FOCUS. ICT und die Umwelt. klimaneutrales webhosting. Thin Clients und Virtualisierung. SBB: Pünktlichkeit im Kernnetz. lehrverhältnisse Informatik

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1 FOCUS Nr. 17 Oktober 2009 klimaneutrales webhosting ICT und die Umwelt Thin Clients und Virtualisierung SBB: Pünktlichkeit im Kernnetz lehrverhältnisse Informatik Oda ICT Bern John wayne in der alpenrepublik

2 Der online Stadtbummel in Ihren Fachgeschäften Fachgeschäfte mit Qualitätsprodukten vereinigt in einem Online-Shop. Einfach, sicher, bequem, von zu Hause aus, online durch die Stadt schlendern.

3 Editorial 3 ICT in einer sich verändernden Umwelt Jürg Eberhart Rechtsanwalt Vorstandsmitglied tcbe.ch Impressum FOCUS>tcbe.ch Organ des tcbe.ch ICT Cluster Bern, Switzerland Erscheint 3- bis 4-mal jährlich Herausgeber tcbe.ch ICT Cluster Bern, Switzerland c/o innobe AG Wankdorffeldstrasse 102, Postfach 261, 3000 Bern 22 Tel , Fax Inseratemanagement, Gesamtherstellung Stämpfli Publikationen AG, Dienstleistungen und Produktion Wölflistrasse 1, Postfach, 3001 Bern Tel , Fax Redaktion Jürg Eberhart, lexsys ag Tel Titelbild: Swiss Climate Redaktionsschluss für den FOCUS 18/10 ist der 20. Januar 2010 Hauptthema: Finanzierung von ICT-Projekten «ICT und Umwelt» ist das Thema dieser Ausgabe des FOCUS>tcbe.ch. Verschiedene Beiträge nehmen im Folgenden darauf Bezug und zeigen interessante Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz. «Green IT» ist nicht nur ein globaler Trend, sondern unter dem Aspekt einer mittel- und langfristigen Perspektive eine absolute Notwendigkeit. Auch die ICT-Branche ist gefordert, ihre Beiträge zur Reduzierung der Umweltbelastung zu leisten. Mit einem noch gezielteren Einsatz von Informationsund Kommunikationstechnologien eröffnen sich aber auch grosse Chancen, um andere schädigende Umweltfaktoren weiter zu reduzieren. Die ICT-Branche ist generell einer sich verändernden Umwelt ausgesetzt. Das wirtschaftliche Klima ist nicht wärmer, sondern kälter geworden. Darüber vermögen auch die neusten «Entwarnungssignale» nicht hinwegzutäuschen. Es bleibt zu hoffen, dass die noch zu erwartenden Bereinigungs- und Konzentrationsprozesse nicht zu Lasten der Nachwuchsförderung gehen werden. Heute müssen nämlich gute Fachleute ausgebildet und gefördert werden, wenn die ICT-Branche in der Schweiz auch morgen noch Erfolg haben soll. Aber auch im Ausbildungsbereich sind Veränderungen nötig und Verbesserungen möglich. Auf einige Entwicklungen im Bereich der Grundbildung Informatik im Kanton Bern wird in dieser Ausgabe des FOCUS>tcbe.ch ebenfalls eingegangen.

4 4 ICT und die Umwelt S w i s s C l i m a t e Swiss Climate Lösungen für den Klimaschutz Der Klimawandel ist eine der grossen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts seine Bedeutung für Mensch, Umwelt und Wirtschaft beschäftigt uns alle. Immer mehr Unternehmen und Organisationen sind sich der Dringlichkeit des Klimaschutzes bewusst und überlegen sich, was Klimaschutz für sie bedeutet und welche Massnahmen sie treffen können. Die Swiss Climate AG ist ein junges, innovatives Unternehmen mit Sitz in Bern. Als Entwickler von Klimaprojekten und Dienstleister im Klimabereich erarbeitet das fünfköpfige Swiss Climate Team gemeinsam mit Partnern und Kunden konkrete Wege zur nachhaltigen Nutzung unserer natürlichen Ressourcen, zur Reduktion der CO2e- Emissionen [1] und zur Förderung von erneuerbaren Energien. Die Swiss Climate AG unterstützt Firmen aus den unterschiedlichsten Branchen bei der Entwicklung von Klimastrategien, die ökologisch und ökonomisch attraktiv sind. Aus der im Jahr 2000 von Umweltingenieuren gegründeten Projektentwicklungs- firma c4c AG und dem Klimaprojekt-Finanzdienstleister Swiss Climate Invest AG wurden mit der Swiss Climate AG nach erfolgreichen Jahren der Partnerschaft im Frühjahr 2009 sämtliche Kompetenzen unter einem Dach vereint. Das «SwissClimate CO2e»-Klimalabel Vorbildliche Unternehmen im Klimabereich werden von Swiss Climate mit dem ersten, extern von der SQS [2] geprüften Klimalabel «SwissClimate CO2e» ausgezeichnet. Das Gütezeichen basiert auf der international anerkannten Norm ISO und steht für beste Qualität hinsichtlich Verfahren, Überprüfbarkeit und Transparenz. Dabei erstellt Swiss Climate zunächst eine aussagekräftige Treibhausgasbilanz für den Kunden, ein sogenannter «Carbon Footprint». Dieser zeigt, wie viel schädliche Emissionen durch ein Unternehmen oder auch durch den Lebenszyklus eines Produktes entstehen. Mit dem Label erhält der Kunde auch einen Massnahmenkatalog zur Reduktion der internen Emissionen. Emissionsquellen, die optimiert werden können, sind z.b. Heizung, Strom, Geschäftsund Pendelfahrten oder der Papierverbrauch. Der nicht vermeidbare Ausstoss von Treibhausgasen kann durch die Finanzierung von externen Klimaschutzprojekten kompensiert werden (klimaneutrales Unternehmen). Entsprechend lautet das Credo der Swiss Climate AG: erst bilanzieren und reduzieren und dann ausgleichen bzw. kompensieren. Da der Klimawandel ein globales Problem ist, handelt es sich bei solchen Kompensationsprojekten um eine äusserst effiziente Art, Klimaschutz zu betreiben. Green IT Chancen und Möglichkeiten für aktiven Klimaschutz in der IT Branche am Beispiel «klimaneutrales Webhosting» Das Internet verbraucht viel Energie. Bereits einzelne Anfragen bei Suchmaschinen bedürfen einer nicht gerade geringen Menge an Strom. Es ist aber nicht allein der Computer am Arbeitsplatz oder daheim, der beim Internetsurfen die Energie verbraucht. Im Wesentlichen treiben die Infrastruktur der Datenautobahnen sowie die Serverleistung den Stromverbrauch in die Höhe. Wenn Rechenzentren gekühlt und die Webserver mit Referenzen [1] CO2e = CO2-Äquivalent: Jedes Treibhausgas kann hinsichtlich seiner Treibhauswirkung auf Kohlendioxid (CO2) umgerechnet werden [2] SQS = Schweizerische Vereinigung für Qualitätsund Managementsysteme

5 ICT und die Umwelt 5 Strom versorgt werden, dann verursacht dieser Energieverbrauch CO2e. Vorsichtigen Schätzungen zufolge beträgt der weltweite CO2e-Ausstoss des Internets etwa 25% des globalen Flugverkehrs. Versuche, den Internetstromverbrauch zu reduzieren, sind bereits angelaufen. Serverfarmen werden mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgt und energiesparende Bauteile werden in Computern eingesetzt. Technische Lösungen, die unser Klima schützen können, sind also bereits vorhanden. Eine Optimierung des Rechenzentrums oder Serverraums zusammen mit einer Konsolidierung der Hardware tragen erheblich zur Energieeffizienz eines Unternehmens bei. Zahlen belegen, dass das Energiesparpotenzial bis zu 30% betragen kann. Oftmals ist eine mangelnde Kommunikation das Hauptproblem. Wie kann ein Unternehmen seine Kunden gezielt auf sein Engagement im Klimaschutz hinweisen? Eine Möglichkeit bietet das klimaneutrale Webhosting. Wie funktioniert klimaneutrales Webhosting? Als erstes werden für den Provider (Webhosting-Anbieter) die Systemgrenzen erarbeitet und eine umfassende Treibhausgasbilanz gemäss ISO Standard erstellt. Diese Treibhausgasbilanz umfasst die verschiedenen Emissionsquellen des Betriebs/Providers (Heizung, Strom, Trafficvolumen, Fuhrpark, Pendelfahrten, Papier, Abfall). Klimaneutralität setzt sich zum Ziel, zunächst einmal betriebsintern Massnahmen zur Emissionsminderung zu treffen und umzusetzen und nichtvermeidbare Emissionen durch die Einsparung der gleichen Menge an anderer Stelle auszugleichen (kompensieren). Dies ist durch Einkauf bereits erbrachter Emissionsreduktionen von Dritten möglich, das heisst durch Einkauf und Stilllegung von Emissionszertifikaten eines Kyoto-konformen Klimaschutzprojekts im Ausland. Die während eines Jahres verursachten Emissionen des Betriebs werden demnach kompensiert und ausgeglichen. Beim SwissClimate CO2e-Label wird dieser gesamte Prozess von der SQS extern geprüft und verifiziert. An welchem Ort der Ausstoss schädlicher CO2e-Emissionen vermieden wird, ist im Klimaschutz nicht relevant. Durch das Verhindern des Entstehens von Emissionen mit zusätzlichen Klimaschutzmassnahmen an anderer Stelle können daher die selbst verursachten Emissionen neutralisiert werden. Kunden von klimaneutralem Webhosting können auf ihrer Webseite ihr Engagement für den Klimaschutz klar kommunizieren («klimaneutral gehostet») es ist somit für jeden Besucher der Webseite ersichtlich und dient u.a. als vorzügliches Marketing-Tool. Klimaneutrales Webhosting lässt sich mit relativ geringem finanziellem und zeitlichem Aufwand realisieren. Das Angebot wird auf jeden Kunden individuell zugeschnitten. Für weitere Informationen: Claudia Kunz, Head Marketing & PR,

6 6 ICT und die Umwelt Thin Clients und Virtualisierungs- Technologie an der Berufsschule Bern Mit der Einführung von Thin Clients erlebt das altbewährte Konzept der «Terminals am Host» unter modernen Vorzeichen wieder Einzug in die IT. Mit dem Einsatz von Thin Clients können Energiekosten gesenkt werden. Ein Thin Client ist ein moderner Computerbildschirm mit Maus und Tastatur, welcher aber mit einem energiesparenden Prozessor und wenig Speicher auskommt. Die Aufgabe des Thin Client ist es, Benutzereingaben zu ermöglichen und die grafische Anzeige zur Verfügung zu stellen. Entsprechend «thin» (dünn, kompakt) kann das Gerät ausgelegt werden. Je nach Hersteller handelt es sich um ein Gerät in der Grösse eines Buches, andere Hersteller integrieren das Gerät direkt im Bildschirm. Trotz dieser kompakten Bauweise bietet ein Thin Client alle Eigenschaften eines modernen IT-Arbeitsplatzes, z.b. mit Windows-Oberfläche, Office-Programmen, Internet-Zugang oder SAP-Applikation. Diese Anwendungen werden von einem Server zur Verfügung gestellt, mit welchem die Thin Clients verbunden sind. Diese moderne Form der «Desktop Virtualisierung» basiert darauf, dass der Server sämtliche Betriebssoftware eines IT-Arbeitsplatzes betreibt und nur die Eingaben des Benutzers verarbeitet, sowie die Bildschirmausgaben zum Thin Client überträgt. Die Bedienung von Thin Clients unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Bedienung eines herkömmlichen PCs. Der Standort eines Thin Clients ist, eine schnelle Internet-Verbindung und ein autorisierter Serverzugang vorausgesetzt, beliebig wählbar. gewartet, überwacht und optimiert werden. Neue oder geänderte Applikationen werden zentral auf dem Server entwickelt, getestet und für die Benutzer bereitgestellt. Eine Software-Verteilung im heutigen Sinne (siehe Rich Clients) entfällt neue Software wird für alle Thin Clients durch den Server sofort verfügbar. Desktop Virtualisierung bietet mehr Sicherheit, da alle Daten und Applikationen im gesicherten Bereich des Unternehmensnetzes verarbeitet werden. Die Verbindung zwischen Thin Clients und Server können über verschlüsselte Verbindungen (SSL) gesichert werden. Eine hohe Verfügbarkeit des Desktop-Dienstes wird durch Redundanz der Stromversorgung, Server- und Speicher-Komponenten auf der Server-Seite erreicht (Business Continuity). Durch automatische Sicherheitskopien der virtuellen Desktops im Rechenzentrum kann auch im Fehlerfall innert Minuten wieder ein normaler Betriebszustand erstellt werden (Disaster Recovery). Da Thin Clients im Vergleich zu herkömmlichen PCs nur etwa einen Zehntel der Energie verbrauchen, kann beim breiten Einsatz von Thin Clients mit einer erheblichen Senkung der Energiekosten gerechnet werden. Die etwa doppelt so lange Lebensdauer von Thin Clients gegenüber herkömmlichen PCs wirkt sich ebenfalls günstig auf die Umweltbilanz aus. Trotz aller Vorteile sind auch einige Nachteile zu erwähnen. Hochauflösende Grafik-Anwendungen können wegen der benötigten Datenübertragungsrate nicht im- Vor- und Nachteile der Desktop Virtualisierung Im Bereich des Desktop-Computing sind gemäss VMWare Kosteneinsparungen durch zentrales Management von bis zu 45% möglich. Die auf dem Server betriebenen virtuellen Desktops können zentral Abbildung 1: Bildschirm-Darstellung auf dem Thin Client

7 7 mer optimal betrieben werden. Gewisse Software kann aus Lizenzgründen (z.b. Dongle) nicht mit Thin Clients betrieben werden. Einsatz von Thin Clients an der Berufsschule Bern Im Rahmen des Projektes learning.gibbix. ch wird an der Berufsschule Bern seit mehreren Jahren die Virtualisierungs-Technologie in der Grund- und Weiterbildung der Informatiker und Telematiker eingesetzt. Im Teilprojekt work.gibbix.ch wird diese etablierte Technik nun eingesetzt, um die virtuellen Desktops mit Thin Clients auch in den Unterrichtszimmern vieler anderer Berufsrichtungen zur Verfügung zu stellen. Die Thin Clients werden im Berufsschulunterricht für Ausbildung der ICT-Grundkompetenzen, wie Office-Schulung, Internet- Recherchen und Projektarbeiten eingesetzt. Für die Schüler ist die Thin Client-Technik nur daran zu erkennen, dass neben Maus, Tastatur und einem modernen 22-Zoll-Bildschirm kein PC-Gehäuse mehr vorhanden ist. Die Windows- oder Linux-Bedienungsoberfläche und die verfügbaren Software- Pakete lassen den Benutzer vergessen, dass die gesamte Software auf einem Server im Rechenzentrum betrieben wird. Der Einsatz von Thin Clients im Berufsschulunterricht ermöglicht ebenfalls eine bessere Unterstützung der berufsspezifischen IT-Ausbildungen. Das zentrale Management der virtuellen Desktops ermöglicht es, flexibel berufsgruppenspezifische Lösungen bereitzustellen, welche bei der Abbildung 2: Virtualisierungs-Technologie im Schulnetzwerk Anmeldung durch den Benutzer (Schüler) automatisch geladen werden. Die auf dem Server eingesetzte Virtualisierungs-Technologie ermöglicht es, nicht nur Thin Clients mit der nötigen Software zu versorgen, sondern bei Bedarf auch Notebooks und Rich Clients. Die Nutzung von work.gibbix.ch-lizenzierter Software ist nicht nur im Schulnetzwerk, sondern mit der erforderlichen Autorisierung auch ausserhalb via Internet möglich. Das Optimum in Bezug auf Kosteneinsparungen durch zentrales Management und Energieeffizienz ist aber mit der Kombination von Server und Thin Client gegeben. Autoren: Reto Sollberger und Martin Frieden, GIBB Glossar: gibbix.ch Virtuelle Lernplattform der Berufsschule Bern (learning.gibbix.ch: Informatiker-Ausbildung, work.gibbix.ch: ICT-Ausbildung, exam.gibbix.ch: Prüfungsplattform) ICT Information and Communication Technology. Rich Client (auch Fat Client) klassischer PC mit leistungsfähigem Prozessor, lokalem Speicher und grafischer Benutzeroberfläche. SSL Secure Sockets Layer: Netzwerkprotokoll zur sicheren Übertragung von Daten. Thin Client Computer als Endgerät (Terminal) eines Netzwerkes ohne lokale Datenverarbeitung. Ein moderner Thin Client verfügt über einen grafischen Computerbildschirm mit Maus und Tastatur, verbraucht aber dank energiesparender Hardware wesentlich weniger Energie als ein herkömmlicher PC. VMWare US-amerikanisches Unternehmen, das Software im Bereich der Virtualisierung herstellt.

8 Werden Sie Mitglied des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern Die Kraft der Wirtschaft Der HIV vertritt die Interessen seiner rund 3600 Mitglieder aus Handel, Dienstleistung, Gewerbe und Industrie. Er ist das Sprachrohr des Wirtschaftskantons Bern gegenüber Politik, Behörde und Öffentlichkeit. Der HIV ist in acht regionale Sektionen unterteilt und auf Bundesebene Mitglied des Dachverbands «economiesuisse». HIV-Mitglieder profi tieren von günstigen Verwaltungskostenansätzen bei der Ausgleichskasse Berner Arbeitgeber AKBA (AHV, IV, EO, Kinder- und Ausbildungszulagen [FAK]). Die Beiträge an die von der AKBA geführten Familienausgleichskasse belaufen sich seit auf 1,75% der AHV-pfl ichtigen Lohnsumme. HIV-Mitglieder haben attraktive Bedingungen für Personenversicherungen dank Rahmenvertrag: niedriger Verwaltungskostensatz im Bereich UVG; Spezialrabatt von 30% beim UVG- Zusatz; branchenunabhängiger Prämiensatz mit zwei Tarifstufen (abhängig vom Schadenverlauf); Überschussbeteiligung bis 80% bei der Kollektiv-Krankentaggeld- Versicherung; Heilungs kosten- Zusatzversicherung mit 15% Spezialrabatt für Mit arbeitende. Die HIV-Rechtsberatungsstelle steht Mitgliedern bei betrieblichen Rechtsfragen als Anlaufstelle für eine Beratung im Rahmen einer ersten Konsultation unentgeltlich zur Verfügung. Im Magazin Berner Wirtschaft informiert der HIV periodisch über wirtschaftspolitische Themen, es werden Stellungnahmen und Porträts von Mitgliedern sowie Informationen zu Aussen handels- und Zollfragen publiziert. I I Telefon

9 ICT Und die UmwElT 9 I T U ITU climate conference highlights need to harness new technologies Bridging the digital divide will be critical in the fight to combat climate change Geneva, 27 July, 2009 Achieving climate justice is in the interest of all countries and citizens. This was a conclusion of the recent ITU Symposium on ICTs and Climate Change, Quito, Ecuador, 8 10 July 2009, the fi rst ITU Symposium on the topic in a developing country and the fi rst to focus on the concerns of the Americas. Participants agreed that global efforts to combat climate change should not impede the economic and social growth of developing countries, and that bridging the digital divide and bringing the benefi ts of ICTs to all citizens is fundamental to tackling climate change. They also recognized that while the countries of Latin American and the Caribbean are minor contributors to greenhouse gas (GHG) emissions, they are often victims of the extreme weather events and other negative impacts of climate change. The symposium brought together key specialists in the fi eld, including top decision-makers, engineers, hardware and software developers, government offi cials and regulators. Topics covered included climate-friendly ICT policy frameworks, strategies for reducing the carbon footprint of the ICT sector and other industrial sectors, high-tech climate monitoring tools, the use of ICTs in emergency response, and fi nancial implications for the Americas region. Hosted by Centro Internacional de Investigación Científi ca en Telecomunicaciones, Tecnologías de la Información y las Comunicaciones (CITIC), the symposium was attended by 60 virtual and 450 physical attendees from 20 countries, and was chaired by Ing. Jorge Glas Espinel, representing the President of the Republic of Ecuador, Economist Rafael Correa. Malcolm Johnson, Director, Telecommunication Standardization Bureau, ITU: "This event emphasized the importance of bridging the digital divide if developing countries are to mitigate and adapt to climate change. It also again highlighted the signifi cant contribution of ICTs in tackling climate change, and recognized the need for ICTs to be included in any future global agreements, such as the upcoming United Nations Climate Change Conference to be held in Copenhagen from 7 18 December 2009." The Conclusions of the Symposium emphasized the need to: promote better access to ICTs, particularly affordable broadband networks drive development of more energy-effi - cient green networks and equipment foster the recycling of ICT products and reduce the use of toxic materials in their manufacture develop agreed global standards on green ICT, including common methodologies to accurately measure the impact of ICTs on climate change prioritize the use of renewable energy sources increase cooperation between developed countries and those countries most at risk, to enable the latter to adapt to climate change. It is estimated that ICTs contribute around per cent of global greenhouse gas emissions a figure that is likely to grow as technology becomes more widely available. But at the same time, ICTs can significantly help reduce climate change across all economic sectors by promoting the development of more energy efficient devices, networks and processes, and reducing transport needs through online collaboration and more effi cient distribution systems. The symposium presentations, a background paper, a summary, and the Conclusions can be found here. ITU s activities on climate change can be found at For further information, please contact: Sarah Parkes Media Relations ITU Tel: Toby Johnson Communications Offi cer, ITU Telecommunication Standardization Bureau Tel: Mobile:

10 10 ICT und die Umwelt S o h a r d A G Pünktlichkeit im Kernnetz Mit dem SBB-Projekt «Pünktlichkeit im Kernnetz/Fahrtenregelung» werden Energiemehrverbrauch verhindert, Kosten reduziert und die Pünktlichkeit erhöht. Ausgangslage Anfang des Jahres 2007 wurde bei SBB- Infrastruktur ein Projekt gestartet mit dem Ziel, «Die Pünktlichkeit im Kernnetz» wesentlich zu verbessern. Zu diesem Zeitpunkt beklagte die SBB einige 1000 Verspätungsminuten auf das Jahr umgerechnet, was bei vielen Kunden zu Unverständnis und Ärger und bei der SBB zu grossen Kosten führte. Diese Situation ist nach wie vor eine grosse Herausforderung, insbesondere mit dem sehr dichten Fahrplan und der zur Verfügung stehenden Infrastruktur. Diese Herausforderung kann nur durch vollständig neue innovative Ansätze gemeistert werden. Aus diesem Grunde wurde auch die Firma SOHARD AG in das Projekt mit einbezogen. Die Eisenbahn ist ein sehr komplexes System, das sehr hohen Sicherheitsanforderungen genügen muss. Wenn man bedenkt, mit welchen Massen und Geschwindigkeiten diese Züge unterwegs sind und jederzeit kontrolliert beherrscht werden müssen, kann man sich vorstellen, dass dafür ein enormes Regelwerk an Vorschriften, permanente Sicherungstechnik, optimale Disposition im Stör- und Regelfall und viele verlässliche Mitarbeiter vonnöten sind, um diese Züge sicher von A nach B zu steuern. Genau bei diesem Wort «steuern» liegt der Knackpunkt. Ein Zug bewegt sich auf einem ihm zugeordneten Fahrplan- und Streckenprofil. Letzteres wird durch die Fahrdienstleitung / Disposition vorausliegend in Blöcken kreuzungsfrei freigeschaltet. Läuft alles optimal, eilen diese Fahrstrassen-Blöcke dem Zug voraus. Dadurch kann der Lokomotivführer das durch die Infrastruktur vorgegebene Geschwindigkeitsprofil fahren. Der Lokomotivführer kennt aus seinen Fahrdaten die optimal zu fahrende und auf Grund der Streckensignalisierung (Lichtsignale) die maximale Geschwindigkeit im Blockabschnitt. Falls der Zug in Punkt A pünktlich abfahren konnte, wird er, ohne unverhofft eintretende Störung, auch pünktlich an Punkt B ankommen. Die geschilderte Situation ist eigentlich bereits die Ausnahme. Durch die enorme Dichte der verkehrenden Züge gibt es jene Störungen in das System, z.b. durch kreuzende Züge, langsamer vorausfahrende Züge, Baustellen, Umleitungen etc. Viele solche Ereignisse sind dem Lokomotivführer vor Antritt der Fahrt bekannt. Andere Ereignisse kann er nur erahnen, sobald er auf ein geschlossenes Signal auffährt. Er muss also den Zug sicher bis zum geschlossenen Hauptsignal zu stehen bringen. Vorbei ist es mit der Pünktlichkeit. Nebst dem Zeitverlust entstehen noch andere negative Eigenschaften. Durch das Bremsen entsteht Bremsstaub, Abnützung der Bremssysteme, Lärm etc. Sobald das Signal die Strecke frei gibt, muss der Lokomotivführer den stehenden Zug wiederum beschleunigen, was enorm viel elektrische Energie kostet. Die SBB rechnet bei jedem ungeplanten Halt mit Kosten von ca. CHF Es ist also mehr als sinnvoll, sich ein System auszudenken, das erstens Kosten und Energiemehrverbrauch verhindert und zweitens die Pünktlichkeit (Planbarkeit) erhöht. Lokführer-Anzeige: Aufforderung langsamer zu fahren (Zeit vernichten)

11 ICT und die Umwelt 11 Unmöglich? Nein. «Regeln» statt «Steuern»! Damit dies künftig möglich sein wird, können dem Lokomotivführer Informationen über sein künftiges Fahrverhalten dynamisch auf dem Führerstand angezeigt werden. Eigenartig: Im fast 100-jährigen Regelwerk der SBB gibt es drei Signalisierungszeichen, die dem Lokomotivführer bei der Vorbeifahrt an Bahnhöfen mittels einer Tafel durch den damaligen Bahnhofvorstand, der sich durch Telegraph, Telefon verständigen konnte, gezeigt wurden: möglichst schneller, gleich, langsamer fahren. Lokführer-Anzeige: Pünktliche Einfahrt in Luzern Testkoffer für Begleit-Lokführer Pilotprojekt soll Realisierbarkeit aufzeigen Auf der Lokomotive bedarf es dazu einer Telekommunikationseinrichtung, die quasi den Bahnhofvorstand mit seinen Tafeln ersetzt. Dazu benötigt man ein Flybook mit integrierter GSM-Technologie zur Kommunikation mit dem Fahrtregelungs-Server (FARE), viel intelligente Software sowie ein Interface zur Geschwindigkeitserfassung auf der Lokomotive. Für den Lok-Einsatz wurden genau diese Komponenten in einen kleinen handlichen Koffer verbaut, um damit auf möglichst vielen unterschiedlichen Strecken und unterschiedlichen Zugskompositionen Erfahrungen zu sammeln. Damit der Lokführer die Informationen in seinem direkten Gesichtsfeld betrachten kann, wird am Flybook ein Zusatzdisplay angeschlossen, auf dessen Anzeige die Tafeln und das vor ihm liegende Streckenprofil für die nächsten 7 Minuten dargestellt sind. Der Lokomotivführer sieht jederzeit ob er sich zu früh oder zu spät auf dem für ihn berechneten Idealprofil bewegt. So kann der Lokomotivführer zeitgenau und vor allem dynamisch an einen bestimmten zukünftigen Punkt herangeführt werden. An zentraler Stelle werden auf dem FARE-Server laufend die Daten aus dem Stellwerk- und Dispositions-System koordiniert die entsprechend dynamischen Fahrprofile aufbereitet. Zudem werden aus dem Stellwerk-System die genauen Zeiten der das Überrollen der Blockabschnitte ermittelt und mit den Geodaten der Infrastuktur- DB angereichert über den FARE-Server zum entsprechenden Zug übermittelt. Dieser kann aus den Informationen die genaue Position, wo er sich auf der Strecke gerade befindet, berechnen. Es ist nämlich im Eisenbahn-System nicht möglich, ein GPS- System einzusetzen, da zu viele Abdeckungen durch Tunnels, abgedeckte Bahnhofdurchfahrten etc. eine verlässliche Ortung verunmöglichen. Erfahrungen aus dem Pilotprojekt Eine ideale Testumgebung stand im Raume Luzern zur Verfügung. Dieser Sackbahnhof wird auf sehr engem Raum (3 Geleise) erreicht. Eine der interessantesten Strecken ist die Verbindung von Zug nach Luzern. Entlang dem Rotsee ist heute noch eine Einspurstrecke vorhanden. Gelingt es, den Zug auf der Einspurstrecke zu beschleunigen und den entgegenkommenden Zug etwas zu verzögern, ist ein Kreuzen in der Station Ebikon problemlos möglich, ohne dass der vom Bahnhof Zug herkommende Zug vor dem Rotsee vor einem Halt zeigenden Signal anhalten muss. Damit der verantwortliche und eingeteilte Lokführer durch diese Versuche nicht zu stark belastet werden soll, wird er durch einen zweiten Lokführer begleitet. Dieser zweite Lokführer bringt den PIK-FARE-Koffer mit auf den Führerstand und installiert z.b. im Bahnhof Zug die Testinstallation in der zur Verfügung stehenden Zeit von etwa 4 Minuten, bevor der Zug den Bahnhof Zug Richtung Luzern verlässt. Nun erreicht der Zug hoffentlich pünktlich und ohne grossen Energieaufwand den Bahnhof Luzern. Dort wird die Testinstallation wiederum innerhalb von 3 bis 4 Minuten abgebaut, bevor der gleiche Zug Luzern in eine andere Richtung wiederum verlässt. Fazit Ein weltweit einzigartiges, sehr spannendes Projekt, das durch vorausschauende Ersatzinvestitionen in die Lokführer- und Lokführerstand-Infrastruktur eine gewinnbringende Steigerung sowohl in der Qualität der Pünktlichkeit, was die Kunden sehr zu schätzen wissen, und in die Energieeffizienz mit sich bringt. Verfasser: Hanspeter Bouquet, CEO der SOHARD AG, Projektpartner PIK-FARE

12 12 ICT und die Umwelt Green IT Habe ich an alles gedacht? Checkliste für Unternehmen mit einer einfachen Infrastruktur Bitte überprüfen Sie, ob jede der aufgelisteten Fragen bereits erledigt, delegiert oder für Ihr Unternehmen nicht relevant ist. Verhalten und Organisation überdacht? Schalten Sie Geräte am Abend ab? Sind alle Computer und Bürogeräte an einer Steckerleiste angeschlossen, so dass Sie diese einfach und bequem vom Stromnetz trennen können? Drucken Ihre Drucker per Default doppelseitig, und nutzen Sie umweltfreundliches Papier zum Drucken? Grün hergestellte, energieeffiziente Hardware beschafft? Achten Sie bei der Beschaffung von IT- Hardware und Bürogeräten auf die ressourcenschonende Herstellung und die Energie effizienz? Verwenden Sie Multifunktionsgeräte anstelle von vielen einfachen Druckern, Scannern und Kopierern? Verwenden Sie modulare, ausbaufähige Produkte? Kommen Ihre Geräte ohne Entwickler und Fixierungsöle aus? Checkliste für Unternehmen mit einer komplexen Infrastruktur Bitte überprüfen Sie, ob jede der aufgelisteten Fragen bereits erledigt, delegiert oder für Ihr Unternehmen nicht relevant ist. Bewusstsein geschaffen? Kennen Sie den Energiebedarf Ihrer IT? Kommunizieren Sie den Energiebedarf Ihrer IT mit leicht verständlichen Kennzahlen (z.b. Schweizer Franken pro Arbeitsplatz)? Analysieren Sie die Energieeffizienz Ihres IT-Betriebs? Richtlinien formuliert? Verfügt Ihr Unternehmen über Richtlinien, die Mindeststandards, Umweltkriterien und eine Gewichtung der Kriterien festlegt? Gibt es eine verantwortliche Person für die Kommunikation, Umsetzung und Weiterentwicklung der Richtlinien? Ist die Höhe der akzeptablen Mehrkosten oder die Zeit, über die sich Mehrkosten rechnen müssen, geregelt? Gesamtkosten betrachtet? Betrachten Sie die Kosten für den IT- Betrieb über die gesamte Nutzungsdauer hinweg, inklusive Energie- und Betriebskosten? Budget richtig zugeordnet? Sind die Energiekosten der IT dem IT- Budget zugeordnet? IT-Infrastruktur optimiert? Sind alle eingesetzten PCs und Laptops Energy-Star zertifiziert und mit dem Label Blauer Engel versehen oder haben Sie den Umstieg auf zertifizierte Geräte beim nächsten Hardware-Wechsel geplant? Sind Ihre Server sowohl ressourcenschonend hergestellt und energieeffizient, als auch für Virtualisierungsprojekte geeignet? Setzen Sie so wenig Hardware wie möglich ein, lasten Sie diese dafür optimal aus? (Virtualisierungen, geschickte Speicherarchitektur, Multifunktionsdrucker anstelle von vielen Einzelgeräten etc.) Verfügen Sie über Reserven, für den Fall dass Sie kurzfristig an Kapazitätsgrenzen stossen? Falls Sie ein Rechenzentrum oder einen Serverraum betreiben: Setzen Sie Massnahmen für eine energieeffiziente Kühlung um? Falls Sie ein Rechenzentrum betreiben: Haben Sie eine mögliche Nutzung von Abwärme in Form von Plattenwärmeaustauscher, Beheizung von Nebenräumen, Lagerhallen oder Verkehrsflächen etc. evaluiert? Falls Sie ein Outsourcing in Betracht ziehen: Ziehen Sie die mögliche Verbesserung der Energieeffizienz als Kriterium für die Auslagerungsentscheidung mit ein? Falls Sie sich für ein Outsourcing entschieden haben: Ziehen Sie Green IT als Evaluationskriterium für die Anbieterauswahl mit ein? Emissionen des Kerngeschäfts reduziert? Reduzieren Sie durch virtuelle Meetings, Collaboration-Plattformen und den mobilen Zugriff auf Systeme und Daten Auto- und Flugreisen auf ein Minimum? Reduzieren Sie den Kundenverkehr und Papierverbrauch durch E-Business-Aktivitäten? Ist Ihre Logistik effektiv gesteuert, so dass der Verkehr und damit der Schadenausstoss so tief als möglich gehalten werden? Haben Sie weitere Möglichkeiten zur Reduzierung von Emissionen Ihres Kerngeschäfts geprüft?

13 FLYBOOK V5 Mobilität ohne Kompromisse ICT in der Medizin 13 Ein einzigartiges Produkt, geschaffen für Profis in Be wegung, das sich in seinen ultrabescheidenen Dimensionen in der obersten technologischen Lösung konzentriert. Die integrierte Intel -Centrino -Duo-Mobiltechnologie verspricht höchste Performance bei effizientem Energieverbrauch. Seine innovativen, technologischen Features sind: Touchscreen, Cover mit Magnesiumlegierung und optional Solid-State-Disk-Festplatte (SSD) oder «Flybook SLR»-Technologie, welche eine gute Lesbarkeit bei Sonnen einstrahlung garantiert. Das Flybook V5 ist ein sehr portables Notebook, das zu jedem Anlass passt. Die Ergonomie, die Tastaturgrösse und die gute Positionierung der wichtigsten Kontrolltasten ermöglichen eine sehr einfache Nutzung sogar stehend. All das ist es, was Ihr Flybook V5 zu einem unangefochtenen technologischen Juwel macht. Mit dem FLYBOOK V5 haben Sie einen mobilen Internetzugang an praktisch jedem versorgten Ort auf der Welt, sei es über GSM (HSDPA, UMTS, EDGE, GPRS) oder über WLAN-Spots (a/b/g). Surfen Sie auf unserer Internetseite vorbei und lassen Sie sich begeistern. Software/Hardware Engineering Galgenfeldweg 18, CH-3006 Bern, Tel , Fax

14 14 INFORMATIK Lehrabschlüsse 2009 als Informatikerinnen und Informatiker Lehrabschlussfeier des ICT Cluster Bern, Switzerland, für die Berner Informatiker und Informatikerinnen vom 2. Juli 2009 SpezielI ausgezeichnet wurden: Mit dem Preis des ICT Cluster Bern, Switzerland, für die beste Lehrabschluss prüfung: 1. Rang Cioccarelli Ramona, Bundesamt für Informatik und Telekommunikation, mit Note Rang Jost Thomas, Die Schweizerische Post, mit Note Rang Ueltschi Samuel, Die Schweizer ische Post, mit Note 5.70 Mit dem Preis der RTC Real-Time Center AG für die beste individuelle Praxisarbeit Schwerpunkt Applikationsentwicklung: 1. Rang Sebel Michael, Intersim AG, mit Note Rang Morgenegg Adrian-Stefan, Die Schweizerische Post, mit Note Rang Bracher Patrick, Swisscom AG, mit Note 5.8 Mit dem Preis der Bucher + Sutter AG für die beste individuelle Praxisarbeit Schwerpunkt System technik: 1. Rang Badertscher Adrian, Nestlé Product Technology Centre x, mit Note Rang Csontos Robin David, SQS, mit Note Rang Török Enikö, RTC AG, mit Note 5.7 Mit dem Preis der Bedag Informatik AG für die beste Modulprüfung in der richt ungsspezifischen Ausbildung: 1. Rang Lingg Andreas, Die Schweizerische Post, mit Note Rang Hadley Cedric Tobias, Bundesamt für Informatik und Telekommunikation, mit Note Rang Glisovic Boban, Bedag Informatik AG, mit Note 5.7 Mit dem Preis des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport für die beste Prüfung in den allgemeinbildenden Fächern: 1. Rang Trachsel Jeremias, MTF Thörishaus AG, mit Note Rang Vanazzi Lukas Fabio, Wagner AG Informatik, mit Note Rang Alhinho Joao, Bundesamt für Landestopografie, mit Note 5.5 Mit dem Preis der Bundesverwaltung für die beste Modulprüfung in der berufsfeldbezogenen Ausbildung: 1. Rang Soltermann Sven, Verteidigung/Führungsunterstützungsbasis VBS, mit Note Rang Zurflüh Sarah, DV Bern System AG, mit Note Rang Deluca Claudio, Bedag Informatik AG, mit Note 5.7 Mit dem Preis der Entris Banking AG für das beste Qualifikationsverfahren Informatikpraktiker: 1. Rang Wyler Jan, Band-Genossenschaft, mit Note Rang Hotz Manuel, Band-Genossenschaft, mit Note Rang Bavanantharajah Thashvitha, Elektro Stucki AG, mit Note 5.4 Abegglen Martin, Schliern b. Köniz, Abplanalp Simon, Moosseedorf, Alhinho Joao, Bern, Anderegg Christian, Recherswil, Anderegg Lars, Hinterkappelen, Aybey Serif, Bern, Badertscher Adrian, Zollbrück, Badertscher Lucas, Steffisburg, Baumann Jonas, Bern, Baumann Carlo, Gerlafingen, Baykan Cesur Emin, Ostermundigen, Berisha Ardijan, Kerzers, Bertolotti Léa, Rizenbach, Binz Simon, Bern, Blaser Adrian, Ried b. Kerzers, Blatter Stefan, Brienz BE, Bognar Peter, Bern, Bolzli Lukas, Utzenstorf, Bomio Pacciorini Pietro, Hasle-Rüegsau, Bönzli Reto, Tschugg, Bracher Patrick, Konolfingen, Brack Adrian, Dotzigen, Brand Sebastian, Steffisburg, Brechbühl Dominik, Meyriez, Bregy Billy, Naters, Breuer Johannes, Thun, Bucher Florian, Münchenbuchsee, Büchel Marcel, Orpund, Bütikofer Franziska, Bern, Bui Thien-An, Grenchen, Buri Patrick, Burgdorf, Burri Sarah, Münchenbuchsee, Buscemi Fabio, Biberist, Cioccarelli Ramona, Bern, Colaianni Luca, Ins, Csontos Robin David, Ittigen, Deiss Serge, Brugg AG, Deluc Alain, Schliern b. Köniz, Deluca Claudio, Jegenstorf, Dobler Thomas, Grenchen, Duvelek Amra, Belp, Eggimann Dominik, Mühlethurnen, Enz Yannik, Niederönz, Facchinetti Matthias, Büren an der Aare, Février Luc, Zollikofen, Filli Marco, Hofstetten b. Brienz, Finger Michael, Steffisburg, Fink Raphael, Melchnau, Fischer Fabian, Krauchthal, Fleischmann John, Bern, Flück Frank, Liebefeld, Frauenfelder Reto, Gümligen, Frutig Marcel, Gwatt (Thun), Furigo Dario, Neuenegg, Furrer Dennis, Zollikofen, Gartmeier Serjoscha, Oberdiessbach, Gerber Alexander, Gümligen, Glisovic Boban, Moosseedorf, Goldener Ramin, Bern, Gosteli Martin, Bern, Gosteli Yannick, Gysenstein, Greco Lisandro, Ostermundigen, Gross Philippe, Alterswil FR, Guentensperger Tomo, Heimberg, Gygax Micha, Thun, Gygli Michael, Bremgarten b. Bern, Hadley Cedric Tobias, Arch, Häfelin Christian, Höfen b. Thun, Hänggi Rodrigo, Laufen, Hebeisen Andreas, Trub-

15 Informatik 15 schachen, Herzig Marc, Wynau, Hofer Reto, Wynau, Hürzeler Samuel, Wangen b. Olten, Hutzli Fabian, Worben, Imhof Emanuel, Liebefeld, Inniger Patrick, Frutigen, Iseli Mario, Grenchen, Iseli Fabian, Sumiswald, Januzaj Pascal, Grenchen, Jost Thomas, Bern, Jülich Raphael, Gerzensee, Junker Jonas, Boll, Kaufmann Damian, Pieterlen, Kaufmann Virginia, Grenchen, Klossner Dominik, Höfen b. Thun, Kneubühler Andreas, Biglen, Knuchel Patrick, Koppigen, Kofmehl Markus, Thun, Krebs Pascal, Uttigen, Krieger Simon, Boll, Kühne Roman, Münchenbuchsee, Kuhn Fabienne, Schmitten FR, Kummer Thomas, Spiez, Kunz Prisco, Bern, La Tuan, Bern, Lanz Joel, Bowil, Lao Dely, Stettlen, Lash Joshua, Uettligen, Laubscher Raphael, Ittigen, Lehmann Patrick, Zollbrück, Lingg Andreas, Kirchberg BE, Loosli Markus, Zollbrück, Loretan Hannes, Wattenwil, Lottaz Stefanie, Lyss, Ma Simon, Thun, Mäder Stephan, Boll, Mäder Marcel, Rosshäusern, Mahadevan Devon Andruson, Solothurn, Maitan Pascal, Orpund, Malesevic Matej, Interlaken, Mann Christof, Gwatt (Thun), Martan Swenker Robert, Interlaken, Marti Markus, Aeschau, Martin Ivan, Bern, Meister Alisha, Moosseedorf, Meyer Franziska, Reisiswil, Michel Pascal, Wünnewil, Morgenegg Adrian-Stefan, Salvenach, Moser Adrian, Stettlen, Müller Benjamin, Linden, Müller Andreas, Gals, Murbach Markus, Wünnewil, Navaratnam Kishanthan, Schwarzenburg, Neiger Valentin, Meiringen, Nyffenegger Sven, Gurzelen, Papritz Nicolas, Kirchberg BE, Petraccaro Luca, Bern, Pose Claudio, Gasel, Preisig Simon Julian, Herzogenbuchsee, Quintas Amalatheepan, Ostermundigen, Ramachandran Jeyatharsan, Belp, Ramseier Serge, Ostermundigen, Räz Severin, Thun, Risuscitazione Adriano, Subingen, Rohrer Pascal, Niederscherli, Rudaj Ilir, Egerkingen, Sadriji Xheijlane, Fraubrunnen, Salza Franco, Bern, Schär Adrian, Wabern, Schläppi Christian, Oberbuchsiten, Schmid Stefan, Frutigen, Schmutz Elio, Alterswil FR, Schneider Thomas, Stettlen, Schober Tim, Oberburg, Schütz Stephan, Bern, Schweizer Oliver, Steffisburg, Sebel Michael, Gerlafingen, Senn Yves, Muri b. Bern, Siegenthaler Michael, Bern, Simsek Cihan, Ostermundigen, Sinnathamby Krishanthini, Ostermundigen, Sinnathurai Sujeevan, Oberwangen b. Bern, Sithampary Nishanthan, Heimberg, Sivakollunthu Geetha, Heimisbach, Soltermann Sven, Utzigen, Stähli Reto, Thun, Stalder Michael, Hettiswil b. Hindelbank, Stegmüller Paul, Burgdorf, Stieger Manuel, Gurmels, Stingelin Daniel, Grosshöchstetten, Stucki Matthias Christian, Kehrsatz, Studer Rafael, Visperterminen, Stulz Michael, Thun, Tadic Dinko, Schönbühl, Tezcan Arif, Bern, Thomet Damiano, Rüfenacht BE, Tolic Maja, Belp, Török Enikö, Thun, Trachsel Jeremias, Reichenbach im Kandertal, Tschabold Simon, Langnau im Emmental, Tschanz Moses, Wichtrach, Tschanz Lucille, Wichtrach, Ülger Burak, Solothurn, Ueltschi Samuel, Wohlen b. Bern, Urfer Marco, Burgistein, Utiger Philipp, Utzigen, Vanazzi Lukas Fabio, Burgdorf, Vizeli Pascal, Oberdiessbach, Vögeli Patrick, Wünnewil, Vollenweider Thomas, Meikirch, von Arx Adrian, Sumiswald, von Atzigen Christian, Hasle- Rüegsau, von Ow Pascal, Thun, Walter Jasper, Bern, Weber Peter, Spiez, Wenger Remo, Milken, Wenger Stefan, Belp, Wiedmer Benjamin, Teuffenthal b. Thun, Wittwer Michael, Bützberg, Wüst Jürg, Eggiwil, Wüth rich Ronny Peter, Deitingen, Wyss Robin, Cortébert, Wyss Ursina, Langenthal, Wyss Emanuel Alexander, Rubigen, Wyss Marcel, Herzogenbuchsee, Yilmaz Mesut, Scherzingen, Zehr Michael, Thun, Zimmermann Timo, Spiegel b. Bern, Zurflüh Sarah, Wallenbuch, Zwahlen Michael, Bibern SO InformatikpraktikerInnen EBA Bavanantharajah Thashvitha, Hilterfingen, Danial Mina, Urtenen-Schönbühl, Flückiger Kevin, Belp, Hotz Manuel, Ried b. Kerzers, Sabaratnam Gowsika, Steffisburg, Saravanamuthu Thilieban, Worblaufen, Stäger Fabian, Fahrni b. Thun, Wyler Jan, Thun, Zehnder Peter, Hinterkappelen

16 16 Informatik Erfreuliche Zunahme der Lehrverhältnisse im Berufsfeld Informatik Nachdem sich in den letzten Jahren die Zahl der neuen Lehrverhältnisse nur geringfügig verändert hat, konnte per Lehrbeginn 2009 eine deutliche Zunahme sowohl bei der Grundbildung Informatik EFZ als auch bei der Grundbildung Informatikpraktik EBA festgestellt werden. Grundbildung Informatik EFZ Die Zunahme um 35 Lehrverhältnisse ist hier darauf zurückzuführen, dass an der Berufsfachschule in Bern nun auch ein Angebot für den Schwerpunkt Support besteht. Entgegen der Annahme, haben sich nicht bestehende Lehrverhältnisse aus dem Schwerpunkt Systemtechnik in den neuen Schwerpunkt verlagert, sondern es wurden tatsächlich neue Lehrstellen geschaffen. Diese ausserordentlich erfreuliche Tatsache führt dazu, dass bereits zwei Klassen mit diesem Schwerpunkt geführt werden. Nicht ganz ohne Stolz sei hier angemerkt, dass Bern der einzige Kanton ist, in dem alle möglichen Varianten der Grundbildung im Berufsbild Informatik angeboten werden. Grundbildung Informatikpraktik EBA Auch bei diesem Beruf entwickelt 214 sich die 195 Zahl der Lehrverhältnisse ausserordentlich erfreulich. Seit der Einführung der Ausbildung im Jahr 2007 haben sich die Lehrverhältnisse jedes Jahr verdoppelt ( LV / LV / LV). Dass +19 es auch 2009 möglich war, die Zahl der Lehrverhältnisse in diesem Umfang zu steigern, ist sicher auch darauf zurückzufüh Veränderung Anzahl Informatik Deutsch Veränderung ren, dass an den Lehrwerkstätten Bern 12 Anzahl Lehrstellen geschaffen wurden. Aber auch ohne diese Klasse sind erneut 5 neue Lehrstellen geschaffen worden Veränderung Herzlichen Dank An dieser Stelle danken Anzahl wir allen Betrieben, die sich in der Berufsbildung engagieren, herzlich. Die Informatik ist auf guten Lehrbeginn Nachwuchs angewiesen. Aber auch unsere Jugend ist darauf +35angewiesen, dass ihnen ein attraktives Lehrstellenangebot zur Verfügung steht. Es wäre schön, wenn die Zahl der Lehrverhältnisse trotz der veränderten Wirtschaftslage zumindest beibehalten werden könnte. i-bern GmbH Matthias Moser Lehrbeginn Informatikpraktik EBA Veränderung Anzahl Lehrbeginn Die 12 Jugendlichen, die im Sommer mit der Lehre an den Lehrwerkstätten Bern begonnen haben, absolvieren ab den Frühlingsferien ein einjähriges Praktikum. Interessierte Betriebe, die eine solche Stelle anbieten möchten, melden sich bitte bei den Lehrwerkstätten Bern oder bei Matthias Moser Lehrbeginn Informatikpraktiker

17 InFORmaTIK 17 Neue Organisation der Arbeitswelt Informatik im Kanton Bern OdA ICT Bern Am 3. September 2009 wurde in Bern der neue Verein OdA ICT Bern gegründet, Statuten und der Übergangsvorstand vorgestellt. OdA ICT ist ab im Auftrag des Mittelschul- und Berufsbildungsamts des Kantons Bern zuständig für die überbetrieblichen Kurse, die Qualifi kationsverfahren und erbringt Dienstleistungen für ihre Mitglieder. 65 Vertreter/innen von Betrieben, Bildungsinstitutionen und Behörden waren bei der Gründung des neuen Vereins anwesend und bekundeten ihr Interesse an der neuen Organisation. Der Gründungspräsident, Hanspeter Linder, wies bei der Eröffnung der Versammlung auf die Pionierarbeiten des Kantons Bern im Bereich der Informatikausbildung hin und forderte die Anwesenden auf, bei der Förderung und Entwicklung der Grund- und Weiterbildung zur Sicherung des Nachwuchses aktiv mitzuhelfen. Auch Theo Ninck, Vorsteher des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes, begrüsste die Gründung eines neuen Vereins und wünschte sowohl auf kantonaler als auch auf nationaler Ebene engagierte und professionell geführte Organisationen der Arbeitswelt, auf die die Wirtschaft sehr angewiesen ist. Die Anwesenden genehmigten die Statuten. Sie sind so gestaltet, dass es den Mitgliedern ermöglicht wird, die Bildung, deren Entwicklung und die Finanzen ihren Bedürfnissen entsprechend zu steuern und gegenüber den Verbundpartnern wie Bildungsinstitutionen und Kantonsbehörden ein engagierter und verlässlicher Partner zu sein. Die OdA ICT Bern ist verantwortlich für die Planung, Durchführung und Evaluation der überbetrieblichen Kurse und für das Qualifi kationsverfahren. Der Verein fördert die Entwicklung der beruflichen Grund- und Weiterbildung im ICT-Bereich im Kanton Bern. Er pfl egt den Erfahrungsaustausch mit allen Akteuren der Berufsbildung und engagiert sich auf nationaler Ebene für eine zeitgemässe Ausbildung. Mitglieder können Firmen und natürliche Personen sein. Beiträge werden transparent gestaltet und entsprechen dem erwünschten Dienstleistungsangebot der Mitglieder. Der ehrenamtliche Übergangsvorstand für das Jahr 2010 arbeitet in verschiedenen Ressorts und ist bereits grösstenteils bestellt. Er setzt sich zusammen aus: Daniel Roth, Swisscom (Inneres und Zusammenarbeit mit nationaler OdA), Hanspeter Linder, Ascom (Äusseres und überbetriebliche Kurse), Peter Schmid, Die Schweizerische Post (PR & Mitgliedermarketing), Marianna Schwaar, Eidgenössisches Personalamt (Geschäftsführung und Administration), Sonja Vogelsanger, in4u AG (Qualifikationsverfahren), Markus Nufer, IBM Switzerland (Politik, Wirtschaftscluster, Vertreter des tcbe. ch). Im Hinblick auf die erste ordentliche Mitgliederversammlung vom 2. November 2009 des neuen Vereins will der Übergangsvorstand u.a. folgende Aufgaben an die Hand nehmen: Erstellen der vollständigen Operationsfähigkeit des Vereins (Vorstandsorganisation, Kommunikationsmittel usw.), Ergänzung des Vorstands für die vakanten Ressorts Finanzen, Kommunikation und Bildungsinstitutionen, Durchführung der Mitgliederwerbung und -aufnahme, Bestellung der Kommissionen und Ausschüsse, Abschluss der Leistungsvereinbarungen mit dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt, Erarbeiten eines Finanzplanes und Budgets 2010, Erteilen von Aufträgen zur Durchführung der überbetrieblichen Kurse und des Qualifi kationsverfahrens.

18

19 Informatik 19 Berufs-WM Calgary 09 Schweizer Informatiker mit Brasilien Weltmeister! Die drei Schweizer Informatiker, die ihr Land an den Berufsweltmeisterschaften in Calgary vom September vertreten haben, waren äusserst erfolgreich: Weltmeister im Webdesign, Bronzemedaille in der Netzwerktechnik und ein fünfter Rang im IT/ Software-Applications war ihre Bilanz. Äusserst erfolgreiche, wie die das ganze Schweizer Team mit 36 Teilnehmer/-innen in 34 Berufen auch: es holte sich mit der zweithöchsten Medaillendichte den zweiten Rang der Nationenwertung. Das ist eine weitere Höchstauszeichnung des schweizerischen Berufsbildungssystems. Die Anforderungen an die maximal 22-jährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind hoch, es werden so hohe Leistungen erwartet, dass die Wettkämpfer/-innen in den 4 Wettkampftagen an ihre physischen und psychischen Grenzen gelangen. Fabian Vogler, Liip AG Zürich, gelang mit einer ausserordentlich gut gestalteten und ausgeführten Homepage für eine Jobbörse mit offenen Stellen, Teilnehmerprofilen und vielen Informationen eine für uns sensationelle Leistung: er wurde Weltmeister. Das ist auch der Erfolg seines Experten Manuel Schaffner, BIT Bern, der in seiner ersten WM 2007 in Japan Sascha Grossenbacher zum Europameister führte und nun Fabian Vogler sogar zum Weltmeister! Florian Meier, MTF Schaffhausen AG, gelang der Sprung auf Platz 3, er wurde Europabester und nur von Singapur (mit dem höchsten Punkteresultat aller Berufe) und Korea geschlagen. Er hatte verschiedene Aufträge aus dem Client-/ recht knifflige Netzgeräte-Aufgaben (CISCO war Hauptsponsor und sorgte für massiven Einsatz seiner Produkte) umfassten. Der Experte Raffaele Stefanelli, seit 1998 dabei, kam damit zu seiner ersten Medaille. Martin Dörig, Protecdata AG Boswil, gelang es, sich in der Disziplin «IT/Software-Applikationen» gegen sehr starke Konkurrenz auf den guten 5. Platz durchzusetzen. Die WM-Teilnehmer Florian Meier, Fabian Vogler und Martin Dörig mit der Direktorin des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie, Frau Dr. Ursula Renold, und den drei Experten Claudio Violi, Manuel Schaffner und Raffaele Stefanelli. Jedes Land stellt je Berufsteilnehmer/-in einen Experten, das Expertengremium erstellt die Aufgabe, führt den Wettbewerb durch und korrigiert die Resultate. Am Tag der Berufsbildung, am 26. Oktober 2009, wird Bundesrätin Doris Leuthard persönlich die Medaillenträger/-innen der WM und der Schweizermeisterschaften begrüssen, ehren und jeder/jedem Einzelnen gratulieren. Seine Aufgaben umfassten verschiedene knifflige Entwicklungen auf der Basis von Office. Auch diese auf sehr hohem Niveau. Experten-Neuling Claudio Violi gelang damit eine erste Platzierung mit Diplom, aber auch schon wesentliche Schritte in der Neuorientierung dieser Disziplin, die aus Schweizer Sicht mehr in Applikationsentwickler-Nähe gebracht werden soll. In London 2011 wird hier bereits einiges ändern. Martin Dörig verpasste die Bronzemedaille nur sehr knapp und platzierte sich als bester Europäer hinter Brasilien, Australien, Taiwan und Korea. Im Gesamtresultat der drei Informatik- Einsatzgebiete standen die drei Schweizer mit Brasilien zuoberst auf dem Podest eine geniale Leistung. Hier der Medaillenspiegel Informatik (33 Länder, nicht alle mit drei Kandidaten): Wir gratulieren den Kandidaten zu ihren Leistungen. Wir sind stolz und freuen uns IT/Software- Webdesign Netzwerktechnik Appplikationen 1. Brasilien Gold Bronze Diplom 1. Switzerland Diplom Gold Bronze 3 Korea Diplom Bronze Silber 3. Singapore Diplom Diplom Gold 5. Australia Silber Bronze 5. Canada Diplom Silber Diplom 7. Chinese Taipei Bronze Diplom Diplom besonders darüber, das die Schweizer Informatiker zu den Weltbesten gehören! Und wir danken unseren Experten, die viel Aufwand nicht scheuten und ihre WM-Kandidaten gut auf den Wettkampf vorbereiteten. Wir freuen uns, dass das Berufsbildungskonzept so gute Leute hervorbringt, alle drei haben vor 2 Jahren ihre Lehre nach Modulkonzept abgeschlossen und sind berufstätig. Herzlichen Dank gebührt auch den Betrieben, welche die Vorbereitung unterstützten und den Teilnehmern dazu Freiraum schafften. An Grenzen stossen auch die Veranstalter, in Calgary waren knapp Wettkampfteilnehmer/-innen aus 60 Nationen am Werk. Das braucht sehr viel Platz und sehr viel Technik und Einrichtungen! 2011 findet die nächste WM in London statt, 2013 dann in Leipzig. Es ist wirklich eine Olympiade mit prunkvoller Eröffnungszeremonie, 4 Tagen Wettkampf auf höchstem Niveau und einer höchst spannenden Schlussveranstaltung mit der Ehrung der Medaillenträger Man spürt den Ehrgeiz der Nationen, sich möglichst in die vorders- Server-Umfeld zu lösen, wobei viele Teile Fortsetzung auf Seite 20

20 20 tcbe.ch John Wayne in der Alpenrepublik tcbe.ch Wirtschaftsexkursion nach Wien, Linz und Hagenberg Wenn jemand eine Reise nach Österreich tut, ist das in der Regel keine Meldung Wert. Wenn jedoch gleich mehrere John Waynes mit Sack und Pack die Alpenrepublik heimsuchen, ist eine eingehende Berichterstattung angebracht. Denn bei besagten John Waynes handelt es sich um Mitglieder des tcbe.ch ICT Cluster Bern, Switzerland (tcbe.ch). Sie erhielten diese Bezeichnung der Legende nach von ihrem Präsidenten Rolf Portmann, weil sie im Geschäftsalltag wie der Westernheld allein durch die Prärie reiten und alles bekämpfen, was sich ihnen in die Quere stellt. Und so fragt man sich zu Recht, was es mit der Geschäfts-, Bildungs- und Kulturreise einer 13-köpfigen tcbe.ch -Delegation nach Wien und Linz wohl auf sich hat. Wir schreiben den 17. September Trotz der frühen Morgenstunden herrscht am Flughafen Bern-Belp bereits emsige Betriebsamkeit. Christoph Beer und Jeanette Wengler von der tcbe.ch-geschäftsstelle empfangen die ersten Westernhelden und rüsten sie aus für die bevorstehende Reise. Alles läuft nach Plan und Boarding ist angesagt. Doch plötzlich helle Aufregung: Wo steckt Ruedi Brügger (Enlight-it GmbH)? Reflexartig ziehen die Westernhelden ihre Handys, um nach dem fehlenden Delegationsmitglied zu suchen. Und die Entwarnung folgt sogleich: Ruedi ist mit dem Taxi kurz vor Belp. Sein Auto schaffte den Ritt nach Belp nicht ganz und es blieb nur die Wahl einer alternativen Transportgelegenheit. Mit nur geringer Verspätung startet der Flieger via München nach Wien, wo uns ein Car stracks zum Vienna IT Enterprises, einem Netzwerk und einer Informationsdrehscheibe für IT-Unternehmen jeder Grössenordnung fährt. Und hier zeigt sich die Wandlungsfähigkeit der modernen John Waynes: Kontaktfreudigkeit, Kooperationswille und ein teilweise intensiver Dialog über mögliche Geschäftsfelder prägen die Diskussion in der österreichischen Metropole. Und schliesslich zeigen sich auch die österreichischen Gastgeber offen für Neues. Philip Zollinger (EVOCEAN GmbH) konnte sich sogar noch von einem anwesenden Experten wichtige Tipps sowie tatkräftige Unterstützung für die bevorstehende Firmengründung in der Alpenrepublik holen. Voller Tatendrang besuchen wir anschliessend Tech Gate Vienna, ein Technologie- und Wissenschaftspark, in dem kleine bis mittlere Betriebe und Forschungslabors eingemietet sind. In diesem modernen Gebäudekomplex im Zentrum von Wien erfahren die Berner interessante Details über die befruchtende und bisweilen auch bemühende Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Technologie. Der anschliessende Rundgang durch den Komplex offenbart dann, dass das Geschäftsleben in Wien zwar attraktiv, aber auch sehr Fortsetzung von Seite19 ten Ränge vorzudrängen. Gerade in der Informatik kämpfen wir gegen Studenten und Absolventen von Hochschulen, die mit hohem Aufwand und traumhaften Budgets zusätzlich trainiert werden. Man kann daraus ablesen, dass die schweizerische duale Grundbildung einen sehr hohen Stellenwert hat und sich unsere Leute mit vergleichsweise wenig Aufwand unter die Weltbesten gesellen. Seien wir stolz darauf und fördern wir diese Bildung in der In formatik nun auch durch deutlich mehr Lehrstellen in den Betrieben. Herzlichen Dank den Sponsoren, die zu diesen Leistungen viel beigetragen haben: Digicomp Akademie Zürich i-ch AG Liip AG Zürich MTF Schaffhausen AG Organisation und Informatik der Stadt Zürich Prodecdata AG Boswil SI Schweizer Informatiker, Zürich SwissICT ZLI Zürich Alfred Breu, SwissICT-Fachgruppe Lehr- und Praktikumsbetriebe, 23. September 2009

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