Spezielle wissenschaftliche Arbeitsmethoden

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1 Prof. Dr. Ralf Laging Einführung in die speziellen wissenschaftlichen Arbeitsmethoden Vorlesungsteil 1 Spezielle wissenschaftliche Arbeitsmethoden Einführung in forschendes Arbeiten Worum es in diesem Seminar gehen soll: Methodologische Grundlagen pädagogischer und sozialwissenschaftlicher sgegenstand ist die komplexe soziale Situation menschlichen Handelns Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen qualitative smethoden Was ist ein sdesign? 1. sfeld: Bewegungsräume 2. Gegenstandsbereich: Bewegungsaktivitäten von Kindern 3. Fragestellung: Welche Bewegungsaktivitäten sind bei Kindern zu beobachten? 4. smeth ode:narrative Beobachtung 5. Auswertungsmethode: Inhaltsanalyse in Verbindung mit einer Typenanalyse

2 Unterschiede zwischen quantitativer und qualitativer : empirisch-quantitative : Es handelt sich hier um eine theorieund hypothesengeleitete Quantifizierung von Ergebnissen, Abläufen und Zusammenhängen. Es geht wesentlich um die Zergliederung, Dimensionierung und Messung des sgegenstandes. Unterschiede zwischen quantitativer und qualitativer : qualitativ-empirische : Es geht hier um eine gegenstandsnahe Erfassung der ganzheitlichen, kontextgebundenen Eigenschaften sozialer Handlungsfelder. Dabei geht es um die subjektive Bedeutung von Eigenschaften, die diese für die Han-delnden haben. Ein Beispiel: Welche Bedeutung hat der Abbruch einer sportlichen Karriere für den Sporttreibenden selbst. Es geht darum, die Bedeutungsdimension und den Sinn des Handelnden selbst zu erfassen. quantitative qualitative Überprüfung von Hypothesen! Theorien Entwicklung von Hypothesen! Theorien Isolierung von Kausalitäten Produktion allgemeiner Aussagen objektive (vom Forscher unabhängige und wiederholbare) Aussagen durch Standardisierung Operationalisierung und Quantifizierung Operationalisierbarkeit, Meßbarkeit als linearer Ablauf Erhaltung von Komplexität Betrachtung des Gegenstandes aus verschiedenen Perspektiven Reflexivität der Forschers methodisch kontrolliertes Fremdverstehen durch Offenheit und Flexibilität Kommunikation Gegenstandsangemessenheit als Prozess der gegenstandsbegründeten Theoriebildung

3 Texte Erhebung mit 1. Leitfadenorientierten Interviews 2. Narrativen Interviews 3. Ethnographischen Feldbeobachtungen Auswertung durch 1. Interpretation und Deutung 2. Rekonstruktion 3. Intervention Zahlen Erhebung mit 1. Motorischen Tests 2. Standardisierten Befragungen 3. Standardisierten Beobachtungen Auswertung durch 1. beschreibende und 2. prüfende Verfahren der Statistik 3. Unterstützung mit SPSS Unterschiede zwischen und -auswertung Quantitative Datenauswertung Qualitative Datenauswertung skonzeption Naturalistisch Rationalistisch smethoden Deskription Korrelation Experiment Qualitativ Quantitativ Typologie der (nach Haag 1994, 35 38) Wort Zahl/ Wort Zahl

4 Quantitative versus qualitative der großen Zahl (Repräsentativität) Verteilungs- u. Häufigkeitsanalysen sowie Korrelationen sozialer Phänomene universalisierende Aussagencharakteristik geeignet für Meso- und Makroebene sozialer Analyse es geht in der Regel um so genannte repräsentative Erhebungen der kleinen Zahl Aufhellung der sozialen Phänomene selbst hinsichtlich der Struktur und der Funktionsmechanismen Aussagen zielen auf den Einzelfall (Personen/Gruppen) kleine und mittlere Reichweite geeignet für Mikroebene sozialer Analyse Grundannahmen qualitativer Gegenstandsangemessenheit der Methode Einbeziehung und Reflexion der Forscherperspektive Textstruktur der sgegenstände Dialogstruktur des sprozesses Beschreibung qualitativer Als qualitativ-empirisch werden demgegenüber solche sprojekte gekennzeichnet, die zwar auch von Fragestellungen ausgehen, jedoch darauf ausgerichtet sind, durch einen möglichst (!) unvoreingenommenen, unmittelbaren Zugang zum jeweiligen sozialen Feld und unter Berücksichtigung der Weltsicht der dort Handelnden ausgehend von dieser unmittelbaren Erfahrung Beschreibungen, Rekonstruktionen, Strukturgeneralisierungen vorzunehmen (Terhart 1997, 28).

5 Literaturauswahl zur Qualitativen Flick, U.: Qualitative. Theorie, Methoden, Anwenden in Psychologie und Sozialwissenschaften. Reinbek Friebertshäuser, B./Prengel, A. (Hrsg.): Handbuch qualitativer For-schungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Weinheim Flick, Uwe/Kardorff, E. v./steinke, J. (2000) (Hrsg.). Qualitative. Ein Handbuch. Reinbek: Rowohlt. Lamnek, S. (2005). Qualitative Sozialforschung. Lehrbuch. (5. Aufl.). Weinheim, Basel: Beltz. Mayring, P. (Hrsg.): Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techni-ken. Weinheim Literaturauswahl zur Qualitativen Kuhlmann, Detlef/Balz, Eckart (2004) (Hrsg.). Qualitative sansätze in der Sportpädagogik. Schorndorf: Hofmann. Friedrich, Georg (2002) (Hrsg.). Sportpädagogische. Konzepte - Ergebnisse - Perspektiven. Hamburg: Czwalina. Elflein, Peter/Gieß-Stüber, Petra/Laging, Ralf/Miethling, Wolf-Dietrich (2002) (Hrsg.). Qualitative Ansätze und Biographieforschung in der Bewegungs- und Sportpädagogik. Butzbach- Griedel: Afra. Literaturauswahl zur Qualitativen Strauß, B./Haag, H./Kolb, M. (Hrsg.): Datenanalyse in der Sportwissenschaft. Bd. III. Hermeneutische und statistische Verfahren. Schorndorf Kuhlmann, D.: Methoden qualitativer Sozialforschung in der Sportwissenschaft. Ansätze und Einsätze. In: Sportwissenschaft 30 (2000), 1,

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