Prozessoptimierung & Datenqualität NSW Deutschland

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1 Summary zum Workshop Prozessoptimierung & Datenqualität NSW Deutschland am 7. Juli 2015 bei DAKOSY Moderation: Phanthian Zuesongdham, HPA Ziele des Workshops: Erfassung & Verständnis der aktuellen Situation im Prozess Identifizierung von Problemen und Schwierigkeiten aller Beteiligten Priorisierung der Handlungsbedarfe, sowie Definition von Maßnahmen und Vereinbarung mit Verantwortlichkeit und Zeitrahmen für die Umsetzung Seite 1 von 6

2 Es ergaben sich diese Klarstellungspunkte aus der gemeinsamen Diskussion: Nr. Klarstellung 1. Das ETA (nur Datum) in der Visit ID/Transit ID stellt nur einen Planungszeitpunkt dar; das ETA ist nicht für konkrete Maßnahmenplanungen eines Hafenbesuches geeignet. Für die konkreten Maßnahmenplanungen eines Hafenbesuches ist das in der Verkehrsmeldung Ankunft / Abfahrt (Meldeklasse NOA_NOD) enthaltene ETA (Datum mit Uhrzeitangabe) zu verwenden. Bitte senden Sie zeitnah Ihre Ankunftszeiten über die vollständig ausgefüllte Meldeklasse NOA_NOD. Etwaige Änderungen der Fachinformationen lassen sich jederzeit über ein Update der Meldeklasse darstellen. 2. GISIS Code an Bord unbekannt: Best Practices (für kurzfristige Lösung) Reedereien im Liniendienst können ihren Schiffen den jeweiligen GISIS Code für die im Liniendienst anzulaufenden Häfen bereits im Vorfeld an die Hand geben Bei Trampfahrt; der GISIS Code der jeweiligen Hafenanlage in einem Hafen kann von jeweiligen örtlich ansässigen Agenten oder Makler erfragt werden Ggf. besteht die Möglichkeit einer technischen Lösung; (Auswahlliste der jeweiligen Hafenanlagen mit GISIS Code für die jeweiligen Anlaufhafen dies ist zu prüfen) Bitte beachten Sie die o.g. Best Practices Empfehlungen des Bundes. Die EU prüft parallel, ob diese Codes weiterhin abgefragt werden müssen wir halten Sie hierzu informiert. DAKOSY plant es, neben den deutschen GISIS Codes auch die weiteren GISIS Codes in der Webanwendung abzubilden. 3. Die Abgabe der Meldungsinhalte zur Meldeklasse NOA_NOD (ETA PoC, ETD PoC, Last Port, Next Port, ) ist für den Meldeprozess (Verkehrsmeldung Ankunft / Abfahrt) elementar. Ohne diese Information im Vorfeld des Hafenbesuches sind die zuständigen Behörden des Bundes und der Länder nicht in der Lage, ihre Aufgaben in diesem Zusammenhang korrekt zu erledigen. Daher unbedingt rechtzeitig melden! (Appell an alle Melder) Bitte senden Sie zeitnah Ihre Ankunftszeiten über die vollständig ausgefüllte Meldeklasse NOA_NOD. Etwaige Änderungen der Fachinformationen lassen sich jederzeit über ein Update der Meldeklasse darstellen. Seite 2 von 6

3 4. Das NSW muss für die Entgegennahme der Meldungen gemäß Richtlinie 2010/65 auch von den Behörden des Bundes und den Ländern ausschließlich genutzt werden! (Dringender Appell an alle Behörden) Behörden sind angehalten, das NSW zu nutzen. Siehe Pressemitteilung zur Situation in Hamburg: bwvimeldeformalitaeten/ 5. Die Anlaufbedingungsverordnung (AnlBV) des Bundes ist seit 2004 gültig und verpflichtet zur Abgabe von Meldungen in elektronischer Form über das NSW als Nachfolgesystem des ZMGS. Die Anlaufreferenznummer ist hierbei zu nutzen. Folgende Meldeinhalte (Meldeklassen) sind daher nach Nr.2 der Anlage 1 zu 1 Abs1 mit Angabe der Visit ID/Transit ID über das NSW an die zuständigen Bundesbehörden zu melden: NOA_NOD (Reisedetails wie ETA und ETD Anlaufhafen, letzter Hafen mit ETD, nächster Hafen mit ETA,...) POBA (Anzahl der Personen an Bord bei Ankunft) POBD (Anzahl der Personen an Bord bei Abfahrt) HAZA (Gefährliche und umweltschädliche Güter bei Ankunft) HAZD (Gefährliche und umweltschädliche Güter bei Abfahrt) BKRA (Bunkerart und menge bei Ankunft) BKRD (Bunkerart und menge bei Abfahrt) ATA (tatsächliche Ankunftszeit an der ersten Hafenanlage im Anlaufhafen), ATD (tatsächliche Abfahrtszeit von der letzten Hafenanlage im Anlaufhafen),, 72H (72 Stunden Voranmeldung für Schiffe der Priorität 1 im Sinne der Hafenstaatkontrolle) und STAT (Statische Informationen zum Schiff wie aktueller Name, Funkrufzeichen,.) Bitte beachten Sie unbedingt die derzeit bereits gültigen Gesetze des Bundes. Die oben genannten Meldeklassen sind bereits heute elektronisch zu melden. Vgl.: im internet.de/anlbv_2004/anlage.html Seite 3 von 6

4 Weiterhin ergeben sich folgende Aufgaben aus der gemeinsamen Diskussion im Workshop: Nr. Aufgabenbeschreibung Durch wen Bis wann 1. 72h Meldung, klarstellen, für welches Schiff diese Meldeverpflichtung gilt. Kommunikation* an Stakeholder FVT, PSC GISIS Code: Klärung Warum werden diese Daten nicht direkt von der EU gemappt, wenn diese sie fordert? Prüfung um die Möglichkeit der Rationalisierung der Meldeinhalte auf EU Ebene besteht 3. Klarstellung der Bedeutung von Violations. Wie soll/muss man als Melder damit umgehen? Kommunikation* an Stakeholder 4. Meldeklasse LADG kann derzeit nicht von Kapitän / Makler / Agent belastbar (umfassend in Sinne der Statistik) gemeldet werden ( Warengruppe nach NST 2007) Wie gehen die Behörden damit um? edeclaration bietet in der Excelliste und in der Webanwendung bereits heute eine Vorschlagsliste. Mengenänderungen können über das Senden eines Updates realisiert werden. 5. Klarstellung des Unterschiedes Hafenbesuch und Transitreise durch NOK wann Visit ID, wann Transit ID? 6. Prüfung ob eine Erweiterung im NSW bzgl. der Weiterleitung von ATA / ATD Meldungen (gemeldet von Behörden) an den Agenten / Makler / Reeder realisierbar ist. Durch die Hafenbehörde gemeldete ATA / ATD Meldung wird Ihnen ggf. in der Webanwendung zur Verfügung gestellt werden können. FVT FVT FVT Seite 4 von 6

5 7. Harmonisierung des Anmeldeprozesses für Terminals in dt. Häfen Einbeziehung der Meldungen an die Terminals via NSW Meldung mit gleichzeitiger Verteilung der Meldeklassen durch das NSW an die Terminals wird geprüft. 8. Erarbeitung eines Zeitplans für die Inkraftsetzung des NSW in den jeweiligen Bundesländern sowie die techn. Umsetzung des NSW bei jeder zuständigen Behörde im jeweiligen Hafen und Kommunikation* an Stakeholder 9. Harmonisierung eines Excel Files für die Abgabe von Meldungen an das NSW Deutschland (im Anschluss Nutzung des harmonisierten Ansatzes auf EU Ebene) unter Berücksichtigung der Handhabbarkeit und technischer Voraussetzungen für die Übermittlung der Datei 10. Kommunikation* der richtigen Reihenfolge der Meldungen an die zuständigen Behörden über das NSW Ergänzend zum edeclaration Dashboard wird auch der Bund eine Aufstellung über die relevanten Fristen gem. der bestehenden Gesetzgebung veröffentlichen. 11. Monitoring & Reporting der Performance und der Datenqualität der Meldungen über das NSW Seite 5 von 6 Alle Landesvertreter im P. Zuesongdham W. Brunet (Für Planungs & Umsetzungskonzept) Rückmeldung bis FVT Umgang mit der Meldung No DPG on board 13. Umgang mit Kleinfahrzeugen, Offshoreversorgern, Baggern, Schleppern, etc. bzgl. der Meldung eines Hafenbesuchs die Fahrzeuge sind meistens in einem Revier unterwegs; werden aber für einen Hafenbesuch angemeldet Einzelfallbehandlung/Klarstellung 14. Kommunikation* der Punkte in der Liste Klarstellung laufend FVT Prüfung ob die MDH an Bord als Hardcopy

6 noch vorliegen muss, wenn diese elektronisch über das NSW an die Behörde gemeldet wurde. (Frage von Seiten der Schifffahrt) Die Seegesundheitsmeldung kann künftig direkt aus der edeclaration Excel Datei heraus ausgedruckt werden. Um die Ergebnisse und Aufgaben, die sich aus dem Workshop an alle Interessenten zu verteilen, wurden mit den Beteiligten die folgenden Kommunikationswege vereinbart: über die Verbände NSW-Info, NSW-FAQ DAKOSY Es wird einen Folgeworkshop im Oktober 2015 geben. Der genaue Termin wird sobald fixiert über die genannten Kanäle kommuniziert. Wir halten Sie hierzu informiert. Seite 6 von 6

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