt auf, was High- End- Technik in der Woh- nung schon heute an Möglichkeiten für Unterstützungs- und Pflegeleistungen bietet und welche Nut- zungsmöglichkeiten für Dienstleistungen entstehen Vorstudie II Vorstudie II ist eine Servicestudie und klärt, welche Bedarfe für das Quartier in den Bereichen Kom- fort, Sicherheit, Gesundheit und Soziales adressiert werden können. Die Studie basiert auf Desk Re- search und wertet zielgruppenspezifisch die Vielzahl vorhandener Studien aus, um bereits existieren- de Serviceideen zu ermitteln Innovations- Workshops Erkenntnisse und Ergebnisse der Vorstudien flossen zur Ergänzung, Absicherung und Validierung in eine bereits parallel stattfindende Entwicklung von Service- Technik- Ideen im Rahmen von Innovati- ons- Workshops ein. Hierzu wurde ein Prozess entwickelt, der die Innovation, bzw. Invention von Produkt- Dienstleistungs- Systemen ermöglicht Ausblick Basierend auf den Ergebnissen dieser Vorstudien und der Workshops können im nächsten Schritt die Entscheidungen der Referenzarchitektur festgelegt werden. Diese beinhalten neben den Basisfunkti- onen der Plattform und der Ausstattung der Wohnung auch eine detaillierte Servicebeschreibung. 1

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25 2. Grundlagen vernetzten Wohnens im Quartier Der demographische Wandel verändert unsere Gesellschaft und somit auch die Anforderungen an die Pflege von morgen. Bis zum Jahr 2060 wird nach den Prognosen des Statistischen Bundesamtes in Deutschland jeder Dritte über 65 Jahre alt sein. Jeder Siebte wird sogar über 80 Jahre alt sein. So verdoppelt sich bis zur Jahrhundertmitte das zahlenmäßige Verhältnis der zu versorgenden Älteren zu den, die Versorgungsleistungen erwirtschaftenden Personen im Erwerbsalter - mit der Konse- quenz, dass das bisherige gesellschaftliche System sowie das System der sozialen Sicherung (Renten- Kranken- und Pflegeversicherung) funktionsunfähig werden. Bereits heute entwickelt sich der Haushalt zum dritten Gesundheitsstandort. Neben stationären Versorgungseinrichtungen, wie Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen und ambulanten Versor- gungseinrichtungen, wie beispielsweise Arztpraxen, bekommt die häusliche Versorgung eine immer wichtigere Bedeutung und wird ein wesentlicher Ort der Leistungserbringung. Neue Ambient Assisted Living- bzw. AAL- Technologien ermöglichen theoretisch die Ergänzung von Unterstützungs- und Pflegeleistungen, sodass Menschen länger in ihren angestammten Wohn- und Lebenszusammenhängen verbleiben können. Ihnen kommen im Kontext altersgerechter Lebenswel- ten eine hohe gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung zu. Zur Nutzung der in den AAL- Anwendungen angelegten Chancen und Entwicklungspotenziale, sind jedoch noch einige Barrieren aus dem Weg zu räumen: Einzelne Detaillösungen tragen nicht zu einem längeren selbstbestimmten Leben in den ei- genen 4 Wänden bei. Hierfür werden integrierte lückenlose Gesamtkonzeptionen benötigt. Neue Technologien im Pflegekontext scheitern bisher oftmals an mangelnder Akzeptanz, da die Nutzung von Assistenzsystemen als stigmatisierend empfunden wird. Es gibt aktuell noch keinen funktionierenden Markt für AAL- Anwendungen. Eine geringe Ver- breitung und daraus folgend nur unzureichende Gesamteffekte von Assistenzsystemen auf die Qualität und Effizienz von Pflegedienstleistungen sind die Folge. Die typischen Bereiche des täglichen Lebens von älteren Menschen, um ein möglichst langes und selbstbestimmtes Leben im eigenen Wohnumfeld führen zu können, wurden im durch das BMBF geförderten Forschungsprojekt MIDIS bereits ermittelt (MIDIS 2012). Eine Fokusgruppenuntersu- chung führte zu der Ableitung von Bedarfsfeldern, bei denen auch seniorenspezifische Probleme und Defizite berücksichtigt wurden: Information und Kommunikation, Wohnen, Fitness, Mobilität, Ge- sundheit, Bildung, Freizeit, Soziales Umfeld, Arbeit. Für dieses Projekt, in dem eine mitwachsende Lösung angestrebt wird, werden diese Bedarfsfelder wie folgt zusammengefügt und gruppiert Freizeit/ Teilhabe: Von der aktiven Freizeitgestaltung zur Teilhabe für Menschen mit Ein- schränkungen. Komfort/ Sicherheit (technische Unterstützung): Von der Komfortleistung zur die Sicherheit unterstützenden Leistung. 3

26 Mobilität/ Service (personelle Unterstützung): Von der Dienstleistung zur notwendigen Ser- viceleistung Prävention/ Gesundheit: Von der reinen Prävention zu unterstützenden Gesundheitsleistun- gen (Pflege/ Medizin). Diesen Bedarfsfeldern stehen technische Innovationen bzw. Inventionen in den verschiedenen Berei- chen des häuslichen Lebens gegenüber. Hierzu zählen zum Beispiel einfach zu bedienende Smartho- me- Techniken für Komfort, Sicherheit und Unterhaltung (Bedarfsfeld Wohnen). Weitere Möglichkei- ten im Bedarfsfeld Gesundheit bieten AAL- Technologien z.b. durch Telekommunikation (Audi- o/video) und ggf. medizinische Datenübertragung. Ein dritter Aspekt ist der diesem Projekt zu Grunde liegende Quartiersgedanke. Der Quartiersbezug fördert die Teilhabe und bietet lokalen Bezug, Ressourcen, soziale Netzwerke und Gemeinschafts- empfinden (Goodman et al. 1998). Ziel ist die intelligente Kombination von Dienstleistungen und innovativer Technik in einem Wohn- quartier zur Adressierung dieser Bedarfsfelder. Hierbei soll ausdrücklich vermieden werden, dass soziale Kontakte durch Technik ersetzt werden. Das technische System soll soziale Strukturen ergän- zen und unterstützen und vor allem Effizienzreserven in Prozessen heben und Zugänge vereinfachen. Zunächst werden verwandte Arbeiten und der Stand der Technik vorgestellt. Es werden Bedarfsfel- der hergeleitet und die Basis für eine Anwendungsarchitektur gelegt. Im darauf folgenden Kapitel wird die Methodik zur Identifikation geeigneter Service- Technik- Kombinationen für VWiQ vorgestellt. Über die Vorstudien hinaus, wurden bereits Innovations- Workshops durchgeführt, um Service- Ideen zu generieren. Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse des Prozesses und der Workshops dargestellt. 4

27 3. Verwandte Arbeiten und Stand der Technik Das folgende Kapitel gibt einen Überblick über verwandte Arbeiten zur Erarbeitung serviceseitiger Bedarfsfelder und den Stand der Technik als Basis der Anwendungsarchitektur Verwandte Projekte Es gibt bereits viele Projekte, die sich mit verschiedenen Fragestellungen zum selbstbestimmten Wohnen im Alter auseinandersetzen, vor allem mit Fokus auf der Entwicklung von Assistenztechno- logien. Verwandte Projekte wurden mit Blick auf folgenden Aspekten untersucht: Dienstleistung- Aspekt: Wird in dem Projekt die Entwicklung von Dienstleistungen (DL) adres- siert? Gibt es ein detailliertes Serviceportfolio und wurde mehr als ein einzelner Dienst ent- wickelt? Technik- Aspekt: Dieser Aspekt bezieht sich auf die Verwendung und Entwicklung von AAL- / Smarthome- Technologie. Wohnungs- Aspekt: Liegt der Fokus des Projektes im häuslichen Wohnumfeld? Quartiers- Aspekt: Gibt es in dem Projekt einen Quartiersbezug? Projekte, die sich nur auf einen der ersten beiden Aspekte beziehen, hier aber eine für dieses Projekt interessante Entwicklung hervorgebracht haben, bieten einen Mehrwert für Vernetztes Wohnen im Quartier. Als Filterkriterium für die Selektion relevanter Projekte muss zusätzlich ein Bezug zur Wohnung oder zum Quartier gegeben sein. Die folgende Tabelle enthält die resultierende Auswahl an Publikationen und Projekten und benennt die oben angesprochenen Aspekte. Darüber hinaus bietet die Tabelle weiterhin folgende Informationen: Welche Bedarfsfelder werden bei dem Projekt adressiert? Status des Projektes (beziehungsweise geplanter Abschluss). Detaillierte Informationen der jeweiligen Studie zu den Aspekten Dienstleistung und Technik werden bei Bedarf in Anhang A aufgelistet. Diese Liste und die Auflistung der Projekte und Studien werden im Verlaufe dieses Projekts weiter ergänzt und vervollständigt, insbesondere mit Ergebnissen der kürz- lich abgeschlossenen Studien/ Projekte. 5

28 Projektbe- zeichnung/ Quelle E- Service 4home WiMiCare MIDIS Projektbeschreibung u. - Fokus Entwicklung eines Hausnot- rufsystems für den Fall des Sturzes, Sturzdetektion und dessen Vermarktung durch Geschäftsmodelle Einsatz und Erprobung einer Digitalen Pen&Paper Technolo- gie zur Vermittlung von Dienst- leistungen EasyPen Einsatz des fahrerlosen Trans- portsystems CASERO (MLR) zur Entlastung der Transporte von den Dienstleistungsbereichen zum Patienten Mikrosystemtechnische Dienst- leistung- Innovationen für Seni- oren Im Dienstleistungs- Aspekt adres- Wohnungs- oder Bedarfs- An- Technik- Aspekt adressiert? siert? Quartiersbezug felder hang Status unter Nein. Tlw., Sturzdetektoren Ja, im Wohnraum. Sicher- abgeschl. heit Öffnung der Prozess- und Wert- digitale Pen&Paper Techno- Ja, vernetzten abgeschl. schöpfungskette für regionale logie - technologiegestützter Wohnen im Quar- Dienstleister (Selbstorganisierte Dienstleis- tier in Bochum- regionale Netzwerke) über tungsbündelung und - Grumme Serviceagentur gebündelt weiterleitung Nein, Pflege- und Transportser- Serviceroboter Nein. abgeschl. vice angebunden angebunden, aber DL nicht im Fokus. Entwicklung und Vermarktung s.l. Nein. abgeschl. von mikrosystemtechnisch basierten Dienstleistungsinno- vationen 6

29 MeDiNa Mikrosystemtechnik für ganz- Nein, nur direkt betroffene DL mikrosystemtechnische Ja, im eigenen Wohn- Gesund- abgeschl. heitliche telemedizinische angebunden. Geräte und Sensoren er- raum. heit Dienstleistungen in der häusli- möglichen die kontinuierli- chen Nachsorge che Überprüfung von Vital- parametern StaDiWaMi Standards für wohnungs- Schaffung von Standards im... unter besonderer Berück- Ja, Quartiersauswahl kürzlich begleitende Dienstleistungen Bereich der wohnungsbeglei- sichtigung der Potenziale auf Basis der Bedarfe abgeschl. im Kontext des demografischen tenden Dienstleistungen... der Mikrosystemtechnik und Struktur der Wandels und der Potenziale der sowie allgemein im Bereich Bewohnerschaft Mikro- systemtechnik Ambient Assisted Living (AAL). Cross- Entwicklung mikrosystem- Nein, Technik/ Portal im Fokus Tlw., Vitaldaten und Platt- Kein direkter Bezug Gesund- abgeschl. Generation technischbasierter DL zur För- form heit derung der Lebensqualität und Gesundheit von Senioren in ihrem häuslichen und sozialen Umfeld Mobil50+ Entwicklung, Erbringung, Ver- Ja, Unterstützung von Dienst- Ja (Plattform), Service Lokal und regional abgeschl. marktung und Nutzung leistern, Bedürfnisse von Kun- Connector bietet einen verfügbare Dienst- innovativer IT- basierter Dienst- den zu erkennen, neue DL zu einfachen leistungsangebote leistungskonzepte für mobiles entwickeln, sowie einfach und und kostengünstigen Kanal Leben und Aktivität mit 50+ effizient anzubieten und zu für Kunden, DL anzufragen vermarkten. und zu nutzen JUTTA Gestaltung optimierter DL- Die DL sind auf den individuel- Tlw., Sensoren aus Haus- weitgehend unab- Gesund- abgeschl. Prozesse in ambulanten Versor- len Bedarfe der Kunden zuge- und Medizintechnik hängiges Leben in d. heit 7

30 gungsstrukturen schnitten eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen PAGE- Integration technologie- Tlw., Gestaltung von Gesund- Plattform zur Unterstützung häusliche Infrastruk- Gesund- abgeschl. Plattform basierter Gesundheits- DL in heitsdienstleitungen AGT- basierter DL tur zur Unterstützung heit Gesundheitsnetzwerke d. DL Well.Com.e Entwicklung einer Gesundheits- Plattform für die Zusammen- Plattform für Gesundheits- Gesund- abgeschl. plattform für Menschen in der führung von Dienstleistern und monitoring und Community heit zweiten Lebenshälfte Nutzern über Service- Modelle SMILEY Integrierte technikunterstützte Einbindung professioneller DL Sicheres Leben, Situations- gegenseitige Sicher- kürzlich Dienstleistungsnetzwerke analyse, Informations- und Unterstützung nach- heit, abgeschl. zur Begleitung des demographi- Kommunikationsprozesse barschaftlich leben- Gesund- schen Wandels der Menschen ver- heit, schiedener Generati- Kommu- onen nikation AAL Vitaldatenerfassung und Aus- Nein, Schwerpunkt auf verteil- Tlw., hoch innovative UWB- Ja, AAL- Technik im Gesund- wertung für Sicherheit und tem, lernfähigem Assistenzsys- Sensoren messen aus der Wohnraum heit, Unabhängigkeit. tem mit Anbindung an Notruf- Wand Vitaldaten u. Position Sicher- und Sicherheitssysteme + Einbezug von z.b. Licht- heit schalternutzung speisen Assistenzsystem AlterLeben Selbsbestimmtes Wohnen in Ja, persönliche Auswahl an DL Ja, mikrosystemtechnische Ja, Förderung selbs- Komfort, 1) abgeschl. der Einheit von technischer (verbunden mit technischen und multimediale Systemlö- bestimmten Lebens Sicher- Lösung und Dienstleistung. Assistenzsystemen u. bautech- sungen (kombiniert mit DL) und mitalternder heit, Ge- Modulares, mitalterndes nischen Maßnahmen) Wohnraum sundheit 8

31 System. VWiQ ähnliches Projekt AUTAGEF Automatische Assistenz in Ge- Tlw., Schwerpunkt auf Not- Tlw., automatische Notru- Ja, für Mieter einer N s.l. 05/2013 fahrensituationen fallerkennung durch Unregel- mäßigkeiten im Tagesablauf. Anbindung von Nachbar- schaftshilfe und Hausnotruf- zentrale. ferkennung durch Unregel- mäßigkeiten im Tagesablauf, akustisches Interface zur Sprachsteuerung und Ge- räuschmonitoring Wohnungs- genossenschaft DCJ Daily Care Journal: digitale, Anbindung des ambulanten Ja, estift, Sensoren, Ver- Ja, Wohnungsbezug D 03/2013 ambulante Pflegedokumentati- on Pflegedienstes an die automati- sche Dokumentation brauchszähler easycare Internetplattform für pflegende Angehörige Informationspor- Ja, Vermittlung von DL lokaler Pflegedienstleister, z.b. zur Tlw., Monitoringdienste Tlw., Schwerpunkt liegt auf Internetpor- I s.l. kürzlich abgeschl. tal Unterstützung oder Beratung + Case- Management- Services. tal GEWOS Bewegungssessel für nachhalti- Tlw., Gesundheits- DL, Ärzte und Bewegungssessel, Smart- Häusliches Umfeld B 03/2013 ge Motivation personal Trainer angeschlossen. Clothes f. Vitalparameter u. Plattform; Kommunikation u. Hausassistenz Motivoti- Geistige und körperliche Fitness Nein, lediglich Bereitstellung Bewegungs- u. GPS- Nein, ortsunabhän- B&G gerade ab- on60+ für Senioren verbessern aufgezeichneter Daten an Pfle- Sensoren, Videotracking gig. geschl. gedienst, Arzt u. Krankenkasse. PAALiativ Unterstützung im letzten Le- Schwerpunkt Kriseninterventi- Tlw., Sensorik und Tele- Ja, häusliches Umfeld - 2) kürzlich 9

32 bensjahr, zum Verbleib im eige- nen Wohnumfeld rechtzeitige Erkennung von Krisen SAMDY Monitoringsystem für die Ver- haltensanalyse. Offenes System mit Schnittstellen zu anderen Systemen SELBST Selbsbestimmtes Leben mit Mikrosystemtechnik. Baukas- tensystem bestehender Lösun- gen Sense Passives System mit arbeitung on. Plattform auch Kommunika- kommunikation tionsmittel zwischen Patienten, Angehörigen und Versorgern. Nein, Schwerpunkt Dokumenta- Sensoren in Bett u. Woh- tionsprozess in der Pflege nung, verarbeitende Home- Pflegepersonal u. Abrech- Station nungsprovider Ja, integrierte DL- Technik- Ja, bestehende Einzel- Systeme werden entwickelt, lösungen werden ange- insbesondere im Bereich ge- passt/ neu entwickelt u. genseitiger Interaktion. modular vernetzt. Schwerpunkt Bedarfserken- Sensorik zur Unfallerken- nung, Pflegedienste ange- nung schlossen SensFloor Sensitiver Bodenbelag Nein Entwicklung des Bodenbe- lags. Smart Assist Plattform zur Unterstützung Betreuung durch Patenschaf- Ja, Sensoren für Nutzungs- von sozialen und gesundheitli- ten (hier auch Dienstleister gewohnheiten chen Aspekten denkbar). Bedarfserkennung durch Sensorik. Offene Schnitt- stelle bietet möglichen Kontakt zu DL. Smart Seni- Ortsunabhängige Dienste zur Plattformentwicklung mit An- Ortsunabhängige Notfaller- or Notfallerkennung, z.b. im PKW. bindung an DL. kennungs- u. Assistenzsys- abgeschl. Ja, häusliches Umfeld V&N + D 01/2013 Tlw., ganzheitliche VWiQ 3) kürzlich Lösungen f. konkrete abgeschl. Alltagsprobleme Ja, Installation im V&N kürzlich Wohnraum. abgeschl. Ja, aber auch Hotels V&N kürzlich u. Kreuzfahrtschiff abgeschl. Ja, häusliches Umfeld S + V&N 4) kürzlich abgeschl. Tlw, häusliches Um- V&N 5) abgeschl. feld, aber auch orts- 10

33 TSA VAMOS WebDA Wohn Selbst SENIOR- CHANNEL Messenger Visual Hausautomatisierung und sozia- les Netz Modulares System zur Verbes- serung der Versorgungs- und Betreuungsqualität. Modulares System mit webba- sierten Diensten zur Entlastung des Gedächtnisses und zur Strukturierung des Alltags. Training von Kommunikations- und Gedächtnisfähigkeiten. Modulare, systemübergreifen- de Vernetzung Interaktiver, IP- basierter, TV- Kanal (Hernandez et al. 2011) Instant Messaging Service für kognitiv eingeschränkte Men- schen (Tuset et al. 2011) teme unabhängig. Ja, Integration diverser DL. Ja, Hausautomatisierung Ja, innerstädtisches VWiQ 6) 07/2013 Quartier. Dateneinblick für behandelnde Tlw., automatische Daten- Dezentrale Plattform P + D s.l. gerade ab- Ärzte und Angehörige maßge- messung, Schwerpunkt: geschl. schneidertes Set von techni- Entwicklung eines TV- Geräts schen, sozialen u. pflegerischen als Plattform- Client DL Maßgeschneidertes Informa- Auffinden verlegter Dinge Ja, häusliches Umfeld B&G s.l. 04/2013 tions- u. DL- Angebot (mittels RFID) weiterentwi- ckelt, Vernetzung bestehen- der elektr. Komponenten, bildgestützte Kommunikati- on Ja, medizinisches Betreu- Ja, Aktoren u. Sensoren Ja, häusliches Umfeld V&N 7) kürzlich ungscenter, Ärzte u. Pflege- werden genutzt angepasst abgeschl. dienstleister und weitere an individuelle Bedürfnisse. Dienstleister angebunden. Entwicklung eines TV- Kanals für Nein, aber interaktive Kein expliziter Bezug. U abgeschl. Senioren. Kommunikationsmöglich- keiten Nein. Software mit piktogramm- Kein expliziter Bezug. S abgeschl. basiertem Instant Mes- saging Service 11

34 (Linner et al. 2011) (Tazari et al. 2011) universaal Home- BrainTV Computer (Lhotska et al. 2011) TinySEP (Wille et al. 2012) Allgegenwärtige Unterstüt- zungssysteme eine Übersicht aus Japan Nein, technischen Unterstüt- zung im Vordergrund Entwicklung von Robotic Bed, NetTansorWeb (soziale Interaktion), Intelligente Toilette, Dr. Kawashima- Gehirnjogging, Stride Ma- nagement Assistant z. Un- terstützung von Arbeiten in belasteten Situationen/ Lagen/ Haltungen Kein expliziter Bezug. Ü abgeschl. AAL und Gesundheit Nein. Dekompression und Konso- lidierung von universaal- Architektur- Ebenen. Nein. V&N abgeschl. Eine offene, konsolidierende Nein. Vorstellung der Plattform. Nein. P abgeschl. AAL Plattform (Hanke et al. 2011) System Approach to AAL Appli- Nein. Tlw., Anbindung von medi- Kein expliziter Bezug. P abgeschl. cations: A Case Study zinischen Diagnosegeräten. Modulare Plattform für proprie- täre Systeme Anforderungen an eine AAL Plattform. Nein. Beschreibt Anforderungen an eine AAL- Plattform inkl. Treiber, Geräte, Interfaces u. Gerätemanager Schich- tenarchitektur. Einsatz im Wohnum- feld P abgeschl., Vergleich zu openaal u. universaal steht aus. 12

35 (Jara et al. 2011) Biometrische Sensoren, Atem- probleme Nein. Einsatz biometrischer Sen- soren. Einsatz im Wohnum- feld V&N Nicht abge- schl. (Meister et al. 2012) Telemedizinische ILOG Listeners Nein. Messen und Auswerten telemedizinischer Daten. Kein expliziter Bezug, Technik im Vorder- V&N Nicht abge- schl. grund. (Nußbeck 2012) Taxonomy- basierte Unterstüt- zung von Personal Health Moni- Nein. Personal Health Monitoring in AAL- Technologien Kein expliziter Bezug, Taxonomie im Vor- V Nicht abge- schl. toring dergrund. (Hellman 2012) Mylife Benutzerschnittstellen für Men- schen mit Gedächtnisproble- Nur Online- Services. Seniorengerechte Interface- Entwicklung. Nein. UX Nicht abge- schl. men (Ruß et al. 2012) Simulation von altersbedingten Usability Problemen Nein. Rollenbasierte Nutzersimu- lation f. Usability- Nein. UX Nicht abge- schl. Fragestellungen. (Werner et Tablets für Senioren Nein. ipad Usability- Studie Nein. UX Nicht abge- al. 2012) schl. Mytablet (Wichert et al. 2012) Markteintrittsbarrieren über- winden in AAL (universaal, Nein. Nein. Nein. P Nicht abge- schl. AALOA) (Schelisch et al. 2012) Akzeptanz und Nutzung von AAL Technologie in Haushalten Nein. Akzeptanz von AAL- Technik in Haushalten. UX Nicht abge- schl. Tabelle 1. Auflistung verwandter Projekte und ihrer Schwerpunkte 13

36 Einordnungen der Studien wo möglich in die relevanten Bedarfsfelder: Freizeit / Teilhabe, Kom- fort / Sicherheit, Mobilität / Service, Prävention / Gesundheit V: Vitaldaten (Gesundheit) N: Notruf (Sicherheit) D: Dokumentation (Gesundheit) B&G: Bewegung und Gehirn (Gesundheit) B: Bewegung (Gesundheit) S: Soziales (Teilhabe) VWiQ: Ansatz ähnlich zu Projekt VWiQ I: Informationsplattform U: Unterhaltung (Kommunikation) UX: Usability und UserExperience P: Plattform (Technik / Sicherheit) UX: User Experience / Akzeptanz Das Projekt AlterLeben beschreibt das Konzept der mitalternden Wohnung. Dieses Konzept wird in Abb. 1 verdeutlicht. Ansätze dieses Konzeptes müssen in diesem Projekt berücksichtigt werden. Abbildung 1 Konzept der Mitalternden Wohnung (vgl. AlterLeben S. 28) 14

37 3.2. Stand der Technik Die folgende Grafik aus (BITKOM 2009) zeigt die Vernetzungsmöglichkeiten eines Smarthomes. Durch die Vernetzung können die unterschiedlichsten Geräte angesprochen werden, die für verschieden Anwendungsmöglichkeiten benötigt werden. Abbildung 2 Smarthome Vernetzungsmöglichkeiten Für diese Vernetzung stehen die folgenden Technologien zur Verfügung: Drahtlose Funktechnologien: WLAN, Bluetooth, Infrarot, DECT, Konnex- RF, RFID, Wireless- USB, ZigBee, GSM, UMTS, WiMAX, LTE, KNX/RF, EnOcean, Z- Wave, FS20 Leitungsgebundene Übertragungsmedien: Ethernet, Powerline Communication, Konnex- Bussystem KNX, LonWoks- Bussystem, BACnet, X10, Profibus, LCN, HS485 Gängige und für dieses Projekt relevante Technologien wurden von Q- Data Service ausgewählt und bewertet: EIB/KNX = Europäischer Installations Bus, heute in der KNX- Association, über 200 Mitglieder aus vielen Bereichen der Haustechnik/AAL- Community o Das klassische Bussystem in der Gebäudesteuerung/- automation, seit über 20 Jah- ren am Markt. o Kann als zentrale/dezentrale Lösung aufgebaut werden (Aktoren= Relais sitzen in der Hauptverteilung oder aber auch in der Nähe des Verbrauchers, z.b. Leuchte, schaltbare Steckdose, Rollladen- Motor, Herdanschluss). o Sensoriken (Taster, Bedienteile, Touch- Geräte, Sensorgeräte (Wasser, Gas) werden per Buskabel in das gesamt System integriert. o Steuerungszentrale: sog. Homeserver, Logik- und Visualisierungs- Module 15

38 o Vorteil: lange am Markt, technisch sehr ausgereift, viele Schnittstellen in andere Systeme/Haustechniken über z.b. RS- 232, RS- 485, LON, IP- Protokoll etc. o Nachteil: benötigt Steuerleitungen (Buskabel) in Wohnung/Haus, nicht preisgünstig SPS = Speicherprogrammierbare Steuerung, zunehmende Verbreitung in der SmartHome- Technologie. o Wird als zentrale/dezentrale Lösung aufgebaut (Aktoren= Relais sitzen in der Hauptverteilung oder aber auch dezentral (über Funk=enOcean) in der Nähe des Verbrauchers, z.b. Leuchte, schaltbare Steckdose, Rollladen- Motor, Herdanschluß). o Sensoriken (Taster, Bedienteile, Touchgeräte, Sensorgeräte (Wasser, Gas) werden per Funk (enocean) in das gesamt System integriert. o Steuerungszentrale: sog. Logik- und Visualisieurngs- Module o Vorteil: Kommt aus der industriellen Steuerungstechnik (z.b. Autoherstellr, technisch sehr ausgereift, viele Schnittstellen in andere Systeme/Haustechniken über z.b. RS- 232, RS- 485, LON, IP- Protokoll etc. Gutes Preis- /Leistungsverhältnis, gute Nach- rüstbarkeit o Nachteil: zu Anfang erhöhter Programmieraufwand (im Vergleich zu EIB/KNX) zigbee = standardiserte Funklösung für kleinere SmartHome- Anwendungen o Beispiel: Quasi - Fernbedienung für verschiedenste Aufgaben: Mediageräte steuern, Hausgeräte schalten, Alarm auslösen o Hersteller- Slogan:...also dort, wo sich Privatpersonen Bedienkomfort und ein indi- viduelles Bedienkonzept wünschen. o Vorteil: Befriedigendes Preis- /Leistungsverhältnis o Nachteil: zu wenig Schnittstellen in andere Systeme Tele- Kommunikation am Beispiel zydadoc: Auf Standardtechnik basierende Audio- /Videokommunikation zwischen Nutzer und Pflege- dienst, medizinische Dienstleister, Angehörigen, standardisierte Funklösung für kleine SmartHome- Anwendungen Anwendungen: Audio- /Video- Kommunikation (Kontaktaufnahme, AdHoc- Visite, Seelsor- ge...) Optional können telemedizinische Daten durch/beim Nutzer erfasst und übertragen werden. Vorteil: schon akzeptables Preis- /Leistungsverhältnis Nachteil: noch zu wenig Schnittstellen in andere Systeme Folgende Geräte können nach (BITKOM 2008a; Fachinger et al. 2012) bei der Hausvernetzung zum Einsatz kommen. Diese Liste ist nicht vollständig, sondern soll einen Eindruck vermitteln, was heute schon möglich ist. Haustechnik o Heizung, Klima, Lüftung, Licht, Türkommunikation, Alarmanlagen o Physikalische Sensoren: Bewegung, Präsenz, Annäherung, Helligkeit, Temperatur, Ent- halpie, Energieverbrauch/- ertrag, Luftqualität, binäre/analoge Eingänge, Brandmelder, Außenklima, Sonneneinstrahlung, Windrichtung/- geschwindigkeit o Aktoren: Schalter/Dimmer, Rolladen/Jallousie, Heizung, Lüftung, binäre/analoge Ausgän- ge, Audio, Steckdosen o Steuerungs- und Automatisierungsgeräte oder software: kommerziell: Gira Homeser- ver, Raumcomputer, MacMyHome, ERGO3 myhomebox, EisBär KNX, Opensource: Mis- terhouse, LEIBnix 16

39 o Eingabe- und Bediengeräte: Schalter, Taster, Displays, Touchpanel, Fernbedienung, PDA/Telefon/Smartphone, Visualisierung Elektrische Haushaltsgeräte o Großgeräte: Kühlschrank, Gefrierschrank, Gefriertruhe, Elektroherd, Waschmaschine, Geschirrspülmaschine, Wäschetrockner,... o Kleingeräte: z.b. Toaster, Haartrockner, Mikrowellenherd, Kaffeemaschine, Handrührge- rät, Pürierstab, Handstaubsauger,... o Vernetzungsmöglichkeiten bei Miele und BSH über KNX über PowerLine Entertainment- Systeme, z.b. TV, Hifi, Computer, Video, Fotos, Kommunikation Spezielle Bereiche, wie zum Beispiel medizinische Geräte: zum Beispiel Pulsoxymeter, Blut- druckmessgerät, Waagen, Pulsmesser, Stresssensoren, EKG, Temperatur / Thermometer, Spiro- meter, Peak Flow Meter, Intelligente Medikamentenbox. Durch eine klassische Hausvernetzung ergeben sich schon heute Vorteile, die zu einer Steigerung des persönlichen Komforts, einer Erhöhung der Wohnsicherheit und Energieeinsparungen führen, zum Beispiel durch die Zeitersparnis durch Automatisierungen, den Schutz vor Schäden durch Warnmelder, die Simulation von Anwesenheit gegen Einbruch, Tür- und Fensterüberwachung, Ab- schaltautomatiken, Reduzierung des Energiebedarfs und Nutzung alternativer Energieformen durch intelligente Steuerung, Steigerung der Energieeffizienz durch Kombination diverser Automatismen und weitere. Für die Plattformentwicklung sollten folgende integrative Standards abgewogen werden: OSGi ist eine offene Plattform zur Verteilung und Verwaltung von Services (OSGi Alliance 2012). UPnP - Universal Plug and Play zur Verbindung von verschiedenartigen Geräten verschiede- ner Hersteller und PCs (UPnP Forum 2012). AALOA und universaal sind in Forschungsprojekten im Smarthome- Bereich verbreitete Mi- ddleware- Lösungen (AALOA 2012; UNIVERsal 2012). MonAMI ist eine offene AAL- Plattform. Eine Integrationsbeschreibung und diverse weitere Plattformen (Oasis, Persona, I2Home, MPower, OASIS) sind gelistet in (Fagerberg et al. 2010). Die folgende Abbildung zeigt abschließend den Aufbau einer Hausvernetzung nach (Cook et al. 2007) (Grafik aus (BITKOM 2008b)) und veranschaulicht auf technischer Ebene das Zusammenspiel ver- schiedener Komponenten. 17

40 Abbildung 3 Technischer Aufbau einer Hausvernetzung 18

41 4. Methode zur Potentialanalyse Forschung im Bereich neuer Serviceentwicklungen (Froehle et al. 2009) und Service Engineering (Bullinger et al. 2005) bietet Leitlinien um die Entwicklung neuer Services zu organisieren. Service Engineering bietet insbesondere Konzepte, Modelle, Methoden und Werkzeuge für die systemati- sche Entwicklung von Dienstleistungen (Bullinger et al. 2006). Aus Service Engineering Sicht können individuelle Services zielgerichtet konzipiert, entwickelt, getestet und auf den Markt gebracht wer- den. Um diese Schritte zu unterstützen, werden in der Service Engineering Forschung häufig Metho- den und Werkzeuge aus der Produkt- oder Softwareentwicklung verwendet und adaptiert, um neue Services zu generieren. Die hier beschriebene Methode wurde entwickelt, um insbesondere die Entwicklung von Smarthome Services besser zu unterstützen. Smarthome Services nutzen Smarthome Informationen und Kom- munikationstechnologien, um AAL- Services zu realisieren (vgl. Maglio et al. 2008). Um Potential von Smarthome- Technologien ausschöpfen zu können, werden Service und Technologie in dem Prozess miteinander verbunden. In diesen Kreativitäts- und Auswahlprozess der Serviceentwicklung flossen die Informationen aus den Studien ein, um nicht abstrakt, sondern am konkreten Beispiel mit konkreten Informationen die Ser- vice- und Smarthome- Technik- Auswahl zu unterstützen. Hierbei wurde sich an die Rahmengegeben- heiten der Bedarfsfelder und der Zielgruppe gehalten. Das geplante Vorgehen wurde erweitert und daraus eine erste Methode der Potentialanalyse entwickelt, um schnell zu einer ersten Referenz- architektur kommen zu können die Ergebnisse der Vorstudien tragen zur Ergänzung, Absicherung und Validierung der Entwicklung bei Vorgehen und beteiligte Partner Um potentielle Smarthome- Dienstleistungen zu identifizieren, bedarf es eines interdisziplinären Teams (Kersten et al. 2006). Im Falle dieses Projekts besteht das Team aus Experten aus den Berei- chen Dienstleistungs- Anbieter (mit reichem Verständnis der Dienstleistungen und ihrer Erbringung), Smarthome- Technologie (für Hardware- Anforderungen und AAL- Lösungen), Software- Engineering (für Anforderungen der Service- Plattform, inklusive Schnittstellen- und Usability- Anforderungen), Experten für medizinisches Spezialwissen und Moderatoren (um alle Perspektiven zusammenzufüh- ren). Rolle/n Dienstleistungs- Expertise Smarthome/ AAL Partner und Personen PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG GmbH Nicol Wittkamp Q- Data Service GmbH Reinhard Heymann, Stephan Hermann 19

42 Service- Plattform / medizinisches Domänenwissen Moderatoren Mediarch GmbH Lukas Vogler, Roman Woitaschek Universität Hamburg Prof. Dr. Tilo Böhmann, Jan Parchmann Tabelle 2 Beteiligte Partner und Personen mit Rollenzuordnung im Projekt Das folgende Schaubild zeigt eine Übersicht, über den hier verwendeten Prozess, um eine relevante Auswahl an Dienstleistungen für das zu entwickelnde Produkt- Dienstleistungs- System zu identifizie- ren. Abbildung 4 Übersicht der Potentialanalyse Es wurden in der Zeit von Juni bis Oktober 2012 Innovationsworkshops durchgeführt, die insbeson- dere den Bereich High- End- Technik und Dienstleistungen im Quartier im Fokus hatten. Zunächst wurde das Quartier definiert. Für die Anforderungsanalyse wurden Personas als Zielgrup- pen definiert, aktuelle Publikationen gesichtet und eine Potenzialanalyse für technikgestützte Dienst- leistungen im Quartier ausgearbeitet. Das Ziel war eine Auswahl an geeigneten Dienstleistungen und Services für das Projekt zu finden. Aus dieser Auswahl werden die Leistungserbringer, die Anforde- rungen an die Serviceplattform und die Anforderungen an Smarthome- Funktionen und - Austattung abgeleitet. 20

43 4.2. Schritt 1: Quartiersdefinition Die Quartiersdefinition dient in diesem Prozess dem Ziel, Restriktionen für Dienstleistungen und Ziel- gruppen durch den Quartiersbezug zu ermitteln Schritt 2: Zielgruppenklärung über Personas Personas sind ein Konzept aus dem Bereich des Interaktionsdesigns. Sie beschreiben eine Gruppe von realistischen Nutzern über eine fiktionale Personenbeschreibung. Ein Vorteil ist, dass sich eine griffige Beschreibung der Zielgruppe ergibt. Dies hilft dem Team sich auf die Bedürfnisse der späteren Nutzer zu fokussieren (Pruitt et al. 2003). Dies ist insbesondere in interdisziplinären Teams ein wich- tiges Hilfsmittel. Ein Nachteil ist hingegen, dass die Subjektivität der Beschreibungen zu einer möglichen Distanz zur wirklichen Zielgruppe führen kann. Die für AAL und selbstbestimmtes Leben im Alter relevanten Anspruchsgruppen werden bei (Glende et al. 2011) in Form von 24 Persona- Beschreibungen angeboten Schritt 3: Dezentrale Entwicklung von Ideen für Dienstleistungen In diesem Schritt wurde durch Ideation und Re- engineering eine geeignete Auswahl an projekt- relevanten Dienstleistungen ermittelt. Durch die Vorgabe eines strukturierten Schemas für eine High- Level Beschreibung von Dienstleistun- gen durch die Projekt- Moderatoren, war es den Projekt- Teilnehmern möglich, eine Liste an Dienst- leistungs- Ideen zu entwickeln, die ein späteres Vergleichen und eine Kombinierbarkeit ermöglichte. Die folgende Tabelle zeigt dieses Schema mit zwei Beispielen. Abbildung 5 High- Level Servicebeschreibung mit Zuordnung zu den Personas Ein Teil der Ideengenerierung basierte auf Ideation: Auf Basis der definierten Personas wurden neue Dienstleistungen imaginiert. Der andere Teil basierte auf Re- engineering: Ein Service- Katalog wurde von einem Projektpartner bereitgestellt. Aus diesem Katalog schlugen die Projekt- Partner diejenigen 21

44 Dienstleistungen vor, in denen sie ein Potential durch Re- engineering und Realisierung mittels Smarthome- Technik sahen Schritt 4: Gruppierung und Vereinheitlichung der Ideen In einem Workshop wurden die Vorschläge zu einer kompletten Liste zusammengefügt und das Team hat sie nach Bedarfsfeldern gruppiert. Durch die Gruppierung wurde es zum einen möglich, ähnliche Ideen zusammenzufassen, und zum anderen konnte sichergestellt werden, dass alle relevanten Be- darfsfelder abgedeckt waren Schritt 5: Beurteilung der Umsetzungsfähigkeit Ein zentrales Anliegen aller Beteiligten ist die Umsetzungsfähigkeit. Jeder der erbrachten Dienstleis- tungs- Vorschläge bringt Entwicklungsaufwand im Bereich der Dienstleistung, der Smarthome- Technologie und/oder der Serviceplattform mit sich. Um die Umsetzungsfähigkeit zu beurteilen, wurde jeder Vorschlag bezüglich der Machbarkeit der einzelnen Bereiche (Dienstleistungserbringung, Smarthome- Technologie und Serviceplattform) von den jeweiligen Experten bewertet. Die linke Hälf- te der folgenden Tabelle zeigt die Beurteilung anhand der oben eingeführten Beispiele. Abbildung 6 Beurteilung der Umsetzungsfähigkeit und Serviceauswahl (Fortsetzung von Abbildung 5) Die ausführliche Tabelle mit allen Dienstleistungs- Ideen und deren Beurteilung der Umsetzungsfähig- keit ist in Anhang E aufgelistet. Auf Basis der Dienstleistungs- Beschreibungen und der Beurteilung der Machbarkeit wurden vom Team diejenigen Dienstleistungen ausgewählt, die näher betrachtet werden sollten. Beim genaueren Betrachten und Ausspezifizieren zeigte sich, dass sich einige Einzelvorschläge gut zu einer ganzheitli- cheren Dienstleistung zusammenfassen ließen. 22

45 4.7. Schritt 6: Detaillierte Potentialbewertung Um eine projektrelevante Kernauswahl an Dienstleistungen treffen zu können, wurden vom Modera- tor drei unterschiedliche Kriterien vorgeschlagen, um die Services zu ermitteln, die durch die IT- und Smarthome- Unterstützung den größten Mehrwert erfahren: 1) Akzeptanzförderung der Plattform: Die Akzeptanz durch Nutzer von technologiegestützten Dienstleistungen ist ein zentrales Anliegen. Daher entschied das Team, häufig und von allen Personas in Anspruch genommene Dienstleistungen zu identifizieren. Diese Dienste bieten den Nutzern die Möglichkeit, den Umgang mit der Technologie zu erlernen. 2) Smarthome- Potential: Außerdem identifizierte das Team Dienstleistungen, welche eine gro- ße Hebelwirkung durch die Nutzung von Smarthome- und AAL- Technologie bieten. 3) Wiederverwendbarkeit: Einige Dienstleistungen werden in anderen Dienstleistungen wieder- verwendet und unterstützen diese somit. Die Auswertung dieser Beurteilung (siehe Tabelle oben - rechte Seite) führte zu einer Auswahl mit Priorität auf Vorschlägen, die mindestens eines dieser Kriterien erfüllten. Nach dieser zweiten Beur- teilungsrunde wurden 15 Service- Ideen ausgewählt. Diese Auswahl ist der Basisinput für die Refe- renzarchitektur. Eine detailliertere Beschreibungen dieser Services sind in Anhang F zu finden Schritt 7: Persona- Bedarfsfeld- Matrix und Tagesablaufdiagramm Zur Überprüfung des Abdeckungsgrades bezüglich der Personaabdeckung, der Bedarfsfeldabdeckung und Abdeckung der verschiedenen Phasen eines Tagesablaufs oder Wochenzyklus, dient eine Per- sona- Bedarfsfeld- Matrix und ein Tagesablauf- Diagramm. Die Matrix zeigt die lebensbegleitende Verwendung von Technik und Services. Beim mitwachsenden Wohnraum werden Dienstleistungen zunächst zum Beispiel aus Komfort- Gründen verwendet und über die Zeit den steigenden Anforderungen angepasst, um zum Beispiel notwendigen Sicherheitsas- pekten zu genügen. Die Matrix zeigt durch die Einordnung der ausgewählten Dienstleistungen, dass für die gewählten Personas alle Bedarfsfelder abgedeckt sind. Das Tagesablaufdiagramm hilft zum einen eine anschauliche Vorstellung von den Tagesabläufen zu bekommen und zum anderen wird hiermit gezeigt, wie das Produkt- Dienstleistungs- System den An- forderungen der mitwachenden Unterstützung gerecht wird. 23

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47 5. Ergebnisse Die Vorstudien klären, welche Bedarfe für das Quartier in den Bereichen Komfort, Sicherheit, Ge- sundheit und Soziales adressiert werden können und zeigen auf, was High- End- Technik in der Woh- nung schon heute an Möglichkeiten für Unterstützungs- und Pflegeleistungen bietet und welche Nut- zungsmöglichkeiten für Dienstleistungen entstehen. Parallel zu den Vorstudien wurden bereits Service- Technik- Ideen im Rahmen von Innovations- Workshops entwickelt, in die die Ergebnisse der Vorstudien als Ergänzung, Absicherung und Validie- rung einflossen. Hierdurch wurde sichergestellt, dass die innovierten Service- Ideen den dem Projekt zu Grunde liegenden Anforderungen genügen. Es wurde ein Prozess entwickelt, der die Innovation eines Produkt- Dienstleistungs- Systems ermöglicht und die innovierten und ausgewählten Services auf ihren Abdeckungsgrad bezüglich der Zielgruppe und ihrer Bedarfe überprüft. Abbildung 7 Ideation, Auswahl und Validierung der Service- Ideen Die Kartenansicht in Anhang B zeigt das gewählte Quartier. Mit Quartier ist die überschaubare Wohnumgebung gemeint, wobei es sich um eine Wohnsied- lung, ein städtisches Wohnviertel, aber auch um eine kleinere Gemeinde oder ein Dorf handeln kann. (Quelle: menschen- machen- das- quartier.html) Einfach ausgedrückt ist ein (Stadt- )Quartier größer als ein Block und kleiner als ein Stadtteil. 25

48 Für das Projekt ergibt sich daraus: Stadtteil Bezirk Hamburg- Nord 1,5-2 km um den Standort P&W UHLENHORST Angrenzende Bezirke: Harvestehude (nord), Barmbeck Süd (nordost), Eilbeck (südost/ Ho- henfelde (süd) Straßengrenze: Osterbeck (nord), Wagnerstraße (ost), Eilenau (süd), Schöne Aussicht (west) Diese Quartiersdefinition zeigt, dass sich für dieses Projekt weder in der Auswahl der Zielgruppe, noch in der Auswahl der Services, durch den Quartiersbezug wesentliche Einschränkungen ergeben. Das Werkzeug der Personas wurde von den Workshop- Teilnehmern, sowohl in der oben genannten Studie, als auch von den Workshop- Teilnehmern der VWiQ- Workshops als sehr nützlich und prakti- kabel beurteilt. Um dem Fokus dieses Projektes gerecht zu werden, wurden fünf, zunächst relevante, Personas ausgewählt und überarbeitet zu: Der frühinteressierte Gesunde Die anspruchsvolle Jungseniorin Bewohnerin im Servicewohnen mit chronischer körperlicher Erkrankung Der Senior mit beginnender Demenz Die berufstätige, pflegende Angehörige Die Personas entstammen folgenden Gruppen: Cluster Endnutzer - Menschen im Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt (Personas 1 und 2) Cluster Endnutzer - Menschen mit Unterstützungsbedarf (Personas 3 und 4) Cluster Unterstützungsnetzwerk Umfeld (Persona 5) Eine genaue Beschreibung der Personas ist in Anhang C zu finden. Die dezentrale Entwicklung der Service- Ideen ergab eine Liste mit 60 Dienstleistungs- Ideen. Die Auf- listung und Bewertung dieser Ideen ist in Anhang D zu finden. Die Vorauswahl reduzierte diese Liste auf 30 Dienstleistungen und die anschließende Auswahl noch einmal auf 15. Durch die Abdeckungsprüfung ergaben sich folgende ergänzende Services: 26 Reinigungsservice ID 20b als Ergänzung zum Wäscheservice 20a Betreuungsservice ID 42 unterteilt in Betreuungsservice (sozial) ID 42a und Betreuungsservice (medizinisch/ pflegerisch)

49 Abbildung 8 Persona- Bedarfsfeld- Matrix 27

50 Abbildung 9 Tagesablaufdiagramm am Beispiel Ernährung 28

51 Abbildung 8 zeigt die von PFLEGEN & WOHNEN aufgestellte Bedarfsfeldmatrix und Abbildung 9 das Ta- gesablaufdiagramm für zwei ausgewählte Personas am Beispiel Ernährung. Bei dem Prozess wurden folgende 17 Service- Ideen ermittelt, deren detaillierte Beschreibung in Anhang F zu finden ist: ID 3: Medizinische Vorsorge (Beratung) ID 5: Medikamenteneinnahme ID 8: Bioparameter überwachen ID 15: Gourmet- Buddy: Unterstützung von Küchenmeistern bei der Zubereitung anspruchsvoller Gerichte in der heimischen Wohnung ID 16a: Einkauf Lebensmittel für den täglichen Bedarf ID 16b: Einkauf Spezialitäten- Lebensmittel ID 18: Essenservice ID 20a: Wäscheservice ID 20b: Reinigungsservice (als Ergänzung zum Wäscheservice) ID 33: Kontakt mit Freunden, z.b. Video- Chat ID 34: Terminplanung ID 36: Dienstleistungen selber anbieten ID 42a: Betreuungsservice (sozial) ID 42b: Betreuungsservice (medizinisch/ pflegerisch) ID 51: Instandhaltung Technik ID 52: Technik Hotline ID 57: Quartiersführer/- portal (Einkaufen / Bestellen / Buchen) Eine umfangreiche Beschreibung der ausgewählten Services steht aus. Auf Basis dieser Beschreibungen sollten Entscheidungen dieser Vorphase noch revidiert werden können, zum Beispiel als Ergebnis aus Nutzerbefragungen. Die getroffene Auswahl legt damit noch nicht die Referenzarchitektur fest, sondern liefert den benötigten Input für deren Festlegung. Darüber hinaus wurde die Entscheidung getroffen, dass der Fokus auf der Integration bestehender Lö- sungen liegen und keine "eigene, losgelöste, isolierte Plattform" entwickelt werden sollte. Hierzu sollen existierende, integrierte Lösungen/ Systeme analysiert werden, die als Basis für die Plattform dienen können. Hiermit soll sichergestellt werden, als Ergebnis des Projektes keine weitere Plattform zu ent- wickeln, sondern vielmehr eine modulare Basisplattform, die ein mitwachsendes Wohnumfeld mit Technikunterstützung ermöglicht.

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54 Anhang A: Serviceportfolio und Technikauswahl verwandter Pro- jekte 1. Temperatur, Belüftung, Beschattung, Rezept bereitstellen/ Warenbestand, Garungsprozess, Es- sendienst, Beleuchtung, Strom- u. Gaszufuhr, Vitaldatenüberwachung, Einbruchschutz/ Sicher- heitsdienst, fester Schlüsselplatz, Körperhygiene/ Pflegedienst 2. Services von Pflegediensten und Notfallversorgern, Vitaldatenerfassung und automatische Aus- wertung 3. Vermittlung und Beratung von DL, haushaltsnahe DL, technische DL, PflegeDL, Kommunikation via E- Mail, Chat, Fotos, Videos und Filme, Organisation durch Kalender, To- Do- Liste und Einstel- lungen 4. Offene Schnittstelle, zum Beispiel Lebensmittel- Lieferungen, Online- Apotheken, Unterhaltung und Bildungsangebote 5. Im Szenario»Sichere Mobilität«: Erweiterte Notfall- Assistenz mit Vitaldatenübertragung, Siche- re Nothalte- Funktion im Auto, Erweiterte Ortungssysteme; Im Szenario»Gesundheitsdienstleis- tungen«: Telemedizinische Nachsorge und Betreuung zu Hause, Interaktive Therapie zu Hause, Telemedizinische Dialyse, Standardisierte Übermittlung von Vitalparametern, Integration von Pflege- und Versorgungsdiensten, Überwindung von Sprachbarrieren; Im Szenario»Längere Selbstständigkeit«: Sicherheit zu Hause, Notfallvermeidung und erkennung, Einfache integrier- te Kommunikationsmöglichkeiten mit Medizinern, Dienstleistern und dem sozialen Umfeld, Komfortable Nutzungsmöglichkeit von AAL- Diensten, Einfaches Softwareupdate für Assistenzruf, Unterstützung bei der sozialen Vernetzung 6. Notfallerkennung, Quartiersdienste der AWO und des DRK (z.b. Mittagstisch, Pflegedienst) oder die Angebote von anderen Einrichtungen und Dienstleistern aus den jeweiligen Stadtteilen (Nachbarschaftsverein, Ärzte, Frisöre usw.). 7. Neben medizinischem Betreuungscenter, Ärzten u. Pflegedienstleistern auch Online- Services wie Wetter, TV- Programm, Sportergebnisse, aber auch zum Beispiel Apotheken und Essenser- vice. 32

55 Anhang B: Kartenansicht der Quartiersdefinition Für das Projekt Vernetztes Wohnen im Quartier wurde ein konkretes Quartier ausgewählt, in dem die Vorhaben und Maßnahmen des Projekts durchgeführt und umgesetzt werden. Das Quartier umfasst Uhlenhorst sowie einen Teil von Barmbek- Süd und erstreckt sich 1,5 bis 2 Kilometer rund um den Standort Pflegen & Wohnen Uhlenhorst an der Heinrich- Hertz- Straße. Hier befindet sich auch die Mus- terwohnung zum Projekt. Die Bewohnerstruktur in diesem Quartier ist vielschichtig mit einem deutlichen Schwerpunkt älterer Menschen etwa den Bewohnern, Besuchern und Mittagstisch- Nutzern der Einrichtungen Pflegen & Wohnen Uhlenhorst und Betreutes Wohnen der Steenbeck- Stiftung. Die Herausforderung liegt hier da- rin, unterstützende technische Systeme in die vorhandene Struktur zu integrieren und mit Dienstleis- tungen, im Quartier ansässigen Dienstleistungsbetrieben und Einrichtungen zu vernetzen. Abbildung 10. Das Projekt- Quartier: Hamburg- Uhlenhorst und Barmbek- Süd 33

56 Sabrina Schade, 34 Jahre Die berufstätige, pflegende Angehörige Persönliche Daten Verkäuferin Bruttoeinkommen ca Euro/ Monat sie pflegt ihre Oma Aussage Ich finde es wichtig, dass die Familie zusammenhält. Meine Oma zu pflegen macht mir Spaß. Sie ist alt und kann eben nicht mehr alles allein erledigen. Das merke ich ja manchmal schon an mir. Wenn es darum geht, die Ölheizung zu bedienen, hol ich immer meinen Mann oder einen meiner Söhne, die kennen sich damit besser aus. Technik sollte einfacher sein Sie ist angestellt in der hiesigen Bäckerei und arbeitet oft in den frühen Morgenstunden, danach geht sie auf dem Heimweg bei ihrer bettlägerigen Oma vorbei und macht mit ihr die Morgentoilette, wechselt Laken und füttert die Katze. Ihre Oma zu pflegen, macht ihr Spaß manchmal wünscht sie sich jedoch mehr Zeit für die eigenen Kinder. Sie will die Rückenlehne am Krankenbett ihrer Oma verstellen, ohne sich die Finger einzuklemmen; ihre Oma mit Technik unterstützen aber nicht überfordern und v. a. kein Vermögen dafür investieren. Sie will rechtzeitig in die Planungen der mobilen Pflegekräfte einbezogen werden, denn sie kann ihren Tagesablauf nicht so leicht ändern. Wie jede Enkelin will sie, dass die Technik ihrer Oma das Leben erleichtert. Und nicht zuletzt würde sie gern mit Menschen reden, die ebenfalls ihre Angehörigen pflegen. Sorgen macht ihr... dass sie die neue Technik nicht versteht, die der Installateur letzte Woche in die Wohnung ihrer Oma eingebaut hat irgend so ein System, das die Pflege erleichtern soll hoffentlich braucht man dazu keine Computerspezialkenntnisse... und was ist, wenn sie sich endlich eingefuchst hat und ihre Schwester wieder alles verstellt? Außerdem fragt sie sich, wie sie Oma erklären soll, dass die Technik nicht dafür sorgt, dass die Oma seltener besucht wird schließlich will sie in erster Linie Geschichten von draußen hören. Cluster Unterstützungsnetzwerk Umfeld Basierend auf: "Nutzerabhängige Innovationsbarrieren im Bereich altersgerechter Assistenzsysteme," S.74ff.

57 Reinhold Neubauer, 78 Jahre Der Senior mit beginnender kognitiver Einschränkung Persönliche Daten pensionierter Metzger Rente ca Euro/Monat er hat einen hohen Blutdruck und eine beginnende kognitive Einschränkung Aussage Das Alter macht sich eben doch bemerkbar. Und man wird damit ziemlich allein gelassen. Zum Glück hab ich meine Marianne. Sie ist nicht nur mein gutes Gewissen, sondern zusätzlich mein Gedächtnis. Das Leben muss aber auch funktionieren, wenn Sie mal nicht da ist. Der ganzen neuen Technik traue ich das nicht alleine zu die Hersteller und Krankenkassen wollen doch wieder nur am kleinen Mann verdienen Er ist kognitiv eingeschränkt, aber er wohnt noch zu Hause und kann den Alltag mit Hilfe seiner Frau Marianne bewältigen. In letzter Zeit verlegt er häufig seine Schlüssel ganz zu schweigen von den Medikamenten, die er einnehmen muss Es gibt zwar Übungen, die sein Gedächtnis trainieren sollen, aber zu diesen fehlt ihm meist der Antrieb. Überhaupt stört ihn vieles in unserer Gesellschaft: Die Politik ist nicht mehr das, was sie mal war und die Jugend hört nur noch diese Bumm-Bumm-Musik... Er will weiterhin zu Hause leben und möglichst unauffällig z. B. an die Medikamenteneinnahme oder Geburtstage erinnert werden. Die Technik soll ihm dabei helfen, er möchte aber, dass er sie selbst verstehen kann und ggf. andere aufpassen, dass alles richtig funktioniert. Für sinnvoll hält er auch Funktionen wie Denksportübungen aber es muss Spaß machen, sonst wird er es auf die Dauer nicht nutzen. Auch seine Frau muss mit der Technik umgehen können. Sorgen macht ihm... seine eingeschränkte Lernfähigkeit. Er kann sich nur sehr schlecht merken, wie ein neues Gerät zu bedienen ist. Zudem scheut er zu hohen Kosten bei der Anschaffung von Technik, da er nicht genau einschätzen kann, ob sie ihm wirklich die erhoffte Unterstützung bietet. Er möchte sich der Technik nicht ausgeliefert fühlen, sondern jederzeit die Kontrolle darüber haben, auch wenn dies bei fortgeschrittener Krankheit immer schwerer zu realisieren sein wird. Cluster Endnutzer - Menschen mit Unterstützungsbedarf Basierend auf: "Nutzerabhängige Innovationsbarrieren im Bereich altersgerechter Assistenzsysteme," S.74ff.

58 Liselotte Schuler, 82 Jahre Die chronisch kranke Seniorin Persönliche Daten pensionierte Sekretärin Rente ca Euro/ Monat Sie hat einen Herzschrittmacher und eine geringe Beweglichkeit. Sie leidet an einer leichten Schwerhörigkeit. Aussage Wenn meine Enkel kommen, geht für mich die Sonne auf. Sie bringen etwas Leben in mein Zuhause. Die Schwestern vom Pflegedienst sind alle sehr nett haben aber wenig Zeit und kommen auch nur einmal am Tag. Wenn ich könnte, dann würde ich selber mithelfen. Bei der heutigen Technik muss es da doch etwas geben, was selbst ich noch verstehen und bedienen kann, oder? Sie ist körperlich sehr eingeschränkt und trägt einen Herzschrittmacher. Die Puste geht ihr schnell aus und sie ist auf einen Rollator angewiesen wenn Sie die Wohnung verlässt liebt aber trotzdem die Selbstständigkeit die ihr noch geblieben ist. Gern verabredet sie sich mit Freunden und unternimmt etwas außerhalb ihrer Wohnanlage. Für Besuche ihrer Verwandten oder die wöchentlichen Veranstaltungen im Service Wohnen macht sie sich auch mal schick denn so lernt sie einfacher neue Leute kennen, mit denen sie sich unterhalten kann. Sie telefoniert nicht gern, weil Sie die Menschen am Telefon schlecht versteht. Sie will dass die Einrichtung in ihrer Wohnung persönlich gestaltet ist und ihr eine gewisse Intimsphäre bleibt; dass sie Ihre Pflegerin nicht so viel Beanspruchen muss bzw. nur dann wenn es unbedingt sein muss. Sie fände es gut, wenn die Wege zum Hausarzt und zu den Spezialisten im Ärztehaus kürzer wären, denn das Atmen und Laufen fällt ihr schwer. Wenn nur alles so einfach zu bedienen wäre wie ihr alter Fernseher. Es wäre schön wenn es mehr Möglichkeiten gäbe, den Kontakt zu ihren Freundinnen zu halten ohne immer lange Wege zurückzulegen oder telefonieren zu müssen. Vielleicht kann man auch noch Kontakte knüpfen ohne immer die Wohnung verlassen zu müssen? Sorgen macht ihr... dass sie bei einem Notfall nicht schnell genug ärztliche Hilfe rufen kann; dass sie mehr Hilfe im Alltag benötigt und anderen so zur Last fällt; dass ihre Kinder sie nicht mehr besuchen kommen, weil sie in Berlin wohnen und sie selbst keine sozialen Kontakte mehr pflegen kann. Cluster Endnutzer - Chronisch erkrankter Menschen mit Unterstützungsbedarf Basierend auf: "Nutzerabhängige Innovationsbarrieren im Bereich altersgerechter Assistenzsysteme," S.74ff.

59 Doris Fürthwang, 65 Jahre Die anspruchsvolle Jungseniorin Persönliche Daten pensionierte Schuldirektorin Rente ca Euro/Monat sie ist sehr qualitätsbewusst Aussage Ich bin zwar im Ruhestand aber das heißt nicht, dass ich jetzt alt werde Die neuen Entwicklungen bieten so viele Möglichkeiten, das Leben jetzt erst recht zu nutzen Reisen, Kultur, meine Enkel... und wenn ich Produkte kaufe, stehen Qualität und Haltbarkeit an erster Stelle. Der Preis ist nicht mehr ganz so wichtig wie früher. Sie will so jung bleiben, wie sie sich zurzeit fühlt; erstklassige Ware, die dann auch etwas mehr kosten darf; modisch up-to-date sein. Mit Ihren Enkeln im Ausland bleibt Sie per Mail in Kontakt, nutzt neue Technik aber nur wenn Sie sich einen deutlichen Mehrwert davon verspricht. Ihre Lieblingskonzerte schaut sie sich mit Ihrem DVD-Player an. Hat sie einmal eine Marke für sich entdeckt, bleibt sie dieser gerne treu, es sei denn, der Servicepartner nimmt sie nicht ernst oder tut so, als ob sie zu alt für High-Tech wäre. Sie legt sehr viel Wert auf eine einfache Bedienung und einen guten Service. Sorgen macht ihr... Sie ist die Gattin von Herbert, einem anerkannten Mediziner in einem fränkischen Universitätskrankenhaus. Sie genießt ihren Ruhestand und ihre soziale Stellung. Sie ist interessiert an Kultur, Sport und Reisen und mag die geschmackvolle Einrichtung ihrer Eigentumswohnung. Kleidung von der Stange trägt sie nicht, sondern lieber etwas Individuelles, das sie dann gelegentlich in der Oper oder zu festlichen Anlässen ihres Mannes trägt. dass sie im Alter eventuell eingeschränkt sein könnte und ihren Lebensabend nicht in den eigenen vier Wänden verbringen kann; dass sie mit der allerneuesten Technik nicht mehr zurecht kommt; dass sensible Daten in die Hände Unbefugter gelangen. Sie fürchtet die drohende Stigmatisierung als Seniorin, denn sie will nicht zum alten Eisen gehören. Cluster Endnutzer - Menschen im Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt Basierend auf: "Nutzerabhängige Innovationsbarrieren im Bereich altersgerechter Assistenzsysteme," S.74ff.

60 Wolfgang Kramer, 52 Jahre Der frühinteressierte Gesunde Persönliche Daten Diplom-Bankwirt Bruttoeinkommen ca Euro/Monat er ist gegen Stigmatisierung Aussage Rechtzeitig Bescheid wissen über die Möglichkeiten, die einem gegeben sind, ist nie falsch. Und qualitativ hochwertige Produkte haben nun mal ihren Preis. Habe ich lange Freude an meinen Neuerwerbungen, zahle ich auch gern mehr. Er ist eher anspruchsvoll; Marken und Qualität stehen beim ihm im Vordergrund. Mit seinem hohen Interesse an Technik setzt er auch einen gewissen Servicestandard voraus. Er achtet auf zukunftsorientierte Produkte und ist preissensibel. Er mag den Umgang mit Menschen, aber auch seine Unabhängigkeit. Seit er geschieden ist, lebt er in Frankfurt und leitet dort eine Bankniederlassung. Er will sich rechtzeitig über technische Möglichkeiten für seinen Lebensabend informieren und wissen, welche baulichen Umgestaltungsmaßnahmen in seinem Haus notwendig sind. Technische Unterstützungssysteme will er nach und nach seinem gesundheitlichen Zustand und Bedarf anpassen, denn ins Heim will er nicht. Produkte müssen sicher und zuverlässig arbeiten und ihm jederzeit gehorchen. Sensible Daten sollen auch nur von denen eingesehen werden können, für die er diese freigibt. Sein soziales Netzwerk will er nach einem langen Arbeitstag von zu Hause aus pflegen und vor allem will er Produkte, die ihn nicht als Rentner abstempeln. Das Design soll modern sein und die Assistenzfunktion nicht sofort zu erkennen geben. Sorgen macht ihm... dass die Produkte für Ältere einen geringen Unterhaltungswert haben und ihn schnell langweilen; dass er als Senior abgestempelt wird; dass die Produkte oder die Technik zu aufdringlich sind und ihm sagen, wie er sein Leben gestalten soll denn das weiß er auch allein; dass sein Leben gegen seinen Willen überwacht werden kann. Cluster Endnutzer - Menschen im Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt Basierend auf: "Nutzerabhängige Innovationsbarrieren im Bereich altersgerechter Assistenzsysteme," S.74ff.

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65 MODULARE REFERENZARCHITEKTUR Oktober 2014 Vernetztes Wohnen im Quartier Schutzrechte: Dieses Dokument ist urheberechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb des Urhebergesetzes ist ohne Zustimmung des Copyright-Inhabers unzulässig. Die Verwendung der Inhalte sowie Kopien dieses Dokumentes sind nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und müssen mit einer Quellenangabe versehen werden. Copyright: Das Copyright liegt bei den Autoren Autoren: Corvin Meyer-Blankart, Jan Parchmann, Tilo Böhmann

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67 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis... I Abbildungsverzeichnis... III Tabellenverzeichnis... IV 1. Einleitung Architektur-Sicht und Dienstleistungs-Parametrisierung Beispiele zur Verwendung des Dokuments Mobilitätseinschränkung in einer Mietwohnung Zukunftssicherheit im sanierten Eigenheim Wohnraumzentrierter Zugang Einfache Nachrüstung Raumübergreifende Module Infrastruktur Steuerung Beschattung Heizen und Lüften Türen Service-Knopf Schlafzimmer Badezimmer Küche Neubau und Sanierung Raumübergreifende Module Infrastruktur Visualisierung und Steuerung Licht Beschattung Heizen und Lüften Audio Türen Sturzerkennung Serviceknopf Logik-Module Dienstleistungs-Anbahnung I

68 Eingangsbereich Schlafzimmer Badezimmer Küche Bedarfszentrierter Zugang Motorische Einschränkungen Beginnende Kognitive Einschränkung Ernährungsversorgung Sicherheit Quellen... 54

69 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Einfacher Zugang zur Referenzarchitektur... 6 Abbildung 2: Beispiel-Modul Versorgungsmodell Stufe 1: Mobilitätseinschränkung... 2 III

70 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Modul zur Veranschaulichung (Versorgungsmodell Stufe 1: Mobilitätseinschränkung )... 3 Tabelle 2: Modul SmartHome-Infrastruktur: Funk... 9 Tabelle 3: Modul Multifunktions-Fernbedienung Tabelle 4: Modul Vorhangssteuerung Tabelle 5: Modul Heizungssteuerung Tabelle 6: Modul Fenstersteuerung Tabelle 7: Modul Unterstützendes Bett Tabelle 8: Modul Höhenverstellbares Waschbecken Tabelle 9: Modul Neigbarer Spiegel Tabelle 10: Modul Duschstuhl Tabelle 11: Modul Höhenverstellbare Schränke Tabelle 12: Modul SmartHome-Infrastruktur: Kabel Tabelle 13: Modul Home-Server Tabelle 14: Modul ipad Tabelle 15: Modul Touch TV Tabelle 16: Modul Steuerbares Licht Tabelle 17: Modul Vitalisierendes Licht Tabelle 18: Modul Audio-Paket Tabelle 19: Modul Halbautomatische Türen Tabelle 20: Modul Vernetzter Teppich Tabelle 21: Modul Serviceknopf Tabelle 22: Modul Coming-Home & Leaving-Home Tabelle 23: Modul Gut Einschlafen und Erholt Aufwachen Tabelle 24: Modul Rund um gut erinnert Tabelle 25: Modul Vernetzter Wäschekorb Tabelle 26: Modul Vernetzte Mülltonne Tabelle 27: Modul Schlüssel-Reminder Tabelle 28: Modul Türkontrolle Tabelle 29: Modul Lieferklappe Tabelle 30: Modul Küchenscanner Tabelle 31: Modul Vernetzter Herd Tabelle 32: Modul Vernetzter Ofen Tabelle 33: Modul Vernetzter Dampfgarer Tabelle 34: Modul Vernetzte Spülmaschine Tabelle 35: Modul Versorgungsmodell Stufe 1: Mobilitätseinschränkung Tabelle 36: Modul Versorgungsmodell Stufe 2: Mobilitätseinschränkung Tabelle 37: Modul Versorgungsmodell Stufe 1: Arm- und Greifeinschränkung Tabelle 38: Modul Versorgungsmodell Stufe 2: Arm- und Greifeinschränkung Tabelle 39: Modul Versorgungsmodell Stufe 1: Gedächtnisstütze Tabelle 40: Modul Versorgungsmodell Stufe 2: Gedächtnisstütze Tabelle 41: Modul Versorgungsmodell Stufe 1: Ernährungsversorgung Tabelle 42: Modul Versorgungsmodell Stufe 2: Ernährungsversorgung Tabelle 43: Modul Sicherheits-Paket IV

71 V

72 1. Einleitung Das Projekt Vernetztes Wohnen im Quartier hat den Erhalt der Selbstständigkeit, Zukunftssicherheit und Komfort in den eigenen vier Wänden zum Ziel. Zu diesem Zweck umfasst das Gesamtkonzept über 80 Elemente aus den Bereichen Smarthome-/AAL-Technologie, Dienstleistungen und Software. Erst in der sinnvollen Kombination entfalten die einzelnen Elemente jedoch ihr volles Potenzial. Da die Kombinationsmöglichkeiten sehr groß sind und zudem bestimmten Regeln folgen müssen, wurde mit wissenschaftlichen Methoden (vgl. Dörbecker und Böhmann 2014, Dörbecker et al. 2014) eine Referenzarchitektur entwickelt. Diese schlägt geeignete Element-Kombinationen in Form von 42 Modulen als Ausgangspunkt für eine individuelle Konfiguration vor. Die Entwicklung der Referenzarchitektur basiert auf den Ergebnissen von Innovations- und Evaluations-Workshops sowie Experten-Interviews. Der Zugang zur Referenzarchitektur wurde, ausgehend von den Bedürfnissen der definierten Personas (s. Bericht Vorstudie), auf zwei Grundrichtungen reduziert (vgl. Abbildung 1): 1. Bedarfszentrierter Zugang 2. Wohnraumzentrierter Zugang Der bedarfszentrierte Zugang berücksichtigt die Bedürfnisse der Personas mit chronischen Erkrankungen und kognitiven Einschränkungen. Er hält in Anlehnung an das Versorgungsmodell (s. Bericht Versorgungsmodell) Module zur Kompensierung gesundheitlicher Einschränkungen bereit. Der wohnraumzentrierte Zugang hingegen spricht die Personas Frühinteressierter Gesunder und Anspruchsvolle Jungseniorin und ihre Wünsche hinsichtlich der Unterkunft an. Abbildung 1: Einfacher Zugang zur Referenzarchitektur Beide Grundrichtungen bieten einen Zielgruppen-gerechten und intuitiven Blick auf die Grundelemente des Systems. Unterkategorien in den Grundrichtungen vereinfachen die Navigation durch die Module des Systems. 6 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

73 Bestandteile der Referenzarchitektur Der Referenzarchitektur besteht aus Smarthome-/AAL-Funktionen, Dienstleistungen und Software, die in Form von Modulen sinnvoll miteinander kombiniert werden. Hierzu wurde im Vorfeld der jeweilige Entwicklungsstand in den Bereichen Smarthome/AAL-Technik, Pflege-, Alltags- und Ernährungsdienstleistungen sowie unterstützende Software-Funktionen ermittelt. Darüber hinaus wurde neue Software entwickelt, mit der bestimmte Wohnraum-Szenarien, aber auch Verknüpfungen zwischen Smarthome-/AAL- Technik und Dienstleistungen gestaltet werden können. So kann beispielsweise durch ein intelligentes Zusammenspiel von Wecker, Licht, Ton und Beschattung das Szenario Gut Einschlafen, erholt aufwachen ermöglicht werden. Um zu sinnvollen Modul-Kombinationen zu kommen, wurden mögliche Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Elementen identifiziert. In einer umfassenden Analyse wurde jedes einzelne Element mit jedem anderem im System auf technische und andere Zusammenhänge untersucht. AAL-Technologie Präsenzmelder Smarte Lieferklappe Home-Server Temperatursensor Heizungssteuerung Dienstleistungen Essenszubereitung Wohnungsreinigung Wäscheservice Mobilitätsdienst Begleitperson Software Videokommunikation Kontaktverwaltung Terminplanung Gut Einschlafen, erholt Aufwachen Coming-Home-Funktion Exemplarische Darstellung der Elemente aus den verschiedenen Bereichen Die Elemente und ihre Details sind in diesem Dokument nicht beschrieben. Dieses Dokument zielt rein auf die Darstellung sinnvoller Kombinationsmöglichkeiten ab. Um Details zu den Elementen aus den drei Bereichen AAL-Technologie, Dienstleistungen und Software zu erhalten, können die entsprechenden Abschlussberichte Musterwohnung und Zimmer (AAL-Technologie), Versorgungsmodell (Dienstleistungen) und Plattform (Software) betrachtet werden. Aufbau eines Moduls Ein Modul (s. Abbildung 2) umfasst mehrere Aspekte. Neben einer allgemeinen Beschreibung werden Bedienbare Elemente dargestellt, die der Bewohner selbstständig und ohne Hilfe nutzen kann. Er kann aus den aufgeführten Vorschlägen auswählen. Zusätzlich werden Weitere Elemente vorgeschlagen, die sinnvoll und von Interesse sein können. Die technischen Voraussetzungen für die Bedienbaren Elemente werden im Feld Benötigt aufgeführt. Wenn ein Modul die Voraussetzung für ein weiteres Modul darstellt, wird dies im Feld Ermöglicht genannt. Interessierte erhalten so einen einfachen Einblick in die verschiedenen modularen Lösungen, die im Projekt entwickelt wurden. Die endgültige Zusammenstellung und Konfiguration der Module in der Praxis sollte allerdings mit Unterstützung eines Experten erfolgen, da jeder Mensch und jeder Wohnraum unterschiedlich ist. 7

74 Abbildung 2: Beispiel-Modul Versorgungsmodell Stufe 1: Mobilitätseinschränkung Aus Gründen der vereinfachten Erstellung und Bearbeitung des Dokuments sind die Module im weiteren Teil des Dokumentes tabellarisch dargestellt. Die Tabellen enhalten zusätzliche Informationen (s. Tabelle 1). Zusätzlich zu den bis hierhin dargestellten Informations-Kategorien, halten die Tabellen noch einmal einen Bezug zu den Personas des Projektes bereit, geben eine Einschätzung zur Nutzungshäufigkeit ab und stellen das Modul explizit in den Bezug zu den Modulen SmartHome-Infrastruktur Funk und Kabel, da diese die Grundlage für die meisten Module bilden. Im Bereich Abhängigkeiten der Tabelle wird neben den bereits beschriebenen Kategorien Benötigt und Ermöglicht der Zusammenhang zu Software und Dienstleistungen noch einmal explizit aufgeführt. Aufgrund der Vielzahl der Elemente und Module, die Teil des Gesamtkonzeptes sind, konnten nicht alle im Detail erprobt und evaluiert werden. Alle Elemente, die im Rahmen des Projektes nicht erprobt oder evaluiert wurden, sind mit einem besonders gekennzeichnet (*). Die bislang nicht erprobten oder evaluierten Elemente werden im Rahmen der an das Projekt angrenzenden weiterführenden Evaluation betrachtet. 2 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

75 Versorgungsmodell Stufe 1: Mobilitätseinschränkung Allgemeine Beschreibung Dieses Modul ermöglicht die selbstständige Alltags-Bewältigung bei Mobilitätseinschränkungen durch den Einsatz unterstützender Technik im Wohnraum. Hierzu zählen beispielsweise ein Bett, das beim Aufstehen und hinlegen hilft oder ein neigbarer Spiegel, der die Nutzung auch bei einer entsprechenden Körperhaltung ermöglicht. Die Kern-Bestandteile sind einfach nachzurüsten, da sie weitestgehend technisch unabhängig sind und keine Unterputz-Installationen benötigen. Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen Persona mit chronischer körperlicher Einschränkung Sehr häufig Neigbarer Spiegel Höhenverstellbares Waschbecken Duschstuhl Unterstützendes Bett s. SmartHome-Infrastruktur Home-Server Türkontrolle Deckenlautsprecher Nur mit SmartHome-Infrastruktur: Vorhangsteuerung Fenstersteuerung Höhenverstellbare Schränke Halbautomatische Tür SmartHome-Infrastruktur Für die Module Vorhangssteuerung, Fenstersteuerung, Höhenverstellbare Schränke, Halbautomatische Tür wird ein Funk- oder ein Kabel-Ausbau benötigt. Sollten alle Optionen zur Installation gewählt werden, empfehlen wir den Kabel-Ausbau. Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Versorgungsmodell Stufe 2: Mobilitätseinschränkung Keine Keine Tabelle 1: Modul zur Veranschaulichung (Versorgungsmodell Stufe 1: Mobilitätseinschränkung ) 3

76 1.1. Architektur-Sicht und Dienstleistungs-Parametrisierung Was ist eine Referenzarchitektur? Eine Architektur ist eine abstrakte Sichtweise und beschränkt sich auf die Außensicht von Elementen. Die internen Zustände von Elementen bleiben bei der architekturellen Beschreibung verborgen. Aus architektureller Sicht bleiben damit beispielsweise Konfigurationszustand eines Homeservers oder konkrete Dienstleistungs-Parametriersierungen unbekannt. Dies dient der Komplexitätsreduzierung und ist notwendig, um grundlegende Zusammenhänge in größeren Systemen zu behandeln und zu beschreiben. Ein Architekturstil gibt eine prinzipielle Lösungsstruktur vor. Ein Architekturstil schränkt den Gestaltungsfreiraum hinsichtlich der verwendbaren Architekturelemente und regeln, Schnittstellen und Beziehungen ein. Die Definition von Architekturstilen dient ebenfalls der Komplexitätsreduktion, der Vermeidung komplizierter Konstrukte und dem gemeinsamen Verständnis der Verwender des jeweiligen Architekturstils. Eine Referenz-Architektur ist ein komplexer Architekturstil und kann zur Realisierung einer Architektur als Vorlage benutzt werden. Was ist eine modulare Referenzarchitektur? Eine modulare Referenzarchitektur zeichnet sich durch die einfache Kombinier- und Erweiterbarkeit seiner Bestandteile aus. Die zugrunde liegende Lösungsstruktur ermöglicht eine einfache wohnraum- und bedarfsorientierte Auswahl und Anpassung der Bestandteile von VWiQ Beispiele zur Verwendung des Dokuments Mobilitätseinschränkung in einer Mietwohnung Eine Person mit plötzlich aufgetretener Mobilitätseinschränkung benötigt nun einen Rollator. Alltägliche Dinge, wie das Entnehmen von Gegenständen aus höhergelegenen Schränken, aus dem Bett Aufstehen oder die Durchführung der täglichen Köperhygiene fallen seit dem bedeutend schwerer. Um sich dennoch selbstständig in der eigenen Wohnung bewegen zu können, sucht die Person gezielt nach Einrichtungsgegenständen zur Kompensation dieser Einschränkungen. Hierzu sucht die Person einen Berater zum selbstständigen Leben in den eigenen vier Wänden auf. Der Berater berät die Person mit Hilfe dieses Dokuments. Konkret benutzt der Berater hierzu Kapitel 3.1 Motorische Einschränkungen und beginnt dort die Beratung mit Paket Versorgungsmodell Stufe 1: Mobilitätseinschränkung. Der Berater erklärt der Person den Nutzen der einzelnen dort aufgeführten Gegenstände und die Person wählt anschließend die gewünschten Elemente aus. Der Berater holt daraufhin entsprechende Angebote für die Einrichtungsgegenstände ein. Auf Basis der Informationen zu Preis und Installationsaufwand finalisiert die Person ihre Entscheidung. Die Einrichtung beginnt daraufhin zu den gemeinsam vereinbarten Konditionen. Weitere Beratungsleistungen müssen zu diesem Zeitpunkt nicht erfolgen, da die Person ihre Einschränkungen mit Hilfe der neuen Einrichtung selbstständig kompensieren kann. Sollte sich der Zustand mit der Zeit verschlechtern und kann die Person ihren Alltag nicht mehr selbstständig ohne fremde Unterstützung gestalten, so folgt ein weiteres Beratungsgespräch. Gemäß des Versorgungsmodells berät der Berater in diesem Fall mit Hilfe des Kapitels Versorgungsmodell Stufe 2: Mobilitätseinschränkung. 4 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

77 Zukunftssicherheit im sanierten Eigenheim Ein älteres Ehe-Paar hat sich vorgenommen, das Eigenheim zu Sanieren. Die Kinder sind inzwischen aus dem Haus und der Zeitpunkt ist gut, um die eigene Wohnung zukunftssicher zu gestalten. Das Ehe-Paar sucht einen Berater zum selbstständigen Leben in den eigenen vier Wänden auf. Der Berater berät die Person mit Hilfe dieses Dokuments. Konkret benutzt der Berater hierzu Kapitel 2.2 Neubau und Sanierung und beginnt dort die Beratung im Bereich Raumübergreifende Module mit dem Paket

78 Infrastruktur. Der Berater bringt dem Ehe-Paar das Paket näher. Das Ehe-Paar erkennt, dass ein Infrastruktur-Paket notwendig und sinnvoll ist, um Ihr Eigenheim auch in Zukunft einfach mit AAL-Technologie ausstatten zu können. Zur genauen Planung und Ausgestaltung des Infrastruktur-Pakets ist die ungefähre Planung der in der Wohnung zukünftig zu verwendenden Einrichtungsgegenstände notwendig. Der Berater geht hierzu die restlichen Unterkapitel von Kapitel 2.2 Neubau und Sanierung mit dem Ehe-Paar durch. Je nach gezeigten Interesse setzt der Berater selbstständig Akzente und erläutert Einrichtungsgegenstände entsprechend. Das Ehe-Paar konnte einen Eindruck gewinnen und wurde von der Zukunftssicherheit des Ausbaus überzeugt. Sie nehmen zunächst nur das Infrastruktur-Paket, da hierdurch der Wohnung AAL-Einrichtungsgegenstände im späteren Lebensverlauf einfach hinzugefügt werden können. Der Berater konnte einen Eindruck von den Vorstellungen des Ehe-Paars gewinnen und plant das Infrastruktur-Paket mit genügend Kapazitäten für die Zukunft. Diese Planung erfolgt auf Grundlage der Erfahrungswerte des Beraters. 6 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

79 2. Wohnraumzentrierter Zugang Kapitel 2 spricht Personen an, die einen AAL-Ausbau mit Perspektive auf Ihre Unterkunft planen. Hierbei kann es sich um einfache Mietswohnungen, Eigentums-Wohnungen und Häuser, sowie Mehrparteien- Häuser oder auch ganze Wohnanlagen handeln. Die Kapitel-Struktur ist an diese Perspektiven des Ausbaus angelehnt: 1. Kapitel 2.1: Einfache Nachrüstung 2. Kapitel 2.2: Neubau und Sanierung Personen, die in einer Wohnung mit einer Größe von bis zu 60m² wohnhaft sind oder nur sehr gezielt einzelne AAL-Einrichtungsgegenstände installieren lassen möchten, spricht das Kapitel 2.1 an. Dieses Kapitel spricht auch Personen ohne eigenes Eigentum an. Personen, die Eigentum neu bauen oder Sanieren und Personen mit Wohnungsgrößen von über 60m² werden im Kapitel 2.2 fündig. Einfache Nachrüstung (Kapitel 2.1) Die einfache Nachrüstung spricht Personen an, die gezielt einzelne Einschränkungen mit wenig Aufwand kompensieren möchten. Es handelt sich damit um eine bedarfsbezogene Nachrüstung von AAL-Technik. Diese Art der Nachrüstungen ist für Wohnungen bis ca. 60 m² geeignet. Diese Kategorie der Nachrüstungen ist die einzige, die wir auch für Mietswohnungen empfehlen. Die Nachrüstung erfolgt gezielt und dezentral, d.h. ein zentrale Steuereinheit sowie das Legen einer umfassenden Verkabelung unter dem Putz sind nicht notwendig. Die Eingriffe zum Umbau erfolgen in Nähe der gewünschten Funktion und bedürfen nur kleinerer lokaler Unterputz-Eingriffe. Die meisten in diesem Dokument dargestellten Pakete lassen sich mit dieser Installations-Art umsetzen. Ausgeschlossen sind umfassende Licht- und Ton-Installationen, sowie die Installation eines smarten Teppichs. Neubau und Sanierung (Kapitel 2.2) Im Bereich des Neubaus oder der Sanierung sind dem Umbau der eigenen vier Wände keine Grenzen gesetzt. Jedes hier im Dokument vorgestellte Paket kann umgesetzt werden. Mit einer einmaligen anfänglichen Installation eines kabelgebundenen SmartHome-Infrastruktur-Systems schafft man Flexibilität im weiteren Ausbau und Zukunftssicherheit. Hierzu wird auf langlebige und weit adoptierte Standards, wie beispielsweise KNX, gesetzt. Für all jene, die Ihren Lebensabend möglichst lange im Eigentum verbringen wollen, empfehlen wir dringend zunächst die günstige Installation des SmartHome-Infrastruktur-Pakets. Die Installation und Planung ist nicht viel aufwendiger als gewöhnliche Elektro-Installation, bietet für die Zukunft jedoch einen großen Mehrwert. Durch den zentralen Ausbau ist das Installieren weiterer SmartHome-bezogener Komponenten günstiger, da die Grundlage bereits vorhanden ist. Des Weiteren reduzieren sich mögliche Wartungskosten, da zentral gewartet werden kann. Neben allen Möglichkeiten der einfachen Nachrüstung, können auch umfassende Licht- und Ton-Installationen vorgenommen werden. Darüber hinaus können alle Komponenten zentral über Logik-Szenarien mit einander verknüpft werden. 7

80 2.1. Einfache Nachrüstung Die erste Variante kann grundsätzlich auch die meiste in VWiQ genutzte Funktionalität abbilden. Hiervon ausgenommen sind SmartHome-Komponenten, die eine RS232-serielle Kommunikation oder einen DALI- Bussystem benötigen. Für das VWiQ-Szenario bedeutet dies, dass vor allem Licht-Anwendungen, Personenwaagen und Vernetzter Teppich nicht genutzt werden können. Aus Kundensicht ist das nicht weiter relevant, denn wer sich einen intelligenten Teppich legt oder Raum-übergreifend ein neues Licht-System installiert, sollte davon ausgehen, nicht ohne Unterputz-Arbeiten auszukommen, d.h. wir haben hier keinen Konflikt in der Erwartungshaltung bezüglich dem einfach nachrüstbaren Angebot und dem Kundenwunsch. Dezentrale Nachrüstungen von AAL-Technik werden dann zum echten Nachteil, wenn man auch in Zukunft weiter ausbauen möchte und plant weitere SmartHome-Komponenten zu installieren, denn zum einen erfordern auch dezentrale Nachrüstungen kleinere lokale Unterputz-Eingriffe, um Aktoren zu positionieren, zum anderen steigen die Wartungskosten mit jedem zusätzlichen Element stärker an, als bei einer zentralen Lösung. Vom dezentralen Charakter der Installation unbeeinflusst bleibt die Möglichkeit einer zentralen Steuerung, die entweder über eine entsprechende Multifunktionsfernbedienung vorgenommen werden kann, oder über einen gängigen Home-Server mit Funk-Funktion (in VWiQ: GIRA Home-Server mit EnOcean-Interface und Lösungen). Abschließend lässt sich also sagen, dass eine dezentrale Nachrüstung am sinnvollsten ist, um vereinzelt eintretende Einschränkungen gezielt durch Technik zu kompensieren. Plant man längerfristig in der aktuellen Unterkunft zu verbleiben und setzt man voraus, dass die Anzahl der individuellen Einschränkungen zunimmt, sind dezentrale Lösungen wenig sinnvoll. Der Bewohner sollte sich dann überlegen, seine Unterkunft mit einer zentralen, zukunftssicheren SmartHome-Infrastruktur auszustatten oder in eine bereits mit dieser Infrastruktur ausgestattenden Unterkunft zu ziehen. 8 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

81 Raumübergreifende Module Infrastruktur SmartHome-Infrastruktur: Funk Allgemeine Beschreibung Die Smarthome-Infrastruktur-Module sind die Grundlage für den technik-unterstützen Ausbau des Wohnraums. Das SmartHome-Infrastruktur-Modul Funk ermöglicht die einfache und gezielte Nachrüstung von technisch-unterstützen Einrichtungsgegenständen aus dem AAL-Bereich. Unterputz-Arbeiten sind nur gezielt und begrenzt notwendig. Ist auf lange Sicht ein umfassenderer Ausbau geplant, wird an dieser Stelle das SmartHome-Infrastruktur-Modul Kabel empfohlen (vgl. Kapitel ). Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen Alle Sehr häufig EnOcean-Taster und andere Sensoren nach Belieben Unterputz-Dosen nach belieben enocean-funk 868 Mhz WLAN Binärein- und Ausgänge Aktoren (Schalten, Dimmen, Fahren) Router mit Internetzugang Home-Server für Logiken und Visualisierung Verteilerschrank Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Plattform-Verbindung Keine Fenstersteuerung Vorhangsteuerung Heizungssteuerung Unterstützendes Bett Höhenverstellbare Schränke Keine Keine Tabelle 2: Modul SmartHome-Infrastruktur: Funk 9

82 Steuerung Multifunktions-Fernbedienung Allgemeine Beschreibung Die Multifunktionsfernbedienung bietet eine Alternative Steuerung zu Home-Server und ipad, ist aber auch eine sinnvolle Ergänzung zu diesem. Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Alle Sehr häufig Fernbedienung Keine Keine Funk und Kabel Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Plattform-Verbindung SmartHome Infrastruktur Keine Keine Keine Tabelle 3: Modul Multifunktions-Fernbedienung 10 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

83 Beschattung Vorhangssteuerung Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Das Modul ermöglicht die einfache und zudem intelligente Steuerung der Vorhänge, Jalousien oder Rollläden. Es schafft damit die Voraussetzung für eine bequeme Steuerung vom Sofa oder eine automatische, regelbasierte Steuerung nach den Wünschen des Nutzers. Alle häufig Vorhänge, Jalousien oder Rollläden Funk-Taster und andere Sensoren nach Belieben Motoren zum Fahren der Vorhänge (kann optional auch sichtbar platziert werden, bei Platzmangel beispielsweise) s. SmartHome-Infrastruktur Multifunktions-Fernbedienung Funk und Kabel Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Keine Keine Keine Tabelle 4: Modul Vorhangssteuerung 11

84 Heizen und Lüften Heizungssteuerung Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Mit der Heizungssteuerung können auf einfache Art bestehende Heizung nachrüstet werden, um diese bequem und umweltschonend über regelbasierte Szenarien bedienen zu lassen. Alle Sehr häufig Stellantrieb Temperatur-Sensor s. SmartHome-Infrastruktur Home-Server Fenstersteuerung Funk und Kabel Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Keine Keine Keine Tabelle 5: Modul Heizungssteuerung 12 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

85 Fenstersteuerung Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Mit der Heizungssteuerung können auf einfache Art bestehende Fenster nachrüstet werden, um diese bequem und umweltschonend über regelbasierte Szenarien bedienen zu lassen. Alle häufig Fenster Taster und andere Sensoren nach Belieben Motoren zum Fahren der Fenster (kann optional auch sichtbar platziert werden, bei Platzmangel beispielsweise) s. SmartHome-Infrastruktur Heizungssteuerung Multifunktions-Fernbedienung Tablet oder Hinweis auf Fenster offen Funk und Kabel Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Keine Keine Keine Tabelle 6: Modul Fenstersteuerung 13

86 Türen Das im Kapitel vorgestellte Modul Halbautomatische Türen kann im Bereich Einfache Nachrüstung verwendet werden. Da zur Installation Unterputz-Arbeiten notwendig sind, empfehlen wir den Verbau in Verbindung mit dem Modul Smarthome-Infrastruktur: Kabel. Das Modul ist daher im Kapitel 2.2 Neubau und Sanierung beschrieben Service-Knopf Das im Kapitel vorgestellte Modul Serviceknopf kann im Bereich Einfache Nachrüstung verwendet werden. Sollte geplant sein, den Service-Knopf mit sicherheits-relevanten Dienstleistungen zu verknüpfen, empfehlen wir den Verbau in Verbindung mit dem Modul Smarthome-Infrastruktur: Kabel, um eine Übertragung des Signals gewährleisten zu können. Das Modul ist daher im Kapitel 2.2 Neubau und Sanierung beschrieben Schlafzimmer Unterstützendes Bett Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Das unterstützende Bett kann aus Gründen der Bequemlichkeit aber vor allem auch bei einer chronischen körperlichen Einschränkung sinn voll eingesetzt werden. Das in verschiedenen Teilen steuerbare Bett kommt mit vorkonfigurierten Positionen und ermöglicht neben dem einfachen Hochstellen der Kopflehne auch eine komplette Unterstützung beim Aufstehen bis hin zu einer senkrechten Körperposition. Persona mit chronischer körperlicher Einschränkung Häufig Bett Bett-Bedienung OPTIONAL: Taster nach Belieben OPTIONAL: s. SmartHome-Infrastruktur Keine Weder Funk- noch Kabel-Ausbau notwendig. Zur zentralen Steuerung (vgl. Kapitel ) ist ein Funk- oder Kabel-Ausbau notwendig. In Verbindung mit Logik-Modulen (vgl. Kapitel ) wird aufgrund des Zusammenspiels einer Vielzahl möglicher Module der Kabel-Ausbau empfohlen. Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung OPTIONAL: SmartHome-Infrastruktur Keine Keine Keine Tabelle 7: Modul Unterstützendes Bett 14 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

87 Badezimmer Höhenverstellbares Waschbecken Allgemeine Beschreibung Das höhenverstellbare Waschbecken kann über einen am Waschbecken befindlichen Schalter einfach in seiner Höhe eingestellt werden. Dies kann in Familien mit signifikanten Größenunterschieden hilfreich sein, ist aber auch gerade für Personen mit körperlichen Einschränkungen sehr empfehlenswert. Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Person mit chronischer körperlicher Erkrankung, aber auch Kinder Häufig Waschbecken Steuerelement zur Höhenverstellung Keine Neigbarer Spiegel Nicht benötigt Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung Keine Keine Keine Keine Tabelle 8: Modul Höhenverstellbares Waschbecken 15

88 Neigbarer Spiegel Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Der neigbare Spiegel kann über eine in angenehmer Höhe positionierte Winde im Winkel verstellt werden. Dies kann in Familien mit signifikanten Größenunterschieden hilfreich sein, ist aber auch gerade für Personen mit körperlichen Einschränkungen sehr empfehlenswert. Person mit chronischer körperlicher Erkrankung, aber auch Kinder Häufig Spiegel Vorrichtung zur Winkelbestimmung Keine Höhenverstellbares Waschbecken Automatisches Spiegellicht Nicht benötigt Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung Keine Keine Keine Keine Tabelle 9: Modul Neigbarer Spiegel 16 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

89 Duschstuhl Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Bei dem Duschstuhl handelt es sich um einen handelsüblichen Duschstuhl, der häufig im Pflegebereich eingesetzt wird. Der Duschstuhl besteht aus Plastik, ist leicht und rutschfest. Person mit chronischer körperlicher Erkrankung Häufig Duschstuhl Keine Keine Nicht benötigt Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung Keine Keine Keine Keine Tabelle 10: Modul Duschstuhl 17

90 Küche Höhenverstellbare Schränke Allgemeine Beschreibung Höhenverstellbaren Schränken sind über einen Schalter einfach in Ihrer Höhe variabel einstellbar. Neben einer Einstellung der Höhe können die Schränke auch auf die Person zufahren, umso ein einfaches Erreichen der gesamten Abstellfläche zu gewährleisten. Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Person mit chronischer körperlicher Erkrankung Häufig Schränke Taster nach Belieben s. SmartHome-Infrastruktur Keine Funk und Kabel Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Keine Keine Keine Tabelle 11: Modul Höhenverstellbare Schränke 18 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

91 2.2. Neubau und Sanierung Diese Variante ist in jedem Fall sinnvoll, sobald geplant ist, seine Unterkunft auf lange Sicht weiter zu nutzen. Dies trifft vor allem auf Eigentumswohnungen oder Häuser zu. Bei einer Sanierung oder einem Neubau müssen hierzu zunächst nur die richtigen Bus-Kabel an den richtigen Stellen sowie Taster und 5- adrige Stromkabel verlegt werden. Alles Weitere ist dann nachrüstbar. Auf lange Sicht erscheint es durchaus sinnvoll diese verhältnismäßig kleine Anfangsinvestition zu tätigen, um spätere Wartungs- und Installationskosten zu verringern. Die Installation des aus Kabeln und Tastern bestehenden Basis-Pakets ist zukunftssicher, da die verwendeten Standards weit verbreitet sind und somit ein sehr großes Repertoire an AAL-Technologie genutzt werden kann, die über Adapter zusätzlich noch erweiterbar ist. Darüber hinaus ist die Nutzung beliebiger Home-Server und Aktoren möglich, d.h. man kann seine Wohnung Anbieterunabhängig und übergreifend ausstatten Raumübergreifende Module Die raumübergreifenden Module sind an keinen Raum gebunden und können in jedem Raum genutzt werden. Durch einen Verbau raumübergreifender Module in mehreren Räumen ergeben sich sinnvolle Möglichkeiten, um Logik-Pakete umzusetzen, wie beispielsweise das Steuern von Fenstern und Heizungen im Zusammenhang mit einem Coming-Home Logik-Paket. 19

92 Infrastruktur SmartHome-Infrastruktur: Kabel Allgemeine Beschreibung Die Smarthome-Infrastruktur-Module sind die Grundlage für den technik-unterstützen Ausbau des Wohnraums. Das SmartHome-Infrastruktur-Modul Kabel ermöglicht einen langfristigen und zukunftssicheren Ausbau bei minimalem initialen Aufwand. Diese Wahl ist besonders empfehlenswert, wenn auf lange Sicht viele AAL-Applikationen installiert werden sollen und der Wartungsaufwand durch den zentralen Charakter des Ausbaus zudem gering gehalten werden soll. Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen Alle Sehr häufig KNX-Taster und andere Sensoren nach Belieben Dosen für RJ-45 Abschlüsse Dosen für SchuKo Vorarbeiten für Licht Vorarbeiten für Deckenlautsprecher Präsenzmelder 5-Adrige Stromkabel KNX-, DALI-, RS-232- und Ethernet-Kabel KNX-, DALI-, RS-232- und Ethernet-Gateways Router mit Internetzugang WLAN Binärein- und Ausgänge Schaltaktoren Home-Server Verteilerschrank Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Keine Steuerbares Licht Vitalisierendes Licht Deckenlautsprecher Vernetzter Teppich Lieferklappe Fenstersteuerung Vorhangsteuerung Heizungssteuerung Unterstützendes Bett Höhenverstellbare Schränke OPTIONAL: Home-Server OPTIONAL: Eingangskontrolle Keine 20 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

93 Plattform-Verbindung Keine Visualisierung und Steuerung Tabelle 12: Modul SmartHome-Infrastruktur: Kabel Home-Server Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Der Home-Server ermöglicht die visualisierte Steuerung des SmartHomes über ipad und Touch TV und ist die Grundlage für regelbasierte Konfigurationen. Daneben ermöglicht er den Zugriff auf die Software- Funktionen der Plattform, wie das bestellen von Dienstleistungen o- der Kommunikations-Funktionen. Alle Sehr häufig Keine Home-Server ipad Touch TV In Verbindung mit Kabel-Ausbau empfohlen, aber auch mit Funk möglich Abhängigkeiten Benötigt Vor Allem in Verbindung mit anderer AAL-Technologie sinnvoll, da der Home-Server der Steuerung dieser dient ipad ODER Touch TV SmartHome-Infrastruktur-Paket Ermöglicht Alle Logik-Module (vgl. Kapitel ) Kommunikation zwischen Plattform und SmartHome Alle Module aus dem Bereich Dienstleistung-Anbahnung (vgl. Kapitel ) Dienstleistungsverbindung Plattform-Verbindung In Verbindung mit SmartHome-Modulen aus den Bereichen: Dienstleistung-Anbahnung Sicherheit Der Home-Server ermöglicht die Kommunikation zwischen intelligenten Einrichtungsgegenständen und Dienstleistungen. Tabelle 13: Modul Home-Server 21

94 ipad Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Sinnvolle Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Neben der vom Hersteller angegebenen Funktionalität ermöglicht das ipad die umfassende Plattform-Nutzung und die Visualisierung des SmartHome-Servers. Alle Sehr häufig ipad keine Touch TV Home-Server Funk und Kabel Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Plattform-Verbindung WLAN Optional: Home-Server Plattform-Nutzung Einfache Steuerung des SmartHomes Keine direkte Über Plattform-Modul: Kommunikationspaket, insbesondere Videotelefonie Tabelle 14: Modul ipad 22 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

95 Touch TV Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzung SmartHome-Infrastruktur Neben der normalen Funktionalität eines Fernsehers ermöglicht der Touch TV die zentrale und übersichtliche Steuerung des SmartHomes. Alle, bis auf die anspruchsvolle Jungseniorin, da diese nicht für Technik zu begeistern ist Sehr häufig Touch TV Keine Home-Server Funk und Kabel Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Plattform-Verbindung Ethernet-Dose in der Nähe OPTIONAL: Home-Server Keine Keine direkte keine Tabelle 15: Modul Touch TV 23

96 Licht Steuerbares Licht Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Das Modul ermöglicht die intelligente Steuerung des Lichts. Es schafft damit die Voraussetzung für eine bequeme Steuerung vom Sofa, Bett oder auch Rollstuhl aus oder eine automatische, regelbasierte Steuerung nach Ihren Wünschen. Alle Sehr häufig DALI-kompatibles Licht über Taster s. SmartHome-Infrastruktur Multi-Funktionsfernbedienung Vorhangsteuerung Dimmer Kabel-Ausbau notwendig Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Plattform-Verbindung SmartHome-Infrastruktur OPTIONAL: regelbasierte Licht-Szenarien (Logik-Module, vgl. Kapitel ) Keine Über Logik-Pakete Tabelle 16: Modul Steuerbares Licht 24 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

97 Vitalisierendes Licht Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Mit dem vitalisierenden Licht können kann der Wohnraum in vitalisierende Farben gehüllt werden. Neben der normalen Beleuchtungs- Funktion bietet das vitalisierende Licht bei Nutzung der verschiedenen Lichttherapie-Programme eine gesundheitsfördernde Wirkung. Darüber hinaus kann es zu atmosphärischen oder Erinnerungs-Zwecken eingesetzt werden. Alle Sehr häufig Leuchtmittel für vitalisierendes Licht über Taster s. SmartHome-Infrastruktur Home-Server ipad Touch TV Vorhangsteuerung Kabel-Ausbau notwendig Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Plattform-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Licht-Therapie OPTIONAL: Regelbasierte Licht-Szenarien (Logik-Module, vgl. Kapitel ) Keine Über Logik-Pakete Tabelle 17: Modul Vitalisierendes Licht 25

98 Beschattung Das im Kapitel vorgestellte Modul Vorhangssteuerung kann im Bereich Neubau und Sanierung verwendet werden. Hier wird das Modul in Verbindung mit dem Modul SmartHome-Infrastruktur: Kabel empfohlen Heizen und Lüften Die im Kapitel vorgestellten Module Heizungssteuerung und Fenstersteuerung können im Bereich Neubau und Sanierung verwendet werden. Hier werden die Module in Verbindung mit dem Modul SmartHome-Infrastruktur: Kabel empfohlen Audio Audio-Paket Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Das Audio-Paket ermöglicht einen Raum-übergreifenden musikalischen Genuss und schafft eine umfassende Atmosphäre in der Wohnung. Das Audio-Paket ist darüber hinaus eine äußerst sinnvolle Ergänzung für regelbasierte Szenarien, wie beispielsweise Erinnerungen und kann auch in Verbindung mit der Tür-Kontrolle oder dem Überkoch-Schutz des vernetzten Herdes genutzt werden. Alle Mittel Deckenlautsprecher Audio-Server und -Verstärker Home-Server Multifunktions-Fernbedienung Kabel-Ausbau notwendig Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur OPTIONAL: Regelbasierte Szenarien (Logik-Module, vgl. Kapitel ) Keine Keine Tabelle 18: Modul Audio-Paket 26 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

99 Türen Halbautomatische Türen Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Die halbautomatischen Türen verschwinden auf Knopfdruck einfach in (oder vor) der Wand, sind platzsparend und vereinfachen den komplizierten Bewegungsablauf des Türöffnens. Alle; insbesondere Personen mit chronischer körperlicher Erkrankung bzw. auch Rollstuhlfahrer Sehr häufig Tür Taster s. SmartHome-Infrastruktur Keine Funk und Kabel Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Keine Keine Keine Tabelle 19: Modul Halbautomatische Türen 27

100 Sturzerkennung Vernetzter Teppich Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Der vernetzte Teppich erkennt Stürze und kann Angehörige oder Dienstleister in vordefinierten Situationen kontaktieren. Durch seine Funktion schafft er Bewohnern mit erhöhtem Sturzrisiko und Angehörigen eine erhöhte Sicherheit. Personas mit chronischer körperlicher Erkrankung oder beginnender kognitiver Einschränkung; aber auch allgemein Personen mit erhöhtem Sturzrisiko Selten Keine Binäreingang Home-Server Vernetzter Herd mit Überkoch-Schutz Serviceknopf Kabel-Ausbau notwendig Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur OPTIONAL: Regelbasierte Szenarien (Logik-Module, vgl. Kapitel ) Keine Keine Tabelle 20: Modul Vernetzter Teppich 28 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

101 Serviceknopf Serviceknopf Allgemeine Beschreibung Der Service-Knopf ist ein einfacher Schalter, der beim Drücken eine durch den Anwender (oder Angehörige) zu definierende Funktion ausübt, wie beispielsweise das Absetzen einer Standard-Nachricht an Angehörige oder an Pflege-Personal. Der Service-Knopf ersetzt aus Sicherheitsgründen derzeit keine Notruf-Lösungen oder Dienste. Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Personas mit chronischer körperlicher Erkrankung oder beginnender kognitiver Einschränkung Mittel Serviceknopf s. SmartHome-Infrastruktur Keine Funk und Kabel Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Home-Server Keine Pflegedienstleister Notruf* Kommunikationsfunktionen, wie beispielsweise Tabelle 21: Modul Serviceknopf 29

102 Logik-Module Coming-Home & Leaving-Home Allgemeine Beschreibung Die Coming- & Leaving-Home Funktion ermöglicht eine regelbasierte Steuerung beim Betreten bzw. Verlassen der Wohnung. Je nach Ausstattung kann beispielsweise eingestellt werden, dass das Licht angeht, die richtige Musik gespielt wird, die Fenster öffnen u.v.m. Die individuelle Konfiguration hängt vom bestehenden Ausbau des SmartHomes und den individuellen Präferenzen ab. Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Alle Häufig Keine keine Keine Als Funk möglich, aber Kabel-Ausbau aufgrund der Vielzahl möglicher involvierter Module empfohlen Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Home-Server Präsenzmelder OPTIONAL: Steuerbares Licht OPTIONAL: vitalisierendes Licht OPTIONAL: Vorhangssteuerung OPTIONAL: Heizungssteuerung OPTIONAL: Fenstersteuerung OPTIONAL: Audio-Paket OPTIONAL: Türöffner Keine Keine Keine Tabelle 22: Modul Coming-Home & Leaving-Home 30 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

103 Gut Einschlafen und Erholt Aufwachen Allgemeine Beschreibung Die Gut Einschlafen und Erholt Aufwachen fährt je nach Ausstattung des Wohnraums automatisch die Gardinen zu, schließt das Fenster, spielt eine sanfte Einschlaf-Musik und dimmt das Licht. Morgens kann der Bewohner von seinem Bett beim Aufstehen unterstützt werden, während langsam zu Natur-Klängen das Licht hochdimmt. Die individuelle Konfiguration hängt vom bestehenden Ausbau des Smarthomes und den individuellen Präferenzen ab. Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Alle; insbesondere die anspruchsvolle Jungseniorin Häufig keine keine Keine Als Funk möglich, aber Kabel-Ausbau aufgrund der Vielzahl möglicher involvierter Module empfohlen. Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Home-Server OPTIONAL: Unterstützendes Bett OPTIONAL: Steuerbares Licht OPTIONAL: vitalisierendes Licht OPTIONAL: Vorhangssteuerung OPTIONAL: Heizungssteuerung OPTIONAL: Fenstersteuerung OPTIONAL: Audio-Paket Keine Keine Keine Tabelle 23: Modul Gut Einschlafen und Erholt Aufwachen 31

104 Rund um gut erinnert Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Die Rund um gut erinnert Funktion erinnert den Bewohner auf Wunsch an Termine, die Einnahme von Medikamenten, daran genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, an die auf dem Herd überkochende Milch oder an eine vorhandene Lieferung in der Lieferklappe. Hierbei kann individuell konfiguriert werden, welches Ereignis in welcher Form erinnert werden soll. Hierzu eignen sich vor allem Licht und Ton oder auch herkömmliche Erinnerungen auf einem Steuerungsgerät, wie TouchTV oder ipad. Alle; insbesondere die Persona mit beginnender kognitiver Einschränkung Mittel Keine Keine ipad Plattform Als Funk möglich, aber Kabel-Ausbau aufgrund der Vielzahl möglicher involvierter Module empfohlen Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Home-Server OPTIONAL: Audio-Paket OPTIONAL: Licht-Steuerung OPTIONAL: vitalisierendes Licht OPTIONAL: Schlüssel-Erinnerung OPTIONAL: Lieferklappe OPTIONAL: Vernetzter Wäschekorb OPTIONAL: Vernetzte Mülltonne Keine Keine Über Plattform: Terminkalender Tabelle 24: Modul Rund um gut erinnert 32 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

105 Dienstleistungs-Anbahnung Vernetzter Wäschekorb Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Der smarte Wäschekorb erkennt automatisch, ob er voll ist und kann seinen Status auf Wunsch kommunizieren. Hierzu kann er entweder über das SmartHome eine Nachricht auf das Tablet oder die Lautsprecher senden, einen Angehörigen per informieren oder direkt den Wäschedienst rufen. Alle Selten Wäschekorb Personenwaage s. SmartHome-Infrastruktur Vernetzte Mülltonne Als Funk möglich, aber Kabel-Ausbau aufgrund der Vielzahl möglicher involvierter Module empfohlen Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Home-Server Keine Wäscheservice Keine Tabelle 25: Modul Vernetzter Wäschekorb 33

106 Vernetzte Mülltonne* Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Die vernetzte Mülltonne erkennt automatisch, ob sie voll ist und kann seinen Status auf Wunsch kommunizieren. Hierzu kann er entweder über das SmartHome eine Nachricht auf das Tablet oder die Lautsprecher senden, einen Angehörigen per informieren oder direkt den Wäschedienst rufen. Alle Selten Vernetzte Mülltonne s. SmartHome-Infrastruktur RS-232 Personenwaage Vernetzter Wäschekorb Küchenscanner Kabel-Ausbau notwendig Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Home-Server Keine Müllentsorgungs-Service* Keine Tabelle 26: Modul Vernetzte Mülltonne 34 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

107 Eingangsbereich Schlüssel-Reminder Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Der Schlüssel-Reminder erinnert automatisch bei Betreten und Verlassen daran, den Schlüssel an seinen richtigen Ort zu hängen bzw. den Schlüssel beim Verlassen des Wohnraums mitzunehmen. Hierzu ist der Schlüssel-Reminder gut sichtbar im Eingangsbereich positioniert und macht bei Bedarf durch ein auffälliges Licht auf sich aufmerksam. Eine Erinnerung über Deckenlautsprecher kann ebenfalls eingerichtet werden. Alle Sehr häufig Beleuchteter Schlüsselplatz Präsenzmelder s. SmartHome-Infrastruktur Home-Server Türkontrolle Deckenlautsprecher Kabel-Ausbau notwendig Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur OPTIONAL: Regelbasierte Szenarien (Logik-Module, vgl. Kapitel ) Keine Keine Tabelle 27: Modul Schlüssel-Reminder 35

108 Türkontrolle Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Mit der Türkontrolle kann in der Wohnung, ohne die Tür zu öffnen mit Personen vor der Haustür kommuniziert werden. Die Video- und Ton-Übertragung ermöglicht dies über das mitgelieferte kleine Anzeigefeld (Display) in der Wohnung. Alternativ kann hierzu ein ipad genutzt werden, um beispielsweise aus der Küche mit Personen vor der Tür zu kommunizieren oder auch die Tür zu öffnen. Alle Mittel Gegensprechanlage Türkamera Türöffner TKS-IP-Gateway ipad Lieferklappe Home-Server Kabel-Ausbau empfohlen Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Keine Keine Kommunikation Tabelle 28: Modul Türkontrolle 36 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

109 Lieferklappe Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Die Lieferklappe entbindet die Bewohner von ihrer Anwesenheit, wenn beispielsweise der Wäscheservice die Wäsche zurückbringt. Mit seinem Schleusen-artigen System und dem für einen Zugang notwendigen Sicherheitscode schützt sie vor ungewünschtem Inhalt. Die eingebaute Waage erkennt, ob eine Lieferung vorliegt und kann auf Wunsch über verschiedene Mechanismen der Wohnung darauf aufmerksam machen. Alle Selten Lieferklappe Tastenfeld RS-232 Waage, ggf. später Kühleinheit Türkontrolle Home-Server Kabel-Ausbau notwendig Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur OPTIONAL: Regelbasierte Szenarien (Logik-Module, vgl. Kapitel ) Unterstützt Dienstleistungen der Art Lieferungen Für weitere: s. Bereich Dienstleistungsunterstützung Keine Tabelle 29: Modul Lieferklappe 37

110 Schlafzimmer Das im Kapitel vorgestellte Modul Unterstützendes Bett kann im Bereich Neubau und Sanierung verwendet werden. Hier wird das Modul in Verbindung mit dem Modul SmartHome-Infrastruktur: Kabel empfohlen, gerade auch im Zusammenspiel mit Logik-Modulen (vgl. Kapitel ) aufgrund des Zusammenspiels einer Vielzahl möglicher Module Badezimmer Die im Kapitel vorgestellten Module können uneingeschränkt auch im Bereich Neubau und Sanierung verwendet werden Küche Das im Kapitel vorgestellte Modul Höhenverstellbare Schränke kann im Bereich Neubau und Sanierung verwendet werden. Hier wird das Modul in Verbindung mit dem Modul SmartHome-Infrastruktur: Kabel empfohlen. Küchenscanner Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Mit dem Küchenscanner können Barcodes von Lebensmitteln ausgelesen werden, um diese für den nächsten Einkauf, eine Lebensmittelbestellung oder zum Austausch mit Angehörigen mit auf die digitale Einkaufsliste setzen zu lassen. Alle Mittel Küchenscanner s. SmartHome-Infrastruktur Keine Kabel-Ausbau notwendig Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Einkaufslistenverwaltung Keine Lebensmitteleinkauf Einkaufslistenverwaltung Tabelle 30: Modul Küchenscanner 38 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

111 Vernetzter Herd Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Der vernetzte Herd mit Überkochschutz kann bei Überkochen die entsprechende Herdplatte selbstständig herunterregeln und zudem auf das Überkochen über die SmartHome-Einrichtung aufmerksam machen (Licht, Ton). Des Weiteren kann bequem über die Ferne, beispielsweise mit einem ipad, geprüft werden, ob die Herdplatten an sind und auf welcher Stufe sie gerade genutzt werden. Alle; insbesondere Personen mit beginnender kognitiver Einschränkung Häufig Herd OPTIONAL: Herd-Kamera* s. SmartHome-Infrastruktur Kabel Home-Server für Küchenapplikationen ipad Home-Server Kabel-Ausbau notwendig Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Kabel OPTIONAL: Regelbasierte Szenarien (Logik-Module, vgl. Kapitel ) Keine Keine Tabelle 31: Modul Vernetzter Herd 39

112 Vernetzter Ofen Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Der vernetzte Ofen bietet die Möglichkeit an fertige Gerichte über die SmartHome-Einrichtung aufmerksam zu machen (Licht/Ton). Des Weiteren kann der Ofen-Status bequem über ein Tablet wie das ipad abgelesen werden. Alle Häufig Ofen s. SmartHome-Infrastruktur Home-Server für Küchenapplikationen ipad Home-Server Kabel-Ausbau notwendig Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Keine Keine Keine Tabelle 32: Modul Vernetzter Ofen 40 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

113 Vernetzter Dampfgarer Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Der vernetzte Dampfgarer bietet die Möglichkeit an fertige Gerichte über die SmartHome-Einrichtung aufmerksam zu machen (Licht/Ton). Des Weiteren kann der Dampfgarer-Status bequem über ein Tablet wie das ipad abgelesen werden. Alle Häufig Ofen s. SmartHome-Infrastruktur Home-Server für Küchenapplikationen ipad Home-Server Kabel-Ausbau notwendig Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Keine Keine Keine Tabelle 33: Modul Vernetzter Dampfgarer 41

114 Vernetzte Spülmaschine Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Die sehr leise vernetzte Spülmaschine. Kann über die Entfernung gesteuert werden und zeigt an, wie lange der Spülvorgang noch benötigt. Bei Beendigung des Spülprozesses kann Sie Bewohner, Nachbarn, Angehörige oder Dienstleister informieren, damit die Spülmaschine ausgeräumt wird. Alle; insbesondere Personen mit chronischer körperlicher Einschränkung Mittel Spülmaschine s. SmartHome-Infrastruktur Home-Server für Küchenapplikationen ipad Home-Server Kabel-Ausbau notwendig Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur OPTIONAL: Regelbasierte Szenarien (Logik-Module, vgl. Kapitel ) Keine Keine Tabelle 34: Modul Vernetzte Spülmaschine 42 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

115 3. Bedarfszentrierter Zugang Der Umfang einer Wohnungsanpassung orientiert sich am Bedarf des jeweiligen Bewohners in der jeweiligen Phase des Versorgungsmodells. Aus den Phasen bzw. den konkreten gesundheitlichen Einschränkungen können entsprechende Ausbauvarianten abgeleitet werden. Für Bedarfe definiert das Versorgungsmodell verschiedene Stufen (mehr dazu im Bericht zum Versorgungsmodell): 0: keine Unterstützung notwendig 1: Kompensation notwendig, erfolgt selbstständig hauptsächlich unter zur Hilfenahme von Technik 2: Kompensation notwendig, erfolgt nur bedingt oder nicht selbstständig Unterstützung durch Angehörige oder Dienstleister zwingend notwendig 3: Kompensation notwendig, jedoch weder durch Technik noch durch Dienstleistungen in der individuellen Wohnung leistbar. Diese Kategorie liegt außerhalb des Betrachtungsbe reiches des Projekts. Im Folgenden werden vor allem die Stufen 1 und 2 adressiert, da hier Unterstützung durch Technik oder Dienstleistungen sinnvoll ist. 43

116 3.1. Motorische Einschränkungen Versorgungsmodell Stufe 1: Mobilitätseinschränkung Allgemeine Beschreibung Dieses Modul ermöglicht die selbstständige Alltags-Bewältigung bei Mobilitätseinschränkungen durch den Einsatz unterstützender Technik im Wohnraum. Hierzu zählen beispielsweise ein Bett, das beim Aufstehen und hinlegen hilft oder ein neigbarer Spiegel, der die Nutzung auch bei einer entsprechenden Körperhaltung ermöglicht. Die Kern-Bestandteile sind einfach nachzurüsten, da sie weitestgehend technisch unabhängig sind und keine Unterputz-Installationen benötigen. Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen Person mit chronischer körperl. Einschränkung Sehr häufig Neigbarer Spiegel Höhenverstellbares Waschbecken Duschstuhl Unterstützendes Bett s. SmartHome-Infrastruktur Home-Server Türkontrolle Deckenlautsprecher Nur mit SmartHome-Infrastruktur: Vorhangsteuerung Fenstersteuerung Höhenverstellbare Schränke Halbautomatische Tür SmartHome-Infrastruktur Für die Module Vorhangssteuerung, Fenstersteuerung, Höhenverstellbare Schränke, Halbautomatische Tür wird ein Funk- oder ein Kabel-Ausbau benötigt. Sollten alle Optionen zur Installation gewählt werden, empfehlen wir den Kabel-Ausbau. Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Versorgungsmodell Stufe 2: Mobilitätseinschränkung Keine Keine Tabelle 35: Modul Versorgungsmodell Stufe 1: Mobilitätseinschränkung 44 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

117 Versorgungsmodell Stufe 2: Mobilitätseinschränkung Allgemeine Beschreibung Mit diesem Modul können Mobilitätseinschränkungen auch bei teilweise Verlust der Selbstständigkeit kompensiert werden, um weiterhin ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Wohnraum zu ermöglichen. Hierzu wird durch Dienstleistungen, die Mobilitätseinschränkungen im Quartier kompensieren, unterstützt, wie beispielsweise ein Fahrdienst oder eine Begleitperson. Personas Nutzungshäufigkeit Person mit chronischer körperl. Einschränkung Sehr häufig Bedienbare Elemente Wie Stufe 1 Zusätzlich folgende Dienstleistungen: Begleitperson* Fahrdienst* Lebensmittellieferung Fensterreinigung* Spülmaschine ausräumen Aufräumen Wohnungsreinigung Müllentsorgungsservice Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Home-Server Vernetzter Teppich Service-Button Vernetzter Wäschekorb Smarter Mülleimer* Ein Kabel- oder Funk-Ausbau ist für die empfohlenen Ergänzungen und Versorgungsmodell Stufe 1: Mobilitätseinschränkung (s. da) notwendig. Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung Home-Server Versorgungsmodell Stufe 1: Mobilitätseinschränkung Keine Begleitperson* Fahrdienst* Lebensmittellieferung Fensterreinigung* Spülmaschine ausräumen Aufräumen Wohnungsreinigung Kommunikations-Funktionen ( , Kontakte, Terminkalender, Videochat) Tabelle 36: Modul Versorgungsmodell Stufe 2: Mobilitätseinschränkung 45

118 Versorgungsmodell Stufe 1: Arm- und Greifeinschränkung Allgemeine Beschreibung Dieses Modul ermöglicht die selbstständige Alltags-Bewältigung bei Arm- und Greifeinschränkungen durch den Einsatz unterstützender Technik im Wohnraum. Hierbei unterstützen unter anderem ein höhenverstellbarer Schrank, der bei einem eingeschränkten Greif-Radius unterstützend zuvorkommt oder eine halbautomatische Tür, die auf Knopfdruck in der Wand verschwindet und damit den komplizierten Bewegungsablauf des Türöffnens vereinfacht. Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Person mit chronischer körperlicher Einschränkung Sehr häufig Höhenverstellbare Schränke Halbautomatische Tür Vorhangsteuerung Fenstersteuerung s. SmartHome-Infrastruktur keine Sowohl Funk- als auch Kabel-Ausbau möglich. Sollten alle Optionen zur Installation gewählt werden, empfehlen wir den Kabel-Ausbau. Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung SmartHome-Infrastruktur Versorgungsmodell Stufe 2: Arm- und Greifeinschränkung Keine Keine Tabelle 37: Modul Versorgungsmodell Stufe 1: Arm- und Greifeinschränkung 46 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

119 Versorgungsmodell Stufe 2: Arm- und Greifeinschränkung Allgemeine Beschreibung Mit diesem Modul können Arm- und Greifeinschränkungen auch bei teilweise Verlust der Selbstständigkeit kompensiert werden, um weiterhin ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Wohnraum zu ermöglichen. Neben den technischen Unterstützungen aus Stufe 1 kommen Dienstleistungen rund um den Haushalt zum Einsatz, wie beispielsweise ein Wäschedienst oder die Müllentsorgung. Personas Nutzungshäufigkeit Person mit chronischer körperlicher Einschränkung Sehr häufig Bedienbare Elemente Wie Stufe 1 Zusätzlich folgende Dienstleistungen: Haushaltshilfe Wäschedienst Bügeldienst* Spülmaschine ausräumen Müllentsorgungs-Service* Essenszubereitung Aufräumen Fensterreinigung* Wohnungsreinigung Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Home-Server OPTIONAL: SmartHome-Infrastruktur OPTIONAL: Home-Server für Küchenapplikationen Smarte Spülmaschine Vernetzter Wäschekorb Smarter Mülleimer* Service-Button Ein Funk- oder Kabel-Ausbau ist für die empfohlenen Ergänzungen und Versorgungsmodell Stufe 1: Arm- und Greifeinschränkungen (s. da) notwendig. Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Versorgungsmodell Stufe 1: Arm- und Greifeinschränkung Home-Server OPTIONAL: SmartHome-Infrastruktur OPTIONAL: Home-Server für Küchenapplikationen Keine Haushaltshilfe Wäschedienst Bügeldienst Spülmaschine ausräumen Müllentsorgung 47

120 Aufräumen Fensterreinigung Wohnungsreinigung Software-Verbindung Keine Tabelle 38: Modul Versorgungsmodell Stufe 2: Arm- und Greifeinschränkung 48 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

121 3.2. Beginnende Kognitive Einschränkung Versorgungsmodell Stufe 1: Gedächtnisstütze Allgemeine Beschreibung Dieses Modul ermöglicht die selbstständige Alltags-Bewältigung bei beginnenden kognitiven Einschränkungen. Hierzu werden allgemeine über den Terminkalender festgesetzte Erinnerungsfunktionen genutzt und darüber hinaus durch Einrichtungsgegenstände wie den vernetzten Herd mit Überkochschutz oder die Schlüssel-Erinnerung im Eingangsbereich eine echte Integration in das Wohn-Umfeld erzielt. Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Persona mit beginnender kognitiven Einschränkung Sehr häufig Terminkalender Vernetzter Herd mit Überkochschutz Vernetzter Ofen Schlüssel-Erinnerung OPTIONAL: Audio-Paket für Musik- und Spracherinnerungen OPTIONAL: Licht-Steuerung für automatische Steuerung des Lichts, falls vom Bewohner regelmäßig vergessen wird, dieses zu schalten OPTIONAL: Vitalisierendes Licht für licht-basierte Erinnerungen Home-Server Home-Server für Küchenapplikationen s. SmartHome-Infrastruktur Smarte Spülmaschine Vernetzter Wäschekorb Smarter Mülleimer* Ein Kabel-Ausbau ist für die Schlüsselerinnerung und die optionalen Module notwendig. Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung Home-Server SmartHome-Infrastruktur Home-Server für Küchenapplikationen Versorgungsmodell Stufe 2: Gedächtnisstütze Keine Trinkerinnerung Medikamentenerinnerung Tabelle 39: Modul Versorgungsmodell Stufe 1: Gedächtnisstütze 49

122 Versorgungsmodell Stufe 2: Gedächtnisstütze Allgemeine Beschreibung Mit diesem Modul können beginnende kognitive Einschränkungen auch bei teilweise Verlust der Selbstständigkeit kompensiert werden, um weiterhin ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Wohnraum zu ermöglichen. Zur Stufe 1 der Gedächtnisstütze kommen angrenzende Dienstleistungen hinzu, die für eine Grundhygiene der Wohnung sorgen. Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Person mit beginnenden kognitiven Einschränkungen Sehr häufig Smarte Spülmaschine Smarte Spülmaschine Vernetzter Wäschekorb Smarter Mülleimer Zusätzlich folgende Dienstleistungen: Wäschedienst Spülmaschine ausräumen Müllentsorgungs-Service* Serviceknopf Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Home-Server Home-Server für Küchenapplikationen keine Ein Funk- oder Kabel-Ausbau ist für die empfohlenen Ergänzungen und Versorgungsmodell Stufe 1: Gedächtnisstütze (s. da) notwendig. Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung Versorgungsmodell Stufe 1: Gedächtnisstütze Home-Server SmartHome-Infrastruktur Keine Wäschedienst Spülmaschine ausräumen Müllentsorgungs-Service* Kommunikations-Funktionen ( , Kontakte, Terminkalender, Videochat) Tabelle 40: Modul Versorgungsmodell Stufe 2: Gedächtnisstütze 50 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

123 3.3. Ernährungsversorgung Versorgungsmodell Stufe 1: Ernährungsversorgung Allgemeine Beschreibung Dieses Modul unterstützt die selbstständige Ernährungsversorgung durch Erinnerungs- und Verwaltungs-Funktionen. Die Funktionen werden über das ipad genutzt. Zur besseren Integration in den häuslichen Alltag wird jedoch ein Audio-Paket empfohlen, damit Erinnerungen über die Deckenlautsprecher ausgegeben werden. Dies ist ratsam wenn die Bedienung eines Tablets ungewohnt und selten erfolgt. Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Persona mit beginnender kognitiver Einschränkung Sehr häufig Trinkerinnerung Medikamentenerinnerung Einkaufsliste Gemeinsam Essen im Quartier Küchenscanner Home-Server Audio-Paket Vernetzter Herd Vernetzter Ofen Vernetzter Dampfgarer Home-Server für Küchenapplikationen Ein Kabel-Ausbau ist für die empfohlenen Ergänzungen (s. da) notwendig. Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung Home-Server SmartHome-Infrastruktur ipad Versorgungsmodell Stufe 2: Ernährungsversorgung Keine Gemeinsam Essen im Quartier (über Event-Planungs-Funktion der Software) Tabelle 41: Modul Versorgungsmodell Stufe 1: Ernährungsversorgung 51

124 Versorgungsmodell Stufe 2: Ernährungsversorgung Allgemeine Beschreibung Dieses Modul unterstützt die Ernährungsversorgung auch bei teilweise Verlust der Selbstständigkeit. Die erweiterte Unterstützung erfolgt durch terminierte Lieferungen von Lebensmitteln, fertigen Mahlzeiten sowie der Unterstützung bei der Zubereitung von Mahlzeiten. Personas Nutzungshäufigkeit Alle Sehr häufig Bedienbare Elemente Wie Stufe 1 Zusätzlich folgende Dienstleistungen: Lebensmittellieferung Essenslieferservice Essenszubereitung Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Home-Server Lieferklappe Ein Kabel-Ausbau ist für die empfohlenen Ergänzungen (s. da) notwendig. Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung Versorgungsmodell Stufe 1: Ernährungsversorgung Home-Server OPTIONAL: SmartHome-Infrastruktur Keine Lebensmittellieferung Essenslieferservice Essenszubereitung* Kommunikations-Paket Tabelle 42: Modul Versorgungsmodell Stufe 2: Ernährungsversorgung 52 VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

125 3.4. Sicherheit Sicherheits-Paket Allgemeine Beschreibung Personas Nutzungshäufigkeit Bedienbare Elemente Nicht-sichtbare Elemente Empfohlene Ergänzungen SmartHome-Infrastruktur Dieses Modul verringert die wahrgenommene und tatsächliche Unsicherheit im Wohnraum. Hierzu werden technische Hilfsmittel verwendet, um beispielsweise ein Eindringen von außen in die Wohnung zu erschweren oder auch mögliche Risiken in der Wohnung zu reduzieren, wie beispielsweise mit Hilfe eines vernetzten Herdes mit Überkochschutz. Alle, die ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis haben. Sehr häufig Türkontrolle Lieferklappe Service-Knopf Vernetzter Teppich Vernetzter Herd Home-Server Home-Server für Küchenapplikationen s. SmartHome-Infrastruktur Keine Aus Gründen der Sicherheit empfehlen wir einen Kabel-Ausbau. Abhängigkeiten Benötigt Ermöglicht Dienstleistungsverbindung Software-Verbindung Home-Server SmartHome-Infrastruktur Keine Keine Kommunikations-Funktionen ( , Kontakte, Terminkalender, Videochat) Tabelle 43: Modul Sicherheits-Paket 53

126 Quellen Dörbecker, R., Böhmann, T. (2014): Modularisierung von Dienstleistungen Methodische Unterstützung durch Matrix-basierte Ansätze. In: Thomas, O., Nüttgens, M.: Dienstleistungsmodellierung (DLM) Dörbecker, R., Tokar, O., Böhmann, T. (2014): Evaluation der Multiple Domain Matrix Methode zur Modularisierung von Dienstleistungen am Beispiel eines Versorgungsnetzwerks für psychische Erkrankungen. Proceedings der Multikonferenz Wirtschaftsinformatik (MKWI) VERNETZTES WOHNEN IM QUARTIER

127 ABSCHLUSSBERICHT: TP 4: VERSORGUNGSMODELL Oktober 2014 Vernetztes Wohnen im Quartier Schutzrechte: Dieses Dokument ist urheberechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb des Urheber- gesetzes ist ohne Zustimmung des Copyright- Inhabers unzulässig. Die Verwendung der Inhalte sowie Kopien dieses Dokumentes sind nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und müssen mit einer Quellenangabe versehen werden. Copyright: Das Copyright liegt bei den Autoren Autoren: Nicol Wittkamp, Jens Schweer, Jan Parchmann, Corvin Mayer- Blankart

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129 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis... I 1. Versorgungsmodell Ziel Modellentwicklung Persona Nutzereinbindung/ Innovationsworkshop Lebens-, Versorgungsphasen Evaluation Dienstleistungskonzept Koordination der Dienstleistung Qualitätsmanagement... 9 I

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131 1. Versorgungsmodell Auch, wenn der Anteil älterer Menschen ohne Behinderungen oder Krankheit im demografischen Wan- del vermutlich steigen wird, nimmt mit zunehmendem Lebensalter die Wahrscheinlichkeit zu physisch oder psychisch zu erkranken, bzw. an Leistungskraft zu verlieren, so dass dauerhaft Unterstützung not- wendig wird. Um so wichtiger sind innovative Produkte, Dienst- und Versorgungsleistungen, die das selbstständige Leben im sozialen Lebensumfeld fördern, unterstützen und pflegende Angehörige, Nach- barn und Freundeskreis stärken, die ärztliche, pharmazeutische und pflegerische ambulante Versorgung gewährleisten, und damit die Notwendigkeit stationärer Hilfe so lange wie möglich vermeiden Ziel Das im Rahmen des Projektes zu entwickelnde Versorgungsmodell greift die Situation auf und vernetzt die Menschen und die Dienstleistungsanbieter im Quartier 1 durch mit wachsende Technik effizient miteinander. Es unterstützt im Zusammenwirken mit dem, zum Teil bereits bestehenden Systemen, eine bedarfsorientierte Versorgung unter folgenden Aspekten. 1. Stärkung quartiersbezogener Ansätze In dichteren Siedlungs- und Wohnzusammenhängen bietet der quartiersbezogene Ansatz große Poten- ziale, die verschiedenen Bevölkerungsgruppen miteinander in Kontakt zu bringen. Dadurch werden: - Selbstbestimmung und Teilhabe im Alter gefördert und unterstützt, - der Zugang zu den wichtigen Produkten und Dienstleistungen des täglichen Lebens erleichtert, - das Wissen von älteren Menschen im Sinne eines partizipativen Ansatzes in die Quartiersentwick- lung einbezogen. 2. Überwindung von Sektorengrenzen zwischen verschiedenen Lebensabschnitten und Versorgungs- formen Bisher gibt es in der Gesellschaft eine imaginäre Grenze zwischen Menschen die selbständig leben, und Menschen die Hilfe- und Pflege bei den Aktivitäten des täglichen Lebens benötigen. Je nach Ausprägung des Hilfebedarfs werden separate Versorgungsformen angeboten, wobei das System wenig durchlässig ist. Eine Vernetzung bietet große Potenziale ein integriertes Gesamtkonzept zu etablieren, in dem: - die Übergänge zwischen den unterschiedlichen ambulanten und stationären Versorgungsleistun- gen patientenorientiert abgestimmt und optimiert werden, - Angebote der stationären und ambulanten Pflege mit weiterreichenden Dienstleistungsangebo- ten, Unterstützungssystemen und Wohnformen kombiniert werden. 1 Vgl. Meilensteinbericht zum Versorgungsmodell

132 3. Stärkung unterstützender und pflegender Menschen Hilfe- und Pflegebedürftige Menschen benötigen, neben professionellen Dienstleistungsangeboten, in ihrem Umfeld Personen, die sie in ihren persönlichen Belangen unterstützen und sofern möglich auch Betreuungs- und Pflegeleistungen übernehmen. Dabei ist es wichtig professionelle und familiäre und Nachbarschaftliche Hilfen sinnvoll zu koordinieren, um: - Menschen, die in sozialen, familiären oder professionellen Zusammenhängen die Versorgung älte- rer unterstützungsbedürftiger Menschen leisten, zu stärken, - Mögliche Versorgungsbrüche, z.b. durch Überlastung, zu vermeiden und - Professionelle Angebote in die häusliche Versorgung einzubinden Modellentwicklung Grundlage des Versorgungsmodells ist ein technikunterstützte Wohnraumkonzept (erprobt im Innovati- onslabor 1/ Wohnung und Innovationslabor 2/ Bewohnerzimmer der Einrichtung PFLEGEN & WOHNEN UHLENHORST vgl ) welches sich sowohl für Neu-, als auch für Bestandsbauten eignet. Mit allen relevanten Akteuren wird perspektivisch für das (technikunterstützte) Quartiersmanagement ein Betrei- bermodell exemplarisch ausgearbeitet. Ziel ist die Übertragbarkeit auf andere Quartiere in Hamburg. Das Versorgungsmodell verbindet, bzw. bündelt die einzelnen Dienstleistungen zu Dienstleistungspake- ten unter Berücksichtigung der entsprechenden Lebensphasen. Die Ausrichtung erfolgt ganzheitlich und lokal im Quartier Uhlenhorst, unter Einbeziehung des individuellen sozialen Kontextes. - Der Schwerpunkt liegt in der Vernetzung der Quartiersbewohner und in der Vermeidung oder Kompensation von "altersbedingten" Kompetenzeinbußen, z.b. Präventionsangebote, - Service- und Dienstleistungsangebote bieten den Quartiersbewohnern individuelle technikunter- stützte (Einzel- ) Lösungen, welche im Rahmen definierter Versorgungsmodell sinnvoll miteinander kombiniert werden. - Grundlage der Entwicklung sind die Aspekte Ernährung, Bewegung und (ansatzweise) telemedizi- nische Aspekte, z.b. Schmerztagebuch. Bei der Entwicklung des Versorgungsmodells wurde die Annahme zu Grunde gelegt, dass Menschen die schon frühzeitig, z.b. aus Komfortgründen Technik und Dienstleistungen in Anspruch nehmen, diese auch im weiteren Lebensverlauf aus Präventionsgründen oder bei Assistenz-, Hilfebedarf weiter nutzen und die Nutzung bedarfsorientiert ausbauen. Aktuell werden Assistenzsysteme überwiegend dann in- stalliert, wenn bereits eine körperliche und/ oder kognitive Einschränkung besteht.

133 Persona Zur modellhaften Ableitung typischer Lebensphasen wurde im ersten Schritt das Prinzip der Persona 2 für das Projekt adaptiert. Folgende Personas wurden für die spätere Dienstleitungsentwicklung, bzw. darauf aufbauend für das Versorgungsmodell, definiert: Persona: Der früh interessierte Gesunde (Komfort) Er will sich rechtzeitig über technische Möglichkeiten für seinen Lebensabend informieren und wissen, welche baulichen Umgestaltungsmaßnahmen in seinem Haus notwendig sind. Produkte müssen sicher und zuverlässig arbeiten und ihm jederzeit gehorchen. Sensible Daten sollen auch nur von denen einge- sehen werden können, für die er diese freigibt. Sein soziales Netzwerk will er nach einem langen Ar- beitstag von zu Hause aus pflegen. Persona: Die jung gebliebene Seniorin (Prävention) Sie will so jung bleiben, wie sie sich zurzeit fühlt. Aus diesem Grund legt sie viel wert auf Prävention. Technische Unterstützungssysteme will sie nach und nach ihrem gesundheitlichen Zustand und Bedarf anpassen, denn ins Heim will sie nicht. Das Design soll modern sein und die Unterstützungsfunktion nicht sofort zu erkennen geben, da sie nicht als Rentnerin abgestempelt werden will. Sie legt sehr viel Wert auf eine einfache Bedienung und einen guten Service. Kommunikative Aspekte, z.b. Chat mit ihren Freundinnen, sind ihr wichtig, daher nutzt sie diese schon heute. Persona: Der Senior mit beginnender kognitiver Einschränkung (Assistenz) Er will weiterhin zu Hause leben und möglichst unauffällig, z. B. an die Medikamenteneinnahme oder Geburtstage, erinnert werden. Die Technik soll ihm dabei helfen. Wichtig ist das er die Technik versteht und diese im Verlauf seiner Erkrankung angepasst wird, z.b. dass später andere aufpassen, dass alles richtig funktioniert. Für sinnvoll hält er auch Funktionen wie Denksportübungen aber es muss Spaß machen, sonst wird er es auf die Dauer nicht nutzen. Auch seine Frau, die ihn unterstützt, muss mit der Technik umgehen können. Persona: Die Seniorin mit körperlicher Einschränkung (beginnender Hilfebedarf) Es ist ihr wichtig, dass die Einrichtung in ihrer Wohnung persönlich gestaltet ist, eine gewisse Intimsphä- re bleibt und dass sie Pflege und Unterstützung im Haushalt nur dann beanspruchen muss wenn es un- bedingt sein muss. Technik muss für sie auf ein Minimum begrenzt sein und dient vor allem dazu ihre Unabhängigkeit zu bewahren. Sie fände es gut, wenn die Wege zum Hausarzt und zu den Spezialisten im Ärztehaus kürzer wären, denn das Atmen und Laufen fällt ihr schwer. Es wäre schön wenn es mehr Mög- lichkeiten gäbe, den Kontakt zu ihren Freundinnen zu halten, ohne immer lange Wege zurückzulegen oder telefonieren zu müssen. 2 Eine Persona ist keine wirkliche Person, sondern sie charakterisiert eine Nutzergruppe mit konkret ausgeprägten Eigenschaften und einem konkreten Nutzerverhalten. Persona zeigen die Ziele, Bedürfnisse, Wünsche und Einschränkungen von Nutzergruppen auf. Sie schaffen somit Empathie und ein Verständnis für die Personen, welche das Produkt wirklich bedienen. So bekommen abstrakte Nutzer, bei denen sonst jedes Teammitglied seine eigenen Assoziationen hat, ein konkretes Gesicht.

134 Persona: Die pflegende Angehörige (Komfort bis Hilfebedarf) Sie will ihre Angehörige mit Technik unterstützen, aber nicht überfordern, zudem darf die Technik kein Vermögen kosten. Sie will rechtzeitig in die Planungen der mobilen Pflegekräfte einbezogen werden, denn sie kann ihren Tagesablauf nicht so leicht ändern. Die Technik soll das Leben erleichtert und vor allem Sicherheits- und Kommunikationsaspekte abdecken. Außerdem würde sie sich gerne mit Men- schen austauschen, die ebenfalls ihre Angehörigen pflegen und ggf. nachbarschaftliche Hilfe organisie- ren Nutzereinbindung/ Innovationsworkshop Zu den Kernthemen Ernährung und Bewegung wurden notwendige Dienstleistungen identifiziert und zu Dienstleistungspaketen gebündelt. Das Dienstleistungskonzept 3 und die, mit Dienstleistern und potenti- ellen Nutzern, durchgeführten Workshops zu den Themen Ernährung, Bewegung und Telemedizin 4 bil- den die wesentlichen Bausteine des Versorgungsmodells. Im Rahmen der Workshops wurden Dienstleistungen vorgestellt und mit den Erwartungen der Nutzer als auch Dienstleistern verglichen. Die Nutzer wurden dabei unter Berücksichtigung der definierten Per- sona ausgewählt, um die individuelle Sichtweise der Nutzergruppen zu berücksichtigen. Der Aspekt der Selbstbestimmung hat sich dabei bei allen Nutzerworkshops als zentraler Punkt heraus kristallisiert. Eine Bevormundung durch Smarthome und Plattform werden nicht akzeptiert. Dienstleis- tungsangebote und technische Hilfen müssen so weit möglich selbst konfigurierbar sein. Eine Datenwei- tergabe an Dritte muss stets kontrollier- und steuerbar bleiben. Ein Gefühl der Überwachung und Be- vormundung reduziert die Akzeptanz der Angebote deutlich. Ein weiteres Ergebnis der Workshops stellt das Bedürfnis nach Vernetzung und Mobilisation dar. Ange- bote Leistungen sollen die Aktivierung zu Sozialen Kontakten und Bewegung fördern. Verbliebene Mobi- lität wird als große Ressource wahrgenommen, diese zu verlieren entsprechend als große Gefahr bei einer Unterstützung durch Smart Home Technik und den leichten Zugang zu Dienstleistungen. Die Nut- zung von modernen Kommunikation- und Computertechnik, z.b. Tablet Computer, wurde als unge- wohnt beschrieben aber nicht abgelehnt. Eine einfachere Abwicklung von auch bisher bereits genutzten Dienstleistungen, z.b. Lebensmittellieferung, wird als großer Vorteil angesehen. Die einzelnen Dienstleistungen können sowohl von einem kommerziellen Dienstleister (professionell) erbracht werden, oder (privat) durch einen Bewohner des Quartiers, Freunde, Verwandte oder Ehren- amtliche. Darüber hinaus wird hinsichtlich ihres Charakters zwischen Komfort- oder Assistenzleistungen unterschieden. Die Komfortleistungen beruhen ausschließlich auf dem Wunsch des Nutzers, es besteht keine Notwendigkeit die Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Assistenzdienstleistungen 5 hingegen 3 Vgl. Parchmann, Jan/ Meyer- Blankert, Corvin: Abschlussbericht zur Fertigstellung der unterstützenden Dienstleistungen 4 Vgl. Parchmann, Jan: Bericht der Evaluationsworkshops zur formativen Auswertung 5 Der Begriff der Assistenzdienstleistungen ist dabei vom Pflegebedürftigkeitsbegriff nach SGB XI abzugrenzen, auch wenn professionell er- brachte pflegerische Dienstleistungen integriert werden können. Diese sind jedoch nicht Schwerpunkt des zu entwickelnden Dienstleis- tungskonzeptes.

135 immer haben einen Bezug zu bestimmten gesundheitlichen Bedingungen (akute oder chronische Beein- trächtigung). Die Ergebnisse der Innovationssworkshops wurden in das Dienstleistungsmodell integriert und dienten als Basis für die (Weiter- ) Entwicklung des Vorsorgungsmodells Lebens-, Versorgungsphasen Unter Berücksichtigung einzelner Lebensphasen (vgl ) und auf Basis der durchgeführten Evaluati- onen ist davon auszugehen, dass Assistenz- und Dienstleistungssysteme aus folgenden Gründen genutzt werden: Komfort, Prävention, Assistenz und Hilfebedarf. Daher wurde das System entlang dieser Ansät- ze aufgebaut (Anlage 1: Auszug aus dem Versorgungsmodell/ Essen mit Freunden). Phase 1: Komfort Sowohl Technik, als auch Dienstleistungen werden ausschließlich aus Komfortgründen genutzt. Es be- stehen keine körperlichen oder kognitiven Erkrankungen, welche die Nutzung notwendig machen. Kennzeichen Plattform Leistungsart Dienstleistung Technik (AAL) Keine Nutzungsein- schränkungen, es werden alle perso- nellen/ technischen Möglichkeiten an- gezeigt. Der Nutzer kann jedoch selbst Einschränkungen definieren. Alle Einstellungen auf der Plattform (Hamburg Box) sind frei wählbar. Hin- weise/ Empfehlun- gen können auf Wunsch aktiviert werden. Die Art der Leis- tungserbringung (privat/ professio- nell/ selbst) ist frei wählbar. Pflegeri- sche Versicherungs- leistungen werden nicht in Anspruch genommen. Alle, über die Ham- burg Box angebote- nen Dienstleistun- gen stehen zur Ver- fügung und sind ohne Einschränkung buchbar. Die Technikkompo- nenten im Wohn- raum sind optional. Sie dienen dem Komfort, bzw. der Vorbereitung auf die Phasen Präven- tion und Assistenz. Phase 2: Prävention Technik und/ oder Dienstleistungen werden zur Vorbeugung/ Kompensation von körperlichen oder kog- nitiven Erkrankungen genutzt. Regelmäßige personelle Hilfe bei den Aktivitäten des Lebens (ADL) ist nicht notwendig. Kennzeichen Plattform Leistungsart Dienstleistung Technik (AAL) Die Auswahl der technischen Mög- lichkeiten und angebotenen Dienstleistungen ist, je nach ange- gebenem Assis- tenzbedarf, einge- schränkt. Nut- zungserweiterung ist möglich. Entsprechend der angegebenen Ein- schränkung werden (nach Abstimmung mit dem Nutzer) ausgewählte Funkti- onen nicht angezeigt, bzw. ein Hinweis zum Umgang gegeben. Die Art der Leis- tungserbringung (privat/ professio- nell/ selbst) ist frei wählbar. Entspre- chend der angege- benen Einschrän- kung wird ggf. eine Empfehlung ange- zeigt. Das Angebot an Dienstleistungen ist, wie in der Phase Komfort, nicht ein- geschränkt. Es wer- den jedoch Empfeh- lungen entspre- chend der angege- benen Einschrän- kung gegeben. Die Technikkompo- nenten unterstützen die Kompensation der angegebenen Einschränkungen. Bei Bedarf werden Empfehlungen zur notwendigen Aus- stattung gegeben.

136 Phase 3: Assistenz Technik und Dienstleistungen sind zur Unterstützung bei körperlichen und/ oder kognitiven Erkrankun- gen notwendig. Es wird ergänzend regelmäßig Hilfe bei den ADL benötigt. Kennzeichen Plattform Unterstützungsart Dienstleistung Technik (AAL) Die unterstützende Technik und die dazugehörigen Dienstleistungen sind vordefiniert. Werden die ausge- wählten Dienstleis- tungen nicht in Anspruch genom- men erfolgt eine entsprechende Meldung an eine vom Nutzer be- nannte Kontaktper- son. Entsprechend der angegebenen Ein- schränkung werden bestimmte Funktio- nen nicht angezeigt, bzw. die Auswahl ist auf vorher definier- te Komponenten beschränkt. Die Art der Leis- tungserbringung (privat/ professio- nell/ selbst) ist, je nach Assistenzbe- darf, eingeschränkt. Pflegerische Versi- cherungsleistungen werden ergänzend in Anspruch ge- nommen. Das Angebot an Dienstleistungen ist, je nach Assistenz- bedarf einge- schränkt, bzw. da- rauf abgestimmt. Die Funktion der Rückmeldung ist aktiviert. Die Technikkompo- nenten sind auf den Assistenzbedarf abgestimmt und unterstützen insbe- sondere Sicher- heitsaspekte. Phase 4: Hilfebedarf Technik und Dienstleistungen können aufgrund körperlicher und/ oder kognitiver Erkrankung nicht mehr (sinnvoll) genutzt werden. Pflegebedürftigkeit steht im Vordergrund. Kennzeichen Plattform Unterstützungsart Dienstleistung Technik (AAL) Die unterstützende Technik und die dazugehörigen Dienstleistungen werden von Dritten (Angehörige, Be- treuer) vordefiniert. Die Plattform kann nur noch personell unterstützt genutzt werden, bzw. dient der Betreuungsper- son als Unterstüt- zung. Die Art der Leis- tungserbringung erfolgt nur noch professionell, nach- barschaftliche Hilfe wird ggf. ergänzend von der Betreu- ungsperson ausge- wählt. Das Dienstleistungs- angebot wird von Angehörigen/ Be- treuer ausgewählt. Die Rückmeldung erfolgt an diese Person. Die Technikkompo- nenten sind auf den Hilfebedarf abge- stimmt und unter- stützen primär Si- cherheitsaspekte. Externe Steuerung notwendig. Aufgrund des hohen personellen Hilfebedarfs ist der Verbleib in der eigenen Häuslichkeit in dieser Phase ggf. möglich, eine aktive Teilnahmen an den Aktivitäten des Quartiers jedoch nicht mehr. Die Phase des Hilfebedarfs wurde aus Gründen der Vollständigkeit in die Übersicht aufgenommen, und weil pflegende Angehörige/ Kontaktpersonen von der Vernetzung im Quartier weiter profitieren können. Eine ange- passte Umsetzung auf der Plattform erfolgt aber nur begrenzt, da hier die personelle Hilfe im Vorder- grund steht.

137 Evaluation Das Ziel der in Form von Workshops durchgeführten Evaluation ist eine dienstleistungsbereichs- und technikübergreifende Prüfung der Assistenzleistungen und Hilfen sowie des Versorgungsmodells. Durch die integrierte Inanspruchnahme der Dienstleistungen und technischen Unterstützungssysteme kann das Zusammenspiel erprobt, und der endgültige Nutzen definiert werden. Die Evaluation ist in vier Phasen gegliedert, um die einzelnen Komponenten (Services / SmartHome / Versorgungsmodel) zu erproben und ggf. anzupassen. 1. In der ersten Phase werden Basisfunktionen des SmartHome sowie sonstige Ausstattungs- merkmale der Wohnung aus Nutzerperspektive getestet. Hierzu werden vorher definierte Sze- nen mit Nutzern, die verschiedenen Personas zugeordnet werden können, durchgespielt. 2. In der nächsten Phase liegt der Schwerpunkt der Evaluation auf den Erinnerungsfunktionen der Wohnung. Die verschiedenen Möglichkeiten werden mit den Nutzern erlebbar gemacht und Vor- sowie Nachteile der Funktionen ausgewertet. Dies ist insbesondere in Hinsicht auf die Prä- ventionsphase des Versorgungskonezptes wesentlich. 3. In der sich anschließenden dritten Phase können die ersten Funktionen der Plattform vorge- stellt und durch Nutzer auf Praktikabilität in Funktion und Gestaltung bewertet werden. Ab- schließend kann die Wohnung durch verschiedene interessierte Bewohner über mehrere Tage genutzt werden und die Funktionen des SmartHome, der Plattform und der Dienstleistungen im Zusammenspiel erprobt werden. Dabei werden die verschiedenen Phasen des Versor- gungsmodells simuliert und der Nutzen, sowie die Praktikabilität ausgewertet. Die hier aufgeführten Nutzerstatements zum Versorgungskonzept sind im Wesentlichen in die Umset- zung des Versorgungsmodells auf der Kommunikationsplattform eingeflossen. Positiv Negativ Ideen/ Hinweise Probanden finden das Konzept in Ordnung und würden diese Funk- tion nutzen. Bereitschaft Angaben zur Gesund- heit zu machen ist vorhanden. Angabe zu Mobilitätszustand/ Hilfsbedarf ist sinnvoll. Sinnvoll, dass System bei best. Mobilitätszustand best. DL verbie- tet. In Ordnung, wenn Funktionen teils gesperrt werden, sofern Ein- Partner/Angehörigen dies stellver- tretend ausfüllen zu lassen wurde als negativ empfunden. Keine Bevormundung durchs Sys- tem. Automatische Einschränkun- gen des Systems würde sie nicht akzeptieren, das persönliche Ge- spräch ist hier notwendig. Demenzfragen (u. evtl. andere Suggestivfragen) sind unwillkom- men und werden wahrscheinlich unehrlich beantwortet. Abfrage zu Einschränkung der Abfrage um Lebensmitttelunver- träglichkeiten und Wünsche erwei- tern. Vertrauensperson sollte Daten eingeben, während Demenzkranke nicht da ist. Scannen von Medikamentenpass und Organspendeausweis. Fragen sowohl Angehörigen als auch Betroffenen stellen (multi- perspektivische Betrachtung kann helfen und RESPEKT gegenüber

138 schränkungen wie Demenz vorlie- gen. Proband würde Gesundheitsprofil anlegen und es als nützlich sehen, da sie optimal versorgt sein will; dem System muss aber auch ver- traut werden können Konzept der Lebensmittelunver- träglichkeitsabfrage. Generell sollten Einschränkungen vorgenommen werden, wenn sie der Sicherheit des Betroffenen dienen. Hände/ Beine etc. beinhaltet vier Fragen in einer. Die mangelnde Diskretion der Abfrage ist diskriminierend. den Betroffenen sehr wichtig). Standardisierte Instrumente für die Abfrage anwenden. Temporäre Erkrankungen miter- fassen. 2. Dienstleistungskonzept Ergänzender Bestandteil des Versorgungsmodells ist die Einbindung professioneller Dienstleister und nachbarschaftlicher Hilfe zur Stärkung der Vernetzung innerhalb des Quartiers. Je nach Parameterein- stellung anhand der Versorgungsphase sind alle Angebote frei wählbar, gibt das System Hinweise zur Auswahl oder schränkt die Auswahl ein. Phase 1/ Komfort Das Angebot von professioneller Dienstleistung und Nachbarschaftshilfe ist frei wählbar, auch können selbst uneingeschränkt nachbarschaftliche Unterstützungsleistungen angeboten werden. Phase 2/ Assistenz: Durch die über das Versorgungsmodell definierten Voreinstellungen werden bei der Auswahl von Dienstleistungen Hinweise zur Nutzung gegeben bzw. nur auf die angegebenen Einschränkungen abge- stimmte Dienstleistungen angeboten. Auch bei den vom Nutzer angegebenen nachbarschaftlichen Hil- fen erscheinen entsprechende Hinweise. Phase 3/ Unterstützung Die Möglichkeiten der Dienstleistungsbuchung sind, je nach Einschränkung per Voreinstellung einge- schränkt. Die Buchung von Dienstleistungen außerhalb der Vorschlagsliste bedarf der gesonderten Be- stätigung des Nutzers. Analog ist auch die Möglichkeit selbst Nachbarschaftshilfe anbieten zu können eingeschränkt. Um die verschiedenen Versorgungsszenarien im Zusammenspiel zwischen Technik Plattform und Dienstleistung erproben zu können, werden zunächst bestehende Kooperationen zu Apotheken, Reini- gungsdiensten und HomeCare Unternehmen genutzt.

139 Koordination der Dienstleistung Technische Unterstützungssysteme können im Bezug auf Unterstützungsbedarfe Hinweise liefern, und typische Versorgungsszenarien abbilden. Um jedoch den individuellen Bedarfen gerecht zu werden ist ein Kümmerer notwendig, der in komplexen Situationen das Zusammenspiel von Technik und Dienst- leistung koordiniert. Im Projekt VWiQ wird die Rolle des Kümmerers durch PFLEGEN & WOHNEN UHLENHORST besetzt. Durch die zentrale Lage im Quartier ist die Einrichtung Anlauf- und Beratungsstel- lestelle, auch pflegerische Beratungen in der Häuslichkeit werden durchgeführt. Während in der Komfort und Präventionsphase die personelle Unterstützung bei der Konfiguration des Systems optional ist, ist spätestens beim Eintritt in die Assistenzphase ist die Unterstützung des Küm- merers notwendig Qualitätsmanagement Die Pflege, Betreuung und Begleitung betagter Menschen ist einem steten Wandel unterworfen. Be- dürfnisse und Anliegen an die pflegerischen, medizinischen, therapeutischen und infrastrukturellen Dienstleistungen können deshalb nie statisch abgedeckt werden, sondern müssen vielmehr dynamisch an neue Ausgangslagen angepasst werden. Dies bedeutet, dass alle Angebote, Strukturen und Prozesse einer steten Überprüfung und Neuorientierung unterzogen werden müssen, damit alle Dienstleistungen erwartungsgerecht in hoher Qualität erbracht werden. Damit das gelingt werden Standards entwickelt, die den Qualitätsanspruch beschreiben, sie werden regelmäßig überprüft und sofern notwendig ange- passt. Die Standards zeigen, mit welchen Mitteln, auf welche Art und in welchem Umfang Dienstleistun- gen durch wen erbracht werden. Die Qualitätskriterien orientieren sich an den die für den jeweiligen Dienstleistungssektor geltenden gesetzlichen Grundlagen und werden beim Dienstleister abgerufen. Neben der Festlegung von messbaren Zielen und Standards werden im Rahmen der Qualitätssicherung folgende Maßnahmen von den Kooperationspartnern erwartet: - Periodische Leistungsüberprüfung aller Dienstleistungsprozesse mit dem Ziel der ständigen Verbesse- rung, z.b. durch interne Audits. - Etablieren eines Qualitätsentwicklungsprozesses zur Feststellung von Fehlern und Mängeln bei einzel- nen Dienstleistungen, damit das Entstehen von Mängeln oder Problemen zurückverfolgt werden und der entsprechende Dienstleistungsprozess verbessert werden kann. Sowohl die aufgedeckten Mängel wie auch die getroffenen Maßnahmen sind zu protokollieren. - Regelmäßige Ermittlung der Kundenzufriedenheit zur Erfolgskontrolle. Die Definition von Qualitätskriterien für nachbarschaftliche Angebote ist im Projekt, aufgrund der verzö- gerten Fertigstellung der Kommunikationsplattform nicht erfolgt. Durch die Sperrung bestimmter Zu-

140 gänge im Rahmen des Versorgungsmodells ist jedoch eine Kontrolle über das private Dienstleistungsan- gebot gewährleistet.

141 ABSCHLUSSBERICHT: TP 2 & 3: MUSTERWOHNUNG UND MUSTERZIMMER Oktober 2014 Vernetztes Wohnen im Quartier Schutzrechte: Dieses Dokument ist urheberechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb des Urheber- gesetzes ist ohne Zustimmung des Copyright- Inhabers unzulässig. Die Verwendung der Inhalte sowie Kopien dieses Dokumentes sind nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und müssen mit einer Quellenangabe versehen werden. Copyright: Das Copyright liegt bei den Autoren Autoren: Jens Schweer, Nicol Wittkamp, Reinhard Heymann

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143 Inhaltsverzeichnis sinhaltsverzeichnis... I 1. Innovationslabor I Musterzimmer Zielsetzung im Projekt Auswahl des Zimmers / Bewohners Ausstattung Innovationslabor II die Musterwohnung Zielsetzung im Projekt Ausstattung Badezimmer Schlafzimmer Wohnzimmer Küche... 8 I

144 1. Innovationslabor I Musterzimmer 1.1. Zielsetzung im Projekt Das Musterzimmer ist im Pflegebereich der Einrichtung PFLEGEN & WOHNEN UHLENHORST verortet und dient der Langzeiterprobung verschiedener technischer Unterstützungssysteme. Zielgruppe sind Menschen mit beginnendem Hilfebedarf bei gleichzeitig vorliegender chronischer Erkrankung. Es sollen maximal eine beginnende Demenz sowie eine Pflegestufe 1 vorliegen. Bei der Gestaltung soll eine ansprechende Integration der technischen Komponenten in das Wohnumfeld des Bewohners erreicht werden. Dies dient der zu erwarteten höheren Akzeptanz und einer damit verbunden redu- zierten Hemmschwelle zur Nutzung. Brandschutz- und andere Sicherheitsaspekte sowie die Erfor- dernisse des Pflegebetriebes sind unbedingt zu berücksichtigen Der Schwerpunkt der Auswertung liegt in der Nutzungsintensität der technischen Komponenten so- wie der Ermittlung von Gründen, die einer Nutzung entgegenstehen Auswahl des Zimmers / Bewohners Die Auswahl des Zimmers erfolgte in erster Linie anhand des Bewohners, der den Anforderungen in Bezug auf kognitive und körperliche Einschränkungen und Fähigkeiten entsprechen sollte. Alle Zim- mer der Einrichtung waren bereits barrierearm mit einem Pflegebett sowie einem behindertenge- rechten Bad ausgestattet. Teilweise sind die Räume baugleich. Die architektonischen Gegebenheiten spielten dementsprechend bei der Auswahl nur eine sehr untergeordnete Rolle. Es wurde zuerst ein Bewohner, 87 Jahre, Rollstuhlfahrer, kognitiv nicht eingeschränkt ausgewählt. Der Bewohner wurde zwar durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen in eine Pflegestufe 2 eingruppiert, der Bewohner ist aber in der Lage den Alltag außerhalb der Körperpflege weitestge- hend selbst zu gestalten. Es lag dabei eine Parkinsonerkrankung vor. Aufgrund von persönlichen Be- langen des Bewohners konnte dieser dem Projekt ab Mai 2013 leider nicht mehr zur Verfügung ste- hen. In erneuter Zusammenarbeit mit der Einrichtung konnte ein weiterer Bewohner der Einrichtung ge- funden werden, der sowohl das Anforderungsprofil erfüllt als auch zur Zusammenarbeit und den damit verbundenen Belastungen durch Umbaumaßnahmen und Befragungen bereit gewesen ist. Der Bewohner ist 78 Jahre alt und ebenfalls auf einen Rollstuhl angewiesen. Er regenerierte sich von einer Krebserkrankung und hat Aussicht seine körperlichen Fähigkeiten zum Teil wieder zu erlangen. Der Bewohner war technischen Hilfsmitteln gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen und nutzte z.b. bereits die Multimediafunktionen seines Fernsehers.

145 1.3. Ausstattung Um eine Beeinflussung zu vermeiden und die realen Bedarfe zu ermitteln, wurde - ohne im Vorfeld weitere Informationen über die technischen Möglichkeiten zu geben - im Rahmen eines Gespräches ermittelt, welche baulichen Hindernisse, bei den bestehenden Mobilitätseinschränkungen, zu einer Beeinträchtigung in der selbstständigen Lebensführung führen. Im Ergebnisse hat der Bewohner folgende Problemfelder angegeben: Öffnung der Zimmertür Der Bewohner kann durch die Nutzung des Rollstuhls die Zimmertür nur unter Schwierigkei- ten selbst öffnen. Öffnen des Fensters Die Fenstergriffe waren zwar durch den Bewohner grundsätzlich auch vom Rollstuhl aus er- reichbar, das Öffnen des Fensters war aber für ihn - z.b. wenn er auf dem Bett liegt - mit großer Anstrengung verbunden. Lichtsteuerung Vom Bett aus konnte der Bewohner lediglich das Nachtlicht/ die Leselampe betätigen. Diese Beleuchtung empfand der Bewohner am Abend und in der Nacht nicht als ausreichend und er fürchtete eine Sturzgefahr. Unselbstständigkeit beim Verlassen des Bettes Der Bewohner konnte nur sehr beschwerlich das Bett selbst verlassen und war je nach Ta- gesform auf Hilfe durch das Pflegepersonal angewiesen. Zur Kompensation dieser Einschränkungen wurde die Installation eines elektrischen Türantriebes, eines Fensterantriebes sowie die mobile Bedienbarkeit der verschiedenen Lichtquellen im Raum vereinbart. Um eine größere Selbstständigkeit beim Verlassen des Bettes erreichen zu können, wur- de ein spezielles Aufstehbett der Fa. Stiegelmeyer ausgewählt. Das Bett hat die Möglichkeit den Be- wohner in eine fast stehende Position zu bringen, die das selbstständige Aufstehen deutlich verein- fachen kann. Ein weiteres Kriterium für die Auswahl dieses Bettentyps war der platzsparende Einsatz und die Möglichkeit handelsübliche Bettwäsche verwenden zu können. Das Thema Sturzerkennung wurde vom Bewohner selbst nicht angeregt. Der Bewohner hatte be- reits die Möglichkeit, über die Rufanlage an zwei Stellen des Zimmers vom Boden aus Hilfe anzufor- dern. Durch die regelmäßigen Besuche des Pflegepersonals schätzte er das Risiko, hilflos auf dem Boden zu liegen als eher gering ein. Trotzdem wurde mit ihm vereinbart, dass ein SenseFloor zur Sturzerkennung in seinem Zimmer installiert werden soll um zu prüfen, ob die Installation ein größe- res Sicherheitsgefühl erzeugen kann. 3

146 Die Installation der einzelnen Komponenten erfolgte in größeren Abständen, um den Bewohner durch die einzelnen Arbeiten nicht zu sehr zu beeinträchtigen. Trotzdem wurden die Arbeiten in Be- zug auf den geplanten Sensfloor zunehmend kritischer gesehen. Die Arbeiten hätten nicht an einem Tag abgeschlossen werden können. Entsprechend hätte ein kurzfristiger Umzug in ein anderes Zim- mer stattfinden müssen. Hiermit zeigte sich der Bewohner weniger einverstanden, die Aussicht hie- rauf stellte für den Bewohner bereits eine große Belastung dar. Aus diesem Grunde wurde auf die Installation des Fußbodens zur Sturzerkennung verzichtet. Alternativ wurde dem Bewohner der Ein- bau eines elektrisch höhenverstellbaren Waschbeckens vorgeschlagen. Aufgrund der wechselnden Mobilität sind hier ebenfalls gute Testmöglichkeiten vorhanden, ohne das Umfeld des Bewohners zu stark zu beinträchtigen.

147 2. Innovationslabor II die Musterwohnung 2.1. Zielsetzung im Projekt Das Innovationslabor II, die Musterwohnung, dient der Verprobung der Assisstenzsysteme im Zu- sammenspiel mit der Dienstleistungsplattform. Die verschiedenen Unterstützungssysteme sollen dabei den Ansprüchen jüngerer Menschen genügen und von diesen als Komfortfunktionen der Wohnung wahrgenommen werden. Mit steigender Unterstützungsbedürftigkeit soll dies die Hemm- schwelle zur Nutzung senken und kein Gefühl der Hilfebedürftigkeit auslösen. Eine Herausforderung bei der Gestaltung ist die breit gefächerte Nutzergruppe die durch die Per- sonas definiert worden ist. Die verschiedenen Ansprüche der Bewohner müssen möglichst in Ein- klang gebracht werden. Die primären Nutzergruppen sollen dabei nach Möglichkeit noch keiner Pflegestufe zugeordnet sein und keine diagnostizierte Demenz aufweisen. Die baulichen Anforderungen an die Wohnung umfassen neben zwei getrennten Räumen auch ein Badezimmer, mindestens mit Dusche, sowie der Möglichkeit eine kleine Küche einbauen zu können Ausstattung Für das Innovationslabor II wurden Räumlichkeiten in der Einrichtung PFLEGEN & WOHNEN UHLEN- HORST ausgewählt. Die Wohnung besteht aus zwei getrennten Räumen, einer Küche sowie einen Badezimmer mit Dusche. Sie befindet sich im Erdgeschoss des Hauses 2 und ist vollständig ebener- dig zu erreichen. Das Badezimmer ist bereits behindertengerecht ausgestattet. Zur Gestaltung der Inneneinrichtung wurde ein Innenarchitekt hinzugezogen der Erfahrung in der Gestaltung und Ausstattung von Räumlichkeiten für hilfebedürftige Menschen hat. Ziel ist die Schaf- fung eines Ambientes, das einen breiten Geschmack trifft und von den verschiedenen Nutzern als wohnlich wahrgenommen wird. Dies wurde durch die Auswahl eines warmen Farbtons der Wände und des Fußbodens erreicht. Die Möbel wurden entsprechend der räumlichen Voraussetzungen so- wie der Farbgestaltung der Wohnung ausgewählt. Die großflächigen Fensterfronten werden mit hochwertigen Gardinen und Vorhängen vor Blicken von außen geschützt. Die Möblierung der Küche wurde so ausgewählt, dass hohe Schränke vermieden wurden und alle Stellflächen auch durch mobilitätseingeschränkte Menschen, z.b. im Rollstuhl, genutzt werden kön- nen. Als sozialer Treffpunkt der meisten Wohnungen wurde auf ein helles, einladendes Ambiente geachtet das zum Verweilen einlädt. Die Türen zur Küche und zum Badezimmer wurden als Schiebetüren umgesetzt. Die Türe zur Küche ist dabei elektrisch angetrieben. Der Durchgang zum Schlafzimmer ist mit einer konventionellen Tür ausgestattet. Diese Aufteilung ermöglicht es im Rahmen der Evaluation die verschiedenen Systeme zu vergleichen. 5

148 In allen Räumen, mit Ausnahme des Badezimmers, wurde unter dem Bodenbelag ein SenseFloor verlegt. Ein 2mm dünnes textiles Underlay, das mit 16 oder 32 kapazitiven Näherungssensoren pro m 2 ausgestattet ist. Personen lösen beim Laufen über den Boden Sensorsignale aus, die zu einem Empfänger gefunkt werden. Dieser ermöglicht - neben einer automatischen Sturzerkennung - jeder- zeit zu registrieren, wo sich der Bewohner der Wohnung aufhält und in welche Richtung er geht. Diese Information lässt eine Vielzahl an standortbezogenen Funktionen zu. So ist es möglich das Licht in einem Raum mit dem Betreten einzuschalten, akustische Signale im richtigen Raum zu geben oder auch eine Inaktivitätserkennung durchzuführen. Des Weiteren dient der Boden einer indirek- ten Sturzerkennung im Badezimmer, es wird registriert wie lange sich der Bewohner im Bad aufhält. Bei Überschreiten eines selbst definierten Zeitraumes kann ein Alarm ausgelöst werden. Im Gegen- satz zu Sturzteppichen ist der Sensefloor optisch nicht erkennbar und somit nicht stigmatisierend. Außerdem kann auf diesem Weg die gesamte Wohnfläche erfasst werden. Ergänzend zum Sensefloor wurden die Räume z.t. mit optischen Präsenzmeldern ausgestattet. Dies ermöglicht alternativ zum Sensefloor eine Aktivitätserkennung. Somit kann im Rahmen der Evaluati- on die Akzeptanz unterschiedlicher Systeme geprüft werden. Alle Fenster sind mit einem elektrischen Fensteröffner ausgestattet. Diese werden sowohl über Tas- ter in den einzelnen Räumen als auch über ein ipad oder einfachere Fernbedienungen bedient. Die Gardinen und Vorhänge lassen sich ebenfalls mittel elektrischen Antrieb auf oben genanntem Wege öffnen und schließen. Die Beleuchtung ist in das SmartHome integriert und kann neben Schaltern auch über Bewegungs- sensoren gesteuert werden. Zusätzlich zur Standardbeleuchtung wurde ein VitaLED- System in die Räume integriert. Mit diesem lassen sich verschiedenste Lichtfarben erzeugen (RGW). Das Licht in der Wohnung kann somit dem Licht außerhalb der Wohnung z.b. entsprechend der Tageszeiten an- gepasst werden. Dies dient der Orientierung und Strukturierung des Tages. Hinzu kommt ein gestei- gertes Wohlempfinden durch natürliche Lichtfarben in der eigenen Wohnung. Außerdem kann das VitaLED- System als Signalgeber genutzt werden. Verschieden farbige Lichtsignale können z.b. auf Medikamenteneinnahmen hinweisen. Bei der Auswahl der technischen Systeme wurde konsequent darauf geachtet, nur im Markt verfüg- bare Komponenten zu verwenden. In der Wohnung wurde ein kabelgebundenes BUS- System EIB/KNX zur Steuerung der Haustechnik eingesetzt. Die Installation ermöglicht es unter andrem je- den Verbraucher individuelle Anzusteuern bzw. Sensoren auszulesen. Durch die Verwendung dieser Standardkomponenten ist es möglich eine Vielzahl an smarten und assistierenden Lösungen zu in- tegrieren oder auch nachzurüsten ohne einen nennenswerten Entwicklungsaufwand zu erzeugen. Als technische Zentrale wurde ein sogenannter Homeserver (Firma GIRA) integriert. Durch die viel- fältigen Möglichkeiten ganz besonders auch im Bereich der Logik- Generierung stehen mit dieser Lösung eine Vielzahl von Steuer-, Regel- und Monitoring- Möglichkeiten zur Verfügung.

149 Wichtig ist die Tatsache, dass auch gerade nicht per Kabel anbindbare Lösungen (z.b. normale TV- Fernbedienungen oder sog. enocean- Funktaster) in das Gesamtsystem integriert wurden. Hier liegt ein besonderer Schwerpunkt von Nachrüstmöglichkeiten z.b. in Bestandswohnungen mit smarter bzw. assistierender Technologie. Für sämtliche in der Wohnung verbauten Sensoriken und Techniken (Licht, Rollläden, Tür- Videokommunikation, Antriebe für Fensterlüftung, elektrische Türöffnungen, fahrbare Oberschrän- ke in der Küche, Sensoriken, Alarmgeber, SenseFloor, Audiosystem, Lieferklappe etc.) dient der Ser- ver als Grundlage für die Bedienung und Visualisierung bzw. Informationszentrale. Die Ausstattung der Räume im Einzelnen: Badezimmer Das Badezimmer war bereits im Vorfeld behindertengerecht, z.b. mit Haltegriffen, ausgestattet. Es wurde ein höhenverstellbares Waschbecken ergänzt. Dies ermöglicht mobilitätseingeschränkten Bewohnern eine größere Sicherheit im Rahmen der Körperpflege und somit mehr Eigenständigkeit. Durch die Höhenverstellung können sowohl bewegungseingeschränkte als auch mobile Bewohner dasselbe Waschbecken optimal nutzen. Der Wäschekorb ist mit einer Waage verbunden die das SmartHome informieren kann, wenn dieser gefüllt ist. In Verbindung mit der Dienstleistungsplattform können so z.b. automatisch Aufträge an Wäschedienstleister vermittelt werden Schlafzimmer Als Bett wurde ein modernes Pflegebett ausgewählt, dass dennoch einen wohnlichen Charakter hat. Die Grundfunktionen wie die Höhenverstellung und das Verändern der Liegeposition (Kopfteil und Beine) sind dennoch vorhanden. Insbesondere die Höhenverstellung stellt ein Merkmal dar, dass bei eingeschränkter Mobilität das Aufstehen und Hinlegen stark vereinfacht. Auch hier wird die Gefahr von Stürzen deutlich reduziert. Das Bett kann grundsätzlich in das SmartHome integriert werden und somit ebenfalls zur Erkennung von Aktivität bzw. Inaktivität genutzt werden. So könnte das Bett er- kennen, wenn der Bewohner aufsteht und die Lichtsteuerung direkt ansprechen oder einen Alarm auslösen. Aufgrund der bereits mehrfach vorhandenen Möglichkeiten der Aktivitätserkennung wur- de diese Funktion im Verlauf des Projektes noch nicht aktiviert. Der Kleiderschrank zeigt exemplarisch, wie durch die Verwendung intelligenter Schubfächer und ausziehbarer Kleiderstangen, der Alltag vereinfacht werden kann Wohnzimmer Bei der Möblierung des Wohnzimmers wurde darauf geachtet das die Durchgangswege großzügig bemessen werden und keine Stolpergefahren entstehen. Aus Platzgründen wurde der Fernseher in die Wand integriert. Neben einem Sofa lädt ein Sessel zum Verweilen ein. Es steht ein Schreibtisch zu Verfügung. 7

150 Da das Wohnzimmer auch als Eingangsraum dient, wurde eine Lieferklappe integriert. Mit steigen- der Immobilität müssen mehr Dienstleistungen z.b. durch Lieferanten übernommen werden. Die Lieferklappe ermöglicht es, diese Lieferungen entgegen zu nehmen, ohne selbst die Tür öffnen zu müssen oder zuhause zu sein. Ebenso ist es möglich, Dinge für Dienstleister in der Klappe zu hinter- legen, um diese dann abholen zu lassen. Der Zugang ist durch einen individuellen Code limitiert. Im Inneren der Wohnung wird durch ein Lichtsignal erkennbar, dass Gegenstände hinterlegt sind. Die Sorge den Schlüssel beim Verlassen der Wohnung zu vergessen, ist ein häufig geäußertes Prob- lem. Neben dem Eingang wurde daher eine optische Schlüsselerinnerung installiert. Diese fordert beim Verlassen der Wohnung zur Schlüsselmitnahme, aber auch beim Betreten zur Rückgabe auf. An der Außentür ist eine Türkamera angebracht. Wird die Türklingel betätigt, wird das Bild mittels Tablett an jeden beliebigen Raum in der Wohnung übermittelt. Der Bewohner kann somit frühzeitig entscheiden, ob er die Tür öffnen möchte oder nicht Küche Die Küchenzeile der Wohnung wurde so gestaltet, dass alle Abstellflächen, auch in den Oberschrän- ken, für mobilitätseingeschränkte Bewohner nutzbar sind. Bei den Oberschränken wurde dies mit einer elektrischen Höhenverstellung erreicht. Der Herd und die Spüle sind mit einem Rollstuhl unter- fahrbar. Die Elektrogeräte sind in das SmartHome integriert und lassen sich somit zentral, z.b. bei Verlassen der Wohnung oder in der Nacht, ausschalten. Bei Einschalten des Herdes wird die Ab- zugshaube automatisch mit aktiviert. Es steht ein großer Touch- Monitor zur Verfügung mit dem sich zentral alle Funktionen des SmartHomes und der Plattform nutzen lassen. Ein Barcodescanner ermöglicht die Erfassung von Ar- tikeln, die auf die Einkaufsliste gesetzt werden sollen. Es steht ein Esstisch für vier Personen zur Verfügung. Dieser ist rund mit einem zentralen Fuß. Dies ermöglicht es, auch Rollstuhlfahrern bequem den Tisch zu nutzen.

151 ABSCHLUSSBERICHT KAPITEL 6: PLATTFORM (TEILPROJEKT 5) September 2014 Vernetztes Wohnen im Quartier Schutzrechte: Dieses Dokument ist urheberechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb des Urhebergesetzes ist ohne Zustimmung des Copyright-Inhabers unzulässig. Die Verwendung der Inhalte sowie Kopien dieses Dokumentes sind nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und müssen mit einer Quellenangabe versehen werden. Copyright: Das Copyright liegt bei den Autoren Autoren: PROSYSTEM AG

152 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis... I Abbildungsverzeichnis... III 1. Einleitung Zielsetzung Plattformkonzept Anforderungen Ansprüche an die Benutzeroberfläche Quartiersprinzip Zielgruppe Entwicklung des Prototyps Entwicklungsprozess Technik VWiQ Server Gateway Server Plattform Datenschutz Anwendungen Quartiersvernetzung Kontakte Veranstaltungen Nachrichten Selbstständige Versorgung und Organisation Dienstleistungen Kalender Einkaufsliste Sonstige Startseite Einstellungen Limitierungen I

153 8. Zusammenfassung Fazit II

154 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1 VWiQ-Plattformkonzept... 2 Abbildung 2 : Technische Umsetzung der VWiQ-Plattform (eigene Darstellung)... 6 Abbildung 3 Kontaktansicht auf der VWiQ-Plattform... 7 Abbildung 4 Ansicht einer Dienstleistungsanfrage... 9 Abbildung 5 Ansicht einer Mengenangabe Abbildung 6 Ansicht eine Informationsmeldung Abbildung 7 Ansicht der Startseite der VWiQ-Plattform III

155 1. Einleitung Das Kapitel 6, PLATTFORM, beschreibt die Entwicklung der IT-gestützten Kommunikations- und Dienstleistungsplattform, die im Rahmen des Projektes Vernetztes Wohnen im Quartier (VWiQ) entstanden ist. Der Bericht gliedert sich wie folgt: zunächst werden die gestellten Zielsetzungen und die daraus entstehenden Anforderungen formuliert. Anschließend erfolgt die Darstellung des VWiQ-Plattformkonzeptes, die Beschreibung der Ansprüche an die Benutzeroberfläche sowie die technische Realisierung. Im Anschluss erfolgt eine Erläuterung zur Entwicklung des Protyps. In diesem Kapitel werden die einzelnen Anwendungen der Plattform vorgestellt. Der Beitrag schließt mit einer Diskussion zur Limitation und einem Fazit in dem die Herausforderungen noch einmal formuliert werden. 2. Zielsetzung Im Rahmen des Projektes Vernetztes Wohnen im Quartier sollte eine prototypische Informations- und Kommunikationsplattform entwickelt werden, die in erster Linie die Interaktion zwischen Endanwendern, Angehörigen und Fachleuten ermöglicht. Gleichzeitig sollte die Plattform auch die Möglichkeit bieten professionelle Dienstleistungen einzubinden und Gerätesteuerungen zu integrieren. Darüber hinaus sollte die Möglichkeit zur Integration eines Versorgungsmodells mit berücksichtigt werden. 3. Plattformkonzept Die VWiQ-Plattform dient der selbständigen Versorgung und Organisation im Alltag. Der Schwerpunkt der Plattform liegt auf der sozialen Vernetzung von Personen im direkten Wohnumfeld. Gleichzeitig können sich Benutzer der Plattform aber auch sozial engagieren und nachbarschaftliche Hilfen anbieten. Zusätzlich zur sozialen Vernetzung und dem nachbarschaftlichen Engagement bietet die Plattform die Möglichkeit professionelle Dienstleister zu beauftragen, um ihre Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Neben dem sozialen Schwerpunkt dient die VWiQ-Plattform als Schnittstelle zum SmartHome, um sich zum Beispiel Terminerinnerungen an das SmartHome übermitteln zu lassen, welches dann visuell oder akustisch auf den bevorstehenden Termin verweist. Der Benutzer der VWiQ-Plattform kann sein eigenes Profil anlegen und verwalten. Dieses Profil ist auf die Bedürfnisse des Benutzers zugeschnitten und unterstützt oder verweist zusätzlich an Stellen im System, an denen der Benutzer nach eigenen Angaben Unterstützung benötigt. Die Kontrolle unterliegt dabei dem Benutzer. Dieser entscheidet, ob er ein unterstützendes System nutzen möchte oder dieses erst im Falle eines Unterstützungsbedarfs aktivieren möchte. Die VWiQ-Plattform ist somit ein mitwachsendes System welches sich an den Bedürfnissen des Benutzers anpasst. SEITE 1 VWIQ

156 VWiQ-Plattform Soziale Vernetzung zur Aktivierung und zur Nachbarschaftshilfe Inanspruchnahme von professionellen Dienstleistungen Schnittstelle zum Smart Home Abbildung 1 VWiQ-Plattformkonzept 4. Anforderungen Um die Zielsetzungen zu erreichen wurden am Anfang des Projektes folgende Anforderungen definiert: Gewährleistung von Interoperabilität Die VWiQ-Plattform kann auf mehreren Endgeräten (TV, Tablet, Smartphone, PC) angewendet werden und hält Schnittstellen zum Anbinden von zusätzlichen Systemen von anderen Anbietern bereit. Übertragbarkeit und mögliche Erweiterung der Plattform Die Plattform lässt sich auf weitere Regionen übertragen und um weitere Funktionen erweitern. Usability Die Plattform muss sich an den Bedürfnissen der Benutzer anpassen und somit ein hohes Maß an Benutzerfreundlichkeit aufweisen. 5. Ansprüche an die Benutzeroberfläche Im Rahmen der Pilotierungsphase wurden gemeinsam mit den Projektpartnern und den Zielgruppen weitere Ansprüche an die Benutzeroberfläche formuliert. Diese Ansprüche wurden primär durch das Quartiersprinzip geprägt. SEITE 2 VWIQ

157 5.1. Quartiersprinzip Um möglichst viele Nutzer in einem Quartier untereinander verbinden zu können, musste die Benutzeroberfläche flexibel gestaltet werden, dafür musste die Plattform einer Vielzahl von Endgeräten (SmartTV, Tablets, Internet Browser) zugänglich gemacht werden. Dies wurde mit einem flexiblen Layout erreicht, welches sich je nach Endgerät voll automatisch dem Bildschirm anpasst. Hierbei wurde explizit viel Wert auf ein Gerät unabhängiges, wiederkehrendes und vertrautes Bedienungskonzept gelegt. Die Benutzeroberfläche ist daher über alle Geräte hinweg identisch in der Darstellung sowie Benutzung Zielgruppe Bei der Erstellung der Benutzeroberfläche wurden die besonderen Umstände einer alternden Zielgruppe berücksichtigt, da gerade mit steigendem Alter bestimmte physiologische Funktionen in Ihrer Leistungsfähigkeit gemindert werden. Relevant für die Interaktion mit Benutzeroberflächen sind somit primär das Gehör, die Sehkraft, die Motorik sowie kognitive Leistungen. Ausgehend davon wurden folgende Prinzipien verfolgt: Layout und Gliederung: o Die Benutzeroberfläche muss stets in einzelne gut sichtbar unterscheidbare Segmente gegliedert sein, z.b. Kopfbereich, Textbereich und Fußbereich. o Einzelne Segmente müssen mit ausreichend Abstand voneinander getrennt sein. o Wiederkehrende Segmente müssen stets an der gleichen Stelle eingebaut werden, z.b. Navigation. Design: o Alle nicht funktionalen Elemente der Benutzeroberfläche müssen in einem flat -Design umgesetzt werden. o Alle funktionalen Elemente sollten plastisch hervorgehoben sein, z.b. Buttons durch Verwendung von Schatten. Farben: o Es sollten vorwiegend warme Farben verwendet werden. o Die Farben sollten möglichst kontrastreich sein. Text: o Die Schriftgröße sollte mindestens 14px betragen. o Es sollte stets ein starker Kontrast zwischen Schrift- und Hintergrundfarbe gewährleistet werden. Benutzerführung: SEITE 3 VWIQ

158 o o o o Der Benutzer sollte stets mit Hilfe von einfachen Abläufen durch Arbeitsprozesse geführt werden. Alle Benutzereingaben sollten auf Sinnhaftigkeit geprüft werden. Auf Fehleingaben durch den Benutzer sollen Korrekturvorschläge folgen. Bei der Verwendung von Symbolen sollte auf Konsistenz hinsichtlich des verwendeten Funktionsrahmens geachtet werden. 6. Entwicklung des Prototyps 6.1. Entwicklungsprozess Der Entwicklungsprozess setzte sich aus drei wesentlichen, wiederholenden Teilprozessen zusammen und wurde bis zur finalen Evaluation praktiziert (Agiler Entwicklungsprozess). 1. Erarbeitung der Benutzeranforderungen Der erste Schritt besteht darin die, eigentlichen Anforderungen an eine neue Funktionalität oder eines neuen Moduls, zu erarbeiten. Eine solche Anforderung könnte z.b. lauten: Der Benutzer soll andere Benutzer aus dem Quartier einsehen können. 2. Erstellung von Layout-Entwürfen Basierend auf den vorher erstellten Benutzeranforderungen wurden Design- und Benutzeroberflächenentwürfe erstellt, evaluiert und in ein temporäres Konzept übertragen. 3. Software Anforderungen In der dritten Phase des Entwicklungsprozess wurden basierend auf den Benutzeranforderungen und Layout-Entwürfen konkrete Software- und System-Anforderungen des zu implementierenden Moduls beschrieben. Dazu zählen die Beschreibung z.b. einzelner Teilfunktionen eines Buttons oder von Logiken die durch einen Prozess angesteuert werden können. Sind alle Teilprozesse für eine neue Anforderung bzw. für ein Modul abgeschlossen, wurde mit der Umsetzung auf Quellcode Ebene fortgefahren. Nach der Implementierung wurde das Modul von Benutzern hinsichtlich der vorher angenommenen Erwartungen und Anforderungen evaluiert und bewertet. Bei negativen Benutzererfahrungen wurde das Modul erneut, unter Berücksichtigung des Benutzer Feedbacks, durch den Entwicklungsprozess geleitet. SEITE 4 VWIQ

159 6.2. Technik Aus technischer Sicht besteht das VWiQ-Projekt aus drei Teilsystemen die miteinander über Schnittstellen kommunizieren. Diese Aufteilung ermöglicht die Umsetzung der hohen Ansprüche nicht nur hinsichtlich Erweiterbarkeit, Flexibilität, Sicherheit sondern auch bezüglich des Datenschutzes VWiQ Server Der VWiQ Server ist die primäre Schnittstelle zwischen den einzelnen Benutzern im Quartier sowie Datenspeicher für öffentliche, nicht sensitive Informationen wie eingestellte Dienstleistungen oder Veranstaltungen. Weiterhin bearbeitet dieses System alle Kommunikationen die zwischen Externen (Dienstleistern) als auch Internen (Benutzern) erfolgt. Dazu zählen Nachrichten, Datenanfragen des Gateway Servers und der Versand. Der Server läuft auf einem Apache2 mit einer MySQL Datenbank. Das Backend ist in PHP programmiert. Die Kommunikation mit dem Gateway Server erfolgt über einen Websocket. Für externe Dienstleister ist zudem eine REST-API erstellt worden Gateway Server Der Gateway Server befindet sich direkt beim Benutzer in der Wohnung und ist somit physisch vom VWiQ Server getrennt. Er speichert alle Benutzerdaten und gewährleistet über das Internet die Kommunikation zum VWiQ Server. Über das lokale Netzwerk kommuniziert der Server mit dem Smarthome und der Hybrid-App. Dieser Server läuft auf Node.js mit einer MySQL Datenbank. Das Backend ist in Javascript programmiert. Während die Kommunikation zum VWiQ-Server sowie zur Hybdrid-App über Websocket läuft, findet die Anbindung an das Smarthome über eine TCP/IP Verbindung statt Plattform Bei der Plattform handelt es sich um die eigentliche Benutzeroberfläche, die auf den Endgeräten installiert wird. Sie beinhaltet die Anwendungen die vom Benutzer zur Vernetzung und Selbstorganisation verwendet werden können. Die Plattform ist eine Hybrid-App basierend auf dem Cordova Projekt. Sie ist in HTML, CSS sowie Javascript programmiert und kommuniziert mit dem Gateway Server über Websockets. Die Plattform kann nur dann benutzt werden, wenn in dem lokalen Netzwerk des Endgerätes ein konfigurierter Gateway Server läuft. SEITE 5 VWIQ

160 Abbildung 2 : Technische Umsetzung der VWiQ-Plattform (eigene Darstellung) 6.3. Datenschutz Das Thema Datenschutz ist stets in allen Projektabschnitten präsent gewesen und hat auch direkt Einfluss auf die Zusammensetzung des Gesamtsystems genommen. Durch die Trennung der Datenspeicherung auf die zwei Teilsysteme, VWiQ Server und Gateway Server, befinden sich alle persönlichen Daten nicht nur aus digitaler sondern auch physischer Sicht stets im Besitz des Benutzers vor Ort. Ein weiterer Vorteil dieser Kombination besteht in der Unabhängigkeit vom Endgerät. Verliert der Benutzer sein Endgerät oder muss es austauschen, befinden sich seine Daten weiterhin in Sicherheit des Gateway Servers und gehen nicht verloren. Außerdem wird dem Benutzer über die Plattform volle Kontrolle, Transparenz und Freiheit über seine Daten gegeben. Er entscheidet stets selbst, wann, wem und welche persönlichen Daten er öffentlich macht und kann diese Einstellungen jederzeit rückgängig machen. SEITE 6 VWIQ

161 6.4. Anwendungen Durch die einzelnen Anwendungen kann der Benutzer die diversen Funktionen der Plattform in separaten logischen Abschnitten verwenden. Die Anwendungen lassen sich in zwei thematische Schwerpunkte des Projektes unterteilen, Quartiersvernetzung und Versorgung/Organisation Quartiersvernetzung Kontakte Die Anwendung erleichtert die Kontaktaufnahme oder die Suche nach einzelnen im Quartier registrierten Benutzern. Diese werden in einer überschaubaren Liste dargestellt, die durch eine Suchfunktion ergänzt wird. Jeder Benutzer besitzt ein Profil, welches von anderen Benutzern eingesehen werden kann. Hierbei kann der Benutzer selbst entscheiden, welche Informationen für andere sichtbar sind und welche nicht. Des Weiteren kann eine direkte Kontaktaufnahme via Skype oder Nachricht initiiert werden. Abbildung 3 Kontaktansicht auf der VWiQ-Plattform SEITE 7 VWIQ

162 Veranstaltungen Die Anwendung Veranstaltung ermöglicht es dem Benutzer sowohl eigene Veranstaltungen anzulegen und zu veröffentlichen als auch bereits an bestehenden Veranstaltungen teilzunehmen. Beim Anlegen einer Veranstaltung können neben der Kategorie, wie z.b. Sport, unteranderem genaue Angaben zum Zeitpunkt, Ort und Gruppengröße gemacht werden. Der Benutzer kann selbst festlegen, wann er die Veranstaltung veröffentlicht und somit für andere Benutzer im Quartier sichtbar macht. Um an einer Veranstaltung teilzunehmen, sucht man diese zunächst entweder über die Kategorien oder über die praktische Suchfunktion und kann dieser dann direkt beitreten. Des Weiteren werden separate Übersichten sowohl für noch nicht veröffentlichte Veranstaltungen als auch für Veranstaltungen an denen der Benutzer teilnimmt zur Verfügung gestellt Nachrichten Die Nachrichten Anwendung erfüllt mehrere Zwecke in der Plattform. Sie ermöglicht nicht nur die Kommunikation zwischen internen Quartiersmitgliedern, sondern auch Externen, wie z.b. Dienstleistern und Verwandten. Das Nachrichtensystem basiert auf s und ist daher flexibel einsetzbar. Neben einer Hauptansicht, in der alle Nachrichten in drei Kategorien Gespräch, Termin und Dienstleistungen gegliedert sind steht auch eine Detailansicht für einzelne Nachrichten bereit. Hier werden die einzelnen Textnachrichten der miteinander kommunizierenden Personen chronologisch im Dialogstil dargestellt. In der Ansicht Neue Nachricht kann eine neue Textnachricht erstellt werden. Adressaten können manuell über eine -Adresse oder bequem aus dem Kontaktbuch eingefügt werden. Antwortet der Benutzer direkt auf ein Gespräch, werden alle Gesprächsdetails wie Adressaten und Betreff für die neue Nachricht automatisch übernommen. SEITE 8 VWIQ

163 Selbstständige Versorgung und Organisation Dienstleistungen Diese Anwendung ermöglicht es dem Benutzer Dienstleister zu beauftragen oder Dienstleistungen selbst anzubieten. Dementsprechend unterteilt sich die Benutzeroberfläche in die zwei Hauptbereiche Dienstleister suchen und Dienstleistung anbieten. Bei der Suche nach Dienstleistern wird der Benutzer durch eine vielschichtige Kategorisierung der Dienstleister, z.b. Ernährung > Essenslieferung, beim Auffinden von Angeboten unterstützt. Die Bestellung bzw. Anfrage des Angebots erfolgt voll automatisch durch nur einen Klick auf die Schaltfläche Dienstleister beauftragen. Weiterhin hat der Benutzer auch die Möglichkeit den Dienstleister direkt über eine Nachricht zu kontaktieren, um bspw. eventuelle Fragen vorab zu klären. Abbildung 4 Ansicht einer Dienstleistungsanfrage Beim Erstellen einer Dienstleistung wird der Benutzer von der Anwendung durch einen strukturierten, mehrstufigen Ablauf geführt. Hierbei wurde besonders auf eine vereinfachte Benutzeroberfläche geachtet, sodass jeder Teilschritt nur minimale Angaben erfordert, um den Benutzer nicht mit Informationen zu überladen. So beginnt bspw. die Erstellung mit der Abfrage nach dem Dienstleistungsnamen, einer kurzen Beschreibung und geht erst im zweiten Schritt zum konkreten zeitlichen Rahmen der Dienstleistungserbringung über. Erstellte Dienstleistungen befinden sich zunächst immer automatisch im Privatmodus und müssen vom Benutzer manuell freigeschaltet werden, damit sie von Benutzern im Quartier gesehen werden können. SEITE 9 VWIQ

164 Neben diesen primären Funktionalitäten bietet die Anwendung selbstverständlich einen Überblick über bestellte, angebotene und bereits abgeschlossenen Dienstleistungen an. Auch die Bewertung von Dienstleistern durch den Benutzer ist möglich, was ein fundamentales Prinzip der Qualitätskontrolle innerhalb des Quartiers darstellt Kalender Der Kalender ist eine weitere Stütze bei der Selbstorganisation des Benutzers. Diese Anwendung ist sehr flexibel und ermöglicht die Erstellung von zeitlichen Ereignissen. Neben herkömmlichen schlichten Terminen mit einem Betreff und festen Zeitpunkt, können Wiederkehrende und ganztägige Termine angelegt und verwaltet werden. Falls gewünscht, wird der Benutzer automatisch kurz vor dem Beginn eines Termins erinnert. Die Termine werden innerhalb der Anwendung in einer leicht überschaubaren Benutzeroberfläche im Kalenderstil dargestellt. Hier kann zwischen diversen Ansichten wie Tag, Woche oder Monat gewechselt werden, um den angezeigten zeitlichen Rahmen einzugrenzen. Wird bei einem Termin die Erinnerungsfunktion aktiviert, erscheint neben der Erinnerungsnachricht auf dem Endgerät auch eine Lichtsequenz, die über das SmartHome gesteuert wird, z.b. grünes pulsierendes Licht über drei Sekunden hinweg Einkaufsliste Bei der Einkaufsliste handelt es sich um eine Anwendung die das Organisieren und Erledigen von Einkäufen erleichtert. Der Benutzer hat die Möglichkeit viele verschiedene Einkaufslisten zu erstellen, z.b. für ein Rezept oder allgemein für eine Woche. Einkaufslisten können jederzeit angepasst werden, ohne jedes Mal eine komplett neue Liste zu erstellen. Lebensmittel können flexibel einer Liste hinzugefügt oder entfernt werden, und die benötigte Anzahl durch eine einfache Eingabe festgelegt werden. Abbildung 5 Ansicht einer Mengenangabe SEITE 10 VWIQ

165 Neben der Nutzung zur persönlichen Referenz, können Einkaufslisten an geprüfte Dienstleister übermittelt werden. Diese bearbeiten die Anfrage einer Einkaufslieferung und treten anschließend mit dem Benutzer in Kontakt, um einen reibungslosen Ablauf der Dienstleistungserbringung sicherzustellen. Auch Aspekte des Versorgungsmodells finden in der Einkaufsliste Anwendung. Sind für einen Benutzer Lebensmittelunverträglichkeiten hinterlegt, wird der Benutzer bei entsprechenden Produkten auf diese Inhaltsstoffe hingewiesen. Im Rahmen des Projektes wurde dieses beispielhaft für Laktoseintoleranz implementiert. Abbildung 6 Ansicht eine Informationsmeldung Sonstige Startseite Die Startseite ist die erste Benutzeroberfläche die der Benutzer sieht und dient als Ausgangspunkt der Navigation. Von hier aus lassen sich alle anderen Anwendungen starten. Weiterhin ermöglicht eine kompakte tabellarische Übersicht einen schnellen Einblick über anstehende Termine. SEITE 11 VWIQ

166 Abbildung 7 Ansicht der Startseite der VWiQ-Plattform Einstellungen Mit Hilfe der Einstellungen hat der Benutzer die Möglichkeit jederzeit seine Plattform bezogenen Daten zu verwalten. Um eine bessere Übersicht der einzelnen Einstellungen zu gewährleisten, wurde die Anwendung in drei Teilbereiche gegliedert: Persönliche Daten In diesem Bereich können alle personenbezogenen Daten wie z.b. Nachname, Straße und Telefonnummer eingesehen und editiert werden. Des Weiteren hat der Benutzer hier die Möglichkeit diese innerhalb des Quartiers zur Einsicht freizugeben. Gesundheitsprofil Hier werden alle Daten zum Gesundheitszustand des Benutzers angezeigt und erfasst, z.b. ob Einschränkungen der Arme, Beine oder Füße vorliegen. Ernährung Dieser Teilbereich umfasst alle ernährungsspezifischen Angaben, wie z.b. Informationen zu bestimmten Lebensmittelunverträglichkeiten. Diese Angaben helfen der Plattform zu ermitteln, ob z.b. beim Erstellen einer Einkaufsliste der Benutzer drauf hingewiesen werden muss, dass bestimmte Produkte für ihn ungeeignet sind. SEITE 12 VWIQ

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