ALLGEMEINE VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN FÜR DIE RISIKOLEBENSVERSICHERUNG

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1 ALLGEMEINE VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN FÜR DIE RISIKOLEBENSVERSICHERUNG Protect24 1 Welche Leistung erbringen wir? Bei Tod der versicherten Person während der Dauer des Versicherungsschutzes zahlen wir die vereinbarte, im Versicherungsschein ausgewiesene Versicherungssumme, pro versicherter Person maximal jedoch ,00 für alle bei uns abgeschlossenen Risikolebensversicherungen. 2 Wann beginnt und endet Ihr Versicherungsschutz? 1. Ihr Versicherungsschutz beginnt mit Abschluss des Vertrages, jedoch nicht vor dem im Versicherungsschein angegebenen Beginn der Versicherung. Der Versicherungsschutz beginnt zu dem genannten Zeitpunkt nur dann, wenn Sie den Beitrag rechtzeitig im Sinne der 5 und 6 zahlen. 2. Die Dauer des Versicherungsschutzes beträgt ein Jahr ab dem im Versicherungsschein angegebenen Versicherungsbeginn. Der Versicherungsschutz verlängert sich danach um je ein weiteres Jahr, sofern nicht Sie vor Ablauf der jeweiligen Versicherungsperiode den Versicherungsvertrag kündigen oder wir 3 Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres der Fortführung des Versicherungsvertrags zu den vorgesehenen Beiträgen widersprechen (vgl. 9). Ihr Versicherungsschutz verlängert sich längstens bis zum Erreichen der im Versicherungsschein angegebenen Höchstversicherungsdauer. 3. Der Versicherungsschutz endet außerdem mit Vollendung des 80. Lebensjahres sowie mit Tod der versicherten Person. 3 Was bedeutet die vorvertragliche Anzeigepflicht? 1. Wir übernehmen den Versicherungsschutz im Vertrauen darauf, dass Sie alle vor Vertragsabschluss in Textform gestellten Fragen wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet haben (vorvertragliche Anzeigepflicht). Das gilt insbesondere für die Fragen nach gegenwärtigen oder früheren Erkrankungen, gesundheitlichen Störungen und Beschwerden. 2. Soll das Leben einer anderen Person versichert werden, so ist auch diese neben Ihnen für die wahrheitsgemäße und vollständige Beantwortung der in Textform gestellten Fragen verantwortlich. Rechtsfolgen der Anzeigepflichtverletzung 3. Nachfolgend informieren wir Sie, unter welchen Voraussetzungen wir bei einer Verletzung der Anzeigepflicht - vom Vertrag zurücktreten, - den Vertrag kündigen, - den Vertrag ändern oder - den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten können. Rücktritt 4. Wenn die vorvertragliche Anzeigepflicht verletzt wird, können wir vom Vertrag zurücktreten. Das Rücktrittsrecht besteht nicht, wenn weder eine vorsätzliche noch grob fahrlässige Anzeigepflichtverletzung vorliegt. Selbst wenn die vorvertragliche Anzeigepflicht grob fahrlässig verletzt wird, haben wir trotzdem kein Rücktrittsrecht, wenn wir den Vertrag, möglicherweise zu anderen Bedingungen, auch bei Kenntnis der nicht angezeigten Umstände geschlossen hätten. 5. Im Falle des Rücktritts haben Sie keinen Versicherungsschutz. Wenn wir nach Eintritt des Versicherungsfalles zurücktreten, bleibt unsere Leistungspflicht unter folgender Voraussetzung trotzdem bestehen: Der nicht oder nicht richtig angegebene Umstand war weder für den Eintritt oder die Feststellung des Versicherungsfalles noch für die Feststellung oder den Umfang unserer Leistungspflicht ursächlich. Unsere Leistungspflicht entfällt jedoch auch im vorstehenden Fall, wenn die Anzeigepflicht arglistig verletzt wurde. 6. Wenn die Versicherung durch Rücktritt aufgehoben wird, erlischt sie, ohne dass ein Rückkaufswert anfällt. Die Rückzahlung der Beiträge können Sie nicht verlangen. Kündigung 7. Ist unser Rücktrittsrecht ausgeschlossen, weil die Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht weder vorsätzlich noch grob fahrlässig erfolgt ist, können wir den Vertrag unter Einhaltung einer Frist von einem Monat kündigen. 8. Unser Kündigungsrecht ist ausgeschlossen, wenn wir den Vertrag auch bei Kenntnis der nicht angezeigten Umstände, möglicherweise zu anderen Bedingungen, geschlossen hätten. 9. Kündigen wir die Versicherung, wandelt sie sich mit der Kündigung in eine beitragsfreie Versicherung um (vgl. 7). Vertragsanpassung 10. Können wir nicht zurücktreten oder kündigen, weil wir den Vertrag, möglicherweise zu anderen Bedingungen, auch bei Kenntnis der nicht angezeigten Umstände geschlossen hätten, werden die anderen Bedingungen auf unser Verlangen rückwirkend Vertragsbestandteil. Haben Sie oder die versicherte Person die Anzeigepflichtverletzung nicht zu vertreten, werden die anderen Bedingungen ab der laufenden Versicherungsperiode Vertragsbestandteil. 11. Erhöht sich durch die Vertragsanpassung der Beitrag um mehr als 10 % oder schließen wir den Versicherungsschutz für den nicht angezeigten Umstand aus, können Sie den Vertrag innerhalb eines Monats nach Zugang unserer Mitteilung fristlos kündigen. In der Mitteilung werden wir Sie auf das Kündigungsrecht hinweisen. Ausübung unserer Rechte 12. Wir können uns auf die Rechte zum Rücktritt, zur Kündigung und zur Vertragsanpassung nur berufen, wenn wir Sie durch gesonderte Mitteilung in Textform auf die Folgen einer Anzeigepflichtverletzung hingewiesen haben. Wir müssen unser Recht innerhalb eines Monats schriftlich geltend machen. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, zu dem wir von der Verletzung der Anzeigepflicht, die das von uns geltend gemachte Recht begründet, Kenntnis erlangen. Bei Ausübung unserer Rechte müssen wir die Umstände angeben, auf die wir unsere Erklärung stützen. Zur Begründung können wir nachträglich weitere Umstände innerhalb eines Monats nach deren Kenntniserlangung angeben. 13. Unsere Rechte auf Rücktritt, Kündigung und Vertragsanpassung sind ausgeschlossen, wenn wir den nicht angezeigten Umstand oder die Unrichtigkeit der Anzeige kannten. 14. Die genannten Rechte können wir nur innerhalb von fünf Jahren seit Vertragsabschluss ausüben. Ist der Versicherungsfall vor Ablauf dieser Frist eingetreten, können wir die Rechte auch nach Ablauf der Frist geltend machen. Haben Sie die Anzeigepflicht vorsätzlich oder arglistig verletzt, beträgt die Frist zehn Jahre. Anfechtung 15. Wir können den Versicherungsvertrag auch anfechten, falls durch unrichtige oder unvollständige Angaben bewusst und gewollt auf unsere Annahmeentscheidung Einfluss genommen worden ist. Handelt es sich um Angaben der versicherten Person, können wir Ihnen gegenüber die Anfechtung erklären, auch wenn Sie von der Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht keine Kenntnis hatten. Absatz 6 gilt entsprechend. Leistungserweiterung 16. Die Absätze 1 bis 15 gelten bei einer unsere Leistungspflicht erweiternden Änderung der Versicherung entsprechend. Die Fristen nach Absatz 14 beginnen mit der Änderung der Versicherung bezüglich des geänderten Teils neu zu laufen. Erklärungsempfänger 17. Die Ausübung unserer Rechte erfolgt durch eine schriftliche Erklärung, die wir Ihnen gegenüber abgeben. Sofern Sie uns keine andere Person als Bevollmächtigten benannt haben, gilt nach dem Ableben der versicherten Person ein Bezugsberechtigter als bevollmächtigt, diese Erklärung entgegenzunehmen. 4 Welche besonderen Regeln gelten bei Vereinbarung eines Nichtrauchertarifs? 1. Begriff des Nichtrauchers Nichtraucher ist, wer in den letzten 12 Monaten vor Antragstellung aktiv kein Nikotin durch Rauchen zu sich genommen hat und auch beabsichtigt, in Zukunft Nichtraucher zu bleiben. Rauchen meint das Konsumieren von Tabak unter Feuer, beispielsweise den Genuss von Zigaretten, Zigarillos, Zigarren oder Pfeifen (auch Shisha). Die Benutzung von elektronischen Rauchersatzgeräten wie E-Zigaretten, E-Zigarren und E-Pfeifen ist der oben genannten Regelung gleichgestellt. 2. Gefahrerhöhung nach Vertragsschluss Eine Gefahrerhöhung liegt vor, wenn die versicherte Person nach Vertragsschluss Raucher wird. Wir übernehmen den Versicherungsschutz im Vertrauen darauf, dass Sie nach Vertragsschluss ohne unsere Einwilligung keine Gefahrerhöhung vornehmen oder deren Vornahme gestatten. Nimmt die versicherte Person nach Vertragsschluss dennoch eine Gefahrerhöhung vor, sind Sie verpflichtet, uns diese Gefahrerhöhung unverzüglich schriftlich anzuzeigen. 3. Rechtsfolgen einer Anzeigepflichtverletzung bzw. einer Gefahrerhöhung a) Beitragsanpassung bei Gefahrerhöhung Wir verzichten auf unsere gesetzlichen Rechte, den Vertrag wegen einer Gefahrerhöhung zu kündigen oder die erhöhte Gefahr vom Versicherungsschutz auszuschließen. Wird eine Gefahrerhöhung gemäß Absatz 2 vorgenommen, können wir rückwirkend ab dem Zeitpunkt der Gefahrerhöhung einen unseren Geschäftsgrundsätzen entsprechenden höheren Beitrag verlangen. Eine Beitragserhöhung ist jedoch ausgeschlossen, wenn Sie uns nachweisen, dass die Vornahme der Gefahrerhöhung unverschuldet erfolgt ist. Wenn Sie eine Gefahrerhöhung entsprechend Absatz 2 nachträglich erkennen und uns dies nicht angezeigt wird, können wir die vorgenannte Beitragserhöhung auch dann vornehmen, wenn die Gefahrerhöhung unverschuldet ist. Unser Recht zur Beitragsanpassung erlischt, wenn wir es nicht innerhalb eines Monats ab dem Zeitpunkt geltend machen, zu dem wir von der Gefahrerhöhung Kenntnis erlangen. Eine Beitragserhöhung hat keine Auswirkungen auf die Höhe der versicherten Leistung. Falls wir den Beitrag um mehr als 10 % erhöhen, können Sie den Vertrag innerhalb eines Monats nach Zugang unserer Mitteilung über die Beitragserhöhung fristlos kündigen. b) Leistungsminderung im Versicherungsfall Wurden uns gegenüber bei Antragstellung vorsätzlich falsche Angaben bezüglich der Rauchereigenschaft der versicherten Person gemacht oder wurde nach Vertragsschluss eine Gefahrerhöhung gemäß Absatz 2 vorsätzlich vorgenommen, beschränkt sich die versicherte Leistung bei Tod der versicherten Person auf die unter Zugrundelegung des Rauchertarifs rückwirkend ab Beginn des Versicherungsschutzes neu berechnete Versicherungssumme. Diese Verringerung unserer Leistungspflicht gilt nicht, wenn die Gefahrerhöhung bzw. die falsche Angabe über die Rauchereigenschaft der versicherten Person bei Vertragsschluss nicht ursächlich für den Eintritt des Versicherungsfalles war. Wir werden uns im Fall der Gefahrerhöhung nicht auf die Leistungsverringerung berufen, wenn zwischen Gefahrerhöhung und Eintritt des Versicherungsfalls mehr als 10 Jahre vergangen sind. Bei der vorvertraglichen Falschangabe behalten wir uns ausdrücklich die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung vor. 4. Nachprüfung Auf Anforderung sind Sie verpflichtet, sich auch während der Vertragslaufzeit einer medizinischen Überprüfung Ihres Nichtraucherstatus zu unterziehen. Wir übernehmen hierfür die Kosten. Kommen Sie dieser Aufforderung nicht innerhalb der gesetzten Frist nach, werden Sie in den entsprechenden Rauchertarif mit dem erforderlichen Beitrag eingestuft. Antragsnr.: VB-RisikoLV Zill_mit_Zusatzoptionen-V (D) Seite 1 von 6

2 5 Was haben Sie bei der Beitragszahlung zu beachten? 1. Die Beiträge zu Ihrer Risikolebensversicherung können Sie je nach Vereinbarung jährlich oder monatlich zahlen. 2. Den ersten Beitrag (Einlösungsbeitrag) müssen Sie unverzüglich nach Abschluss des Vertrages zahlen, jedoch nicht vor dem mit Ihnen vereinbarten, im Versicherungsschein angegebenen Versicherungsbeginn. Alle weiteren Beiträge (Folgebeiträge) werden jeweils zu Beginn der vereinbarten Versicherungsperiode fällig. Die Versicherungsperiode umfasst bei Jahreszahlung ein Jahr, ansonsten entsprechend der Zahlungsweise einen Monat. 3. Sie haben den Beitrag rechtzeitig gezahlt, wenn Sie bis zum Fälligkeitstag (siehe Absatz 2) alles getan haben, damit der Beitrag bei uns eingeht. Wenn die Einziehung des Beitrags von einem Konto vereinbart wurde, gilt die Zahlung in folgendem Fall als rechtzeitig: - Der Beitrag konnte am Fälligkeitstag eingezogen werden und - Sie haben einer berechtigten Einziehung nicht widersprochen. Konnten wir den fälligen Beitrag ohne Ihr Verschulden nicht einziehen, ist die Zahlung auch dann noch rechtzeitig, wenn sie unverzüglich nach unserer Zahlungsaufforderung erfolgt. Haben Sie zu vertreten, dass der Beitrag wiederholt nicht eingezogen werden kann, sind wir berechtigt, künftig die Zahlung außerhalb des Lastschriftverfahrens zu verlangen. 4. Die Teilnahme am Lastschriftverfahren ist Voraussetzung für den Abschluss und die Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes. Wir sind berechtigt einen Monatsbeitrag auf Jahresbeitrag umzustellen, wenn der monatliche Beitrag 5,00 unterschreitet. 5. Sie müssen die Beiträge auf Ihre Gefahr und Ihre Kosten zahlen. 6. Bei Fälligkeit einer Versicherungsleistung werden wir etwaige Beitragsrückstände verrechnen. 6 Was geschieht, wenn Sie einen Beitrag nicht rechtzeitig zahlen? 1. Wenn Sie den ersten Beitrag nicht rechtzeitig zahlen, können wir solange die Zahlung nicht bewirkt ist vom Vertrag zurücktreten. Wir sind nicht zum Rücktritt berechtigt, wenn uns nachgewiesen wird, dass Sie die nicht rechtzeitige Zahlung nicht zu vertreten haben. 2. Ist der erste Beitrag bei Eintritt des Versicherungsfalles noch nicht gezahlt, sind wir nicht zur Leistung verpflichtet: Dies gilt nur, wenn wir Sie durch gesonderte Mitteilung in Textform oder durch einen auffälligen Hinweis im Versicherungsschein auf diese Rechtsfolge aufmerksam gemacht haben. Unsere Leistungspflicht bleibt jedoch bestehen, wenn Sie uns nachweisen, dass Sie das Ausbleiben der Zahlung nicht zu vertreten haben. 3. Zahlen Sie einen Folgebeitrag nicht rechtzeitig, können wir Ihnen auf Ihre Kosten in Textform eine Zahlungsfrist setzen. Die Zahlungsfrist muss mindestens zwei Wochen betragen. 4. Für einen Versicherungsfall, der nach Ablauf der gesetzten Frist eintritt, entfällt oder mindert sich der Versicherungsschutz, wenn Sie sich bei Eintritt des Versicherungsfalls noch mit der Zahlung in Verzug befinden. Voraussetzung ist, dass wir Sie bereits mit der Fristsetzung auf diese Rechtsfolge hingewiesen haben. 5. Nach Ablauf der gesetzten Zahlungsfrist können wir den Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen, wenn Sie sich noch immer mit den Beiträgen, Zinsen oder Kosten in Verzug befinden. Voraussetzung ist, dass wir Sie bereits mit der Fristsetzung auf diese Rechtsfolge hingewiesen haben. Wir können die Kündigung bereits mit der Fristsetzung erklären. Sie wird dann automatisch mit Ablauf der Frist wirksam, wenn Sie zu diesem Zeitpunkt noch immer mit der Zahlung in Verzug sind. Auf diese Rechtsfolge müssen wir Sie ebenfalls hinweisen. 6. Sie können den angeforderten Betrag auch dann noch nachzahlen, wenn unsere Kündigung wirksam geworden ist. Nachzahlen können Sie nur a) innerhalb eines Monats nach der Kündigung b) oder, wenn die Kündigung bereits mit der Fristsetzung verbunden worden ist, innerhalb eines Monats nach Fristablauf. Zahlen Sie innerhalb dieses Zeitraums, wird die Kündigung unwirksam und der Vertrag besteht fort. Für Versicherungsfälle, die zwischen dem Ablauf der Zahlungsfrist und der Zahlung eintreten, besteht kein oder nur ein verminderter Versicherungsschutz. 7 Wann und wie können Sie Ihre Versicherung beitragsfrei stellen? 1. Sie können jederzeit in Schriftform verlangen, zum Schluss der laufenden Versicherungsperiode von der Beitragszahlungspflicht befreit zu werden. In diesem Fall setzen wir die Versicherungssumme auf eine beitragsfreie Summe herab. Diese wird nach folgenden Gesichtspunkten berechnet: - nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik - für den Schluss der laufenden Versicherungsperiode 2. Der aus Ihrem Vertrag für die Bildung der beitragsfreien Versicherungssumme zur Verfügung stehende Betrag mindert sich um rückständige Beiträge. Außerdem nehmen wir einen Abzug vor. Den für Ihren Vertrag geltenden Abzug können Sie der Übersicht zur Risikolebensversicherung in Ihren Vertragsunterlagen entnehmen. Der Abzug ist zulässig, wenn er angemessen ist. Dies ist im Zweifel von uns nachzuweisen. Wir halten den Abzug für angemessen, weil mit ihm die Veränderung der Risikolage des verbleibenden Versicherungsbestands ausgeglichen wird. Zudem wird damit ein Ausgleich für kollektiv gestelltes Risikokapital vorgenommen. Wenn Sie uns nachweisen, dass der aufgrund Ihres Verlangens der Beitragsfreistellung von uns vorgenommene Abzug wesentlich niedriger liegen muss, wird er entsprechend herabgesetzt. Wenn Sie uns nachweisen, dass der Abzug überhaupt nicht gerechtfertigt ist, entfällt er. 3. Die Beitragsfreistellung Ihrer Versicherung ist mit Nachteilen verbunden. In der Anfangszeit Ihres Vertrages sind wegen der Verrechnung von Abschlussund Vertriebskosten (siehe 11) keine Mittel für die Bildung einer beitragsfreien Versicherungssumme vorhanden. Auch in den Folgejahren stehen wegen der benötigten Risikobeiträge gemessen an den gezahlten Beiträgen keine oder geringe Mittel für die Bildung einer beitragsfreien Versicherungssumme zur Verfügung. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Übersicht zur Risikolebensversicherung in Ihren Vertragsunterlagen. Im Falle einer Beitragsfreistellung werden bei der Kalkulation der beitragsfreien Versicherungssumme folgende Umstände berücksichtigt: - Veränderung der Risikolage Die Kalkulation von Versicherungsprodukten basiert darauf, dass die Risikogemeinschaft sich gleichmäßig aus Versicherungsnehmern mit einem hohen und einem geringen Risiko zusammensetzt. Da Personen mit einem geringen Risiko die Risikogemeinschaft eher verlassen als Personen mit einem hohen Risiko, wird in Form eines kalkulatorischen Ausgleichs sichergestellt, dass der Risikogemeinschaft durch die vorzeitige Vertragskündigung kein Nachteil entsteht. - Ausgleich für kollektiv gestelltes Risikokapital Wir bieten Ihnen im Rahmen des vereinbarten Versicherungsschutzes Garantien und Optionen. Dies ist möglich, weil ein Teil des dafür erforderlichen Risikokapitals (Solvenzmittel) durch den Versichertenbestand zur Verfügung gestellt wird. Bei Neuabschluss eines Vertrages partizipiert dieser an bereits vorhandenen Solvenzmitteln. Während der Laufzeit muss der Vertrag daher Solvenzmittel zur Verfügung stellen. Bei Beitragsfreistellung gehen diese Solvenzmittel dem verbleibenden Bestand verloren und müssen deshalb im Rahmen des Abzugs ausgeglichen werden. Der interne Aufbau von Risikokapital ist regelmäßig für alle Versicherungsnehmer die günstigste Finanzierungsmöglichkeit von Optionen und Garantien, da eine Finanzierung über externes Kapital wesentlich teurer wäre.- - Durch die Beitragsfreistellung entstehender Verwaltungsaufwand 4. Haben Sie die Freistellung von der Beitragszahlungspflicht verlangt und erreicht die nach Absatz 1 zu berechnende beitragsfreie Versicherungssumme den Mindestbetrag von 2.500,00 nicht, erhalten Sie statt der beitragsfreien Versicherungssumme sofern vorhanden den Rückkaufswert entsprechend 169 Versicherungsvertragsgesetz (VVG), und der Vertrag endet. 5. Die Rückzahlung der Beiträge können Sie nicht verlangen. 8 Wann und wie können Sie Ihre Versicherung kündigen? Sie können den Versicherungsvertrag jederzeit zum Ende der jeweiligen Versicherungsperiode schriftlich kündigen. Sie haben weder Anspruch auf einen Rückkaufswert noch auf die Rückzahlung der gezahlten Beiträge. 9 Wann und wie können wir der Fortführung Ihrer Versicherung zu den vorgesehenen Beiträgen widersprechen? 1. Wir können der Fortführung des Versicherungsvertrags zu den vorgesehenen Beiträgen zum Ende des jeweiligen Versicherungsjahres, frühestens mit Ablauf der ersten 3 Jahre nach Beginn des Versicherungsschutzes mit einer Frist von 3 Monaten widersprechen. 2. Widersprechen wir der Fortführung der Versicherung, wandelt sie sich in eine beitragsfreie Versicherung um, die nach den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik mit den Rechungsgrundlagen der Prämienkalkulation für den Schluss des laufenden Versicherungsjahres errechnet wird. Der aus Ihrer Versicherung für die Bildung der beitragsfreien Versicherungssumme zur Verfügung stehende Betrag mindert sich um rückständige Beiträge. Einen anderen Abzug nehmen wir nicht vor. Der 7 Absatz 4 gilt entsprechend. 3. Außerdem bieten wir Ihnen in diesem Fall den Abschluss einer neuen Risikolebensversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung zu neu berechneten Beiträgen, aber ansonsten gleichbleibenden Bedingungen an. Die Versicherungsleistung der angebotenen neuen Risikolebensversicherung entspricht zusammen mit der beitragsfreien Versicherung der Versicherungsleistung Ihrer bisherigen Versicherung. Anstelle des Abschlusses einer Versicherung mit neu berechneten Beiträgen können Sie verlangen, dass wir Ihnen eine Versicherung zu den ursprünglich vorgesehenen Beiträgen mit entsprechend herabgesetzter Versicherungsleistung anbieten. 4. Wir sind jedoch nur berechtigt, der Fortführung der Versicherung zu den vorgesehenen Beiträgen zu widersprechen, wenn a) sich der Leistungsbedarf gegenüber unseren Rechnungsgrundlagen des vereinbarten Beitrages und der zukünftig vorgesehenen Beiträge nicht nur vorübergehend und nicht vorhersehbar geändert hat, b) die nach den berichtigten Rechnungsgrundlagen festgesetzten Beiträge und zukünftig vorgesehenen Beiträge für die angebotene Versicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung angemessen und erforderlich sind, um die dauernde Erfüllbarkeit der Versicherungsleistung zu gewährleisten, und c) ein unabhängiger Treuhänder die Rechnungsgrundlagen und die Voraussetzungen der Buchstaben a) und b) überprüft und bestätigt hat. 5. Der Widerspruch gegen die Fortführung der Versicherung ist insoweit ausgeschlossen, als die Versicherungsleistung zum Zeitpunkt der Erst- oder Neukalkulation unzureichend kalkuliert war und ein ordentlicher und gewissenhafter Aktuar dies insbesondere anhand der zu Antragsnr.: VB-RisikoLV Zill_mit_Zusatzoptionen-V (D) Seite 2 von 6

3 diesem Zeitpunkt verfügbaren statistischen Kalkulationsgrundlagen hätte erkennen müssen. 10 Wann und wie ist eine Anpassung der Versicherungssumme eines beitragsfrei gestellten Versicherungsvertrages möglich? Bei einer nicht nur als vorübergehend anzusehenden und nicht vorhersehbaren Veränderung des Leistungsbedarfs gegenüber unseren technischen Berechnungsgrundlagen und der daraus errechneten beitragsfreien Versicherungssumme, sind wir berechtigt, die beitragsfreie Versicherungssumme entsprechend den berichtigten Berechnungsgrundlagen neu festzusetzen, sofern dies angemessen und erforderlich ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Versicherungsleistung zu gewährleisten und sofern ein unabhängiger Treuhänder die Berechnungsgrundlagen und sonstigen Voraussetzungen für die Änderung überprüft und deren Angemessenheit bestätigt hat. Die Änderungen werden zu Beginn des 2. Monats wirksam, der auf die Benachrichtigung des Versicherungsnehmers folgt. 11 Wie werden die Abschluss- und Vertriebskosten verrechnet? 1. Durch den Abschluss von Versicherungsverträgen entstehen Kosten. Diese sog. Abschluss- und Vertriebskosten ( 43 Abs. 2 der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen) sind bereits pauschal bei der Tarifkalkulation berücksichtigt und werden daher nicht gesondert in Rechnung gestellt. 2. Für Ihren Versicherungsvertrag ist das Verrechnungsverfahren nach 4 der Deckungsrückstellungsverordnung maßgebend. Hierbei werden die ersten Beiträge zur Tilgung eines Teils der Abschluss- und Vertriebskosten herangezogen, soweit die Beiträge nicht für Leistungen im Versicherungsfall, Kosten des Versicherungsbetriebs in der jeweiligen Versicherungsperiode und für die Bildung der Deckungsrückstellung aufgrund von 25 Abs. 2 RechversV i. V. m. 169 Abs. 3 VVG bestimmt sind. Der auf diese Weise zu tilgende Betrag ist nach der Deckungsrückstellungsverordnung auf 2,5 % der von Ihnen während der Laufzeit des Vertrages zu zahlenden Beiträge beschränkt. 3. Die restlichen Abschluss- und Vertriebskosten werden während der vertraglich vereinbarten Beitragszahlungsdauer aus den laufenden Beiträgen getilgt. 4. Die beschriebene Kostenverrechnung hat wirtschaftlich zur Folge, dass in der Anfangszeit Ihrer Versicherung keine Mittel zur Bildung einer beitragsfreien Versicherungssumme vorhanden sind. Nähere Informationen können Sie der "Übersicht zur Risikolebensversicherung" entnehmen. 12 Was gilt bei Wehrdienst, Unruhen, Krieg oder Einsatz bzw. Freisetzen von ABC-Waffen / -Stoffen? 1. Grundsätzlich besteht unsere Leistungspflicht unabhängig davon, auf welcher Ursache der Versicherungsfall beruht. Wir gewähren Versicherungsschutz insbesondere auch dann, wenn die versicherte Person in Ausübung des Wehr- oder Polizeidienstes oder bei inneren Unruhen den Tod gefunden hat. 2. Bei Ableben der versicherten Person in unmittelbarem oder mittelbarem Zusammenhang mit kriegerischen Ereignissen sind wir allerdings von der Verpflichtung zur Leistung frei. Nach Ablauf des ersten Versicherungsjahres entfällt diese Einschränkung unserer Leistungspflicht, wenn die versicherte Person in unmittelbarem oder mittelbarem Zusammenhang mit kriegerischen Ereignissen stirbt, denen sie während eines Aufenthalts außerhalb der Bundesrepublik Deutschland ausgesetzt und an denen sie nicht aktiv beteiligt war. 3. Bei Ableben der versicherten Person in unmittelbarem oder mittelbarem Zusammenhang mit dem vorsätzlichen Einsatz von atomaren, biologischen oder chemischen Waffen oder dem vorsätzlichen Einsatz oder der vorsätzlichen Freisetzung von radioaktiven, biologischen oder chemischen Stoffen sind wir von der Verpflichtung zur Leistung frei, sofern der Einsatz oder das Freisetzen darauf gerichtet sind, das Leben einer Vielzahl von Personen zu gefährden. Absatz 2 Satz 2 bleibt unberührt. 13 Was gilt bei Selbsttötung der versicherten Person? 1. Bei vorsätzlicher Selbsttötung der versicherten Person leisten wir, wenn seit Abschluss des Versicherungsvertrages drei Jahre vergangen sind. 2. Bei Selbsttötung der versicherten Person vor Ablauf der Dreijahresfrist besteht Versicherungsschutz nur dann, wenn uns nachgewiesen wird, dass die Tat in einem die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit begangen worden ist. Anderenfalls sind wir von der Leistungspflicht frei. 14 Was ist zu beachten, wenn eine Versicherungsleistung verlangt wird? 1. Der Tod der versicherten Person ist uns unverzüglich anzuzeigen. Außerdem sind zur Prüfung unserer Leistungspflicht insbesondere einzureichen: eine amtliche, Alter und Geburtsort enthaltende Sterbeurkunde, ein ausführliches ärztliches oder amtliches Zeugnis über die Todesursache sowie über Beginn und Verlauf der Krankheit, die zum Tode der versicherten Person geführt hat. 2. Zur Klärung unserer Leistungspflicht können wir notwendige weitere Nachweise und Auskünfte verlangen. Die mit den Nachweisen verbundenen Kosten trägt derjenige, der die Versicherungsleistung beansprucht. 3. Alle für die Prüfung des Leistungsanspruchs relevanten Dokumente sind in deutscher Sprache bzw. als amtlich beglaubigte Übersetzung in die deutsche Sprache vorzulegen. 4. Sofern die versicherte Person verschollen oder der Leichnam nicht auffindbar ist, entsteht der Anspruch auf Auszahlung der Versicherungsleistung frühestens mit der amtlichen Erklärung einer deutschen Behörde oder einer Behörde des Europäischen Wirtschaftsraums, mit der die versicherte Person für tot erklärt wird. 5. Unsere Leistungen überweisen wir dem Empfangsberechtigten auf seine Kosten. Bei Überweisungen in Länder außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes trägt der Empfangsberechtigte auch die damit verbundene Gefahr. 6. Solange eine Mitwirkungsobliegenheit vorsätzlich nicht erfüllt wird, sind wir von unserer Leistungspflicht befreit. Bei grob fahrlässigem Verhalten sind wir berechtigt, unsere Leistung in einem der Schwere des Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Beides gilt nur, wenn wir durch gesonderte Mitteilung in Textform (z. B. Brief oder ) auf diese Rechtsfolgen hingewiesen haben. Wenn uns nachgewiesen wird, dass die Mitteilungs- und Aufklärungspflicht nicht grob fahrlässig verletzt worden ist, bleibt unsere Leistungspflicht bestehen. Wir bleiben auch zur Leistung verpflichtet, soweit uns nachgewiesen wird, dass die Verletzung der Mitteilungs- und Aufklärungspflicht ohne Einfluss auf die Feststellung und den Umfang unserer Leistungspflicht ist. Dies gilt nicht, wenn die Obliegenheit arglistig verletzt wird. 15 Wer erhält die Versicherungsleistung? 1. Die Leistung aus dem Versicherungsvertrag erbringen wir an Sie oder an Ihre Erben, falls Sie uns keine andere Person benannt haben, die bei Eintritt des Versicherungsfalls die Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag erwerben soll (Bezugsberechtigter). Bis zum Eintritt des Versicherungsfalls können Sie das Bezugsrecht jederzeit widerrufen. 2. Sie können ausdrücklich bestimmen, dass der Bezugsberechtigte sofort und unwiderruflich die Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag erwerben soll. Sobald wir Ihre Erklärung erhalten haben, kann dieses Bezugsrecht nur noch mit Zustimmung des von Ihnen Benannten aufgehoben werden. 3. Sie können Ihre Rechte aus dem Versicherungsvertrag auch abtreten oder verpfänden. 4. Die Einräumung und der Widerruf eines Bezugsrechts sowie eine Abtretung oder Verpfändung von Ansprüchen aus dem Versicherungsvertrag sind uns gegenüber nur und erst dann wirksam, wenn sie uns vom bisherigen Berechtigten schriftlich angezeigt worden sind. 16 Gibt es eine Überschussberechtigung? Die Versicherung ist nicht überschussberechtigt. 17 Was gilt bei Änderung Ihrer Postanschrift und Ihres Namens? 1. Eine Änderung Ihrer Postanschrift müssen Sie uns unverzüglich mitteilen. Anderenfalls können für Sie Nachteile entstehen, da wir eine an Sie zu richtende Willenserklärung mit eingeschriebenem Brief an Ihre uns zuletzt bekannte Anschrift senden können. In diesem Fall gilt unsere Erklärung drei Tage nach Absendung des eingeschriebenen Briefes als zugegangen. 2. Bei Änderungen Ihres Namens gilt Absatz 1 entsprechend. 18 Welche Kosten stellen wir Ihnen gesondert in Rechnung? 1. Falls aus besonderen, von Ihnen veranlassten Gründen ein zusätzlicher Verwaltungsaufwand verursacht wird, können wir die in solchen Fällen durchschnittlich entstehenden Kosten als pauschalen Abgeltungsbetrag gesondert in Rechnung stellen. Dies gilt bei Ausstellung eines neuen Versicherungsscheines, Fristsetzung in Textform bei Nichtzahlung von Folgebeiträgen, Rückläufern im Lastschriftverfahren. 2. Sofern Sie uns nachweisen, dass die dem pauschalen Abgeltungsbetrag zugrunde liegenden Annahmen in Ihrem Fall entweder dem Grunde nach nicht zutreffen oder der Höhe nach wesentlich niedriger zu beziffern sind, entfällt der Abgeltungsbetrag bzw. wird im letzteren Falle entsprechend herabgesetzt. 19 Wie müssen Mitteilungen, die sich auf das Versicherungsverhältnis beziehen, erfolgen? Mitteilungen, die das Versicherungsverhältnis betreffen, müssen stets schriftlich erfolgen. 20 Welches Recht findet auf Ihren Vertrag Anwendung? Auf Ihren Vertrag findet das Recht der Bundesrepublik Deutschland Anwendung. 21 Wo ist der Gerichtsstand? 1. Klagen aus dem Versicherungsvertrag gegen uns können sowohl bei dem Gericht, in dessen Bezirk wir unseren Sitz haben, als auch bei dem Gericht erhoben werden, in dessen Bezirk Sie zur Zeit der Klageerhebung Ihren Wohnsitz, in Ermangelung eines solchen, Ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. 2. Klagen aus dem Versicherungsvertrag gegen Sie müssen bei dem Gericht erhoben werden, das für Ihren Wohnsitz, oder in Ermangelung eines solchen, den Ort Ihres gewöhnlichen Aufenthalts zuständig ist. 3. Verlegen Sie Ihren Wohnsitz in einen Staat außerhalb der Europäischen Gemeinschaft, Islands, Norwegens oder der Schweiz, sind die Gerichte des Staates zuständig, in dem wir unseren Sitz haben. 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