Geschäftsbericht 2013

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1 Geschäftsbericht 2013 Menschen brauchen Vorsorge.

2 Inhaltsverzeichnis 4 Aufsichtsrat 5 Vorwort 6 Vorstand 9 Zusammengefasster Lagebericht (Konzern WürttLeben/WL AG) 10 Grundlagen des Konzerns 16 Wirtschaftsbericht 29 Chancen- und Risikobericht 63 Prognosebericht 66 Sonstige Angaben 70 Erklärung zur Unternehmensführung/ Corporate Governance 75 Konzernabschluss 76 Konzernbilanz 78 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 79 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 80 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 84 Konzern-Kapitalflussrechnung 86 Konzernanhang 221 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 222 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 225 Jahresabschluss Württembergische Lebensversicherung AG 226 Bilanz 230 Gewinn- und Verlustrechnung 233 Anhang 296 Gewinnverwendung 297 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 298 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 300 Bericht des Aufsichtsrats 304 Glossar 310 Anschriften

3 Kennzahlenübersicht Konzern WürttLeben Konzern WürttLeben (nach IFRS) Konzernbilanz Kapitalanlagen in Mio , ,3 Versicherungstechnische Rückstellungen in Mio , ,9 Konzern-Gesamtergebnisrechnung bis bis Gebuchte Bruttobeiträge in Mio 2 220, ,5 Kapitalanlageergebnis ohne Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen in Mio 1 374, ,0 Leistungen an Kunden (brutto) in Mio 3 297, ,9 Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (brutto) in Mio 268,6 283,1 Konzernüberschuss in Mio 39,4 44,6 Konzerngesamtergebnis in Mio 4,6 88,6 Ergebnis je Aktie in 3,21 3,65 Sonstige Angaben bis bis Neubeitrag in Mio 678,3 764,5 Versicherungsbestand selbst abgeschlossen Laufender Beitrag in Mio 1 663, ,5 Anzahl der Verträge Verwaltungskostensatz 1 in % 2,9 2,7 Abschlusskostensatz 2 in % 5,8 5,4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter WürttLeben-Aktie Dividende je Aktie in 0,11 4 0,11 Ausschüttungsbetrag in Mio 1,3 4 1,3 Aktienkurs zum Jahresende in Marktkapitalisierung zum Jahresende in Mio Verwaltungskosten in % der gebuchten Bruttobeiträge. 2 Abschlusskosten in % der Beitragssumme des Neugeschäfts. 3 Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 4 Bei Annahme des Gewinnverwendungsvorschlags durch die Hauptversammlung.

4 Kennzahlenübersicht (nach HGB) bis bis Gebuchte Bruttobeiträge in Mio 2 058, ,4 Neuzugang (Neubeitrag) in Mio 642,0 727,9 Versicherungsbestand selbst abgeschlossen Laufender Beitrag für ein Jahr in Mio 1 528, ,6 Anzahl der Verträge Verwaltungskostenquote bezogen auf den mittleren Kapitalanlagebestand 1 in % 0,23 0,24 Leistungsverpflichtung gegenüber den Versicherten 2 in Mio , ,9 Kapitalanlagen 3 in Mio , ,8 Nettoverzinsung 3 in % 5,1 4,5 Gesamtüberschuss in Mio 271,3 213,6 Jahresüberschuss in Mio 45,0 35,0 Arbeitnehmer der Württembergischen Versicherungen Gemäß Ziffer B5b laut Kennzahlenkatalog des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV). 2 Deckungsrückstellung, Überschussguthaben und Rückstellung für Beitragsrückerstattung. 3 Ohne fondsgebundene Lebensversicherungen. 4 Württembergische Versicherung AG, (Innen- und Außendienst) zum 31. Dezember inklusive Auszubildenden nach Verträgen. Finanzkalender Hauptversammlung Hauptversammlung der Donnerstag, 15. Mai 2014 Finanzberichte Geschäftsbericht 2013 Montag, 31. März 2014 Zwischenmitteilung zum 31. März Mittwoch, 14. Mai 2014 Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni Donnerstag, 14. August 2014 Zwischenmitteilung zum 30. September Freitag, 14. November 2014

5 Menschen brauchen Perspektive. wie zum Beispiel Stephanie Schäfer. Als Mitarbeiterin im Produktmanagement bei der Württembergischen Lebensversicherung sorgt sie für Produkte, die unseren Kunden vor allem eines ermöglichen sollen: eine unbeschwerte Zukunft.

6 4 Aufsichtsrat Dr. Alexander Erdland Vorsitzender Vorsitzender des Vorstands Wüstenrot & Württembergische AG Dr. Jan Martin Wicke Stellvertretender Vorsitzender Mitglied des Vorstands Wüstenrot & Württembergische AG Prof. Dr. Peter Albrecht Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Risikotheorie, Portfoliomanagement und Versicherungswirtschaft an der Universität Mannheim Peter Becker 1 Versicherungskaufmann Mitglied des Betriebsrats Württembergische Versicherung AG/Württembergische Lebensversicherung AG, Standort Karlsruhe Herwig Cetto 1 Versicherungsfachwirt Christian Hörtkorn Geschäftsführender Gesellschafter Dr. Friedrich E. Hörtkorn GmbH Dr. Ursula Lipowsky Mitglied des Vorstands Swiss Re Germany AG Prof. Dr. Wolfgang Müller Vorsitzender des Vorstands BBBank eg Rosemarie Schröder 1 Versicherungsbetriebswirtin Mitglied des Betriebsrats Württembergische Versicherung AG/Württembergische Lebensversicherung AG, Standort Karlsruhe Frank Weber 1 Vorsitzender des Betriebsrats Württembergische Versicherung AG/Württembergische Lebensversicherung AG, Standort Karlsruhe Dr. Heiko Winkler Ehemaliger Vorsitzender der Vorstände Westfälische Provinzial Versicherung AG, Westfälische Provinzial Lebensversicherung AG, Provinzial NordWest Holding AG S. K. H. Friedrich Herzog von Württemberg Mitglied der Direktion der Hofkammer des Hauses Württemberg Aktueller Stand bei Drucklegung: März Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter.

7 5 die Herausforderungen an Lebensversicherer sind in den letzten Jahren fortwährend gestiegen. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die ungelöste Staatsschuldenkrise des Euroraums und auch Inflationssorgen machten der Branche der Lebensversicherer und damit auch uns, dem Konzern WürttLeben zu schaffen. Mit unserer vorausschauenden und sicherheitsorientierten Unternehmenspolitik haben wir es jedoch geschafft, uns bei erschwerten Rahmenbedingungen gut am Markt zu behaupten. Die stete Nachfrage unserer Kunden nach Vorsorgeprodukten, die auf Langfristigkeit ausgelegt sind, zeigt, dass das Geschäftsmodell der Lebensversicherung ein wichtiger Bestandteil zum Schutz vor wesentlichen Risiken und ein zentraler Baustein der immer elementarer werdenden privaten Altersvorsorge ist. Ihr Nutzen hängt nicht allein von der Rendite ab. Ihre Verlässlichkeit und Sicherheit überzeugen unsere Kunden, die uns auch weiterhin ihr Vertrauen schenken. Neben schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und niedrigen Zinsen an den Finanzmärkten, stellen auch die erhöhten Eigenmittelanforderungen durch Solvency II nach wie vor eine Herausforderung für uns dar. Bereits in den vergangenen Jahren haben wir unser Eigenkapital mit einer Thesaurierung der Überschüsse gestärkt. Um auch weiterhin die Basis für die nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmens zu festigen, möchten wir diese Stärkung vorbehaltlich der Beschlussfassung in der Hauptversammlung am 15. Mai auch 2014 fortsetzen. Mit unserem Stärkungsprogramm W&W 2015, welches dem Zukunftsprogramm W&W 2012 folgt, reagieren wir auf die lang anhaltende Niedrigzinsphase. Wir möchten damit unsere Substanz stärken und im Kostensektor noch wettbewerbsfähiger werden. Um all dies umzusetzen bedarf es des engagierten Einsatzes unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Arbeit unserer Kooperationspartner im Vertrieb und des Vertrauens unserer Kunden und Aktionäre. Ihnen allen gilt unserer besonderer Dank. Um in einem schwierigen Marktumfeld weiterhin die größtmögliche Sicherheit zu bieten, passen wir unsere Produkte den äußeren Gegebenheiten an. Mit unserem Produkt Genius Sachwert bieten wir beispielsweise zusätzliche Renditechancen durch Investitionen in Sachwerte und inflationsgeschützte Wertpapiere. Mit freundlichen Grüßen Norbert Heinen Dr. Wolfgang Breuer Im Belastungstest von Morgen & Morgen haben wir zum wiederholten Mal für unsere reserveorientierte und solide Kapitalanlagestrategie die Höchstnote ausgezeichnet erreicht. Der Belastungstest bewertet die Krisensicherheit eines Unternehmens für die Zukunft. Dr. Michael Gutjahr Ruth Martin Jens Wieland

8 6 Vorstand der Württembergische Lebensversicherung AG Norbert Heinen Vorstandsvorsitzender Kapitalanlage-Abteilungen Produktentwicklung Leben Vertriebs-Abteilungen Vertrieb Ausschließlichkeitsorganisation Vertrieb Banken Dr. Wolfgang Breuer Makler Vertrieb Dr. Michael Gutjahr Arbeitsdirektor Controlling/Risikomanagement Rechnungswesen Personal

9 7 Ruth Martin Verantwortliche Aktuarin Aktuariat Backoffice Abteilungen Leben Firmenkunden Leben Jens Wieland Privatkunden Leben Aus dem Vorstand ausgeschieden: Klaus Peter Frohmüller (bis 31. Dezember 2013)

10

11 Zusammengefasster Lagebericht 10 Grundlagen des Konzerns 10 Geschäftsmodell 12 Steuerungssystem 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 13 Ratings 14 Aktie 16 Wirtschaftsbericht 16 Geschäftsumfeld 17 Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns WürttLeben 24 Geschäftsverlauf und Lage der 29 Chancen- und Risikobericht 29 Chancenbericht 32 Risikobericht 63 Prognosebericht 63 Gesamtwirtschaftliche Prognose 63 Kapitalmärkte 63 Branchenausblick 63 Unternehmensprognosen 66 Sonstige Angaben 66 Nachtragsbericht 66 Angaben gemäß 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB 68 Beziehungen zu verbundenen Unternehmen 68 Vergütungsbericht 70 Erklärung zur Unternehmensführung/ Corporate Governance 70 Arbeitsweise und Zusammensetzung der Gremien 72 Entsprechenserklärung 73 Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

12 10 Zusammengefasster Lagebericht Erstanwendung DRS 20 Im vorliegenden Lagebericht wurde erstmals das Wahlrecht genutzt, den Lagebericht der Württembergische Lebensversicherung AG in den Konzernlagebericht zu integrieren. Der neue, zusammengefasste Lagebericht wurde gemäß 289, 315 und 315 a Handelsgesetzbuch (HGB) sowie erstmals nach dem Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS 20) erstellt. Dies führte zu einer Reihe von Änderungen in Struktur und Form. Er ist daher mit den Lageberichten der Vorjahre nur bedingt vergleichbar. Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren bilden gemäß DRS 20 die Basis für die Beschreibung des Geschäftsverlaufs sowie für die Prognose für das nächste Geschäftsjahr. Auf Basis der Prognose wird im Bericht des folgenden Geschäftsjahres ein Vergleich der Prognose mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung für die bedeutsamsten Leistungsindikatoren vorgenommen. Außerdem wurden neue Anforderungen für den Risikobericht umgesetzt, der darüber hinaus mit dem Chancenbericht zusammengefasst wurde. Des Weiteren wurden durch den DRS 20 zusätzlich geforderte Angaben in verschiedenen Kapiteln ergänzt. Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell Überblick über den Konzern und die Die börsennotierte Württembergische Lebensversicherung AG mit Sitz in Stuttgart, Deutschland, bildet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften Allgemeine Rentenanstalt Pensionskasse AG (Stuttgart) und der Karlsruher Lebensversicherung AG (Karlsruhe) den Konzern WürttLeben. Die als Einzelgesellschaft ist Spezialistin für Lebensversicherungen und Altersvorsorge und blickt als älteste private Rentenversicherung Deutschlands auf eine lange Tradition zurück. Als Muttergesellschaft steuert und kontrolliert die Württembergische Lebensversicherung AG die Schlüsselprozesse im Konzern WürttLeben. Der Leiter des Geschäftsfelds Versicherung ist gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der. Entscheidungsträger im Konzern ist der Gesamtvorstand der, der fünf Vorstände umfasst. Er entscheidet auf Basis der gleichen Informationen wie das Management Board des W&W- Konzerns. Federführend in der Zusammenarbeit des Vorstands mit dem Aufsichtsrat ist der Vorstandsvorsitzende. Er hält mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats regelmäßig Kontakt und berät mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Compliance der Gesellschaft. Weitere Details zur Arbeitsweise enthält die Erklärung zur Unternehmensführung in diesem Bericht. Das Geschäftsmodell des Konzerns WürttLeben hat sich im Geschäftsjahr 2013 nicht geändert. Seit dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische 1999 ist die Württembergische Lebensversicherung AG Teil der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W-Gruppe). Diese verbindet die beiden Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung als gleich starke Säulen und bietet Vorsorgelösungen aus einer Hand für Privat- und Gewerbekunden. Sie positioniert sich damit mit ihren Tochtergesellschaften als Vorsorge-Spezialistin für Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung in allen Lebenslagen. Märkte und Standorte Der Konzern WürttLeben ist in Deutschland mit Betriebsstätten in Stuttgart und Karlsruhe vertreten. Der Kernmarkt ist Deutschland. Berichtssegmente Nach IFRS hat der WürttLeben-Konzern nur ein berichtspflichtiges Segment: das Lebensversicherungsgeschäft in Deutschland. Daher kann auf eine separate Segmentberichterstattung verzichtet werden.

13 Zusammengefasster Lagebericht KonzernabschluSS AG-Jahresabschluss Grundlagen des Konzerns Wirtschaftsbericht Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Sonstige Angaben Erklärung zur Unternehmensführung 11 Produktangebot Als Der Vorsorge-Spezialist ist es unsere Aufgabe, unsere Kunden umfassend abzusichern. Um dies bestmöglich zu erreichen, werden die Produkte des Konzerns und der fortwährend weiterentwickelt und den äußeren Rahmenbedingungen angepasst. Zum Beispiel haben wir 2013 unsere Genius-Produktfamilie um die Sachwertpolice Genius Sachwert erweitert. Diese eröffnet unseren Kunden in einem schwierigen Kapitalmarktumfeld, das zugleich durch Inflationsängste geprägt ist, zusätzliche Renditechancen durch Investition in Sachwerte und inflationsgeschützte Wertpapiere. Unsere in den letzten Jahren kontinuierlich optimierte Berufsunfähigkeitsversicherung erhielt 2013 bei allen renommierten Produktratings die Höchstauszeichnung. Darüber hinaus haben wir 2013 unseren Rententarif mit flexiblem Todesfallschutz durch bedarfsgerechte Anpassung der Todesfallleistung weiter differenziert. Auch 2014 werden wir unsere Produktpalette weiterentwickeln und gemäß den Kundenwünschen anpassen. Durch die Einführung des neu aufgelegten Fonds W&W Vermögensverwaltende Strategie, ein Multi-Asset-Konzept mit aktiver Vermögensverwaltung, soll das Genius- Produkt weiter gestärkt werden. Die bietet als Teil von Wüstenrot & Württembergische ihren Kunden ein breites Produktspektrum rund um die private und betriebliche Altersvorsorge und Risikoabsicherung. Privatkunden: Lebens- und Rentenversicherung: Betriebliche Altersversorgung/Entgeltumwandlung, Finanzierungen, Risikolebensversicherung, Bestattungsvorsorge, Erbschaftsvorsorge, klassische Rentenversicherung, fondsgebundene Rentenversicherung, Riester-Rente, Basis-Rente, Waisen-, Hinterbliebenenrenten- und Unfall-Zusatzversicherung, Berufsunfähigkeitsschutz durch selbstständige Absicherung oder als Zusatzversicherung. VERTRIEBSWEGEMIX DES NEUZUGANGS (NACH WONS) in Mio ,2 526, ,8 581, ,1 483, Außendienst Württembergische Wüstenrot-Außendienst Maklervertrieb Bankenkooperationen Firmenkunden: Lebens- und Rentenversicherung: 199,9 491,0 Alle Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung mit den entsprechenden Formen von Altersvorsorgeprodukten, Berufsunfähigkeits- und Todesfallschutz. Vertriebswegemix Der Konzern WürttLeben setzt beim Vertrieb seiner Produkte vor allem auf die Verlässlichkeit und die Kompetenz persönlicher Beratung. Im Mittelpunkt steht hierbei der Ausschließlichkeitsvertrieb der Württembergischen mit seinen rund Außendienstpartnern. Unterstützt wird dessen Vertriebskraft durch Berater von Wüstenrot. Darüber hinaus tragen die zahlreichen Kooperationspartner wie Banken und Makler zum Geschäftserfolg bei. Nachhaltiges Engagement Bereits im zweiten Jahr beteiligt sich der Konzern Württ- Leben als Teil der W&W-Gruppe am Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Vorsorge und Nachhaltigkeit sind für uns als Finanzdienstleister und Vorsorge-Spezialist untrennbar miteinander verbunden. Wir sind davon überzeugt, dass sich nur solche Unternehmen langfristig behaupten können, die in einer sich im Wandel befindlichen Welt die Initiative ergreifen und Verantwortung für die damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt übernehmen. Nachhaltigkeit drückt sich in einer Vielzahl von Aktivitäten aus. Im Rahmen der Umweltschutzmaßnahmen wurde beispielsweise eine konzernweite Regelung eingeführt, um den CO - Ausstoß der Dienstwagenflotte langfristig zu senken.

14 12 Die Unterstützung förderungswürdiger Projekte ist uns sehr wichtig. Wir in der W&W-Gruppe unterstützen den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung sowie die Bachakademie Stuttgart und verschiedene Kulturereignisse in Baden- Württemberg. Als Partner des Stuttgarter Präventionspreises unterstützen wir darüber hinaus die Kriminalprävention der Landeshauptstadt sowie den Verein Sicheres Ludwigsburg. Europaweite SEPA-Einführung Mit Einführung des einheitlichen Euro-Zahlungsraums SEPA (Single Euro Payments Area) wird für den Euro-Zahlungsverkehrsraum eine neue Infrastruktur geschaffen. Die SEPA-Einführung im W&W-Konzern wurde Anfang Januar 2014 erfolgreich abgeschlossen. Stärkungsprogramm W&W 2015 Angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase, des veränderten Kundenverhaltens, des verschärften Wettbewerbs und der zunehmenden regulatorischen Anforderungen nimmt die W&W-Gruppe, in die der Konzern WürttLeben eingebunden ist, mit dem Stärkungsprogramm W&W 2015 strategische Anpassungen vor. Ziel ist es, den Wandel der Rahmenbedingungen in der Produktentwicklung zukunftsorientiert zu berücksichtigen und den Kapitaleinsatz und die Kostenstruktur weiter zu optimieren sowie das bestehende Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und zu modernisieren. Über die externen Einflussfaktoren auf unser Geschäftsmodell berichten wir ausführlich im Wirtschaftsbericht im Kapitel Geschäftsumfeld auf den nachfolgenden Seiten dieses Lageberichts. Steuerungssystem Das Steuerungssystem ist in der W&W-Gruppe auf eine werthaltige Steuerung ausgerichtet und unterstützt die Geschäftsleitung bei der Führung des Konzerns. Dabei handelt es sich um ein integriertes Steuerungssystem: Auf Basis der Geschäftsstrategie wird eine Geschäftsplanung für drei Jahre erstellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Aus der vom Aufsichtsrat für das folgende Geschäftsjahr verabschiedeten Planung werden quantitative Unternehmensziele für das Management abgeleitet. In Ergänzung zur operativen Planung führen wir im laufenden Geschäftsjahr jeweils zwei Hochrechnungen durch. Die unterjährige Steuerung erfolgt anhand eines Steuerungscockpits. Hier wird auf monatlicher Basis verfolgt, ob die geplanten Zielergebnisse erreicht wurden. Bei sich abzeichnenden Abweichungen können gegensteuernde Maßnahmen zeitnah ergriffen werden. Bedeutsamste und bedeutsame Leistungsindikatoren des Konzerns WürttLeben und der Zur adäquaten Steuerung wurden bedeutsamste Leistungsindikatoren in den Dimensionen Rentabilität, Marktperformance, Kosteneffizienz und Aufsichtsrechtliche Solvabilität definiert. Konzern WürttLeben (IFRS) Zur nachhaltigen Steuerung des Lebens- und Pensionsversicherungsneugeschäfts verwenden wir in der Dimension Marktperformance die Kennzahl wertorientierte Nettobewertungssumme (WONS). Hierbei wird die Beitragssumme des Neugeschäfts jeder Produktgruppe mit wertorientierten Faktoren gewichtet. Der Faktor bestimmt sich nach der Profitabilität der Produktgruppe. Es gilt: Je profitabler die Produktgruppe, desto höher ist der Gewichtungsfaktor. Innerhalb der Dimension Rentabilität wird übergreifend der Jahresüberschuss nach IFRS des Konzerns WürttLeben als zentraler, bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator verwendet. In der Kosteneffizienz sind dies die Verwaltungskostenquote sowie die Abschlusskostenquote des Konzerns WürttLeben. (HGB) Die steuert als Muttergesellschaft den Konzern WürttLeben und seine Beteiligungen. Eine bedeutsame Finanzkennzahl ist daher das Kapitalanlageergebnis (HGB), welches maßgeblich durch Dividenden-/Beteiligungserträge der Tochtergesellschaften geprägt ist. In der Dimension Marktperformance verwenden wir die wertorientierte Nettobewertungssumme (WONS) als bedeutsamste Kennzahl. Der HGB-Jahresüberschuss als bedeutsamster Leistungsindikator befriedigt einerseits in Form von Dividenden die Ansprüche unserer Aktionäre und steht darüber hinaus für die Bildung von Eigenkapital zur Verfügung. Im Bereich Kosteneffizienz dienen die Verwaltungskosten- und Abschlusskostenquote als bedeutsamste Steuerungsgrößen.

15 Zusammengefasster Lagebericht KonzernabschluSS AG-Jahresabschluss Grundlagen des Konzerns Wirtschaftsbericht Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Sonstige Angaben Erklärung zur Unternehmensführung 13 Die aufsichtsrechtliche Solvabilität bemisst sich anhand der Solvabilitätsquote nach Solvency I. Diese wurde bei der als bedeutsamster Leistungsindikator festgelegt. Bei der Berechnung der Solvabilitätsquote wird den Eigenmitteln die Solvabilitätsspanne gegenübergestellt. In die Eigenmittel gehen unter anderem das bilanzielle Eigenkapital sowie Teile der Rückstellungen für Beitragsrückerstattung ein. Die Solvabilitätsspanne wird maßgeblich anhand der Deckungsrückstellungen und des riskierten Kapitals errechnet. Die Rechenweise gibt der Gesetzgeber vor. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte die Württembergische Versicherungsgruppe (Vj ) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, berechnet nach der Anzahl der Arbeitsverträge ohne Ausbildungsverträge. Davon sind 47,0 % (Inland) weiblich. 21,7 % der Führungspositionen im Innendienst waren mit Frauen besetzt. Dieser Anteil soll noch wachsen: Denn wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis % aller Führungspositionen im W&W-Konzern mit Frauen zu besetzen. Mit flexiblen Arbeitszeit- und Arbeitsortmodellen sowie professioneller Unterstützung im Bereich Kinderbetreuung und Pflege bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Chance, Privatleben und Beruf bestmöglich zu vereinbaren und damit auch persönliche und berufliche Ziele zu verwirklichen. Dazu trägt bereits seit 2012 die betriebliche Stuttgarter Kindertagesstätte Feuerseepiraten bei. Die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein wichtiger und zentraler Baustein unserer Unternehmensphilosophie. Denn Bildung ist eine Investition in die Zukunft, weshalb wir unseren Beschäftigten zielgerichtete Möglichkeiten bieten, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Beim Premium Talent Programm beispielsweise werden herausragende Talente in ihren fachlichen, unternehmerischen und sozialen Kompetenzen gefördert. Beim Mentoring-Programm unterstützen Vorstände und Führungskräfte Talente und potenzielle Führungskräfte dabei, ihre beruflichen Fähigkeiten und die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Zudem bietet sowohl die Fach- als auch die Führungslaufbahn Perspektiven für Mitarbeiter, die neue Wege bei der Württembergischen Versicherungsgruppe gehen möchten. Darüber hinaus haben wir 2013 begonnen, einen besonderen Schwerpunkt unserer Personalarbeit auf kundennahe Bereiche zu legen. Dort sollen 2014 die Weiterbildungsund Anerkennungssysteme weiterentwickelt werden, um sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch Führungskräfte besonders zu unterstützen. Unser prämiertes betriebliches Gesundheitsmanagement wurde auch 2013 positiv angenommen. Konzernweit eingeführt haben wir ein betriebliches Eingliederungsmanagement. Wir möchten es unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach längerer Krankheit dank eines mehrstufigen Maßnahmenplans erleichtern, möglichst einfach und problemlos in ihren Beruf zurückzufinden. Dank Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innenund Außendienst danken wir für ihren Einsatz und ihr außergewöhnliches Engagement im zurückliegenden Geschäftsjahr. Ihre Kompetenz und Leistungsbereitschaft sind für unsere Zukunft von maßgeblicher Bedeutung. Unser Dank gilt auch den Arbeitnehmervertretungen und deren Gremien sowie den Interessenvertretungen der Außendienstorganisationen und den Sprecherausschüssen der leitenden Angestellten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die konstruktive Begleitung zukunftssichernder Maßnahmen. Ratings Standard & Poor s (S&P) hat im Mai 2013 weltweit neue Ratingkriterien für Versicherungsunternehmen veröffentlicht. Am 12. Juni 2013 wurden auf Basis dieser Kriterien alle Ratings der W&W-Gruppe und somit auch die der mit stabilem Ausblick bestätigt. Somit verfügt die Württembergische Lebensversicherung AG weiterhin über ein A -Rating. S&P honoriert insbesondere die starke Wettbewerbsposition sowie die gute Kapitalausstattung der W&W-Gruppe. Die von der begebene öffentliche nachrangige Anleihe in Höhe von 130 Mio wird weiterhin mit BBB bewertet.

16 14 FitchRatings (Fitch) hat im Mai 2013 die Bewertung sämtlicher Konzerngesellschaften bestätigt und somit auch das BBB+ -Emittentenrating sowie das A -Finanzstärkerating der. Die W&W-Gruppe kündigte im Rahmen des laufenden Kostenprogramms zum Jahresende alle Ratings von Fitch. Daraufhin bestätigte Fitch am 10. Dezember 2013 alle Ratings der W&W-Gruppe mit stabilem Ausblick und zog diese zeitgleich zurück. Ratings W&W AG Württembergische Lebensversicherung AG Württembergische Lebensversicherung AG Hybridkapitalanleihe Financial Strength Rating BBB+ outlook stable A outlook stable Standard & Poor s Issuer Credit Rating BBB+ outlook stable A outlook stable BBB Aktie Ausgehend von einem Schlusskurs Ende 2012 in Höhe von 15,62 stieg die WürttLeben-Aktie gleich zu Jahresbeginn 2013 sehr rasch auf 17,25. Daraufhin setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein, die sich Ende März sogar noch beschleunigten und sie auf einen zwischenzeitlichen Tiefstkurs von 13,60 fallen ließen. Im April konnte sich der Kurs der WürttLeben-Aktie wieder erholen und schwankte bis Mitte Oktober zumeist um 15,50. Anschließend zog er sprunghaft an und erreichte Mitte November sein Jahreshoch bei 17,50. Zum Ende des Jahres lag der Kurs dann bei 16,95. Auf Jahressicht errechnet sich damit ein Kursgewinn von 8,5 %. Bezieht man die Dividendenzahlung von 0,11 in die Berechnung mit ein, ergibt sich eine Gesamtperformance von 9,2 %. Dividende Der Hauptversammlung werden wir am 15. Mai 2014 vorschlagen, 0,11 je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2013 auszuschütten. Investor Relations Die Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern wurde auch im Geschäftsjahr 2013 intensiviert. Der Vorstand präsentierte unsere wirtschaftliche Entwicklung auf Roadshows und Analystenkonferenzen der W&W. Auf unserer Internetseite unter finden Anleger umfassende Informationen zu unserer Aktie und zu Anleihen. Der Newsletter des Investor-Relations-Teams informiert aktuell über neue Themen und erinnert die Empfänger an wichtige Termine. AKTIENENTWICKLUNG IM VERGLEICH (INDEXIERT) Württembergische Lebensversicherung AG Prime-Branchenindex Versicherungen EuroSTOXX J F M A M J J A S O N D J

17 Zusammengefasster Lagebericht KonzernabschluSS AG-Jahresabschluss Grundlagen des Konzerns Wirtschaftsbericht Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Sonstige Angaben Erklärung zur Unternehmensführung 15 Aktienkennzahlen Wertpapierkennung Namensaktie WKN ISIN DE Inhaberaktie WKN ISIN DE Bloomberg-Kürzel Namensaktie WLV2 GY Inhaberaktie WLV GY Reuters-Kürzel Namensaktie WLVd.DE Inhaberaktie WLVG.SG Wertpapiertyp Börsenplätze Nennwertlose Stückaktie Stuttgart (Regulierter Markt), Frankfurt (Freiverkehr), Düsseldorf (Freiverkehr), XETRA Grundkapital ,60 Emissionsart, Anzahl Aktien Namensaktie Stück Inhaberaktie Stück Jahrestief 1 13,60 13,00 Jahreshoch 1 17,50 17,05 Jahresschlusskurs 1 16,95 15,62 Marktkapitalisierung zum Jahresschluss Mio 190 Mio Ausschüttungssumme für das Geschäftsjahr 3 1,3 Mio 1,3 Mio 1 XETRA, Namensaktie auf Schlusskursbasis. 2 Bezogen auf Namens- und Inhaberaktien laut XETRA. 3 Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung.

18 16 Wirtschaftsbericht Geschäftsumfeld Gesamtwirtschaftliches Umfeld Mit einem voraussichtlichen Wirtschaftswachstum von rund 0,5 % verzeichnete die deutsche Wirtschaft 2013 den geringsten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts seit dem Rezessionsjahr Außer an der ungünstigen Witterung zu Jahresbeginn litt die deutsche Konjunktur insbesondere unter dem im Vergleich zu den Vorjahren schwachen Exportgeschäft und zurückhaltenden Investitionen der Unternehmen. Eine auch aus Sicht der W&W-Gruppe erfreuliche Wachstumsstütze war hingegen der gestiegene Konsum der Privathaushalte, der den besseren Einkommen zu verdanken ist. Auch der Bausektor sorgte für eine zunehmend optimistischere Konjunktureinschätzung, denn nach einem sehr schwachen Jahresauftakt infolge der lang anhaltenden Winterwitterung belebte sich die Bauaktivität im Jahresverlauf gerade in den großen Ballungsgebieten deutlich. Kapitalmärkte Moderater Zinsanstieg Die langfristigen Renditen deutscher Bundesanleihen stiegen 2013 nur leicht. So wurden zehnjährige Bundesanleihen, die noch Ende 2012 bei knapp über 1,31 % gelegen hatten, Ende 2013 mit 1,93 % verzinst. Wichtigste Ursache dieses Zinsanstiegs waren die sich im Jahresverlauf aufhellenden Konjunkturperspektiven sowohl für Deutschland als auch für die EWU. Dabei hatten im Frühjahr noch negative Nachrichten aus dem Euroraum für eine erhöhte Nachfrage nach Bundesanleihen gesorgt, sodass die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen Anfang Mai sogar kurzzeitig bei unter 1,2 % ein neues historisches Rekordtief erreicht hatte. Ab den Sommermonaten zogen dann jedoch die konjunkturellen Indikatoren in Europa und auch in den USA zunehmend an, woraufhin Anleger Bundesanleihen zugunsten höherrentierlicher Anlagen verkauften. Ab Jahresmitte stiegen die Zinsen dann bis zum Jahresende an. Dabei verhinderten eine auf ein sehr niedriges Niveau fallende Inflationsrate und eine weiterhin explizit expansive Ausrichtung der Europäischen Zentralbank (EZB) einen noch stärkeren Zinsanstieg. Diese beiden Faktoren waren auch dafür verantwortlich, dass der Renditeanstieg bei Bundesanleihen mit kurzen Restlaufzeiten noch verhaltener ausfiel als bei langfristigen Titeln. So stieg die Rendite zweijähriger Bundesanleihen, die Ende 2012 leicht negativ gewesen war, bis Ende 2013 nur auf 0,21 %. Aktienmärkte im Aufwind Die internationalen Aktienmärkte wiesen 2013 kräftige Kursgewinne aus. So verzeichnete der DAX einen Anstieg um 25,5 %, der Euro STOXX 50 legte um 17,9 % zu. Grundlage dieses sehr freundlichen Markttrends war eine Kombination aus im Jahresverlauf zunehmend positiveren Konjunkturaussichten und einer anhaltend expansiven Geldpolitik. Zusätzlich stützten ein zu Jahresbeginn attraktives Bewertungsniveau von Aktien, eine ansteigende Risikobereitschaft der Anleger und angesichts des Niedrigzinsumfelds fehlende Anlagealternativen die Kursentwicklung an den Börsen. Der Prime-Branchenindex Banken, der die Kursentwicklung der Aktien deutscher Kreditinstitute widerspiegelt, verzeichnete dagegen einen Anstieg von lediglich 11,7 %. Die Bankentitel litten dabei insbesondere zu Jahresbeginn unter anhaltenden Sorgen um die Stabilität der von ihnen gehaltenen Anleihen der Krisenländer. Im weiteren Jahresverlauf rückten befürchtete negative Auswirkungen strengerer Regulierungsvorschriften auf die zukünftige Gewinnentwicklung der Banken in den Blickpunkt. Der Prime-Branchenindex Versicherungen wies 2013 ein leicht überdurchschnittliches Kursplus von 26,5 % auf. Die Anleger scheinen hier weiterhin die langfristige und auf Solidität ausgerichtete Strategie der deutschen Versicherungsunternehmen zu honorieren. Branchenentwicklung Im Geschäftsjahr 2013 sah sich die Finanzdienstleistungsbranche zusätzlich steigenden regulatorischen Vorgaben und Anforderungen gegenüber. Die Vorbereitungen auf Solvency II stellten eine der zentralen Herausforderungen für die Finanzdienstleistungsbranche dar. Darüber hinaus beeinflussten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die gesamte Branche.

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