EDI- Implementation Guidelines der VOLKSWAGEN AG

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1 Ausgabestand: März 2015 Seite: 1 EDI- Implementation Guidelines der VOLKSWAGEN AG Informationsschrift für die Lieferanten der VOLKSWAGEN AG im Belieferungsprozess für produktives Material, Originalteile,lagerhaltiges A- Material und Sonstiges im Bereich E-Invoiving Dieses Dokument sowie nachrichtenspezifische EDI-Guides finden Sie in der aktuellen Fassung im Internet unter: r_datenaustausch/edi_guidelines.portlet.html VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 1

2 Ausgabestand: März 2015 Seite: 2 Inhaltsverzeichnis Seite 1. EDI BEI VOLKSWAGEN / AUDI EDI-Standards: VDA / ODETTE / EDIFACT Überblick zum EDI-Einsatz bei VOLKSWAGEN Materialabruf Materialanlieferung EDI-Nachrichten-Implementierungsmatrix Volkswagen WebEDI-Einsatz bei Volkswagen DER EDI-GESCHÄFTSPROZESS BEI VOLKSWAGEN EDI im Entwicklungs- und Konstruktionsprozess EDI im Materialabrufprozess Lieferabruf / Lieferübersicht EDI im Transport und Belieferungsprozess WebEDI im Transport- und Belieferungsprozess Belieferung an VOLKSWAGEN-Anlieferstellen Lieferungen über Kommissionsläger (Lieferantenmaterial) Abholsteuerung (AMES-T) JiT/JIS-Anlieferung Besonderheiten ŠKODA und SEAT Einbindung der Spediteure im traditionellen Belieferungsprozess Einbindung der Spediteure im AMES-T-Prozess Packmittelsteuerung (Behältersteuerung) EDI-IMPLEMENTIERUNGSHINWEISE Anwendung der EDI-Standards bei VOLKSWAGEN Dateinamenskonventionen bei VOLKSWAGEN Der EDIFACT/ODETTE-Nutzdatenrahmen Lieferabruf Feinabruf Abrufvorschau und Versandabruf Lieferschein- und Transportdaten Kommissionslager-Daten / JiT/JIS-Tagessammellieferschein Sendungsbegleitende Belege Warenanhänger Packmittel-(Ladungsträger)daten VDA Code-Listen und allgemeine Datenfelder bei VOLKSWAGEN Hinweise auf öffentliche Code-Listen und Schlüsseltabellen VW/Audi-spezifische nachrichtentypübergreifende Datenfelder Hinweise zum VW/Audi - EDI-Datenkatalog EDI-FUNKTIONSSTELLEN UND ANSPRECHPARTNER IN DER VW AG 37 VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 2

3 Ausgabestand: März 2015 Seite: 3 1. EDI bei Volkswagen / Audi Vorwort Dieses Dokument beschreibt den Belieferungsprozess für produktives Material und die Anwendung der Nachrichtenstandards im Elektronischen Datenaustausch (EDI) zwischen den europäischen Werken der Marken AUDI, AUDI de México, Bentley, Lamborghini, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Volkswagen Pkw, Škoda auto,škoda Autpo India, Aurangabad, Volkswagen Argentina, Volkswagen Russland, Volkswagen Indien und VW Group of America (Chattanooga) (aus Vereinfachungsgründen nachfolgend VOLKSWAGEN genannt) und ihren Zulieferern. Andere Marken und außereuropäische Werke der VOLKSWAGEN AG haben EDI-Guides in Anlehnung an diese EDI- Implementation-Guidelines erstellt. Die EDI-Verfahren gelten über das Produktionsmaterial hinaus auch für lagerhaltiges Allgemeines (Verbrauchs-) Material und für Originalteile (Ersatzteile). Basis und Referenz der Prozess- und Detailbeschreibungen sind im VDA erarbeitete und veröffentlichte VDA-Empfehlungen. Der VDA veröffentlicht Verwendungsempfehlungen auch für die ODETTE-Nachrichtentypen und weiteren ODETTE-Standards (z.b. ODETTE- Warenanhänger) sowie für ODETTE-Subsets von EDIFACT-Nachrichtentypen. Darüber hinaus kommen bei VW auch EDIFACT-Nachrichtentypen zum Einsatz, die nicht auf VDAoder Odette-Empfehlungen basieren. Diese Dokumentation und weitere nachrichtenspezifische Guides beinhalten nur ergänzende Informationen zu den VDA-Empfehlungen und Odette- Standards. Daher ist die Verfügbarkeit der relevanten VDA-Empfehlungen und Odette-Beschreibungen unverzichtbare Voraussetzung bei der Implementierung von EDI-Technik und Nachrichten. Die VDA-Empfehlungen sind auf den Internetseiten des VDA verfügbar (www.vda.de). Die Dokumentation zu den ODETTE-Standards sind über die jeweiligen nationalen ODETTE- Organisationen zu beziehen. Die Anwendung der in der VOLKSWAGEN AG genutzten EDIFACT-basierten Nachrichtentypen ist in separaten Nachrichten-Guides detailliert beschrieben. Zum Verständnis von Struktur und Inhalten dieser Nachrichtentypen sind i.d.r. keine weiteren Standard-Dokumentationen der Organisationen erforderlich. Die EDIFACT- Nachrichten-Guides gelten teilweise auch für die Marken Skoda und SEAT. Änderungen oder Ergänzungen zur EDI-Implementierung in den Werken der VOLKSWAGEN AG werden wir für Sie im erforderlichen Umfang auf der B2B-Plattform zur Verfügung stellen. Von unseren nicht EDI-fähigen Zulieferern erwarten wir die Nutzung und Bedienung der Web-basierten Anwendung WebEDI für Liefer und Feinabrufe sowie Lieferscheindaten. Die Anwendung versorgt die für die Applikation freigeschalteten Lieferanten mit aktuellen Material-Bedarfsinformationen (Abrufdaten) und unterstützt den Dispositions- und Belieferungsprozess. Die in unseren Werken erwarteten Liefer- und Transportdaten können mit WebEDI einfach auf Basis der Lieferabrufe aufbereitet werden. Feinabrufdaten und das fixierte AMES-T Versandsoll werden in der Aufbereitung ebenfalls berücksichtigt. Mit WebEDI können alle erforderlichen Standardbelege erstellt werden. Die vollständige Integration von EDI-Daten in die Prozesse beim Lieferanten ist jedoch nur mit klassischem EDI gewährleistet. Um mit der Anwendung WebEDI arbeiten zu können, muss der Lieferant auf der Lieferantenplattform und als WebEDI-Nutzer in der Teilnehmerverwaltung mit DUNS- und Lieferantennummer (inkl. Index) registriert sein. VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 3

4 EDI Trading Partner Ausgabestand: März 2015 Seite: 4 EDI - Electronic Data Interchange Austausch von strukturierten Geschäfts- und Produktdaten zwischen externen Partnern auf der Basis von Standards EDI Trading Partner File Transfer Softwar eee EDI Converter EDI System Netzverbindungen Kommunikationsstandards OFTP/ISDN, OFTP/TCP.IP (ENX) Nachrichtenstandards VDA / ODETTE / X.12 / ODETTE-EDIFACT / EDIFACT File Transfer Software EDI Converter EDI System Anwendungs- Systeme Nachrichtentypen Lieferabruf / Feinabruf / Lieferschein / Gutschrift u.a. Anwendungs- Systeme Abb. 1: Was ist EDI? Top 1.1. EDI-Standards: VDA / ODETTE / EDIFACT EDI (Electronic Data Interchange) ist der Austausch von strukturierten Geschäftsdaten (z.b. Lieferabruf, Feinabruf, Lieferschein- und Transportdaten, Gutschrift) zwischen den Informationssystemen von externen Partnern auf Basis von Nachrichtenstandards (VDA, ODETTE, EDIFACT) und Kommunikationsstandards (ODETTE File Transfer Protokoll für den Bereich der europäischen Automobilindustrie). EDI ist unverzichtbar für schlanke, effiziente Geschäftsprozesse mit unseren Lieferanten von Produktionsmaterial und Originalteilen und stellt die Voraussetzung für eine optimierte Zusammenarbeit zwischen Kunden und Lieferanten dar. Der EDI-Nutzen ist auf beiden Partnerseiten gegeben, auch auf Lieferantenseite. Volkswagen und Audi erwarten auf der Lieferantenseite die integrierte EDI-Unterstützung des gesamten Geschäftsprozesses. Der EDI-Nutzen beim Lieferanten entsteht im Prozess mit einer Integration der EDI-Nachrichten zu den Inhouse-Systemen, wobei die Nachrichten datenseitig jeweils aufeinander aufbauen. VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 4

5 Ausgabestand: März 2015 Seite: 5 VOLKSWAGEN nutzt die folgenden EDI-Standards: VDA Verband der Automobilindustrie EDIFACT Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport Der VDA hat als einer der ersten Industrieverbände bereits 1975 zur besseren Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Zulieferern die Entwicklung von Nachrichtenstandards initiiert. Die erste Nachricht Lieferabruf wurde 1978 eingesetzt. Als Ergebnis entstanden und entstehen neben Nachrichtentypen und DFÜ- Protokollvereinbarungen auch Verfahrensempfehlungen für den Belieferungsprozess. Mit der Europäisierung der Geschäftsbeziehungen entstand 1984 die ODETTE-Initiative wurde die EDIFACT-Initiative mit dem Ziel gegründet, einen weltweiten branchenunabhängigen Nachrichtenstandard auf der Basis der ISO 9735 Syntax zu erarbeiten. Die EDIFACT/ISO-Syntax hat eine variable Datenstruktur. ODETTE entwickelte in einem ersten Schritt eigene Nachrichtentypen, die jedoch kompatibel zur EDIFACT-Syntax ISO 9735 sind. Die Migration der alten ODETTE-Nachrichtentypen zu ODETTE/EDIFACT-Subsets ist weitgehend abgeschlossen. Der VDA wird für Subsets, die im Bereich des VDA relevant sind, VDA-Empfehlungen herausgeben. Die Weiterentwicklung der alten ODETTE- Nachrichtentypen sowie der VDA-Nachrichtentypen auf Basis von festen Satzstrukturen wurde eingestellt. In der weltweiten Joint Automotive Initiative (JAI) wurden beginnend in 2001 unter Mitwirkung von Vertretern aus VDA-Mitgliedsfirmen Automotive Subsets der für den Belieferungsprozess wichtigsten EDIFACT-Nachrichten entwickelt. Durch ODETTE definierte Subsets erfüllen nicht in allen Fällen die Anforderungen der VOLKSWAGEN AG. Daher nutzt VOLKSWAGEN auch Nachrichten, die dem EDIFACT- Standard entsprechen aber nicht den Odette-Subsets aus EDIFACT. Seit 1995 werden im VW/Audi-Belieferungsprozess ODETTE/EDIFACT-Subsets eingesetzt. Im weiteren EDI-Ausbau ist geplant, weitere EDIFACT-Nachrichten zu implementieren, bei Verfügbarkeit auch geeignete ODETTE/EDIFACT-Subsets. Bei implementierten Nachrichtentypen setzen wir EDIFACT-basierte Nachrichten ebenfalls parallel zu eingeführten VDA- und ODETTE-Nachrichtentypen ein. Es ist geplant, in einem kontinuierlichen Auslauf die VDA- und ODETTE-Nachrichten weiterhin anzubieten. VOLKSWAGEN bleiben die alten VDA-Nachrichtentypen mit fester Satzstruktur so lange im Einsatz, bis notwendige Erweiterungen des Datenumfanges eine Ablösung erzwingen. Mittelfristig werden wir die bereits für Volkswagen festgelegten EDIFACT- Nachrichtenstrukturen an die globalen JAI EDIFACT-Subsets anpassen. Als DFÜ-Protokoll hat sich das ODETTE File Transfer Protokoll (OFTP) für den Dateiversand durchgesetzt. Mit Verabschiedung der OPFTP Version 2 wird VOLKSWAGEN über diese Verbindung einen Nachrichtenaustausch anbieten. Top VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 5

6 Ausgabestand: März 2015 Seite: Überblick zum EDI-Einsatz bei VOLKSWAGEN Die nachfolgenden Informationen geben einen Überblick über den Stand der EDI- Implementierung bei Volkswagen und Audi. Ein tabellarischer Überblick zum beabsichtigten Ausbau mit weiteren EDI-Nachrichtentypen wird im Abschnitt gegeben. Weitere Vorschriften für den Belieferungsprozess bei Volkswagen und Audi (z. B. Allgemeine Versandvorschrift, Verpackungsanweisung) sind parallel zu beachten Materialabruf Im Standardverfahren erhalten Lieferanten einen EDI-Liefer- oder Feinabruf abruf als VDA 4984 Global DELFOR. Der Versandabruf als elektronisches Pick-Up-Sheet wird bei VOLKSWAGEN als Abholauftrag im AMES-T-Prozess eingesetzt. Als Versandabruf wird als ODETTE/EDIFACT Subset CALDEL/DELJIT von Volkswagen übertragen. Ein weiterer Direktabruf CALDEL wird für die Steuerung der Direktanlieferung im Originalteil-Streckengeschäft als Ergänzung zum Lieferabruf eingesetzt. Der Produktionssynchrone Abruf (PAB) wird bei VOLKSWAGEN nur in speziellen Fällen bei auftragsbezogener Sequenzsteuerung (JiT) von Fahrzeugkomponenten eingesetzt. Bei neuen JiT-Installationen kommt das ODETTE/EDIFACT Subset SYNCRO/DELJIT als PAB und für modulspezifische Vorschaudaten zum Einsatz. Lieferanten im Neuen Logistik-Prozess (NLK) erhalten eine Abrufvorschau in den Formaten VDA 4905,EDIFACT DELFOR und VDA 4984 Global DELFOR. Sie dient zur Produktionseinplanung des Lieferanten. Der verbindliche Abruf im NLK-Prozess erfolgt mit dem Versandabruf (VAB) im Format GLOBAL DELJIT als elektronisches Pick-up-Sheet Materialanlieferung EDI Lieferschein- und Transportdaten erwarten wir zwingend sowohl für die traditionelle Belieferung an VOLKSWAGEN-Abladestellen als auch für Lieferungen an Kommissionsläger oder Externe Dienstleister. Auch bei der Belieferung im AMES-T-Prozess sind bei der Abholung die Lieferschein- und Transportdaten zu senden. Wir erwarten hier entweder die VDA 4913 in der Version 3 oder 4 oder die EDIFACT-DESADV. Bei Übertragung von EDI Lieferschein- und Transportdaten erwarten wir sendungsbegleitend Transport- und Sendungsbelege gemäß VDA Für Anlieferungen im NLK-Prozess werden die sendungsbegleitenden Dokumente als Pick-up-Sheet (PUS) in einem modifierten Format VDA 4939 erwartet. Grundsätzlich kann dieses Format jedoch auch für konventionelle Anlieferungen verwendet werden. Die Kennzeichnung der in der VOLKSWAGEN AG angelieferten Waren an den Packstücken erfolgt mit dem JAI Global Transport Label GTL verbindlich für alle Anlieferungen ab Bei Anlieferungen im Rahmen NLK wird die Nutzung des GTLs zwingend vorausgesetzt. VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 6

7 Ausgabestand: März 2015 Seite: 7 Im JiT-Standardprozess bei VW/Audi wird ein Tagessammellieferschein (TSL) im Format 4913 oder EDIFACT-RECADAV erstellt. Der TSL wird immer von VOLKSWAGEN an den Lieferanten übertragen. In den Informationsverbund sind unsere Gebietsspediteure einbezogen.die Spediteure erhalten vom Lieferanten eine Kopie der EDI Lieferschein- und Transportdaten an VOLKSWAGEN. Die EDI-Verbindung ist bilateral zwischen Lieferanten und dem verantwortlichen Gebietsspediteur zu vereinbaren. Alternativ können die Lieferschein- und Transportdaten auch von VOLKSWAGEN an die Gebietsspediteure übermittelt werden. Dies ist im Einzelfall mit den zuständigen EDI-Koordinatoren der Marken abzustimmen. Im AMES-T-Prozess erhält der Spediteur einen EDI-Transportauftrag aus unserem AMES-T- System. Der Gebietsspediteur sendet an Volkswagen je Frachtträger Anlieferdaten im Format VDA 4921 mit Angabe aller Sendungen / Lieferscheine. Die Anlieferungsdaten nach VDA 4921 von unseren Spediteuren nutzen wir zur vereinfachten Eingangserfassung der kompletten Ladung eines Frachtträgers. Für die Bestandsführung und Bewegungsmeldung unserer Packmittel (Ladungsträger) setzen wir die VDA 4927 ein. Wir erwarten, dass die von uns gesendeten Nachrichten beim Lieferanten empfangen und ausgedruckt werden können. Die Lieferanten erhalten von uns monatlich den Kontovollauszug mit Bewegungsmeldungen. Alle Behälterinformationen können (alternativ) in der LISON-Web-Anwendung unseres Packmittel-Managements abgerufen werden. Die Packmittelanforderung (Leergut) kann nur über die WEB-Anwendung erfolgen. Packmittel-Korrekturmeldungen sind ebenfalls nur über die WEB-Applikation möglich. VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 7

8 Ausgabestand: März 2015 Seite: EDI-Nachrichten-Implementierungsmatrix Volkswagen Prozess Lieferabrufdaten LAB Vorschaudaten JIS Feinabrufdaten FAB Vorschaudaten JIS VDA (alte Struktur) EDIFACT/ODETTE- Subs. EDIFACT-Bezeichnung ODETTE-Bezeichnung VDA-Empfehlungs-Nr VDA-Empfehlungs-Nr Hinweis auf VW-Einsatz Hinweis auf VW-Einsatz DELFOR DELINS V4R0 VDA 4905 im Einsatz Auslauf Dez VDA 4915 DELFOR D97A Im Einsatz Auslauf Dez DELFOR DELINS V4R0 D96A VDA Global Messages VDA 4984 Global DELFOR VDA 4984 Global DELFOR im Einsatz Auslauf Dez Abrufvorschau NLK VDA 4905 Auslauf Dez DELFOR D97A Im Einsatz Auslauf Dez DELFOR DELINS V4R0 VDA 4984 Global DELFOR Versandabruf NLK VAB DELFOR D97A Im Einsatz Auslauf Dez GLOBAL DEJIT JAI EDIFACT D.04B; 2006 VDA 4985 Global DELJIT Ab 2015 geplant Kanban-Feinabrufdaten - DELJIT KANBAN DELINS V4R0 D96A VDA 4985 Versandabrufdaten an Zulieferer VAB -- DELJIT D97A Im Einsatz - DELJIT CALDEL V1R0 -- DELJIT D97A Im Einsatz Einsatz nicht geplant Bei Abholsteuerung mit AMES-T Direktabruf OT DELJIT VDA 4985 geplant CALDEL V1R0 - für Direktbelieferung im OT-Streckengeschäft JiT-Abrufdaten Produktionssynchroner Abruf, Vorschaudaten PAB, REF, SEV DELJIT D96 A Im Einsatz DELJIT D96A VDA 4986 Einsatztermin offen SYNCRO V3R1 VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 8

9 Ausgabestand: März 2015 Seite: 9 Nutzungskonzept in Spezial-JiT-SW DELJIT D96A und DELJIT D95 B im Einsatz VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 9

10 Ausgabestand: März 2015 Seite: 10 Nachricht VDA (alte Struktur) EDIFACT/ODETTE Subset Nachrichtentyp EDIFACT-Bezeichnung Kurzbezeichnung ODETTE-Bez. / Directory VDA-Empfehlungs-Nr VDA-Empfehlungs-Nr Hinweis auf VW-Einsatz Hinweis auf VW-Einsatz Lieferschein- und Transportdaten MAT VDA 4913/2, ff im Einsatz Auslauf Dez VDA Global Messages DESADV VDA 4987 ab Mitte 2015 AVIEXP V5R1 D96A Im Einsatz Auslauf Dez Perlenketten-Monitoring DESADV VDA 4987 (PK-Monitoring) AVIEXP V5R1 D96A geplant Kommissionslager- u. JiT-Abwicklung: Tagessammellieferschein (TSL) TSL VDA 4913/2 im Einsatz Im Einsatz RECADV VDA-Empfehlung wird für 2015 erwartet. Lagerinformationen VW/AudiEDL/Komm.- Lager VW/Audi Lieferant MAT VDA 4913/2 im Einsatz RECADV D97A Im Einsatz VDA-4990 geplant DFÜ- Warenbegleitschein Pick-up-Sheet PUS VDA 4912 Entfall ab VDA 4939 modifiziert Ab Einsatz der VDA 4987 wird die Nachfolgeversion 2.0 des TSB (VDA 4939) erwartet (noch nicht veröffentlicht) Transport- und Sendungsbeleg TSB VDA 4939 DIN-Lieferschein Keine Nutzung Siehe TSB VDA 4939 Gutschriften VDA 4908 (auslaufend) Handelsrechnungen VDA 4906 (auslaufend) - VDA 4938 Global INVOIC (zurzeit noch nicht alle Gesellschaften). VDA 4938 Global INVOIC (zurzeit noch nicht alle Gesellschaften VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 10

11 Ausgabestand: März 2015 Seite: 11 Warenanhänger VDA-Warenanh. VDA auslaufender Einsatz - ODETTE-LABEL VDA / 4(+KLT) Global Transport Label GTL Ab Dezember 2010 alleiniger Labeltyp. Speditionsauftragsdaten Entfall ab Dezember Entfall ab Dezember 2010 DESADV DESADV bei Abholung mit AMES-T Anlieferungsdaten Packmitteldaten Konto-Vollauszug = K Bewegungsmeldung = B Leergutanforderung = L VDA 4913 (anstelle VDA 4920) im Einsatz DESADV D98A Im Einsatz IFSSUM D95B - CONSUM V1R0 VDA 4921 Einsatz offen m Einsatz - keine Nachricht verfügbar VDA 4927 K u. L im Einsatz, B geplant VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 11

12 Ausgabestand: März 2015 Seite: WebEDI-Einsatz bei Volkswagen Mit der Anwendung WebEDI ermöglichen wir allen nicht EDI-fähigen Zulieferern den Empfang von Lieferabruf- und Feinabrufdaten und und den Versand von Lieferdaten. Das Versenden unserer Abrufe per Post oder Fax entfällt. Der Anwender im WebEDI kann darüber hinaus alle erforderlichen sendungsbegleitenden Papierbelege und Label erstellen. Die Versandsoll-Daten aus AMES-T werden ebenfalls als Bedarfsmengen in WebEDI zur Verfügung gestellt. 2. Der EDI-Geschäftsprozess bei Volkswagen 2.1. EDI im Entwicklungs- und Konstruktionsprozess Der Vertrag über Entwicklungs- und Konstruktionsarbeiten zwischen dem Lieferanten und VOLKSWAGEN legt Verantwortungen und Grundsätze für den CAD/CAM-Datenaustausch fest. Vorgaben zum EDI von Konstruktionsdaten sind nicht Bestandteil dieser EDI-Guidelines. Vorschriften und Informationen zum EDI von Konstruktionsdaten werden von CAD/TI- Integration heraus gegeben EDI im Materialabrufprozess Lieferabruf / Lieferübersicht Der Lieferabruf für Serienmaterial enthält pro Sachnummer einen Horizont von bis zu sechs Monaten. Für bis zu 11 Wochen sind Einzelabrufe aufgegeben unter Angabe des Belieferungstages (Eintrefftermin im Werk). Entsprechend den vorgenommenen Optimierungen können pro Woche eine oder mehrere Belieferungen vorgegeben sein. Die folgenden 4 Monate sind als Vorschau in Form von Abrechnungsperioden, die 4 oder auch 5 Wochen (zur Synchronisierung mit Monatszeiträumen) betragen, dargestellt. Der Lieferabruf für Originalteile (OT) und für lagerhaltiges A-Material hat keine fest strukturierten Zeitleisten für die Bedarfsvorschau. In diesen Lieferabrufen können Bedarfszahlen für Einzeltermine zwischen Bedarfszahlen für Bedarfsperioden stehen. Die nachfolgende Übersicht bezieht sich auf VW-und Audi-Werke, die mit dem System LAFES / FOLAB arbeiten. Die Ermittlung des Teilebedarfs als Basis für den Lieferabruf erfolgt wöchentlich, wobei jeweils das Fahrzeugprogramm der drittfolgenden Woche erstmalig berücksichtigt wird. Die Lieferabrufe enthalten Einzelabrufe ab dem Montag der Folgewoche. Bedarfsmengen, die auf einen Anliefertag vor dem Termin des Bedarfslaufs terminiert waren und für die noch kein Wareneingang verbucht wurde, werden im Lieferabruf als Rückstand ausgewiesen. Die Summe der Bedarfsmengen für Rückstand und Sofortbedarf (und ggf. Mengen für den VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 12

13 Ausgabestand: März 2015 Seite: 13 nächstfolgenden Anliefertag) sind umgehend zu versenden. Erforderlichenfalls ist die Versandart mit dem zuständigen Disponenten vorab zu klären. Bedarfsrechnung 3A LAB- DFÜ 1. ZP8-Woche Februar März April Sofortbedarf 3B Februar März April D M D F M D M D F D M D F M D M D F Mai Jun Jul Aug Woche Mai Jun Jul Aug Mai Jun Jul Aug 3C D M D F M D M D F D 4A Sofortbedarf Sofortbedarf DFÜ LAB- Februar März April LAB- DFÜ März April D M D F M D M D F M D M D F Sofortbedarf LAB- DFÜ April Mai Jun Jul Aug März Mai Jun Jul Aug D M D F M D M D F Sofortbedarf LAB- DFÜ Sep Abb. 3: Zeitleiste Lieferabruf, Vorschau- und Programmrechnung. Der Planungszeitraum wird am Ende der Zeitleiste monatsweise aufgefüllt, im Beispiel erscheint der Monat August erstmals Mitte Februar im Lauf 3a, in den Läufen 3b, 3c und 3d entfällt am Anfang der Zeitleiste jeweils eine Berichtswoche, der Monat September erscheint erstmals Mitte März im Lauf 4a h Liefereinteilungen am BS für manuelle Korrekturen frei h Redaktionsschluß > Datenversand(DFÜ) und Druckausgabe 3D Bedarfsrechnung für ZP8-Woche 4 Einplanen Fahrzeugaufträge Woche 4 (Wochensoll) Postversand der LAB an Lieferanten Postzustellung der LAB bei Lieferanten Ggf. Korrekturen d. Lieferprogramme Woche 2 u. 3 aufgrund von Einzelmaßnahmen Woche 1 Woche 2 Woche 3 Woche 4 Mo Di Mi Do Fr Mo Di Mi Do Fr Mo Di Mi Do Fr Mo Di Mi Do Fr Rückstand Sofortbedarf Anlieferung bei VW/Audi Fertigung Abb. 4: Zeitleiste Lieferabruf, Beeinflussung des Lieferabrufs durch das Fahrzeugprogram Der Volkswagen-Lieferabruf berücksichtigt das Fortschrittszahlen-Verfahren. Fortschrittszahlen (FZ) sind kumulierte Liefer- und Empfangsmengen ab einem definierten Zeitpunkt. Bei Serienteilen ist dies der Inventurtermin, der in der Regel im Oktober / VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 13

14 Ausgabestand: März 2015 Seite: 14 November liegt. Die Fortschrittszahl bei Originalteilen bildet sich -abweichend von der Serieüber die gesamte Vertragslaufzeit und wird nicht mehr zum VW-Inventurtermin auf Null gesetzt. Fortschrittszahlen sind die Voraussetzung für eine sofortige systemunterstützte Synchronisierung zwischen den Informationssystemen von VOLKSWAGEN und den Lieferanten. Auf Basis der FZ lässt sich eine exakte Abgrenzung der Liefermengen zwischen dem zuletzt erfassten Wareneingang beim Kunden (zum Zeitpunkt der Generierung des Lieferabrufs) einerseits und den beim Lieferanten geführten Versand-Informationen andererseits durchführen. Die FZ enthalten alle ab dem definierten Zeitpunkt bei VOLKSWAGEN positiv wie negativ verbuchten Lieferungen bis zum Erstellungstag des aktuellen Lieferabrufs. Die FZ wird durch folgende Ereignisse verändert - Der Wareneingang bewirkt eine Erhöhung der kumulativen Forschrittszahl; gleichzeitig wird der zugrunde liegende Lieferabruf entlastet. - Plus-Korrekturen im Wareneingang erhöhen die FZ, Minus-Korrekturen verringern sie. - Rücklieferungen zu Lasten des Lieferanten (z.b. aus Qualitätsgründen) bewirken eine Reduzierung der FZ; der nächste Lieferabruf wird zum Bedarfsausgleich entsprechend aufgestockt. Die Differenz zwischen der Versand-FZ beim Lieferanten und der Eingangs-FZ bei VOLKSWAGEN definiert bei abgestimmten Fortschrittszahlen das Material auf dem Transportweg (MAT). Zur Abgrenzung wird im Lieferabruf die letzte, bei VOLKSWAGEN erfasste Lieferscheinnummer ausgewiesen. Bei Einsatz der DELFOR/VDA 4987 werden die letzten letzten drei erfassten Lieferscheinnummern übermittelt. Wareneingänge in Lägern im Eigentum des Lieferanten (EDL bzw. Kommissionslager) bleiben bei der Bedarfsrechnung unberücksichtigt. Die Lieferabrufe für solche Teile sind eindeutig abgegrenzt über die Abladestelle. Datum Eingangs-FZ VOLKSWAGEN MAT Versand-FZ Lieferant EFZ: Lieferschein Menge VFZ Lieferschein Menge EFZ VFZ: Lieferabruf-Lauf: EFZ kumulativ seit letztem Stichtag EFZ: VFZ: EFZ: Lieferschein Menge VFZ Abb.5: Beispiel der Fortschrittszahlenbildung Die Übertragung der Lieferabrufe erfolgt im Minimum alle vier Wochen. In den dazwischen liegenden Wochen wird der Lieferabruf nur dann erstellt, wenn im Vergleich zur Vorwoche prozentuale, vom Disponenten vorgegebene Toleranzgrenzen unter- oder überschritten werden, oder wenn technische Änderungen (z.b. eine veränderte Abladestelle) mitzuteilen sind. Die Liefervorschau wird in einem wöchentlichen Zyklus erzeugt ("gerechnet"), in der Regel montags. Ein Lieferant erhält einen Lieferabruf je Sachnummer und Werk. Einen separaten Lieferabruf gibt es ferner für Festmengenbestellungen, z.b. Bestellungen für Versuchsteile. VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 14

15 Ausgabestand: März 2015 Seite: 15 Jeder neue Lieferabruf ersetzt den alten vollständig mit sofortiger Gültigkeit! Der Disponent kann bei unvorhergesehenen Änderungen auch innerhalb der Woche einen neuen Lieferabruf versenden EDI im Transport und Belieferungsprozess Die Anlieferkonzepte von VOLKSWAGEN verlangen eine vollständige und zeitgerechte EDI- Kommunikation mit den Lieferanten unter Einbindung der Gebietsspediteure. Die EDI-Verfahren unterscheiden sich nach den folgenden Anlieferkonzepten: Traditionelle Belieferung an die Werke und Anlieferstellen bei VOLKSWAGEN (Push- Prinzip), Lieferungen an Kommissionsläger oder Externe Dienstleister (Push-Prinzip), Direkte Montagebelieferung bei produktionssynchroner JIT/JIS-Beauftragung und Belieferung, wie z. B. Perlenkette,, Direktbelieferungen (AMES-T) an die Werke und Anlieferstellen bei VOLKSWAGEN mit optimierten Abholrouten (Pull-Prinzip), Direktbelieferungen OT-Streckengeschäft an die OT-Kunden (Händler und Vertriebszentren) Belieferungen im Rahmen des Neuen Logistikkonzeptes WebEDI im Transport- und Belieferungsprozess Die WebEDI-Anwendung auf der B2B-Lieferantenplattform von VOLKSWAGEN versorgt die nicht EDI-fähigen Lieferanten mit aktuellen Material-Bedarfsinformationen und unterstützt den Dispostions- und Belieferungsprozess beim Lieferanten. Die in den Konzern-Werken erwarteten Liefer- und Transportdaten können einfach vom Anwender (Lieferanten) auf Basis der Lieferabrufe aufbereitet werden. Feinabrufdaten und das fixierte AMES-T Versandsoll werden in der Aufbereitung ebenfalls berücksichtigt. Mit WebEDI können Lieferanten alle erforderlichen Standardbelege (TSB / GTL) erstellen. WebEDI unterstützt das traditionelle Anlieferkonzept, die Anlieferung über Kommissionsläger bei VOLKSWAGEN und auch den AMES-T-Prozess Belieferung an VOLKSWAGEN-Anlieferstellen Bei dem traditionellen Anlieferkonzept mit Belieferung an VOLKSWAGEN-Anlieferstellen erwarten wir vom Lieferanten in integrierter, widerspruchsfreier Form EDI-Lieferschein- und Transportdaten, Transport- und Sendungsbelege (TSB) nach VDA 4939, Global Transport Label (GTL). Die durchgängigen Lieferschein- und Transportdaten sollten direkt aus den originären, von Volkswagen mit EDI übermittelten Liefer- und Feinabrufen übernommen werden. Die EDI- Fähigkeit für das Generieren und Senden von Lieferscheindaten wird von allen Lieferanten von Produktionsmaterial, A-Material und Originalteilen erwartet. VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 15

16 Ausgabestand: März 2015 Seite: 16 VOLKSWAGEN erwartet, dass die Lieferschein- und Transportdaten frühestmöglich, d. h. unverzüglich nach dem Warenversand vollständig und absolut fehlerfrei übermittelt werden. Die eingehenden Lieferschein- und Transportdaten werden werden beim Empfang formal und soweit möglich inhaltlich geprüft. Festgestellte Fehler in den EDI-Daten werden umgehend mit einer an den Lieferanten gemeldet. Die TSBs können mit dem VW-TSB-Generator erstellt werden. Der TSB-Generator steht den Lieferanten für die Erstellung der Sendungsbelege an die Werke der VOLKSWAGEN AG kostenlos zur Verfügung. Mit dem TSB-Generator können auch Transport- und Sendungsbelege nach VDA 4939 für Sendungen erzeugt werden, die nicht im AMES-T- Prozess gesteuert werden. Von allen Lieferanten erwarten wir die Kennzeichnung der Waren und Packmittel mit dem Global Transport Label. Die Warenanhänger sind am Behälter oder ggf. am Gebinde befestigt. Alle Fertigungsmaterial-Lieferungen an diese Abladestellen müssen mit dem Warenanhänger dem GTL versehen sein. Hieraus folgt, dass in der korrespondierenden Lieferschein-DFÜ die Packstücknummer analog der Vorschrift für die Verschlüsselung von Packstückdaten (siehe Guides Packstückdarstellung in den EDI-Lieferscheindaten) abgebildet werden muss. VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 16

17 Ausgabestand: März 2015 Seite: 17 Rechnungsdaten Spediteur Freight Forw. VDA 4908 VDA 4913 VDA 4921 VDA 4913 / DESADV Lieferant Supplier VDA 4939 GTL VDA 4905 / DELFOR VDA 4915 / DELFOR VOLKSWAGEN VW Log. Abb. 6: EDI-Mindestanforderungen bei traditioneller Anlieferung an VOLKSWAGEN- Läger Wichtiger Referenzbegriff für die Lieferschein- und Transportdaten ist die Sendungs- Ladungs-Bezugsnummer (SLB-Nummer), die bei EDI durch den Lieferanten festgelegt und auf Transportbelegen eingetragen wird. Die SLB-Nummer wird für eine Sendung (zwischen einer Beladestelle und einer Anlieferstelle) erzeugt und umfasst einen oder mehrere zusammengehörende Lieferscheine eines Lieferanten. Bei Eintreffen der Ware werden die EDI-Lieferscheindaten in der Früherfassung des Wareneingangs über die vom Spediteur festgelegte Borderonummer oder alternativ über die auf den Transportbelegen vom Lieferanten notierte SLB-Nummer im Wareneingangssystem aktiviert. Weitere organisatorische Festlegungen sind: - Es ist sicherzustellen, dass alle Packstücke eines Lieferscheines in einem Sendungsumfang bei VOLKSWAGEN angeliefert werden. Lieferungen von Teilmengen eines Lieferscheines sind unzulässig. Es ist sicherzustellen, dass der DFÜ-Versand erst nach abgeschlossener Verladung erfolgt. - Je Abladestelle ist eine Lieferscheinnummer zu vergeben. Lieferungen mehrerer Positionen an eine Abladestelle sollen unter einer Lieferscheinnummer zusammengefasst werden. - Falls die tatsächliche Lieferung gegenüber den übermittelten Lieferschein- und Transportdaten abweicht, muss auf diese Änderung auf dem Deckblatt der Sendung unübersehbar hingewiesen werden. Nachträgliche Änderungen dürfen nur einen absoluten, unvermeidbaren Ausnahmefall darstellen! - Im Lieferabruf / Feinabruf werden Anlieferstellenschlüssel für die Ermittlung der Empfangsort-/ Anlieferadressen übertragen. Die Anlieferadressen können über eine auf der VOLKSWAGEN-Lieferantenplattform hinterlegte Adresstabelle zugeordnet werden. Sie können zur Adressenaufbereitung in den Transport- und Sendungsbelegen und auf den Warenanhängern verwendet werden. - Spezifische Lagerkonzepte bei Audi bedingen ergänzend zur Abladestelle die Informationen Lagerort und Verbrauchsstelle im Lieferabruf / Feinabruf und die Rückübertragung in der Lieferschein-DFÜ, dem TSB und auf dem Warenanhänger GTL. VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 17

18 Ausgabestand: März 2015 Seite: Lieferungen über Kommissionsläger (Lieferantenmaterial) Die Anlieferkonzepte von VOLKSWAGEN beinhalten als eine Variante die Einschaltung von Kommissionslägern bzw. EDLs (Externe Dienstleister). Kommisionsläger sind Läger vor oder in den VW-Werken, die von Lieferanten disponiert und mit Lieferantenmaterial beschickt, aber operativ von VW gesteuert werden. Die Ware bleibt bis zur Ausgabe an den Einbauort im Eigentum des Lieferanten. Die Abrechnung und Umbuchung des Lieferantenmaterials in VW-Eigentum erfolgt zum Abrechnungszeitpunkt 0 Uhr für den abgelaufenen Tag. Die logistische Vereinnahmung der Ware (ohne Eigentumsübergang!) durch Volkswagen erfolgt nach den gleichen Wareneingangsverfahren wie bei einer normalen Lieferung in ein VW- Lager. Die Besonderheit dieser Abwicklung besteht darin, dass nicht die Lieferungen und Lieferscheinnummern des Lieferanten an das Kommissionslager Basis für die Leistungsabnahme durch VOLKSWAGEN sind, sondern die vom Kommissionslager festgelegten Lieferscheinnummern. Der Prozess erfordert eine enge Informationsabstimmung mit dem Lieferanten. Die Informationsbasis für das Materialavis vom Lieferanten an das Kommissionslager ist die Lieferschein-DFÜ. Im EDI-gestützten Prozess "Kommissionslager" sendet der Lieferant Lieferschein- und Transportdaten an Volkswagen. Die EDI-gestützten Rückinformationen von Volkswagen an den Lieferanten nach VDA /3 über Zugänge, Abgänge und Bestände sind vom Lieferanten zu verarbeiten, um Läger, Belieferungen und die Bezahlung kontrollieren zu können. Die Auslagerung aus dem Kommissionslager wird mit einer internen Nachricht veranlasst. Spediteur Freight Forw. Rechnungs- daten VDA 4913 VDA 4921 Lieferant Supplier VDA 4912 (TSL) VDA 4913 (TSL) / RECADV VDA 4913 / DESADV VDA 4905 / DELFOR VDA 4915 / DELFOR VDA 4908 / VDA 4907 Komm.-Lager Lieferanten- Material Supplier material VOLKSWAGEN N VW Log. Abb. 7: EDI bei Lieferungen über Kommissionslager (Lieferantenmaterial) Die Rückinformationen von Volkswagen an den Lieferanten nach VDA /3 über Abgangsmeldungen (VA 36), Eingangsbestätigungen (VA 30) und Bestandsmeldungen (VA 35) werden in Absprache mit dem Lieferanten täglich am Folgetag morgens oder wöchentlich am Montag Morgen übertragen. Abgangsmeldung, Eingangsbestätigung und Bestandsmeldung werden in einer Datei zusammengefasst, wobei der Lieferant in Absprache mit Volkswagen einzelne Vorgangsarten auswählen kann. VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 18

19 Ausgabestand: März 2015 Seite: 19 Folgende Rückmeldungen von Volkswagen an den Lieferanten über Kommissionslagerdaten sind im Einsatz: - Abgangsmeldung an Volkswagen: VDA Vorgangsart (VA) 36 Die Abgangsmeldung wird täglich nach Umbuchung (Eigentumsübertragung) des am Vortag an Volkswagen gelieferten Materials von VW an den Lieferanten übertragen. - Eingangsbestätigung: VDA VA 30 Die Eingangsmeldung wird am Folgetag der Anlieferung (Warenannahme) an das Kommissionslager von Volkswagen an den Lieferanten übertragen. - Bestandsmeldung: VDA VA 35 Die Bestandsmeldung über das Lieferantenmaterial wird gleichzeitig mit der Übertragung von Lagerabgangs- oder -eingangsdaten gesendet. Bei der Warenübergabe vom Kommissionslager an Volkswagen wird eine neue Lieferscheinnummer vergeben, die dann Basis für alle nachfolgenden Informationen, einschließlich Gutschrift oder Rechnung, ist. Zusätzlich übertragen wir die ursprünglich vom Lieferanten vergebenen Lieferschein-Nummern (Alt) in der Abgangsmeldung, bei VDA 4913: Satzart 714, Feld 22. Um Überschneidungen der Lieferschein-Nummernkreise Neu und Alt zu verhindern, ist von jedem Lieferanten, der ein Kommissionlager beliefert, für die Abwicklung "VW- Kommissionslager" ein werksübergreifender Lieferschein-Nummernkreis (Neu) zu reservieren und dem zuständigen Ansprechpartner für das Kommissionslager mitzuteilen. Die Sendungs-Ladungs-Bezugsnummer in der Abgangsmeldung ist ein VW-interner Steuerungsbegriff. Unter der SLB-Nummer werden die Lieferscheine des Tages zusammengefasst. Beide Nummernkreise werden lieferantenbezogen bei Volkswagen verwaltet. Die für das Anlieferkonzept Belieferung an VW-Abladestellen getroffenen Festlegungen für die EDI-Übertragung der Lieferschein- und Transportdaten, dem Transport- und Sendungsbeleg VDA 4939 und den Warenanhänger GTL gelten bei der Lieferung an Kommissionsläger in vollem Umfang Lieferungen über externe Lieferantenläger (Externe Dienstleister) EDLs sind logistische Dienstleister in unmittelbarer Nähe der VW-Werke, die für VOLKSWAGEN Lageraufgaben wahrnehmen und anforderungsgerecht Montagebereiche beliefern. Der Materialzugang in die Fertigung wird durch Lagerabrufe (z. Zt. im internen INEAS-Format) an den EDL gesteuert. Dadurch wird es möglich, die Fertigung in kleineren Partien zu beliefern als es direkt vom Lieferanten aus zweckmäßig wäre. VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 19

20 Ausgabestand: März 2015 Seite: 20 Spediteur VDA 4913 VDA 4921 ED L VW/Audi- Materia l Lagerabruf VDA 4913 TSL Rechnungsdaten Lieferant Supplier VDA 4913 / DESADV VDA 4905 / DELFOR VDA 4915 / DELFOR VDA 4908 / VDA 4907 VOLKSWAGEN N VW Log. Abb. 8: EDI bei Lieferungen über EDL, Material im Eigentum von VW (z. B. an ELZ, Werk XC) Die EDL-Abwicklung mit dem Material in Eigentum des Lieferanten entspricht im Prinzip der Abwicklung beim Kommissionslager. Der wesentliche Unterschied zum Kommissionslager besteht darin, dass das EDL-Lager und die das Lager unterstützende Informationssysteme durch Dritte, nämlich den EDL, betrieben werden. Spediteur ED L Lieferantenmateria l Rechnungsdaten Ausbau nach Empfehlung VDA 4913 VDA 4921 VDA 4913 Lagerabruf VDA 4913 VDA 4913 / DESADV für Frachtabrechnung Lieferant VDA 4905 / DELFOR VDA 4915 / DELFOR VDA 4908 / VDA 4907 VOLKSWAGEN N VW Log. Abb. 9: EDI bei Lieferungen über EDL (Material im Lieferanteneigentum) Im EDI-gestützten Prozess sendet der Lieferant je nach Vereinbarung mit dem EDL EDI- Lieferschein- und Transportdaten an Volkswagen oder direkt an den EDL und erhält vom EDL Rückmeldungen für Eingangsbestätigungen, Bestands- und Abgangsinformationen. Wichtig ist, dass der Lieferant vom EDL zusammen mit den Informationen über die Lieferungen an VOLKSWAGEN die vom EDL vergebenen Lieferscheinnummern genannt bekommt, da diese Basis für die Gutschrift oder Rechnung sind. Für Rückinformationen vom EDL zum Lieferanten wird i.a. ebenfalls das Format der VDA /3 verwendet. Alternativ werden die Rückinformationen als Fax gesendet. Die Lieferung vom EDL an die VOLKSWAGEN-Warenannahme wird durch eine VDA /3 vom EDL an VW avisiert. Die EDI-Lieferschein- und Transportdaten vom Lieferanten wird an den EDL direkt oder an Volkswagen gesendet, wenn der EDL die Weiterleitung bei der zuständigen Werklogistik oder beim Systemverantwortlichen beantragt hat. Gehören zum Sendungsumfang eines Lieferanten sowohl Lieferumfänge an eine VOLKSWAGEN-Abladestelle als auch Lieferantenmaterial-Umfänge für einen EDL, können beide Umfänge in einer DFÜ-Datei an VOLKSWAGEN übertragen werden. VOLKSWAGEN leiten die infrage kommenden Umfänge VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 20

21 Ausgabestand: März 2015 Seite: 21 an den EDL weiter. Diese Möglichkeit vereinfacht sowohl die Versandabwicklung beim Lieferanten als auch die Wareneingangserfassung beim EDL. Nachfolgende Regeln zur Weiterleitung der Lieferschein und Transportdaten sind zu beachten: - An den EDL werden nur die Lieferscheindaten (Satzarten / Segmente) weitergereicht, die einer EDL-Abladestelle zugeordnet werden können. - Die den EDL betreffenden Datensätze / Segmente werden unverändert an den EDL weitergereicht. - Die Satzarten 711 und 719 werden vom Lieferanten mit den unveränderten, gesendeten Versionsnummern von Volkswagen an den EDL übertragen. - Als Datenübertragungsnummer Alt/Neu von Volkswagen an den EDL wird die Übertragungsnummer aus der Lieferanten-DFÜ übernommen. - Die Übertragungsdatei von VW an den EDL hat den Dateinamen DFR.R11sid.FR2300A, wobei sid für die Station-Id des EDL steht. - Die Weiterleitung an den EDL erfolgt unmittelbar nach Erhalt der Lieferanten-DFÜ. Die für das Anlieferkonzept Belieferung an VW-Abladestellen getroffenen Festlegungen für den TSB VDA 4939 und den Warenanhänger GTL gelten auch bei der Lieferung an EDLs Abholsteuerung (AMES-T) Der AMES-T-Prozess wird bei z. Z. bei VOLKSWAGEN mit ausgewählten Spediteuren abgewickelt. Wichtigstes Merkmal des AMES-T-Prozesses ist die zeitpunktgenaue Abholung. In diesem Prozess übernimmt der Spediteur weitgehende Steuerungs- und Kontrollfunktionen. Die Abholsteuerung erfolgt sowohl bei Direktanlieferung an VW- Abladestellen als auch bei Anlieferungen über EDL. Der Spediteur ist mit zusätzlichen Aufgaben (z.b. Mengen- und Behälterkontrolle) beauftragt. Die Abweichungen im AMES-T-Prozess bei Volkswagen von der Standardabwicklung sind in einer Zusatzdokumentation detailliert beschrieben. In dieser Dokumentation erfolgt daher keine weitergehende Beschreibung JiT/JIS-Anlieferung Die JiT-Anlieferung wird bei VOLKSWAGEN nur in speziellen Fällen - bei auftragsbezogener Sequenzsteuerung von Komponenten - praktiziert. JiT-Beziehungen werden nach dem Abwicklungskonzept Kaufteile-Abwicklung bei JiT-Anlieferung installiert. Die JiT-Abwicklung ist mit den eingesetzten EDI-Verfahren und Nachrichtentypen in der Dokumentation Kaufteile-Abwicklung bei JiT-Anlieferung von einfachen und variantenreichen JiT-ZSBs beschrieben Besonderheiten ŠKODA und SEAT EDI Lieferschein- und Transportdaten sind unter separatem Dateinamen und unter Beachtung einiger Besonderheiten auch für Lieferungen an die Marken ŠKODA und SEAT bereitzustellen. Das Hostsystem für den Empfang von Lieferschein- und Transportdaten für ŠKODA ist ein Konzernsystem im IVZ in Wolfsburg. Die Lieferschein- und Transportdaten sind insofern auch an das IVZ in Wolfsburg zu senden. Lieferanten für ŠKODA, die bereits Lieferscheinund Transportdaten an Volkswagen senden, wenden sich bitte an den Verantwortlichen bei Volkswagen. Nach dem Eintrag der Berechtigung können dann operativ Lieferschein-Daten auch für ŠKODA gesendet werden. Die Verfahrensbeschreibungen gelten in vollem Umfang für ŠKODA. VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 21

22 Ausgabestand: März 2015 Seite: 22 Das Hostsystem für den Empfang von Lieferschein- und Transportdaten für SEAT, VW NAVARRA und GEARBOX ist im IVZ in Barcelona implementiert. Die EDI Lieferschein- und Transportdaten sind insofern über das IVZ in Wolfsburg an das IVZ in Barcelona durchzurouten. Die Unterscheidung der drei Unternehmen wird über Werk Kunde vorgenommen. Die Daten werden bei SEAT, VW NAVARRA und GEARBOX für dispositive Zwecke (Material auf Transport) genutzt. Die VDA4913-Daten werden ferner an den verantwortlichen Gebietsspediteur für SEAT, VW NAVARRA und GEARBOX weitergeleitet, der diese Daten um Transport- und rechnungsrelevante Daten ergänzt und in einem erweiterten 4913-Format an das IVZ Barcelona u.a. für die Bearbeitung im Wareneingang sendet. Die Verfahrensbeschreibung der VDA 4913 gelten in vollem Umfang für SEAT Das spezielle Datenfeld Werk Lieferant ist aus diesem Grund nicht zu füllen. VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 22

23 Ausgabestand: März 2015 Seite: Einbindung der Spediteure im traditionellen Belieferungsprozess Bei der Transportbeauftragung geht die Aufforderung zum Transport vom Lieferanten aus, indem er dem Spediteur den Transport am Vortag avisiert. Der Speditionsauftrag/Frachtbrief bezieht sich auf eine Sendung und enthält eine SLB-Nummer, wenn die dazugehörenden Lieferschein- und Transportdaten mit EDI an VOLKSWAGEN übertragen werden. Ein Anliefertransport bei Sammelladung hat somit mehrere SLB-Nummern, jeweils eine für einen Speditionsauftrag/Frachtbrief. VOLKSWAGEN erwartet von den Lieferanten, dass die EDI-Lieferschein- und Transportdaten bei Komplett- und Sammelladung an VOLKSWAGEN und parallel an den zuständigen Gebietsspediteur gesendet werden. Die EDI-Verbindung ist bilateral zwischen Lieferanten und VOLKSWAGEN zu vereinbaren. VOLKSWAGEN hat zusammen mit den Gebietsspediteuren entschieden, ausschließlich die VDA 4913 anstelle der VDA 4920 als Speditionsauftragsdaten vom Lieferanten an den Spediteur einzusetzen. Alternativ dazu können die VDA4913-Daten auch von VOLKSWAGEN nach Absprache mit den EDI-Koordinatoren der Marken an die Gebietsspediteure gesendet werden. Vom Spediteur erwartet VOLKSWAGEN die Transport- und Anlieferungsdaten als VDA 4921 (Anlieferungsdaten Spediteur an Kunde) je Anliefertransport.Die Anlieferungsdaten mit Angabe aller Lieferscheine eines Frachtträgers werden maschinell unterstützt vom Spediteur aus den Lieferschein- und Transportdaten des Lieferanten erzeugt und durch Transportdaten des Spediteurs ergänzt. Die Anlieferdaten werden u.a. in Verbindung mit Lieferschein- und Transportdaten direkt für die maschinelle Transportbewertung (Abrechnung) verwendet. VDA 4913 Spediteur Freight Forwarde r VDA 4921 VDA 4908 oder VDA4906 Lieferant Supplier VDA 4913 / DESADV / AVIEXP VDA 4913 Volkswagen VW Log. Abb.10: EDI unter Einbeziehung der Spediteure (z. B. an Werk 11) VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 23

24 Ausgabestand: März 2015 Seite: Einbindung der Spediteure im AMES-T-Prozess Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit, Senkung der Transportkosten und für eine transparentere Materialverfolgung ist im Volkswagen-Konzern das Projekt AMES-T (Advanced Mobility Engineering and Services for Transportation) umgesetzt. Speditionen und Zulieferer werden stärker in einen erweiterten Informationsfluss des Transport- und Belieferungsprozesses eingebunden. Der Prozess ist im Logistik-Handbuch AMES-T beschrieben, zu finden auf der B2B-Lieferantenplattform von Volkswagen. TSB VDA 4939 Spediteur Freight Forwarde r TAB (DESADV) VDA 4921 VDA 4908 Lieferant Supplier VAB (DELJIT Caldel) VDA 4913 / DESADV Volkswagen VW Log. Abb. 12: EDI-Übertragungen im AMES-T Prozess Im AMES-T-Prozess müssen im TSB die Lieferschein- und Transportdaten (VDA 4913 oder EDIFACT DESADV) als zweidimensionaler pdf417-code abgelegt werden. VOLKSWAGEN stellt eine kostenlose Software, den TSB-Generator, zur Verfügung, mit dem aus einer EDI-Nachricht - entsprechend unseren EDI-Guides für Lieferschein- und Transportdaten VDA 4913 oder EDIFACT DESADV - die Transport- und Sendungsbelege inkl. der pdf417-codes erstellt werden können. Das Tool steht im geschlossenen Bereich der B2B-Lieferantenplattform zum Download bereit. EDI-Partner, die den VW-TSB-Generator nicht nutzen, haben den TSB nach unseren Vorgaben zu gestalten. Implementation Guidelines für die Erstellung der Transport- und Sendungsbelege nach der VDA Empfehlung 4939 in den IS-Systemen der Lieferanten finden Sie ebenfalls auf der B2B-Lieferantenplattform. VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 24

25 Ausgabestand: März 2015 Seite: Packmittelsteuerung (Behältersteuerung) Die Verpackungsinformationen werden den Lieferanten als Verpackungsvereinbarung in der Internetapplikation LISON für den Container Management Prozess verbindlich mitgeteilt. Die Verpackungsvereinbarung wird einmalig für Neuteile sowie im Falle von Änderungen erstellt und mitgeteilt. In den Abrufen wird die Verpackungsvereinbarung ebenfalls übertragen, sofern die Stammdaten entsprechend gepflegt sind. Bei Teilen ohne Verpackungsvereinbarung und bei Abrufen im NLK-Prozess wird kein Verpackungssatz / Verpackungssegment übertragen. Die Verpackungsvereinbarung ist unbedingt einzuhalten. Die Packmittelinformationen sind in den Liefer- und Transportdaten auf den Transport- und Sendungsbelegen und auf dem Warenanhänger vollständig und korrekt aufzugeben. Dabei sind folgende Faktoren unbedingt zu beachten: - Die vom Lieferanten verwendete Bezeichnung muss exakt den Angaben in der Verpackungsvereinbarung bzw. den Packmittel-Informationen des Lieferabrufes entsprechen. (z.b. VW0001 und nicht VW1 oder und nicht 6428). - Um eine korrekte Behälterbestandsführung und Versandsteuerung seitens VOLKSWAGEN sicherzustellen, mus die Lieferantennummer mit Index auf dem GTL angegeben werden. Der Index muss in der Lieferschein-DFÜ VDA 4913, Satzart 712 auf Stelle 14 / im LOC+9-Segment der DESADV und auf dem TSB eingetragen sein. Das Verfahren der "Packmittelsteuerung und -abwicklung bei VOLKSWAGEN" wird durch die Nutzung von EDI nicht verändert, die Verfahrensbeschreibung der Logistik, bleibt in der jeweils aktuellen Fassung gültig. Kennzeichnung von Einwegverpackungen Der Einsatz von VOLKSWAGEN-Behältern ist durch eine jeweils sachnummernbezogene Verpackungsvereinbarung vorgeschrieben. Es gibt Ausnahmefälle, in denen lieferantenspezifische (Einweg-)Verpackungen zum Verpacken der Teile genutzt werden. Diese Behälter sind nicht Bestandteil unseres Packmittelkatalogs, sie müssen trotzdem in allen Unterlagen und Nachrichten an uns übertragen werden. Nicht-VOLKSWAGEN-spezifische Behälter sind entsprechend VDA Empfehlung 4913, Anlage 10, Pos. 11 zu beschreiben. Die zu verwendenden Bezeichnungen für Einweg- und Leihverpackung (nicht Eigentum von VOLKSWAGEN) sind ebenfalls in unserem Guide Lieferscheindaten VDA 4913 (Anhang) aufgeführt. VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 25

26 Ausgabestand: März 2015 Seite: EDI-Implementierungshinweise 3.1. Anwendung der EDI-Standards bei VOLKSWAGEN Auf eine allgemeine Strukturbeschreibung der Standards VDA / EDIFACT haben wir in dieser Dokumentation ebenso verzichtet, wie auf die detaillierte Beschreibung einzelner Nachrichtentypen. Der strukturelle Aufbau von EDIFACT- und ODETTE-Nachrichten auf Basis der ISO 9735 ist u. a. in der VDA-Empfehlung 4900 beschrieben Dateinamenskonventionen bei VOLKSWAGEN Beim elektronischen Austausch von Dateien mit Volkswagen ist das Prinzip der Einzelnachrichten-Übertragungung zu beachten. Sowohl beim Senden als auch beim Empfangen muss je Nachrichtentyp der von Volkswagen vorgegebene Dateiname genutzt werden. Die Bündelung verschiedener Nachrichtentypen in einer Übertragungsdatei ist nicht erlaubt. Beim Empfang wird der Dateiname auf Gültigkeit geprüft. Die VW-internen Verarbeitungsprozeduren für die Nachrichten werden über den Dateinamen gesteuert. Bei einer Nutzungsänderung von Nachrichtentypen, wie z. B. Versionserhöhung, ist der Ansprechpartner bei Volkswagen vorher zu informieren. Die EDI-Dateinamen von Volkswagen haben eine definierte Struktur, sie enthalten drei Qualifier, die durch einen "." getrennt sind. Dsk.sidsid.aaaaaa.ma Bedeutung der Abkürzungen: D Kennung "D" für Datei sk 2-stelliges Systemkennzeichen.sid 3-stellige Station-ID des Datensenders. sid 3-stellige Station-ID des Daten- Endempfängers (s. auch Adressierung/Routing im Konzern)..aaaaaa 6- oder 7-stellige vom systemverantwortlichen Ansprechpartner bei VW festgelegte Kennung der Nachrichtenart...ma hier kann zur internen Steuerung ein Mandantenkennzeichen und ggf. ein Werkskennzeichen angehängt werden. Beispiel: DUC.KEYZ01.VDA4905.VW (Lieferabruf von VW in VDA 4905) DFC.Z01R11.VDA4913.AU (Lieferscheindaten an AUDI AG in VDA 4913) VW_EDI-Implementation-Guide_ _deu.docx 26

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