Zukunft planen Nachlass regeln

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1 SV Ratgeber 2013 Zukunft planen Nachlass regeln Nachlass vererben Zukunft Trauerfall gestalten nach Plan Planen regeln Seite 3 Seite 10 Seite 20 Seite 26

2 SV Ratgeber Zu Lebzeiten Nachlass regeln Weitsichtige Planung lohnt sich... Seite 3 Gesetzliche Erbfolge... Seite 4 Was erbt der Ehepartner... Seite 6 Liebe Leserinnen und Leser, Erbschaftssteuer... Seite 8 Vererben nach Plan vielleicht haben Sie das auch schon erlebt: ein liebgewonnener Mensch verstirbt und neben der Trauer tauchen zahlreiche Fragen auf. Wie man sich auf solch einen Ernstfall vorbereitet, erklären wir in diesem praktischen Ratgeber. Als großer Versicherer wollen wir Ihnen damit echte Lebenshilfe bieten. Was ist zu Lebzeiten zu regeln? Was ist im Todesfall zu tun? Fragen, auf die wir Ihnen hiermit wertvolle Antworten liefern. In kurzen, verständlichen Texten und anhand von Beispielen beleuchten wir die unterschiedlichsten Themenbereiche von den gesetzlichen Grundlagen wie Erbfolge und Erbschaftssteuer über Möglichkeiten, den Nachlass zu regeln, bis hin zur Zukunftsplanung und Hinterbliebenenabsicherung. Wir hoffen, Sie mit diesem Ratgeber und praktischen Checklisten ein wenig zu entlasten. Testament: Gestaltungsmöglichkeiten und was es zu beachten gibt... Seite 10 Unternehmensnachfolge rechtzeitig planen... Seite 16 Handlungsfähigkeit sichern: Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht... Seite 18 Zukunft planen Angehörige richtig absichern... Seite 20 So werden Immobilien im Erbfall behandelt... Seite 24 Was ist im Trauerfall zu tun Was passiert mit den Versicherungen... Seite 26 Checklisten und wichtige Adressen... Seite 30 Ihr Sven Lixenfeld, Vorstand für Leben und IT SV SparkassenVersicherung Impressum HERAUSGEBER: SV SparkassenVersicherung, Löwentorstraße 65, Stuttgart, verantwortlich: Abt. Unternehmenskommunikation RK3, Sylvia Knittel, Tel , Fax VERLAG: Printich Verlag GmbH & Co. KG, Heroldstr. 44 B, Münster, REDAKTION: Thomas Deneke, Stefanie Rösch, Nicole Herberger Stand: 30. Juni 2013 BILDNACHWEIS: SV SparkassenVersicherung, Colourbox, Fotolia Alle Berichte und Informationen sind nach bestem Wissen recherchiert. Eine Garantie für die Richtigkeit sowie eine Haftung kann nicht übernommen werden. Nachdruck oder Übernahme redaktioneller Beiträge ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags gestattet. Die Broschüre kann nicht jeden Einzelfall behandeln 2und sie ersetzt nicht das persönliche Beratungsgespräch.

3 SV Ratgeber Zu Lebzeiten Nachlass regeln Weitsichtige Planung des Nachlasses lohnt sich Lebzeiten wichtige Dokumente wie Versicherungsscheine, Adresslisten, Bankverbindungen, Testament etc. in einem zentralen Ordner schnell auffindbar abgeheftet werden. Mit diesem Ratgeber wollen wir Sie zum Thema Nachlassplanung unterstützen. Erfahren Sie, was sich hinter der gesetzlichen Erbfolge verbirgt, worauf Sie beim Testament achten sollten, wie Sie Hinterbliebene sinnvoll absichern und wann die Erbschaftsund Schenkungssteuer greift. Jahr für Jahr werden allein in Deutschland Vermögenswerte von rund 250 Milliarden Euro vererbt. Die meisten Deutschen machen sich kaum Gedanken darüber, was aus ihrem Vermögen später einmal werden soll. Sich mit dem eigenen Tod zu beschäftigen, ist ein heikles Thema. Doch ist es nicht besser, selbst zu bestimmen, was mit dem eigenen Nachlass passiert? Mit dem Thema Nachlass hat sich natürlich auch der Gesetzgeber intensiv auseinander gesetzt. In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen daher die gesetzlichen Grundlagen vor. Das Gute dabei: Vieles, was der Gesetzgeber regelt, können Sie selbst abändern und beeinflussen. Etwa mit einem Testament. Hier können Sie weitgehend frei bestimmen, wie und an wen Vermögen übergehen soll. So vermeiden Sie Streit unter den Hinterbliebenen und schützen dadurch womöglich über Generationen aufgebautes Vermögen vor unnötig hoher Steuerlast. Deshalb widmen wir uns intensiv in diesem Heft dem Thema Vererben nach Plan. Denn Nachlassplanung ist weit mehr als nur eine Frage des Testaments. Vielmehr geht es auch darum, sich beispielsweise mit der finanziellen Absicherung der eigenen Familie zu beschäftigen. Oder mit der Frage, was eigentlich passieren soll, wenn man schwerstkrank ist und seinen Willen nicht äußern kann. Wie Sie in solchen Fällen Ihre Handlungsfähigkeit sichern, zeigen wir Ihnen ebenfalls auf. Auch Ihren Hinterbliebenen können Sie in der Trauer viele bürokratische Aufgaben erleichtern. Etwa, indem zu Checklisten, Tipps und weitere Informationsquellen runden dieses Heft ab, damit Sie die notwendigen Anordnungen und Entscheidungen treffen können und genau das mit Ihrem Vermögen später passiert, was Sie sich selbst vorgestellt haben. Der Ratgeber gibt Ihnen einen allgemeinen Überblick über alle Fragen. Vertiefende Informationen und individuellen Rat erhalten Sie bei einem Notar oder erfahrenen Rechtsanwalt, beim Steuerberater sowie Ihrem Finanz- und Vermögensberater. Tipp Sie haben ein größeres Vermögen aufgebaut? Oder wollen Regelungen für Ihren komplexen Nachlass treffen? Dann ist in jedem Fall juristischer Rat empfehlenswert. Die damit verbundenen Kosten sind meist überschaubar.! 3

4 SV Ratgeber Gesetzliche Grundlagen Wer erbt eigentlich? Wer erbt eigentlich, wenn jemand verstirbt? Wenn der Verstorbene im Amtsdeutsch Erblasser genannt kein Testament oder keinen Erbvertrag hinterlassen hat, tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Der Gesetzgeber regelt dann sozusagen, wer was bekommt. Diese gesetzliche Erbfolge lebt vom Gedanken des Verwandtenerbrechts (sprich: der Blutsverwandtschaft). Das heißt: Vererbt wird Vermögen zunächst an die Abkömmlinge (sprich Kinder, Enkel, Urenkel). Sollten diese nicht vorhanden sein, sind andere Verwandte erbberechtigt. Grundsätzlich unterteilt das Gesetz die möglichen Erben dabei in fünf verschiedene Ordnungen. Erben erster Ordnung sind Kinder, Enkel und Urenkel. Dabei gilt: Die nahestehendsten Verwandten erben. Sind Kinder, Enkel und Urenkel vorhanden, erben die Kinder. Enkel und Urenkel bleiben dann unberücksichtigt. Ist jedoch ein näherer Angehöriger verstorben, rücken dessen Abkömmlinge an dessen Stelle. Hierzu ein Beispiel: Ein älterer Mann verstirbt. Er hatte einen Sohn und eine Tochter, die ebenfalls zwei Kinder haben. Der Sohn ist bereits verstorben. Ist kein Testament vorhanden, sind die noch lebende Tochter und die Kinder des verstorbenen Sohnes (sie nehmen sozusagen den Platz des verstorbenen Sohnes ein) erbberechtigt. Blutsverwandtschaft entscheidend Für Ehegatten gelten in der gesetzlichen Erbfolge zwar Sonderregelungen. Doch ohne Testament sind sie in der Regel im Todesfall nicht gut abgesichert. Ist kein Erbe erster Ordnung vorhanden, sind die Erben zweiter Ordnung erbberechtigt. Dazu zählen die Eltern und deren Abkömmlinge, also Geschwister sowie Neffen und Nichten. Sollte es auch hier keine Erben geben, entfällt das Erbe auf die Erben dritter Ordnung. Das sind die Großeltern sowie deren Abkömmlinge. Dass es keine Verwandten erster bis dritter Ordnung gibt, ist in der Praxis äußerst selten. In solch einem Fall würden die Erben vierter Ordnung berücksichtigt. Dies sind die Urgroßeltern und deren Abkömmlinge. Sollten auch diese nicht vorhanden sein, kommen Erben der fünften Ordnung (entferntere Voreltern und deren Abkömmlinge) zum Zuge. Sonderstellung für Ehepartner Wozu zählt nun aber der Ehepartner? Für den hinterbliebenen Ehegatten kennt das Erbrecht Sonderregelungen. Ehegatten sind zwar nicht blutsverwandt, werden ohne anderslautende Vereinbarungen jedoch beim Erbe berücksichtigt. Gleichgeschlechtliche Paare, die im Partnerschaftsregister eingetragen sind, werden erbrechtlich wie Ehepaare behandelt. Anders der Lebenspartner in wilder Ehe : Dieser ist weder blutsverwandt, noch genießt er eine Sonderstellung. Damit der überlebende Ehegatte, Partner bzw. Lebenspartner vernünftig abgesichert ist, sollte man zu Lebzeiten in einem Testament entsprechende Regelungen treffen. So lässt sich z. B. umgehen, dass der hinterbliebene Ehepartner womöglich zum Auszug aus dem eigenen Haus gezwungen ist. Diese testamentarischen Verfügungen sind losgelöst vom Güterstand zu treffen. Ratsam ist es, hier juristischen Rat einzuholen, um Verfügungen wirklich rechtssicher zu gestalten. 4

5 Nachkommen Enkel Erben 1. Ordnung Kinder Erblasser Gesetzliche Erbfolge Nachkommen Neffen/Nichten Erben 2. Ordnung Eltern Geschwister Nachkommen Cousins/Cousinen Erben 3. Ordnung Großeltern Onkel/Tanten Erben 4. Ordnung Urgroßeltern Nachkommen Erben 5. Ordnung Weitere Voreltern Nachkommen Innerhalb einer Ordnung schließen die nächsten Verwandten weitere Abkömmlinge von der Erbschaft aus. Ein Verwandter einer Ordnung schließt alle Verwandten entfernterer Ordnungen von der Erbschaft aus. Der Ehegatte hat ein eigenes Erbrecht abhängig vom Güterstand und sonstigen Verwandten. 5

6 SV Ratgeber Sonderstellung Ehepartner im Erbschaftsrecht Was erbt der Ehepartner? Auch ohne Testament gehen bei der gesetzlichen Erbfolge der hinterbliebene Ehegatte als auch die Kinder keineswegs leer aus. Die Höhe des Erbteils des Ehegatten richtet sich wesentlich danach, welche Erben welcher Ordnung noch vorhanden sind. Dabei gilt: Je entfernter der Verwandtschaftsgrad, desto höher fällt der Anteil für den hinterbliebenen Ehepartner aus. Einfluss auf die Höhe des Erbanspruchs hat zudem der sogenannte Güterstand. Grundsätzlich kennen wir in Deutschland drei verschiedene Güterstände: Ohne gesonderte Regelung gilt die sogenannte Zugewinngemeinschaft. Dies bedeutet: Alles Vermögen, das ein Ehepaar nach der Heirat aufbaut (der sogenannte Zugewinn), gehört beiden Partnern zur Hälfte. Alternativ können Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften den Güterstand der Gütertrennung oder Gütergemeinschaft vereinbaren. Bei der Gütertrennung wird das Vermögen, das vor und während der Ehe/ Partnerschaft aufgebaut wird, jedem Partner getrennt zugerechnet. Bei der Gütergemeinschaft ist grundsätzlich alles Vermögen gemeinschaftliches Vermögen. Der Güterstand beeinflusst natürlich auch den Erbanspruch. Hierzu ein Beispiel: Peter und Simone M. sind miteinander verheiratet und haben zwei leibliche Kinder, Jan und Meike. Wenn Vater Peter verstirbt, erhält seine Frau Simone die Hälfe seines Vermögens. Ein Viertel steht ihr aus dem gesetzlichen Erbrecht zu, ein weiteres Viertel erhält sie als eine Art Zugewinnausgleich. Die andere Hälfte geht je zur Hälfte an die beiden Kinder Jan und Meike. Kinderlose Ehe Anders die Situation, wenn keine leiblichen Kinder vorhanden sind. Beispiel: Markus und Martina sind verheiratet. Markus Eltern leben noch. Wenn Markus verstirbt, erbt seine Ehefrau Martina die Hälfte des Nachlasses plus ein Viertel aus der Zugewinngemeinschaft, also insgesamt drei Viertel. Das restliche Viertel erben die Eltern von Markus als Erben zweiter Ordnung. Ehevertrag wirkt auch aufs Erbe Statt der gesetzlich üblichen Zugewinngemeinschaft können Eheleute per Vertrag auch einen anderen Güterstand vereinbaren. Das wirkt sich natürlich auch aufs Erbe aus. Wurde etwa Gütertrennung vereinbart, erbt der hinterbliebene Ehepartner immer weniger als in der Zugewinngemeinschaft. Konkret gilt: Neben ein oder zwei Kindern des Verstorbenen erbt der Ehepartner immer so viel wie die Kinder. Ist ein Kind vorhanden, erben das Kind und der Ehepartner zur Hälfte. Sind zwei Kinder vorhanden, bekommt jeder ein Drittel. Hinterlässt der Verstorbene mehr als zwei Kinder, erhält der Ehepartner immer ein Viertel des Nachlasses. Sonderfall Gütergemeinschaft Wurde unter den Eheleuten die Gütergemeinschaft vereinbart, gehört dem Ehepartner per se die Hälfte des Vermögens. Von der anderen Hälfte erhält der überlebende Ehegatte ein Viertel, der Rest verteilt sich auf die Kinder. 6

7 Sind weder Kinder noch Enkel vorhanden, sondern nur Verwandte der zweiten Ordnung, erbt der Ehepartner die Hälfte. Erbverteilung bei Zugewinn Ehe ohne Trauschein Viele Paare leben ohne Trauschein zusammen. Doch so eng man sich auch verbunden ist, das Erbrecht kennt solche wilde Ehen nicht. Sollte einer der Partner sterben, geht der hinterbliebene Partner leer aus. Dies kann man jedoch mit einem Testament ändern. Peter Simone 1/2 Meike 1/4 Ehegatte 1/2 Jan 1/4 Erbverteilung bei Gütertrennung Kind 1/2 Wie wird der Lebenspartner erbrechtlich behandelt? Immer mehr gleichgeschlechtliche Paare lassen ihre Lebenspartnerschaft eintragen. Das hat erbrechtliche Konsequenzen. Der überlebende Lebenspartner wird dem Ehegatten gleichgestellt. Er erbt neben Verwandten der ersten Ordnung zu einem Viertel, neben Verwandten der zweiten Ordnung oder neben Großeltern zur Hälfte. Das Erbrecht des Lebenspartners endet mit der Aufhebung der Lebenspartnerschaft (wie bei einer Scheidung unter Eheleuten). Davon unbenommen kann der ehemalige Lebenspartner über ein Testament als Erbe eingesetzt werden. Ehegatte 1/3 Kind 1/3 Kind 1/3 Die Höhe des Erbanteils, der auf den hinterbliebenen Ehegatten entfällt, richtet sich sowohl nach den noch vorhandenen Verwandten also auch nach dem Güterstand. Bei der Gütertrennung erbt der Ehegatte stets weniger als in der Zugewinngemeinschaft. Geschiedener Ehepartner Wer geschieden ist, hat keinen Anspruch auf ein Erbe. Das gilt unter Umständen auch dann schon, wenn die Eheleute bei Gericht einen Scheidungsantrag gestellt, die Ehe aber noch nicht rechtskräftig geschieden ist.! Erben Stief- und Adoptivkinder auch etwas? Stiefkinder erben nur von dem leiblichen Elternteil. Sollten Sie als Stiefvater oder -mutter eine andere Regelung wünschen, können Sie Stiefkinder natürlich im Testament als Erbe berücksichtigen. Anders die Situation bei Adoptivkindern: Sie werden erbrechtlich seit 1977 leiblichen Kindern gleichgestellt. Nur wenn das Kind erst als Volljähriger adoptiert wurde, gelten Besonderheiten. Erhöhtes Erbe für pflegende Angehörige Unsere steigende Lebenserwartung führt auch dazu, dass immer mehr Menschen pflegebedürftig sind. In rund zwei Drittel solcher Fälle übernehmen Angehörige die Pflege häufig über viele Jahre hinweg. Wenn der Pflegebedürftige verstarb und kein Testament hinterließ, gab es bis Ende 2009 häufig keinerlei erbrechtliche Ausgleichsansprüche. Das ist jetzt anders. So erhalten Kinder, Enkel und Urenkel für Pflegeleistungen nun eine gesonderte Vergütung, auch wenn sie nicht auf ein eigenes berufliches Einkommen für die Pflegeleistungen verzichten. 7

8 SV Ratgeber Erbschaftssteuer Erbschaftssteuer: Wer zahlt eigentlich wie viel? Wer erbt, muss den Nachlass häufig mit dem Finanzamt teilen. Denn für den Vermögensübergang erhebt der Fiskus Erbschaftssteuern. Aber auch wer zu Lebzeiten Vermögen verschenkt, kann Steuerzahlungen nicht umgehen. Denn steuerrechtlich wird der Vermögenszuwachs von Todes wegen Schenkungen gleich gestellt. Wir geben hier eine Übersicht über den aktuellen Stand zum Ob und in welcher Höhe Steuern bei Erbschaft bzw. Schenkung fällig werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So unterscheidet der Gesetzgeber zunächst einmal danach, wie nahe jemand dem Verstorbenen, dem sogenannten Erblasser, stand. Denn der Verwandtschaftsgrad entscheidet, in welche Steuerklasse man fällt. Grundsätzlich erfolgt dabei eine Aufteilung in die Steuerklassen I, II oder III. Kinder sowie der hinterbliebene Ehegatte gehören beispielsweise in die Steuerklasse I. Eine genaue Aufteilung (inklusive der Sondereinteilung für den Fall einer Schenkung) finden Sie in der Tabelle auf der nächsten Seite. Wie wirkt sich nun die Eingruppierung in die unterschiedlichen Steuerklassen aus? Die Steuerklasse bestimmt, mit welchem Steuersatz Erbschaften und Schenkungen besteuert werden. Dahinter steckt ein einfacher Gedanke: Enge Verwandte und Ehepartner zahlen geringere Steuern als weit entfernte Verwandte oder Personen, die mit dem Erblasser überhaupt nicht verwandt sind. Das gleiche Prinzip verfolgt der Staat bei den Freibeträgen, bis zu denen überhaupt keine Steuern anfallen. Je enger das Verwandtschaftsverhältnis, desto höher der Freibetrag. Für welche Personengruppe welcher Freibetrag bei Erbschaft und Schenkung gilt, haben wir in einer Tabelle zusammengefasst. Darüber hinaus gibt es für Ehegatten sowie Kinder und Stiefkinder bis zum 27. Lebensjahr noch einen zusätzlichen Versorgungsfreibetrag. Zum besseren Verständnis der Tabellen zwei Beispiele. Beispiel 1: Helmut und Monika sind miteinander verheiratet. Sie haben keine Kinder und haben sich per Testament gegenseitig als Alleinerben eingesetzt. Helmut verstirbt. Er hinterlässt Wertpapiere und Bankguthaben in Höhe von Euro, die er bereits bei Beginn der Ehe sein Eigen nannte. Der Wert des Nachlasses beträgt somit 8

9 Persönliche Freibeträge Ehegatten und eingetragene Lebenspartner Kinder, Stief- und Adoptivkinder sowie Enkel, deren Eltern bereits verstorben sind Enkel, deren Eltern noch leben Urenkel, Eltern und Großeltern (bei Erbschaft) Personen der Steuerklasse II Personen der Steuerklasse III Wer gehört zu welcher Steuerklasse? Euro Euro Euro Euro Euro Euro Höhe des Steuersatzes je nach Steuerklasse bis zu einem Steuer- Steuer- Steuer- Wert von klasse I klasse II klasse III Euro 7 % 15 % 30 % Euro 11 % 20 % 30 % Euro 15 % 25 % 30 % Euro 19 % 30 % 30 % 13 Mio. Euro 23 % 35 % 50 % 26 Mio. Euro 27 % 40 % 50 % über 26 Mio. Euro 30 % 43 % 50 % Steuerklasse I: Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder und Stiefkinder, Enkel, Eltern und Großeltern (bei Todesfall, Erbschaft und Erwerb von Todes wegen nicht jedoch bei Schenkungen) Steuerklasse II: Eltern und Großeltern (bei Schenkungen), Geschwister, Nichten und Neffen, Stiefeltern, Schwiegerkinder, Schwiegereltern, geschiedene Ehegatten Steuerklasse III: Alle übrigen Personen Euro. Monika als hinterbliebene Ehefrau steht zunächst ein persönlicher Freibetrag von Euro zu. Somit würde der zu versteuernde Nachlass noch Euro betragen. Als Ehegattin gehört Monika zur Steuerklasse I. Bis zu einem zu versteuernden Nachlass von Euro beträgt hier der Erbschaftssteuersatz 7 Prozentpunkte. Demnach müsste Monika Euro an Erbschaftssteuer zahlen. Beispiel 2: Helmut und Monika leben nicht als Ehepaar, sondern in nichtehelicher Gemeinschaft zusammen. Beide haben sich wieder gegenseitig per Testament als Alleinerben eingesetzt und haben beide keine Kinder oder Geschwister. Auch die Eltern sind bereits verstorben. Hinterlässt Helmut jetzt Euro, so sieht die Situation für Monika erbschaftssteuerrechtlich wie folgt aus: Da Monika weder mit Helmut verheiratet noch blutsverwandt war, gehört sie zur Steuerklasse III. Ihr steht ein Freibetrag von Euro zu. Der zu versteuernde Nachlass beträgt somit Euro, der in der Steuerklasse III mit 30 % besteuert wird. Somit muss Monika Euro ans Finanzamt zahlen. Schenkung zu Lebzeiten Im Prinzip werden Erbschaften und Schenkungen gleich besteuert. Insofern spricht man auch von der Erbschaftssteuer und der Schenkungssteuer. Da die Steuerfreibeträge immer für einen Zehn-Jahres-Zeitraum gelten, kann man durch eine Schenkung zu Lebzeiten womöglich Steuern sparen. Insbesondere bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften (aufgrund der geringen Freibeträge) und größeren Vermögen fällt Erbschaftssteuer an. Diese lässt sich verringern, indem Vermögenswerte bereits zu Lebzeiten als Schenkung übertragen werden. So können Freibeträge mehrfach genutzt werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass für Schenkungen in der Regel die gleichen Steuerklassen und Freibeträge gelten wie für Erbschaften. Beispiel: Eine alleinstehende Mutter verfügt über ein Haus mit einem Wert von Euro sowie eine Ferienwohnung mit einem Wert von Euro. Diese Objekte sollen später auf den einzigen Sohn übergehen. Der Sohn selbst hat kein Interesse, eines der beiden Objekte später selbst zu bewohnen. Würde der Sohn nach dem Tod der Mutter beide Objekte zusammen erben, würden unter Berücksichtigung des Freibetrags von Euro Euro mit 11 Prozentpunkten besteuert. Um dem Sohn diese Euro Erbschaftssteuer zu sparen, schenkt die Mutter ihm zu Lebzeiten bereits das Haus. Damit sie selbst abgesichert ist, wird ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt. Nach Ablauf der Zehnjahresfrist steht dem Sohn dann erneut ein Freibetrag von Euro zur Verfügung, sodass dann keine Steuern fällig wären. 9

10 SV Ratgeber Vererben nach Plan Testament Weshalb ein Testament so wichtig ist Wir machen es uns oft allzu einfach, wenn es um unser Testament geht: Das eilt doch nicht oder Brauche ich nicht sind oft gehörte Ausreden, sich mit diesem Thema nicht zu befassen. Doch es gibt viele gute Gründe, weshalb Sie Ihren letzten Willen zu Papier bringen sollten. Lesen Sie hier, welche das sind, welche Gestaltungsmöglichkeiten es gibt und was Sie bei der Ordnung Ihres Nachlasses beachten sollten. Nur etwa jeder dritte Deutsche hat ein Testament verfasst und darin festgelegt, was mit seinem Nachlass geschehen soll. Rund 65 % der Bundesbürger hinterlassen keine entsprechende Verfügung. Das hat oft unerwartete Folgen: Liegt nämlich kein Testament vor, tritt im Erbfall die sogenannte gesetzliche Erbfolge in Kraft (siehe Seite 4 f.). Doch wenn Sie möchten, dass Ihr Nachlass von dieser Erbfolge abweichen soll, oder wenn Sie jemandem etwas vermachen möchten, der in der gesetzlichen Erbfolge gar nicht vorkommt, sollten Sie diesen Willen schriftlich und verbindlich niederlegen in einem Testament oder Erbvertrag. Dieser Rat gilt auch und vor allem dann, wenn Sie sich mit den Jahren ein ansehnliches Vermögen erarbeitet haben, Immobilien besitzen, möglicherweise eine wertvolle Sammlung (oder ein Unternehmen) weiterzugeben haben oder wenn eine große Zahl Erbberechtigter versorgt sein will. 10

11 Eigenhändiges Testament Grundsätzlich gibt es drei verschiedenen Formen des Testaments. Am weitesten verbreitet ist sicherlich das sogenannte eigenhändige Testament, das Sie persönlich handschriftlich verfassen, unterschreiben müssen und am besten mit Datum versehen sollten. Notarielles bzw. öffentliches Testament Mehr Rechtssicherheit bietet in der Regel die Form des sogenannten notariellen bzw. öffentlichen Testaments. Hierbei erklären Sie mündlich vor einem Notar Ihren letzten Willen, den dieser dann schriftlich festhält. Oder aber Sie übergeben dem Notar ein vorab selbst verfasstes Testament. Dabei ist der Notar verpflichtet, Ihnen rechtlich zu helfen und auch Formulierungen entsprechend zu gestalten. Ein notarielles Testament erleichtert den Erben zumeist die Ausstellung des Erbscheins. Für seine Dienste berechnet der Notar Gebühren, die sich nach der Höhe des Vermögens richten. Gemeinschaftliches Testament Gerade unter Ehepaaren und in Lebenspartnerschaften weit verbreitet ist die Form des gemeinschaftlichen Testaments, meistens besser bekannt als Berliner Testament. Das gemeinschaftliche Testament kann sowohl eigenhändig als auch als notarielles Testament verfasst werden. Hierbei entscheiden die Partner gemeinsam, was nach dem Tod mit dem Vermögen passieren soll. Sonderform Erbvertrag Eine Sonderform stellt der sogenannte notarielle Erbvertrag dar, der zwischen Erben und Erblasser geschlossen wird. Anders als bei einem Testament, das man jederzeit widerrufen oder ändern kann, sind beide an den Inhalt des Erbvertrags gebunden. Ein solcher Vertrag kann beispielsweise in folgenden Situationen sinnvoll sein: Wenn die späteren Erben im Vorgriff auf die spätere Erbschaft Vorleistungen für den Erblasser erbringen sollen, typisches Beispiel Pflegeleistungen. Wenn die Gefahr nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein Erblasser von außenstehenden Dritten zur Änderung seines Testaments zu deren Gunsten genötigt werden könnte. Wenn die Partner einer Lebensgemeinschaft nicht miteinander verheiratet sind. Wenn ein Unternehmen stückweise weitergegeben werden soll. Erbverträge können zwischen dem Erblasser und prinzipiell jeder geschäftsfähigen Person abgeschlossen werden. Zur Unterzeichnung müssen beide Vertragspartner beim Notar persönlich anwesend sein. Eine einseitige Aufhebung des Erbvertrags ist nicht möglich, eine entsprechende Aufhebungsvereinbarung muss von beiden Parteien gewollt und wiederum gemeinsam vor einem Notar beurkundet werden. Pflichtteilsanspruch bleibt bestehen Grundsätzlich können Sie durch ein Testament zwar frei über die Verteilung Ihres Vermögens nach Ihrem Tod verfügen allerdings gibt es in Bezug auf nahe Angehörige eine Einschränkung. So gilt für Kinder und weitere Abkömmlinge» Muster für Formulierungen Wir haben Formulierungsbeispiele für Sie zusammengetragen, die Ihnen weiterhelfen können. Diese ersetzen aber keinesfalls einen juristischen Rat. Und beachten Sie, dass ein privates Testament nur gültig ist, wenn dies von Ihnen vollständig handschriftlich verfasst und unterschrieben wurde. Vergessen Sie bitte auf keinen Fall Ortsangabe und Datum, damit später beim Auffinden mehrerer Testamente jeder weiß, welches der letzte Wille war. Beispiele Formulierung: Berliner Testament Gemeinschaftliches Testament Wir, die Eheleute Peter und Petra Muster, setzen uns gegenseitig zu Vollerben unseres gesamten Nachlasses ein. Erben des Letztversterbenden sollen unsere gemeinsamen Kinder Anton und Bernd zu gleichen Teilen sein. Musterstadt, den 1. Juni 2013 Peter Muster/Petra Muster Erbeneinsetzung So könnten Sie z. B. einen Erben im Testament einsetzen: Erbe soll mein Enkel A zu drei Viertel und meine Enkelin B zu einem Viertel sein. Mein langjähriger Freund P und mein Neffe G sollen zu gleichen Teilen erben. Mein Sohn S soll Alleinerbe meines Vermögens sein. Wiederverheiratungsklausel Sollte meine Frau/mein Mann nach meinem Tod wieder heiraten, so ist sie/er verpflichtet, unseren gemeinsamen Kindern die Hälfte dessen, was sie/er von mir geerbt hat, unverzüglich/binnen XY Monaten herauszugeben. 11

12 SV Ratgeber Vererben nach Plan Testament sowie Eltern, Ehegatten bzw. eingetragene Lebenspartner ein sogenanntes Pflichtteilsrecht. Wenn diese Gruppe der nahen Angehörigen bzw. Partner durch Testament oder Erbvertrag von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen wurde, steht ihnen ein Pflichtteil zu. Der Wert beträgt dabei die Hälfte des gesetzlichen Erbteils und ist als Geldbetrag zu entrichten. Ein kompletter Ausschluss einer pflichtteilsberechtigen Person von der Erbfolge ist nur in seltenen Ausnahmefällen möglich, etwa dann, wenn diese sich gegenüber dem Erblasser durch grobes Fehlverhalten schuldig gemacht oder diesem gar nach dem Leben getrachtet hat. So muss ein rechtssicheres Testament aussehen Ein von Ihnen aufgesetztes Testament muss handschriftlich verfasst sein. Das heißt, der gesamte Text und nicht nur Ort, Datum und Unterschrift muss von Hand niedergeschrieben sein. Das Testament muss als solches erkennbar sein, sollte also überschrieben sein mit Mein Testament oder Mein letzter Wille. Die Unterschrift gehört wie ihr Name schon sagt unter den Text. Um Fälschungen vorzubeugen, sind Textpassagen unterhalb der Unterschrift ungültig! Welches Testament ist das richtige für Sie? Wenn Sie alleinstehend sind Ein Testament verschafft Ihnen Handlungsspielraum! Sie können Ihren Lebenspartner, Ihre Kinder und andere Angehörige wirtschaftlich absichern und z. B. dafür sorgen, dass Ihr Ehepartner auch weiterhin in der bisher bewohnten Immobilie leben kann. Sie können Erbstreitigkeiten im Vorfeld ausräumen. Sie können die Belastung Ihrer Erben durch die Erbschaftssteuer weitgehend minimieren. Sie können Personen, denen Sie auf besondere Weise verbunden sind, die aber nicht zu den Erbberechtigten zählen, via Vermächtnis Geld oder Sachwerte zukommen lassen. Sie können einen Testamentsvollstrecker mit der Abwicklung Ihres Nachlasses beauftragen, was besonders bei komplexen Verhältnissen empfehlenswert ist. und keine nahestehenden Angehörigen mehr haben, kann die gesetzliche Erbfolge zu unerwünschten Ergebnissen führen. Dann erben vielleicht entfernte Verwandte die Sie möglicherweise noch nie gesehen haben oder gar der Fiskus! Mit einem Testament entscheiden Sie, wer Sie beerben soll. Das könnte etwa ein Freund oder eine Freundin sein, ein Nachbar, die Haushaltshilfe, ein Verein oder eine wohltätige Organisation. Sie können auch Auflagen wie die Pflege des Grabes oder Ihres Haustiers damit verknüpfen. Als Ehepaar mit Kindern bietet sich Ihnen das sogenannte Berliner Testament als besondere Form des gemeinschaftlichen Testaments an. Dabei setzen sich die Partner gegenseitig zu Alleinerben für den ersten Erbfall ein und die Kinder als Schlusserben für den zweiten Erbfall. Der Nachlass geht also erst nach dem Tod des zweiten Ehepartners an die Kinder über. Diese Vorund Nacherbenlösung kann dazu führen, dass die leiblichen Kinder des Verstorbenen ihren Pflichtteilsanspruch schon beim ersten Erbfall geltend machen können. Dies lässt sich jedoch entweder durch eine sogenannte Pflichtteilsstrafklausel im Testament oder durch einen notariellen Pflichtteilsverzicht der Kinder gegen eine Abfindung zu Lebzeiten der Eltern ausschließen. Zudem können bei einem Erbschaftswert, der die zurzeit noch recht großzügigen Freibeträge übersteigen sollte, durch die zweimalige Übertragung auch zweimal Erbschaftssteuern anfallen. In einem solchen Fall sollten Sie vorbeugend das Berliner Testament dahingehend abändern, dass Ihre Kinder bereits beim ersten Erbfall erben können, wobei aber das wirtschaftliche Wohlergehen des überlebenden Ehepartners sichergestellt sein muss. Nachteil des Berliner Testaments: Steuerrechtlich handelt es sich um separate Erbvorgänge. Das bedeutet: Womöglich wird das Erbe so doppelt besteuert. Einmal, wenn einer der Ehepartner stirbt, und das zweite Mal, wenn dann die Kinder erben. Insofern sollten Sie hier auf die Freibeträge achten und ggf. durch eine Schenkung zu Lebzeiten die Steuerlast reduzieren.! Sie können festlegen, dass bestimmte Dinge (Kunstgegenstände, Sammlungen) nicht der Erbmasse zugerechnet und somit komplett erhalten werden. Sie können die Versorgung von Menschen oder Haustieren über Ihren Tod hinaus sicherstellen. Sie können einen Teil Ihres Vermögens einer Ihnen nahestehenden gemeinnützigen Organisation zukommen lassen oder eine Stiftung gründen. Sie können die Art Ihrer Bestattung sowie die Grabpflege vorab festlegen. Sie können zwar ungeliebte Pflichtteilsansprüche nicht gänzlich ausschließen, aber in Ihrem Sinne gestalten. 12

13 Über ein Testament können Sie abweichende Regelungen zur gesetzlichen Erbfolge festlegen und auch Nicht-Verwandten etwas vermachen. Für Ehepaare ohne Kinder kann das Nichtvorhandensein eines Testaments ganz fatale Folgen haben. Dann erbt nämlich nicht der länger Lebende als Alleinerbe wie vielfach fälschlich angenommen wird, sondern bei einer Zugewinngemeinschaft gilt: Der Ehepartner erbt neben Eltern, Geschwistern und Großeltern zu drei Vierteln, bei Gütertrennung nur zur Hälfte! Auch hier hilft das bereits erwähnte Berliner Testament, bei dem sich beide als Alleinerben einsetzen und die Schlusserben benennen (z. B. Nichten und Neffen). Vorsicht: Entfernte Angehörige können bei der Berechnung der Erbschaftssteuer nur einen relativ geringen Freibetrag geltend machen. Eingetragene Lebenspartner können und sollten nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz ein gemeinschaftliches Testament errichten. Für sie gelten dieselben Bestimmungen und Erbfolgeregelungen wie für Ehegatten (Steuerfreibetrag Euro). Nichteheliche Lebensgemeinschaften sind gut beraten, wenn jeder Partner ein Einzeltestament errichtet. Wo das nicht der Fall ist, geht der überlebende Partner im Erbfall leer aus! Alternativlösung: Mithilfe eines notariellen Erbvertrags können Sie bestimmen, dass Sie gegenseitig zu Alleinerben eingesetzt werden und Ihre Kinder zu Schlusserben. Wichtig: Für den Fall einer Trennung sollte eine Rücktrittsmöglichkeit im Vertrag fest vereinbart werden. Außerdem ist zu beachten, dass uneheliche Kinder dieselben erbrechtlichen Ansprüche wie eheliche Kinder haben. Steuerrechtlich fallen nicht verheiratete Paare in die Steuerklasse III. Das bedeutet, sie müssen mit Steuersätzen von 30 oder gar 50 % rechnen! Unverheiratete Paare mit größerem Vermögen sollten sich daher besser heute als morgen um ihre Vermögensplanung kümmern. Dabei können sich Gestaltungsmöglichkeiten wie Schenkungen oder die Umwandlung von Privat- in Betriebsvermögen anbieten. Als Geschiedene endet das gesetzliche Erbrecht des Ex-Partners mit dem Tag der rechtskräftigen Scheidung. Ein gemeinschaftliches Testament wird somit unwirksam. Doch Vorsicht: Hat das Kind aus der geschiedenen Ehe selbst keine Kinder und stirbt vor dem anderen Elternteil, wird es von diesem beerbt. So kann der Ex-Partner dennoch am Vermögen des anderen Partners teilhaben. Wer ein solches Szenario vermeiden möchte, sollte das Kind zum Vorerben bestimmen und» 13

14 SV Ratgeber Vererben nach Plan Testament einen Angehörigen aus der eigenen Familie als Nacherben einsetzen. Angewendeter Kniff, die Pflichtteile zu verkleinern, ist es, die Erbmasse zu Lebzeiten durch Schenkungen zu dezimieren. Vorsicht jedoch: Schenkungen, die bei Eintritt des Erbfalls weniger als zehn Jahre zurückliegen, müssen dem Nachlassvermögen wieder hinzugerechnet werden! Testament sicher und auffindbar aufbewahren Was nützt ein sorgfältig ausgearbeitetes Testament, wenn es im Erbfall nicht gefunden wird? Wissen Sie, wer es als Erster in Händen hält und was er damit macht? Können Sie dieser Person uneingeschränkt vertrauen? Bewahren Sie Ihr Testament deshalb sicher auf. Verteilen Sie beispielsweise Kopien und eventuelle Zusatzvereinbarungen an Ihre zukünftigen Erben. Oder hinterlegen Sie es bei Ihrem Nachlassgericht zur Aufbewahrung (einmalige Kosten ca. 50 bis 100 Euro). Seit 2012 gibt es bei der Bundesnotarkammer in Berlin ein zentrales Testamentsregister. Immer wenn ein Testament oder ein Erbvertrag bei einem Notar oder Amtsgericht hinterlegt wird, erfolgt eine automatische Meldung an dieses Zentralregister. Es werden dort lediglich die Eckdaten gespeichert, nicht etwa der Inhalt des Testaments. Bei einem Sterbefall wird das Archiv informiert und meldet die Verwahrstelle des Testaments. Die Registrierung kostet einmalig 15 Euro. Privat aufbewahrte Testamente können dort allerdings nicht registriert werden. Näheres unter Tel (gebührenfrei) oder im Internet unter Testamentsvollstrecker hilft bei Umsetzung Wenn Sie sicherstellen möchten, dass alle im Testament aufgeführten Wünsche auch umgesetzt werden, kann die Benennung eines sogenannten Testamentsvollstreckers sinnvoll sein. Dieser arbeitet im Prinzip wie ein Treuhänder. Dabei sind Sie völlig frei, wen Sie als Testamentsvollstrecker benennen. Sinnvoll ist, jemanden zu wählen, der weder mit Ihnen verwandt noch durch das Testament in direkter oder indirekter Form begünstigt wird. Häufig greift man daher auf einen Anwalt, Notar oder Wirtschaftsprüfer zurück, da man diesen Personen in der Regel Neutralität und professionelles Handeln zutraut. Ein Testamentsvollstrecker wird gerne benannt, wenn etwa ein Erbe geschäftlich unerfahren, schwer erkrankt, geistig behindert oder minderjährig ist. Auch wenn im Testament Auflagen gemacht werden, oder ein möglicher Streit zwischen den Erben droht, sollte man über einen Testamentsvollstrecker nachdenken. Natürlich kann man niemanden zu der Aufgabe zwingen. Deshalb sollten Sie sich vorher mit der angedachten Person abstimmen und ggf. noch eine Ersatzperson benennen. Fazit: Ein Testament macht man nicht mal eben so. Wie Sie jetzt wissen, sind eine Menge Faktoren zu beachten. Speziell bei großen und weitverzweigten Vermögen, komplizierten familiären Verhältnissen oder wenn mehrere Immobilien oder gar ein ganzes Unternehmen vererbt werden sollen, ist anwaltliche Hilfe unbedingt empfehlenswert. Fachanwälte für Erbrecht helfen Ihnen bei der Bearbeitung Ihres Entwurfs oder bei der kompletten Formulierung. Geeignete Rechtsberater finden Sie beispielsweise über Suchportale im Internet (z. B. über das Deutsche Forum für Erbrecht, Tel , oder über die Deutsche Gesellschaft für Erbrechtskunde, Tel Weitere nützliche Adressen finden Sie in unserer Link-Sammlung am Ende dieses Heftes. Auch ein Testament ist nur ein Stück Papier! das heißt, wer will, kann Schindluder damit treiben, es fälschen oder verschwinden lassen. Tatsache ist auch, dass mitunter Bargeld, Papiere und Wertsachen im zeitnahen Umfeld eines Erbfalls auf die Seite geschafft werden, bevor es an die rechtmäßigen Erben verteilt werden kann. Was dagegen hilft: Fertigen Sie eine Liste (ggf. mit Fotos) an, mit den Wertsachen und Gegenständen, die zu Ihrem Vermögen zählen. Im Falle eines Diebstahls ist der Nachweis so schneller zu führen. Schmuck und Wertpapiere am besten im Bankschließfach aufbewahren. Alles, was Sie im Familien- und Bekanntenkreis verleihen, sollten Sie (bei Gegenständen mit Bild und Wertbeschreibung) schriftlich festhalten und vom Entleiher gegenzeichnen lassen. Verwahren Sie die Unterlagen in Ihrem Finanzen-Ordner. Veranlassen Sie, dass im Erbfall die Adresse des Trauerhauses nicht in der Todesanzeige abgedruckt wird. Es gibt Diebesbanden, die sich auf Todesanzeigen spezialisiert haben und zum Zeitpunkt der Beerdigung in diese Wohnungen einbrechen! 14

15 Wie groß ist Ihr Vermögen?! Da man sich mit dieser Frage nur selten befasst, ist sie oft gar nicht so leicht zu beantworten. Bei der fälligen Aufstellung, was alles zu Ihrem Vermögen zählt, kann die nachfolgende Checkliste helfen. Aus der Summe der Einzelposten ergibt sich Ihr zu vererbendes Vermögen. Davon müssen Sie Verbindlichkeiten (z. B. Abzahlungen von Krediten, Hypotheken) und Verpflichtungen (z. B. Zuwendungen an Verwandte oder Dritte) abziehen: Grundvermögen (Immobilien, Grundstücke) Sachwerte (Schmuck, Auto, Einrichtungsgegenstände) Bankguthaben Beteiligungen Wertpapiere (auch Bausparguthaben) Ansprüche aus Versicherungsverträgen Betriebsvermögen Bargeld Ordnen Sie Ihre Unterlagen Stellen Sie am besten einen Ordner zusammen, der schnell aufgefunden wird und der folgende Angaben bzw. Papiere (auch Kopien) enthalten sollte: erledigt Geburtsurkunde, Familienstammbuch Angabe, ob ein Testament vorhanden ist, wenn ja, wo dieses zu finden ist, von wann es datiert ist, ggf. in Kopie mit abheften Angabe, ob Vorsorgevollmacht und/oder Patientenverfügung vorhanden sind, ggf. Kopie abheften Genaue Angabe über Vermögenswerte: Immobilien (ggf. Grundbuchauszug, Mietverträge, Darlehensverträge, Ansprechpartner angeben/beifügen) Bankschließfach Kontoverbindungen Bausparverträge Bundeswertpapiere/Bundesschatzbriefe Wertpapiere Geschlossene Fonds Beteiligungen Lebens-/Rentenversicherungen Riester-Verträge Rürup-Verträge Betriebliche Altersversorgung Verbindlichkeiten Kredite Hypotheken Angaben sonstige Versicherungen: Haftpflicht, Unfall, Hausrat, Gebäude, Sterbegeld, Kfz Angaben zu Verträgen zugunsten Dritter Angaben Mitgliedschaften Daueraufträge/regelmäßige Abbuchungen Ggf. Mietverträge/Pachtverträge Adressverzeichnis, wer benachrichtigt werden soll (Verwandte, Freunde, Bekannte, Arbeitsund Vereinskollegen, Geschäftsfreunde usw.) Mögliche Wünsche/Anordnungen zur Trauerfeier/Beisetzung Checkliste für Hinterbliebene (s. Seite 30) 15

16 SV Ratgeber Vererben nach Plan Unternehmensnachfolge Unternehmensnachfolge rechtzeitig planen Wer über Jahre, womöglich sogar über Generationen, einen Betrieb aufgebaut hat, der will, dass das berufliche Lebenswerk auch vernünftig fortgeführt wird. Deshalb sollten sich Unternehmer rechtzeitig über Nachfolgeregelungen Gedanken machen und mögliche Fallstricke kennen. Mit einer vernünftigen Planung lässt sich auch die Steuerlast reduzieren. Ein Testament kann Regelungen innerhalb des Gesellschaftsvertrags nicht abändern. Standardlösungen für den Unternehmensübergang gibt es nicht. Das ist vielleicht auch gut so. Denn jeder Unternehmer hat unterschiedliche Vorstellungen, was mit dem Betrieb nach seinem Ausscheiden (sei es zu Lebzeiten oder durch den Tod) passieren soll. Komplikationen sind immer dann vorprogrammiert, wenn etwa ein vorhandenes Testament nicht zu den Nachfolgeregelungen im Gesellschaftervertrag im Unternehmen passt. Welche Möglichkeiten zur Regelung Sie haben, hängt dabei ganz entscheidend von der Gesellschaftsform ab. Die Möglichkeit bei Kapitalgesellschaften sind andere als bei Einzelunternehmen oder Personengesellschaften. In jedem Fall ist eine sorgfältige Abstimmung mit dem Testament wichtig. 16

17 Die SV stark und zuverlässig Viele Unternehmen werden heute aus Haftungsgründen als GmbH geführt. Ein GmbH-Geschäftsanteil kann frei vererbt werden. Selbst über die Satzung der GmbH kann die Vererblichkeit von GmbH-Geschäftsanteilen nicht ausgeschlossen werden. Gibt es mehrere Erben, können diese ihre Rechte gegenüber der Gesellschaft nur gemeinschaftlich ausüben. Damit sich die übrigen Gesellschafter im Todesfall nicht plötzlich mit womöglich auch noch branchenfremden Dritten, nämlich den Erben, abstimmen müssen, sollte die GmbH in ihre Satzung eine Nachfolgeklausel aufnehmen. Hier könnte etwa festgelegt werden, dass der Geschäftsanteil nach dem Tod des Erblassers nur an bestimmte Personen übergehen kann. Juristisch würde der Anteil dann zwar zunächst an die Erben fallen, diese wären dann jedoch zur Übertragung an den benannten Nachfolger verpflichtet. Die Erben, die aufgrund der Klausel nicht zum Gesellschafter berufen werden, müssen aber finanziell entschädigt werden. Wenn mehrere Erben vorhanden sind, sollte man sich als Unternehmer rechtzeitig fragen, wen man sich als Nachfolger im Betrieb vorstellen könnte und wie eine Ausgleichslösung für Nicht-Nachfolger aussehen könnten, die ja einen Erbanspruch haben. Regelungen für den Todesfall sollten insbesondere bei Personengesellschaften bestehen. Denn wenn der Gesellschaftsvertrag hierzu keine Aussagen enthält, wird etwa die GbR mit dem Tod des einen Beteiligten aufgelöst. Bei der KG ist dies der Fall, wenn der letzte persönlich haftende Gesellschafter versterben sollte. Damit das nicht geschieht, bieten sich im Gesellschaftervertrag eine Fortsetzungs-, Nachfolge- oder Eintrittsklausel an. Über ein Testament können die Regelungen innerhalb des Gesellschaftsvertrags nicht verändert werden. Ganz wichtig: Getroffene Regelungen sollten immer wieder überprüft werden. Denn kaum eine gesetzliche Materie ist so dynamisch wie das Steuer- und Gesellschaftsrecht bei Betriebsübergängen. Auskünfte erteilen die Mitglieder der rechts- und steuerberatenden Berufe. SV vermittelt Experten des Instituts für Erbrecht Bei Bedarf vermitteln wir gerne auch an Experten des Instituts für Erbrecht, einen Kooperationspartner der SV. Hochkarätige Spezialisten in den Bereich Zivil- und Steuerrecht helfen, Ihre Ziele bei der Unternehmensnachfolge zu erreichen. Sprechen Sie uns an oder informieren Sie sich unter Die SV SparkassenVersicherung (SV) ist ein leistungsstarkes Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe der größten Finanzgruppe Deutschlands. Sie ist ein moderner Regionalversicherer mit Tradition. Seit mehreren Jahrhunderten ist die SV für ihre Kunden da. Obwohl regional in Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und in Teilen von Rheinland-Pfalz tätig, sind wir bundesweit einer der führenden Gebäudeversicherer und gehören zu den großen Altersvorsorgeanbietern und Versicherungskonzernen in unserem Land. Die SV ist ein Unternehmen, das wirtschaftlichen Erfolg mit Regionalität verbindet. Denn unsere Regionalität ist unsere Stärke. Wir sind vor Ort für die Menschen da und garantieren Sicherheit und Altersvorsorge. Wir arbeiten mit den Sparkassen zusammen, haben aber auch einen großen eigenen Außendienst. Über 400 Generalagenturen und Sparkassenfilialen leisten einen zuverlässigen Service vor Ort. In der Zusammenarbeit mit den Sparkassen, den Landesbausparkassen, den Landesbanken und der Deka-Bank leben wir seit vielen Jahren Allfinanz und die dazu gehörende umfassende Beratung. Knapp Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für die SV tätig und betreuen rund 7,6 Millionen Versicherungsverträge. Pro Jahr zahlen wir rund drei Milliarden Euro aus, pro Tag sind das rund acht Millionen Euro, sei es in Form von Renten- und Kapitalzahlungen in der Lebensversicherung oder für Schäden in der Schaden- und Unfallversicherung. Unsere Werte Nähe, Sicherheit, Vertrauen und Verlässlichkeit stellen wir täglich im Umgang mit unseren Kunden und Mitarbeitern unter Beweis. Die SV-Konzernzentrale in Stuttgart. 17

18 SV Ratgeber Handlungsfähigkeit sichern Handlungsfähig bleiben Ob durch Unfall oder Krankheit: Jeder von uns kann womöglich von jetzt auf gleich nicht mehr seinen eigenen Willen äußern, wichtige Entscheidungen treffen und Geschäfte abschließen. Um weiter handlungsfähig zu bleiben, sollten Sie mit einer Vorsorgevollmacht und einer Patientenverfügung vorsorgen. Die Vorsorgevollmacht hilft, dass weitestgehend alle wirtschaftlichen Dinge geregelt werden können, während eine Patientenverfügung klare medizinisch-gesundheitliche Anweisungen enthält. Ohne eine Vorsorgevollmacht sind Angehörige, ja selbst der eigene Ehepartner, in vielen Situationen quasi machtlos. Rechnungen können nicht gezahlt, Mitgliedschaften in Vereinen nicht gekündigt, wichtige Anschaffungen womöglich nicht getätigt werden. Denn ohne Vorsorgevollmacht bestellt das Gericht einen Betreuer und das kann durchaus mehrere Wochen oder gar Monate dauern. Wird eine andere Person zum Betreuer bestellt, kann sie den Angehörigen erhebliche Schwierigkeiten machen, weil bestimmte Ausgaben beispielsweise verweigert werden. 18

19 Bei der Gestaltung einer Vorsorgevollmacht sind Sie übrigens völlig frei: Sie legen fest, wem Sie Vollmacht erteilen und in welchem Umfang! Sie können die Vollmacht auf einzelne Lebensbereiche begrenzen oder auch eine Generalvollmacht ausstellen. Selbstverständlich ist es auch möglich, für verschiedene Bereiche verschiedenen Personen eine Vollmacht zu erteilen. Legen Sie in Ihrer Vorsorgevollmacht auch fest, ob der Bevollmächtigte Untervollmachten erteilen darf. Die umfassendste Vorsorgevollmacht wäre eine Generalvollmacht, die den Bevollmächtigten zur uneingeschränkten Vertretung nach außen berechtigt. Auch wenn dies im Ernstfall vieles sicherlich erleichtert, sollte solch eine Generalvollmacht wohlüberlegt sein. Damit die Generalvollmacht nicht so leicht missbraucht werden kann, können Sie zwei oder mehrere Bevollmächtigte festlegen, die nur gemeinsam handeln dürfen. Außerdem können Sie Geldverfügungen der Höhe nach beschränken, etwa indem Sie wie folgt formulieren: Der Bevollmächtigte darf monatlich nur über Beträge bis maximal Euro auf dem Konto verfügen bzw. abheben, um diese zweckentsprechend zu verwenden. Je höher das Vermögen, desto wichtiger ist auch bei der Erteilung von Vorsorgevollmachten juristischer Rat. Patientenverfügung weist Ärzte an Rechtzeitig vorsorgen sollten Sie auch mit einer sogenannten Patientenverfügung. Hier geben Sie klare Anweisungen an Angehörige und Mediziner, wie in bestimmten medizinischen Situationen, in denen Sie Ihren Willen nicht persönlich äußern können, verfahren werden soll. So schaffen Sie Rechtssicherheit. Solange ein Patient bei Bewusstsein ist und seinen eigenen Willen auch ausdrücken kann, ist die Entscheidung über die Behandlung relativ einfach. Doch was, wenn Sie beispielsweise nach einem Unfall im Wachkoma liegen und künstlich ernährt werden? In solchen Fällen bestellt das Betreuungsgericht einen Betreuer. Das ist häufig ein Angehöriger oder nahestehender Verwandter, kann aber auch eine fremde dritte Person sein. Das lässt sich umgehen, wenn Sie zuvor eine Person zur Gesundheits- und Vermögensvorsorge bevollmächtigt haben. Damit der Betreuer oder Bevollmächtigte Ihren Behandlungswunsch auch umsetzen kann, sollten Sie eine Patientenverfügung verfassen. Diese muss zwingend schriftlich verfasst werden. Bevor Sie solch eine Verfügung aufsetzen, sollten Sie sich bei einem Arzt Rat einholen. So können Sie medizinische Fachbegriffe klären und die Folgen bestimmter Behandlungswünsche klären, um sich so einen eigenen Willen zu bilden. Sobald Sie wissen, was Sie wollen, sollten Sie dies niederschreiben. Ganz wichtig: Überschreiben Sie Ihre Anordnungen mit dem Begriff Patientenverfügung und vergessen Sie am Ende Datum, Ort und Unterschrift nicht. Der Inhalt der Patientenverfügung muss dabei so eindeutig sein, dass keinerlei Zweifel an den Anordnungen und Vorstellungen aufkommen können. Denn sonst werden Ihre Bestimmungen womöglich nicht beachtet und umgesetzt. Die Patientenverfügung ist nur dann verbindlich, wenn für eine bestimmte medizinische Situation eine konkrete Behandlungsanweisung gegeben wird. Grundsätzlich darf die Patientenverfügung jedoch keine strafbare aktive Sterbehilfe anordnen. Möglich sind hingegen Regelungen zur/zum passiven oder indirekten Sterbehilfe Behandlungs- und Ernährungsabbruch Behandlungsverzicht bei Demenz oder Dauerkoma. Sollten Dritte aufgrund Ihres Alters oder Erkrankungen Ihre Einwilligungsfähigkeit (und Urteilsvermögen) in Zweifel ziehen können, sollten Sie in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang ein ärztliches Attest zur Urteilsfähigkeit einholen und der Patientenverfügung beifügen. Ganz wichtig: Achten Sie darauf, dass Ihre Patientenverfügung auch gefunden wird. Informieren Sie nahe Angehörige über das Vorhandensein und geben Sie diesen ggf. eine Kopie. Selbstverständlich können Sie Ihre Patientenverfügung jederzeit widerrufen und abändern. So bauen Sie eine Patientenverfügung auf Überschrift Patientenverfügung Eingangsformel Situationen, für die die Patientenverfügung gelten soll Festlegung der ärztlichen bzw. pflegerischen Maßnahmen Aussage zur Verbindlichkeit Hinweis, ob ggf. Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht oder Organspendeausweis vorhanden sind Datum, Ort, Unterschrift Hinweis auf ärztliche und rechtliche Beratung! 19

20 SV Ratgeber zukunft planen 20

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