Die Kampagne Stoppt Sex-Handel mit Kindern und Jugendlichen

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1 Die Kampagne Stoppt Sex-Handel mit Kindern und Jugendlichen Mit seinen weltweit mehr als Filialen ruft das Kosmetikunternehmen The Body Shop in Zusammenarbeit mit ECPAT International (End Child Prostitution, Child Pornography and Trafficking of Children for Sexual Purposes) am eine dreijährige Kampagne gegen das globale Problem Kinderhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung ins Leben. Im Folgenden sind einige Praxisbeispiele der Länder dargestellt. Beispiele aus Europa Belgien Die Kampagne wurde gemeinsam mit der Handcrème Soft Hands Kind Heart verschiedenen Ministern vorgestellt und mit großem Interesse begrüßt. Im Rahmen einer weiteren, interaktiven Aktion saßen Mädchen mit der Aufschrift I m not for sale hinter einem Schaufenster einer Body Shop Filiale. Luxemburg Die Kampagne wurde in einem Shopping-Center mit einem Konzert und einer Pressekonferenz eröffnet. 150 Handcrèmes wurden dabei verkauft. Auch in einer Body Shop Filiale in Luxemburg fand eine I m not for Sale - Schaufensteraktion statt. Frankreich In Paris wurde die Kampagne durch verschiedene Aktionen gestartet, z. B. bestand in einer Body Shop Filiale Raum zur Diskussion und gleichzeitig wurden Handmassagen angeboten. Getätigt wurden mehr als 90 Handmassagen, 69 Crèmes wurden verkauft und 80 Personen sind der Kampagne bei Facebook beigetreten. 1

2 Österreich Die Kampagne wurde in den Gebäuden der United Nations in Wien im Rahmen einer Pressekonferenz gestartet. UN.GIFT (Gobal Initiative to Fight Human Trafficking) unterstützte den Kampagnenstart und ist einer der Hauptförderer des Verkaufes der Handcrème. Dänemark Im Schaufenster einer Body Shop Filiale in Kopenhagen saß ein junges Mädchen in einem Einkaufswagen, versehen mit einem Preis von 300 Euro. Ein anderes Mädchen stand angekettet mit dem Schild For Sale im Schaufenster. Diese provokativen Aktionen zogen die Presse enorm an. Insgesamt wurden mehr als 16 Artikel in bekannten Zeitungen veröffentlicht. Außerdem wurden in 3 Kampagnen-Tagen 682 Handcrèmes verkauft. Die Niederlande Die Kampagne wurde im Pressezentrum des niederländischen Parlaments von Den Haag gestartet. Verschiedene Interessensgruppen wie Regierung, Zivilgesellschaft, NGOs sowie die Reiseindustrie waren anwesend. Auch in Den Haag fand die Schaufenster- Aktion I am not for sale, (vgl. Belgien, Lux, etc.) statt. Diese Aktion erzeugte enorme Aufmerksamkeit der Passanten, die während ihres Einkaufbummels an der Filiale vorbei schlenderten. 2

3 Großbritannien Die Kampagne startete im Rahmen einer Pressekonferenz an einer Straßenbahnstation. Es wurde ein Film gezeigt, um die Erwartungen junger Menschen zu zeigen. Hinweise zur Veranstaltung erschienen auf Titelblättern bekannter Zeitungen. Schweden Die Kampagne wurde in einer Filiale in Stockholm in Anwesenheit der Presse eröffnet. Einen Teil der Eröffnung bildete die I m not for sale Schaufensteraktion, die von mehreren Mädchen durchgeführt wurde. Portugal Die Kampagne wurde bisher in den Medien, insbesondere in Zeitschriften, bekannt gemacht. Die Kampagne soll ca Menschen in Portugal erreichen. Beispiele aus Asien Thailand Die Kampagne wurde in dem bekanntesten Shopping-Center Bangkoks unter der Mitwirkung diverser Stars gestartet. Während die Handcrème erfolgreich in den Shops verkauft wurde, wurden gleichzeitig abgetragene Handschuhe vor den Shops ausgelegt. Offizieller Partner der Kampagne wurde ein Mobilfunkbetreiber, der die Kampagne zukünftig per SMS bzw. durch das Versenden einer Hotline-Nummer für den Fall eines Missbrauch-Verdachts bekannt machen will. 3

4 Japan Die Kampagne startete in Anwesenheit der Presse in einer Body Shop Filiale in Tokio. Es fanden zahlreiche Schulungen für die Body Shop Angestellten statt. angefertigt wurde, die in Schutzhäusern Taiwans angefertigt wurden. Hongkong Auch in Hongkong wurden die Body Shop Angestellten ausführlich geschult. Mittels einer Ansprache der Medien wurde die Kampagne in einer Filiale gestartet. Philippinen Die Kampagne wurde im Rahmen einer Presseveranstaltung in einem Café in Manila eröffnet. Malaysia Die Kampagne wurde im Rahmen einer großen Veranstaltung (insbesondere für Jugendliche) in Anwesenheit der Presse eröffnet. ECPAT und andere NGOs gaben einen Input, sodass die Teilnehmer mehr über die Angelegenheit erfahren konnten. Die Filialen werden zukünftig eine Kundenbefragung durchführen, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Südkorea Die Kampagne wird durch die Botschaft einer bekannten Pop-Band gestartet, die an einem Nachmittag die Handcrème in einer Filiale in Seoul verteilte, was unzählige Menschenmassen anzogen. Taiwan Die Käufer der Handcrème erhielten ein Handy-Band, das von Opfern angefertigt wurde, die in Schutzhäusern Taiwans Unterschlupf gefunden haben. 4

5 Indien Eine erste Aktion im Rahmen der Kampagne wurde in der Caféteria der Universität Delhi veranstaltet, indem mittels eines Standes Aufklärungsarbeiten durchgeführt wurden. Es folgten weitere Aktionstage zum Thema Kinderhandel, wozu sich Interessierte ausreichend informieren konnten. Singapur Die Kampagne wurde in Anwesenheit der Presse und einer ausführlichen Befragung gestartet. Es wurden diverse Video-Clips gezeigt und genau dargelegt, welche Inhalte die neue Kampagne zwischen ECPAT und The Body Shop beinhaltet. Während einer Fragerunde wurden Aufkleber von den Teilnehmern an Tafeln befestigt, um auf das große Potential der Kampagne zu verdeutlichen. Außerdem wurden ca. 200 Body Shop Angestellte geschult und die Handcrèmes wurden trotz ihres höheren Preises im Vergleich zu anderen Produkten zahlreich verkauft. Beispiel aus Südamerika Mexiko Die Kampagne wurde in einem sehr bekannten Shopping-Center in Mexiko City im Beisein von Body Shop Kunden, Medien, internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft gestartet. 5

6 Beispiele aus USA, Kanada und Neuseeland USA Die Kampagne wurde in New York gestartet. Einen Teil der Kampagne bildet die in den USA bedeutende NGO namens Somaly Mam Foundation, die sich weltweit für die Bekämpfung von Frauen- und Kindersexhandel einsetzt. Es wurde genau erläutert, weshalb die Kosmetikbranche mit ECPAT eine gemeinsame Kampagne ins Leben rief. Gleichzeitig fand eine weitere Kundgebung statt für die zahlreich erschienen Body Shop Angestellten. Neuseeland Der Kampagnenstart begann in Sydney mit Einer ganz bestimmten Aktion: Eine Internet- Hotline wurde ins Leben gerufen, um zukünftig leichter kinderpornographische Seiten melden zu können. Während der Veranstaltung waren verkleidete Kinder in Masken anwesend, die CDs zur neuen Internet-Hotline sowie Broschüren verteilten. Auch in den Body Shop Filialen wird die CD zukünftig erhältlich sein. Kanada Die Kundgebung der Kampagne fand in einer Kirche in Toronto statt. Bedeutender Kampagnen-Partner wurde die in Kanada bekannte NGO Beyond Borders, die sich weltweit gegen die Ausbeutung von Kindern einsetzt. Hinweise zur Aktion waren auf den Titelblättern bekannter Medien zu finden. 6

7 Beispiele aus Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten Russland Aktivitäten zum Start der Kampagne aufgeklärt und weitere fanden in mehreren russischen Filialen statt. Es wurde über die Kampagne über die Kampagne aufgeklärt und die Handcr aufgeklärt und weitere Aktionen sind in naher Zukunft geplant. Vereinigte Arabische Emirate Die Handcrème wurde in diversen Zeitschriften vorgestellt. Während eines Festivals in Dubai war sie innerhalb kurzer Zeit ausverkauft. *** Menschenhandel ist heute das drittgrößte (UNFPA 2006) und am schnellsten wachsende kriminelle Gewerbe der Welt (UNGIFT 2008). Mehr als 1,8 Millionen Kinder werden jedes Jahr weltweit sexuell ausgebeutet. Menschenhandel gibt es überall auf der Welt von den ärmsten bis hin zu den reichsten Ländern (UNICEF UK 2003). Da dieses Verbrechen im Verborgenen stattfindet, wird die Dunkelziffer die Zahl von 1,8 Millionen Kindern und Jugendlichen vermutlich noch bei weitem übersteigen. *** Für weitere Informationen: ECPAT Deutschland e. V. Alfred-Döblin-Platz Freiburg Tel.: 0761/ Eine Veränderung ist nur möglich, wenn die Welt aufwacht und sich bewusst macht, dass der Handel mit Kindern und ihre sexuelle Ausbeutung überall um uns herum geschieht in jedem Land auf der Welt, so auch in Deutschland. Daher sind Information und Aufklärung ein wichtiger Teil der Prävention. Wenn ich in der Lage bin, evtl. ein Opfer von Kinderhandel auf der Straße zu erkennen, kann ich zu seiner Rettung beitragen. (Mechtild Maurer, Geschäftsführerin von ECPAT Deutschland) 7

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