Managed VPS Linux Technischer Überblick

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1 Managed VPS Linux Technischer Überblick Copyright 2006 VERIO Europe Seite 1

2 1 EINFÜHRUNG Danksagungen Ziel dieses Dokuments Aufbau des Dokuments 4 2 ÜBERSICHT ÜBER VPS LINUX GNU/Linux ist ein UNIX-ähnliches Betriebssystem Red Hat und VPS Linux Linux Man Pages Die Linux Command Library 6 3 DATENSCHUTZ UND SICHERHEIT BEIM VPS LINUX Features der Virtualisierung auf Betriebssystemebene Virtualisierung auf Betriebssystemebene Netzwerkvirtualisierung Ressourcenverwaltung Skel Paket Copy-on-Write RPM 10 4 ALTERNATIVEN ZUR VIRTUALISIERUNG AUF BETRIEBSSYSTEM-EBENE Übersicht über Alternativen Umfangreiche Features des VPS Linux 12 5 RESSOURCENVERWALTUNG UND FAIRSHARE TECHNOLOGIE 13 6 VINSTALL UTILITIES LIBRARY 15 7 VPS LINUX RESSOURCENVERTEILUNG Vorschläge zur Nutzung und Einsatz von Applikationen je Account 17 8 VORSICHTSMAßNAHMEN 19 Copyright 2006 VERIO Europe Seite 2

3 8.1 Zum Thema Java Applikationen Interdependenz Sandboxen und Performance Nur für Informationszwecke 20 Copyright 2006 VERIO Europe Seite 3

4 1 Einführung Das vorliegende Dokument gibt einen technischen Überblick über Managed Virtual Private Server Linux (im Folgenden VPS Linux). Es beschreibt, wie Ihr Account einen eigenen, geschützten und vollkommen isolierten Bereich zur Verfügung stellt. Wenngleich dieses Dokument nicht die detaillierten technischen Instruktionen eines User Guide s enthält, gibt es beschreibende technische Informationen zum Thema Virtualisierung auf Betriebssystem-Ebene und den Features Ihres Accounts. Dieser technische Überblick enthält weiterhin Informationen, wie Ressourcen in Ihrem Account verwaltet werden und wie Ihr Account durch den Einsatz der FairShare Technologie einen deutlichen Vorteil anderen Lösungen gegenüber hat. All diese Informationen gelten im Kontext der Hinweise und Warnungen, die in jedem technischen Dokument über Internet- oder Netzwerktechnolgien zu finden sind. 1.1 Danksagungen Dieser technische Überblick basiert auf Informationen, die von Verio Produktmanagement, Produktentwicklung, Kundensupport und Trainingsteams zur Verfügung gestellt werden. Ihr Managed VPS Linux setzt Open-Source Technologien und Applikationen ein, die aus Entwicklung, Testen und Revision durch Open-Source Communities wie der Apache Software Foundation, dem Fedore Projekt, der Free Software Foundation, dem GNU Projekt und vielen weiteren erwachsen sind. 1.2 Ziel dieses Dokuments Das Ziel dieses Dokuments ist es, beschreibende einführende Informationen zum VPS Linux zur Verfügung zu stellen. Es beschreibt die Features des VPS Linux, gibt jedoch keine Instruktionen. Bitte verwenden Sie die Anwenderdokumentationen für Informationen zum Gebrauch Ihres VPS Linux und den wichtigsten Services. 1.3 Aufbau des Dokuments Dieses Dokument beinhaltet die folgenden Abschnitte: Übersicht über VPS Linux auf Seite 5. Datenschutz und Sicherheit beim VPS Linux auf Seite 7. Alternativen zur Virtualisierung auf Betriebssystem-Ebene auf Seite 11. Ressourcenverwaltung und FairShare Technologie auf Seite 13. Vinstall Utilities Library auf Seite 15. VPS Linux Ressourcenverteilung auf Seite 17. Copyright 2006 VERIO Europe Seite 4

5 2 Übersicht über VPS Linux Dieser Abschnitt gibt eine kurze Einleitung zu Linux und dem Red Hat Enterprise Linux (RHEL), der Linux Command Library und wie Sie die Features des VPS Linux einsetzen können. 2.1 GNU/Linux ist ein UNIX-ähnliches Betriebssystem Linux (auch GNU/Linux oder linuxbasiertes GNU System) ist ein UNIX-ähnliches Betriebssystem. Linux wird vertrieben unter den Bedingungen der GNU General Public License, veröffentlicht von der Free Software Foundation. Ihr VPS Linux Account verwendet RHEL, einen häufig implementierten unternehmerischen Standard. 2.2 Red Hat und VPS Linux RHEL basiert auf offenen Standards und stammt ab vom Red Hat-gesponserten und communityunterstützen Open-Source Projekt Fedora. Weitere Informationen über RHEL und das Fedora Projekt finden Sie hier: Das Betriebssystem RHEL unterstützt die GNU Compiler Collection (GCC) und den Red Hat Package Manager (RPM). Beim Vornehmen von Aufgaben der Konfiguration, Administration und Fehlerbehebung können Sie Ihr bisheriges Wissen zum Thema Open- Source Software Applikationen beim VPS Linux anwenden. Ihr Account stellt Services so bereit, dass die Account-Funktionen wie bei einem eigenen Server unabhängig von anderen Accounts genutzt werden können. Der Account unterstützt spezifische Prozesse, Applikationen, User und Dateien. Über den Root-Zugriff können Sie Zugriff auf alle Ports gewähren. Der Account unterstützt multiple User und gibt Ihnen Zugriff auf alle Logdateien. Datenbackups, Serversicherheit und Softwareupdates werden mit Hilfe von Updates der Serversoftware vorgenommen, so dass Sie in der Regel nicht weiter agieren müssen. Ihr Account ist eine Hosting-Umgebung, die Ihnen annähernd Ihren eigenen Server bietet. Ihr Account teilt zwar Hardware mit anderen Accounts, jedoch keine Software. Jeder Account verfügt über seine eigene komplette Verzeichnisstruktur und dedizierten Applikationen wie Webserver oder Mailserver. Ihr Account kann separat neu gestartet werden, ohne andere Accounts auf dem gleichen physikalischen Server zu beeinträchtigen und verfügt über Server Monitoring Software Applikationen.. Sie können Ihren Account so konfigurieren, dass multiple User für Shell, Web, File Transfer Protocol (FTP) und/oder -Berechtigungen unterstützt werden. Das RHEL Betriebssystem bietet eine kompatible Basis für die Virtualisierung auf Betriebssystem-Ebene, ein Copyright 2006 VERIO Europe Seite 5

6 template-basiertes Dateisystem (auch skel) Paket und copy-on-write (COW) Dateisystemoptimierung. 2.3 Linux Man Pages Ihr Account unterstützt weiterhin Zugriff auf die Linux Manual pages (oder Man Pages), die Informationen über alle von Ihrem Account unterstützten Kommandos geben. Man Pages geben weiterhin Informationen über System Calls, Library Call, spezielle Dateien sowie über Dateiformate und Konventionen. 2.4 Die Linux Command Library Ihr Account unterstützt weiterhin Zugriff auf die Linux Command Library (or man pages), die Informationen über alle Kommandos enthält, die von Ihrem Account unterstützt werden. Man Pages enthalten weiterhin Informationen über System Calls, Library Calls, spezielle Dateien und Dateiformate und Konventionen. Copyright 2006 VERIO Europe Seite 6

7 3 Datenschutz und Sicherheit beim VPS Linux VPS Linux bietet einen eigenen und geschützten Bereich, der als unabhängiger Server agiert. VPS Linux verhält sich wie ein einzelner physikalischer Server und bietet dabei exzellente Sicherheit, Performance und Flexibilität. Die Virtualisierung auf Betriebssystemebene ermöglicht mehrere isolierte, sichere virtuelle Umgebungen auf einem einzigen physikalischen Server. Servervirtualisierung ermöglicht bessere Serverauslastung und stellt sicher, dass Applikationen nicht miteinander in Konflikt geraten. Jeder Account verhält sich dabei wie ein eigener Server. Sie können einen Reboot Ihres VPS Linux unabhängig von anderen Accounts simulieren und Root- Zugriff, User, Speicher, Prozesse, Dateien, Applikationen, Systembibliotheken und Konfigurationsdateien selbst konfigurieren. Unter den Alternativen zur Servervirtualisierung auf Betriebssystemebene sollten Sie das folgende beachten: Hardware Emulation Auch als Technolgie der virtuellen Maschine bezeichnet, hat Hardware Emulation den Vorteil, dass Sie nahezu jedes Betriebssystem, wie z.b. RHEL, ohne umfangreiche Änderungen laufen lassen können. Die Technologie ermöglicht es jedoch nur, Ihren Account mit geringer Dichte und einem niedrigen Skalierbarkeitslevel zu betreiben. Verwaltungsaufgaben können langsam in Effekt treten und komplex in der Anwendung sein. Alle diese Faktoren führen zu einem geringern Performance-Level, als Sie möglicherweise benötigen. Para-Virtualisation Diese Server-Technologie ermöglicht es Ihnen, mehrere modifizierte Betriebssystem laufen zu lassen, währen ein Virtual Machine Monitor verwaltet, wie Serverressourcen zwischen den Accounts aufgeteilt sind. Diese Servertechnologie ermöglicht bessere Performance als die Hardware Emulation. Die Betriebssysteme müssen jedoch modifiziert werden, die Ressourcenverteilung ist statisch und die Skalierbarkeit ist eingeschränkt. Ihr VPS Linux verhält sich wie ein eigener Linux Server. Er hat standardmäßige Startup- Skripte, so dass Software von zahlreichen Anbietern ohne Anpassungen auf Ihrem Account läuft. Sie können alle Konfigurationsdateien ändern und zusätzliche Software installieren. Das Dateisystem, die Prozesse, Interprocess Communication (IPC) Mechanismen und die Konfiguration sind immer vollständig isoliert von allen anderen Accounts. Zu Ihrem Account gehörende Prozesse werden unter Verwendung aller zur Verfügung stehenden Prozessorleistung ausgeführt. Ihr VPS Linux verfügt über seine eigene IP-Adresse. Der Netzwerk-Traffic Ihres Accounts ist isoliert von dem aller anderen Accounts. Traffic Snooping ist nicht möglich. Die Ressourcenverwaltung kontrolliert die Ihrem Account zur Verfügung stehenden Ressourcen. Dies ermöglicht der Quality of Service (auch QoS) die Service Level Agreements für Ihren Account einzuhalten. Die Virtualisierung auf Betriebssystemebene Copyright 2006 VERIO Europe Seite 7

8 ermöglicht weiterhin die Isolation von Performance und Ressourcen, so dass Ihr Account vor Missbrauch von anderen Accounts auf dem gleichen physikalischen Server geschützt ist. Die isolierte Umgebung des VPS Linux wird hergestellt durch das Schaffen von Server Sandboxen. Jeder VPS Linux hat seine komplett eigene Verzeichnisstruktur, ein virtuelles Dateisystem, seine eigenen unabhängigen Applikationen (Webserver, Mailserver, etc.); Sicherheit, die verhindert, dass ein VPS Linux mit einem anderen in Konflikt gerät oder diesen überhaupt sieht. Weiterhin verfügt jeder VPS Linux über hochentwickelte Ressourcenverwaltung, die kontrolliert, wie Systemressourcen unter den VPS Linux Accounts aufgeteilt sind. Funktionelle Isolation Jeder VPS Linux (inkl. aller Applikationen, die darauf laufen) ist unabhängig konfiguriert. Kunden haben volle administrative Kontrolle inklusive der Möglichkeit, nahezu alle kundenspezifischen oder Standardapplikationen zu installieren, anzupassen und zu starten. Weiterhin haben Kunden die vollständige Kontrolle über die Konfiguration und Einstellungen Ihres VPS Linux. Fehler Isolation Wie bei separaten physikalischen Servern beeinflusst ein Fehler in einer Applikation eines VPS Linux Accounts nicht die anderen VPS Linux Accounts auf dem gleichen physikalischen Server. Performance Isolation FairShare Technologie verwaltet die Nutzung von Systemressourcen wie die Central Processing Unit (CPU), Speicher und Netzwerkverbindung von allen VPS Linux, so dass jeder VPS Linux Account vor übermäßigem Ressourcenverbrauch anderer Accounts auf dem gleichen physikalischen Server geschützt ist. 3.1 Features der Virtualisierung auf Betriebssystemebene Die Softwarearchitektur von Virtualisierung auf Betriebssystemebene unterscheidet sich von der traditionellen Architektur einer virtuellen Maschine, da immer der gleiche Betriebssystem-Kernel wie beim Hostsystem läuft. Gleichzeitig werden jedoch multiple Linux Distributionen in den einzelnen VPS Linux Accounts ermöglicht. Diese Technologie der Implementation mit einem Kernel ermöglicht es, den VPS Linux nahezu ohne Overhead zu betreiben. VPS Linux können daher Effizienz und Handhabbarkeit weit über der von traditionellen Virtualisierungstechnologien bieten Virtualisierung auf Betriebssystemebene Sowohl aus Applikations- als auch aus User-Sicht ist jeder VPS Linux Account ein unabhängiges System. Diese Unabhängigkeit wird gewährleistet durch ein Virtualisierungslayer im Kernel des Host-Betriebssystems, dass auf der Hardware Node (HN, ein Computer auf dem die Virtualisierung auf Betriebssystemebene für VPS Linux Hosting Accounts) installiert ist. Hinweis: Lediglich ein kleiner Anteil an CPU Ressourcen wird für die Virtualisierung beansprucht (ca. ein bis zwei Prozent). Die wichtigsten Features, die durch die Implementierung des Virtualisierungslayers auf Betriebssystemebene ermöglicht werden, sind: Copyright 2006 VERIO Europe Seite 8

9 Jeder VPS Linux Account sieht aus und verhält sich wie ein normales Linux System. Er hat standardmäßige Startup-Skripte; Software von einer Vielzahl von Anbietern kann auf einem VPS Linux laufen, ohne dass Änderungen oder Anpassungen der Virtualisierung auf Betriebssystemebene notwendig sind. User können alle Konfigurationsdateien ändern und zusätzliche Software installieren. Einige sinnvole Ausnahmen zu den konfigurierbaren Aspekten von VPS Linux stellen Hardware, Mount Points und Netzwerkeinstellungen dar. VPS Linux Accounts sind vollständig isoliert voneinander (Dateisystem, Prozesse, Inter Process Communication (IPC)) Prozesse eines VPS Linux Accounts werden unter Verwendung aller verfügbarer CPUs ausgeführt. In der Konsequenz sind VPS Linux Accounts nicht an eine einzelne CPU gebunden, sondern können sämtliche verfügbare CPU Leistung nutzen Netzwerkvirtualisierung Mit Hilfe des Netzwerk-Virtualisierungs-Layers werden VPS Linux voneinander und vom physikalischen Netzwerk isoliert. Jeder VPS Linux hat standardmäßig seine eigene IP-Adresse Netzwerk-Verkehr eines VPS Linux Accounts ist zu jeder Zeit von dem anderer VPS Linux Accounts isoliert. VPS Linux sind also so voneinander isoliert, dass Traffic Snooping nicht möglich ist. Software Firewalls können auf einem VPS Linux genutzt werden (der User kann Regeln, die den Zugriff auf bestimmte Services limitieren unter Verwendung des kanonischen iptables Tool des VPS Linux setzen). So ist es möglich, Firewall- Regel auf dem VPS Linux zu definieren. Die Manipulation von Routingtables und erweiterte Routingfeatures werden für individuelle VPS Linux Accounts unterstützt, z.b. das Setzen von verschiedenen Maximum Transmission Units (MTUs) für verschiedene Destinationen, das Spezifizieren von verschiedenen Quelladressen für verschiedene Destinationen Ressourcenverwaltung Ressourcenverwaltung ist sehr wichtig beim VPS Linux. Die verfügbare Ressourcennutzung Ihres Accounts ist deutlich höher als bei einem normalen Computersystem. Die VPS Linux Ressourcenverwaltung steuert den Ressourcenanteil, der für jeden VPS Linux Account verfügbar ist. Die steuerbaren Ressourcen beinhalten solche Parameter wie CPU Leistung, Speicherplatz und eine Reihe von arbeitsspeicherbezogenen Parametern. Durch das Ressourcenmanagement werden die folgenden Funktionen bei Ihrem Account effizient ermöglicht: Aufteilen von verfügbaren Ressourcen auf individuelle Accounts Beibehalten von Quality of Service (QoS) eines Servers im Netzwerk Isolation von Performance und Ressourcen Copyright 2006 VERIO Europe Seite 9

10 Schutz des Servers vor Denial of Service (DoS) Angriffen Zusammenstellen von Nutzungsinformationen für das Systemmonitoring 3.2 Skel Paket Das Bereitstellungssystem konfiguriert jeden VPS Linux Account mit den folgenden Hauptservices auf dem Virtual Server Account vor: Web -- Hypertext Transfer Protocol (HTTP) und HTTPS. -- Simple Mail Transfer Protocol (SMTP), Post Office Protocol (POP) und Internet Message Access Protocol (IMAP). File Transfer Protocol (FTP) Shell Access Tools -- Telnet, Secure Shell (SSH) cron Diese Hauptservices werden von unserem Support gesteuert, können jedoch vom Kunden bei speziellen Bedürfnissen konfiguriert werden. Unser Support bietet grundlegenden Support sowohl für die Konfiguration und den Gebrauch dieser Hauptservices, als auch für die Wartung der Systemfunktionalität dieser Services ohne Berechnung. Wir behalten uns vor, die Ressourcen der VPS Linux so anzupassen, dass eine optimale Betriebsumgebung für alle VPS Linux Kunden gewährleistet werden kann. Standardmäßig ist Ihr neuer VPS Linux Account als Web- und server vorkonfiguriert. Ihr Account ist zu Beginn ein copy-on-write (COW) Image einer von Technikern getesteten, grundlegenden Linux Installation. Sie können Ihren VPS Linux jedoch selbstverständlich so konfigurieren, dass zusätzliche Services verfügbar sind. 3.3 Copy-on-Write Die Linux VPS Technologie setzt ein COW Dateisystem ein. Das Sysytem basiert auf einem COW Image einer von Verio getesteten, grundsätzlichen RHEL Installation. Selbst während Sie und Ihre Systemadministratoren Ihren Account anpassen und updaten, verwendet Ihr Account weiterhin zentrale Dateien, die von Verio betrieben werden. Dies stellt sicher, dass Ihr Account relativ uneingeschränkten Zugriff auf viele Systemressourcen wie Random Access Memory (RAM) hat. Mit der Zeit werden Dateien, die allein für Ihren Account und Ihre Konfiguration gelten, wachsen, um Ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Alle Dateien, die saubere und schnelle Operationen für Ihren Account gewährleisten, tun dies jedoch nicht. VERIO Systemadministratoren werden weiterhin schnell und einfach Updates für Hauptservices verwalten. 3.4 RPM Ihr VPS Linux Account unterstützt RPM, eine offenes Paketsystem für Linux- und UNIX- Systeme, die unter den Bedingungen der GPL vertrieben werden. Das Paket betreibt eine Datenbank an installierten Paketen und deren Dateien. Dies ermöglicht Ihnen die Konfiguration und Anpassung Ihres VPS mit minimalem Risiko, diese zu verlieren. Copyright 2006 VERIO Europe Seite 10

11 4 Alternativen zur Virtualisierung auf Betriebssystem-Ebene Die VPS Linux Technologie virtualisiert Server auf Betriebssystemebene, inklusive Kernel. Sie partitioniert einen einzelnen physikalischen Server in multiple kleinere rechnerische Partitionen. Aus Anwendersicht verhält sich jede Partition wie ein eigenständiger physikalischer Server. Diese Technologie ermöglicht eine erweiterte Extension des Standardmechanismus chroot. Die Architektur des Betriebssystemlevels hat geringen Overhead, was die effiziente Verwendung von Serverressourcen maximiert. Aufgrund des Ein-Kernel-Ansatzes bringt diese Virtualisierungsart nur einen vernachlässigbaren Overhead mit sich und ermöglicht es, dass zahlreiche Virtual Private Server auf einem physikalischen Server laufen. Im Gegensatz dazu können andere Ansätze wie VMWare Workstation Virtual Machine Emulation, Xen Machine Para-Virtualisation oder User Mode Linux (UML) diese Serverdichte nicht erreichen. Dies liegt begründet im Overhead, der durch multiple Kernels verursacht wird. Bei Virtualisierung auf Betriebssystemebene ist es nicht möglich, mehrere Betriebssysteme oder Kernels laufen zu lassen. Verschiedene Bibliotheken und Distributionen eines Betriebssystems sind möglich. Um fair zu sein, muss gesagt werden, dass Virtualisierung auf Betriebssystem-Ebene bedeutet, dass sich die Response Time eines Webservers erhöht, da die Anzahl der virtuellen Umgebungen erhöht sind. Die Response Time wäre jedoch annehmbar (unter 2 Sekunden). Im Vergleich dazu, können Implementierungen von Nachbildungen und Para- Virtualisierungen typischerweise lediglich bis zu 10 virtuelle Umgebung auf einem 75 GB Server hosten. Da nur ein einziger Kernel alle Partitionen versorgt, werden Isolierung und Ressourcenverwaltung entscheidend. Ohne richtige Isolierung kann die Sicherheit gefährdet werden, und ohne geeignete Ressourcenverwaltung kann eine Applikation aus einer Partition Ressourcen missbrauchen und dadurch zu einem Denial of Service (DoS) für andere Partitionen führen. Daher müssen z.b. die folgenden begrenzten Ressourcen pro Partition gesteuert und begrenzt werden: CPU Zeit Speicherplatz Netzwerk-Zugriff RAM gemeinsamer Speicher Prozessanzahl Die VPS Linux Technologie verfügt über eine Reihe von neun begrenzten Ressourcen, die pro Partition gesteuert und begrenzt werden. Copyright 2006 VERIO Europe Seite 11

12 4.1 Übersicht über Alternativen Im Folgenden finden Sie Alternativen zur VPS Linux Technologie. Jede kommt dem Virtualisierungslevel und der Robustheit von VPSv2 nahe, erreicht diese aber nicht vollkommen. Chroot Ein UNIX Kommandozeilen-Programm, das für Prozessmanagement eingesetzt wird. Dieses Programm ermöglicht es, mehrere Instanzen der FreeBSD Umgebung auf einem einzigen Server laufen zu lassen und straff zu steuern. Die Instanzen agieren simultan und ohne Interventionen wie z.b. Reboot. Wenngleich dieses Utility die Isolation des Dateisystems ermöglicht, sind andere Features von Alternativen nicht möglich. Mehr hierzu finden Sie in den RHEL man pages. Linux Vserver Eine Open-Source Software vertrieben vom Linux-VServer Project (http://linux-vserver.org/welcome_to_linux-vserver.org) unter den Bedingungen der Gnu Public License (GPL). Diese Software ermöglicht Virtualisierung auf Kernel-Ebene für GNU/Linux Systeme, indem das Laufen von multiplen virtuellen Einheiten auf einem Kernel unterstützt wird. FreeBSD Jail Ein Tool, das vom FreeBSD Betriebssystem (http://www.freebsd.org/) bereitgestellt wird. Das Tool manipuliert die chroot Fähigkeit des Betriebssystems, um eigenständige, sichere Partitionen zur Verfügung zu stellen. Mehr hierzu finden Sie in den man pages des Betriebssystems oder in Kapitel 4 des FreeBSD Architecture Handbook (http://www.freebsd.org/doc/en_us.iso8859-1/books/arch-handbook/jail.html). Containers (oder Zones) Das Solaris Enterprise System (http://www.sun.com/software/solaris/) unterstützt isolierte, virtuelle Umgebungen innerhalb eines physikalischen Servers. Diese Umgebungen werden Zone oder Container genannt. Mehr hierzu finden Sie in den Zones and Containers FAQ auf der Open Solaris Web Site (http://www.opensolaris.org/os/community/zones/faq/). 4.2 Umfangreiche Features des VPS Linux Die genannten Alternativen bieten einige, aber nicht alle Features von VPS Linux. Nur die VPS Linux Implementierung von Virtualisierung auf Betriebssystemebene bietet alle der folgenden Features: Isolierung des Dateisystems Disk Quotas Memory Limit CPU Quotas Netzwerk Isolierung Partition Check Pointing Live Migration Copyright 2006 VERIO Europe Seite 12

13 5 Ressourcenverwaltung und FairShare Technologie Der Begriff FairShare bezeichnet eine innovative Technologie, die die faire Nutzung von geteilten Systemressourcen wie CPU, Speicher und Netzwerkressourcen begünstigt. Durch den Einsatz dieser Technologie können Kunden-Websites und Applikationen konsistent performen. Dies wird dadurch erreicht, dass ein einzelner VPS Linux daran gehindert wird, geteilte Ressourcen zu missbrauchen. Jeder VPS Linux wird bereitgestellt mit einer Zuteilung von eigenem Speicherplatz und Prozessen. Die anteilige Nutzung von Ressourcen wie CPU, Speicher und Netzwerk wird von VPS Linux gesteuert. Ressourcenverwaltung und FairShare Technologie werden verwendet, um zwei spezifische Ziele zu erreichen: Verhinderung von Missbrauch eines einzelnen VPS Linux Differenzierung zwischen den Kapazitäten der verschiedenen VPS Linux Accounts Das Hauptprinzip der FairShare Technologie liegt darin, jedem VPS Linux angemessene Ressourcen zu ermöglichen, während gleichzeitig der Missbrauch dieser Ressourcen durch übermäßige Nutzung verhindert werden soll. Nutzungsgrenzen wurden eingerichtet, um dem vorzubeugen. Verfügbare Ressourcen und die Nachfrage nach diesen Ressourcen regulieren die Performance eines jeden VPS Linux Accounts. Es gibt drei VPS Linux Accounts: VPS Linux Basic VPS Linux Pro VPS Linux ProPlus In einer Zeit mit geringer Aktivität auf dem Server, kann ein VPS Linux so viel CPU nutzen, wie er fordert. Wenn jedoch mehrere VPS Linux diese Ressourcen fordern, werden Nutzungsgrenzen angewandt und je nach Accounttyp werden unterschiedlich hohe Ressourcen gewährt. Jedem VPS Linux Account wird ein fairer Anteil zugeteilt, dabei ist die Ressourcengrenze eines VPS Linux Basic Accounts geringer als die eines VPS Linux Pro Accounts, diese wiederum ist geringer als die eines VPS Linux ProPlus Accounts. Ressourcenzuteilung und die Implementation der FairShare Technologie bieten einen wichtigen Wettbewerbsvorteil der VPS Linux Plattform. Für Sie als Kunden wichtig ist eine Empfehlung, welche Nutzung welches VPS Linux Accounts angemessen ist und wann ein Upgrade zu einem höheren VPS Linux Account notwendig ist. Die Richtlinien und Informationen im Abschnitt VPS Linux Ressourcenverteilung auf Seite 17 helfen Ihnen bei der Wahl. Das Hauptziel der Ressourcenverwaltung bei der Virtualisierung auf Betriebssystemebene ist es, Service Level Management oder Quality of Service (QoS) für VPS Linux Accounts zu gewährleisten. Die Einstellungen der Ressourcenverwaltung verhindern den ernsthaften Einfluss durch übermäßigen Ressourcenverbrauch (unbeabsichtigt oder böswillig) anderer VPS Linux Accounts. Die Verwendung von Parametern zur Ressourcenverwaltung für das QoS Management ermöglicht weiterhin Datencenter- Copyright 2006 VERIO Europe Seite 13

14 Administratoren, Fairness bei der Ressourcennutzung innerhalb der VPS Linux Accounts und die Servicequalität durchzusetzen. Copyright 2006 VERIO Europe Seite 14

15 6 Vinstall Utilities Library VPS Linux Accounts beinhalten eine Bibliothek an benutzerdefinierten Installationsskripten (auch vinstall Utilities). Diese vinstalls vereinfachen deutlich die Installation von Programmen und Utilities, indem meist die komplette Konfiguration für Sie vorgenommen wird. Das Ermitteln von Abhängigkeiten, vorgegebenen Speicherorten und manchmal sogar Upgrades und Downgrades werden für Sie vom vinstall ausgeführt. Alle VPS Linux Accounts verfügen über die folgenden vinstalls: Hinweis: Aufgrund des Speicherbedarfs sind Java Applikationen lediglich beim VPS Linux ProPlus verfügbar. Mehr hierzu finden Sie im Abschnitt Zum Thema Java Applikationen auf Seite 19. ant ClamAV CPX: Control Panel Dada Mail Dovecot Fml FormMail Java Development Kit (JDK) Java Run-time Environment. (JDE) Mailman Majordomo Miva Empresa (virtual and non-virtual machine) Mod_perl Mod_python Mod_Ruby MySQL (4.x, 5.x) MySQL Check Open WebMail PHP: Hypertext Processor (php4 and php5) phpmyadmin phppgadmin PostgreSQL Procmail Procmail-LDA PukiWiki Ruby on Rails System Quota Checker Sendmail (RBL) Copyright 2006 VERIO Europe Seite 15

16 SpamAssassin SquirrelMail Swish-e Tcl Timezone Tomcat Urchin5 Webalizer Webmin WordPress Zend Optimizer Zope Copyright 2006 VERIO Europe Seite 16

17 7 VPS Linux Ressourcenverteilung Es gibt drei verschiedene VPS Linux Accounts: Basic, Pro und ProPlus. Alle Accounts setzen FairShare Technologie und Virtualisierung auf Betriebssystem-Ebene ein, um die Serverressourcen zu verteilen. Die Serverressourcen sind dabei im Einzelnen: Speicherplatz die maximale Datenmenge in GB, die Sie auf Ihrem VPS Linux Account speichern können. Gesamtprozesse die maximale Anzahl an Tasks (sowohl aktiv als auch inaktiv) auf Ihrem VPS Linux Account Geöffnete Dateien die maximale Anzahl an Dateien, die Ihr VPS Linux gleichzeitig öffnen kann. CPU Priorität die maximale Zeit, die Ihr VPS Linux im Verhältnis zu anderen Accounttypen die CPU des physikalischen Servers nutzen kann Physikalischer Arbeitsspeicher die maximale Menge an Arbeitsspeicher, die Ihr VPS Linux nutzen kann Maximaler Arbeitsspeicher die maximale Menge an physikalischem Arbeitsspeicher und Swap-Arbeitsspeicher, die für Ihren VPS Linux verfügbar ist. 7.1 Vorschläge zur Nutzung und Einsatz von Applikationen je Account Die folgenden Anwendungszwecke schlagen wir für einen VPS Linux Basic Account vor: Websites Websites (auch Web Sites) sind Sammlungen von Text, Bildern, Videos und/oder anderen Inhalten, die Ihr Server mit dem Zweck der Bekanntmachung Ihrer Organisation hostet. Weiterhin können Websites Funktionen und die Kommunikation innerhalb Ihrer Organisation vereinfachen. Die standardmäßig installierte Konfiguration Ihres Servers beinhaltet die Webserver Software, die Sie zum Starten benötigen. s sind elektronisch zugestellte Nachrichten, die Ihr Server verarbeitet, so dass Mitglieder Ihrer Organisation mit anderen kommunizieren können, entweder innerhalb Ihrer Organisation oder mit jedem, der über eine gültige Adresse verfügt. Bilder, Videos und/oder andere Inhalte können in die Nachrichten eingebettet werden oder als Anhänge zu den s versendet werden. Die standardmäßig installierte Konfiguration Ihres Servers beinhaltet die Services, die Sie zum Starten benötigen. Die folgenden Anwendungszwecke schlagen wir für einen VPSv3 Pro Account vor: Datenbanken Sie können Informationen, die in den von Ihrem Server betriebenen Datenbanken gespeichert sind, organisieren abrufen und darstellen. Sie können Datenbank Applikationspakete mit zur Verfügung stehenden vinstall Utilities hinzufügen. Copyright 2006 VERIO Europe Seite 17

18 Dynamische Applikationen Die Accounts Pro und ProPlus können dynamische Applikationen (auch bezeichnet als Module und/oder Pakete) verarbeiten, auszuliefern und zu verwenden. Typischerweise bedeutet dies, dass Sie dem für Ihre Kunden sichtbaren Content Leben geben können und so optimalerweise deren Bedürfnissen vorgreifen können. Sie können viele dynamische Applikationen mit Hilfe der vinstall Utilities, die Ihr Server unterstützt, installieren. Die folgenden Anwendungszwecke schlagen wir für einen VPSv3 ProPlus Account vor: Multimedia Development Suites ProPlus Accounts können eine robuste, skaliebare Entwicklungsumgebung für die Erstellung (nicht nur Verarbeitung) von Multimedia-Applikationen bereitstellen. Sie können viele dieser Open-Source Komponenten mit Hilfe der von Ihrem Server unterstützten vinstall Utilities installieren. Enterprise Development Suites ProPlus Accounts können eine robuste, skalierbare Entwicklungsumgebung für die Individualisierung von Applikationen spezifisch für Ihr Unternehmen. Sie können viele dieser Open-Source Komponenten mit Hilfe der von Ihrem Server unterstützten vinstall Utilitites installieren. Java Applications und Java Developer Kit (JDK) Der ProPlus Account stellt eine robuste und skalierbare Umgebung und, viel wichtiger, eine Entwicklungsumgebung für JDK und Java Applikationen bereit. Sie können viele der Open-Source Komponenten mit Hilfe der vinstall Installationsutilities auf Ihrem Server installieren. Sehen Sie auch Alle Informationen in diesem Dokument basieren auf jahrelanger Erfahrung unserer Produktentwickler und Systemadministratoren. Im Folgenden finden Sie einige Vorsichtsmaßnahmen, die Ihnen bei der Interpretation, wie die Informationen in diesem Dokument eingesetzt werden können, bekannt sein sollten. Zum Thema Java Applikationen auf Seite 19. Copyright 2006 VERIO Europe Seite 18

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