Virtualisierung als Grundlage Adaptiver IT. Vasu Chandrasekhara, Andreas Eberhart Hewlett-Packard

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1 Virtualisierung als Grundlage Adaptiver IT Vasu Chandrasekhara, Andreas Eberhart Hewlett-Packard

2 Zu den Referenten Andreas Eberhart: Studierte Informatik in Ulm und Portland, Oregon Danach mehrere Jahre SW- Engineer in der Industrie wiss. Mitarbeiter an der International University Bruchsal Promotion wiss. Mitarbeiter an der TH Karlsruhe Seit 2004 Senior Software Architekt für Server Virtualisierung und Grid Technologien bei HP Vasu Chandrasekhara Berater bei SAP in Walldorf Wiss. Mitarbeiter EML Heidelberg Gründete quadox AG (Software- und Beratungsfirma mit mittlerweile 24 Mitarbeitern) 2001 Entwickelte Management Software für Migration und Virtualisierung 2004 Aquisition durch HP Seit 2004 Senior Software Architekt bei HP für Migrationstools 2

3 Unsere Tätigkeit bei HP 3

4 Gesamtüberblick 1. Einführung 2. Grundlagen 3. Produkte und Standards 4. Anwendungsszenarien 5. Einordnung und Ausblick Homepage des Seminars: 4

5 Vorläufige Zeitplanung 1. Tag 2. Tag 9:00 10:30 Sitzung 4 10:00 10:15 Begrüßung, Vorstellung 10:30 11:00 Pause 10:15 11:45 Sitzung 1 11:00 12:00 Sitzung 5 11:45 13:00 Essen 12:00 13:15 Essen 13:00 14:30 Sitzung 2 13:15 14:45 Sitzung 6 14:30 15:00 Pause 14:45 15:00 Pause 15:00 17:00 Sitzung 3 15:00 16:00 Sitzung 7 5

6 Virtualisierung als Grundlage Adaptiver IT Teil 1: Einführung Vasu Chandrasekhara, Andreas Eberhart Hewlett-Packard

7 Szenario 1 Sie sind ein Windows Benutzer, müssen aber hin und wieder mit Linux arbeiten Früher Man installiert einen 2. Rechner mit Linux Dual Boot Heute Sie installieren VMware und können somit gleichzeitig mit beiden Systemen arbeiten 7

8 Szenario 2 Sie sind beim Kunden und müssen eine Lösung demonstrieren Früher Man versucht alles auf dem Laptop zum Laufen zu bekommen Heute VPN ins Firmennetz Man zeigt das Demo System per Remote Desktop Oder, da VPN von fremdem Netz oft nicht möglich: Man hat 1:1 Kopie einer/mehrerer virtueller Maschinen mit der lauffähigen Lösung auf dem Laptop 8

9 Szenario 3 Sie wollen eine Software evaluieren Früher Sie laden die Software Sie quälen sich durch die Installation Sie hoffen, dass Ihr System danach noch so läuft wie zuvor Heute Sie laden sich ein vorinstalliertes Virtual Machine Image Sie starten das Image und legen los 9

10 Szenario 4 Sie schreiben Software und bieten diese zum Download an Früher Sie kompilieren Ihre Software für verschiedene Plattformen Heute Sie verwenden.net oder Java und basieren auf der entsprechenden Laufzeitumgebung 10

11 Szenario 5 Sie wollen auf Windows X Service Pack Y umsteigen Früher Sie tun es und hoffen das beste Heute Sie machen einen Snapshot der Virtuellen Festplatte Sie installieren Falls es schiefgeht drücken Sie auf Undo 11

12 Alle Szenarien Was haben die Szenarien gemein? machen Ihnen das Leben leichter ermöglichen neue Vorgehensweisen verwenden Virtualisierung in der ein oder der anderen Form Ansatz ist sehr unterschiedlich Display CPU / Hardware Storage Applikation 12

13 Definition Virtualisierung Virtualisierung: logische Schicht zwischen Anwendung und Ressource, welche die physikalischen Gegebenheiten versteckt und somit neue Funktionalität ermöglicht Anwendung Benutzer Virtualisierung Ressource 13

14 Szenarien Szenario Linux VM auf Windows Host Remote Desktop Software evaluation Software Entwicklung Installation Service Pack Resource CPU / Speicher / Filesystem Grafik / Fensteranzeige CPU / Speicher / Filesystem Schnittstellen des OS für IO, Grafik, etc. Massenspeicher Mehrwert VMware gaukelt dem VM Gast eine virtuelle Hardware vor Anzeige kann über das Netzwerk übertragen werden Software ist vorkonfiguriert Write Once Run Anywhere Alter Zustand wird wiederhergestellt 14

15 Partitionierung mit Virtualisierung Beispiel VLAN Disk Partition Virtuelle Maschine Vorteil Isolation Optimale Auslastung Virt. Ressource Virt. Ressource Physikalische Ressource 15

16 Aggregierung mit Virtualisierung Beispiel Logische Volumes Cluster Vorteil Skalierbarkeit Virtuelle Ressource Phys. Ressource Phys. Ressource 16

17 Emulation mit Virtualisierung Beispiel iscsi Vorteil Interoperabilität Flexibilität Virtuelle Ressource Physikalische Ressource 17

18 Wieso erst jetzt? Virtualisierung gibt es schon lange z.b. Aufteilung von Resourcen in Mainframes Problem war immer die Performanz Durchbruch heute selbst billige Hardware ist leistungsstark genug, um Virtualisierung zu nutzen Breitbandanschlüsse zahlreich vorhanden Immer mehr Speicherkapazität Virtualisierung ist heute erschwinglich und wird immer mehr zur Massenware 18

19 Virtualisierung Überall Beispiel: Ein Blick auf gängige Windows Komponenten... 19

20 Virtualisierung Überall Serverumfeld Umfrage unter IT Chefs Prioritäten für das Jahr 2006: 40% gaben dabei Virtualisierung an zweithäufigste Nennung nach IT Konsolidierung Virtualisierung ist im neuen Windows Server 2008 fest eingebaut Laut obiger Umfrage laufen 65% der Server unter Windows 20

21 Komplexe IT Landschaften Schlechte Serverauslastung Gering Flexibilität Hardware neuen Aufgaben zuzuordnen Hoher Aufwand neue Komponenten einzubringen Weitere Anwendungsfälle 21

22 Weitere Anwendungsfälle Consolidiere Server mit schwacher Auslastung X Pre- und Post-Failure Alerts führen zur Relokation einer VM Dynamische Lastbalancierung zur Einhaltung eines SLA X Chandrasekhara, Eberhart X Isoliere Infiziertes System Virtualisierung als Grundlage Adaptiver IT 22

23 Konsolidierung Adaptive Infrastruktur Dev und Test Umgebung Weitere Anwendungsfälle Qualitätssicherung und Problemnachstellung Thin Client für Power User (VDI) Applikations-Rollout Trainingssysteme z.b. Automatisierter Rollout von 30 Systemen am Morgen, autom. Löschen in der Nacht 23

24 Weitere Anwendungsfälle Sofortige Verfügbarkeit (virtueller) Hardware Instant Backup/Restore (Snapshot) Ressourcenverschwendung Bsp. wenig ausgelastete Systeme Downtime Minimierung Wartung Hardware & Software Legacy Software 24

25 Was meinen die Analysten? Derzeit: Augenmerk auf Konsolidierung Test & Dev Nächster Schritt (Un) Planned Downtime Virtualisierung 2010 Automatisierung Policies Hochverfügbarkeit 25

26 Was meinen die Analysten? Derzeit oftmals noch isolierte Anwendungsfälle Test & Dev Schulungen Trend geht eindeutig zum vollautomatisierten 7 x 24 Datacenter Virtualisierung ist Grundvoraussetzung, um Systeme automatisiert umzukonfigurieren Kein manuelles Eingreifen von Administratoren mehr nötig, um beispielsweise einem System mehr Hauptspeicher zu verpassen 26

27 Zusammenfassung Virtualisierung wird durch die steigende Rechenleistung immer mehr zur Alltagstechnologie Wir betrachten Grundlagen Was kann virtualisiert werden? Welche Technologien sind hierzu nötig? Produkte und Standards Welche Player gibt es? Wer kann was und kostet wieviel? Anwendungsszenarien Wo kann Virtualisierung sinnvoll eingesetzt werden? Wo geht die Reise in Zukunft hin? 27

28 Virtualisierung als Grundlage Adaptiver IT Teil 2: Grundlagen Vasu Chandrasekhara, Andreas Eberhart Hewlett-Packard

29 Übersicht Ebenen der Virtualisierung Hardware Virtualisierung Technologien Virtueller Massenspeicher Virtuelle Netzwerke Betriebssystem Virtualisierung Applikations Virtualisierung Display Virtualisierung 29

30 Mehrere Ebenen der Virtualisierung Virtualisierbar sind mehrere Computing Ebenen: Netzwerk und Switching (IP & Storage) Storage Server Hardware Betriebssysteme Software Applikation 30

31 Virtual Server UI Wo setzt man an? Virtual Application Virtual App UI Virtual Experience OS App UI Physical Hardware OS Hardware App OS Hardware 31

32 Übersicht Ebenen der Virtualisierung Hardware Virtualisierung Technologien Virtueller Massenspeicher Virtuelle Netzwerke Betriebssystem Virtualisierung Applikations Virtualisierung Display Virtualisierung 32

33 Hardware Virtualisierung Motivation Teilen von Ressourcen (neue x86 Server haben 4 CPUs mit je 4 Cores) Isolation einer Umgebung Unabhängigkeit von der Hardware Technologien Suspend / Resume Live Migration 33

34 Multitasking = Virtualisierung? Das Multitasking-Betriebssystem und die hardwarenahe Optimierung (MMU) ist im Prinzip ein erstes Beispiel für Virtualisierung: Der physikalische Prozessor wird durch eine Softwareschicht (OS Kernel) virtualisiert, so daß mehrere Applikationen/Prozesse sich gemeinsam die Resourcen (CPU, Memory,...) scheinbar gleichzeitig teilen. 34

35 Speichervirtualisierung Proc 1 Proc 2 Virtualler Speicher Virtualler Speicher MMU Physikalischer Speicher Swap/Page 35

36 Isolation mittels Privilegierung Virtueller Speicher 3 Kernel Space x86 CPU Ringe Driver 1 Hardware Protected Mode 36

37 Virtualisierung und Privilegierung 37

38 Hypervisor Hypervisor oder auch Virtual Machine Monitor (VMM) erlaubt es mehrere virtuelle Maschinen auf einer Hardware laufen zu lassen Begriff kommt ursprünglich aus der Mainframe Welt 38

39 Typ 1 und Typ 2 Hypervisors Hypervisor wird als Dienst im OS installiert (Typ 1) Trend geht inzwischen dazu, dass der Hypervisor immer auf unterster Schicht vorhanden ist (Typ 2) 39

40 Hardware Emulation Emulator simuliert die komplette Hardware Vorteil Gast kann alle Betriebssysteme ausführen Prinzipiell auch solche die für eine andere CPU (z.b. SGI) ausgelegt sind Nachteil sehr langsam Beispiel Bochs, qemu, dosemu C64 Emu, Amiga Emu, Playstation Emu,... 40

41 Hardware Virtualisierung Hypervisor stellt Teile der physikalischen Hardware zur Verfügung Vorteil guter Kompromiss zwischen Performanz und Flexibilität Gastbetriebssystem muss nicht modifiziert werden Beispiel VMware Xen + Support für CPU Virtualisierung qemu mit proprietärem HW Speedup Modul 41

42 Hardware Virtualisierung Virtuelle Hardware die bereitgestellt werden muss VGA SCSI Maus Keyword PCI Serieller Bus... 42

43 Support für CPU Virtualisierung Die x86 Architektur ist von Haus aus nicht zur CPU Virtualisierung geeignet Bestimmte nichtprivilegierte Instruktionen haben lesenden Zugriff z.b. auf privilegierte CPU Register Hypervisor hat keine Chance diese Instruktionen abzufangen Lösung Software: Code Rewriting (patentiert von VMware) Hardware: CPU Ring -1 kontrolliert mehrere Ring 0, einen pro VM (Intel Vanderpool, AMD Pacifica) 43

44 Paravirtualisierung Virtualisierung ohne virtuelle Hardware Gäste teilen sich den Zugriff auf physikalische Hardware Synchronisation über API im Hypervisor Vorteil höhere Performanz Nachteil Gastbetriebssystem muss modifiziert werden Bei Windows de facto unmöglich Beispiel Xen: modifizierte Linux und BSD Kernel 44

45 Übersicht Ebenen der Virtualisierung Hardware Virtualisierung Technologien Virtueller Massenspeicher Virtuelle Netzwerke Betriebssystem Virtualisierung Applikations Virtualisierung Display Virtualisierung 45

46 Konfiguration Virtueller Maschinen Virtuelle Maschine wird vornehmlich durch die virtuelle Disk repräsentiert VM Konfiguration Weitere Information über die VM ist in der VM Konfiguration gespeichert (Properties Datei, XML,...) Weitere Information Suspend State (persistiertes Speicherabbild) Snapshot Daten (Änderungen zu Disk = Redo/Undo Logs)... Dateien zu einer VM liegen meist in einem Vereichnis 46

47 Konfiguration Beispiel VMware config.version = "6" virtualhw.version = "3" numvcpus = "2" scsi0.present = "TRUE" scsi0.virtualdev = "vmxlsilogic" memsize = "1280" ide0:0.present = "TRUE" ide0:0.filename = "/home/flagship/r2.iso" ide0:0.devicetype = "cdrom-image" floppy0.startconnected = "FALSE" floppy0.filename = "/dev/fd0" Ethernet0.present = "TRUE" Ethernet0.connectionType = "monitor_dev" Ethernet0.devName = "vmnic0" Ethernet0.networkName = "Network0" usb.present = "FALSE" RemoteDisplay.depth = "16" displayname = "83 VISIBILITY MSPS07" guestos = "winnetenterprise" checkpoint.cptconfigname = "Visibility-b0f9110f" priority.grabbed = "normal" 47

48 Gast Tools Gast Tools werden im Gastsystem installiert liefern Informationen an den Hypervisor Gastbetriebssystem IP Adresse... führen auf Anweisung von außen Skripte aus optimieren Grafik / Maus und andere Geräte z.b. auch Speicher, Stichwort Ballooning ) Gast. Tools Hypervisor 48

49 Floppy und CD können auf physikalisches Gerät zugreifen vom Hypervisor eingeblendet werden (per ISO Datei) Virtuelle Medien 49

50 Suspend / Resume VMs können schlafengelegt werden Suspend Virtuelle CPU wird angehalten, Zustand von CPU und aller emulierten Geräte sowie dem Hauptspeicher in Datei persistiert Resume Hauptspeicher sowie Zustand der CPU und aller Geräte wird aus Datei wiederhergestellt Virtuelle CPU setzt Ablauf am Program Counter fort 50

51 Live Migration / vmotion SAN 51

52 Live Migration / vmotion Eine Laufende VM kann verschoben werden VM Disk muss hierbei auf einem gemeinsam genutzten Massenspeicher liegen Hauptspeicher wird im laufenden Betrieb peu a peu kopiert System merkt sich welche Speicherpages nochmals geändert werden diese werden erneut kopiert Wenn kritische Anzahl an Pages kopiert wurde wird System kurz angehalten, der restliche Speicher kopiert und auf den neuen Host umgestellt 52

53 Hardware Migration Migration eines Systems auf eine neue (virtuelle) Hardware Beispiel: physikalischen Windows NT 4.0 Server in Virtuelle Maschine migrieren Bisher: Neuinstallation sowie Migration aller Applikationen/Daten erforderlich Heute: Systemkopie + Anpassen der Treiber an die neue Hardware Daten + Anwendung OS Hardware Daten + Anwendung OS Neue Hardware 53

54 V2V Konversion einer VM vom Herstaller A zu Hersteller B Umschreiben der Konfiguration (siehe auch Open Virtualization Format OVF) Umschreiben der Virtuellen Disks zwischen den Herstellerformaten Anpassung des Gasts auf evtl. unterschiedliche virtuelle Hardware Hauptanwendung Wechsel des VM Anbieters 54

55 P2V Konsolidierung eines physikalischen Servers in eine VM Erzeugen der VM Konfiguration Kopieren der physikalischen Disks in virtuelle Disks Anpassung des Systems auf virtuelle Hardware Hauptanwendung Schwach ausgelastete physikalische Server einsparen Windows NT wird auf neuer Hardware nicht mehr unterstützt Erneuerung der Hardware Leasingvertrag / Support ausgelaufen 55

56 V2P VM auf Physikalische Hardware Kopieren Physikalischen Server Booten Kopieren der virtuellen Disks auf die physikalischen Anpassung des Systems auf neue physikalische Hardware Hauptanwendung Nachstellen von Problemen auf realer Hardware Überlastete VM VM als Ersatz für Image Formate wie Ghost 56

57 P2P Migration von altem auf neuen Server Physikalischen Server Booten Kopieren der Disks Anpassung des Systems auf neue physikalische Hardware Hauptanwendung Erneuerung der Hardware Leasingvertrag / Support ausgelaufen Umstellung von Anbieter A zu Anbieter B 57

58 Übersicht Ebenen der Virtualisierung Hardware Virtualisierung Technologien Virtueller Massenspeicher Virtuelle Netzwerke Betriebssystem Virtualisierung Applikations Virtualisierung Display Virtualisierung 58

59 Virtueller Massenspeicher Motivation Sicherheit durch RAID Flexibilität durch dynamische Volumes (Snapshots / vergrößern, verkleinern) Gemeinsamer Zugriff Herkömmliche Technologie Direct Attached Storage Technologien mit Virtualisierungsfähigkeit iscsi Network Attached Storage Storage Area Networks Logical Volume Manager Virtuelle Disks Cluster Filesystem 59

60 Direct Attached Storage Disk ist direkt am Rechner angeschlossen Blockbasierte (read block, write block) Kommunikation über ATA ATAPI SCSI Fibre Channel Virtualisierung ist auf höherer Ebene möglich hosten von Virtuellen Disks auf DAS logische Volumes auf DAS mit LVM 60

61 Network Attached Storage (NAS) Massenspeicher wird über Netzwerkprotokoll (z.b. NFS) angesprochen Client Server Architektur Interaktion auf File Ebene (open file, close file, read file) Wird oft als NAS Appliance verkauft Vorteile Gemeinsamer Zugriff möglich da Server synchronisiert Nachteil Kann nicht zum Booten verwendet werden (Bootstrap üblicherweise PXE/TFTP) Client Client NAS Server 61

62 Storage Area Network (SAN) Quelle: 62

63 Erweiterung von DAS Storage Area Network mehrere Server können an ein SAN angeschlossen sein Logical Units (LUNs) können schnell bereitgestellt und an Server angeschlossen werden Zugriff ist blockbasiert, kann also zum booten verwendet werden 63

64 iscsi (SAN over Ethernet) Idee: Mache blockbasiertes SCSI Protokoll netzwerkfähig Kann zum Booten verwendet werden, sofern iscsi Hardware zur verfügung steht Quelle: 64

65 Beispiel: HP MSA

66 Snapshots SAN kann sich SAN merkt sich Änderungen relativ zum letzten Snapshot LUN Änderungen seit t1 Änderungen seit t2 snapshot snapshot t1 t2 Zeit 66

67 LUN Cloning SAN kann LUN clonen ohne diese komplett zu kopieren SAN merkt sich Änderungen seit Zeitpunkt der Clone Operation LUN Windows Basis Installation LUN Clone Befehl t LUN Windows Basis Installation LUN Delta für Win Server seit t Zeit 67

68 Logical Volume Manager Abstraktionsebene zwischen Festplatten und Dateisystemen Erweiterbarkeit der Logischen Volumes Software Raid Volume Snapshots Implementierungen LVM (Linux / UNIX) Veritas (Windows) Volume Shadow Copy (Windows) /usr Quelle: 68

69 Virtual Disks Disk in der virtuellen Welt ist eine einfache Datei auf dem realen Filesystem Hypervisor gaukelt dem Gast phyikalische Disk vor Overselling: nur der tatsächlich belegt Platz muss in der Datei vorhanden sein Problem: Performanz, Defragmentierung und andere Optimierungen im Gast evtl. sinnlos \\.\PhysicalDrive0 (20 GB) disk.vhd (5.256 GB) 69

70 Cluster Filesystem Prinzipiell können 2 Hosts auf dieselbe LUN zugreifen Problem: Normale Filesysteme wie NTFS sind dafür nicht ausgelegt und werden zerstört Lösung: Spezielles Filesystem Cluster Filesystem blockbasierter Zugriff Klienten synchronisieren Zugriffe über Locks auf der LUN oder über zusätzliche Kommunikation über Netzwerk (z.b. Oracle Clustered FS) 70

71 Zusammenfassung Wesentliche Unterschiede gemeinsamer Zugriff möglich? blockbasierter oder dateibasierter Zugriff booten möglich Ein und dieselbe Funktionalität kann auf mehreren Ebenen angeboten werden Beispiel Snapshots vom Hypervisor in einer virtuellen disk (z.b. VHD) vom OS über LVM (z.b. Volume Shadow Copy) von der Hardware (z.b. im SAN) Unterschiede: Kosten / Performanz / Verfügbarkeit in der Hardware 71

72 Übersicht Ebenen der Virtualisierung Hardware Virtualisierung Technologien Virtueller Massenspeicher Virtuelle Netzwerke Betriebssystem Virtualisierung Applikations Virtualisierung Display Virtualisierung 72

73 Virtuelle Netzwerke Motivation Netzwerktopologien ohne Verkabelung aufbauen Sicherheit durch logische Trennung Technologien Virtuelle Netzwerke VLANs 73

74 Virtuelle Netzwerke Der Hypervisor stellt eine virtuelle Netzwerkumgebung für die Gäste bereit Verschiedene Optionen konfigurierbar z.b. NAT, DHCP, etc. Quelle: CT Magazin 74

75 Virtuelle Netzwerke Optionen für das virtuelle Netzwerk VMware installiert Netzwerkadapter auf dem Host die dann von den Gästen verwendet werden Physikalischer Adapter im Promiscuous mode um Pakete an virtuelle IPs zu bekommen 75

76 Virtual Local Area Network (VLAN) Trennung von physikalischer Netzwerktopologie mit Hubs und Switches von der logischen VLAN Topologie Motivation Reduktion der Broadcast Last Sicherheit Flexibilität: Virtuelle Netze können ohne Änderung der Verkabelung erstellt werden 76

77 VLAN Funktionsweise VLAN bekommt Nummer Wird in Ethernet Paketen eingebaut Unterstützung durch VLAN-taugliche Switches (entsprechend IEEE Q) VLAN Tags werden auf dem Weg von und zu Endgeräten entfernt / angebracht Switch leitet Pakete nur an Ports weiter die zum VLAN gehören Quelle: 77

78 Übersicht Ebenen der Virtualisierung Hardware Virtualisierung Technologien Virtueller Massenspeicher Virtuelle Netzwerke Betriebssystem Virtualisierung Applikations Virtualisierung Display Virtualisierung 78

79 Betriebssystem Virtualisierung Betriebssystemkern wird von mehreren Instanzen gemeinsam genutzt Jede Instanz hat eigene Vorteil Dateien Benutzer / Gruppen Prozessverwaltung Netwerk und Geräte geringerer Ressourcenverbrauch verglichen zur Hardwarevirtualisierung Nachteil keine volle Isolation, da gemeinsamer Kern genutzt wird 79

80 Betriebssystem Virtualisierung Einsatzgebiete Hosting (V Server) Beispiele User Mode Linux Virtuozzo Linux-VServer chroot (nur Filesystemisolation) 80

81 Übersicht Ebenen der Virtualisierung Hardware Virtualisierung Technologien Virtueller Massenspeicher Virtuelle Netzwerke Betriebssystem Virtualisierung Applikations Virtualisierung Display Virtualisierung 81

82 Applikations Virtualisierung Grundprinzip Betriebssystem kapselt Hardware Virtuelle Applikationsschicht kapselt Betriebsystem Bereitstellung einer einheitlichen Schnittstelle Windows Linux 82

83 Applikations Virtualisierung Vorteil geringer Ressourcenverbrauch Nachteil Konfiguration des Container / der Laufzeitumgebung erforderlich Beispiele MS Softricity, Altiris SVS (Software Virtualization Solution) Java.NET 83

84 Übersicht Ebenen der Virtualisierung Hardware Virtualisierung Technologien Virtueller Massenspeicher Virtuelle Netzwerke Betriebssystem Virtualisierung Applikations Virtualisierung Display Virtualisierung 84

85 Display Virtualisierung Thin Client Konzept ( The Network is the Computer ) Server & Remote Desktops + Printer + optionale Peripherie Für Desktop PC Rollouts, multiple Geräteformen möglich Erhebliches Einsparpotential durch Zentralisierte IT Administration Geringere PC Hardware/Energy/Support Kosten Dezentrale Standardisierung (HW & Support) Lizenz-Pooling Zentrale Software & Hardware Upgrades Nur eingeschränkt geeignet für 3D, CAD & Video Anwendungen Abhängig vom stets verfügbarem Netzwerk Hersteller: X11, VNC, NX Technology, Citrix ICA, MS RDP, SUN Ray (Im Prinzip auch Web 2.0: HTML + Ajax over HTTP) 85

86 Display Virtualisierung 86

87 Zusammenfassung Virtualisierung kann auf verschiedenen Ebenen ansetzen Unterschiedliche Vor- und Nachteile Es kommt letzlich immer auf das Anwendungsszenario an 87

88 Virtualisierung als Grundlage Adaptiver IT Teil 3: Produkte und Standards Vasu Chandrasekhara, Andreas Eberhart Hewlett-Packard

89 Übersicht VMware Microsoft Open Source Ansätze Virtualisierung in Hardware Zentifizierung und Lizenzierung Applikationsvirtualisierung Display Virtualisierung 89

90 VMware Marktführer für x86 Virtualisierung Produkte VMware Player: kostenlose Software zum Abspielen von VM Images VMware Server: kostenloser Hypervisor, erlaubt editieren von VMs ESX: Typ 2 Hypervisor (basiert auf RedHat Linux) Virtual Center: Zentrales Management VMware Converter VMware Lab Manager VMware Capacity Planner 90

91 ESX Server Typ 2 Hypervisor basiert auf RedHat Linux sehr teuer Funktionalität Web Management Oberfläche für alle VMs des Hosts SMP Unterstützung für VMs 64 Bit VMs 91

92 VMware VMFS VMFS ist ein Cluster Filesystem erlaubt parallelen Zugriff von mehreren ESX Hosts Grundlage für vmotion, Failover, etc. //sharedvmfs01/vm03 //sharedvmfs01/vm03 LUN Virtual Disk Virtual Disk 92

93 Zentrales Management Virtual Center Zeigt Console / Bildschirm der VMs an Kontrollfunktionalität für VMs Backup und Template Funktionalität Konzept: Resource Pool VMFS auf SAN ESX Hosts die am SAN angeschlossen sind VMs sind dem Pool zugeordnet, nicht mehr einem Host dynamische Relokation über vmotion 93

94 Virtual Center 94

95 VMware Converter Vorteil Kostenlos Nachteil keine Konversion in die physikalische Welt keine Konversion zu anderen Produkten Quelle: 95

96 VMware Lab Manager Software zur automatischen Bereitstellung komplexer Testumgebungen Bibliothek von Testumgebungen LabManager sucht passende Umgebung Quelle: 96

97 Übersicht VMware Microsoft Open Source Ansätze Virtualisierung in Hardware Zentifizierung und Lizenzierung Applikationsvirtualisierung Display Virtualisierung 97

98 Microsoft Microsoft holt gerade zum großen Schlag aus Produkte Virtual PC: vergleichbar zum VMware Player Microsoft Virtual Server (MSVS) ist seit einigen Jahren auf dem Markt Windows 2008 System Center Virtual Machine Manager (SCVMM) 98

99 Microsoft Virtual Server Vorteile Kostenlos, volle Funktionalität Nachteile Langsamer als ESX Mgt. nur für einen Host Kein SMP im Gast Kein 64bit Gast 99

100 Typ 2 Hypervisor Windows Server 2008 OS an sich läuft in der sog. Parent VM (oft auch Domain 0 genannt) Preis noch unbekannt aber sicher niedriger wie bei VMware ( as low as the department of justice will allow ) Funktionalität 64 Bit VMs SMP für VMs Kann auch als Xen Hypervisor agieren (Partnerschaft Novell, Microsoft) 100

101 MSVS 101

102 Merkmale System Center Virtual Machine Manager Bietet vergleichbare Funktionalität zu VMware Virtual Center und VMware Converter Integriert in Microsoft Management Console Preis niedriger vgl. zu Virtual Center Demos 102

103 System Center Virtual Machine Manager 103

104 Übersicht VMware Microsoft Open Source Ansätze Virtualisierung in Hardware Zentifizierung und Lizenzierung Applikationsvirtualisierung Display Virtualisierung 104

105 Xen Linux-basierter Hypervisor Code wird von Universität Cambridge kontrolliert Ausgründung XenSource: wurde 2007 von Citrix aquiriert noch nicht im Linux Kernel Suse und RedHat haben beide Xen in den jeweiligen Distributionen integriert Merkmale Windows VMs mit Vanderpool / Pacifica 64 Bit VMs Live Migration (entspricht vmotion) 105

106 Xen Management Es existieren etliche freie und kommenzielle Lösungen für Xen Management XenMan Cassatt etc...: Oracle Cluster Filesystem (OCFS, OCFS2) Open Source Cluster FS bietet ähnliche Funktionalität wie VMFS Fazit: Funktionalität prinzipiell vergleichbar mit VMware Problem: Nur das Packaging (Zusammenstallen, Installieren und Konfigurieren der richtigen Komponenten und Versionen) 106

107 Beispiel XenMan Quelle: 107

108 Kernel-based Virtual Machine (KVM) Linux-basierter Typ 1 Hypervisor Wird von der Firma Qumranet gepflegt Ist im Linux Kernel integriert Im Vergleich zu Xen relativ neue aber vielversprechende Technologie Merkmale extrem leichtgewichtig VMs sind im Host als einfache Prozesse zu sehen normale Befehle wie kill, top, ps, etc. können zum VM Management verwendet werden 108

109 Weitere Hypervisor Hersteller Parallels Software für Intel basierte MACs Kann Windows VMs betreiben VirtualBox sehr gute Funktionalität allerdings geringe Verbreitung Virtual Iron Im Prinzip Xen + Vanderpool / Pacifica Bieten ebenfalls Management Umgebung viele weitere Lösungen

110 Open Virtualization Format (OVF) Ziel Einheitliches Metadatenformat zur Beschreibung von VMs Findet unter dem Mantel der DMTF statt Beteilligt am OVF sind derzeit VMware, XenSource and Microsoft Fazit Recht junge Initiative Es bleibt abzuwarten ob OVF in den Produkten unterstützt wird oder an den Einzelinteressen scheitert 110

111 HP HP bietet eigenen Hypervisor + Management für HP-UX sowie Management für x86 Produkte Virtual Machine Management Pack (VMM) Server Migration Pack (SMP) Virtual Server Environment (VSE) Global Workload Manager Capacity Advisor Virtualisierung durch die Hardware 111

112 VMM / SMP Unterstützt MSVS VMware demnächst Xen Integriert in Systems Insight Manager Management physikalischer und virtueller Maschinen von einer Konsole Automatisierung über Action on Event Server Migration Pack V2V, P2V, V2P, P2P Disks können während der Migration vergrößert und verkleinert werden 112

113 Virtual Machine Management 113

114 Server Migration Pack Beispiel: P2V eines Build-Systems Disk cloning: 5.5 minutes Average throughput: 530 MB/minute 8.8 MB/second Driver injection: 1.5 minutes 114

115 HP Partitioning Continuum für HP-UX 115

116 Global Workload Manager (gwlm) glwm Integriert mit HP Systems Insight Manager Automatische Lastbalancierung für VSE Failover mit Serviceguard 116

117 Analysiert Last / Patterns Capacity Advisor Macht Vorschläge zur langfristigen Planung 117

118 Übersicht VMware Microsoft Open Source Ansätze Virtualisierung in Hardware Zentifizierung und Lizenzierung Applikationsvirtualisierung Display Virtualisierung 118

119 Virtualisierung durch die Hardware Traditioneller Hypervisor VM Emuliertes Virtuelles Netzwerk Virtuelle Disk (.vhd) Virtuelle Konsole / Start / Stop /... Hardware Hypervisor Blade Virtual Connect LUN auf dem SAN On Board Administrator Management Prozessor 119

120 Blade Low voltage AMD Athlon 64 X2 Dual-Core processor (1.60 GHz 2x512K L2) (bc2500) or AMD Athlon (1.2 GHz 512K L2) (bc2000) ATI RS690T/SB600 w/integrated DirectX 9 compliant graphics Up to 2x2GB 667 MHz DDR2 SDRAM 2.5" 80GB 5400 rpm SATA 1.5 Gb/s 100 Mbit Ethernet (Broadcom 5906M) 120

121 Virtuelles Netzwerk in Hardware Früher Rekonfiguration erfordert Mitarbeit von Netzwerk und Storage Admins Heute Virtuelle Verkabelung kann per Knopfdruck geändert werden 121

122 On Board Administrator Moderne Hardware mit Management Prozessoren Im Server: Integrated Lights Out (ilo) virtuelle Medien, Fernsteuerung (an aus), Remote Display Im Blade Enclosure: On Board Administrator 122

123 Übersicht VMware Microsoft Open Source Ansätze Virtualisierung in Hardware Zentifizierung und Lizenzierung Applikationsvirtualisierung Display Virtualisierung 123

124 Zertifizierung Virtueller Systeme Problematischer Punkt: Bekommt man Support falls die Software in einer VM läuft? Beispiel Windows MS bietet support für Windows unter MSVS Kein support für VMware: wird typischerweise vom Reseller übernommen (z.b. HP) Xen: Kooperation mit MS Beispiel SAP derzeit laufen Zertifizierungsverfahren Obliegt letztlich immer dem Hersteller Druck der Kunden wächst aber 124

125 Microsoft und 3rd Party Virtualisierung Microsoft support statement regarding non-microsoft virtual machines: Microsoft does not test or support Microsoft software running in conjunction with non-microsoft hardware virtualization software. For Microsoft customers who do not have a Premier level support agreement, Microsoft will require the issue to be reproduced independently from the non-microsoft hardware virtualization software. Where the issue is confirmed to be unrelated to the non- Microsoft hardware virtualization software, Microsoft will support its software in a manner that is consistent with support provided when that software is not running in conjunction with non-microsoft hardware virtualization software. 125

126 VMware Support VMware support statement on Microsoft products running on VMware: Microsoft officially does not support issues that occur in Microsoft operating systems or programs that run in a VMware virtual machine until it is determined that the same issue can be reproduced outside the virtual machine environment. We believe this is not driven by technical reasons. In fact, a virtual machine can offer a more stable platform than the hardware equivalent, where the corresponding devices can change on a daily basis. As a result, VMware has provided significant productivity benefits to Microsoft customers since the adoption of VMware s virtual infrastructure technology began seven years ago. 126

127 HW Vendor as Intermediators (e.g. HP) Hewlett-Packard Services has delivered support for VMware products for more than three years, and has delivered support on Microsoft products for over twenty years. Our experience to date concludes that the majority of problems encountered with a Microsoft O/S running on a VMware server are NOT RELATED to any malfunction of the virtual machine guest (Microsoft) running on a VMware host. Primary troubleshooting issues reported are generally between the VMware ESX server and the underlying hardware, drivers, attached storage or SAN connectivity, much like when a Microsoft O/S runs standalone on a server. As such, Hewlett- Packard support will work any reported problem to isolate the cause. If in fact the issue is determined to be a Microsoft O/S related problem, the customer will be advised of the root cause and if they have a support contract for Microsoft O/S with Hewlett-Packard their problem will be routed directly to our Microsoft engineering support group with the full extent of the analysis. If the customer has Microsoft support with another vendor they will be advised to contact that support organization. Current VMware tools now allow us to replicate a virtual machine onto a physical server which further allows the replication and isolation of problems and eliminates previous boundaries between vendor issues. With best in class service and many years of multi-vendor environment support, Hewlett-Packard service offers the best choice for support of customer investments in VMware and Microsoft. Hewlett-Packard also has strong partnerships with both VMware and Microsoft. These close relationships allow Hewlett-Packard service engineers to deliver service leadership to Hewlett- Packard customers who have invested in Microsoft and VMware for their business solutions. 127

128 Lizenzierung Virtueller Systeme Flexibilität Virtueller Maschinen stellt traditionelle Lizenzmechanismen vor Probleme Lizenz gebunden an MAC / Seriennummer macht Probleme bei Migrationen Mechanismus kann mit virtuelle einstellbarer Hardware leicht ausgehebelt werden Beispiel Windows Neues Lizenzmodell Beliebige OS Migrationen Bis zu 4 Microsoft Server 2003 Instanzen auf einem Host mit nur einer Lizenz 128

129 Übersicht VMware Microsoft Open Source Ansätze Virtualisierung in Hardware Zentifizierung und Lizenzierung Applikationsvirtualisierung Display Virtualisierung 129

130 Applikationsvirtualisierung Ansatz Runtime isoliert Applikationen vom jeweiligen System Hersteller liefert Runtime für verschiedene Systeme Java besonders erfolgreich im Serverumfeld.NET wird mit Windows ausgeliefert Flash Grundlage für viele Webapplikationen Plugins haben annähernd 100% Verbreitung in Browsern 130

131 Virtual Applications Problem Viele Applikationen (z.b. Office) sind noch nicht auf.net portiert Ansatz eine Ebene tiefer Sämtliche Zugriffe auf Systemresourcen werden geroutet (File I/O, Bibliotheken, Registry,...) Lösung für DLL-Hell Eigenes Autorisierungsmodell Innovative Deploymentmodelle (Streaming) 131

132 Virtual Applications Beispiel: SoftGrid von Microsoft Gleichwertiges Prinzip: Altiris SVS, Thinstall, Trigence, Data Synapse 132

133 Virtual Applications 133

134 Übersicht VMware Microsoft Open Source Ansätze Virtualisierung in Hardware Zentifizierung und Lizenzierung Applikationsvirtualisierung Display Virtualisierung 134

135 Display Virtualisierung Unter UNIX seit langem genutzt Client schickt Tasten und Mausbewegungen an Server Server schickt Zeichenbefehle Produkte X11, VNC, Remote Desktop, Citrix Remote Desktop glänzt durch hohe Geschwindigkeit auch über niedrige Bandbreiten 135

136 Asynchronous JavaScript and XML Quelle: 136

137 Virtualisierung als Grundlage Adaptiver IT Teil 4: Anwendungsszenarien Vasu Chandrasekhara, Andreas Eberhart Hewlett-Packard

138 Überblick Virtual Desktop Infrastructure Schulungen, Dev & Test VMs als Image Format Software Appliances Hosting von Enterprise Applikationen Honey Pots Serverkonsolidierung Lastbalancierung und Failover Backup / Restore 138

139 Virtual Desktop Infrastructure Problem Kosten für Unterhalt von PCs steigen obwohl Hardware billiger wird Gartner Group untersucht Total Cost of Ownership (TCO) von PCs seit 1987 Lösung: Thin Clients konnektieren sich mit Server Zentrales Backup Einfacher Austausch Stromverbrauch: 15 to 30W + gemeinsam genutztes Blade vs. 150W to 300W 139

140 Typischer Thin Client 6W AMD Geode NX GHz 256 or 512MB DDR SDRAM (16MB UMA video) SiS741GX integrated UMA video 16MB 4 USB ports (rear) 0.5 or 1GB Flash drive 140

141 Kosten: PC vs. Thin Client 141

142 Server Infrastruktur Welche Virtualisierungstechnik kommt auf dem Server zum Einsatz? Optionen Gemeinsam benutzter Server eine VM pro Benutzer ein Blade pro Benutzer Kommt auf die Anforderungen an 142

143 Usage Map 143

144 Wahl der Servertechnologie Feature Server based computing VDI Blade PC Workstation blade Traditional fat Client Client Terminal PC thin PC Thin PC Thin PC desktop PC Task of the Terminal server Server processes application data for many clients One virtual PC processes data for one thin client One blade PC processes data for one thin client One blade PC does it all, sends compressed and encrypted graphics stream to one thin client No terminal server Task of the client Displaying GUI Displaying GUI Displaying GUI Displaying the graphics stream from the workstation blade Displaying GUI & processing business logic Relation Client - terminal server n to 1 1 to 1 1 to 1 1 to 1 N/A 3D graphics? No No No Yes Yes Typical tasks Light office work Software that is not too intensive and that doesn't work with SBC Data mining, application development CAD Light office work to Heavy CAD Impossible tasks CPU or graphics intensive apps Graphics intensive apps Graphics intensive apps High-end CAD applications Nothing Protocol ICA (Citrix), RDP (MS) RDP RDP RGS (HP), IBM prop. Protocol N/A Bandwidth 0.02 to 0.03 Mbit/s 0.03 Mbit/s 0.03 Mbit/s 2-4 Mbit/s N/A 144

145 On Demand Virtual Desktops Bereitstellung der Ressourcen im Backend kann automatisiert werden Self-service Lösung Beispiel: HP Tetrix 100 ESX Server 235% Return on Investment 145

146 Überblick Virtual Desktop Infrastructure Schulungen, Dev & Test VMs als Image Format Software Appliances Hosting von Enterprise Applikationen Honey Pots Serverkonsolidierung Lastbalancierung und Failover Backup / Restore 146

147 Anforderung Entwicklungs und QA Umgebungen Software muss in verschiedensten Konfigurationen getestet werden unterschiedliche Builds unterschiedliche OS / Datenbanken Tritt ein Problem beim Kunden auf, muss dieses nachgestellt werden Lösung Bibliothek von VM Images Diese können archiviert und bei Bedarf gestartet werden 147

148 Schulungs- und Ausbildungsszenarien Anforderung Rechner müssen morgens installiert sein Änderungen der Teilnehmer müssen abends rückgängig gemacht werden Lösung Erstellen einer Schulungs VM VM Deployment (evtl. mit Sysprep / DHCP) Undo Disk oder Redeployment 148

149 Überblick Virtual Desktop Infrastructure Schulungen, Dev & Test VMs als Image Format Software Appliances Hosting von Enterprise Applikationen Honey Pots Serverkonsolidierung Lastbalancierung und Failover Backup / Restore 149

150 VMs als Image Bibliothek Deployment IT stellt Image zusammen enthält alle benötigte Software passt zur verwendeten Hardware Neuer Mitarbeiter / neuer Server Image wird eingespielt Werkzeuge Norton Ghost, Altiris RDP, etc... Problem Bindung auf die Hardware Erstellen / Pflegen der Images 150

151 VMs als Image Bibliothek Alternative: verwende VMs als Imageformat Vorteil Images können leichter bearbeitet werden Undo bei unerwünschter Änderung Image kann leicht gestartet werden Anpassung an neue Hardware mittels Server Migration V2V V2P 151

152 Überblick Virtual Desktop Infrastructure Schulungen, Dev & Test VMs als Image Format Software Appliances Hosting von Enterprise Applikationen Honey Pots Serverkonsolidierung Lastbalancierung und Failover Backup / Restore 152

153 Software Appliances Appliance bedeutet Gerät Idee: einstecken und loslegen Hardware Appliance Google Search Appliance IBM SOA Appliance Virtual Appliance Idee übertragen auf eine VM Einstecken = Starten der VM 153

154 Wozu Appliances? Software Appliances Installation und Konfiguration von Software ist oft sehr mühsam Idee: Software wird als VM vorkonfiguriert Passendes OS Passende DB VM wird geladen und z.b. mit VMware Player abgespielt Minimale Konfiguration (Anlegen von Benutzern, etc.) z.b. per Webschnittstelle 154

155 Software Appliances Welche Virtual Appliances gibt es heute? LAMP Media Wiki Wordpress Bea Weblogic Browser Appliance (secure browsing) Sourceforge

156 Software Appliances 156

157 Überblick Virtual Desktop Infrastructure Schulungen, Dev & Test VMs als Image Format Software Appliances Hosting von Enterprise Applikationen Honey Pots Serverkonsolidierung Lastbalancierung und Failover Backup / Restore 157

158 Hosting von Enterprise Applikationen Software as a Service (SaaS) vs. Application Service Provider (ASP) SaaS setzt Mandantenfähige Software vorraus Eine Instanz kann für alle Kunden verwendet werden Virtualisierung als Lösung für ASP (nicht Mandantenfähige Software) Neue VM für jeden neuen Kunden Kunde1 Kunde1 VM1 VM2 ASP 158

159 Überblick Virtual Desktop Infrastructure Schulungen, Dev & Test VMs als Image Format Software Appliances Hosting von Enterprise Applikationen Honey Pots Serverkonsolidierung Lastbalancierung und Failover Backup / Restore 159

160 Virtuelle "Honey Pots" System zur Aufspührung und Abwehr von Hackern Netzwerksignatur eines Honey Pots gleicht der eines echten Servers (z.b. Linux + Apache Server) Honeypot IP ist rechtmässigen Benutzern unbekannt Honeypot protokolliert Anfragen löst Alarm aus Logs werden zur Analyse der Angriffe verwendet 160

161 Überblick Virtual Desktop Infrastructure Schulungen, Dev & Test VMs als Image Format Software Appliances Hosting von Enterprise Applikationen Honey Pots Serverkonsolidierung Lastbalancierung und Failover Backup / Restore 161

162 Serverkonsolidierung Problem ein Großteil der Server ist schwach ausgelastet Konsolidierung der Server ohne Virtualisierung ist oft schwer, da einzelne Server unterschiedliche OS und Konfigurationen benötigen Lösung Isolation der Umgebung in einer VM Server müssen mit entsprechenden P2V Werkzeugen nicht neu installiert werden 162

163 Konsolidierung: Sizer Gemessene Performance Zielumgebung Grade der Redundanz Technologie 163

164 Power Management Problem: Platz und Stromversorgung im Serverraum Green Computing Lösung Konsolidierung um Server einzusparen Durch die Adaptivität und Mobilität der VMs können schwach ausgelastete VM Hosts ausgeschaltet werden Momentaner Verbrauch und Temperatur werden vom Management Prozessor geliefert 164

165 Überblick Virtual Desktop Infrastructure Schulungen, Dev & Test VMs als Image Format Software Appliances Hosting von Enterprise Applikationen Honey Pots Serverkonsolidierung Lastbalancierung und Failover Backup / Restore 165

166 Lastbalancierung bzw. -optimierung Chance Flexibilität von VMs ermöglicht es auf Engpässe oder ungenutzte Kapazität von Ressourcen zu reagieren Problem: Wer trifft die Entscheidung zu Relokation? Mensch relativ unflexibel / langsam hat evtl. wichtige Hintergrundinformationen Maschine schnelle Reaktion Intelligente Algorithmen wichtig (Vermeidung von vmotion Ping Pong) 166

167 Beispiel: SAP & Live Migration unter Xen blr18c1s2e0 blr18c1s6e0 Migration eines SAP Domain-0 sap6-xen Domain-0 sap6-xen Systems mit 100 Usern Physical Clients merken nichts von der Migration 1 GB network Fibre Channel and iscsi Storage sap6-xen Logical 167

168 Failover, Katastrophenmanagement Bei Direct Attached Storage Serverausfall bedeutet Totalverlust Alternativsystem muss mit (evtl. altem) Backup hochgefahren werden Bei Shared Storage Trennung von ausführender Einheit (VM / Blade) und Storage (SAN / NAS) 168

169 Failover, Katastrophenmanagement Ausfall ausführender Einheit Erkennung durch Ping, SNMP Trap, VM Heartbeat, o.ä. Spare Einheit übernimmt Storage Crash konsistent bei Failure Ohne Ausfall bei Prefailure mit LiveMigration Ausfall Storage Bedeutet auch hier Totalverlust Storage Technologie muss selbst redundant ausgelegt sein (z.b. SAN) 169

170 Überblick Virtual Desktop Infrastructure Schulungen, Dev & Test VMs als Image Format Software Appliances Hosting von Enterprise Applikationen Honey Pots Serverkonsolidierung Lastbalancierung und Failover Backup / Restore 170

171 Backup und Recovery VMs eröffnen neue Möglichkeiten zum System Backup Backup Arten: File basiert: Man definiert Dateien die gesichert werden Kann vom Hypervisor unterstützt werden, sofern dieser das Filesystem versteht / lesen kann Disk basiert: Man sichert die gesamte Disk Cold Backup: System wird vor dem Backup gestoppt Hot Backup: System wird im Laufenden Betrieb gesichert 171

172 VM Backups Prinzipiell reicht es, die virtuelle Disk zu sichern Hot Backup? Vorteil: Backup ohne Ausfallzeit Nachteil: System kann u.u. inkonsistent werden wenn Schreibzugriffe während des Backupvorgangs passieren Hot Backup auf VMs Nutze Snapshot Funktionalität virtueller Disks Backup wird vom Zustand des Snapshots gemacht Schreibzugriffe während dieses Prozesses wandern in Seperates Redo Log Backup ist Crash konsistent 172

173 Virtualisierung als Grundlage Adaptiver IT Teil 5: Einordnung und Ausblick Vasu Chandrasekhara, Andreas Eberhart Hewlett-Packard

174 Überblick Zukünftige Funktionalität Automatisierung Run Book Automatisierung Grid Computing Utility Computing 174

175 Virtualisierung wird Standard Wo geht die Reise hin? Kostenlos: Druck auf VMware seitens Microsoft und Open Source wird zu groß zunehmend durch die Hardware unterstützt / übernommen Womit wird Geld verdient? Management Automatisierung Policy basierte Automatisierung 175

176 Run Book Automation Abbildung der IT Abläuft in Prozesse Modellierung der Prozesse Automatisierung über Workflow Engine und Infrastruktur APIs (üblicherweise via SOA) Prozesse sollten an IT Infrastructure Library (ITIL) angelehnt sein Beispiele Support Ticket Server Ausfall Neuer Mitarbeiter QA / Test / Inbetriebnahme einer neuen Applikation 176

177 Run Book Automation Quelle: 177

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