Geschätzte Kollegin, geschätzter Kollege!

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1 Vorwort des Rektors Geschätzte Kollegin, geschätzter Kollege! Als Rektor der Technischen Universität Wien freue ich mich, Sie als neue Mitarbeiterin / als neuen Mitarbeiter willkommen zu heißen. Ich bin schon seit 1991 hier Rektor und die TU ist mir ans Herz gewachsen. In dieser Zeit haben sich viele Dinge geändert. Früher waren wir eine "nachgeordnete Dienststelle" des Wissenschaftsministeriums. Heute sind wir eine autonome Universität. Dies bedeutet, dass wir die Verantwortung für unsere Geschicke selbst tragen. So ist es auch in der "Personalentwicklung". Wir sind eine Expert/inn/enorganisation und unser Erfolg hängt wesentlich vom Können und vom Engagement unserer Mitarbeiter/innen ab. Die Informationen in dieser Mappe - in den hübschen Anglizismus "gettuknow" gekleidet - sollen Ihren guten Start an der TU Wien unterstützen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Freude bei der Arbeit an der TU Wien! Peter Skalicky Rektor

2 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 1. Präsentation der TU Wien Mission Statement Wir über uns Geschichte Zahlen & Fakten Organisation 2. Leitung 3. Fakultäten 4. Serviceeinrichtungen Außeninstitut - E-Learning Zentrum Außeninstitut - EU-Forschungsmanagement Unit Außeninstitut - Internationale Bildungskooperationen Außeninstitut - Technologietransfer CCC SAP Customer Competence Center Controlling Gebäude und Technik Innenrevision Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies Liegenschaftsmanagement Organisation und Koordination Personalabteilung allg. Personal und LBA Personalabteilung wiss. Personal PR und Kommunikation Quästur und Rechnungswesen Rechtsabteilung Schiedskommission Studien- und Prüfungsabteilung Universitätsarchiv Universitätsbibliothek Weiterbildungszentrum Wirtschaftsabteilung Zentraler Informatikdienst (ZID) Dekanate TU-nahe Einrichtungen 5. Interessensvertretungen Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen Betriebsrat für das wissenschaftliche Universitätspersonal Betriebsrat für das allgemeine Universitätspersonal 6. Glossar

3 Mission Statement Technik für Menschen 1. Vision Technik für Menschen Wissenschaftliche Exzellenz entwickeln und umfassende Kompetenz vermitteln Die Zielsetzung, sich durch erstklassige Forschung und Lehre sowie AbsolventInnen als von Wirtschaft und Gesellschaft gesuchte und anerkannte Persönlichkeiten als Top-Technikuniversität in Europa zu positionieren, folgt einer langen Tradition. Der gesellschaftliche Auftrag der TU Wien ist ein dreifacher: Erstens soll sichergestellt werden, dass der Nachwuchs von Führungskräften und sonstigen akademischen Berufen in Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft nach Zahl und Qualifikation gemäß aktuellen Standards auf hohem Niveau ausgebildet wird (umfassende Kompetenz vermitteln). Dazu gehört es zunehmend, neben den fachlichen ( hard skills ) auch Zusatzqualifikationen ( soft skills ) zu vermitteln. Gerade in den angewandten Fächern der TU Wien stehen beide Formen der Qualifikation in engem Bezug und müssen daher in starkem Maße in Kombination vermittelt werden. Zweitens besteht die Aufgabe darin, die Forschung sowohl in gebotener fachlicher Spezialisierung als auch in interdisziplinärer Kombination innovativ weiterzuentwickeln. Die TU Wien wird ihren erreichten hohen Standard behaupten und durch Bündelungen der Kräfte sowie umfangreiche Vernetzung weiter steigern. Um die angestrebte Entwicklung der Wissenschaften sicherzustellen, wird ein noch engerer Bezug zwischen Forschung und Lehre entwickelt und gewährleistet werden (wissenschaftliche Exzellenz entwickeln). Drittens geht es nicht nur darum, die Erkenntnisse der Arbeit im wissenschaftlichen Fachdiskurs zu verbreiten, sondern es ist vor dem Hintergrund des steigenden Technikeinsatzes zunehmend bedeutsam, die Erkenntnisse an die Gesellschaft zu deren Nutzen weiterzugeben. Die TU Wien hat sich durch ihr Mission Statement Technik für Menschen diesem Ziel in besonderer Weise verschrieben. Das ausgewogene Portfolio der TU Wien von grundlagen- und anwendungsorientierten Fächern hat hierbei eine besondere Bedeutung. Um diese hohen Anforderungen erfüllen, aber auch, um ihre gesellschaftliche Relevanz belegen zu können, haben Universitäten in geeigneter Weise Rechenschaft über ihre quantitative und qualitative Leistung abzulegen. Dies geschieht üblicherweise im Rahmen von Evaluations- und Benchmarking- Verfahren. Hierbei hat das Urteil der Fachöffentlichkeit eine hohe Bedeutung. Rankings können diesbezüglich einen Anhaltspunkt liefern: Basisstrategie der TU Wien ist eine konsistente und konsequente Profilierung und Differenzierung im europäischen und globalen Qualitäts- und Innovationswettbewerb. 2. Forschung ( Exzellenz entwickeln ) Ein Schwergewicht der TU-Forschung liegt, in Abgrenzung zu den eher anwendungsbezogenen Fachhochschulen, in einer fachlich hinreichend ausdifferenzierten Grundlagenforschung sowie deren interdisziplinärer Integration. Aufgrund des zunehmenden Aufwandes für Grundlagenforschung wurden entsprechende Schwerpunkte gesetzt, um sich innerhalb der TU Wien, aber auch in einem Netzwerk von universitärer und außeruniversitärer Grundlagenforschung in europäischem Maßstab zu positionieren. Die Grundlagenforschung bildet die Voraussetzung für anwendungsorientierte universitäre Forschung, welche einen wesentlichen Bestandteil der Forschungsleistung der TU Wien darstellt. Das kann jedoch nicht bedeuten, die Forschungsziele ausschließlich an einer vordergründigen Verwertung der Erkenntnisse und des Wissens auszurichten. Die Schnittstelle zwischen gesellschaftlicher Anwendung/Verwertung und Erkenntnisgewinn muss laufend kritisch reflektiert werden. 3. Lehre und Weiterbildung ( Kompetenz vermitteln ) Exzellente Lehre setzt hervorragende Forschung voraus. Mit dem Lehrangebot an der TU Wien werden zwei grundsätzliche Ziele verfolgt. Es geht um die Vermittlung fachlichen Wissens und fachlicher

4 Mission Statement Technik für Menschen Fertigkeiten ( hard skills ) in Lehre und Weiterbildung. Da das Wissen künftig in noch stärkerem Maße in komplexen Interessenfindungs- und -ausgleichsprozessen wirksam werden wird, müssen hard skills mit kommunikativen und sozialen Kompetenzen ( soft skills ) kombiniert werden. Die Globalisierung erfordert auch eine verstärkte Internationalisierung der Lehre. Diese Kombination ist nicht nur berufsfeldrelevant, sondern dient auch der nachhaltigen Konkurrenzfähigkeit der AbsolventInnen. Um dem rasch wachsenden Bestand an fachlichem Wissen insbesondere in den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern gerecht zu werden, wird neben einer soliden Grundlagenausbildung das Lernen des Lernens vermittelt und durch entsprechende Weiterbildungsangebote ermöglicht. Die TU Wien wappnet sich so für den Wettbewerb um die besten Köpfe. 4. Gesellschaftlicher Auftrag ( Technik für Menschen ) Die TU Wien will den Übergang der Gesellschaft von einer Industrie- zu einer wissensbasierten Dienstleistungsgesellschaft in verantwortungsvoller Weise mitgestalten. Hier kommt ihr die Aufgabe zu, sich aktiv und verantwortungsvoll an einer Umgestaltung der technischen, wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen und ökologischen Strukturen zu beteiligen. Um sicherzustellen, dass die spezifischen gesellschaftlichen Aufgaben von Universitäten (wissenschaftliche Forschung und Lehre sowie Aufklärung) auch erbracht werden können, ist die Bewahrung und Ausgestaltung des hohen Gutes der Freiheit von Forschung und Lehre unabdingbar. Die TU Wien ist bestrebt, allen gleiche Chancen zur Einbringung ihres Potenzials einzuräumen. Dies gilt insbesondere für (in technischen Bereichen traditionell unterrepräsentierte) Frauen.

5 Wir über uns Geschichte Gründung des k.k. polytechnischen Instituts Der erste Direktor des k.k. polytechnischen Instituts - wie die Technische Universität Wien bei ihrer Gründung 1815 genannt wurde - war Johann Joseph Ritter von Prechtl. Abweichend vom Vorbild der Pariser Ecole polytechnique (gegründet 1795) entwickelte Prechtl, der liberale Vordenker, Humanist und Pädagoge, für das Wiener Institut ein Organisationsstatut mit nicht-militärischer Ausrichtung. Das Revolutionäre an Prechtls Vorhaben war die Realisierung einer universitätsähnlichen Institution mit Lehr- und Lernfreiheit für ProfessorInnen und StudentInnen und weit über den eigentlichen Lehrbetrieb hinausgehenden Aufgaben. Mit der feierlichen Eröffnung am 6. November 1815 nahm das k.k. polytechnische Institut als erste Technische Universität des deutschsprachigen Raums den Studienbetrieb auf. Meilensteine in der Geschichte der TU Wien 1865 wurde das polytechnische Institut vollkommen neu strukturiert. Neu waren die Gliederung in Fachschulen (seit 1928 als Fakultäten bezeichnet) und eine Rektoratsverfassung. Mit der Umstrukturierung erfolgte eine Konzentration auf die eigentlichen technischen Disziplinen, die sich in weiterer Folge noch fortsetzte wurde das polytechnische Institut in "k.k. technische Hochschule in Wien" umbenannt. Diese Organisationsstruktur blieb bis 1938 bestehen. Nach dem Anschluss 1938 wurden eine Reihe von WissenschaftInnen und zahlreiche StudentInnen aus rassischen und politischen Gründen vom Hochschulbetrieb ausgeschlossen. Viele konnten emigrieren, einige wurden verschleppt und ermordet. Der Zweite Weltkrieg bedeutete für die Technische Hochschule in Wien zunächst die Chance der Teilnahme an den Rüstungsforschungsprojekten des Deutschen Reiches. Mit Fortdauer des Krieges erlebten Forschung und Lehre jedoch zunehmend Einschränkungen, zumal ein wachsender Anteil der Hochschulangehörigen zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Hochschule wie alle österreichischen Universitäten nach der unmittelbaren Wiederaufbauphase eine Periode der Stagnation. Erst seit den 1960er Jahren kündigte sich ein neuerlicher Aufschwung an - wohl auch vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklung des technisch-naturwissenschaftlichen Wissens und der in allen Lebensbereichen steigenden Bedeutung der Technik. Die Verleihung des Promotionsrechts im Jahr 1901, der Studienzugang für Frauen im Jahr 1919 und die Erhebung zur Universität 1975 stellen weitere wichtige Eckpunkte dar. Wesentliche organisatorische Änderungen und die vollkommene Autonomie für alle österreichischen Universitäten brachte des Universitätsgesetz 2002, das mit 1. Jänner 2004 in Kraft getreten ist.

6 Wir über uns Zahlen und Fakten Überblick Die Technische Universität (TU) Wien ist Österreichs größte Universität im Bereich Technik/ Naturwissenschaften und zählt zu den besten Technischen Hochschulen Europas. An der TU Wien sind rund MitarbeiterInnen beschäftigt. Der jährliche "Umsatz" beträgt etwa 200 Millionen Euro. Neben der hervorragenden Forschung werden in der Lehre 21 Bachelor-, 41 Master,- 5 Lehramts- und 3 Doktoratsstudien angeboten und von über jungen Menschen studiert. Die TU Wien wird von einem 5-köpfigen Rektorat geleitet und ist in 8 Fakultäten mit knapp über 60 Instituten gegliedert. Die TU in Zahlen Auf der TU-website finden Sie unter die wichtigsten Informationen aus den Bereichen Ressourcen (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Personal- und Raumstatistiken) und Studium (Studierenden- und AbsolventInnenzahlen) übersichtlich aufbereitet. Berichte und Dokumente Rechnungsabschlüsse Die Rechnungsabschlüsse liefern mit Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung einen Überblick der wirtschaftlichen Entwicklung der TU Wien. Sie sollten aber nicht dazu verleiten, die Systematik und Begrifflichkeiten der doppelten Buchhaltung unreflektiert zu übernehmen. "Gewinn", "Umsatz" und Ähnliches können - im Gegensatz zu konventionellen Unternehmen - für eine Universität nicht 1:1 übernommen werden. Tätigkeitsberichte, Wissensbilanzen Nachdem konventionelle betriebswirtschaftliche Instrumente die Leistungen der TU Wien nur unzureichend beschreiben, sind auch Tätigkeitsberichte und Wissensbilanzen zu erstellen. Sie liefern, jenseits des Geldes, einen Überblick über die Leistungen und Entwicklungen der TU Wien. Entwicklungsplan Der vorliegende Entwicklungsplan greift Ideen und Fortschritte auf und antizipiert die künftige Entwicklung. Er verfolgt eine qualitative und quantitative Weiterentwicklung mit Augenmaß. Der Entwicklungsplan zielt darauf ab, die Ressourcen optimal für die Kernkompetenzen der TU Wien einzusetzen. Er will als Willensäußerung verstanden werden, die richtigen Dinge und diese richtig zu tun. Leistungsvereinbarung Das Bundesministerium hat mit den Universitäten für eine 3-Jahres-Periode (erstmals ) einen Vertrag geschlossen. Alle Dokumente finden Sie auf der TU-website unter

7 Organigramm g der Technischen Universität Wien Universitätsrat Pühringer Senat Zehetner Rektorat Aussenbe- Führung u. Infrastrukturm. Finanzmanag. Forschung Lehre ziehungen Steuerung u. Entwicklung u. Controlling VR Kaiser Rektor Skalicky VR Schimak VR Jankowitsch VR Seidler VR Prechtl Int. Bildungsko Zemann Org./Koordinat. 010 Urban Wirtschaftsabt. 010B Simanko Quästur 010A Glatzer TechTrans 0154 Heimerl Studienabt Pousek WBZ 017 Stepan* Rechtsabt Thirsfeld Geb. u. Technik 010C Hodecek Personalabt Laa EU FM Unit 0155 Huemer Archiv 010F Mikoletzky PR/Kommunik. 011 Sommer* Liegenschaftsm. 013 Hala Personalabt Wunsch Tieftemp. 050 Reissner* E-Learning-Zen Reichl Innenrevision 014 Hajek IFM 027 Redlein Controlling 012 Kolassa* USTEM 052 Bernardi Integriert stud. 029 Tjoa* ZID 020 Kleinert TVFA 030 Linhardt Bibliothek 040/Kubalek Koo-Stelle 034 Ratzer Fakultäten Studienkommissionen Senatskommissionen Architektur u. Bauingenieurwesen Techn. Maschinenw. Mathematik Physik Informatik Elektrot. u. Raumplanung Chemie u. Betriebsw. u. Geoinfo. Informations. Semsroth Litzka Föhlih Fröhlich Gö Grösel Dorninger Badurek Steinhardt Rupp Institute Institute Institute Institute Institute Institute Institute Institute

8 Wir über uns Universitätsleitung Universitätsleitung Dem Rektorat obliegt die operative Leitung der TU Wien. Es entspricht in etwa dem Vorstand einer Aktiengesellschaft. Das Rektorat agiert auf Basis seiner Geschäftsordnung zumeist als Kollektiv. Einzelne Agenden sind aber an die "Ressortleiter" delegiert. Das Rektorat besteht aus fünf Mitgliedern: Rektor O.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Peter Skalicky geboren am 25. April 1941 in Berlin, Schulbesuch und Matura in Wien Studium der Technischen Physik an der TH Wien 1964: Diplom-Ingenieur Technische Physik 1965: Doktorat mit einer Dissertation über Röntgen-Optik 1967: Hochschulassistent; Aufbau eines elektronenmikroskopischen Laboratoriums und einer Arbeitsgruppe für Röntgen- und Elektronenbeugung 1973: Habilitation im Fachgebiet Kristallphysik 1974: Ao. Professor für Kristallphysik an der TH Wien 1975/1976: Professeur Associe an der Universite Pierre et Madame Curie (Paris VI) 1979: Ordentlicher Professor für Angewandte Physik an der TU Wien, Vorstand des gleichnamigen Institutes 1982: Gastprofessor der Universität Changchun, China : Dekan der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der TU Wien seit 1991 Rektor der TU Wien /1999 Rektor nach UOG'93/ 2007 Rektor nach UG'02 Auszeichnungen 1972: Fritz-Kohlrausch-Preis für Arbeiten über Röntgen-Polarisationsoptik, durchgeführt an der Universität Paris VI 2001: Ehrendoktorat der Technischen Universität Cluij-Napoca (Rumänien) 2002: Professor h. c. der STU Perm (Russland) 2002: Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 2002: Ehrendoktorat der Technischen Hochschule Lemberg 2003: Chevallier de l'ordre des Palmes Academiques 2004: Officier de J'Ordre National du Mèrite" 2004: Großes Silbernes Ehrenzeichen der Stadt Wien 2007: Ehrendoktorat der Technischen Universität Bratislava Internationale Aktivitäten : Mitglied des Ad-hoc Komitees der European Science Foundation (ESF) und der Projektgruppe "European Synchrotron Radiation Facility" (ESRF, Grenoble) : Mitglied der Europäischen ESF Projektgruppe zur Ausarbeitung des standortunabhängigen Projektes der Europäischen Synchrotron Strahlungsquelle, (ESRF, Grenoble) : Mitglied des Liaison Committee (Corifederation of European Universities) der Europäischen Rektorenkonferenzen : Mitglied im Council der EUA (European University Association), als Vertreter der Österreichischen Rektorenkonferenz : Vorsitzender der AUSTRON Studiengruppe (Projekt einer Internationalen Großforschungseinrichtung für eine Neutronen Spallationsquelle) seit 2003: Mitglied der,, Commission Aval" der Ecole Polytechnique, Paris seit 2003: Mitglied des Conseil Administratif der Ecole Centrale, Paris 2006/2007: Präsident von T.I.M.E. (Top Industrial Managers for Europe) Forschungs- und Lehrtätigkeit Ca. 90 Publikationen über Festkörperphysik, Kristallphysik, Elektronen- und Röntgenbeugung Vorlesungen: Festkörperphysik, Kristallphysik, Elektronen- und Röntgenbeugung

9 Wir über uns Universitätsleitung Vizerektor für Finanzen und Controlling Mag.rer.soc.oec. Dr.rer.soc.oec. Paul Jankowitsch Jahrgang 1951 verheiratet, zwei Söhne Gymnasium Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien (Mag. rer. soc. oec. 1974). parallel zum Doktoratsstudium an der Universität Wien als Scholar am Institut für Höhere Studien (IHS) in Wien tätig post graduate Studium der Betriebswirtschaftslehre und des OR (Abschluss 1976). Promotion zum Dr. rer. soc. oec. 1977, damals bereits Assistenz am Institut für Industrielle Betriebswirtschaftslehre und Methodologie der TU Wien 1978: Aufenthalte in Kalifornien an der Stanford University bzw. in Berkeley Fachgebiete: Corporate Modelling und Internationales Controlling Seit 1979 übte Dr. Jankowitsch in rund 24 Jahren verschiedene Funktionen im internationalen Energiegeschäft (Öl, Gas, Renewables, Strom) aus. Die letzten zwei Positionen waren Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Shell Austria AG bis 2001 und anschließend Geschäftsführer der Energieallianz Austria GmbH bis Seit Ende 2003 ist er geschäftsführender Gesellschafter von Firmen im Bereich Medientechnik und Strategieberatung. Seine Schwerpunktthemen waren und sind Unternehmensführung und Controlling sowie "organisational and people development". Parallel zu seiner Businesskarriere war Dr. Jankowitsch Gründungsmitglied und Vizepräsident der Gesellschaft für strategische Entwicklung, als österreichischer Partner der European Strategic Planning Federation, ist in einigen Projekten im Rahmen der Vereinigung Österreichischer Industrieller tätig und ist seit vielen Jahren Präsident des Wirtschaftsforums der Führungskräfte. Seit vielen Jahren ist Dr. Jankowitsch auch Lektor an österreichischen Universitäten (Internationales Controlling, Short Term Business Planning) und als Gastsprecher in den Bereichen Management, Leadership und Energiefragen national wie international tätig,

10 Wir über uns Universitätsleitung Vizerektor für Infrastrukturmanagement und Entwicklung Hon.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Gerhard Schimak geb in Wien Studium der Architektur an der Technischen Universität Wien 1968 Sponsion zum Dipl.-Ing bis 1972 Vertragsassistent am Institut für Städtebau und Raumplanung 1972 Universitätsassistent 1985 Promotion zum Dr.techn. an der Technischen Universität Wien (Dissertationsthema: Der Einsatz des Planungsinstrumentariums rechtswirksamer überörtlicher Entwicklungsprogramme in den österreichischen Bundesländern) 1986 bis 1998 Vorstandsmitglied des Salzburg Congress on Urban Planning and Development 1988 Assistenz-Professor 1990 bis 1991 Stellvertretender Leiter der Abteilung Planung der EXPO VIENNA AG. Wiener Weltausstellungsgesellschaft 1995 bis 1998 Vorsitzender der Budgetkommission des Senats der Technischen Universität Wien 1997 Verleihung des Förderungspreises der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik 1999 bis 2003 Vizerektor für Ressourcen und stellvertretender Rektor der Technischen Universität Wien Seit 2003 Vizerektor für Finanzen und Administration und stellvertretender Rektor an der Technischen Universität Wien Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Regionale Entwicklungsplanung, endogene Regionalentwicklung, in den letzten Jahren insbesondere grenzüberschreitende Regionalplanung. Mitarbeit an diversen räumlichen Strukturuntersuchungen und Planungen (Bebauungsplanung, Flächenwidmungsplanung, Regionalplanung, Landesentwicklungsplanung) in verschiedenen Städten und Gebieten Österreichs. Zahlreiche Publikationen zu diversen Aspekten der Regionalplanung und anderen Themen finden Sie in einer detaillierten Aufstellung unter https://www.tuwien.ac.at/index.php?id=4466

11 Wir über uns Universitätsleitung Vizerektorin für Forschung o.univ.-prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Sabine Seidler geboren am in Sangerhausen (Deutschland) Education: 9/79-2/84 Student of Technical University Merseburg (Dipl.-Ing. Materials Science") collegiate supervisor of the student circle "Instrumented Charpy Impact Test" Award at the VIII. International Student Congress, Sofia, Bulgaria 1984 Diploma Thesis Professional Experience: 3/84-5/89 Scientific employee at Institute of Material Engineering, Technical University Merseburg 11/89 PhD 5/89-8/96 Scientific employee at Institute of Materials Science, Martin-Luther-University Halle Wittenberg 10/91-12/94 Visiting Scientist at Ruhr-University Bochum, Institute of Experimental Mechanics 1/93-12/94 DFG "Habilitation" scholarship since 9/96 o.univ.prof. for Non-metallic Materials of the faculty of "Mechanical Engineering" at the Vienna University of Technology 5/97 Habilitation in Materials Science since 02/00 Head of the Institute of Materials Science and Technology at the Vienna University of Technology Publications: 49 papers in peer-reviewed international scientific journals 121 talks at international conferences 106 posters at international conferences 2 Monographs 3 books (Co-Editor) 19 book chapters Main Research Areas Structure-Property Correlations in Polymers Fracture Mechanics Polymer Testing Member of Scientific Organizations: Association of German Engineers (Verein Deutsche Ingenieure, VDI) European Structural Integrity Society (ESIS) German Association of Materials Research and Testing (Deutscher Verband für Materialforschung und -prüfung, DVM) German Association of Materials Science (Deutsche Gesellschaft für Materialkunde, DGM) Society of Plastic Engineers (SPE) Austrian Physical Society (Österreichische Physikalische Gesellschaft, OEPG) International Cooperations: Mahatma Gandhi University, Kerala, India, Prof. Sabu Thomas Czech Academy of Science, CZ, Prof. Miroslav Raab Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg, G, Prof. Wolfgang Grellmann Technical University Brno, Polymer Institute Brno, CZ, Dr. Eva Nezbedova Editorial Duties: Guest-Editor of the international Journals - Composites Sciences and Technology - European Polymer Journal - Journal of Applied Polymer Science - Materials Science & Engineering A - Chemical Monthly

12 Wir über uns Universitätsleitung Vizerektor für Lehre O.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Adalbert Prechtl Ab 1969: Studium der Elektrotechnik an der ehem. Technischen Hochschule Wien Beschäftigung als wissenschaftliche Hilfskraft 1975: Abschluss des Diplomstudiums im Zweig Energietechnik Anschließend Vertragsassistent an den Instituten für Allgemeine Mechanik und für Elektrische Maschinen Promotion bei Heinz Parkus und Otto Hittmair mit einer Arbeit zur Elektrodynamik verformbarer Körper. In den folgenden Jahren Assistent von Hans Kleinrath; Aufenthalt als Max Kade-Stipendiat am Center for the Application of Mathematics an der Lehigh University, Bethlehem, Pa.; Habilitation für das Fach Theoretische Elektrotechnik. Im Jahr 1985 Wechsel in die Industrie: Entwicklung hochdynamischer Antriebe für Werkzeugmaschinen und Roboter; Produktabteilungsleiter für Antriebe im Elektromotorenwerk Bad Neustadt a.d. Saale der Siemens AG. 1989: Berufung als Ordinarius für Grundlagen und Theorie der Elektrotechnik an die TU Wien Engagement in der Gestaltung einer zeitgemäßen universitären Lehre und deren Qualitätssicherung seit 1998: Studiendekan der Fakultät für Elektrotechnik. Besonderes wissenschaftliches Interesse gilt den klassischen und modernen Feldtheorien und den mathematischen Methoden in den Ingenieurwissenschaften. Editor-in-Chief des Research Journals Electrical Engineering / Archiv für Elektrotechnik (Springer) und Editor des Journals European Transactions on Electrical Power (VViley).

13 Wir über uns Universitätsleitung Der Universitätsrat ist der Eigentümervertreter. Die Mitglieder sind: Vorsitz: Dipl.-Ing. Othmar Pühringer Generaldirektor a.d. VA TECHNOLOGIE Dipl.-Ing. Dr.h.c. Albert Hochleitner Generaldirektor a.d. Siemens AG Österreich Dipl.-Ing. Dr. Helmut Krünes Geschäftsführer a.d. Austrian Research Centers GmbH Dipl.-Ing. Dr. Boris Nemsic Generaldirektor mobilkom austria AG & Co KG Dkfm. Dr. Siegfried Sellitsch Präsident des Aufsichtsrates BAWAG - P.S.K.

14 Wir über uns Universitätsleitung Der Senat ist das oberste Kollegialorgan der TU Wien. Er hat 24 Mitglieder aus allen Personengruppen (ProfessorInnen, UniversitätsdozentInnen und wissenschaftliche MitarbeiterInnen, Allgemeines Universitätspersonal, Studierende). Seine Aufgaben sind im 25 Abs.1 des UG'02 geregelt. Sitzungen des Senats finden während des Semesters üblicherweise monatlich statt. Vorsitz: O.Univ.Prof. Dr.iur. Franz Zehetner 1. Stv.: O.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Dr.h.c. Helmut Kroiss 2. Stv.: Univ.Ass. Dipl.-Ing. Dr.techn. Monika Lanzenberger 3. Stv.: Ines Leobner Die Dekane leiten die Fakultäten. Architektur und Raumplanung: Em.Univ.Prof. Arch. Dipl.-Ing. Dr.techn. Klaus Semsroth Bauingenieurwesen: O.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.nat.techn. Dr.h.c. Johann Litzka Elektrotechnik und Informationstechnik: Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Markus Rupp Informatik: Ao.Univ.Prof. Dr.phil. Gerald Steinhardt Maschinenwesen und Betriebswissenschaften: O.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Bruno Grösel Mathematik und Geoinformation: Univ.Prof. Dr.phil. Dietmar Dorninger Physik: Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Gerald Badurek Technische Chemie: Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Johannes Fröhlich

15 Fakultäten Fakultät für Architektur und Raumplanung Architektur und Raumplanung sind gestaltende Kräfte der gesellschaftlichen Entwicklung: In ihrer sozialen Dimension sind Architektur und Raumordnung Prozesse, in denen sich mit künstlerischen, technischen und planerischen Mitteln individuelle Interessen und deren gesellschaftliche Konditionierung manifestieren. Die Wechselbeziehungen zwischen Architektur, Raumplanung und Gesellschaft sind integraler Bestandteil einer zeitgemäßen Entwurfs- und Planungspraxis. Die Entwicklungen von Industrie zu Dienstleistung, von der Arbeit zu Freizeit, der Eintritt in eine Informations- und Wissensgesellschaft bringen neue Siedlungsformen und Bautypen, bedingen drastische Veränderungen der Berufspraxis, der Ausbildung und der Forschung. Planung findet unter vielschichtigen, dynamisch sich verändernden Randbedingungen und einem verschärften ökonomischen Druck statt. Der Entwurf von Einzelobjekten und klar begrenzten und benannten Siedlungsstrukturen verschiebt sich in eine prozessbezogene, offene Planung. Die gleichzeitige und gleichberechtigte Beachtung von technischen, kulturellen, sozialen, Dekan Klaus Semsroth ökonomischen und ökologischen Aspekten, durch die sich Architektur und Raumplanung von rein technischen Disziplinen unterscheiden, erhält dadurch einen weiter zunehmenden Stellenwert. Für Bildung und Ausbildung bedeuten die neuen Entwicklungen, dass fachliches Wissen immer stärker spezialisiert wird und gleichzeitig schneller veraltet. Diesem Umstand muss die auf Qualität gerichtete Universitätsausbildung Rechnung tragen. Neben dem fachspezifischen Wissen werden daher verstärkt Grundlagenwissen und Steuerungswissen vermittelt. Architektur mit den Kernkompetenzen Analyse, Entwurf, Umsetzung und Koordination hat weiterhin zentrale Bedeutung für die Baukultur und die Bauwirtschaft. Daneben eröffnen sich jedoch neue Berufsfelder, u.a. im Bereich der digitalen Medien. Raumplanung ist Bestandteil und Träger der fundamentalen Veränderung des Selbstverständnisses von Verwaltung und Politik und weitet ihre Berufsfelder auch verstärkt in den privaten Wirtschaftsbereich aus. Mit den neuen Bachelor- und Masterstudien hat die Fakultät die Voraussetzung für eine Bewältigung dieser Herausforderungen geschaffen. Kontakt Dekanat T: F: E: In der Lehre wird forschungsgeleitet eine professionelle Entwurfs-, Konstruktions- und Planungskompetenz vermittelt: systemische und funktionelle sowie methodische Kompetenz zur Produktion und Innovation auf allen Maßstabsebenen von der Region über den Objekt- bis zum Detailentwurf - Nachhaltigkeit gilt dabei als Orientierung. Die große Bandbreite und das heterogene Spektrum befähigen auch zu einer Karriere in benachbarten Berufsfeldern. In der Forschung werden - über die klassischen Felder der angewandten Forschung hinaus - die Methodik und Technik des Entwerfens und Planens, die architektonische Qualität von Gebäuden, die räumlichen Simulation, die Dynamik räumlicher Prozesse, die nachhaltige Raum- und Stadtentwicklung, die Urbanistik und Architekturtheorie betreffend Akzente gesetzt: Bauen und Planen in den historisch gewachsenen Bau- und Siedlungsstrukturen Informationstechniken in Architektur und Raumplanung Nachhaltigkeit der gebauten Umwelt und der Raumnutzung in Analyse, Entwurf und Planung Erschließung der für die Gestaltung der Bauten und Freiräume erforderlichen Künste Die Fakultät mit über Studierenden, 142 internen und 193 externen Lehrbeauftragten mit 780 spezifischen Lehrveranstaltungen ist Attraktor für Personen und Wissen. Dadurch hat die Fakultät als Ausbildungs- und Forschungsstätte internationalen Rang.

16 Fakultäten Fakultät für Bauingenieurwesen Das Know-how der BauingenieurInnen an der TU Wien erstreckt sich vom konstruktiven Ingenieurbau über den Hochbau, den Stahlbetonbau, die Mechanik der Werkstoffe und Strukturen, den Grundbau, die Bauwirtschaft, die Verkehrsplanung, den Straßen- und Eisenbahnbau bis hin zu Siedlungswasserbau und Abfallwirtschaft, Hydraulik und Wasserwirtschaft. Nutznießer der Forschungsleistungen der Bauingenieure sind sowohl Private als auch Industrie, Wirtschaft und Politik. Spezialisierung ist aber auch bei den Bauingenieuren der Technischen Universität erforderlich und so bezieht sich die Tätigkeit im Wesentlichen auf drei Forschungs-Schwerpunkte. Der Fokus liegt auf Modellbildung und Simulation im Bauwesen, Materialwissenschaften für Bau und Erhaltung von Ingenieurbauwerken, und Integrative Infrastrukturplanung und Ressourcenmanagement. Dekan Josef Eberhardsteiner BauingenieurInnen der Technischen Universität Wien treten auch auf den Plan, wenn reale Situationen wie Hochwasser, extreme Windbeanspruchungen, Schwingungen, etc. simuliert werden müssen, Prognosen erstellt und Maßnahmen geplant werden, damit es erst gar nicht zum Ernstfall kommt. Natürlich richten die TU-BauingenieurInnen ihr Forschungsinteresse auch auf die Entwicklung neuer Materialien für den Bau bzw. die Erhaltung von Gebäuden, Denkmälern und Brücken. Auch hier gehorcht die Entwicklung vermehrt den Kriterien der Nachhaltigkeit und Ökonomie. Leichtere und wirtschaftlichere Konstruktionen verlangen logischerweise nach leichteren, kostengünstigeren und ökologischen Materialien, wobei die Energiekomponente eine immer wichtigere Rolle spielt. Kontakt Glasfaserverstärkte Materialien, hochfester Beton, Asphalt, Holz und die Entwicklung von Verbundwerkstoffen eine Kombination mehrerer Materialien und der vorbeugende Brandschutz sind nur einige Beispiele für bauingenieurbezogene Forschungsaktivitäten an der TU Wien. Dekanat T: F: E: Zunehmend an Bedeutung für TU-BauingenieurInnen gewinnt die integrative und ganzheitliche Sicht der Dinge. Der Blick über den Tellerrand und die aktive Suche nach Kooperationspartnern anderer Fachbereiche wie z.b. Chemie oder Geoinformation machen sie zu profunden VordenkerInnen. Vorreiter sind sie in der Wasserver- und -entsorgung und im Ressourcenmanagement, wo es darum geht, den Stoffkreislauf zu optimieren Stichwort Müll. Besonders hervorzustreichen sind die Leistungen der BauingenieurInnen der TU Wien im konstruktiven Ingenieurbau und zwar speziell die Mitwirkung bei diversen komplexen Analysen und Untersuchungen von Ingenieurbauwerken. Nicht zuletzt werden hochqualifizierte IngenieurInnen mit Management-Qualifikationen auch im Ausland benötigt sowohl von österreichischen als auch von internationalen Bauunternehmen. Das Augenmerk der BauingenieurInnen in Lehre und Forschung an der TU Wien gilt sowohl der Neubautätigkeit als auch in immer stärker werdendem Ausmaß der Erhaltung bzw. Instandsetzung bestehender Bauwerke.

17 Fakultäten Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik Ein Leben ohne Handy, MP3-Player, Fernsehen, Internet, und Radio ist heutzutage kaum vorstellbar, sich mehr als 10 Schritte von Elektronik oder Informationstechnik zu entfernen, nicht möglich. Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Wien konzentriert High-Tech-Forschung in den Clustern Telekommunikation, Mikroelektronik und Photonik und der Automatisierungs- und Computertechnik sowie im Arbeitsbereich Energietechnik. Die Universalität und Verfügbarkeit hochwertiger Telekommunikation steigt ständig. Neue Impulse für die Gesellschaft setzt hier vor allem der Mobilfunk. Telefonieren, fotografieren, filmen, mailen, mobiles Internet und das bei sinkenden Preisen und hoher Verfügbarkeit. Telekom-ExpertInnen der TU Wien forschen schon jetzt intensiv an der vierten Mobilfunkgeneration. High- Tech-Forschung in Übertragungstechnik, Dekan Emmerich Bertagnolli Breitbandkommunikationstechnologie und Signalverarbeitung bereitet den Weg zu höchsten Übertragungskapazitäten in zukünftigen Netzen. Neue Entwurfsmethoden werden erforscht, die es erlauben, die komplexen Algorithmen für Anwendungen in der Telekommunikation zu implementieren, zu testen und die Signalverarbeitung innerhalb kurzer Zeit in Hardwarekomponenten integrierbar zu machen. Weiter beschritten wird an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik auch der Weg der Mikroelektronik und Photonik. Kleiner, dünner, schneller könnte man in diesen Bereichen vereinfacht die Forschungsbestrebungen in Nano- und Terahertzelektronik und bei ultraschnellen Lasern beschreiben. Die international hervorragende Kompetenz der Modellierung elektronischer Vorgänge in Mikrochips und der Simulation ihrer Herstellungsprozesse ist die Forschungsgrundlage für die Kernfragen auf dem Weg zum Zukunftsziel, elektronische Bauelemente bis an die Grenzen atomarer Abmessungen zu miniaturisieren. Kontakt Dekanat T: F: E: Nanofabrikation von Halbleiterstrukturen, die bereits in Atomgrößen skaliert sind, machen aber auch neuen optischen Terahertz-Quellen möglich, deren technische Erschließung zu neuen medizinischen Diagnosetechniken wie etwa der berührungslosen optischen Biopsie das Gewebe wird ohne Probenentnahme untersucht führen wird. Ultrakurzzeit-Laserpulse (Attosekunden) wiederum erlauben die Echtzeitbeobachtung von Vorgängen in der Elektronenhülle von Atomen. Integrierte Sensoren (Lab-on-a-Chip) und lasergestütze ultramikroskopische Methoden, die es erlauben, chemische Prozesse im Gehirn direkt zu beobachten, eröffnen in diesem Bereich neue Perspektiven für die Diagnostik und schaffen eine starke Verbindung zu den Life Sciences. Die Automatisierungs- und Computertechnik wird zunehmend in alle Bereiche des täglichen Lebens integriert und vernetzt bislang für sich stehende Einsatzfelder. Automatische Energieverteilungs- und Verkehrsleitsysteme gehören zum Stand der Technik. In Produktionsbetrieben erhöhen Roboter, die ihre Umgebung visuell wahrnehmen können, die Produktivität und reduzieren die Kosten. Neue Herausforderungen für die ExpertInnen der TU Wien liegen in der Vernetzung und Fusion von Sensordaten, der Regelungen hochkomplexer und heterogener Systeme. Dabei passen sie einerseits die regelungstechnischen Methoden der informationstechnischen Umgebung mit ihren spezifischen Verzögerungszeiten an. Andererseits entwickeln sie Methoden des Requirements und Systems- Engineering sowie Simulationsmethoden für vernetzte Systeme, in denen einige Sensoren und Aktoren durch komplexe und heterogene Hardware/Softwaresysteme koordiniert werden. Nachhaltige Energiequellen und Energiespeicher, Energieverteilung und effiziente Energiewandlung für stationäre und mobile Nutzer, sowie die Vermeidung von "Blackouts", wie sie nahezu weltweit schon aufgetreten sind, haben in der TU-Forschung der EnergietechnikerInnen hohe Priorität. Dafür wird die systemtechnische Simulation und Modellierung des zu erwartenden Energiebedarfs und des optimalen Energiemixes mit komplexen Computersimulationen ebenso eingesetzt wie die Erforschung hocheffizienter Energiewandler und Speicher mit Blick auf deren Klima-Neutralität.

18 Fakultäten Fakultät für Informatik Informatik schafft Zukunft Wir leben in einer Zeit, in der die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) mehr und mehr alle Lebensbereiche durchdringen. Die Informatik nimmt hierbei eine Schlüsselstellung ein. Wirtschaft und Verwaltung, aber auch die persönlichen Lebensräume von immer mehr Menschen, sind von der Entwicklung und dem Einsatz der IKT betroffen. Im Zentrum der Forschung an der Fakultät für Informatik steht die anwendungsorientierte Grundlagenforschung in fünf Forschungsschwerpunkten. Der Forschungsbereich Verteilte Systeme befasst sich mit der Verbindung von verteilten Software-Systemen sowie deren Integration zu globalen Informationsnetzwerken. Bekanntester Repräsentant eines verteilten Systems ist das Internet. Im Forschungsschwerpunkt Wirtschaftsinformatik beschäftigen sich WissenschafterInnen der Fakultät für Informatik mit Organisationsinformatik, Electronic Commerce, Electronic Government, Dekan Gerald Steinhardt Wissensmanagement und Management Support Systemen. Im Zentrum der Forschung und deren praktischer Umsetzung stehen kundenzentrierte und unternehmensübergreifende intelligente Informationssysteme. Probleme auf "intelligente" Weise, d.h. ähnlich wie der Mensch, mit Hilfe von Computern zu lösen, wird im Allgemeinen als Computational Intelligence bezeichnet. Die WissenschafterInnen beschäftigen sich dabei mit der geeigneten Darstellung sowie der automatischen Verarbeitung von Wissen und dessen Erwerb. Medien Informatik und Visual Computing bezeichnet einen Forschungsschwerpunkt, der sich mit unterschiedlichen Medien wie Bild, Text, Graphik, Animation, Audio und/oder Sprache befasst. Virtual und Augmented Reality Technologien und deren Anwendungen gewinnen dabei immer stärker an Bedeutung. Weitere Schwerpunkte liegen in der Verarbeitung von Bilddaten in Echtzeit, der Visualisierung großer Datenmengen sowie in der Entwicklung neuer Interaktionstechniken und intelligenter (dreidimensionaler) Schnittstellen zwischen NutzerInnen und Computer Systemen. Kontakt Dekanat der Fakultät für Informatik Im Zentrum der Technischen Informatik steht das Gebiet der eingebetteten Systeme (Embedded Systems). Mikroprozessoren finden sich in vielen Gegenständen des täglichen Lebens (Autos, Haushaltsgeräten etc.) und müssen hohe Anforderungen in punkto Fehlertoleranz, Sicherheit und Echtzeitfähigkeit erfüllen. In der Forschung verbindet ein integrativer Ansatz Informatik, Kommunikationstechnologie, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik. T: F: E: Beliebte technische Studien Die Berufsaussichten im Bereich der IKT sind nach wie vor ausgezeichnet. Dies ist sicherlich mit ein Grund, warum die Studien der Informatik und Wirtschaftsinformatik nach wie vor sehr beliebte technische Studien sind. Die Fakultät für Informatik betreut derzeit mit den Studienrichtungen Informatik und Wirtschaftsinformatik die größte und viertgrößte Studienrichtung an der TU Wien und damit insgesamt mehr als ein Drittel der Studierenden. Standorte Die Fakultät für Informatik ist derzeit auf drei Standorte verteilt. Der Großteil der Institute befindet sich in der Favoritenstraße 9-11, weiter Standorte sind die Argentierstraße 8 sowie die Treitlstraße 3. Mehr über die Fakultät für Informatik und ihre Institute erfahren Sie unter

19 Fakultäten Fakultät für Maschinenwesen und Betriebswissenschaften Von der Generierung neuer Ideen bis zum marktfähigen Produkt oder Verfahren - unter diesem Motto forscht man an den Instituten der Fakultät Maschinenwesen und Betriebswissenschaften der TU Wien. Das Forschungsspektrum ist sehr breit und umfasst bei weitem nicht nur Maschinen im klassischen Sinn, wie dies die folgenden Beispiele erläutern: Strömung in einem Tintenstrahl-Druckkopf, Trainingssysteme für Querschnittsgelähmte, künstliche Kniegelenke, Dynamometer für die Anwendung in der Schwerelosigkeit, alternative Kraftstoffe aus biogenen Rest- und Abfallstoffen, Biogaseinspeisung in das Erdgasnetz, Ecodesign als innovativer Weg nachhaltiger Entwicklung, innovatives Rapid Prototyping und Modellierung zellularer Materialien, Crashsimulation bei Schienenfahrzeugen. Jede anwendungsorientierte Forschung in den Ingenieurwissenschaften strebt bei der Problemlösung eine Gesamtoptimierung im Sinne technischer, ökonomischer und ökologischer Ziele an. Dekan Bruno Grösel Optimierung in technischer Hinsicht erfolgt im Sinne der geforderten Funktionen, der Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit. Optimierung in ökonomischer Hinsicht betrifft Kosten zur Herstellung des Produktes oder der Anlage und bei der Nutzung. Optimierung in ökologischer Hinsicht bedeutet Aspekte der Nachhaltigkeit zu beachten wie Reduzierung des Material- und Energiebedarfes zur Herstellung und in der betrieblichen Nutzung. Diese Zielvorgabe entspricht dem Leitbild unserer TU in der Formulierung Technik für Menschen. Um die Forschungsfelder möglichst universell ausrichten zu können, trachten wir soweit dies sinnvoll ist Methodenorientierung vor der Produktorientierung zu forcieren. Forschung im Maschinen- und Anlagenbau ist sehr Labor-intensiv, wiewohl virtuelles Engineering, also Durchführen von Analysen und Tests in der virtuellen Welt des Computers durch Computersimulation immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die vier Forschungsschwerpunkte unserer Fakultät lauten: Computational Engineering, mechanische, thermische, mechatronische und biomechanische Systeme Methodenorientierte Produktentwicklung und Anlagen- Systemtechnik Werkstoffforschung, Werkstoffverarbeitung und innovative Produktionssysteme Industrial Management In der Lehre bieten wir drei Studienrichtungen - neuerdings als Bachelor- und Masterstudien - an: Kontakt Dekanat T: F: E: Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau und gemeinsam mit der Fakultät für Technische Chemie Verfahrenstechnik. Wir sind aber auch in die Ausbildung der Wirtschaftsinformatik involviert und bieten Lehrgänge im Rahmen des Weiterbildungszentrums an.

20 Fakultäten Fakultät für Mathematik und Geoinformation Die Fakultät für Mathematik und Geoinformation besteht aus den beiden Fachbereichen Mathematik sowie Geodäsie und Geoinformation. Mathematik Mit mehr als 100 MathematikerInnen zählt der Fachbereich zu den größten mathematischen Forschungseinrichtungen Europas. Mathematische Grundlagenforschung an der TU Wien sucht nach universellen, manchmal höchst abstrakten Zusammenhängen. Dank der allgemeinen Denkweise lassen sich dann auch Phänomene aus den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen besser beschreiben und verstehen. Die Angewandte Forschung bietet dagegen ausgehend von praktischen Problemen wissenschaftliche Lösungen an und macht den Erkenntnisvorlauf der Grundlagenforschung nutzbar, gibt ihr aber gleichzeitig auch neue Anregungen. Typische Problemstellungen sind z.b. Dekan Dietmar Dorninger die Modellierung von Halbleiterbauteilen und das Design von leistungsfähigen Codes (Stichwort Sicherheitscodes für das Internet), Berechnung von Kreditrisiken bei Banken und Simulationen zur Neuroprothetik. Die Aktivitäten des Fachbereichs im Rahmen zahlreicher extern geförderter Projekte und Forschungsprogramme (Kooperationen mit Wirtschaft und Industrie, EU-Projekte, FWF-Projekte, ein CD-Labor, Wissenschaftspreise,...) belegen die hohe Qualität der mathematischen Forschung an der TU Wien. Die Fakultät ist auch stolz darauf, neben Ehrendoktoren und START-Preisträgern einen Gewinner des Wittgensteinpreises Österreichs höchst dotierter Wissenschaftspreis sowie den Wissenschaftler des Jahres 2004 in ihren Reihen zu haben. Die mathematische Forschung an der TU Wien konzentriert sich in den nächsten Jahren auf: Analysis und Scientific Computing Diskrete Mathematik, Geometrie und Algebra Wirtschafts-, Finanz- und Versicherungsmathematik Computational Statistics Geodäsie und Geoinformation Kontakt Dekanatszentrum T: F: E: Die Forschung im Fachbereich Geodäsie und Geoinformation ist sehr breit gefächert, und beinhaltet die Zusammenarbeit mit vielen Nachbardisziplinen wie z.b. Mathematik, Informatik, Elektrotechnik und Bauingenieurwesen. Geodäsie und Geoinformatik-SpezialistInnen der TU Wien richten ihr Forschungs-Augenmerk auf die Modellierung, Analyse und Kommunikation räumlicher Daten (z.b. Location Based Services als Hilfsmittel für die Navigation von FußgängerInnen und BenutzerInnen öffentlicher Verkehrsmittel, Analyse und Optimierung von Kartographischen Informationssystemen durch Integration von multimedialen und interaktiven Methoden). Andere Schwerpunkte sind die integrierte Geodäsie und Geodynamik (z.b. Monitoring von "Global Change", Einsatz und Anwendung von Multisensorsystemen), das Umweltmonitoring und die Erstellung virtueller 3D-Welten (z.b. berührungslose Erfassung unserer Umwelt, Erstellung virtueller 3D-Welten für die landesweite Geländemodellierung und von Stadt- oder Gebäudemodellen). Als es um die zentimetergenaue Berechnung und Vorhersage feinster Bewegungen der Erdachse ging, haben Geodäten der TU Wien mit den Messungen der Erdrotation mittels Radioteleskopen (Radiointerferometrie) und Satelliten des Global Positioning Systems (GPS) wesentlich zum Gelingen der Mission beigetragen wurde das Team für die erzielten Erkenntnisse mit dem "Descartes- Preis" ausgezeichnet, dem höchstdotierten europäischen Wissenschaftspreis. Experten der TU Wien sind auch beim Mars Express, der ersten europäischen Mission zum roten Planeten, beteiligt. Für die Verwaltung und Verteilung der Daten, die im Rahmen der flächendeckenden, dreidimensionalen Erfassung der Marsoberfläche durch die hochauflösende Kamera - High Resolution Stereo Camera - anfallen, wurde das Topographische Mars Informationssystem (TMIS) entwickelt.

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