Rumäniens Wasserwirtschaft im Überblick

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1 S 09-13, Rumänien-do.engl.corr :53 Uhr Seite 1 Rumäniens im Überblick Overview of Romania s The new EU member state, while anticipating one of the key requirements of the Water Framework Directive with its Apele Romane, still needs to brush up on its wastewater management von LUCIA ANA VARGA Hat das neue EU-Mitglied durch seine Apele Romane sogar einen der Eckpunkte der Wasserrahmenrichtlinie vorweggenommen, gibt es vor allem im Abwasserbereich noch viel zu tun. R omania, since 1st January a member of the European Union, is the largest state in the Danube River Basin yet relatively poor in terms of water resources. Compared to the European average of 4,000 m3 of water/inhabitant/ year, each Romanian citizen disposes of only 1,870 m3 per inhabitant/year. Romania draws its drinking water from surface waters, such as the Danube River, and groundwater resources. The central water management authority is the Ministry of Enviroment and, which executes national water policy in the field of water resources. The specific tasks of the ministry include: strategic planning of water management, including the development of national programmes; technical preparation of legislation and policy; implementation of EU legislation into national law; management and allocation of national budget resources for water management and development; setting of standards and monitoring compliance with the latter; preparation of administrative processes necessary for a regulated use of water resources through a system of licenses and permits; international cooperation and cooperation along transboundary water bodies. National water policy is implemented through the Apele Romane, an administrative agency also responsible for the quantitative and qualitative water management as well as the operation of the water management structures. This authority has 11 regional branches, which in number and location correspond to the hydrographic river basins of Romania. Apele Romane offices issue water withdrawal permits and are also responsible for the monitoring of water quality. Water management in Romania is based on the principles of solidarity and common interest, which are implemented in practice through close collaboration on all levels between public administration, local authorities and the different categories of water users. For this reason, all of Apele Romane s eleven branch offices have a basin committee comprising 15 members each. The work of the latter rests on the following basic principles established by Romanian law: water is a finite and vulnerable resource and a fundamental element for life; an integrated water management requires an integrated view of water quantity and quality; FOTO: SORIN TOMA Rumäniens ist eng mit der Donau verbunden. Romanian water management is closely associated with the Danube River. D as mit 1. Jänner der Europäischen Union beigetretene Rumänien ist der größte Staat im Donaueinzugsgebiet; dennoch ist es relativ arm an Wasserressourcen. Im Vergleich zum europäischen Durchschnitt von m3/einwohner/jahr stehen jeder Rumänin und jedem Rumänen nur etwa m3 Wasser zur Verfügung. Ressourcen für die Trinkwasserbereitung sind sowohl Oberflächengewässer wie die Donau als auch Grundwasservorkommen. Zentrale Behörde für die Wasserangelegenheiten des Landes ist das Ministerium für Umwelt und. Es vollzieht den nationalen politischen Willen, soweit dieser die Wasserressourcen betrifft. Im Besonderen ist das Ministerium für die folgenden Aufgaben verantwortlich: Die strategische Planung des Wasser-Managements, einschließlich der Erarbeitung nationaler Programme; aqua press INTERNATIONAL 1/2007 die fachliche Vorarbeit im Hinblick auf Gesetzgebung und Politik; die Umsetzung von EU-Recht in nationales Recht; die Bewilligung bzw. Verteilung jener finanziellen Ressourcen, die für das Management und die Entwicklung der zur Verfügung stehen; die Schaffung von Standards und die Überwachung der Einhaltung dieser Vorgaben; die Vorbereitung jener administrativen Abläufe, wie sie für eine über Lizenzen und Genehmigungen geregelte Nutzung der Wasserressourcen notwendig sind; die internationale Zusammenarbeit bzw. Zusammenarbeit an grenzüberschreitenden Wasserkörpern. Die eigentliche Umsetzung der nationalen Wasser-Politik erfolgt durch Apele Romane, eine Behörde, der auch das quantitative wie qualitative Wasser-Management und die Handhabung der Wasser-Management-Strukturen obliegt. Die Behörde verfügt über elf 9

2 S 09-13, Rumänien-do.engl.corr :53 Uhr Seite 2 IKSD-Präsidentschaft an Rumänien übergegangen A L FOTO: J. BACHMANN/ICPDR ls Präsidentin der Internationalen Kommission für den Schutz der Donau /IKSD agiert seit 22. Jänner die Staatssekretärin für im Rumänischen Umweltministerium Lucia Ana Varga. Varga versteht ihr Land vor allem als Bindeglied zu jenen Staaten des Donauraums, die noch nicht der EU beigetreten sind. Ihnen wird vor allem Unterstützung bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie angeboten. Was umstrittene Schifffahrtsprojekte im Donaudelta betrifft, schlägt die neue IKSD-Präsidentin der Ukraine die gemeinsame Erarbeitung eines klaren Management-Plans für das betroffene Gebiet vor und Besiegelten den turnusmäßigen Wechsel mahnt von ihr zugleich die Einhaltung internationalen durch die Übergabe einer Flasche mit Rechts ein. In den Nachbaarstaaten wie im eigenen Donauwasser: Rumäniens Staatssekretärin Land sei vor allem eine Reduktion der Nährstoffeinträge Mag. Lucia Ana Varga und das Moldawische Kabinettsmitglied Dr. Constantin Mihailescu. und eine Hochwasserrisikoanalyse angesagt. Höhepunkte der Arbeit der IKSD im Jahr 2007 seien Moldovan Cabinet Member Constantin Mihailescu hands aber zweifellos die Durchführung der zweiten Gemeinsaover a bottle of Danube water to Romanian State Secretary men Donauuntersuchung (Start im August) und die EntLucia Ana Varga, symbolising the rotation of presidency. wicklung eines Danube River Basin Management Plan. Romania takes over ICPDR Presidency Außenstellen, die in ihrer Zahl und Lage den Flusseinzugsgebieten Rumäniens entsprechen. Apele Romane bzw. ihre Zweigstellen vergeben Wasserentnahmelizenzen und sind auch für die Überwachung der Wasserqualität zuständig. Vorreiter bei der Verwaltung nach Flusseinzugsgebieten In Rumänien gründet die auf den Prinzipien der Solidarität und des Interessenausgleichs. Diese werden über eine enge, alle Ebenen einschließende Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Verwaltung, lokalen Behörden und allen Arten von Verbrauchern der Ressource verfolgt, um so ein Maximum an Nutzen für die gesamte Gesellschaft zu lukrieren. Aus diesem Grund ist an jeder der elf Außenstellen der Apele Romane eine so genannte Flussgebiets-Kommission eingerichtet, die aus jeweils 15 Personen besteht. Sie folgen in ihrer Arbeit jenem grundsätzlichen Verständnis, das durch die Rumänische Gesetzgebung vorgegeben ist: Wasser ist eine begrenzt vorhandene, sensible Ressource und fundamentales Element für alles Leben; eine ganzheitliche Verwaltung der Ressource bedingt eine vernetzte Betrachtung von Wasserquantität und -qualität; aqua press INTERNATIONAL 1/2007 zur Entwicklung und Pflege einer Solidarität im Einzugsgebiet ist die Einbindung der jeweiligen Flussgebiets-Kommission in Entscheidungsprozesse, die (auch) Wasserangelegenheiten betreffen, notwendig. Durch die Verbreitung des Wasserschutz-Gedankens und der Vorteile, die auch dem Einzelnen daraus erwachsen, trägt die Arbeit der Flussgebiets-Kommissionen zugleich wesentlich zur Sensibilisierung der Bevölkerung für WasserThemen bei; dem Prinzip der Verursacher zahlt ist zu folgen; Wasser wird auch als wirtschaftlicher Faktor verstanden; im Sinn der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) hat die Verwaltung der Wasserressourcen im Rahmen von Flusseinzugsgebieten zu erfolgen. Seit der politischen Wende ist auch in wasserwirtschaftlicher Hinsicht in Rumänien viel geschehen. So hat das Land bereits alle entsprechenden EU-Richtlinien in nationales Recht übergeführt! Die wichtigste Rechtsvorschrift ist das Wasser-Gesetz Nr. 107/ In der Folge erlassene Novellen enthalten bereits Maßnahmen, wie sie auch die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vorsieht. Nach den dramatischen Hochwasserereignissen des Jahres 2005 wurde das Gesetz im Hinblick ucia Ana Varga, Secretary of State for Water Management at the Romanian Ministry of Environment, has been the new President of the International Commission for the Protection of the Danube River (ICPDR) since 22nd January this year. Varga views her country mainly as a connecting link to non-eu member states in the Danube River Basin. The goal primarily is to assist these countries in implementing the EU Water Framework Directive. With respect to controversial navigation projects in the Danube Delta, the new ICPDR President proposes to the Ukraine to work together closely on a clear management plan for the affected region, yet also urges the latter to observe international law. She also suggests that Romania as well as its neighbours reduce their nutrient inflows and establish flood risk assessment schemes. Without doubt the most important items on the ICPDR agenda in 2007 will be the Joint Danube Survey to be launched in August and giving the go-ahead for the development of a Danube River Basin Management Plan. for developing and sustaining solidarity within the river basin, the respective basin committees need to be actively involved in the decision-making processes (also) concerning water management. The basin committees also substantially contribute to raising public water awareness by disseminating the water conservation message and the benefits resulting therefrom also for individuals among a wider public; the polluter pays principle has to be applied; water is also regarded as an economic factor; water resources management has to be carried out within river basins in keeping with the provisions laid down in the EU Water Framework Directive (WFD). Much has been achieved in Romania since the political turnabout, also in terms of water management. The country has meanwhile transposed all relevant EU Directives into national law! The main legal act in this field is Water Law no. 107/1996. The subsequent amendments to this law already include provisions such as those envisaged in the WFD. Following the dramatic flood events of 2005, the law was modified with a view to enhancing flood control measures and harmonizing water-specific regulations with those relating to civil protection. Romania, through its integration in the International Commission for the Protection of the Danube River, is also involved in activities relating to the Danube River Basin Management Plan. The relevant document to be completed by 2009 shall provide a comprehensive overview of the joint activity programme within the Danube River Basin. The Romanian priorities for sustainable water management are: covering the source water demands for the urban and rural population by: capitalising available capacities and exploring new sources to 10

3 S 09-13, Rumänien-do.engl.corr :53 Uhr Seite 3 auf einen erhöhten Schutzbedarf modifiziert und mit Regelungen für den Zivilschutz abgestimmt. Rumänien ist durch seine Integration in die International Commission for the Protection of the Danube River (IKSD) auch in die Arbeit am Danube River Basin Management Plan eingebunden. Das Dokument soll 2009 vorliegen und wird dann einen vollständigen Überblick über das gemeinsame Maßnahmenprogramm im Donauraum geben! Die Prioritäten sind festgelegt Rumänien setzt im Sinn einer nachhaltigen folgende Prioritäten: Die Abdeckung des Wasserbedarfs der städtischen und ländlichen Bevölkerung durch Aktivierung aller verfügbaren und Erschließung neuer Ressourcen zwecks Ausgleich von Versorgungsdefiziten, die verstärkte Nutzung von Grundwasservorkommen zur Versorgung entlegener Dörfer. Die Weiterentwicklung von zentralen Wasserver- und Abwasserentsorgungsnetzen durch Kapazitätserhöhung der Kläranlagen bei gleichzeitigem Einsatz moderner Abwassertechnologien, Ausbau der Speicherkapazität der Ausgleichsbehälter, Rehabilitation und Ausbau der Wasserversorgungs- und Kanalnetze in Ballungsräumen, Entwicklung solcher Netze in bisher kaum berücksichtigten ländlichen Regionen. Die Hebung bzw. Sicherung der Qualität der Rohwässer durch Rehabilitation und Weiterentwicklung der vorhandenen Kläranlagen, die Errichtung neuer Kläranlagen in Siedlungsräumen mit mehr als Einwohnergleichwerten, Verbesserung der wasserrelevanten Produktionsabläufe in der Industrie, Rehabilitation und Ausbau von industriellen Kläranlagen. Verbesserung des Hochwasserschutzes durch die Errichtung von Reservoiren, Poldern und Deichen bei gleichzeitigem Schutz von Feuchtgebieten, Verbesserungen bei der Wildbachverbauung einschließlich der Aufforstung von Schutzwäldern, Maßnahmen gegen die Bodenerosion und Dränage-Arbeiten, Modernisierung der Informationssysteme. Bessere Nutzung der vom Wasser gebotenen Potenziale durch die Errichtung neuer Wasserkraftwerke und die Modernisierung der Wasserstraßen. Die Renaturierung der Flüsse durch die Entwicklung von Habitaten im Sinne der Biodiversität (z. B. im Zusammenhang mit dem Projekt Green Corridor am Donau-Unterlauf) und die Sicherstellung ökologisch verträglicher Ablaufregime, Steigerung des Verantwortungsbewusstseins der Gesellschaft beim Umgang mit den Gewässern. Alle genannten Prioritäten spiebalance out deficiencies in water supply; enhancing groundwater resource utilisation to supply also remote villages with water; improving and developing centralised water supply and wastewater disposal infrastructure by: extending wastewater treatment plant capacity while introducing state-of-the-art treatment technologies; increasing the storage capacity of balancing reservoirs; rehabilitating and extending the water distribution and sewer systems in densely populated areas; developing such networks in the hitherto neglected rural areas where they don t exist; improving and sustaining the quality of raw water resources by: rehabilitating and developing existing wastewater treatment plants; building new wastewater treatment plants in urban settlements with a population equivalent of over 2,000; upgrading industrial production processes related to water; rehabilitating and extending industrial wastewater treatment plants; enhancing flood control measures by: building reservoirs, polders and embankments while at the same time protecting wetland zones; improving torrent flood control installations including protective afforestation works; installing soil erosion control and drainage works; modernising information systems; making optimal use of the water s potential by: building new hydropower stations and modernising waterways; revitalising rivers by: developing habitats to foster biodiversity (such as the Lower Danube- Green Corridor) and ensuring ecologically sound discharge regimes; raising public awareness of the need to protect our water bodies. All these priorities are reflected in the medium- and long-term strategies set up by the government. They will be implemented in the form of projects financed through national as well as international funds (in particular EU funds). Responsibility for drinking water supply as well as wastewater disposal and treatment lies with the local authorities. Water users are obliged Grabungsfreie Rohrsanierung TV-Diagnostik. Kanaldatenbank Dichtheitskontrollen. Leitungsreinigungen Sanierungskonzepte. Projektdurchführung Kommunaltechnik. Hochbau. Tiefbau bezahlte Anzeige A-4203 Altenberg bei Linz, Bruckbachweg 23 Tel.: +43 (0)7230/7213-0, Fax: +43 (0)7230/

4 S 09-13, Rumänien-do.engl.corr :53 Uhr Seite 4 Wasser- und Abwassergebühren in Rumänien In Rumänien verfügen zurzeit nur etwa 65 % der Bevölkerung über einen Anschluss an eine öffentliche Wasserversorgung. Der Wasserpreis für den Endverbraucher setzt sich aus einer von der entnommenen Rohwassermenge abhängigen Wassergewinnungsgebühr, einer für die Abwassereinleitung in Wasserkörper eingehobenen Einleitungsgebühr und einer Wasserverbrauchsgebühr (diese wird zur Abdeckung der operativen Kosten der WVU verwendet) zusammen. Die Wassergewinnungsgebühr ist in ganz Rumänien einheitlich, variiert jedoch im Zusammmenhang mit der Herkunft und dem Verwendungszweck des Wassers. So schlagen für die Versorgung von Haushalten, Industrie und Viehzucht aus kleineren Flüssen entnommene Wässer (Angaben gültig für jeweils m 3 ) mit 5 zu Buche; Wasser, das zur Stromgewinnung dient, wird hingegen mit nur 0,02 berechnet. Aus dem Grundwasser gewonnene Rohwässer kosten für Haushaltszwecke 6, für die Industrie 2,75 und für die Viehzucht 3,5. Die Gebühren gelten für alle Rohwasserentnahmen bzw. für alle Wässer, die an die WVU weiter veräußert werden. Die Einleitungsgebühr besteht aus zwei Komponenten: Aus einem Tarif, der für Abwassereinleitungen innerhalb bestimmter Konzentrationsgrenzen gilt, und einer Strafgebühr für Abwassereinleitungen, die über diese hinausgehen. Die Endverbraucherpreise variieren und hängen u. a. davon ab, welche Rohwässer und Technologien einem WVU zur Verfügung stehen, wie hoch die Einleitungsgebühren sind und welche Hochwasserschutzmaßnahmen im Gebiet notwendig sind. Die Gebühren für die bezogenen Rohwässer werden den lokalen WVU von den Apele Romane in Rechnung gestellt, die in diesem Zusammenhang vom Büro für den Wettbewerb kontrolliert werden. Die Endverbraucherpreise müssen vorab von der jeweiligen Stadtverwaltung genehmigt werden. Gegenwärtig hat der Konsument zwischen 0,59 /m 3 und 0,71 /m 3 Trinkwasser zu entrichten. Das durchschnittliche monatliche Haushaltseinkommen beträgt gegenwärtig ca In einem durchschnittlichen Haushalt sind davon rund 2,5 bis 3 % für die Wassergebühren aufzuwenden. Die Abwassergebühren bewegen sich zwischen 0,20 /m 3 und 0,26 /m 3. Zurzeit werden etwa 50 % der Wasserverbräuche über Zähler ermittelt, der Rest wird geschätzt. Quelle: Ministry of Environment and of Romania, Directorate Water and wastewater service fees in Romania Currently, only 65 % of the Romanian population has access to the public water supply network. The water price for end users comprises a water extraction fee (based on the amount of raw water extracted), a water discharge fee (levied for the discharge of waterwater into receiving water bodies), and a water consumption fee (covering the operating cost of water supply companies). The water extraction fee is uniform throughout Romania, but varies according to the origin and use of water. Water abstracted from smaller rivers for households, industry and livestock costs 5 (per 1,000 m 3 ), whereas water for power generation costs only Raw water abstracted from groundwater resources costs 6 for households, 2.75 for industry and 3.5 for livestock. Charges apply for any kind of raw water abstraction and for all types of water sold to water supply companies. The water discharge fee comprises two components: a tariff for discharges within mandatory concentration limits and a penalty for discharges exceeding these limits. The resulting end user prices are subject to variations and, among other things, depend on the raw water categories and technologies available to water supply companies, on the discharge fees levied and on the type of flood control measures required within a region. The fees which the Apele Romane levy from local supply companies are closely monitored by the Office of Competition. End user prices must be approved by the respective municipalities. End users currently pay between 0.59 /m 3 and 0.71 /m 3 for drinking water. The average monthly household income is approximately 175, about % of which is spent on water service fees. Wastewater charges are in the range of 0.2 /m 3 to 0.26 /m 3. At present, about 50 % of the water consumption is metered, the other half estimated. geln sich in den mittel- und langfristigen Strategien der Regierung wider. Ihre Umsetzung erfolgt in Form von Projekten, die aus nationalen wie internationalen Fonds, und hier im Besonderen aus solchen der EU, finanziert werden. Die direkte Verantwortung für die Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung und -behandlung liegt bei den lokalen Behörden. Wasser-Nutzer, deren Aktivitäten im Unglücksfall zu einer Verschmutzung der Ressource führen könnten, sind dazu angehalten, selbst Pläne auszuarbeiten bzw. vorzulegen, wie dies verhindert oder solchen begegnet werden kann. Besonderes Augenmerk wird in Rumänien auch auf den Schutz und die Rehabilitation der Küstenzonen des Schwarzen Meeres gelegt. Die Gelder dafür stammen direkt aus dem Budget oder kommen aus anderen Quellen wie z. B. Beihilfen ( Grants ). Um den gesetzlichen Rahmen für entsprechende Projekte zu schaffen, wurde das Gesetz für das integrierte Management der Küstenzonen (202/2002) mit einem Zusatz versehen. Darin berücksichtigt sind sowohl die geographischen Gegebenheiten der Küstenzonen bzw. die dadurch gesetzten Grenzen als auch die Identifizierung der finanziellen Mechanismen für deren Management und die Einbindung der Öffentlichkeit in die Entscheidungsprozesse. Ein alle Stakeholders einbindender Entwurf einer Nationalen Strategie für ein integriertes Küstenzonen-Management wurde bereits entwickelt. Hochwasserschutz verfolgt Ansatz Living with the Water Im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz hat das Ministerium für Umwelt und eine kurzfristige Risiko-Management-Strategie erarbeitet, die auf Empfehlungen der EU und im Besonderen auf den in der WRRL formulierten Zielen basiert. Die rumänische Hochwasserschutzstrategie folgt damit dem Gedanken der Nachhaltigkeit und dem neuen europaweiten Ansatz, dem Wasser mehr Platz einzuräumen ( Living with the Water ). to devise and submit their own plans for preventing or controlling accidental pollution which may occur as a result of their activity. In Romania, particular attention is also being paid to protecting and rehabilitating the coastal zones of the Black Sea. Funds allocated to these projects are derived from the state budget as well as from other sources, such as grants. To create a proper legal framework for such projects, the Law on Integrated Costal Zone Management (202/2002) has been amended by specific provisions that take account of the geographical situation of the coastal zones and the resulting boundaries, identify the financial mechanisms for managing these coastal zones, and ensure public involvement in decision-making processes. The draft of a National Strategy for an Integrated Coastal Zone Management involving all relevant stakeholders has already been developed. The Ministry of Environment and has developed a short-term flood risk management strategy, which is based on EU recommendations and in particular the objectives laid down in the WFD. Romania s flood control strategy thus follows the sustainability principle and adopts the new European approach more space for water (living with the water). In order to improve the legislative framework and tackle the problems resulting from the flood events of 2005, efforts are currently undertaken to amend Law no. 107/1996. The amended aqua press INTERNATIONAL 1/

5 S 09-13, Rumänien-do.engl.corr :53 Uhr Seite 5 Um den Rechtsrahmen weiter zu verbessern und den im Zuge der Hochwässer des Jahres 2005 klar gewordenen Problemen besser begegnen zu können, wird zurzeit die Modifizierung des Gesetzes Nr. 107/ 1996 vorangetrieben. Vorgesehen sind eine verstärkte Kontrolle, die verbesserte Abstimmung der besonderen Bedürfnisse von und Katastrophen-Management sowie eine Strategie für die Information der Öffentlichkeit vor, während und nach einem Hochwasserereignis. In Ergänzung dazu hat Rumänien zwischen 2004 und 2006 ein PHARE -Projekt zur technischen Unterstützung initiiert, das folgende Punkte zum Ziel hat: die Entwicklung einer mittelund langfristigen Hochwasser-Management-Strategie; die Erarbeitung eines Hochwasserrisiko-Management-Plans ; die Bereitstellung einer geeignten Methodik, um den Hochwassergefahren zu begegnen einschließlich der Entwicklung von Risiko-Karten. Pilotgebiet in diesem Zusammenhang ist das Einzugsgebiet des Flusses Siret; die Entwicklung vorbeugender Maßnahmen zur Entschärfung der Hochwasserrisiken; verstärktes Bewusstmachen der Hochwasserrisiken in der Bevölkerung; Dokumentation von drei Invest- Projekten, die geeignet sind, aus Struktur-/Kohäsions-Fonds finanziert zu werden. Einbindung der Öffentlichkeit als entscheidend erkannt Der Erfolg eines integrierten Wasserressourcen-Managements hängt wesentlich von einer erfolgreichen Zusammenarbeit auf allen Ebenen ab. Grundlage dafür ist eine hohe Sensibilität für den Ressourcenschutz in der Bevölkerung. In Zusammenhang mit den in der WRRL vorgesehenen Maßnahmen hat das Ministerium für Umwelt und folgende beiden Erlässe zur Begutachtung ausgesandt: Erlass Nr. 1044/2005 sieht Mechanismen für die Einbindung der Öffentlichkeit in Entscheidungsprozesse vor. Der Erlass Nr. 1012/2005 räumt der Bevölkerung den Zugang zu Informationen im Zusammenhang mit dem Wasser-Management ein. Basis für das 2005 gestartete und 2006 abgeschlossene Pilotprojekt Sauberer Crisuri bildeten zwei Strategien, die vom Ministerium zusammen mit dem Crisuri-Wasser- Direktorat für Kinder bzw. für Erwachsene entwickelt worden sind und die sich mit der Bedeutung des Wasser-Schutzes beschäftigen. Das dem Artikel 14 der EU-WRRL folgende Projekt fand an fünf Orten im Crisuri-Einzugsgebiet statt. Internationale Zusammenarbeit großgeschrieben Rumänien ist stets bemüht, im Wasserbereich auftretenden Problemen in einem größeren, bilateralen, aber auch multilateralen Rahmen zu begegnen. Als Unterzeichner internationaler Konventionen wie der Donauschutzkonvention, der Konvention zum Schutz des Schwarzen Meeres, oder der Helsinki-Konvention, setzt das neue EU-Mitglied ständig Initiativen, um die darin vorgesehenen Maßnahmen sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene umzusetzen. Rumänien ist überdies bilaterale Abkommen für das Management grenzüberschreitender Wasserläufe eingegangen und zwar mit Jugoslawien/Serbien (1955), Ungarn (2004), der Ukraine (1997) und Bulgarien (2004). Dieses Ziel verfolgen auch jene Verhandlungen, die Rumänien zurzeit mit der Republik Moldawien führt. Anders verhält es sich mit jenen Abkommen bzw. Absichtserklärungen, die das Land mit den Niederlanden, Frankreich und der VR China unterzeichnet hat. Neben dem allgemeinen Know-how- und Erfahrungsaustausch geht es dabei vor allem um Schulungsmaßnahmen im Hinblick auf das Capacity Building, aber auch um die gemeinsame Durchführung bestimmter Projekte. Ministry of Environment and Water Management of Romania Directorate State Secretary Mag. Lucia Ana Varga Phone: ++40/ version envisages improving monitoring and inspection activities, attuning the interests of water management to those of disaster management, and devising a public information strategy for the time before, during and after a flood event. In the period, Romania also initiated a complementary PHARE project which provides technical support through the following tasks: developing a medium- and long-term strategy on flood risk management; elaborating a flood risk management action plan; introducing a set of adequate flood risk management methods, including the development of risk maps (with the Siret River Basin serving as pilot area); devising preventive measures for flood risk mitigation; raising public awareness of flood risks; documenting three investment projects eligible for financial support under the EU Structural and Cohesion Funds. The success of an integrated water resources management programme vitally depends on the fruitful cooperation of stakeholders at all levels. This can only be achieved by fostering public awareness of the necessity of sustainable water resources management. In accordance with the provisions of the WFD, the Ministry has submitted two ministerial orders for approval: Order no. 1044/2005 envisages procedures for public consultation in decision-making processes; Order no. 1012/2005 grants the public access to information regarding water management. The pilot project Clean Crisuri (concluded in 2006) was based on two public education strategies for children and adults which the ministry designed together with the Crisuri Water Directorate and which deal with the importance of water conservation. The project, being modelled on Article 14 of the WFD, was carried out in five different locations of the Crisuri Basin. Romania constantly seeks to approach all arising water problems in a wider context, at bilateral and multilateral level. By participating in various international conventions such as the Convention for the Protection of the Danube River, the Black Sea Convention, or the Helsinki Convention, Romania undertakes consistent efforts to implement the provisions of these documents at a national as well as international level. Romania has also signed bilateral agreements on transboundary watercourse management with Yugoslavia/Serbia (1955), Hungary (2004), the Ukraine (1997) and Bulgaria (2004). Romania seeks to address the same objectives in its current negotiations with the Republic of Moldova. The agreements and memorandums of understanding which Romania has signed with the Netherlands, France and the People s Republic of China are of a different nature: in addition to the general exchange of know-how and experience, these are mostly concerned with capacity-building measures and collaboration on specific projects. aqua press INTERNATIONAL 1/

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